Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Gesellschaft'

Einer für alle und alle für einen

Frage: Was bedeutet „Beschränkung“ (Zimzum) in der Gruppe?

Antwort: Solange wir das Wort „Verlangen“ nicht  automatisch in Form des gemeinsamen Verlangens wahrnehmen, wird uns nichts helfen. Wenn über Gefäß gesprochen wird, sollten wir sofort verstehen, was „zusammen“ bedeutet. Wenn wir Licht erwähnen, meinen wir den Genuss, der in uns offenbart wird, wenn wir uns verbinden.

Das soll instinktiv passieren. Dieser Instinkt muss sich im Herz einprägen, damit uns klar wird, dass es anders nicht sein kann. So, als ob ich  das Wort „sauer“ höre und augenblicklich die Säure im Mund verspüre.

Sein Ego “einzuschränken bedeutet, dass wir  uns in allen Situationen mit der Größe des Schöpfers, der Kraft des Gebens, gemeinsam über die Kraft des Empfangens  erheben. Das heißt, die erste Bedingung lautet: was auch immer geschieht, verpflichten wir uns vor allem zur Verbindung, wie ein Mensch mit einem Herzen.

Zweitens sollen wir an der Kraft der gegenseitigen Bürgschaft festhalten, um ständig die Absicht „jeder für alle und alle für jeden“ zu bilden. Dies bedeutet, dass wir einen gemeinsamen Wunsch erreicht haben.

Wir stehen also am Fuße des Berg Sinai, umarmen diesen Berg des Hasses, und sind in einem Herz durch die gegenseitige Bürgschaft verbunden. Das heißt, wir haben diese beiden Bedingungen eingehalten.

Darüberhinaus benötigen wir auf dem Gipfel des Berges noch Mosche  und Tora. Das bedeutet, dass wir dort oben die Vereinigung mit dem Schöpfer erreicht haben. Mosche ist unsere gemeinsame Kraft, die sich über uns befindet. Die dritte Bedingung ist die Größe des Schöpfers, das spirituelle Ziel. [122371]

Auszug aus dem Unterricht nach „TES“, 05/12/13

Die Schweißnaht der Seelen

Wir können einzig um Verbindung bitten, darum, dass zwei Teile zusammengefügt werden. Nur darüber sprechen wir und nur in Bezug darauf gibt es Probleme und Kriege.  Diese Schweißnaht zwischen zwei Komponenten ist für den Zustand dieser Welt essentiell. Der ganze Kampf und die Entwicklung unserer Wirklichkeit finden ebenfalls genau dort statt.

Selbst wenn ich für mich selbst bitte, dient es nicht ausschließlich meinem eigenen Vorteil, sondern auch den anderen, die mit mir verbunden sind. Die Welt ist ein Ganzes. Alles darin ist vollkommen bis auf ein einziges verdorbenes Gefäß. Es gab dieses Gefäß und es zerbrach. Wir sollten nur um die Korrektur dieses Gefäßes und sonst um nichts beten. Dennoch bittet man um viele andere Dinge.

Man sagt dir: „Es ist nicht wahr, du hast unrecht! Alles ist ok! Warum bist du nicht zufrieden damit? Du musst nur dieses Gefäß (die Beziehungen zwischen den Menschen) korrigieren. Wenn du es wieder zusammensetzt, wirst du großen Genuss darin finden: Erlesene Speisen, Erkenntnis, Gefühle, Wärme, Gesundheit, was immer dein Herz begehrt. Du musst nichts anderes tun – nur dieses Gefäß reparieren.“

Doch du sagst: „Nein, ich will etwas Schönes und Geschmackvolles.“ Und die Antwort, die du bekommst, ist nicht neu: Du wirst alles, was du suchst, nur in diesem intakten, wieder zusammengesetzten Gefäß finden. Und dennoch bittest du um alles andere – nur nicht darum! Es ist kein individuelles Problem, sondern das Problem jedes einzelnen Menschen auf dieser Welt. Die Leute verstehen nicht, dass dies der einzige Weg ist, die Korrektur zu erreichen.

