Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Spirituelle Arbeit'

Die stärkste aller Kräfte

Ob in Partnerschaften, bei der Arbeit, in der Gesellschaft, im eigenen Land oder auf der ganzen Welt, kann man in den verschiedensten Beziehungen und auf jeder beliebigen Stufe Macht, Ausbeutung und Kontrolle beobachten. Woher kommt das und wie können wir mit diesen zerstörerischen Impulsen besser umgehen?

Das Material, aus dem wir gemacht sind, ist das Verlangen zu genießen. Deshalb setzen wir ständig Normen, die eine übermäßige Aktivierung unseres Verlangens zu empfangen auf Kosten anderer als zwanghaft und untauglich definieren. Im Gegensatz zu Tieren, die nach dem Instinkt handeln, hat die Natur dem Menschen die Freiheit der Wahl gegeben, zu entscheiden, wie er andere innerhalb der Gesellschaft behandelt.

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Aus Selbstliebe

09Frage: Man sagt, dass alle Probleme im Leben nur aus Selbstliebe entstehen. Warum ist das so?

Antwort: Was auch immer wir tun, wir tun es zunächst nur aus Liebe zu uns selbst.

Ich liebe mich selbst und ich mache alles, von dem ich denke, dass es mir gefällt und mir hilft mich aufzufüllen. So bin ich um meiner selbst willen bereit, die Natur zu zerstören. Alle Probleme entstehen genau deshalb, da ich nur an mich denke.

Frage: Es geht gerade eine Pandemie um die Welt. Liegt es daran, dass ich nur an mich denke?

Antwort: Natürlich. Dadurch, dass Menschen nur an sich selbst denken, entstehen solche „Schädlinge“.

Frage: Gleichzeitig sagen sie, dass ein Mensch, der sich nicht selbst liebt, auch andere nicht lieben kann. Bedeutet es, dass Selbstliebe notwendig ist, um andere zu lieben?

Antwort: Ja, sonst hat der Mensch kein Beispiel, wie er andere lieben sollte. Er muss sich selbst lieben. Deshalb heißt es auch: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.“

Anmerkung: So ist es auch bei Narzissten und Egoisten

Antwort: Sehr gute Leute.  Sie müssen nur ihre Vorstellung von Vergnügen darauf umstellen, dass sie selbst Genuss empfinden, wenn andere genießen.

Frage: Warum verstecken Menschen sehr oft die Liebe, können dagegen den Hass offen ausdrücken?

Antwort: Liebe ist bindend und zeigt wahrscheinlich meine Schwäche. Im Gegenteil dazu zeigt Hass das ich über andere stehe und keine Angst vor ihnen habe. Ich bin bereit, meine wahre Einstellung zu zeigen.

Frage: Manchmal erscheint es einem Menschen, als ob er bereits jeden liebt. Wie besteht man einen solchen Liebestest, damit sich der Mensch nicht selbst betrügt?

Antwort: Bieten Sie ihm an, einen Tag im Namen von jemandem zu arbeiten. Er soll es versuchen und sehen, wie sehr sein Ego seinen Horizont vernebelt.

Aus dem Fernsehprogramm „Kommunikative Eigenschaften“, 23.10.2020

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Der Sinn der Schöpfung

Der Schöpfer ist das Universelle. Er möchte sich selbst darstellen. Er hat keine andere Möglichkeit, als seine Liebe zu manifestieren und sich im Geben und Lieben auszudrücken. Deshalb schafft Er eine Schöpfung, der Er alles geben kann.

Das Verlangen, das in der Schöpfung entsteht, ist begrenzt. Es kann nicht alles in sich aufnehmen und die Liebe des Schöpfers genießen. Das ist ein Problem. Sobald die Schöpfung die Einstellung des Schöpfers zu akzeptieren beginnt, sie sich mit Lust füllt, versiegt allmählich das Verlangen.

