Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Wir wurden als Teile eines Ganzen erschaffen


Fragen zu Egoismus und seiner Korrektur:

Frage: Beinahe täglich lesen wir Nachrichten aus den unterschiedlichsten Ländern über Eltern, die ihre Kinder quälen und töten, über Kinder, die ihre Eltern töten – Ehefrauen ermorden ihre Ehemänner und Ehemänner ihre Frauen, Enkel, Großeltern und so weiter. Was hat es damit auf sich? Ist dies auch ein Ausdruck für die globale Krise?

Antwort: Es ist der Ausdruck für den größten Egoismus bzw. seine letzte Stufe. Die Propheten schrieben, dass eine Zeit kommen wird, wo „mitfühlende Frauen ihre eigenen Kinder kochen und essen werden“ (Eikha 4,10). Dies wird passieren, wenn wir nicht auf die Warnung der Propheten hören. Wir müssen mit diesen Zeiten anders als bisher umgehen und sie im Licht der Kabbala betrachten.

Frage: Der eine oder der andere Weg – der Schöpfer treibt uns doch an, uns durch das Leid zu entwickeln. Ein Mensch hat nicht die freie Wahl, sich entweder zu entwickeln oder es nicht zu tun. Aber ist es nicht des Schöpfers Plan, jemanden zu erschaffen, der Ihm gleichgestellt ist, einen Partner? Welche Art von Gleichstellung ist das dann?

Antwort: Die ganze Periode des freien Willens und unabhängiger Entwicklung liegt noch vor dir. Du kannst nur durch Leid dorthin gelangen. Andernfalls bringt dich dein Egoismus dazu, alles zu versuchen, nur nicht eine spirituelle Entwicklung. In den voran gegangenen Zeiten entwickelten wir uns nur durch unseren Egoismus, doch nun wurde uns die Möglichkeit gegeben, uns mit Hilfe des Einflusses des Höheren Lichts zu entwickeln. Dann hast du Freiheit – die Freiheit zu wählen, auf welche Art du dich entwickeln willst.

Frage: „Ich will gut zu Dir sein, damit Du gut zu mir bist“ – dies ist ein Zitat aus einem russischen Buch von Ihnen (Ein Auserwähltes Volk sein). Ist das nicht eine egoistische Absicht? Oder ist das der korrigierte Egoismus?

Antwort: Es ist der korrigierte Egoismus. Tatsäschlich ist es nicht immer möglich, die Absicht dahinter zu erkennen, denn Worte können nur die Wünsche eines Menschen ausdrücken. Mit anderen Worten: „Ich bitte Dich, mich zu korrigieren und ich werde alles dafür tun.“ Und „gut“ bedeutet die Eigenschaft des Gebens und der Liebe.

Frage: Heute fühlt sich jeder wie ein Individuum. Was werden wir nach der Korrektur fühlen? Wird jeder fühlen, dass er zum Kollektiven Kli gehört?

Antwort: Definitiv, denn so wurden wir geschaffen: als Teile eines Ganzen. Anstatt dass wir uns selbst wahrnehmen, müssen wir den ganzen Organismus wahrnehmen. Innerhalb von uns nehmen wir „diese Welt“ wahr, wohingegen alles, was wir außerhalb von uns wahrnehmen, die Höhere Welt ist.

Verwandtes Material:
Shamati #3: Das Wesen der spirituellen Erkenntnis
Baal HaSulam Artikel: Die Freiheit

Es gibt kein Verbot, den Egoismus zu korrigieren


Eine Frage, die ich erhielt: Ich verstehe immer noch nicht, wieso die Juden bis jetzt die Kabbala verborgen hatten.

Meine Antwort: Ich verstehe Sie: wenn die Kabbala nur zur Korrektur des Menschen bestimmt ist, eine Wissenschaft ist und die Welt in keinster Weise manipuliert, warum wurde sie dann für 5769 Jahre (seit sie von Adam enthüllt wurde) verborgen? Gibt es ein Verbot, den Egoismus zu korrigieren?

