Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Spirituelle Arbeit'

Alles offenbart sich in der Einheit

Frage: Auf welche Weise wird unsere Verbindung zur Grundlage für die Offenbarung der spirituellen Stufen?

Antwort: Jede Stufe ist eine Welt, die du wahrnimmst. Die Welt, welche aus der Verbindung zwischen allen Seelen gewebt ist. Die Grundverbindung, welche aus der Welt der Unendlichkeit entsteht, verminderte sich nach und nach bis sie zersprang und in unserer Welt völlig zerbrochen wurde. Von hier aus beginnen wir wieder mit dem Aufsteigen auf dieselbe Stufen der Verbindung. Du muss nur diese Verbindung offenbaren. 

Das „Material“ für die Seelen ist das Verlangen zu empfangen, und die Verbindung zwischen ihnen ist dieses System, welches wir erforschen. Die Zehn Sefirot, die spirituellen Parzufim, sind nur die unterschiedlichen Arten der Wechselwirkung der Seelen zwischen einander. 

Im Grunde genommen entsteht daraus ein Ganzes, wenn wir zur Welt Malchut der Welt der Unendlichkeit aufsteigen und alle diese Verbindungen mit Geben durchdringen, ohne jegliche Grenzen und Mängeln. Dann verschwindet der Widerstand in den Übergängen zwischen uns und die Verbindung wird mit unendlichen Geschwindigkeit realisiert. Das ist der Zustand der Unendlichkeit.

Die Verschmelzung bedeutet, dass das, was ich habe auch du augenblicklich besitzt und umgekehrt. Solche Kommunikation ist grenzenlos, sie ist nicht durch Zeit und den Widerstand des Egoismus begrenzt. „der Widerstand“ zwischen uns verschwindet und unsere Verlangen agieren frei in ihrem vollen Volumen miteinander. 

Frage: Wie muss sich das während der Seminare offenbaren?

Antwort: Unsere Verschmelzung während der Seminare ist eine Anstrengung. Wir möchten miteinander so eng verschmelzen, wie wir uns nur vorstellen können. Damit jeder dabei  das Gefühl des „Ichs“ verliert und wir ein einzelnes Verlangen spüren, eine Absicht, ein Ganzes. Aus diesen Bedingungen heraus, aus dem Punkt der Einheit überlegen wir uns die Lösung der Frage, die uns der Lehrer gestellt hat. Die Antwort verbirgt sich genau dort, in der Verbindung.

Dazu streben wir während des Seminars an, mithilfe der Verbindung die Antwort zu finden. Jedes Mal während der Suche nach der Lösung möchten wir sie genau dank der Verbindung finden, ohne jegliche Logik anzuwenden. Wir werden dabei nicht die Worte der Kabbalisten logisch überprüfen und analysieren.

Ohne Verbindung macht es keinen Sinn, sich in einen Kreis zu setzen. Wozu brauchen wir dann den Kreis? Für ein kluges Gespräch oder eine wissenschaftliche Diskussion? Nein, unsere Aufgabe ist nur, zwischen uns die Verbindung zu realisieren auf dem Niveau der Gefühle, damit diese Verbindung neue Eigenschaften erschafft. Dann wirst du in der gemeinsamen Wahrnehmung die Lösung sehen. 

Das Seminar ist dazu da, um ein gemeinsames Gefäß zu erschaffen, welches zu einer höheren Stufe gehört. Wir versuchen mit aller Kraft, sie zu erreichen. Wenn wir aber keine Lösung finden, haben wir versagt. Es ist sinnlos, während des Seminars an die Verbindung zu erinnern, denn sie muss zu einer grundsätzlichen Einstellung werden.

Aus dem Unterricht nach Rabasch Artikeln, 13.07.2012

[#83843]

Weswegen werden uns Probleme geschickt?

Frage: Nehmen wir an, ein Mensch hat eine Brieftasche mit Geld verloren. Und plötzlich kommen ihm Gedanken, dass es deswegen passiert, weil er nicht zum Unterricht gegangen ist oder etwas Schlimmes getan hat. Wie soll man so etwas interpretieren?

Antwort: Gar nicht. Das ist dumm! Machen Sie auf keinen Fall derartige Schlussfolgerungen und verbinden Sie nicht solche Sachen miteinander. Sie werden später sehen, dass Sie sich geirrt haben. Und es beschränkt und verwirrt Sie. Sie stellen Verbindungen her, wo es keine gibt.