Alle Religionen, Glaubensströmungen, Probleme und Kriege drehen sich allein um Verbindung oder Trennung. Uns ist ein Mittel in die Hand gelegt, das uns dabei hilft, uns zu verbinden und all die Probleme der Welt zu lösen und den Hass zu überwinden. Sobald wir uns verbinden, beginnen auch die anderen Stufen der Natur damit: Die unbelebte, pflanzliche und tierische. Der Wolf und das Lamm werden nebeneinander in Frieden leben und einem kleinen Kind gehorchen, so sagen es die Propheten.

Alles hängt nur von unserem Verlangen ab, eine gemeinsame Verbindung zu erreichen. Wir werden dadurch in der Lage sein, die ganze Wirklichkeit und unser ganzes Leben zu korrigieren. Es werden Veränderungen sein, die gar nichts mit unseren Problemen zu tun zu haben scheinen. Wir müssen allein um Verbindung beten, damit uns die gute Kraft beherrscht. Wir wenden uns an die gute Kraft (den Schöpfer, der Eigenschaft der Liebe und des Gebens), dass er uns korrigieren und erfüllen möge.

Die Welt, die sich nun vor mir offenbart, zeigt ein umgekehrtes Bild – es ist der Einheit entgegengesetzt. Sterne, Menschen, die Erde und all die Phänomene, die außerhalb dieser Einheit stehen, nennt man Welt.

Worüber sollte ich also nachdenken? Über diese Welt oder über die Einheit? Wenn ich mich nur um diese Welt sorge, verbleibe ich in der Illusion, in der ich lebe. Daher spiele ich ständig dieses Spiel und drehe mich im Karussell des Lebens. Doch wenn ich aus diesem Spiel aussteigen und keine Marionette mehr sein will, muss ich meine Gedanken auf die Einheit lenken. [121450]

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash, 25/11/13

 

Das Angebot des Schöpfers annehmen

Alles, was wir auf dieser Welt vorfinden, ist für unsere Korrektur – unsere Arbeit – notwendig.

Es gibt nichts sonst, nichts kann hinzugefügt oder entfernt werden. Alles ist perfekt aufeinander abgestimmt, weil es vom Gefäß, das vollkommenen erfüllt ist von seinem Licht – von der Form, die das Endziel, den Idealzustand beinhaltet, hervorgeht. Es fehlt lediglich unsere Teilnahme – unsere Zustimmung zu diesem Idealbild, dem vollkommenen Zustand, der durch den Schöpfer erschaffen wurde.

Wir aber müssen aus der Finsternis heraus –  dem entgegengesetzten Zustand, über Zweifel und  Klärungen – zustimmen,  indem wir all die Für und Wider abwägen. Erst wenn ein Mensch alles geprüft und abgewogen hat, kommt er zur Überzeugung, dass der Schöpfer gut und Gutes tuend ist; der Schöpfer steht über der Schöpfung. Er ist der Anfang und das Ende und „Es gibt nichts außer Ihm“. Dann gibt er dem Schöpfer in aller Dankbarkeit all die heiligen Namen für jede Seiner Handlungen und jene Lenkung, die enthüllt wurde.

Zunächst müssen wir dieses „Bild“ zerlegt untersuchen, um zu verstehen und zuzustimmen, dass es zerbrochen ist, und es an uns liegt, es wieder zusammenzufügen, indem wir gemeinsam an unserer Verbindung arbeiten. Auch wenn wir glauben, dass die Welt zerbrochen ist, betrifft das Zerbrechen genau genommen unsere Beziehungen.

Die Probleme erscheinen im Äußeren: in der Wirtschaft, der Ökologie, den gewöhnlichen Beziehungen am Arbeitsplatz, in der Familie, zwischen Partnern und Kindern, auf allen Ebenen der unbelebten, pflanzlichen und tierischen Natur. Überall herrscht Chaos und Verwirrung. Wir müssen uns das System verknüpft mit der kompletten Verbindung zwischen den Menschen vorstellen. Nur durch die Verbesserung unserer Beziehungen zueinander können wir das System auf all seinen Stufen verändern: der unbelebten, pflanzlichen, tierischen und darüber hinaus auf der menschlichen Stufe, in sozialen Systemen, aufgrund derer sich der Mensch über die tierische Welt erhoben hat.

