Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Warum zerbrach die Welt Azilut nicht?

Eine Frage, die ich erhielt: Warum zerbrach die Welt Azilut zusammen mit der Welt Nikudim nicht? Gibt es darin den Schutzmechanismus, der das Zerbrechen verhindert?

Meine Antwort: Richtig! Dieser Mechanismus heißt „die Korrektur in drei Linien“, bei der sich die МАN Erhebung und die Verbindung zwischen dem bekommenden und zurückgebenden Teil nicht direkt verwirklicht, wie es in der Welt Nikudim geschieht, wo das ganze Licht in Kli/Wunsch heruntersteigt, und das Zerbrechen hervorruft.

In der Welt Azilut bereitet sich das Kli vor, baut sich in drei Linien auf. Es verbindet sich im Voraus mit dem Höheren, weiß im Voraus, was es bekommen möchte.

Ihm ist das ganze Licht bekannt, welches das Höhere, das ganze Niveau (GAR) geben kann, es verringert sich aber bis zu einem bestimmten Maß, um nur den Teil von jenem Licht in die gebenden Kelim zu bekommen – in Malchut, die in Bina hinaufgestiegen ist. Auf diese Weise wird das Licht geöffnet und vom Unteren aufgenommen.

Das heißt, im Gegensatz zur Welt Nikudim, gibt es in der Welt Azilut den Schutzmechanismus von zwei Seiten: 1. Das Höhere gibt dem Unteren und setzt nur WAK de-Chochma, nur die kleine Portion des Lichtes frei, 2. Das Untere bereitet sich vor, um dieses Licht zu bekommen, verbindet sich im Voraus mit dem Höheren und bildet selbst das System der „drei Linien“, um darin das Licht zu bekommen.

Aus dem Unterricht über  „Die Lehre der Zehn Sfirot“ „, 5.12.2010

Reicht mein МaN an in die Unendlichkeit weiter!

Eine Frage, die ich erhielt: Es ist im TES (Teil 8, Punkt 4, „das Innere Licht“) gesagt worden, dass jeder Untere sein МАN nur zu seinem Höheren erhebt, und erst von da aus zum Höchsten. Somit gibt es hier den Sprung durch zwei Stufen?

Meine Antwort: Nein! Niemals wirst du zum Höchsten hinaufsteigen können. Hier spricht man über drei Stufen, damit du nicht denkst, dass die Handlung in deinem Höheren endet. Der Höhere erhebt dein МАN zum Höchsten.

Und im Höchsten geht diese Handlung auch nicht zu Ende, aber in der Welt Azilut rechnen wir immer nur mit drei Stufen. Es bedeutet jedoch nicht, dass damit alles endet.

Keine obere Stufe kann etwas für die untere Stufe korrigieren, wenn sie keinen Teil des Lichtes der Unendlichkeit bekommt. Sie ist verpflichtet, diesen Wunsch, das Bedürfnis des Unteren, in die Welt der Unendlichkeit zu erheben, weil es einen solchen Wunsch noch niemals in der Geschichte gab – es ist ein Wunsch zur Vereinigung von Bina mit Malchut, den es niemals vorher gab, hier nicht gibt und sogar in der Unendlichkeit nicht existiert.

Dieser Wunsch ist verpflichtet, in die Welt der Unendlichkeit hinaufzusteigen, wo Malchut der Welt der Unendlichkeit die Verschmelzung (Siwug-de-Akaa) mit dem Licht der Unendlichkeit begeht, und dieses besondere Licht hinab lässt, das gerade für МАN des Unteren vorbestimmt ist.

Aber, um über diese gesamte Kette nicht zu sprechen, erklären wir nur die drei Stufen – die untere, höhere und höchste Stufe.

Aus dem Unterricht nach „Die Lehre der Zehn Sfirot“ „, 05.12.2010

Ein sehr einfaches Schema

Eine Frage, die ich erhielt: Wenn nur derjenige, der einen „Punkt im Herzen“ hat, über die freie Wahl verfügt, dann darf von den Anderen nicht verlangt werden, dass sie sich ändern? Es hängt also alles von mir ab?