In der Regel verhält sich das Verlangen beim Essen wie folgt : Je mehr ich esse desto weniger Appetit und Genussgefühl habe ich. Mein Verlangen sinkt bis ich nichts mehr essen möchte. Ich schiebe das Essen von mir weg und empfinde sogar Ekel.

Wie schafft es der Schöpfer, dass die Freude an der Schöpfung unendlich ist? Das ist seine Aufgabe.

Hier ergibt sich die Lösung: Wir müssen es so machen, dass das Empfangen in der Schöpfung nicht um unser selbst willen geschieht. Was wir genießen ist nicht das, was wir vom Schöpfer erhalten sondern das womit wir den Schöpfer erfreuen.

Wie sagen wir es bei einem Kind: Wenn es isst, nur um sich selbst zu sättigen, ist das eine Sache, wenn es aber seiner Mutter zuliebe isst, ist es eine ganz andere Art von Genuss. Das Kind richtet sich auf und versteht die Beziehung seiner Mutter zu sich. Beide genießen einander und sind erfüllt von gegenseitigem Vergnügen. Das ist der Sinn der Schöpfung.

Deshalb wird die Schöpfung auf besondere Weise geschaffen. Sie durchläuft eine besondere Reihe von Verwandlungen, bis sie bereit ist, um des Schöpfers willen zu genießen, so wie der Schöpfer es genießt, die Schöpfung zu erfüllen. Und darin werden sie sich ähnlich, vereint, einander liebend.

Aus dem Fernsehprogramm, „ Kabbala die Wissenschaft des Lebens“, 01.03.2018

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Einander genießen

Frage: Der Mensch wurde mit dem Wunsch geschaffen, zu empfangen. Wie wird dieser Wunsch in ein Empfangen um des Gebens willen (in ein Geben an den Schöpfer) umgewandelt, damit ich Ihm ähnlich werde?

Antwort: Der Punkt ist, dass sich in mir eine besondere Abneigung gegen den bloßen Gebrauch meines Verlangens bildet. Ich weise diesen Wunsch zu genießen zurück, ich schiebe ihn von mir weg, ich will ihn einschränken. Diese Einschränkung soll so erfolgen, dass sie in einen Wunsch zu empfangen umgewandelt wird, aber bereits mit der Absicht, dem Schöpfer zu geben.

Nachdem ich die Einschränkung durchgeführt habe, fange ich an, den Schöpfer zu spüren, und nur in dem Maß, wie ich spüre, dass ich Ihn erfülle, erlaube ich mir, zu genießen. So entsteht das Gefühl des Schöpfers in meinem Genuss an Ihm. Man erhält ein doppeltes Geschenk von Ihm, der mich liebt. Deshalb heißt es, dass die Gerechten doppelt gewinnen.

Dieses Geschenk bewirkt, dass ich mich nicht doppelt, sondern milliardenfach mehr genieße, da ich darin die Haltung meines Geliebten spüre und gleichzeitig fühle, dass ich Ihm auch gebe und Ihm dadurch, dass ich von Ihm genieße, Freude bereite.

Der gegenseitige Kreislauf des gegenseitigen Genießens führt zu jener inneren Integration, die man Verschmelzung nennt. Dies ist der höchste Zustand der Schöpfung in Bezug auf den Schöpfer.

Aus dem Fernsehprogramm „Kabbala – Die Wissenschaft des Lebens“, 01.03.2018

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Neues Leben 474 – Trennung zwischen den Menschen und ihren Führern

Neues Leben 474 – Die Trennung zwischen dem Volk und seinen Führern
Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Yael Leshed-Harel

Heute wird die Regierungsarbeit für Geld gekauft. Es gibt keine Beziehung zwischen den Regierenden und der Öffentlichkeit, sondern nur zwischen der Öffentlichkeit und den Medien. Die Medien machen ihren Job nicht, um die Menschen auf eine positive Art und Weise zu verbinden.

