Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Spirituelle Arbeit'

Das Gute welches ins Übel verwandelt wird

Baal HaSulam, „Einführung zu TES“, Punkt 44:

…daher ist das Verständnis, von der Lenkung des Schöpfers, der Grund für alles Gute und das Unverständnis der Grund
für alles Böse.

Folglich ist es wie ein Pol, um den sich alle Menschen drehen, hin zur Gnade oder hin zur Strafe.

Wir verstehen nichts von der Lenkung des Schöpfers, uns ist gar nicht klar was Er von uns möchte.
Deshalb fordern wir unentwegt etwas von Ihm:
„Wo bist Du denn, der Gute und der nur das Gute Schaffende ?“

Als Antwort bekommen wir : „Ich bin Gut und Ich schaffe ausschliesslich nur Gutes…..aber was macht ihr damit ?!
Ihr nehmt das Gute, welches Ich euch gebe und wandelt es in Übel um, anstelle des Lichtes und der Wärme der Liebe,
erhaltet ihr die Flamme des Brandes. Ihr kleidet das Licht Chochma nicht in das Licht von Chassadim ein, und anstelle

seines Leuchtens angesichts Chassadim, kommt das zerstörende Feuer“.

aus dem Unterricht nach dem Artikel „Einführung in die Lehre der Zehn Sfirot“, 3.12. 2010

Jahrtausend Jahre altes Drama mit glücklichem Ende

Wozu wird dieses ganze Lebensdrama gebraucht? Damit Israel aus dem Babylon rauskommt, sich getrennt von der gesamten Menschheit, auf die spirituelle Ebene erhebt, den Ersten und den Zweiten Tempel aufbaut, und danach zerbricht und in die Klipot abfällt?
Alles dient dafür, das höhere Licht den Seelen in winzigen Funken von oben anzuziehen und es runter zu bringen. Das sind Funken des Zerbruchs, und deshalb können sie sich innerhalb des Egos befinden, nach dem Gesetz der gleichen Eigenschaften.
Und wenn der Funken sich in Inneren des Egos befindet, kann er durch die Gruppe die Bitte (MAN) erheben, und diese leitet die Bitte zum Schöpfer weiter. Und vom Schöpfer kommt das Licht als Antwort, welches zum Ursprung zurückführt und die Korrektur vollbringt!
Im Funken selber gibt es nichts zu korrigieren – aber das Licht wird seine Verbindung zu den anderen Seelen korrigieren, so dass das Verlangen zu genießen auch beteiligt sein wird. Und langsam verbindet sich der Mensch mit den Übrigen, die Seelen beginnen sich zurück zur einer Seele zu vereinen.
Der gesamte Prozess, den die Gruppe durchgegangen ist, welche Israel heißt, diente allein dazu, all die anderen Seelen zu korrigieren. Ansonsten konnte Babylon nicht korrigiert werden. In Babylon waren keine spirituellen Funken.
Also, die Menschheit teilte sich in zwei Gruppen auf. Die eine Gruppe machte sich auf den Weg um die spirituelle Welt zu enthüllen, kehrte danach zurück, zerbrach und fiel zurück in die materielle Welt. Sie brachte aber Funken des Zerbruches mit sich, und zweitausend Jahre „kochten“ diese zwei Gruppen zusammen und vermischten sich. Und diese Frist war von Anfang an festgelegt. Jetzt ist sie zu Ende, was soll nun weiter geschehen?
Nun müssen die Voraussetzungen für die Korrektur sowohl auf der spirituellen, als auch auf der materiellen Ebene geklärt werden -. Deswegen tritt die Menschheit in die globale Krise ein und es wird die Methode offenbart, wie sich die Menschheit korrigieren kann-die Wissenschaft der Kabbalah.