Frage: Weswegen werden mir solche Probleme dann geschickt?

Antwort: Weil Sie ein Egoist sind. In erster Linie sollten Sie ihre Verbindungen zu den Freunden der Gruppe stärken und das Höhere Licht des Guten anziehen, das Sie korrigiert. Dann werden sie keine Brieftaschen verlieren, wenn es nicht nötig ist. Und wenn nötig – doch.

Frage: Das heißt, ich kann von Morgen bis Abend in meiner Zehner sitzen und jeden Tag meine Brieftasche verlieren? Und es ist sinnlos, nach dem Grund dafür zu suchen.

Antwort: Das ist nicht nur sinnlos, es ist sogar verboten! Solange sich Ihnen nicht das ganze System enthüllt, erkennen Sie sowieso weder Gründe noch Folgen.

Frage: Aber die eigentliche „Heilung“ geschieht über den Zehner? Kann ich sagen, dass ich Probleme bekomme, wenn ich nicht genug in die Liebe zu Freunden investiere?

Antwort: Investieren Sie auf jeden Fall in den Zehner und „treffen Sie den Zehner!“

Aus der Kabbalah-Lektion in russisch.

[#205194]

Zu einer neuen Gesellschaftsordnung

Frage: Sie sagten, dass die körperliche Welt keinen Kabbalisten interessiert. Kann ein Kabbalist gleichgültig dem gegenüber sein, was in der körperlichen Welt, in der er vorübergehend lebt, geschieht?

Antwort: Tatsache ist, dass die physische Welt eine Konsequenz unseres Verhaltens ist. Wir können unser Verhalten nur mit Hilfe der spirituellen Welt verändern. Aus diesem Grund sind alle menschlichen Versuche, etwas in dieser Welt zu tun, nutzlos. Es geht alles auf die Art und Weise zurück, wie es vorher war. Wir machen immer die gleichen Fehler und als Resultat erhalten wir die selben Schläge. Es wäre besser, wenn wir gar nichts tun würden. Das Beste für einen Menschen ist es, sich nur in seiner spirituellen Entwicklung zu engagieren. Deshalb ist diese Welt für die Kabbalisten uninteressant. Sie ist eine Art Reflexion ihres Fortschritts. Baal HaSulam schreibt, dass wir zu einer kommunistischen Gesellschaft werden. Nicht in der Art wie die Methoden von Lenin und Marx, sondern zu einer wirklichen, egalitären und gerechten Gesellschaft.

Diese Gesellschaft ist nicht das eigentliche Ziel, sondern sie ist ein Spiegelbild des inneren Zustands der Menschen, die auch in Zukunft auf dieser Welt leben werden. Die Beziehungen zwischen ihnen ermöglichen es, eine Gesellschaft zu schaffen, in der die Menschen ebenbürtiger und sich näher sind, da das höhere Licht sie mehr und mehr beeinflussen und zu einer einheitlichen Struktur verbinden wird. Marx sah das genau vor sich; die Menschheit wird unweigerlich dazu zurückkehren. Er schrieb über eine neue Gesellschaft und verwies dabei nicht auf Russland oder irgendein anderes Land. Er glaubte an eine solche zukünftige Gesellschaft, da dies der natürliche Verlauf unserer Evolution ist; die Evolution führt uns dazu. Es stellte sich heraus, dass er Recht hatte. Dazu braucht man kein Prophet zu sein. Man muss nur den Verlauf unserer Evolution richtig verstehen.

Aus der russischen Kabbala Lektion, 1/1/17

(201963)

Gibt es den Teufel?

Frage aus Facebook: Gibt es Satan oder ist er eine Erfindung?

Antwort: Er ist die egoistische Kraft des Menschen. In der Weisheit der Kabbala wird viel darüber gesagt. In der Tora und im Buch Sohar leitet sich das Wort „Satan“ von dem Wort „Sotah“ (Abweichung), „Masit“ (Ablenkung), ab. Es lenkt einen Mensch vom richtigen Weg ab. Diese Kraft lebt in allen und man kann sie unmöglich loswerden. Es gibt keine „chirurgische Operation“, die helfen wird. Es gibt viele unterschiedliche Manifestationen des Egoismus und die Kraft, die uns von einer guten Verbindung zwischen uns ablenkt, heißt Satan.

Frage: Wie kann man sich da helfen?