Tatsache ist, dass es durch die gesamte Geschichte der Menschheit nur eine Zeit gab, als die Kabbala für alle zugänglich war. Das war im alten Babylon, was ein „kleines Dorf“ war, in dem jeder Mensch jeden anderen beeinflusste. Wenn sich eine Gesellschaft in diesem Zustand befindet, ein einziges System ist, nötigt es die Menschen, das Gesetz „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ zu befolgen. Genau dazu drängte der babylonische Priester Abraham seine Landsleute.

Es hörten jedoch nur ein paar Leute auf ihn, jene in denen sich „der Punkt im Herzen“ enthüllt hatte. Sie folgten ihm und erhielten einen Namen entsprechend ihrem Streben: Israel, was Isra (direkt) + El (Schöpfer) bedeutet. Der Rest entschied, sich nicht zu vereinen, nicht seinen Egoismus zu korrigieren, auch nicht die Eigenschaft des Schenkens und der Liebe zu erlangen, sondern sich voneinander zu trennen. Somit entfernten sie die Wirkung eines einzigen Systems, eines „kleinen Dorfes“, von der Gesellschaft und zerstreuten sich über die gesamte Welt.

Inzwischen entwickelte sich Abrahams Gruppe und wuchs bis zu der Zeit – vor 2.000 Jahren – als plötzlich ein riesiger Egoismus in ihr zum Ausbruch kam. Das war, als sie (Israel, die Juden) von der Stufe „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ auf die Stufe von gegenseitigem unbegründetem Hass fielen. Als Folge davon verloren sie ihre Wahrnehmung des einzigen Systems und dadurch verschwand auch ihre Wahrnehmung der gegenseitigen Liebe, des Schöpfers: Der Schöpfer „verbarg sich Selbst“ vor ihnen.

Heutzutage hat die Welt erneut den Zustand eines einzigen Systems erreicht, „eines kleinen Dorfes“, genau wie im alten Babylon. In diesem Zustand, in dem alle Menschen um existieren zu können (für uns um zu überleben) vollkommen miteinander verbunden sind, müssen wir die Bedingung „jeder Mensch ist verantwortlich für alle“ einhalten. Und dies kann nur unter der Bedingung von gegenseitiger Liebe getan werden. Wie können wir diese Qualität erlangen und überleben? Genau das erklärt uns die Kabbala. Und aus diesem Grund wird sie heute wieder enthüllt – weil ein Bedürfnis danach besteht.

Denn wir haben genau diesen globalen, systematischen Egoismus enthüllt, der korrigiert werden muss, anstatt des eigenen persönlichen Egoismus. Solange dieser Egoismus noch nicht enthüllt war, war auch die Kabbala – die Wissenschaft zu seiner Korrektur – ebenfalls verborgen. Heute ist sie jedoch jedem enthüllt worden, weil jeder seine Einstellung zu den anderen korrigieren muss! Dies ist ein Naturgesetz. Weil der globale Egoismus enthüllt wurde, gibt es kein Verbot für seine Korrektur und darum gibt es kein Verbot für die Kabbala. Also fangen Sie an und studieren Sie, wie wir in einer neuen Welt sein sollten.

(Auf dem obigen Foto stehe ich vor dem Hintergrund des Turms zu Babel. Du musst spüren, dass alles davon zu Dir gehört!)

Verwandtes Material:
Blog-post: Egoistische Sehnsüchte sind nicht in der Absicht auf das Schenken und die…
Blog-post: Konsequenzen des Wachstums des Egoismus
Blog-post: Kabbala ist für alle!

Egoistische Sehnsüchte sind nicht in der Absicht auf das Schenken und die Nächstenliebe ausgerichtet


Drei Fragen, die ich über die Arbeit mit egoistischen und altruistischen Verlangen erhalten habe:

Frage: Was sind die „egoistischen Verlangen“ und was heißt es „über ihnen zu stehen“?

Meine Antwort: Egoistische Verlangen sind diejenigen, die nicht darauf ausgerichtet sind, den anderen zu schenken, andere zu lieben und dem Schöpfer zu schenken und zu lieben. Sie werden egoistisch genannt, weil du in ihnen Befriedigung zu erhalten wünschst.