Und alles können wir nur deshalb fühlen, weil wir die Funken der Zerbruches in uns tragen!
Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Vorwort zum Buch Sohar“, 06.12.2010

Die unschätzbare Erfahrung des Fallens

Eine Frage, die ich erhielt: Wozu sind die Nekudot de SaG unter den Tabur de Galgalta abgestiegen, was geben sie den Niederen?
Meine Antwort: Nekudot de SaG – ist Bina, die unter den Tabur von Galgalta hinabgestiegen ist, um mit Malchut vereint zu werden (NeHJ de Galgalta) und sie auszufüllen, um damit alle Korrekturen abzuschließen. Weil Sof de Galgalta Malchut der Welt der Unendlichkeit ist.
Und das, was aus ihrem Versuch, die NeHJ de Galgalta zu füllen resultiert, ist die Welt Nekudim. Sie nimmt alle nicht erfüllten Wünsche der NeHJ de Galgalta und alle Kräfte von Bina und baut daraus ein Parzuf auf – die Welt Nekudim in einem größeren Zustand, welcher zerbricht…
Dieses Ergebnis konnte nicht vorhergesehen werden! Aber jetzt, resultierend aus derm Zerbrechen des Schirmes, schließt Bina in sich alle Daten über die Zerbrechung ein, und, benutzend diese „Reshimot“ (Informationsdaten), kann sie realisieren, angefangen mit den Leichteren bis hin zu den Schwieriegeren, um das Programm der Korrektur richtig zu Ende zu führen.
Daraus wird sichtbar, dass es unmöglich ist etwas zu korrigiren, wenn du nicht zuerst die Erfahrung des Zerbrechens bekommen hast. Wie gesagt wird: „Es gibt keinen Gerechten, welcher gute Taten verbracht hätte, ohne vorher gesündigt zu haben“.
Sowas gibt es nicht! Wenn jemand denkt, dass die Korrektur möglich wäre, ohne den Zerbruch berührt zu haben – das ist einfach nicht realistisch. Was soll dann korrigiert werden?!…

Aus dem Unterricht „Die Lehre der Zehn Sefirot“, 07.12.2010

Der Brand in der Seele

Eine Frage, die ich erhielt: Wenn die gesamte Verantwortung auf den Schultern von denjenigen lastet, die einen Punkt im Herzen haben, warum war dann zum Beispiel der Brand im Norden Israels ausgebrochen und nicht bei mir zu Hause?

Meine Antwort: Wir befinden uns im Moment in einer Phase der Vorbereitung auf die praktische spirituelle Arbeit, die mit dem Eintritt in die Wahrnehmung der höheren Welt, mit der Anwesenheit in ihr beginnt.

Deshalb macht es keinen Sinn, dich dadurch, dass du dein Haus und deine Gesundheit in den Flammen verlierst, vom Studium loszureißen. Du musst dich erst einmal der praktischen Arbeit entgegen bewegen.

Doch später enthüllst du, dass diejenigen, die jetzt auf der materiellen Ebene leiden und ohne Zuhause geblieben sind, diese Kinder, alte Menschen und Frauen Teile von dir selbst sind, dass sie dir näher als deine eigenen Kinder stehen.

Deine Gefühllosigkeit blockiert in dir diese Empfindung, doch du enthüllst es noch und wirst es in deine Korrektur mit aufnehmen müssen.

Doch noch ist es so, als ob das zwei verschiedene Körperteile wären: damit ein Teil geheilt wird, leidet der andere auf seiner Ebene. Doch später vereinen sie sich und dringen ineinander ein.

Von uns wird verlangt, dass wir das nicht auf der Ebene des Materials verstehen und durchspüren, sondern auf der Ebene des spirituellen Bewusstseins. Damit du spürst, dass du derjenige warst, der da im Norden verbrannt ist! Und außerdem, dass es von deiner inneren Arbeit abhängt, ob diese schwierige Situation beendet wird.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 03.12.2010

Meine Unterschrift unter dem Abkommen über das Geben

Eine Frage, die ich erhielt: Was soll man mit den Freunden tun, die nicht erwachen? Soll man ihnen gegenüber Geduld haben, wie gegenüber der äußeren Welt?

Meine Antwort: Nein. In der Gruppe haben wir einen gemeinsamen Vertrag unterzeichnet. Früher wurde von den Anfängern in einer kabbalistischen Gruppe verlangt, ihre Unterschrift unter die Statuten zu setzen.

Du möchtest ein Freund sein? Ein „Freund“ ist jemand, der mit seiner ganzen Kraft an der Verbindung arbeitet. Denn nur durch die Verbindung  werden wir das Ziel erreichen.