In der Tierwelt gibt es einen König, einen Leittier und ein Rudel. Das war auch zu Beginn der menschlichen Geschichte so. Früher wurde jeder vom König regiert, aber die Idee der Monarchie ging allmählich zurück, und dann wurden die Weisen die Vertreter der Höheren Macht. Jetzt glauben die Menschen nicht mehr, dass es Vertreter der Höheren Kraft in dieser Welt gibt. Was wir brauchen, ist ein tiefer, umfassender Prozess der sozialen Erziehung, der uns alle dazu bringt, Verbindung und Einheit zu schätzen.

Wenn wir uns auf Verbindung und Einheit ausrichten, werden wir in der Lage sein, die richtige Person zu wählen, die uns in diese Richtung führt. Wir werden eine Gruppe von Führern wählen, die aus den Menschen hervorgehen werden, die sich an das Prinzip „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ halten, weise Menschen, die die Nation Israel in Richtung der Erfüllung ihrer Bestimmung führen werden.

Aus KabTV’s  New Life 474 – Trennung zwischen dem Volk und seinen Regierenden“, 16.12.14

Wir können den Ansturm mildern

Dr. Martin Luther King Jr. sagte: „Nichts auf der Welt ist gefährlicher als aufrichtige Ignoranz und gewissenhafte Dummheit.“ Das Jahr 2020, das vom Time-Magazin als das „schlimmste Jahr aller Zeiten“ bezeichnet wurde, ist kaum zu Ende und es scheint bereits so, als ob 2021 sein Vorheriges in Bezug auf Unglück „übertreffen“ wird. Es scheint, als ob die Natur einen umfassenden Angriff auf die Menschheit gestartet hat und nicht nachlassen wird, bis sie uns alle tötet oder wir kapitulieren. Doch wie das immer so ist mit der Wissenschaft und der Menschheit, wenn wir den Zusammenhang von Ursache und Wirkung nicht verstehen, nennen wir es ein Wunder oder einen Zufall. Das ist Unfug. Wenn Sie gegen den Verkehr fahren, wird es zu einem Unfall kommen. Der Unfall wird kein Zufall sein; er ist eine direkte Folge Ihrer Dummheit, wie MLK schon gesagt hat.

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Das Spiel des Lebens

Wir wollen unser Leben als ein sich ständig weiterentwickelndes System wahrnehmen, welches wir kontrollieren können, indem wir eine höhere Stufe spielen. Wir spielen einen Zustand, in dem wir gerne sein möchten, uns aber noch nicht befinden. Aus diesem Grund geben wir den Kindern entwicklungsfördernde Spiele, die sie auf ein höheres Niveau bringen.

Indem ich im Zehner spiele, erhebe ich mich in das System der spirituellen Beziehungen, in das System von Adam HaRishon. So wird das Spiel für mich das Wichtigste und Dringendste.

Wir brauchen eine neue Einstellung zu unserem Leben und unserem spirituellen Ziel – und zwar durch das Spiel. Zuerst verändern wir die Beziehung zwischen uns, indem wir das Spiel der Veränderung spielen und dabei das umgebende Licht, das auf uns einwirkt erwecken und uns tatsächlich zu verändern beginnt.

Es ist, als ob wir durch die Bewegung geladener Teilchen ein Feld erzeugen, das uns in die richtige, neue Form bringt. So schreiten wir entsprechend den höheren Gesetzen voran. Durch das Spiel in der Gruppe realisieren wir das Spiel unseres Lebens. Es gibt keinen anderen Weg, um aus dem tierischen Rahmen herauszukommen und Mensch zu werden – nur durch das Spiel.

Mit Hilfe des höheren Lichts wird der gewünschte Zustand, den wir spielen, real. Alle Stufen sind bereits so von oben nach unten organisiert. Die umgebenden Lichter verbinden sich mit den inneren Lichtern, dass, wenn wir die umgebenden Lichter erwecken, sie Aktionen von unten nach oben ausführen und uns zu den Stufen der Leiter bringen.

