Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Gesellschaft'

Das Gleichgewicht annulliert alle Widersprüche

Frage: Wie soll man der Menschheit all die existierenden Widersprüche, von denen sie nichts ahnt, erklären? Die Menschheit interessiert sich offenbar wenig für jene Forschungen, die die Wissenschaftler auf der Suche nach Higgs-Boson in CERN (Europäische Organisation für Kernforschung) auf dem großen Teilchenbeschleuniger betreiben. Die Existenz des Higgs-Teilchens ist noch nicht nachgewiesen. Wenn das passieren würde, dann würde das bedeuten, dass die Masse, also die ganze Welt, jederzeit verschwinden könnte, weil Higgs-Boson äußerst instabil ist. Wie erklären Sie das Ihren Schülern?

Meine Antwort: Ich sehe da keine Widersprüche, weil ich die Welt nur in Form von zwei Kräften wahrnehme: positiver und negativer Kraft, oder der Eigenschaft des Gebens und des Verlangens zu genießen. Dabei ist es unwichtig, wie sie genannt werden.

Diese zwei Kräfte bauen miteinander das ganze Universum auf, und nicht nur unsere Welt, die wir mit unseren fünf Sinnen wahrnehmen, sondern auch die höhere Welt, die wir nicht empfinden können.

Um die höhere Welt wahrzunehmen, müssen wir die Eigenschaft des Geben erwerben und auf die höhere Stufe aufsteigen.

Wir befinden uns noch auf dem elementaren, egoistischen Niveau des Erhaltens und streben danach, alles zu absorbieren. Die Tora lehrt uns, dass man „den Nächsten lieben soll“. Bei der richtigen Übereinstimmung zwischen dem Erhalten und dem Geben, wenn der Mensch dieses Gleichgewicht erreicht, beginnt er zu verstehen, dass genau dazwischen diese Welt verschwindet und an ihrer Stelle die höhere Welt – die Welt der Kräfte erscheint.

Aus der Sendung „Globale Krise“, 19.03.2013

Tausende Obdachloser – die neue Plage Europas

Nachricht: Die Wirtschaftskrise hat dazu geführt, dass in den Straßen der europäischen Städte eine große Zahl Obdachloser zu sehen ist. Die Obdachlosenheime sind überfüllt und es gibt keine Möglichkeiten, allen Bedürftigen zu helfen. Die Arbeitslosen werden unvermeidlich die Reihen der Eroberer von leerstehenden Wohnungen ergänzen.

Frankreich wendet das „Squatting“ an – ein Phänomen als vorübergehende Lösung des Obdachlosenproblems; es hat offiziell die Nutzung von freien Räumen zugelassen. Nach offiziellen Angaben sind in Frankreich ca. vierhunderttausend Menschen in Wohnungsnot geraten und das bei ca. zwei Millionen leerstehenden Wohnungen und Häusern im Land letztes Jahr. Um sich eine Wohnung zu mieten, fehlt es vielen Franzosen und Migranten an finanziellen Mitteln.

Griechenland, Italien, Portugal, Irland, Spanien und sogar Großbritannien kämpfen in den letzten Jahren mit dem Obdachlosenproblem. Wenn früher ein typischer Obdachloser ein weißer Mann mittleren Alters war, so kommen jetzt immer öfter auch Frauen (einschließlich alleinerziehende Mütter), Migranten und Jugendliche auf die Straße.

Mein Kommentar: Die Eliten glauben immer noch daran, dass das Schrumpfen der Produktion eine vorübergehende Erscheinung ist, dass die Welt weiter als  Konsumgesellschaft bestehen bleibt und deshalb versuchen sie nicht, sich um zu orientieren und in neuen Realitäten zu denken. Die Welt hat zwei Möglichkeiten, sich zur vollen Integration zu entwickeln – mit der Kraft der Natur, ihrem harten Druck und verfolgt von allerlei Leiden oder auf dem Weg der bewussten Mitwirkung mit Hilfe der Methodik der Integralen Bildung und Erziehung. Heute befinden wir uns noch auf dem Weg des Leidens.

Nicht der Ort weiht den Menschen, sondern der Mensch den Ort

Frage: Was bedeutet „das erwählte Volk“? Wofür ist es erwählt? Um zu leiden?