Wir haben keine Möglichkeit, jeden aufzunehmen, der noch nicht dazu bereit ist und unsere Kräfte einfach verdünnt und uns wahrscheinlich sogar verwirrt und vom Weg abkommen lässt. Wie Baal HaSulam in dem Artikel „Der Frieden“ schreibt, versteht der Mensch vielleicht, dass man nicht stehlen darf, sieht jedoch nichts Schlimmes daran, dass er nicht gibt.

In der Spiritualität ist es so: wenn du der Gruppe nicht das gibst, was du ihr geben sollst, bedeutet das, dass du sie bestiehlst. Aus diesem Grund müssen diejenigen, die der Gruppe beitreten möchten, wissen, dass sie ein „Abkommen über das Geben“ unterzeichnen, womit sie sich verpflichten, alle ihre Kräfte für die Einheit einzusetzen.

Ansonsten ist für denjenigen kein Platz in der Gruppe – dann soll er zu Hause vor dem Fernseher sitzen bleiben.

Das muss man verstehen, und die Gruppe muss das von allen zusammen und von jedem Einzelnen verlangen. Denn ohne Verbindung werden wir nichts erreichen.

Aus den Sohar-Unterricht. Das Vorwort, 06.12.2010

Warum zerbrach die Welt Azilut nicht?

Eine Frage, die ich erhielt: Warum zerbrach die Welt Azilut zusammen mit der Welt Nikudim nicht? Gibt es darin den Schutzmechanismus, der das Zerbrechen verhindert?

Meine Antwort: Richtig! Dieser Mechanismus heißt „die Korrektur in drei Linien“, bei der sich die МАN Erhebung und die Verbindung zwischen dem bekommenden und zurückgebenden Teil nicht direkt verwirklicht, wie es in der Welt Nikudim geschieht, wo das ganze Licht in Kli/Wunsch heruntersteigt, und das Zerbrechen hervorruft.

In der Welt Azilut bereitet sich das Kli vor, baut sich in drei Linien auf. Es verbindet sich im Voraus mit dem Höheren, weiß im Voraus, was es bekommen möchte.

Ihm ist das ganze Licht bekannt, welches das Höhere, das ganze Niveau (GAR) geben kann, es verringert sich aber bis zu einem bestimmten Maß, um nur den Teil von jenem Licht in die gebenden Kelim zu bekommen – in Malchut, die in Bina hinaufgestiegen ist. Auf diese Weise wird das Licht geöffnet und vom Unteren aufgenommen.

Das heißt, im Gegensatz zur Welt Nikudim, gibt es in der Welt Azilut den Schutzmechanismus von zwei Seiten: 1. Das Höhere gibt dem Unteren und setzt nur WAK de-Chochma, nur die kleine Portion des Lichtes frei, 2. Das Untere bereitet sich vor, um dieses Licht zu bekommen, verbindet sich im Voraus mit dem Höheren und bildet selbst das System der „drei Linien“, um darin das Licht zu bekommen.

Aus dem Unterricht über  „Die Lehre der Zehn Sfirot“ „, 5.12.2010

Reicht mein МaN an in die Unendlichkeit weiter!

Eine Frage, die ich erhielt: Es ist im TES (Teil 8, Punkt 4, „das Innere Licht“) gesagt worden, dass jeder Untere sein МАN nur zu seinem Höheren erhebt, und erst von da aus zum Höchsten. Somit gibt es hier den Sprung durch zwei Stufen?

Meine Antwort: Nein! Niemals wirst du zum Höchsten hinaufsteigen können. Hier spricht man über drei Stufen, damit du nicht denkst, dass die Handlung in deinem Höheren endet. Der Höhere erhebt dein МАN zum Höchsten.

Und im Höchsten geht diese Handlung auch nicht zu Ende, aber in der Welt Azilut rechnen wir immer nur mit drei Stufen. Es bedeutet jedoch nicht, dass damit alles endet.

Keine obere Stufe kann etwas für die untere Stufe korrigieren, wenn sie keinen Teil des Lichtes der Unendlichkeit bekommt. Sie ist verpflichtet, diesen Wunsch, das Bedürfnis des Unteren, in die Welt der Unendlichkeit zu erheben, weil es einen solchen Wunsch noch niemals in der Geschichte gab – es ist ein Wunsch zur Vereinigung von Bina mit Malchut, den es niemals vorher gab, hier nicht gibt und sogar in der Unendlichkeit nicht existiert.