Es gibt keine andere Realität als dieses Spiel. Wir müssen spüren, dass wir in diesem System existieren – das ist unsere Rettung. Wenn wir anfangen zu fühlen, dass wir dadurch unser Schicksal, unser Leben verändern, die höhere Kräfte erwecken können, dann sind wir am richtigen Ort.

Aus dem Unterricht zum Thema „Spiel“, 04.01.2021

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Neues Leben 468 – Mangel an staatlicher Stabilität

Neues Leben 468 – Fehlende Regierungsstabilität
Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Yael Leshed-Harel

Wir haben den Punkt in der menschlichen Entwicklung erreicht, an dem Israel den Plan der Natur für uns verstehen muss, um sich vollständig in ihr integrales System einzufügen. In der Vergangenheit war ein König das Staatsoberhaupt und was er sagte, war heilig.

Die Natur hat uns in einen Zustand gebracht, in dem jeder das Gefühl hat, dass er ein König ist, dass er etwas Besonderes ist, dass er versteht und dass er entscheidet. Wir müssen nun lernen, unseren freien Willen gemäß dem Attribut „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“, der absoluten Hingabe, umzusetzen. Wir sind alle voneinander abhängig, wie Organe im gleichen Körper. Wir haben keine Wahl. Wir müssen lernen, wie wir uns verbinden können.

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Aus KabTVs „New Life 468 – Fehlende Regierungsstabilität“, 12/9/14

Über alle Unterschiede steigen

Frage: Zur Beseitigung von Geschlechterdiskriminierung auf Grund sexueller Orientierungen und verschiedener Ängsten, gibt es eine Reihe von Ansätzen. Es handelt sich um rechtliche Maßnahmen, bei denen Gesetze vom Staat aufrechterhalten werden. Es handelt sich um Bildungs- und Lernprogramme oder andere Aktivitäten, die von der Gesellschaft unterstützt werden.

Was würden Sie zu diesen Programmen hinzufügen? Welches Wissen soll ein Mensch erlangen, um all die Phänomene loszuwerden, die unsere Kommunikation stören?

Antwort: Auf der Stufe unserer Welt, können wir nichts korrigieren. Wir müssen uns darüber erheben, um die Eigenschaften des Gebens und der Verbindung zu erlangen.

Beispielsweise kann man Afroamerikaner auf Universitäten schicken und ihnen eine Ausbildung geben, aber der psychologische Unterschied zwischen den Menschen bleibt trotzdem bestehen.

Um diese Unterschiede zu korrigieren, ist es notwendig, sich über sie zur gemeinsamen Wurzel aller Menschen zu erheben. Von der egoistischen Trennung hin zur altruistischen Einheit nur dann kann man Erfolg haben. Die Lösung liegt auf einer anderen Stufe.

Aus der Fernsehsendung „Kommunikationsmethoden“ 14.10.20

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Neues Leben 467 – Vertrauen in die gewählten Führer

Neues Leben 467 – Vertrauen in die gewählten Amtsträger
Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Yael Leshed-Harel

Wir misstrauen den gewählten Führern, weil sie große Pläne präsentieren und scheitern. Es hat keinen Sinn, ihnen die Schuld zu geben oder sie zu missachten, denn das Problem ist, dass die Öffentlichkeit den Plan der Natur für die Menschheit nicht kennt oder versteht. Um mit den Regeln der Natur im Einklang zu sein, müssen wir auf der sozialen Ebene arbeiten und die Menschen über Gleichheit und Gegenseitigkeit aufklären. Dies ist in Israel wirklich kritisch, da wir nach dem Plan der Natur ein Beispiel für die ganze Welt geben müssen.

Die Weisheit der Kabbala lehrt, dass ganz Israel hier und jetzt das Leben im Garten Eden (Paradies) erschaffen kann, wenn wir uns an das Prinzip halten: „Liebe deinen Freund wie dich selbst.“

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Aus KabTV’s „New Life 467 – Vertrauen in die Gewählten“, 12/9/14