Seit Anbeginn wollte sich der Mensch in öffentlichen Beziehungen, Technologie, Handel und Industrie entfalten. Doch alles davon basiert auf den Beziehungen zwischen den Menschen. Dies ist der einzige Ort, den wir beeinflussen und verändern können. Indem wir unsere Beziehungen, die uns näher zur Wahrheit, Verbindung, Einheit und gegenseitiger Bürgschaft bringen, verbessern, werden alle übrigen Ebenen dieser Welt korrekt miteinander verbunden werden, ihre Plätze einnehmen und die ganze Welt wird sich beruhigen und Wohlstand erlangen.

Für diese Arbeit reicht es nicht aus, sich als „Gerechter“, der vermeintlich nichts für sich selbst verlangt, darzustellen. Es gibt nichts, was wir tun können; wir wuchsen im Egoismus auf. Dafür brauchen wir uns nicht zu schämen, wir müssen nur das Böse erkennen und es korrigieren: um eine ehrliche Berechnung mit uns selbst zu machen, müssen wir uns ändern.

Jeder ist zur inneren Korrektur auf seiner Stufe verpflichtet, wie gesagt wird: „Erziehe das Kind entsprechend seiner Stufe“. Jedoch muss jeder irgendwie seine Natur korrigieren. Deshalb müssen wir in drei Linien arbeiten. Die linke Linie ist das Böse in uns, das zunehmend enthüllt wird. Die rechte Linie ist die Korrektur dieses Egoismus durch die Kraft des Gebens, die wir, abhängig zu unserer Verbindung, von oben anziehen.

Aus diesen beiden Linien erschaffen wir eine dritte. Das Verlangen zu empfangen der linken Linie, welches durch das reformierende Licht korrigiert wird, verwandelt sich in ein spirituelles Gefäß, genannt Seele. Und darin wird, entsprechend der Gleichheit der Form, das neue integrale System enthüllt. Das heißt, dass der Schöpfer sich in den Geschöpfen, innerhalb der Verbindung der Seelen, offenbart.

Shochen herrscht in Shechina (Göttlichkeit). Das bedeutet die Arbeit in der mittleren Linie. [121297]

Aus der Vorbereitung zum täglichen Morgenunterricht 24/11/13

Das Land kultivieren, in das der Same gepflanzt wurde

Baal HaSulam, „Der Frieden“: Würde jemand die gute Umgebung, die er gewählt hatte, verlassen und in eine schlechte Umgebung fallen – in eine Stadt, in der es keine Tora gibt –  wären nicht nur seine einstigen Konzepte beeinträchtigt, sondern auch alle anderen Kräfte, die dort ursprünglich verborgen waren und die man noch nicht in die Tat umgesetzt hat – würden verhüllt bleiben. Und zwar deshalb, weil sie nicht mit der richtigen Umgebung in Verbindung gebracht würden, die sie aktivieren  könnte.

Und wie wir oben geklärt haben wird nur in Form der Wahl der Umgebung die Herrschaft des Menschen über sich selbst bemessen und dafür sollte er entweder Belohnung oder Strafe empfangen. Und so warnten unsere Weisen: „Mache dir einen Rav, und kaufe dir einen Freund“

Ein Mensch hat lediglich ein Reshimo (spirituelles Gen), einen spirituellen Samen. Wenn wir diesen jedoch nicht in den Boden pflanzen, ihn nicht der richtigen Umgebung aussetzen, wird er sich nicht entwickeln. Deshalb achteten Kabbalisten vor allem immer auf die Umgebung, dass es zumindest zwei Menschen wären, wie gesagt wird „zwei sind bereits eine Gruppe“ – das heißt ein Schüler und sein Lehrer. Gibt es mehrere Schüler, bildet sich eine Freundesgruppe, in der jeder in gleichem Maße tätig ist.

Zuerst sollten wir also sicherstellen, dass die Umgebung stimmt: Dass jeder gleich ist, dass jeder sich vor den anderen annulliert und dass es keine außertourlichen Ziele, sondern nur das Ziel der Verbindung gibt, damit sich der Schöpfer zwischen uns offenbaren kann. Das Ziel der Weisheit der Kabbala und somit des Zwecks der Schöpfung ist die Enthüllung des Schöpfers an die Geschöpfe, als gut und Gutes Tuender und Sein Wunsch, die Geschöpfe zu erfreuen.

