Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Spirituelle Arbeit'

Problem der allgemeinen Korrektur.

Frage: Heute stehen wir vor der Herausforderung der allgemeinen Korrektur. Gibt es eine Möglichkeit, dass diese Situation von der kabbalistischen Gruppe gerettet wird?

Antwort: Wie kann eine Gruppe von Kabbalisten die Situation retten, wenn es das Ziel der Natur ist, dass die ganze Schöpfung gemeinsam, integral miteinander verbunden wird, um die Eigenschaften von Verbindung und Liebe zu erreichen? Wie kann eine kleine Gruppe von Menschen dies tun?

Sie ist nur dafür da, allen anderen die Methode der Verbindung zu vermitteln, für sie ein Lehrer zu sein. Es kann daher nichts geschehen, ohne absolut jeden in diesen Prozess einzubeziehen.

Frage: Nur ein kleiner Teil der Menschheit versteht den Sinn der Krise. Sie ist gekommen, doch die meisten Menschen wissen es nicht. Wie vermitteln wir der ganzen Welt die Notwendigkeit, den Menschen zu verändern, um die ganze Welt besser zu machen?

Antwort: Das ist ihre Aufgabe, es muss getan werden. Versuchen Sie, ihr Bestes zu tun.

Aus dem Unterricht , 10.05.2020

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Neues Leben 1177 – Verdauungsprobleme

Neues Leben 1177 – Verdauungsprobleme

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Nitzah Mazoz

Damit das Verdauungssystem richtig funktionieren kann, muss es gute Gedanken über sich selbst und andere aufnehmen. Der Gedanke ist die höchste aller verborgenen Mächte und Kräfte in der Natur. Wenn wir lernen, „den Nächsten wie uns selbst zu lieben“, werden wir fähig sein, uns zu verbinden und Lösungen für jedes Problem zu finden, auch für das gesunde Funktionieren des menschlichen Körpers.

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Aus KabTVs „Neues Leben 1177 – Verdauungsprobleme“, 19.11.2019

Den Schöpfer sehen

Frage: Ich bin bereit zu glauben, dass es niemanden außer Ihm gibt. Aber wie kann ich den Schöpfer sehen? Es gibt keine Chance.

Antwort: Wieso gibt es keine Chance? Es gibt sie. Aus diesem Grund, den Schöpfer zu enthüllen, beschäftigt ihr euch mit der Kabbala.

Sehen bedeutet nicht, mit den Augen zu sehen. Es gibt viele Dinge und Phänomene in der Welt, die wir nicht sehen, aber fühlen können. Deshalb müssen wir ein Gefühl entwickeln, welches über unserer Körperlichkeit liegt, dann werden wir den Schöpfer spüren.

Der Schöpfer ist ein Feld. Wenn ihr zum Beispiel ein Magnetfeld nehmt, könnt ihr es spüren? Nein. Wenn ihr ein Gerät habt, das dieses Feld wahrnimmt, dann werdet ihr es bemerken. Der Schöpfer ist auch ein Feld, es umfasst absolut alles!

Um ihn zu fühlen, müsst ihr eine besondere Wahrnehmung in euch entwickeln, ein „Gerät“, das dieses Feld einfängt. Ihr werdet dann sehen, dass die Eigenschaft, die ihr „Schöpfer“ nennt, absolut alles ausfüllt.

Damit beschäftigen wir uns. Die Kabbala gibt jedem Menschen die Möglichkeit, den Schöpfer zu offenbaren.

Aus dem Unterricht, 24.11.2019

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Neues Leben 1174 – Das menschliche Ego, Liebe und Beziehungen

Neues Leben 1174 – Das menschliche Ego, Liebe und Beziehungen

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Tal Mandelbaum ben Moshe

Das menschliche Ego zerstört Beziehungen, weil es uns den ständigen Wunsch gibt, von anderen zu empfangen und zu profitieren. Wir müssen lernen, das Ego richtig einzusetzen, damit wir effektiv mit anderen kommunizieren und ihnen tatsächlich von Nutzen sein können. Liebe bedeutet das Verlangen, andere zu erfüllen und jeden wie eine Familie zu behandeln. Die Weisheit der Kabbala zeigt uns, wie wir diese gegensätzliche Realität, die Höhere Welt welche auf Basis von Geben funktioniert, erreichen können. Ein Mensch, der sich über das Ego erhebt und ständig die Liebe über den Hass stellt, spürt eine neue, positive Kraft der Verbundenheit mit anderen.