Meine Antwort: Wir verlangen auch nichts! Ich sage es immer wieder, dass die Wissenschaft der Kabbala sehr unaufdringlich verbreitet werden muss – nur für diejenigen, die das auch selbst wollen.

Und denjenigen, die das nicht wollen, darf man sich nicht aufdrängen – „Es gibt keinen Zwang in der Spiritualität!“ Man muss nur den Menschen, in denen das Verlangen nach der Spiritualität, der „Punkt im Herzen“ erwacht ist, zeigen können, dass es einen Ort gibt, wo sie mit diesem Verlangen hingehen und es entwickeln können.

Denn einem solchen Menschen geht es schlecht, und er versteht selbst nicht, warum es so ist – er verspürt ein Verlangen, mit dem er nichts anfangen kann. Also soll er erfahren, an wen er sich damit wenden kann! Alle Anderen sprechen wir nicht an, sie können bleiben, wie sie sind.

Es gibt jedoch ein Volk, welches sich Israel in unserer Welt nennt. Das sind die Seelen, die sich einst auf der spirituellen Stufe befanden, von ihr aber zu den materiellen Verlangen abgestiegen sind.

Und sie sind alle verpflichtet, zum Kabbala-Studium zu kommen und sich zu korrigieren. Denn sie sind durch das Zerbrechen hindurchgegangen, sie sind bereits einmal zur spirituellen Welt aufgestiegen und von dort wieder abgestiegen.

Und selbst wenn der Punkt im Herzen in ihnen jetzt noch nicht erwacht, haben sie ihn dennoch, und wir müssen dieses Wissen an sie herantragen. Vor allem aber diejenigen, die sich mit der „äußeren Tora“ anstatt der „inneren“ beschäftigen, müssen sich unbedingt der Kabbala zuwenden, und nur dadurch kann die Welt gerettet werden.

Es gibt keine andere Möglichkeit, sie besser werden zu lassen und von allen Leiden zu erlösen. Alle Probleme in der Welt werden durch das Fehlen des Lichts verursacht!

Das Licht kann aber nur durch das Studium der Kabbala, die das umgebende Licht anzieht, an die Welt herangezogen werden. Es gibt keine anderen Mittel dafür.

Kabbala ist ein Mittel zur Verbindung mit der höheren Welt, zur Enthüllung des Schöpfers den Geschöpfen, zur Enthüllung des Lichts dem Verlangen zu genießen. Sie verbindet uns mit dem Licht – bringt dir also bei, wie der anti-egoistische Schirm aufgebaut werden kann.

Es gibt nur drei Komponenten: das Verlangen, das Licht und den Schirm in der Mitte. Unten ist die ganze Menschheit, oben ist der Schöpfer, und zwischen ihnen ist die Kabbala als ein Mittel zur Erlangung des Schirms.

Deshalb muss jeder, der von allen Leiden erlöst werden will, versuchen, ihr möglichst näher zu kommen, denn dadurch zieht er das Licht an. Und nur vom Licht hängt es ab, wie wir uns in unseren Verlangen fühlen werden.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Einführung zum Buch Sohar“ vom 05.12.2010

System gesperrt, bitte Passwort eingeben

Das gesamte spirituelle System befindet sich im Wartemodus. In Wirklichkeit ist das ein unbelebter Mechanismus, der nichts für sich selbst braucht. Das Gleiche kann man auch vom Schöpfer sagen, denn Er stellt ein unverbrüchliches Gesetz dar.

Indem ich Ihn als gut, barmherzig, gebend bezeichne, schreibe ich Ihm meine eigenen Empfindungen zu. In dieser Form erscheint Sein Abbild in meinen Augen, Er selbst befindet sich aber über allem, über der Erkenntnis.