Unsere Entwicklung hängt also davon ab, wie sehr wir uns um die richtige und wahre Umgebung kümmern. In einem solch großen Umfeld wie unserem, das mit vielen unterschiedlichen Projekten betraut ist, gibt es verschiedene Arbeitsgemeinschaften und die selben Leute stehen in unterschiedlichen Beziehungen zueinander.

Wir müssen sicherstellen, dass alle externen Beziehungen sich nur auf externe Verbreitung und Arbeit beziehen – das Wichtigste jedoch ist, dass in unserer vereinigten inneren Gruppe alle gleich sind, jeder sich vor den anderen annulliert, sich dem Ziel hingibt und dessen Wichtigkeit erhebt. Es gibt nichts Wichtigeres als das – unsere generelle Einheit und Verbindung als eine Mensch mit einem Herzen.

Diese innere Verbindung in der Gruppe muss für uns am wichtigsten sein. Alle anderen Verbindungen, die im Zusammenhang mit unseren Berufen stehen oder in der Erfüllung verschiedener Ziele oder Aufgaben liegen, richten sich, wie bei einem Unternehmen, nach einem anderen Prinzip. Aber dieses äußere Verhalten hat nichts mit der inneren Gruppe zu tun. Die Gruppe ist etwas, das ausschließlich auf spirituellen Regeln aufgebaut ist und wir müssen uns konstant um sie kümmern.

Es gibt das „äußere Leben“, ohne das wir in unseren irdischen Körpern nicht existieren können und es gibt ein erhabenes Ziel, das ewig und ganzheitlich ist und für welches unsere Seelen existieren. Wir müssen uns um die innere Gruppe sorgen, damit sie einwandfrei und exakt nach den Prinzipien, die Baal HaSulam, Rabash und allen anderen Kabbalisten niedergeschrieben haben, aufgebaut ist.

Diese beiden nicht zu verwechseln ist sehr wichtig. Die äußeren Beschäftigungen können wir augenblicklich stoppen oder verändern, das Wichtigste aber ist es, die innere Struktur der Umgebung, in der alle gleich und miteinander verbunden sind, aufrechtzuerhalten. Auf diese Art und Weise entwickeln wir uns weiter. [120122]

Tod existiert nicht

Forschung: Die Mehrheit der Wissenschafter glaubt nicht an ein Leben nach dem Tod. Jedoch behauptet Prof. Robert Lanz, dass er fähig ist, die Existenz des Lebens nach dem Tod zu beweisen. Der Beweis liegt in der Quantenphysik. Entsprechend der Theorie des Biozentrismus ist der Tod, wie wir ihn heute verstehen, eine Illusion, die von unserem Bewusstsein erschaffen wird.

Wir meinen, dass das Leben nur in der Aktivität des Kohlenstoffes und der Moleküle besteht. Solange diese aktiv sind, leben wir, und später verfaulen wir in der Erde. Die Menschen glauben an den Tod, weil man sie darin unterrichtet, oder weil das menschliche Bewusstsein unser Leben mit der Arbeit der inneren Organe gleichsetzt. Aber das Leben und die Biologie belegen den zentralen Platz in der Realität; das Leben erschafft das Universum und nicht umgekehrt.

Das bedeutet, dass das menschliche Bewusstsein die Form und den Umfang der Objekte im Universum bestimmt. Alles, was ihr wahrnehmt, kann ohne Bewusstsein nicht existieren. Der Raum und die Zeit sind Instrumente unseres Verstandes. Nachdem ihr dieser Theorie zustimmt, wird euch klar sein, dass der Tod nicht existiert.

Mein Kommentar: Die Kabbala spricht darüber seit den Zeiten Adams. Die Empfindung der Welt ist subjektiv. Wir empfinden unsere Existenz in unserem Körper, d.h. mit unseren fünf Sinnesorganen. Die Kabbala erlaubt jedem Menschen, zusätzliche Sinnesorgane zu entwickeln, um die andere Welt zu empfinden, die sich jenseits der Existenz des tierischen Körpers erstreckt. [121080]

Wie man Hass in Liebe verwandelt

Aus den Nachrichten der „Universität von Massachusetts Amherst“

In einer neuen psychologischen Forschung wurden die Ursachen von Krieg und Gewalt untersucht, drei politische Psychologen der Universität von Massachusetts Amherst sagen, dieses Verständnis kann und sollte verwendet werden, um den Frieden zu fördern und die Überzeugung zu stürzen, dass gewalttätige Konflikte unvermeidlich wären.