Meine Antwort: Es ist für eine besondere Arbeit in der Welt auserwählt, und dieses “Auserwähltsein” zeigte sich im Laufe der ganzen Geschichte. Ja, seine Mission ist schwer und wird auf unterschiedliche Art verwirklicht.

Zuerst gab das jüdische Volk der Welt die „Tora“, die Verbindung mit dem Schöpfer. Verschiedene Teile der allgemeinen Malchut (Völker der Welt) übernahmen diese Verbindung in veränderten Formen. Sie haben die ursprüngliche Idee verloren und wandelten sie für den eigenen Gewinn um.

So sind die Religionen entstanden: das Christentum, der Islam und das Judentum, und zwar in der Form, welche sie nach der Zerstörung des Tempels aufweist. Von hier stammen allerlei Glaubensrichtungen und Methoden, die sich schon vor Abraham gebildet haben.

Insgesamt wird die Idee der Göttlichkeit in jedem der siebzig zerbrochenen Hauptgefäße, sowie in deren „Geschöpfen“ auf eigene Art und Weise gedeutet. Wir stellen uns deshalb das lebenswichtige Paradigma, die Wechselbeziehungen mit der Welt und mit der Gottheit, unterschiedlich vor. Jeder nimmt das Leben auf seine eigene, persönliche Art wahr.

Betreffs des erwählten Volkes: obwohl seine Gefäße zerbrochen sind, besitzen sie dank der vorausgegangenen Vorbereitung die Fähigkeit zu den Handlungen, die auf die Korrektur gerichtet sind. Denn das umgebende Licht (оr makif) stößt die Menschheit vorwärts und entwickelt die Gefäße dieses Volkes auf eine besondere Art und Weise. Hier geht es nicht um das Angenehme oder das Unangenehme eines solchen Weges, sondern nur um seine Besonderheit. Und obwohl sich diese durch schmerzhafte Leiden zeigen kann, kann man damit nichts anfangen.

Was passierte nicht alles in der Geschichte dieses Volkes, wo war es nicht überall gewesen, was hat man diesem Volk nicht alles angetan. Es ist zum „Ziel“, zur letzten Etappe der Selbstrealisierung gekommen. Diese Etappe kann noch Jahrzehnte andauern und von Prozessen begleitet werden, über die ich nicht sprechen möchte… Aber gerade dies ist die Situation und „das Ziel“ nähert sich.

Das sind die Folgen der vorausgegangenen Vorbereitung dieser Gefäße: in ihnen gibt es die Funken des Zerbrechens, und deshalb reagieren sie anders auf das Licht, das zur Quelle zurückführt. Das Licht strömt gleichermaßen in alle Teile, jedoch wacht jedes Volk gemessen an seiner eigener Besonderheit auf, jedes Volk bewegt sich auf seinem Weg. Das Licht kommt bei allen an, aber das Tempo und der Charakter der Veränderungen unterscheiden sich voneinander.

Wenn du das umgebende Licht sehen würdest, das zur rechten Zeit kommt und die ganze Menschheit voranstößt, und wenn du das innere Wesen jedes Volkes kennen würdest, dann wäre es nicht nötig, die Nachrichten zu gucken. Du würdest genau wissen, was mit jedem Volk, mit jedem Menschen geschehen wird…

Frage: Und dennoch, was ist das für ein erwähltes Volk? Wer gehört dazu?

Meine Antwort: Es handelt sich um die Gruppe der Gefäße-Verlangen einer bestimmten „Tiefe“ (Awiut). Sie sind in der Gruppe verbunden, um untereinander die allgemeine, gemeinsame Arbeit durchzuführen, und sich auf diese Weise vorwärts zu bewegen. In diesem Volk gibt es den Funken, der vom egoistischen Verlangen abgetrennt ist – den Funken, den man in Zukunft in die Kraft des Gebens, die im allgemeinen Verlangen des Menschen wächst, umwandeln kann.

Frage: Betrifft das diejenigen, die in Israel leben?

Meine Antwort: Die geographische Lage ist unwichtig. Jedoch gibt es im Land Israel für dieses Volk eine besondere Umgebung und entsprechende inneren Bedingungen, die sich von den anderen Teilen des Volkes, die in der Welt zerstreut sind, unterscheiden.

Es existiert eine Ordnung der Entwicklung verschiedener Teile der Menschheit: unsere weltweite Gruppe, dann das Volk Israel, das im Land Israel lebt, dann das Volk Israel, das außerhalb Israels lebt, und schließlich alle Völker der Welt – wiederum entsprechend ihrer Nähe zur Korrektur.