„Über ihnen zu stehen“ bedeutet, sie so zu benutzen, um unabhängig von ihnen zu sein und sie vielmehr dazu zu verwenden, andere zu erfüllen.

Frage: Sie haben erklärt, dass der Schirm (hebr.: Massach) eine Zurückweisung der egoistischen Verlangen ist, d. h. ein Bestreben, über ihnen zu stehen. Wenn ich etwas möchte und mich dafür anstrenge, es aber nicht erreiche, sage ich mir selbst, dass ich es nicht haben möchte und es nicht von mir abhängt. Ist das eine Zurückweisung der egoistischen Verlangen?

Meine Antwort: Nein, denn wenn du auf diese Art handelst, möchtest du egoistischerweise nicht leiden. Darum verwirfst du deine Sehnsüchte: um aufzuhören, Leere und Schmerz in ihnen zu empfinden.

Frage: Wenn jemand in der körperlichen Welt ungeachtet der gefühlsmäßigen Leere mit völliger Hingabe arbeitet, so führt das von äußeren Einflüssen verursachte Leiden heftige Herzschmerzen herbei. Was kann man hier tun?

Meine Antwort: Lesen Sie viele Texte über die globale Korrektur. Die Texte sollten genug Energie des Höheren Lichts erwecken, damit Sie beginnen können, das allgemeine Verlangen und das Licht darin zu fühlen.

Wie sich Egoismus mit Kabbala vergleichen lässt


Selbstsüchtige Religion: Nature und Science, die beiden meistzitierten Wissenschaftsmagazine veröffentlichten synoptische („gesamtbildnerische – alle Standpunkte berücksichtigende“ Anm. d. Ü.) Artikel über den Ursprung der Religion („Der Ursprung und die Evolution religiöser Prosozialität (engl.)“ in Science und „Religion: zum Glauben verpflichtet (engl.)?“ in Nature). Dieses Thema wurde nach der Veröffentlichung von Richard Dawkins Buch „Die Gottestäuschung“ wieder populär. Dawkins nimmt an, dass die Verbreitung von Computerviren und biologischen Viren gleichbedeutend ist mit der Ausbreitung von religiösen Ideen: Dass ihre Ausbreitung auf einem egoistischen Mechanismus basiert – und wir deshalb anfällig für religiöse Ideen sind.

Altruistische Religion: Die kanadischen Psychologen Ara Norenzayan und Azim Shariff der University of British Columbia gingen sogar noch weiter. In einem im Science Magazin veröffentlichten Artikel nehmen sie an, der Wert der Religion müsse gekoppelt sein mit der Stimulation von positivem Verhalten und dem persönlichem Beispiel sowie mit dem egoistischen Bedürfnis der Leute, fortwährend ihre hohen moralischen Qualitäten, ihre Vertrauenswürdigkeit und Bereitschaft ihre persönlichen Interessen zum Wohl der Gesellschaft zu opfern, darzustellen.

Kabbala: Diese Ideen werden von der Kabbala übertroffen, die es dem Menschen erlaub, vollkommen über den Egoismus hinauszuwachsen und ihn „absolut wertvoll“ für die Gesellschaft zu machen, indem man alles gibt und nur das empfängt, was zum Leben und Schenken notwendig ist. In diesem Szenarium ist der Verdienst nicht das, was man von der Gesellschaft empfängt, sondern was vom Schöpfer kommt – die Nähe zum Schöpfer. Das ist es, was einem die Energie und Inspiration verleiht, ernsthaft zum Wohle der Gesellschaft zu arbeiten.

Verwandtes Material:
Blog-post: Religion ist eine kulturelle Tradition, Kabbala ist die Methode der Korrektur
Baal HaSulam Artikel: Das Wesen der Religion und ihr Ziel
Baal HaSulam Artikel: Frieden in der Welt

Die Konsequenzen des Wachstums des Egoismus


Fragen, die ich zum Egoismus und dessen negative Folgen erhielt:

Frage: Manchmal geben Sie zu den Quelltexten einfache Interpretationen ab. In einer der Morgenlektionen sprachen Sie z.B. über die Verse der Propheten: „Die Feinde eines Menschen sind seine Familie.“ Ich habe dies durch die Trennung meiner Familie erlebt. Meine Frage lautet: Wann ist es erlaubt, einen Text wörtlich zu interpretieren und wann nicht?