„Im Schreiben der aktuellen Sonderausgabe der amerikanischen Psychologen unter der Leitung von Bernhard Leidner, Linda Tropp und Brian Lickel der UMass Amherst Psychologie des Friedens- und Gewaltprogramms, sagen, dass, wenn sich die sozialpsychologische Forschung nur darauf konzentriert, wie die negativen Folgen von Krieg und Gewalt abzumildern sind, dies weit unter den Möglichkeiten und dem Wert für die Gesellschaft fallen würde.

Bei der Zusammenfassung psychologischer Perspektiven, über die Bedingungen und Motivationen, welchen gewalttätige Konflikte zugrunde liegen, sagt Tropp, „wir finden, dass die Beiträge der Psychologie über das Verständnis der Ursprünge und der Natur der Gewalt den Frieden und die Gewaltfreiheit fördern können. Wir sind gegen die Sicht, dass Kriege unvermeidbar sind und argumentieren, dass durch das Verständnis der psychologischen Wurzeln des Konflikts die Wahrscheinlichkeit von Gewalt vermindert werden kann und eine Möglichkeit bietet, sich über Konflikte mit anderen zu erheben und sie zu lösen.

Die Autoren erkennen an, dass Konflikte und Gewalt zwischen Gruppen bestehen bleiben werden, da sie Menschen die Möglichkeit geben, psychologische Bedürfnisse nach Identität, Sicherheit und Leistung auszusprechen. Sie weisen darauf hin, dass Gewaltfreiheit weit weniger Medien- und Forschungsaufmerksamkeit erhält – aber das sollte sich ändern. Das Team der Amherst Universität von Massachusetts drängen darauf, dass Sozialpsychologen Faktoren berücksichtigen, die Einfühlungsvermögen und Verständnis für andere und die die Kapazität der kritischen Bewertung der eigenen Gruppe erhöhen.

Sie schließen daraus, „die Forschung, um die negativen Folgen von Krieg und Gewalt zu mildern, ist wertvoll“, und ihre Studien, die auf einer realistischen inneren Beobachtung beruhen, unterstützen die Ansicht, dass Psychologie angewendet werden sollte, um den Frieden zu fördern: „Es ist unsere Behauptung, dass die Psychologie angewendet werden kann und sollte, um Frieden und nicht den Krieg zu fördern.

Mein Kommentar: Die Psychologie des Friedens ist die Methode der integralen Erziehung. Vielleicht ist es an der Zeit, zur Wissenschaft zurückzukehren. Früher waren sie daran nicht interessiert…. [118820]

“Quantitativer Held” und “Qualitativer Held”

Wir müssen von den anderen Menschen weder das Wissen, noch das Verständnis der Methode fordern. Sie sollen uns einfach bewusst werden, dass sie in der Zukunft die Fortsetzung der langjährigen Krise erwartet. Heute schreiben darüber viele, aber bis jetzt begreift niemand, dass der Abstieg so lange dauern wird, bis wir uns von der normalen Existenz vollständig verabschieden.

Das ist ein Naturgesetz, das denjenigen klar ist, die ein wenig tiefer hineinschauen – hier gibt es keine Wunder. Wenn wir im richtigen Licht auf die Zukunft blicken, dann wird uns ein schreckliches Bild offenbart: Verrohung der Menschheit, spirituelle und materielle Leere, Vernachlässigung der jungen Generation, verlorene Städte, apathische Menschen, die nichts leisten können. Die Selbstsucht wird beginnen, sich selbst zu fressen und unsere Existenz bedrohen, wie eine Krebsgeschwulst, die den ganzen Körper beeinträchtigt.

Das alles müssen wir den Massen erklären und für sie die Seminare veranstalten, um nicht nur über Liebe und Freundschaft zu sprechen, sondern um zusammen unsere irdischen Probleme zu lösen. Weil daran die Höhere Kraft teilnimmt, erreichen wir Lösungen leichter. Die Menschen müssen nicht unbedingt darüber Bescheid wissen; wir dürfen niemanden erschrecken und verwirren. Es genügt zu verstehen, dass sich innerhalb einer Verbindung eine besondere Kraft der Natur befindet, die uns hilft. Und die Menschen werden es durch unsere Seminare fühlen.