Einst stellte das Volk Israel die korrigierten Gefäße dar, die sich hinter dem Machsom, hinter dem Parssa befanden. Und später geschah das Zerbrechen und sie tauchten in die egoistische Absicht ein, um mit АCHaP vermischt zu werden und am Ende eine noch höhere, allgemeine Stufe der Korrektur der Welt zu erreichen.

Bis zur Zerstörung des Zweiten Tempels gehörten diese Gefäße zu Galgalta we-Ejnaim. Sie mussten abfallen und in die Gefäße der Völker der Welt eindringen, obwohl ihnen der Schöpfer ursprünglich die Tora  geben wollte. Und das Volk Israel stellt die Vorbereitungsetappe, das Verbindungsglied dar. Dieses Volk sollte durch alle Schicksalschläge gehen, um die Korrektur der Welt jetzt endlich zu gewährleisten. Wir versuchen eben dies zu tun – zur Avantgarde, zu Bahnbrechern auf dem Weg zu werden. Und deshalb hatte das jüdische Volk die Möglichkeit nach Israel zurückzukehren – damit es von hier aus entsprechend den Wurzeln die Korrektur beginnen konnte.

Frage: Gibt es irgendeine Heiligkeit des Landes Israel im geographischen Sinne?

Meine Antwort: Nein. Aber die Verbindung mit ihm, sogar auf dem unbelebten Niveau, beinhaltet die altruistische Absicht.

Der Mensch (Adam) weiht die Erde, der Mensch (Adam) weiht die unbelebte, pflanzliche und tierische Natur. Aber wir gehören nicht zur Kategorie „Adam“, wir stellen „die tierische“ Kategorie dar, wobei sogar diese zerbrochen ist. Und deshalb ist „das Land Israel“, d.h. das empfangende Verlangen des unbelebten Niveaus, nicht heilig. Denn ich binde es nicht an mich an, weihe es nicht. Ich lebe im Land Israel einfach so, weil es für mich bequem ist. Wenn man mich hier „erdrücken“ wird, dann werde ich zu einem anderen Ort davonlaufen, so wie es  schon vor zwei Tausend Jahren passierte.

Während des Kongresses in New Jersey traf ich mich mit vielen Israelis, und niemand von ihnen will zurückkehren, außer einigen Alleinstehenden, die mit uns verbunden sind. Die Umfragen zeigen, dass sich – im Gegenteil –  die  Juden in den USA von Israel entfremden und nicht wünschen, damit in Verbindung gebracht zu werden. Sie bevorzugen es, nur amerikanische Juden zu sein, gleich den Vertretern anderer Völker. Und obwohl sie sich ärgern, wenn ich darüber im Blog schreibe, ist das die Statistik der Umfragen, auf die sie selbst antworten. Und dasselbe sehe ich in den Gesprächen und den Vorlesungen, die in Amerika durchgeführt werden.

Natürlich beschuldige ich sie nicht. Es ist ganz natürlich: wenn man in einem Land lebt, wird man darin egoistisch gefestigt und will, dass  dort alles gut ist. Und über das Land des Auszugs erinnerst du dich einmal in einigen Jahre. Die Mehrheit der amerikanischen Juden, mit denen ich mich traf, waren niemals in Israel. Was sollen sie tatsächlich dort tun?

Frage: Soll man also in Israel leben, um die Korrektur zu vollenden?

Meine Antwort: Baal HaSulam schreibt, dass der Mensch, der sich zur Spiritualität ausrichtet, auch zum Land Israel strebt . Immerhin gibt es etwas Anziehendes hier. Diese Anziehungskraft kann man nicht mit Worten erklären, sie wird von jenem Funken hervorgerufen, der in uns gelegt ist. Und deshalb kommen Menschen hierher, die nicht jüdischer Herkunft sind, um die Kabbala zu studieren und  Sie fühlen, dass es hier die Quelle, eine andere, besondere Stelle gibt, in der du dich ganz anders, sonderbar fühlst. Das hat  nichts mit der Dynamik im äußerlichen Leben zu tun, sondern es hat eben tiefere Gründe…

Auszug aus dem Unterricht nach einem Brief von Rabash, 14.05.2013

Die Zukunft der Medizin

Frage: Wie stellen Sie sich das Gesundheitssystem in der zukünftigen, integralen Gesellschaft vor?