Dementsprechend ist das System der spirituellen Welten ein System von unveränderbaren Gesetzen. Außer uns gibt es in ihm keine „empfindlichen Elemente“, die nach etwas verlangen, bewusst geben und empfangen. Es ist so, als ob ein Rohr zu mir führen würde, durch welches das Licht fließt. An seinem Ende befindet sich ein Hahn, und ich kann ihn öffnen, nur nicht mit Händen, sondern mit Verlangen.

Die höhere Stufe ist kein „lieber Onkel“, sondern eine programmierte Vorrichtung. Indem ich mich mit einer Bitte an den Höheren richte, setze ich das System in Gang. Es springt erst dann an, wenn ich ein korrektes Verlangen, einen korrekten Impuls darein bringe. Es steht immer bereit – mit anderen Worten: es ist bereit, die Lichtzufuhr zu aktivieren, sobald ich den „Hahn geöffnet“ habe. Von dem, wie stark ich ihn öffne, hängt ab, welchen Förderdruck ich erhalte.

Dieser Hahn hat einen „Zugangskode“. Um ihn zu wählen, brauchen wir eine korrekte, genau ausgerichtete Bitte. Ich muss meine Verlangen und Absichten berechnen, den Verstand und die Gefühle fokussieren, mich ganz in dieses „Signal“ einbringen, es durch die Gruppe durchfließen lassen, an das gemeinsame Verlangen der Freunde anschließen und auf das Wohl des Schöpfers ausrichten.

Wenn wir den richtigen Kode finden, wird sich der Hahn öffnen. Das System wartet auf die korrekte Dateneingabe. Vor uns ist eine leblose Vorrichtung; die bestimmte Mengen an Licht, Fülle, Energie, Kraft, Verlangen filtert und freisetzt.

Der einzige lebendige Teil ist Malchut der Welt von Azilut, die tiefer liegt. Alles Andere wird erst in dem Ausmaß zum Leben erweckt, in dem ich mein Leben, meine Bestreben, meinen Schmerz hineinbringe.

Aus diesem Grund darf man nicht erwarten, dass etwas von allein von oben kommt. Das System arbeitet entsprechend meinem Verlangen, meinen Befehlen. Wenn ich aber noch nicht bereit bin, sie zu geben, schreie ich eine Mauer an, ohne den Schöpfer zu finden. Er erscheint nur dann, wenn ich es schaffe, Ihn zu erreichen, zu berühren.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 05.12.2010. Das Vorwort

Nach dem Wegesende kommt ein neuer Anfang

Eine Frage, die ich erhielt: Wie ist es, dass Bina die nichts erhalten wollte, plötzlich entdeckt, dass sie „um des Gebens willen“ empfangen muss?

Meine Antwort: Bina auf der Stufe „Geben um des Gebens willen“, GaR de Bina, indem sie dem Schöpfer ähnlich wird, darin dass sie nichts bekommt, entdeckt, dass der Schöpfer auch gebend ist. Dadurch versteht sie, dass sie auch Gebend ist. Was kann sie aber geben?

Der Schöpfer gibt ihr und sie empfindet darin seine Liebe und versteht daraus, dass wenn sie aufhört auf das zu verzichten was er gibt, sondern beginnt von Ihm zu empfangen, wird es Ihm einen riesigen Genuss bereiten und das ruft in ihr das Verwenden von Verlangen zu empfangen, aber um des Gebens willen, ZaT de Bina, hervor.

Aus einem Unterricht über einen Artikel von Rabasch, 2.12.2010

Die Kreise des Einflusses – der innere und der äußere

Der Mensch kann den Einfluss der Umgebung, die ihn entweder erhebt oder fallen lässt, nicht vermeiden. Somit ist es unmöglich, dagegen zu kämpfen, wenn man sich selbst wichtig ist.