Antwort: Es geht nur, wenn wir unsere Kommunikation über dem Egoismus aufbauen. Diese egoistische Kraft besteht ständig und wird immer wieder Zwietracht zwischen uns säen. Wenn es die Menschen aber eines Tages schaffen, sich zu verbinden, wird der satanische Unfug zu unseren guten Handlungen, die dann wachsen, hinzugefügt. Dank der Tricks des Ego werden wir uns selbst zwingen, uns näher zu kommen. Aus diesem Grund wird Satan zu einer guten Kraft werden. Letztlich hilft uns das Verständnis des richtigen Zusammenspiels der Kräfte.

Von Kab TV  „Neues mit Michael Laitman“, 30/1/17

(202176)

Politische Ansichten

Frage aus Facebook: Einerseits sagen Sie, dass sich die Menschheit auf die eine oder andere Art vereinigen wird, und dass es keine Grenzen mehr geben wird, und andererseits sagen Sie, dass jeder in seinen eigenen Grenzen leben und die Menschen bilden muss. Für welche politische Seite sind Sie, die Linke oder die Rechte?

Meine Antwort: Keine. Ich verstehe, wohin uns die Natur leitet und ich rate jedem, zu studieren und diese Veranlagung zu erforschen, und sich wirklich daran anzuhaften, weil es unmöglich ist, sich gegen die Natur zu stellen.

Kommentar: Entsprechend der Person, die diese Frage gestellt hat, befindet sich die Natur auf der extrem linken Seite, weil die Welt sowieso zur Einheit hin voranschreitet…

Meine Antwort: Die Natur kann nicht extrem links sein. Sie vereint uns über allen Unterschieden, weil sie nach dem Prinzip „Liebe wird alle Übertretungen überdecken“ arbeitet – was bedeutet, dass entgegengesetzte Parteien entdecken und verstehen müssen, dass sie mit allem Negativen richtig umgehen müssen. Sie müssen trotz der negativen Eigenschaften jeder Seite ernsthaft arbeiten, und so zwischen ihnen das richtige System der Verbindung aufbauen, bis sie die wirkliche Liebe erreichen.

Unsere eigentliche Natur ist, einander zu hassen. Wenn wir ein bisschen tiefer graben, können wir dieses Problem identifizieren. Jeder von uns ist ein absoluter Individualist, der von einer besonderen, getrennten Wurzel des allgemeinen Systems abstammte und abstieg. Deshalb sind wir vollkommen unterschiedlich und einander entgegengesetzt. Wir müssen lernen, jenseits aller Unterschiedlichkeiten und Meinungsverschiedenheiten eine Verbindung zu etablieren, so als würden wir ein zweites Stockwerk über uns erbauen. Die Weisheit der Kabbala lehrt uns diese Regeln.
Aus KabTV “Neues mit Michael Laitman” 1/30/16

[202071]

Auge um Auge, und wo ist die Liebe?

Frage aus Facebook: Was ist die Bedeutung von „Auge um Auge, Zahn um Zahn“?  

Antwort: Das bedeutet, dass wir zwischen den Menschen korrekte Beziehungen auf der Ebene der Natur (der egoistischen Ebene), etablieren müssen.

Einerseits sollten wir überhaupt nichts berücksichtigen außer der Gleichheit, wenn die Kraft der Handlung eine gleiche, entgegengesetzte Kraft verursacht. Andererseits, wenn alle Menschen auf der Welt einander entgegengesetzt sind, dann gibt es ein Verständnis darüber, dass das System der Verbindung höher sein muss als ihre Natur.

Die Weisheit der Kabbala hilft dem Menschen, die Eigenschaft der Verbindung jenseits des Egoismus zu erwerben. Das nennt man „Glaube über dem Verstand“ oder „Die Liebe bedeckt alle Übertretungen“. Die Liebe löscht nichts aus. Wir sehen alle Unreinheiten und alle Probleme zwischen uns, in welchem Ausmaß jeder dem anderen entgegengesetzt ist und wie verschieden der eine vom anderen ist. Das ist uns von der Natur gegeben worden! Aber indem wir uns anstrengen, bauen wir eine Brücke einer ganz anderen Art der Verbindung über allem, und wir verstehen, wer wir sind.

Die Weisheit der Kabbala bietet uns eine Methode, die man die „Mittlere Linie“ nennt, und die uns hilft, dies zu tun. Wenn wir über die Welt nachdenken, über ein normales Leben, und über gute, gegenseitige Beziehungen unter uns, dann können wir das nur mit dieser Methode erreichen.
Aus KabTV “Neues mit Michael Laitman” 1/30/16[202110]

Verstand und Gefühl

Frage: Woher kommen entsprechend der Weisheit der Kabbala bei einem Menschen die Gedanken?