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Aus KabTVs „Neues Leben 1174 – Das menschliche Ego, Liebe und Beziehungen“, 31.10.2019

Wenn das Ego keinen Schaden verursacht…

Frage: Was bedeutet Egoismus?

Antwort: Egoismus ist Liebe zu sich selbst. Wenn ich mir über das Lebensnotwendige Gedanken mache, ist das keine egoistische Liebe. Im Gegensatz dazu ist es Egoismus, wenn ich mich über das was für meine Existenz notwendig ist, liebe.

Frage: Was ist dann mein Egoismus, wenn mir alle Gedanken vom Schöpfer geschickt werden?

Antwort: Natürlich schickt der Schöpfer egoistische Gedanken. Er verbirgt das auch nicht. Er sagt: „Ich habe den Egoismus erschaffen“ und fügt dann gleich hinzu: „Ich gab auch die Methode dazu, ihn zu korrigieren.“

Frage: Aus welcher Wurzel stammt das Bedürfnisses nach Komfort?

Antwort: Aus der des Egoismus. Der Egoismus will keine Schwierigkeiten. Es ist eine nutzlose Verschwendung von Kalorien, seelischer und körperlicher Kraft, das keinem lebenden Organismus gefällt. Jedes Lebewesen strebt nach Harmonie. Unbelebte Dinge streben übrigens auch danach.

Frage: Was wird aus Orten wie Las Vegas, die nur für weltliche Vergnügungen gebaut wurde?

Antwort: Im Grunde genommen ist das kein großes Problem. Solange ich anderen Menschen nicht schade, in ihnen keinen Hass hervorrufe, dann können all diese Spielzeuge recht harmlos sein.

So wie Kinder ständig irgendwelche Spiele spielen, so spielen auch Erwachsene Spiele. Die Erwachsenen sind daran interessiert, untereinander mit Geld zu spielen, um eine gewisse Aufregung zu erzeugen.

Aus dem Unterricht, 10.05.2020

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Eine 3.000 Jahre lange Reise

Frage: Vor 3000 Jahren offenbarten die Menschen das Gesetz der gegenseitigen Bürgschaft: „Liebe deinen Nächsten“. Sie haben schon damals darüber geschrieben. Dies ist dasselbe Gesetz, welches auch auf der Ebene der Elementarteilchen existiert.

Wie kommt es, das wir dieses Gesetz seit Tausenden von Jahren kennen, es uns aber nicht weiter hilft? Wir können unseren Egoismus in keiner Weise ausgleichen.

Antwort: Dieses Gesetz ist gegen unsere Natur. Unsere Natur strebt danach, sich selbst zu erheben, jeden zu unterwerfen, alles in sich aufzunehmen, niemandem etwas zu geben, keinen zu berücksichtigen. Es ist das Gesetz des Egoismus, das in jedem Menschen existiert.

Ich trage nicht wie Tiere einen Kadaver bei mir, den ich mit niemandem teile. Ich will jeden unterjochen, alle sollen meine Sklaven sein und sich vor mir in den Staub werfen. Ich wünsche mir absolute Macht über die ganze Welt. Wenn jemand glaubt, er wäre nicht so, kennt er sich selbst nicht gut genug.

Frage: Wenn die Menschen bereits vor einigen tausend Jahren wussten, dass „alle Sünden mit Liebe bedeckt werden“, es aber nicht erreicht haben, müssen dann vielleicht noch tausend Jahre vergehen, bis wir dazu kommen?

Antwort: Vielleicht. Ich sage nicht, dass es heute enden wird. Wir sind aber auf dem Weg. Wir kommen zur Erkenntnis des Bösen- das wir nicht in unserer Natur leben können. Damit zerstören wir uns selbst und gefährden das Leben auf der Erde. Wir müssen uns irgendwie über unseren Egoismus, über unsere Instinkte erheben, um zu einer integralen Wechselbeziehung zu kommen.

Aus der TV-Sendung „das Zeitalter des Post-Coronavirus“ von 16.04.2020

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Wird der Mensch zur Krone der Natur?