Meine Antwort: Ich denke, dass es in der zukünftigen, integralen Gesellschaft eine solche Medizin nicht geben wird.

Die Quelle aller Krankheiten ist das Ungleichgewicht in unseren zwischenmenschlichen Beziehungen. Erst wenn sie wieder richtig funktionieren, werden die Menschen automatisch gesund sein. Und wenn die Zeit kommt, die “letzte Reise” anzutreten, wird der Mensch ins Bett gehen, einschlafen und nicht mehr aufwachen – absolut ruhig, ohne Angst oder andere Probleme. Alles wird sehr glatt verlaufen.

Wir sollen verstehen, dass es in unserer Welt nichts Zerstörerisches außer unserer Selbstsucht gibt. Alle übrigen negativen Einwirkungen, Eigenschaften, Vorfälle, alles, was uns erscheint, alles, was wir wahrnehmen – sind nur Erscheinungsbilder unserer Nichtübereinstimmung mit der Natur, unserer Selbstsucht, die nur bezüglich der integralen Verbindung untereinander und nichts anderem gemessen wird.

Wenn ich zum Beispiel jetzt zwei Portionen statt einer essen will, dann bin ich noch kein Egoist. Oder wenn ich noch ein paar Stunden länger schlafen will, dann ist mein Verhalten noch keine Selbstsucht. Ein Egoist ist derjenige, der sich von der richtigen Verbindung mit den anderen abgestoßen fühlt und der alle von der richtigen Verbindung mit ihm selbst abstößt. Dabei verletzt er die natürliche Balance der zwischenmenschlichen Beziehungen.

Auszug aus dem TV-Programm „Medizin der Zukunft“, Teil 4, 07.04.2013

Die Rollen, die uns befallen

Frage: Die Kabbalisten schreiben über die Kategorie „Israel“, in der alle unzertrennlich miteinander verbunden und vollständig voneinander abhängig sind. . Was ist das für eine Kategorie? Wer gehört dazu?

Meine Antwort: Ich werde dir ein Geheimnis verraten:  ich war gestern tagsüber kein „Israel“. Gegen Abend hat sich mein Zustand ein wenig verändert: ich kam bis nach „Jerusalem“, stieg später „ins Tal“ hinunter, traf dann „die Löwen“, stieg folglich zum „Himmel“ hinauf und flog weg…

Und heute früh, als ich aufgewacht bin, verhielt ich mich weder wie „Israel“, noch wie „die Völker der Welt“ – ich war ein „Tier“ …

Als „Israel“ (ישראל) wird das empfangende Verlangen bezeichnet, das sich „direkt zum Schöpfer“ richtet (Jaschar-El – ישר – אל).

Wenn du nach irgendwelchen Eiweißsubstanzen fragst, dann weiß ich nicht, nach welcher Kategorie sie sich verhalten. Zuerst muss man ihre Verlangen und die Absicht prüfen, dann wird dir später klar sein, ob sie „Israel“ sind und wenn ja, auf welchem Niveau sie sich befinden. Sagen wir, vor dir würde ein gebürtiger Grieche und ein gebürtiger Jude sitzen, wenn du aber in sie hineinschaust, könnte der Grieche „Israel“ und der Jude „Sünder“ auf „der tierischen“ Stufe sein.

Alles wird definiert durch das Verlangen und die Stärke der Absicht. Selbstverständlich korrigiert sich „Israel“ zuerst. Wenn es in mir den Teil „Israel“ und den Teil „Völker der Welt“ gibt, so werde ich zuerst die reineren Gefäße/Verlangen korrigieren.

Diese Ordnung wird auch auf unsere Welt projiziert: hier gehören wir zu „Israel“ und sind deshalb verpflichtet, ob wir wollen oder nicht, uns jetzt bereits zu korrigieren.

Jedoch werden die Juden auch im spirituellen Sinn in diese zwei Teile aufgeteilt: „Israel“ und „Völker der Welt“. Wieviele Vertreter von „Israel“ wird man unter dem jüdischen Volk antreffen? Möglicherweise nur eintausend aus 12-14 Millionen…

Frage: Wer soll dann die Pflicht auf sich nehmen, zum “Volk Israel“ wie “ein Mensch mit einem Herzen“ zu werden?