Meine Antwort: Während die Zeit fortschreitet, entwickelt sich der Egoismus und folglich wird überall und in allen Dingen mehr Hass enthüllt. Als ein Resultat enthüllen wir, dass jeder jeden hasst. Bald werden wir auch die Situation erreichen, die in dem Vers beschrieben wurde.

Jeder Vers muss auf jeder Stufe korrekt sein. Ob dies jedoch bereits in unserer Welt enthüllt wurde oder nicht, ist eine Frage der Zeit.

Frage: Könnte die Ausbreitung des Egoismus zu Größenwahn oder Erhabenheitswahn führen, so wie wenn ein Tyrann sich selbst als so mächtig fühlt, dass er sich als Gott sieht, oder zu einer anderen mentalen Verfassung, die als „Gottkomplex“ bekannt ist, welche ein psychischer Zustand des Verstandes ist, indem ein Mensch glaubt, dass er übernatürliche Kräfte oder gottähnliche Fähigkeiten hat?

Meine Antwort: Unter dem Einfluss des Or Makif wächst das Ego parallel zu seiner eigenen Negierung oder Korrektur. Ohne Korrektur hat ein Mensch nur eine minimale Stufe des Egoismus (das, was in ihm enthüllt wird), doch sobald er anfängt sich selbst zu korrigieren, treten neue Schichten des Egoismus auf (werden enthüllt).

Frage: Wie erklärt die Kabbala den Anstieg der weltweiten Suizidrate?

Meine Antwort: Die Leere im Verlangen des Menschen zwingt ihn, sein Verlangen zu töten. Menschen werden alles tun, um zu vermeiden, sich leer zu fühlen. Die Dinge werden sich nur verschlechtern, speziell unter der Jugend!

Frage: Religiöse Kanoniker sehen den Suizid als die größte Sünde an. Wie sieht die Kabbala das?

Meine Antwort: Suizid ist die Reaktion des Menschen auf die Unmöglichkeit, in unserer Welt Erfüllung zu finden, da ein Mensch sein Leben nur in der Erfüllung seines Verlangens wahrnimmt! Nur die Kabbala kann das Licht der Erfüllung anziehen und folglich ist sie das einzige Hilfsmitte,l welches dazu fähig ist, Suizid zu vermeiden.

Hier ein Nachrichtenartikel, den ich kürzlich dazu sah (übersetzt von Newsru.com): In China beenden eine Viertelmillion Menschen jährlich ihr Leben mit Suizid. Die US Armee brach einen 28 Jahre alten Rekord der Suizide ihres Personals. In Japan bewegt sich die Anzahl der jährlichen Suizidtoten um die 30.000. Russland nimmt bei Suiziden unter Jugendlichen den ersten Platz ein und ist weltweit an zweiter Stelle der Selbstmorde insgesamt.

Verwandtes Material:
Blog-post: In allen Lebenssituationen sollte Ihr Verhalten nur durch das spirituelle Ziel bestimmt werden
Blog-post: Wie erklären Sie Selbstmord?
Blog-post: Was haben ein gesunder Verstand und Körper mit Kabbala zu tun?
Kabbala Heute Artikel: Was ist los mit unserer Jugend?
Baal HaSulam Artikel: Das Wesen der Wissenschaft Kabbala

Die Absicht, den Schöpfer zu erreichen, steht in keinerlei Widerspruch zur Karriere


Zwei Fragen, die ich über das Ego erhielt:

Frage: Was bedeutet es, das Ego zu hassen? Bevor wir den Machsom überschreiten, ist unsere gesamte Natur das Ego. Bedeutet das somit nicht, dass ich eigentlich mich selbst hassen müsste?

Meine Antwort: Kabbala spricht zu solchen Menschen, die begonnen haben, in ihrem Inneren eine Dualität zu spüren: das Ego, das nach dieser Welt verlangt, und der Punkt im Herzen, der zur Höheren Welt strebt. Kabbala hilft einem, diesen Punkt in ein Gefäß des Empfangens und der Wahrnehmung der Höheren Welt umzuwandeln.