Wenn man unter diesem Einfluss nicht sein möchte, dann sollte man um sich herum eine andere Umgebung aufbauen, die wichtig sein wird. Dann wird man auch seine Einstellung verändern. Unabhängig davon, ob ich bestraft oder gelobt werde, werde ich in erster Linie den Nutzen im Hinblick auf die neue Umgebung entdecken.
Sollte die Bestrafung, einen gewissen Nutzen haben, d.h. mir helfen, das gewünschte Ziel, die gegenseitige Verbindung zu erreichen, dann kann ich die Korrektur genießen.

Wenn mich die Menschen kritisieren, deren Meinung mir wichtig ist, dann komme ich voran. Aber wenn ich sie für meine Feinde halte, dann überzeuge ich mich weiterhin nur von meiner eigenen Schuldlosigkeit.

Ich freue mich, dass sie meinen Weg kritisieren. Dann können die wilden Flüche wie ein Segen wahrgenommen werden.
Angenommen, der Pharao würde dich beschuldigen, dann ist es doch bemerkenswert, weil er dem Schöpfer entgegengesetzt ist! Alles hängt davon ab, unter wessen Einfluss du dich befindest.

Und deshalb soll man sich unter den Einfluss der Umgebung begeben, die man für die spirituelle Entwicklung gewählt hat. Und man soll sich zu ihr sehr feinfühlig verhalten, weil man mit ihrer Hilfe die richtige Richtung verfolgen kann.

Nachdem man eine solche Gemeinschaft gefunden hat, soll ihre Meinung für den Mensch heilig werden. Man nimmt alle ihre Werte an und richtet sein Leben darauf aus.
Wenn ich also anstelle der eigenen Vernunft die höhere Vernunft des Schöpfers bekommen möchte, dann offenbare ich im „Kopf“ der Gruppe, in ihren Wünschen die ganze zukünftige Welt. Ich habe nichts anderes. Sie sind das Kli, worin ich die zukünftige Welt empfangen kann. Deshalb werden die allgemeine Meinung der Gruppe und ihre Werte für mich wichtig.

In meinem Inneren (im Egoismus) kann ich niemals die spirituelle Welt offenbaren, und wenn ich daraus austrete, dann werde ich den eigenen „Kopf“ (Verstand) gegen den allgemeinen Kopf und das Herz der Gruppe tauschen. Darin besteht meine einzige freie Wahl und die einzige Chance, die Spiritualität zu erreichen.

Aus einem Unterricht über einen Artikel von Rabasch, 2.12.2010

Das sich drehende Glücksrad

Eine Frage, die ich erhielt: Was sind die „runden“ Kelim, und wie nehmen sie an unserer Arbeit teil?

Meine Antwort: „Die runden“ Gefäße/Kelim („Igulim“) stellen ein Aufbewahrungsort, das Archiv aller Wünsche dar, die wir folglich erheben und korrigieren müssen.

„Die runden“ Kelim sind Wünsche der Welt der Unendlichkeit, noch vor ihrer Beschränkung. Dadurch kann das höhere Licht diejenigen beeinflussen, die keinen Schirm haben.

Denn die Seelen, die einen Schirm haben, arbeiten schon mit den „geraden“ Gefäßen/Kelim („Jöscher“). Sie befinden sich in der „direkten“ Beziehung mit dem höheren Licht. Aber wenn ich keinen Schirm habe, dann kann ich den Schöpfer nicht beeinflussen. Und wie kann der Schöpfer mich beeinflussen? Er wirkt auf mich mittels dieser „runden“ Kelim ein, weil Er überall, in jedem Wunsch anwesend ist.

Er kann deshalb auf mich einwirken, weil ich auch über die runden Kelim verfüge, die ich noch nicht „geradegemacht“, nicht auf den Schöpfer gerichtet habe.

Und deshalb gibt es auch zwei Arten der höheren Lenkung: die individuelle und die allgemeine. Ich stehe unter der individuellen, persönlichen Lenkung, wenn ich aber fähig bin, in der Verbindung mit dem Schöpfer, im gegenseitigen Geben zu sein: Er gibt mir, und ich gebe Ihm, dann arbeiten wir „direkt“ miteinander: „entsprechend dem Leiden (der Bemühung) – auch die Belohnung“, der ganze Verdienst, entsprechend dem Schirm, und so komme ich voran.