Meine Antwort: Derjenige, der sich als Teil dieses Volkes fühlt. Das sind schon die inneren Details der Wahrnehmung, die man weder mit Worten noch nach dem Pass beurteilen kann.

Frage: Und Sie waren gestern nicht unter diesem Volk?

Meine Antwort: Nein. Gestern Abend war ich unter „den Völkern der Welt“, und heute früh bin ich als „Tier“ aufgewacht. Ich hoffe, dass ich im Laufe des Tages „ein guter Junge“ sein werde und bis zur Stufe „des großen Hohepriesters“ wachsen werde.

Ich werde natürlich mehrmals fallen, fast bis zum Zustand von Aman und anderen Bösewichten hinuntersteigen. Sie werden sich in mich „einkleiden“, und ich werde mich wie sie fühlen, ich werde mich in diese Personen, die in der Tora beschrieben sind, wahrhaftig einleben.

Die Tora umreißt die inneren Konturen, beschreibt die inneren Rollen, die wir auf dem Weg zur Ähnlichkeit mit dem Schöpfer wiedergewinnen sollen. Ich kann Ihm nicht hundertprozentig verglichen werden, bevor ich in die Rolle von Aman, Hitler oder dem Pharao nicht hineinschlüpfe. Ich muss mich sowohl von diesen, als auch von anderen reinen Seelen des Gebens, die ihnen entgegenstehen, beeinflussen lassen. Erst dann werde ich tatsächlich korrigiert.

Somit geht es nicht nur darum, um einfach als „Tier“ aufzuwachen. Wenn sich alles eben darauf beschränken würde, dann wäre ich sofort „aus dem Spiel“. Man darf den spirituellen Weg überhaupt nicht mit dem Körper verbinden, damit was du jetzt mit deinem materiellen Blick siehst. Das ist der grausame Fehler. Richte niemals nach äußerlichen „Bildern“ und den Empfindungen des Körpers – richte nur gemäß den Verlangen und Absichten.

In der ganzen Realität gibt es nur das empfangende Verlangen, das gebende Verlangen und die Absicht, die das egoistische Verlangen so korrigiert, dass es gebend wird.

Das ist alles. Außer dem gibt es nichts weiter – nur drei Parameter: das Licht, das Gefäß und der Schirm zwischen ihnen.

Frage: Was ist mit den sechshunderttausend Bürgen, über die Baal HaSulam im Artikel „Bürgschaft“ schreibt? Sollen sie aufwachen und auf dem Weg zur Korrektur vereinigt werden?

Meine Antwort: Ich werde dir wiederum ein Geheimnis verraten: kaum dass du in solche Zustände gelangen wirst, in denen du sechshunderttausend Bürgen brauchen wirst, wirst du sie sofort finden. Sie werden plötzlich vor dir stehen, als ob sie immer da gewesen wären …

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Bürgschaft“, 07.05.2013

Die Mitglieder der EU werden die Souveränität verlieren

Meinung (die Kanzlerin Deutschlands A. Merkel): Die EU-Länder sollen bereit sein, die Kontrolle den europäischen Instituten zu überlassen und den Prozess der Integration fortsetzen. Bis jetzt gelingt es nur in harschen Krisenbedingungen, allgemeine Lösungen zu finden. Aber da sich die Situation kaum normalisiert, möchten viele Länder selbständig Lösungen durchsetzen.

Die Menschen müssen dazu bereit sein, dass die Lösungen nicht bei den einzelnen Ländern, und bei der EU werden. Die Menschen müssen akzeptieren, dass die Lösungen nicht in den einzelnen Ländern, sondern in der Europäischen Gemeinschaft zu finden sind. Andernfalls können wir den Aufbau der engeren Beziehungen nicht fortsetzen. Jetzt beobachten wir eher ein Chaos. Die Mitglieder der EU müssen verstehen, dass es tatsächlich  keine Alternative zu einer Bewegung in Richtung einer mehr einheitlichen Struktur, die die übernationalen Institute verwalten wird, gibt.

Mein Kommentar: Es beginnt mit „Löcher stopfen“ in der Union, und nur mit der Akzeptanz von gemeinsamen ökonomischen Lösungen und Lösungen der harschen kritischen Situationen. Aber das ist der Anfang, und dann beweist die Krise die Notwendigkeit der noch größeren Vereinigung – und so werden die Eliten der EU wie eigensinnige Kinder lernen, obwohl der gesunde Menschenverstand sagt, dass man die Gemeinschaft mit der Festigung ihres Fundamentes – der einheitlichen Kultur, den Bestrebungen zu einer gleichgesinnten und guten Einigkeit unter den Völkern – beginnen muss.