Frage: Während der Morgenunterrichte sprechen Sie oft über die Bedeutung der Schwierigkeiten (den „Wächtern“), die wir erhalten. Doch was ist die Zielsetzung des Schöpfers, wenn er uns in körperlichen Dingen, wie eine Beförderung an der Arbeitsstelle, ein perfekter Abschluss eines Examens usw., Erfolg gibt? Das Ego bläht sich auf, wenn so etwas geschieht. Soll ich versuchen, es zu unterdrücken oder „im Fluss des Erfolges mitzuschwimmen“?

Meine Antwort: Du solltest es kontrollieren: Deine Handlungen sollten durch die Wichtigkeit der Bedeutung des Lebens bestimmt sein. Und Du solltest beruflichen oder schulischen Erfolg nicht ablehnen. Die Absicht, den Schöpfer zu erreichen, steht nicht im Widerspruch zur Karriere.

Verwandtes Material:
Blog-post: Sei glücklich über das Anwachsen des Egoismus
Blog-post: Werde zuerst ein Wissenschaftler, dann kannst Du gegen die Wissenschaft sprechen
Kabbala Heute Artikel: Raum für den Schöpfer schaffen

Bekämpfe den Egoismus nicht alleine – er wird immer gewinnen!


Eine Frage, die ich erhielt: Im April begann ich, Bnei Baruch Kabbala auf der arionline.info Webseite zu studieren. Es zeigte sich, dass ich eine Zeit lang einen bestimmten Ablaufplan und ein geregeltes Leben hatte. Dann hörte ich, dass ein Mann, der Kabbala studiert, eine Familie haben sollte, um noch weiter korrigiert zu werden.

Als ich versuchte, eine Partnerin zu finden, schuf das eine Distanz zwischen mir und meine Studien und es scheint, dass ich „einem gemeinen Herrscher übergeben“ wurde. Ich beendete meine Beziehung zu diesem Mädchen und versuche nun, zu meinen Studien zurückzukehren. Doch jetzt empfinde ich so, als ob meine körperlichen Triebe um das 50fache angestiegen wären und es findet nun ein Kampf in mir statt und ich versage jedesmal. Es ist, als ob Pharao immer mächtiger und mein Selbsthass wegen meinem Aufgebens immer größer würden. Ich versuche, in all dem den Schöpfer zu erkennen. Was kann ich tun?

Meine Antwort: Es mangelt Dir an einer Verbindung mit anderen Menschen wie Dir. Nur die Gruppe kann Dir helfen, aus diesen verwirrenden Zuständen auf die richtige Weise herauszukommen. Bekämpfe den Egoismus nicht allein – er wird immer gewinnen! Oder er wird Dich irreführen und Dich glauben machen, dass Du gewonnen hast. Lass uns miteinander sprechen, wenn wir uns auf dem Kongress in Saint Louis treffen!

Verwandtes Material:
Blog-post: Dieser Weg kann nur von jenen bewältigt werden, die ihn auch gehen
Shlavei HaSulam (Stufen der Leiter): Die Wichtigkeit der Gruppe

Die Welt der Unendlichkeit ist vor Ihren Augen

Michael LaitmanEine Frage, die ich erhielt: Was kann ich machen, wenn ich keine egoistischen Bestandteile in den Taten der Anderen sehe?

Meine Antwort: Sie sollen da nichts machen. Überhaupt nichts. Sie sollen Ihre inneren Eigenschaften und Wünsche richtig entwickeln, richtig stimmen (einstellen), richtig korrigieren. Und was Ihnen dabei eröffnet wird – wird eröffnet. Sie befinden sich in der Welt der Unendlichkeit, Sie müssen nichts damit machen. Wollen Sie sich besser fühlen? Ändern (korrigieren) Sie sich, dann fühlen Sie sich besser. Das ist wie mit einem Kranken. Ich soll nicht die Welt verändern, sondern mich selbst heilen. Deswegen sehe ich die egoistischen Taten von anderen Menschen oder auch nicht. Aber ich muss es nicht sehen! Im Maße meiner eigenen unkorrigierten persönlichen Eigenschaften scheint es mir so.. Man sagt: „Jeder tadelt die Anderen nur nach dem Maß seines eigenen Defektes“. Das ist alles.