Antwort: Gedanken sind ein Produkt des Wunsches. Verlangen ist das Grundthema des Menschen: Ich möchte meine Leere füllen. Infolgedessen tauchen die Gedanken auf, um herauszufinden, wie ich mich selbst füllen kann.

Frage: Woher kommen die Gefühle?

Antwort: In den kabbalistischen Quellen gibt es keine Hinweise auf solche Konzepte. Es gibt ein Verlangen und es gibt die Absicht, die hilft, den Wunsch zu erfüllen. Die Absicht ist eine zusätzliche Stufe über dem Wunsch, die ausdrücklich zur Wunscherfüllung dient.

Zuerst kommt der Wunsch, dann die Absicht, da der Verstand den Wunsch niemals ändert. Im Gegenteil, der Wunsch regiert den Verstand. Was auch immer Philosophen, Schriftsteller, Dichter, Künstler den Menschen darlegen möchten – unser körperliches Verlangen ist Herrscher über alles.

Frage: Was bedeuten laut Kabbala die Emotionen wie Freude, Humor, etc.?

Antwort: Das sind alles Gefühle im Verlangen.

Frage: Welche Funktion haben die Gefühle und der Verstand eines Menschen in seiner spirituellen Entwicklung?

Antwort: Die Rolle der Gefühle soll zeigen, was mit dem Wunsch eines Menschen geschieht; die Rolle des Verstandes ist es, mit diesen Wünschen zu arbeiten. Der Verstand arbeitet aber nicht selbst mit ihnen. Er kann das Verlangen jedoch durch das Licht, das erneuert, bewegen.

Häufig versuchen Psychologen und Experten aus pseudowissenschaftlichen Bereichen, mit der inneren Welt, mit den Gedanken und Wünschen eines Menschen zu arbeiten; es gelingt ihnen aber nicht vollständig.

Als Ergebnis der Wünsche beeinflussen die Gedanken die innere Welt eines Menschen. Mit Hilfe seiner Gedanken, schafft der Mensch in seinem Wunsch die Bedingungen, unter welchen das umgebende Licht beginnt ihn zu beeinflussen beginnt.

Aus der russischen Kabbala Lektion, 21/8/16

(200471)

Versklavung durch den Pharaoh

Baal HaSulams „Kommentar zur Pessach Haggada“ (Aus dem Artikel „Dies ist für Juda“): „Dieses Brot, das unsere Väter im Lande Ägypten aßen“ (Die Pessach-Haggada): …daraus folgt, dass ihnen die Mizwa, eine Matza zu essen, gegeben wurde, als sie noch versklavt waren und der Zweck der Mizwa war für die Zeit der Erlösung, weil sie dann in Eile weggingen.

Dies geschieht immer, wenn wir die gegenwärtige Stufe verlassen und von einem Zustand in den nächsten überwechseln: versklavt in Ägypten, beherrscht durch unser Ego, dem Pharao, unserem störrischen „bösen Trieb“, der uns gefangen hält und uns davon abhält, uns über unseren Neid, unseren Hass, unsere Lust und Begierde zu erheben.

Wie sehr wir es auch versuchen mögen, können wir uns noch nicht über diese egoistischen Eigenschaften erheben und fesseln uns selbst, was der Stufe, die dem Exodus aus Ägypten vorausgeht, entspricht. Wir sind noch immer nicht fähig, zu „einem Mann mit einem Herzen“ zu werden und die Bürgschaft einzuhalten, so dass die integrale Kraft der Liebe und des Gebens, die wir als Schöpfer bezeichnen, enthüllt wird.

Während wir also noch immer durch den Pharao versklavt sind, müssen wir uns den nächsten Zustand vorstellen und damit spielen, wie Kinder, die erwachsen sein spielen. So müssen wir versuchen, das Leben eines „spirituell Erwachsenen“ spielen.

Aus dem 1. Teil des Täglichen Unterrichtes, 18.04.2011, „Dies ist für Juda“

Pessach

Pessach bedeutet den Übergang aus der Wahrnehmung unserer Welt, die jedem Menschen unserer Welt eigen ist, in die Wahrnehmung der höheren Welt. Das ist nur dem Kabbalisten möglich. Pessach ist wie alle jüdischen Feiertage ein kabbalistischer Feiertag. Er besagt, dass der Mensch vom Zustand der Unmöglichkeit, sich mit anderen zu verbinden, zum Zustand gelangt, wo er seinen Egoismus überwindet und es tun kann. Der Auszug des Menschen aus der Macht des Egoismus hin zur Verbindung mit ihm geistig nahestehenden Menschen heißt „Pessach“.