Und das kann man allmählich mit der Integralbildung und der Erziehung erreichen. Die Natur fordert von uns gerade die Veränderung unserer egoistischen Natur, fordert ihren Integralteil, fordert ihr ähnlich zu werden. Denn die Krise ist nicht mehr als die äußerliche Erscheinungsform unserer egoistischen Wechselbeziehungen.

Krise – führende Ökonomen sind in der Sackgasse…

Meinung (A.Wolker, ökonom. Kommentator WWS): Nach fünf Jahren seit Beginn der Finanzkrise wissen die Schöpfer der weltweiten Wirtschaftspolitik nicht, was sie weiter machen sollen. Darüber hat sich der Hauptökonom des Internationalen Währungsfonds, Olivier Blanchar in guter Weise geäußert: „… Ich verstehe wirklich nicht, wo wir uns befinden“.

Mein Kommentar: Das ist schon der Anfang der Einsicht. Jetzt ist es möglich, den wirklichen Grund der Krise und anschließend nach ihrer Lösung zu suchen. Immer mehr Menschen verstehen, dass das Problem nicht in der Wirtschaftspolitik, sondern im Menschen, genauer gesagt in unseren Wechselbeziehungen liegt, und noch genauer darin, dass wir, die Gesellschaft, uns in einer vollständig verbundenen, globalen Welt befinden, aber der Struktur dieser Welt nicht entsprechen, da wir die Egoisten, die Protektionisten bleiben, die unter einander wetteifern. Und das gezeigte Einheitssystem der Welt fordert von uns eine volle Wechselwirkung. Natürlich wird uns die Krise in ihrer Entwicklung zum Begreifen der Notwendigkeit der Vereinigung aller Völker und Länder bringen, aber es wird ein langer und dramatischer Weg sein. Wir sind verpflichtet, bei der Natur ihre Wechselbeziehungen zu erlernen und sie nachzuahmen. Dafür existiert die Methode der „Integralbildung”. Sie hilft uns schnell und leicht die richtigen Beziehungen zwischen uns zu schaffen, und damit die Krise zu liquidieren.

Was ist das Glück?

Frage: Wir sind geboren, um glücklich zu sein und danach streben wir. Aber das System, in dem wir leben, ist egoistisch. Um uns herum hat man „den amerikanischen Traum“ aufgeblasen, welcher eigentlich unerreichbar ist, denn um ihn zu erreichen, muss man viel Geld verdienen. Um Geld zu verdienen, muss man arbeiten. Die Wurzel des Wortes „Arbeit“ ist  „Sklave“. Das heißt, man hat aus uns Sklaven gemacht, damit wir angeblich glücklich sein könnten. Aber wir sind trotzdem unglücklich.

Wie kann man den Menschen glücklich machen? Wie würden Sie dieses Glück beschreiben?

Meine Antwort: Ich denke, dass das Glück nur im Gleichgewicht erreichbar ist. Wenn zwischen den Menschen die richtige Kommunikation miteinander entstehen wird, wenn sie beginnen, sich in der richtigen Gesellschaft zu empfinden und alle Probleme verschwinden, wenn die Umwelt unser inneres Gleichgewicht unterstützen wird, wenn der Mensch darin schwimmen wird wie ein Fisch im Wasser, dann wird er sich im Zustand der inneren und äußeren Ruhe befinden, was die Empfindung von Glück hervorrufen wird.

Mit anderen Worten, die Empfindung des Glückes entsteht nicht daraus, dass ich mich momentan egoistisch auslebe, und nicht wissen will, was weiter passieren wird, da außer mir noch weitere Egoisten existieren, die das Glück auf meine Kosten empfinden wollen.

Die Empfindung des Glückes entsteht infolge der gemeinsamen Vereinigung, infolge des Gefühls des Gleichgewichtes, ebenso wie im gesunden Organismus das volle Leben empfunden wird, wenn er richtig funktioniert und ausgewogen ist. Auch in der menschlichen Gesellschaft sollen wir der Natur nacheifern und zum Gleichgewicht streben, dann werden wir sehen, was unsere Lebensaufgabe ist. Die Empfindung eben dieses Zustands wird Glück sein.