Und „die runden“ Wünsche bedeuten, dass ich zu keiner Überwindung fähig bin. Ich weiß und verstehe nicht, was ich bekomme, und so existiert unsere ganze Welt. Und solange der Mensch keinen Schirm, keine Arbeit „in der Linie“ erreicht hat, wird er mittels „der runden“ Wünsche gelenkt – das heißt er bekommt, und denk darüber nicht nach.

Und das Licht erreicht uns durch diese „runden“ Kelim, und ruft in uns die „direkte“ Reaktion hervor, weil wir keine andere Möglichkeit haben, dem Schöpfer zu antworten. Wenn wir darauf richtig und „direkt“ reagieren, wie Er auf uns durch „die Kreise“ einwirkt, dann verbinden wir uns mit Ihm: wir enthüllen den Schöpfer wie den Gebenden, und bekommen die ganze Füllung „direkt“, mit Hilfe des Schirmes.

Anderenfalls kommen zu uns mittels „der runden (indirekten)“ Wünsche die Katastrophen und die Nöten. „Die Kreise“ lenken und drehen uns so lange, bis die „gerade/direkte“ Verbindung gebildet ist, und dann nehmen wir die Lenkung in die eigene Hand.


Aus dem Unterricht nach dem Artikel von Rabasch „Die Erklärung zur Pticha“, 03.12.2010

Die grenzenlose Welt der Freiheit

Eine Frage, die ich erhielt: Was bedeutet es, „die spirituelle Welt zu sehen“?

Meine Antwort: Wir können die spirituelle Welt nicht mittels gewöhnlicher Sehkraft – mittels der Augen sehen. Die spirituelle Welt wird in den inneren Empfindungen wahrgenommen.

Und obwohl sie uns darin grenzenlos und unendlich vorgestellt wird, definiert sie sich nicht durch die geometrischen Maße unserer Welt, sondern durch unsere Eigenschaften, unsere neuen Organe der Empfindung, durch die innere Sehkraft.

Und wenn wir uns diese Eigenschaften aneignen, dann wird alles einfacher und leichter sein. Wir werden die Kräfte sehen, die hinter jeder Handlung, hinter jedem Objekt stehen.

Alles wird sehr deutlich, klar und bestimmt sein. Wir werden verstehen, dass wir von oben gelenkt werden, und dass der Mensch nur eine einzige freie Handlung hat – den Willen, die spirituelle Welt zu sehen, um sich mit ihren Handlungen gleichsetzen zu können.

Dabei begeht er die Handlungen nicht selbst, sondern setzt sich mit ihnen nur gleich. Aber er fühlt sich dadurch frei, weil er über seine egoistische Natur hinaufsteigt, und beginnt, alle Gesetze ungezwungen zu erfüllen, aufgrund des eigenen Wunsches, er empfindet und sieht sie selbst. Und dies ist schon eine ganz andere Sache, es gibt dem Menschen die Empfindung der Freiheit.

Allmählich gleicht er sich der Höheren Kraft in solchem Maße an, dass er Sie nicht nur rechtfertigt, sondern von ihr auch fordert, dass Sie alle jene Handlungen begeht, die in Ihrem Programm eigentlich schon vorbestimmt sind, aber viel schneller, als Sie beabsichtigte, diese zu erfüllen. Der Mensch gleicht einem Kind , das vor einem Erwachsenen läuft, und ihn auffordert, etwas zu tun.
Dann geschieht in Wirklichkeit eine vollkommene Vereinigung des Schöpfers mit dem Geschöpf .
Aus dem Programm „Kabbala für die Anfänger“, 01.12.2010

Die Geburt von Josef

Das Buch Sohar, Vorwort, Artikel „Sprößlinge“, P. 5: „Die Sprößlinge sind die Vorväter, die in den Gedanken und in die höhere Welt, d.h. Bina, eingetreten sind und dort verborgen wurden.