Dieser Wunsch ist verpflichtet, in die Welt der Unendlichkeit hinaufzusteigen, wo Malchut der Welt der Unendlichkeit die Verschmelzung (Siwug-de-Akaa) mit dem Licht der Unendlichkeit begeht, und dieses besondere Licht hinab lässt, das gerade für МАN des Unteren vorbestimmt ist.

Aber, um über diese gesamte Kette nicht zu sprechen, erklären wir nur die drei Stufen – die untere, höhere und höchste Stufe.

Aus dem Unterricht nach „Die Lehre der Zehn Sfirot“ „, 05.12.2010

Ein sehr einfaches Schema

Eine Frage, die ich erhielt: Wenn nur derjenige, der einen „Punkt im Herzen“ hat, über die freie Wahl verfügt, dann darf von den Anderen nicht verlangt werden, dass sie sich ändern? Es hängt also alles von mir ab?

Meine Antwort: Wir verlangen auch nichts! Ich sage es immer wieder, dass die Wissenschaft der Kabbala sehr unaufdringlich verbreitet werden muss – nur für diejenigen, die das auch selbst wollen.

Und denjenigen, die das nicht wollen, darf man sich nicht aufdrängen – „Es gibt keinen Zwang in der Spiritualität!“ Man muss nur den Menschen, in denen das Verlangen nach der Spiritualität, der „Punkt im Herzen“ erwacht ist, zeigen können, dass es einen Ort gibt, wo sie mit diesem Verlangen hingehen und es entwickeln können.

Denn einem solchen Menschen geht es schlecht, und er versteht selbst nicht, warum es so ist – er verspürt ein Verlangen, mit dem er nichts anfangen kann. Also soll er erfahren, an wen er sich damit wenden kann! Alle Anderen sprechen wir nicht an, sie können bleiben, wie sie sind.

Es gibt jedoch ein Volk, welches sich Israel in unserer Welt nennt. Das sind die Seelen, die sich einst auf der spirituellen Stufe befanden, von ihr aber zu den materiellen Verlangen abgestiegen sind.

Und sie sind alle verpflichtet, zum Kabbala-Studium zu kommen und sich zu korrigieren. Denn sie sind durch das Zerbrechen hindurchgegangen, sie sind bereits einmal zur spirituellen Welt aufgestiegen und von dort wieder abgestiegen.

Und selbst wenn der Punkt im Herzen in ihnen jetzt noch nicht erwacht, haben sie ihn dennoch, und wir müssen dieses Wissen an sie herantragen. Vor allem aber diejenigen, die sich mit der „äußeren Tora“ anstatt der „inneren“ beschäftigen, müssen sich unbedingt der Kabbala zuwenden, und nur dadurch kann die Welt gerettet werden.

Es gibt keine andere Möglichkeit, sie besser werden zu lassen und von allen Leiden zu erlösen. Alle Probleme in der Welt werden durch das Fehlen des Lichts verursacht!

Das Licht kann aber nur durch das Studium der Kabbala, die das umgebende Licht anzieht, an die Welt herangezogen werden. Es gibt keine anderen Mittel dafür.

Kabbala ist ein Mittel zur Verbindung mit der höheren Welt, zur Enthüllung des Schöpfers den Geschöpfen, zur Enthüllung des Lichts dem Verlangen zu genießen. Sie verbindet uns mit dem Licht – bringt dir also bei, wie der anti-egoistische Schirm aufgebaut werden kann.

Es gibt nur drei Komponenten: das Verlangen, das Licht und den Schirm in der Mitte. Unten ist die ganze Menschheit, oben ist der Schöpfer, und zwischen ihnen ist die Kabbala als ein Mittel zur Erlangung des Schirms.