Frage: Wie kann er diesen Sprung zu schaffen?

Antwort: Durch das Verlangen. Weil vom Einzug in Ägypten bis zum Auszug sich das riesige egoistische Verlangen ständig entwickelt, welches dem Volk Israel nicht erlaubt, sich miteinander zu verbinden.

Das Volk Israel muss sich verbinden, damit es durch die Verbindung den Schöpfer offenbaren kann – die Eigenschaft des Gebens und der Liebe. Sobald Israel sieht, dass es sich nicht verbinden kann, fühlt es sich in der ägyptischen Finsternis. Doch nun ist das Volk bereit für alles, um da raus zu kommen! Das heißt „Auszug aus Ägypten“ oder die „Errettung aus Ägypten“.

Wenn wir das von der Seite der Ereignisse betrachten, die dem Menschen geschehen – weil in der Kabbalah wird normalerweise genau darüber gesprochen – dann sprechen wir hier vom Besitz des Menschen. Ein Mensch ist zu allem bereit, selbst dazu, ins Meer zu springen, nur um sich von seinem Ego zu befreien, sich darüber zu erheben, und die Eigenschaft des Schöpfers zu erreichen – das Geben und die Liebe.

Er stürzt sich ins Meer und das Meer teilt sich vor ihm. Er durchquert es, schneidet sich selbst von seinem Ego ab und indem er über dem Ego steht, beginnt er, damit zu arbeiten und den Egoismus in Altruismus umzuwandeln. Das ist der Auszug aus Ägypten, welchen wir zu Pessach feiern. 

Aus dem TV Programm „Neues mit M. Laitman“ 11.04.2016

[#181930]

Der Schöpfer als Freund

Was ist das für ein Bild, das sich vor uns entfaltet? Es ist die Natur, die mehr und mehr innerhalb und außerhalb von uns aufgedeckt wird. Wir entdecken die Natur in ihrer Tiefe und sehen, dass wir in diesem System existieren. Je nachdem wie wir darin existieren, führt uns das System zum Ziel. Auf der einen Seite ist der Mensch ein Produkt der Natur, auf der anderen Seite sind wir besondere Geschöpfe, welche ihren Schöpfer offenbaren können.

Wer hat uns erschaffen? Die Natur. Wer bringt uns voran? Die Natur. Wohin bewegt sie uns? Nach der Geschichte unserer Entwicklung und dem Prozess der Evolution zu urteilen, können wir herausfinden, in welche Richtung wir gehen. Lasst uns das also untersuchen und aufklären.

Die Weisheit der Kabbala unterscheidet sich von den Religionen dadurch, dass sie einem Menschen Werkzeuge für die Offenbarung der höheren Kraft gibt. Es wird ihm gesagt, was er anderes tun kann, anstatt alle möglichen Götzen anzurufen, die wir selbst in der Hoffnung erschaffen haben, um für ein gutes Leben zu bitten. Die erfolgreichste Art, einen Menschen zu helfen, ist das Studium der Weisheit der Kabbala. Das ist der Unterschied zwischen der höheren Kraft, wie sie sich die religiösen Menschen vorstellen, zu den und der Vorstellung der Kabbalisten, die die Beziehung zu dieser Kraft entdeckt haben. Kabbalisten können die höhere Kraft ansprechen, von ihr empfangen und mit ihr in Wechselwirkung treten.

Die höhere Kraft, damit ist die Natur gemeint, möchte in einer solchen Interaktion mit uns sein. Durch die Arbeit mit dem System der Natur beginnen wir allmählich den Geist und die Gefühle, die sich immer auf der nächst höheren Stufe befinden, zu offenbaren. Das Problem ist, dass wir uns nicht vorstellen können, dass die höhere Kraft nicht in Materie und Form gekleidet ist.

Wenn die höhere Kraft die ganze Natur ist, dann wird sie unwahrnehmbar für uns. In der Verbindung zwischen uns jedoch offenbart sie sich in einer ganz klaren Weise. Wir müssen den Schöpfer als unseren Freund enthüllen.

Aus dem 3. Teil, der täglichen Kabbala-Lektion 18/1/17

(201732)