Es wird gesagt, dass es eine quantitativen Helden und einen qualitativen Helden gibt. Der quantitative Held erstreckt sich in die Breite und der qualitativer erstreckt sich nach oben. Um die Qualität zu erreichen, muss man sich mit den qualitativen Helden, der Masse verbinden. Nur dann können wir aufsteigen. [120751]

Auszug aus der 5. Lektion des Kongresses in Bulgarien, 03/11/13

 

Ein Freund für die Seele – Ein Feind für meinen Egoismus

Die Enthüllung des Schöpfers, der im Geschöpf verhüllt ist, nennt man Verschmelzung, oder Verhüllung des Lichts im Gefäß. Hierfür muss das Gefäß dem Licht in seinen Eigenschaften entsprechen, das heißt es benötigt das Licht Chassadim (Barmherzigkeit), einen „antiegoistischen Schirm“ sowie das reflektierende Licht.

Die Frage lautet: Wie kann man all das erlangen?

Dies ist nur mit der Hilfe des Licht, welches zur Quelle führt, möglich. Das gleiche Licht, welches in Zukunft im Gefäß (Kli) verhüllt werden soll, kann diesem aus der Ferne leuchten. Dieses Leuchten aus der Ferne hängt jedoch vom Menschen ab, in wieweit er nach diesem strebt. Er ist momentan nicht in der Lage, die nötigen Eigenschaften zu erlangen, sonst wäre das Licht bereits im Gefäß verhüllt. Der Mensch wünscht es sich jedoch und wartet darauf, bis es geschieht. Ein solches Verlangen bildet sich in der Gruppe dank der Wichtigkeit des Ziels, die die Freunde sich gegenseitig vermitteln und die Neid, Leidenschaft oder auch Ehrgeiz bzw. Ehrgefühl entfachen.

Eigentlich hätte ich diese Gefühle lieber nicht, denn sie verursachen in mir Schmerzen. Sie stellen jedoch sehr effektive Mittel zum Vorankommen dar! Ich möchte keine Menschen sehen, die erfolgreicher, klüger sind als ich oder mehr erreicht haben. Ich versuche, sie zu vergessen, denn wofür sollte ich mir das Leben selber schwer machen?Wir streben naturgemäß nach angenehmen Dingen und distanzieren uns von den unangenehmen. Wir würden diese am liebsten vernichten, zumindest jedoch tarnen und unterdrücken.

Aber genau das ist das Problem: wir müssen verstehen, dass es sich nicht lohnt, solche unangenehme Gefühle für unser Ego auszulöschen, denn gerade deswegen schreiten wir voran. Im Gegenteil müssen wir diese mehr und mehr entfachen, wie es heißt: „seinen Feind zu segnen und ihn wie einen engen Freund zu lieben“. Widersacher muss man sogar mehr schätzen als Freunde, denn wenn ich verstehe, dass sich mein Hauptfeind in mir selber befindet – mein Egoismus – dann dienen mir die äußerlichen Feinde als Hilfe, meinen Egoismus zu bekämpfen.

Ich schaue auf jemanden der erfolgreicher, klüger ist als ich oder eine höhere Stufe erreicht hat und in meinem Ego empfinde ich ihn wie einen schmerzhaften Splitter, den ich nicht will, denn mein Ego möchte herrschen. Wenn ich aber diesen Menschen dazu nutzen kann, um mich selber zu pushen und noch intensiver mit den Freunden verbunden zu sein, dann ist er kein Feind mehr sondern mein bester, treuester Freund. Denn er ist ein Freund für meine Seele und ein Feind bzw. für mein Ego – das Verlangen zu genießen.