Deshalb muss jeder, der von allen Leiden erlöst werden will, versuchen, ihr möglichst näher zu kommen, denn dadurch zieht er das Licht an. Und nur vom Licht hängt es ab, wie wir uns in unseren Verlangen fühlen werden.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Einführung zum Buch Sohar“ vom 05.12.2010

System gesperrt, bitte Passwort eingeben

Das gesamte spirituelle System befindet sich im Wartemodus. In Wirklichkeit ist das ein unbelebter Mechanismus, der nichts für sich selbst braucht. Das Gleiche kann man auch vom Schöpfer sagen, denn Er stellt ein unverbrüchliches Gesetz dar.

Indem ich Ihn als gut, barmherzig, gebend bezeichne, schreibe ich Ihm meine eigenen Empfindungen zu. In dieser Form erscheint Sein Abbild in meinen Augen, Er selbst befindet sich aber über allem, über der Erkenntnis.

Dementsprechend ist das System der spirituellen Welten ein System von unveränderbaren Gesetzen. Außer uns gibt es in ihm keine „empfindlichen Elemente“, die nach etwas verlangen, bewusst geben und empfangen. Es ist so, als ob ein Rohr zu mir führen würde, durch welches das Licht fließt. An seinem Ende befindet sich ein Hahn, und ich kann ihn öffnen, nur nicht mit Händen, sondern mit Verlangen.

Die höhere Stufe ist kein „lieber Onkel“, sondern eine programmierte Vorrichtung. Indem ich mich mit einer Bitte an den Höheren richte, setze ich das System in Gang. Es springt erst dann an, wenn ich ein korrektes Verlangen, einen korrekten Impuls darein bringe. Es steht immer bereit – mit anderen Worten: es ist bereit, die Lichtzufuhr zu aktivieren, sobald ich den „Hahn geöffnet“ habe. Von dem, wie stark ich ihn öffne, hängt ab, welchen Förderdruck ich erhalte.

Dieser Hahn hat einen „Zugangskode“. Um ihn zu wählen, brauchen wir eine korrekte, genau ausgerichtete Bitte. Ich muss meine Verlangen und Absichten berechnen, den Verstand und die Gefühle fokussieren, mich ganz in dieses „Signal“ einbringen, es durch die Gruppe durchfließen lassen, an das gemeinsame Verlangen der Freunde anschließen und auf das Wohl des Schöpfers ausrichten.

Wenn wir den richtigen Kode finden, wird sich der Hahn öffnen. Das System wartet auf die korrekte Dateneingabe. Vor uns ist eine leblose Vorrichtung; die bestimmte Mengen an Licht, Fülle, Energie, Kraft, Verlangen filtert und freisetzt.

Der einzige lebendige Teil ist Malchut der Welt von Azilut, die tiefer liegt. Alles Andere wird erst in dem Ausmaß zum Leben erweckt, in dem ich mein Leben, meine Bestreben, meinen Schmerz hineinbringe.

Aus diesem Grund darf man nicht erwarten, dass etwas von allein von oben kommt. Das System arbeitet entsprechend meinem Verlangen, meinen Befehlen. Wenn ich aber noch nicht bereit bin, sie zu geben, schreie ich eine Mauer an, ohne den Schöpfer zu finden. Er erscheint nur dann, wenn ich es schaffe, Ihn zu erreichen, zu berühren.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 05.12.2010. Das Vorwort

Nach dem Wegesende kommt ein neuer Anfang

Eine Frage, die ich erhielt: Wie ist es, dass Bina die nichts erhalten wollte, plötzlich entdeckt, dass sie „um des Gebens willen“ empfangen muss?

Meine Antwort: Bina auf der Stufe „Geben um des Gebens willen“, GaR de Bina, indem sie dem Schöpfer ähnlich wird, darin dass sie nichts bekommt, entdeckt, dass der Schöpfer auch gebend ist. Dadurch versteht sie, dass sie auch Gebend ist. Was kann sie aber geben?

Der Schöpfer gibt ihr und sie empfindet darin seine Liebe und versteht daraus, dass wenn sie aufhört auf das zu verzichten was er gibt, sondern beginnt von Ihm zu empfangen, wird es Ihm einen riesigen Genuss bereiten und das ruft in ihr das Verwenden von Verlangen zu empfangen, aber um des Gebens willen, ZaT de Bina, hervor.

Aus einem Unterricht über einen Artikel von Rabasch, 2.12.2010