Frage: Wie kommt es, dass der König der Natur in der Lage ist, nicht nur Fremde, sondern sogar sich selbst wegen illusorischer Vorstellungen zu zerstören? Wie passt das zu hohen Idealen, Kultur, Kunst, moralischen Prinzipien und einem mächtigen Intellekt?

Antwort: Wir müssen verstehen, dass wir so gemacht wurden. Es ist erstaunlich, wie uns die Natur auf der einen Seite vernünftig geschaffen und uns auf der anderen Seite mit einem Egoismus ausgestattet hat, der mit nichts zu vergleichen ist. 

Wenn Sie irgendein Tier nehmen, ihm eine Schüssel mit Futter vor die Nase stellen, wird es spüren, ob das gut oder schlecht ist. Wenn Sie einem Menschen eine Schüssel mit leckerem Essen vor die Nase stellen, wird er essen, auch wenn er sich dabei schlecht fühlt.

Es ist ein Problem bei allen unseren Sinnen. Einerseits haben wir viel Verlangen, andererseits verstehen wir nicht, was wir uns wünschen. Wir können nicht mit unserem Verlangen umgehen, sie steuern uns.

Die Tiere werden von ihrem Instinkt geleitet. Dort gibt es keine Zuneigung, keine Liebe, keinen Hass, keine angenehmen oder unangenehmen Dinge, sondern nur „gut“ oder „schlecht“. Es wird, im Gegensatz zu uns in ihrem Organismus gespeichert.

Frage: Ist der Mensch von seinem Potential her die Krone der Schöpfung?

Antwort: Der Mensch wird erst dann zur Krone der Natur wenn er die Erkenntnis des Bösen durchläuft und seine Korrektur abschließt.

Aus dem TV-Programm „Post-Koronavirus-Ära“

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Wann bekommt der Mensch die Rechnung

Veröffentlicht in ML.com

Semion Vinokur: Ein Mensch wählt nicht aus, wann und in welcher Familie er geboren wird, ob er krank oder gesund, reich oder arm sein soll… Dies geschieht einer höheren Absicht entsprechend, der Mensch hat keinen freien Willen.

Jonathan Swift sagte: “Für all die Freude und Unterhaltung werden wir mit Leid und Sehnsucht belohnt.”

M. Laitman: Aus kabbalistischer Sicht ist es nicht so. Denn wenn ein Mensch nicht aus freiem Willen geboren wird, seine Familie nicht aussucht, eine wunderbare Erziehung genießt, alles hat, was er benötigt, weil seine Familie wohlhabend ist, und so weiter und so fort, kann man nichts von ihm verlangen. Er wurde so nach der höheren Absicht erschaffen.

Frage: Hat er keine Freiheit?

M. Laitman: Nein, natürlich nicht. Er ist für nichts verantwortlich. Erst wenn der Mensch die Gelegenheit bekommt, sich neu zu orientieren, wird man ihn danach fragen. Aber auch nur in dem Maße, wie ihm diese Möglichkeit tatsächlich gegeben wurde.
Alle Menschen, die es in unserer Welt gibt, ob reich oder arm, gesund oder krank, so wie sie existieren, so existieren sie.  Es dürfen keine Anforderungen an sie gestellt werden. [Rest des Beitrags lesen →]

Die Wurzel unseres Lebens kennen

Frage: Welche Kraft treibt uns an, die Antwort auf die Frage „Was ist der Sinn des Lebens“ zu finden? Es wäre schön, diesen Unsinn aus dem Kopf raus zu schmeißen und ein erfülltes Leben hier und jetzt zu führen und zu genießen. Was treibt uns an, das herauszufinden?

Antwort: Es hängt nicht von dir, sondern von der Wurzel deiner Seele ab.

Im Menschen, gibt es neben dem Wunsch, diese Welt, dieses Leben zu genießen, besser als andere, stärker, respektvoller zu sein, einen weiteren kleinen, aber innigen Wunsch – den Sinn des Lebens zu kennen. Schließlich, ohne es zu Verstehen, scheint alles andere sehr klein, vorübergehend, unvermeidlich zu sein.

Der Wunsch, den Sinn des Lebens zu verstehen, warum ein Mensch geboren wird, ist sehr gut, aber er muss verwirklicht werden. Dazu ist es notwendig, sich über das Leben zu erheben, denn im Leben in seiner einfachen Daseinsform gibt es keinen Sinn. Um darüber hinauszukommen, muss man eine besondere Technik beherrschen.