Und sie kamen daraus in einer Verhüllung hervor, und wurden in den wahren Propheten verborgen. Josef wurde geboren und sie wurden in ihm verborgen.“

Josef kam in das heilige Land und befestigte sie dort, wie es geschrieben steht : „Josef wurde geboren“, – d.h. Jessod de Gadlut.

Unsere gesamte Verbindung mit der spirituellen Welt geht durch Parzuf Nukwa der Welt Azilut. Eben zu ihr erheben die zerbrochene Seelen ihr MaN, die Bitte um die Korrektur.

Ein Mensch mit dem Punkt im Herzen strebt zur spirituellen Welt, und das Spirituelle ist das Geben und die Einheit. Deshalb strebt er zur Verbindung mit den anderen und diese Möglichkeit bekommt er in der Gruppe.

Wenn der Mensch die Bedingung des Aufstieges erfüllt und ein Kli schafft, verbindet er sich mit Malchut der Welt Azilut. Sie erhebt die gemeinsame Bitte der Freunde zu Seir Anpin, und er gibt ihnen das Licht, das zur Quelle zurück bringt. Dann steigen die Seelen, die zu einem ganzen werden wollen, über die Stufen der Einheit hinauf.

Zuerst zum Zustand des Wachstums (Ibur, Embryo). Hier vereinigen sie sich, indem sie sich voreinander, einer von dem anderen annulieren. Jeder beugt den Kopf vor der Umgebung und wird zu einer „Frucht in der Gebärmutter“.

Dann erreichen sie die Stufe des Stillens (Enika), wo ihre Verbindung stärker wird: Hier können sie schon mit ihrem Verlangen nach Genüssen arbeiten, sich über ihm ereheben.

Dann gehen die Seelen zu dem erwachsenen Zustand über (Gadlut). Das Niveau ihrer Verbindung lässt sie sich mit Seir Anpin vereinigen und diese, Stufe heißt Jessod de Gadlut oder Josef.

Von hier können wir die in der Tora beschriebene Geschichte von Josef, der von seinen Brüder in die Sklaverei verkauft wurde, verstehen. Diese Ereignisse entwickeln sich um dem Kampf für unsere Vereinigung, damit wir die Bürgschaft erreichen, in dem Maß, das für die Enthüllung des Schöpfers zwischen uns genügt.
Aus einem Sohar-Unterricht. Vorwort, 02.12.2010

Wenn das Herz sich nicht öffnet…

Eine Frage, die ich erhielt: Wie kann man mit dem Glauben über dem Verstand arbeiten, wenn das Herz sich nicht öffnet?

Meine Antwort: Man braucht Geduld. Das ist eine schwere Arbeit, die wir in der ägyptischen Gefangenschaft verrichten, während wir immer neue „Pyramiden“ errichten und die gesamten Anstrengungen in diese Arbeit investieren – bis das Herz plötzlich anfängt, zu fühlen.

Und hier hilft ungemein die Verbreitung der Kabbala, sie ist für den Menschen selbst von Vorteil. Je mehr er in die Anderen investiert, selbst aus verschiedensten egoistischen Gründen, desto schneller beginnt er zu spüren, wie sein Herz sich öffnet.

Ich sehe es am Beispiel von Menschen, die sehr viel Kraft in das Studium investiert, sich aber nicht mit der Verbreitung beschäftigt haben. Es reicht nicht, einfach zu studieren und in der Gruppe zu sein – das Herz öffnet sich nicht!

Jeder muss irgendeine besondere, selbst eine kleine Arbeit für sich finden, damit sie zu seiner ständigen Sorge wird und er weiß: das ist das, was ich an die Menschen gebe, über mich wird dieses Wissen verbreitet.

Das ist ein Wundermittel, ich weiß das aus eigener Erfahrung: derjenige, der sich mit der Verbreitung beschäftigt, kommt viel schneller voran. Deshalb empfehle ich es jedem.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 02.12.2010