Auszug dem TV-Programm „Medizin der Zukunft“, Teil 4, 07.04.2013

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Mystizismus oder mangelnde Sinneswahrnehmungen?

Frage: Der Begründer der Homöopathie,  Hahnemann, schrieb das Buch “Organon der Heilkunst”. Der Werdegang dieses Buches ist dem des Buches Zohar sehr ähnlich. Nach Hahnemanns Tod lag die letzte überarbeitete Version des Buches für lange Zeit auf dem Dachboden seines Hauses. Erst Jahre später fand einer seiner Urenkel das Buch und veröffentlichte es. Hahnemann schrieb in dieser Version auch seine Grunderkenntnisse über die Seele und die Spiritualität auf. Hahnemann ist der Vater der Homöopathie und niemand hat vor ihm darüber gesprochen. Wie können Sie dieses Konzept einordnen, das eine mystische Bedeutung zu haben scheint?

Meine Anwort: Die Homöopathie wirkt auf uns durch Kräfte ein, die wir nicht direkt fühlen. Obwohl diese Kräfte über materielle Trägersubstanzen wirken, kann man sie weder erkennen noch messen. Wenn man ein homöopathisches Medikament hernimmt und es untersucht, wird man zum Beispiel nichts anderes als Milchzucker finden. Also können wir verstehen, warum die Menschen die Einflüsse und Wirkungen solcher Mittel für mystisch halten.

Aber nichts daran ist mystisch. Der Knackpunkt ist, dass wir einfach keine Werkzeuge und Mittel haben, um zu bestimmen, was genau die Energie in dem Arzneimittelträger ausmacht. Wenn ich ein gewöhnliches schulmedizinisches Medikament habe, kann ich in einem Labor genau bestimmen, woraus es gemacht ist. In einer homöopathischen Medizin könnte jedes Material der  Arzneimittelträger sein – beispielsweise auch ein Stück Holz. Obwohl nichts Chemisches als Wirkstoff darin festzustellen ist, würde ich seine innere Energie erhalten und es wird mich beeinflussen, wenn ich es in den Mund nehme oder auch nur mit der Hand anfasse.

Das ist es, was den Heilungsprozess so “mystisch” erscheinen lässt. Ich erhalte Energien durch den Kontakt mit dem Arzneimittelträger. Dieser Effekt kann schon bei Berührung eintreten, etwa über die Nerven – und die beste Stelle für Nerven-Enden ist unter der Zunge.

Wir sind wie ein großer Computer. Jedes der Organe arbeitet in einer bestimmten Frequenz und die  homöopathische Medizin beeinflusst all diese Organe.

Wenn wir über den ganzen Körper sprechen, in dem die einzelnen Organe miteinander kooperieren und wo jede Zelle genau weiß, was in den anderen Zellen geschieht, dann müssen wir all das als gesamtes System ansehen. In diesem ist alles wechselseitig miteinander verbunden, es wirkt auf Frequenz- und Wellenbasis und interagiert komplett miteinander.

Auszug aus einem TV -Programm “Die Medizin der Zukunft”, 07.04.2013

Der Hunger wird wegen des Niederganges der Bienenpopulation eintreten

Mitteilung: Der Niedergang der Bienenpopulation, der auf der ganzen Welt beobachtet wird, kann zu einer echten Katastrophe für die ganze Menschheit führen, so die Wissenschaftler. Die Sterberate der Bienen liegt heute bei 40 %! Bienen sorgen für die Bestäubung von 80 % aller Pflanzen auf der Erde und somit für 35 % der pflanzlichen Nahrungsmittel der Menschheit.

Das Verschwinden der Bienen wird einen akuten Mangel von Nahrungsmitteln wie Obst und Gemüse, Milchprodukten und Fleisch verursachen. Die Hauptgründe für das Massensterben der Bienen sind eine unüberlegte Anwendung von Pestiziden und der Anbau der Monokulturen in der Landwirtschaft.

Mein Kommentar: So „vernünftig“ geht der Mensch –  Homo sapiens mit seinem Planeten um! Und das Traurige ist, dass selbst, wenn wir erst heute diese Tatsachen erfahren würden, sich an diesem Prozess nichts ändern würde. Die Natur wird weiter ausgebeutet, weil jeder nur an seine eigenen Interessen denkt und niemand irgendwelche Argumente hören will…