Mit dem Bild, das Ihnen erscheint, müssen Sie nichts machen. Dieser Zustand ist schon vollendet. Entsprechend Ihrer Eigenschaften sehen Sie das Bild. Vor Ihren Augen ist die Welt der Unendlichkeit, die Ihnen als unsere Welt vorkommt, wie diese Welt also. Aber wieso ist das so? Weil Ihre inneren Instrumente so gestimmt sind. Ihr Kli und Ihre Kelim sind so gestimmt, dass Sie aus der Welt der Unendlichkeit solche Gestalten wahrnehmen, allerdings auf ihrem niedrigsten Niveau, d.h. der unbelebten, pflanzlichen, tierischen sowie der menschlichen Form.. Stimmen Sie sich anders ein, dann werden Sie dieselben Niveaus auf der Höhe der Welten Assija, Yezira, Brija, Azilut, Adam Kadmon und die Welt der Unendlichkeit (Ejn Sof) sehen. Stimmen Sie sich darauf ein, so wird auch das Bild, in dem Sie existieren, sich entsprechend Ihrer Kelim ändern.

So wie wir studieren, gibt es das Kli und das Licht, das es füllt. Alles, was in das Kli eindringt, dem Schirm und der Berechnung entsprechend, alles, was es verspürt, nennt man die Welt der Menschen. Außerhalb dem Kli empfinden wir nichts, nur innerhalb. Deshalb müssen Sie auch bezüglich des Äußerlichen nichts unternehmen. Dieses Äußerliche ist eine Projektion meiner Eigenschaften auf das unendliche Licht.

Verwandtes Material:
Blog-post: Die Wirklichkeit befindet sich in unserer Vorstellung
Blog-post: Wie können wir wissen, dass die Enthüllung der Höheren Welt keine Illusion ist?
Blog-post: Die Wahrnehmung der Welt
Blog-post: Wir schwimmen in einem Meer von Informationen…
Blog-post: Wie wir im Dunkeln herumtasten, um spirituelle Wahrnehmung zu erreichen
Blog-post: Die Struktur der Welt ist einfacher, als Sie denken

Dieser Weg kann nur von jenen bewältigt werden, die ihn auch gehen


Eine Frage, die ich erhielt: Ich nehme an den Lektionen teil, die von Bnei Baruch angeboten werden. Aber ich habe den Eindruck, jetzt ein schlechterer Mensch zu sein, als vor Beginn des Studiums. Was mache ich falsch? Ich glaube zu verstehen, wie wichtig die Gruppe ist, aber ich empfinde keine Liebe für sie. Stattdessen fühle ich eine tiefe, sich stets vergrößernde Kluft. Ich bin wertend und zynisch, in meinem Privatleben bin ich deprimiert, zornig und gereizt, aber es gibt dafür keine logische Erklärung. Trotzdem spüre ich all diese Gefühle sehr stark. Es scheint, als ob mein Verstand oder ein Teil von mir auf einer Seite einer Fahrbahn, und mein fühlender anderer Teil (welcher mich lenkt) auf der anderen Seite in entgegengesetzter Richtung unterwegs wären, verbunden mit einem Hass/Liebe-Verhältnis zur Kabbala und dem Studium.

In den Lektionen wird uns klar gemacht, dass sich das Studienmaterial ausschließlich auf spirituelle Zustände bezieht. Aber wie sieht der „praktische“ Teil aus? Was für eine Person soll ich sein?

Meine Antwort: Alle von uns erleben solche Zustände, wenn wir abzuwägen beginnen, ob das spirituelle Wachstum, das die Kabbala uns lehrt, richtig und notwendig ist. Im Augenblick erreicht die gesamte Menschheit eine Periode der Neuorientierung ihres Wertesystems und erlebt daher Krisen in allen Bereichen des Lebens – in Bildung, Politik, Gesellschaft, Familie, Wissenschaft, Ökologie, Natur, usw.