So beginne ich allmählich, meine Grundformen umzudrehen. All die Erscheinungen, Handlungen oder Menschen, die ich als unangenehm betrachtet habe, beziehe ich auf mein Ego und sehe, wie sie meinen inneren Feind bekämpfen. Auf dieser Grundlage stelle ich fest, wer für mich und wer gegen mich ist. Wer mein Freund ist und wer nicht. Gut möglich, dass derjenige, der Mitleid mit mir hat, eben mein Erzfeind ist, und gerade derjenige, der mich verletzt und mich mit seinem beispielhaften Aufstieg zum Schöpfer reizt und den ich nicht sehen möchte, mein Freund ist – denn er bringt mich näher zum Ziel.

Man sollte für so eine Berechnung bzw. Herangehensweise sensibilisiert sein. [120504]

Aus der Vorbereitung zum Unterricht, 14/11/13

Die Aufregung arbeitet für uns

Frage: Wie erleben Sie so viele Anschuldigungen und Angriffe?

Antwort: Wenn wir nicht Recht hätten, wären alle Angriffe auf uns, die Anschuldigungen und die ganze Aufregung rund herum für uns zum Nachteil. Und da wir Recht haben, macht uns die ganze Aufregung um uns herum nur bekannter und ermöglicht den Menschen, zu erkennen, dass wir existieren und zu verstehen, was man uns vorwirft und wer wir sind. In unserem Fall gibt es keine schlechte Werbung.

Deshalb ist die ganze negative Werbung für uns positiv, gerade sie macht uns bei den Menschen bekannt, die über uns gar nichts gewusst haben.

Da wir die uneigennützige Wahrheit haben, die von Tag zu Tag immer mehr bestätigt wird, so arbeitet die ganze negative Werbung im Endeffekt für uns, weil sie den Menschen zeigt, dass solche Erscheinungen wie die Methodik der Integralen Entwicklung der Gesellschaft, ihrer Korrektur, existiert!  [119849]

Wann wird uns die Menschheit erhören?

Frage: Es ist offensichtlich, dass es ohne Förderung der Methode der Integralen Erziehung seitens der Regierungen schwierig wird, das Programm zur Entwicklung des Menschen umzusetzen…

Meine Antwort: Wir müssen uns darum kümmern, die Methode an sich zu entwickeln und nicht daran denken, wie wir die Unterstützung der Regierungen sichern können. Man kann unsere Ideen auch unter Wissenschaftern, Politikern usw. verbreiten, aber uns wird kaum jemand zuhören. Wir brauchen bei niemandem mit Unterstützung rechnen.

Erst in dem Moment, wo wir die integrale Methode verinnerlicht und richtig darstellt haben, das heißt, sobald wir zu echten Experten werden, wird die Welt bereit sein, sie zu empfangen. Dann werden wir sehen, mit wem wir uns verbinden müssen, um diese Methode zu verbreiten; ob wir Behörden brauchen, die uns dabei unterstützen, dass die Methode quasi top-down vermittelt wird.

Doch zuallererst müssen wir an uns selbst arbeiten, an unseren eignen Fehlern und wir dürfen nicht nach vorne stürmen, als hielten wir bereits eine fertige Methode in den Händen – als wüssten wir bereits, wie wir die Welt korrigieren und alle Probleme lösen können. Das ist falsch. Wir müssen jetzt uns selbst und die Methode so entwickeln, dass wir mit ihr verschmelzen; dann werden wir auch sehen, dass die Welt bereit ist, sie zu empfangen.

Solange wir keine Verbindung unter den großen Gruppen erreicht haben, solange wir keine genaue Methode haben, die alle Elemente der Kabbala beinhaltet, und die allgemein verständlich ist, solange wir noch wenige Vortragende und Workshop Organisatoren ausgebildet und unsere Methode in verschiedenen Events erprobt haben, solange brauchen wir nicht nach einer Rückendeckung von irgendjemandem Ausschau halten oder uns al Bewegung betrachten.

Doch sobald wir hierfür reif sind, werdet ihr sehen, wie viele verschiedene internationale Institutionen sich an uns wenden werden. Dafür, denke ich, benötigen wir noch mindestens ein Jahr ernsthafter Arbeit mit den Menschen sowie eine gleichzeitige Weiterentwicklung unserer Methode. Wir müssen sie richtig darstellen. Solange wir noch nicht so weit sind, wird uns niemand erhören – der Schöpfer wird es nicht zulassen. [120695]

Aus dem Unterricht zum Thema „Die Gruppe und die Verbreitung“ 21/10/13