Frage: Was bedeutet darüber hinauszukommen? Was ist höher als das Leben?

Antwort: Seine Wurzel- dort wo unser Leben startet, wo es kontrolliert wird, wo alle Signale auf uns zukommen und woher die Signale aus unserer Welt kommen.

Aus dem Unterricht , 24.05.2020

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Bildung, die uns glücklich macht

Warum genau schicken wir unsere Kinder zur Schule? Damit sie erfolgreich Karriere machen, viel Geld verdienen und sich dadurch Respekt verdienen? In Wirklichkeit möchten wir doch nur, dass sie glücklich sind, nicht wahr? Wir glauben nicht wirklich, dass Schule den Menschen glücklich macht. Doch ohne Schulbildung, denken wir, kann heute niemand mehr überleben. 

Was ist heute das Resultat dieses Dilemmas? Sehr wenige Menschen sind wirklich glücklich und viele versagen sogar in diesem System. In den vielen Schuljahren eignen sich die Kinder, abgesehen von einigen Lernmethoden oder Vermeidungsstrategien, keine Fähigkeiten an, um damit ein glückliches Leben führen zu können. Sie lernen nicht, wie man ehrliche Beziehungen aufbaut, erlangen kein Verständnis für die menschliche Natur und haben nach all den Jahren keine Vorstellung von der Welt in der wir leben, geschweige denn davon, wohin das alles führen soll. Mit wenigen Ausnahmen erhalten die heutigen Schulen deshalb also keine Bestnote in “Bildung für Lebenstauglichkeit”.

Um das zu ändern, müssen wir Bildung neu definieren. 

Betrachten wir uns, sind wir, wenn wir geboren werden, wie hilflose Tiere. Ohne elterliche Fürsorge wären wir nur sehr kurze Zeit überlebensfähig. Kein Tier ist so hilflos wie ein neugeborener Mensch. Doch genau aus diesem Grund können wir uns auch am weitesten entwickeln. Diese Voraussetzungen ermöglichen es uns, jeden Aspekt unserer Existenz zu erlernen, vom grundlegendsten bis zum erhabensten. Dadurch können wir eine tiefere Bewusstseinsebene erlangen, als nur tierische Instinkte. 

Erkennen wir dieses Potenzial, können wir uns vom niedrigsten, zum erhabensten Wesen entwickeln. Das ist das Ziel integraler Bildung. Integrale Bildung lehrt uns, dass die Natur eine unteilbare Einheit ist. Weil wir uns als abgetrennte Individuen sehen, erscheint uns die Welt in verschiedene Elemente aufgeteilt. Bildung sollte uns helfen, die Welt als integrales Ganzes zu sehen und uns als darin enthalten zu fühlen. Dies ist kein intellektuelles Wissen, sondern eine greifbare Erfahrung die wir machen, wenn wir uns ernsthaft damit beschäftigen.

Aus diesem Grund ist diese Art von Bildung nicht für Kinder und Jugendliche geeignet. Sie sollte die Erwachsenen zu integral fühlenden Menschen ausbilden, die dann als Vorbilder ihre Kinder dementsprechend erziehen können. Integrale Bildung findet in Gruppen statt, die an ihrer Verbindung arbeiten, bis sie zu einem Ganzen werden. Durch die Arbeit an der Bildung einer Entität entwickelt sich die integrale Wahrnehmung und ermöglicht es, damit auch die Realität als integral wahrzunehmen. 

Ohne unsere Verbundenheit zu verstehen und zu erfahren, werden wir nicht wissen, wie wir mit den mit zunehmender Häufigkeit und Schwere auftretenden globalen Krisen umgehen sollen. Wenn wir nicht begreifen, dass wir Eins sind und daher füreinander verantwortlich, werden wir in der integralen Realität, die sich uns zukünftig immer stärker zeigen wird, nicht überleben können. In Zukunft gilt deshalb jemand als eine gebildete Person, der innerlich mit der Menschheit, mit dem Planeten, mit allem verbunden ist. Dies ist die einzige Bildung, die uns durch Krisen führen kann und uns glücklich machen wird.

Bild von Vidhyarthi Darpan auf Pixabay