Wir bewerten zudem unsere körperliche Existenz, wie auch die Notwendigkeit, unseren unkorrigierten egoistischen Verlangen (Herz) und Gedanken (Verstand) Spiritualität hinzuzufügen (also die Enthüllung der Höheren Welt und des Schöpfers). Ihr Egoismus wird weiterhin viele „Enttäuschungen“ auf dem Weg der spirituellen Entwicklung erleben, weil er auf diesem Weg keine Erfüllung findet – sondern das Gegenteil. Um Spiritualität entwickeln zu können, muss der eigene Egoismus ausgelöscht werden. Aber es muss betont werden, dass nicht die Verlangen und Gedanken ausgelöscht werden sollen, sondern es muss die Absicht „für sich selbst zu empfangen“ in eine Absicht „für andere zu empfangen“ umgewandelt werden.

Wie kann man auf dem spirituellen Weg vom Egoismus abrücken, ohne dabei den Egoismus zu Hilfe zu nehmen. Egoismus steht im Gegensatz zur Spiritualität. Deshalb wird Egoismus als „Hilfe gegen sich selbst“ bezeichnet, weil er sich letztendlich selbst annulliert. Denn wenn du egoistisch in einer Gruppe Kabbala studierst und versuchst, dich mit den anderen zu verbinden, ziehst du das Höhere Licht an, welches dann den Egoismus korrigiert. Die Misserfolge und Abstiege sind daher nur der vom Egoismus wahrgenommene Mangel an egoistischen Füllungen. Die zukünftige Erfüllung wird nicht durch Empfangen, sondern durch Geben für andere erreicht. Dies wird durch das Gefühl der Liebe und der Erkenntnis, dass jeder in einem einzigen Ganzen eingebunden ist, entstehen.

Das einzige was dich ans Ziel bringt – zum ewigen Schöpfungsziel – sind das beständige Studium, die Teilnahme an der Gruppe und die Verbreitung und zwar trotz deinem Egoismus, „wie ein Ochse zu Bürde und ein Esel zur Last“. Alle Shamati Artikel sprechen darüber, also lest weiterhin darin! Dieser Pfad kann nur von jenen bewältigt werden, die ihn auch gehen!

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Blog-post: Hast du Zweifel, verbreite!
Blog-post: Richtlinien zu Erreichen der Einheit – Ausgewählte Zitate von Baal HaSulam
Artikel von Baal HaSulam: Frieden in der Welt

Annunaki und Kabbala haben nichts gemeinsam


Eine Frage, die ich erhielt: Es gibt ein Problem, das ich lösen muss, bevor ich anfangen kann, Kabbala zu studieren. Ich würde eine ehrliche Antwort von Ihnen wirklich sehr schätzen und hoffe, dass meine Frage Sie nicht verärgert.

Was ist die Verbindung zwischen Kabbala und Annunaki? Wenn Kabbala unser Ego „ausschalten“ kann, welche Kräfte werden uns danach übernehmen? Bevor ich damit beginne, mein Ego „auszuschalten“, wie kann ich mich da vergewissern, dass die Kabbala keinen Nutzen daraus zieht und Kontrolle über Menschen anstrebt, die nach größerem Selbstbewusstsein streben?

Meine Antwort: Ich bin nicht vertraut mit Annunaki, aber diese Lehre steht in keinerlei Weise mit der Kabbala in Verbindung. Ein Mensch, der Kabbala studiert, „schaltet“ sein Ego nicht aus und er ist immer in der Lage, die Situation zu kontrollieren. Man schaltet auch nicht seinen Verstand oder seine Verlangen aus, ganz im Gegenteil – sie wachsen mitsamt unserem Ego. In der Kabbala lernt man, wie man seinen Verstand und seine Verlangen kontrolliert und in diesem Ausmass wachsen sie.

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Blog-post: Sei glücklich über das anwachsen des Egoismus!
Blog-post: Der Schöpfer kann mit nichts anderem erreicht werden, als mit der Kabbala
Blog-post: Das Ziel der Schöpfung ist vollkommene Erfüllung
Shamati 86: Und man setzte Fronvögte über sie