Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Gesellschaft'

Warum bestraft uns die Natur? Teil 1

Frage: Die Erde ist unser gemeinsames Zuhause, aber in letzter Zeit regiert hier das Chaos. Im vergangenen Jahr gab es eine Rekordzahl an Naturkatastrophen: heftige Brände, Überflutungen und Hurricans, die sowohl ganze Länder als auch Einzelne trafen und gewaltige Schäden anrichteten.

Das ruhige Leben geht seinem Ende entgegen. Es ist bekannt, dass es auf der Erde verschiedene geologische Perioden mit teilweise sehr instabilen Verhältnissen gab. Sind diese ökologischen Katastrophen als Ergebnis für eine natürliche Erdentwicklung unumgänglich oder sind das Ausnahmesituationen, die vermieden werden könnten?

Antwort: All diese Katastrophen hätten vermieden werden können, da die Natur nur deshalb instabil wird, weil die Menschen keine Balance finden. Die Natur hat uns immer mit Hilfe von schwierigen Bedingungen in Richtung Entwicklung angetrieben, wie z.B. mit Hitze, Kälte, Erdbeben und Epidemien. Letztendlich bewegt sich der Mensch nur dann, wenn es ihm schlecht geht.

Wir sind Egoisten und machen nicht die kleinste Bewegung, wenn wir nicht einen Nutzen für uns daraus ziehen können. Daher ist die Natur gezwungen, uns Leiden zu schicken und darin zu bestärken, uns zu entwickeln.

Dann beginnen wir, die Wissenschaft und Wirtschaft zu entwickeln, uns und unsere Umgebung zu studieren, um einen Weg zu finden, ein sicheres und komfortableres Leben zu führen. Diese Entwicklung ist nur notwendig wegen der Probleme, die wir erfahren. So wie wir auch unsere Kinder erfolgreich machen wollen, indem wir das von ihnen verlangen und sie zwingen, gut zu lernen.

Genauso hat uns die Natur seit tausenden Jahren menschlicher Geschichte geschult. Von dem Moment an, als wir von den Bäumen kletterten und unsere Höhlen verließen, haben wir uns kontinuierlich entwickelt mit dem Ergebnis der „menschlichen“ Probleme, die eine Stufe höher sind als die der Tiere.

Das heißt, dass die Natur uns nicht wie die Tiere schlägt, indem sie uns zwingt, Futter zu suchen, zu graben und auf die Jungen aufzupassen, aber sie belädt uns mit allen möglichen Problemen, die dazu da sind, unseren Geist und unsere Wahrnehmungen zu entwickeln.

Und so leben wir nicht nur durch tierische Instinkte, sondern haben uns zu einer menschlichen Gesellschaft entwickelt. Wir müssen unser Leben einrichten, da unsere Kinder während ihres Wachstums für zehn oder zwanzig Jahre Betreuung brauchen.

Die Natur treibt uns an, nicht nur primitiven Verlangen wir Nahrung, Sex und Fortpflanzung nachzugehen, sondern auch die Wissenschaft, ökonomische Systeme und Erziehung zu fördern, neue Kontinente zu entdecken und die Natur zwecks Lebensverbesserung zu erforschen.

Die Natur treibt die Menschen an, klug zu werden. Die menschliche Entwicklung steht somit im Kontrast zur unbelebten Natur, den Pflanzen und der Tierwelt.

Außerdem wurden die Sinne entwickelt und somit auch die Bereiche der Kultur, der Erziehung und der Kunst: Malerei, Musik und Literatur, die alle Ausdruck des gegenwärtigen menschlichen Zustands sind.

Wir leben nicht wie Tiere, die sich für kurze Zeit treffen, um Nachwuchs zu zeugen und sich dann trennen. Die Menschen bauen Familien und Länder auf und benutzen Sprache, um zu kommunizieren und Wissen von einer Generation zur nächsten weiterzugeben. Dies ist ein ganzes System, das sich qualitativ von der belebten Entwicklungsstufe unterscheidet.

Diese intellektuelle Entwicklung ist jedoch nicht genug, weil die Natur noch mehr von uns verlangt. Sie möchte, dass wir in ein allgemeines System eingebunden werden, das sich gegenseitig ergänzt. Aber wir sind dazu nicht in der Lage, weil wir aufgrund unserer Natur egoistische Tiere bleiben.

In jeder Person bleibt derselbe animalische Egoist verborgen, und das Wissen, das er in tausenden Jahren der Evolution erworben hat, hat ihm nur geholfen, seine Umgebung schlauer zu nutzen und damit größeren, persönlichen Profit zu erzielen. Wir schaffen soziale Systeme, die uns davon abhalten, einander zu essen; Wir versuchen jedoch immer noch, voneinander zu profitieren. Das heißt, wir implementieren Grenzen, die sagen: Was meins ist, ist meins, und was deins ist, ist deins.

Das funktioniert aber auch nicht sehr gut, weil der Egoismus ständig wächst und in uns brennt. Jeder biegt sich die ganze Welt so, wie es ihm angenehm ist. So können wir uns nicht zu einem gemeinsamen, harmonischen System vereinen. Das ist das ganze Problem: statt sich zu entwickeln und klüger zu werden, beginnt der Mensch den Abstieg und wendet sich der Quelle allen Übels zu und wird zur schädlichsten Kreatur auf der Welt.

Menschen zerstören die unbelebten, belebten und tierischen Formen der Natur und vergiften den Boden und die Atmosphäre. Es gibt tausende Tonnen kosmische Trümmer, die sich um die Erde drehen, die Überreste von Satelliten. Unser Egoismus hindert uns daran, kluge oder rationale Dinge zu tun, und wir können daher nicht richtig in das System der Natur eingebunden werden.

Das allgemeine, ganzheitliche System drängt sich uns entsprechend unserer Entwicklung auf. Von Jahr zu Jahr sollten wir uns weiterentwickeln und in einer wohltuenden Weise miteinander in Verbindung treten, um die menschliche Gesellschaft und alle anderen Ebenen der Natur positiv zu beeinflussen. Stattdessen haben wir jedoch unsere völlige Gegensätzlichkeit zur Natur offenbart und sind zunehmend korrumpiert worden. Dementsprechend hat sich unser Einfluss auf die Natur verschlechtert und es ist daher nicht verwunderlich, dass die Natur uns viel mehr Schläge als zuvor bringt.

 

Aus KabTV „Ein Neues Leben“ 10/10/2017

[215714]

Öffnet die Bücher der Weisheit

Und nun, meine Damen und Herren, liegt in diesem Schrank ein Buch, in welchem die ganze Staatskunst beschrieben und erklärt ist, sowie alle Wege der Persönlichkeit und der Gesellschaft, wie sie sich am Ende der Tage offenbaren. Es ist das Buch der Kabbala, wo die korrigierten Welten beschrieben sind. (Baal HaSulam „Aufbau der zukünftigen Gesellschaft„)

Frage: Warum beschäftige sich Baal HaSulam, der Verfasser von „Talmud Eser Sefirot“ und „Einführung in das Buch Sohar“, mit solchen Problemen? Worin liegt hier der Sinn?

Antwort: Das ist kein irdisches Problem! Es gibt ein von der Natur/vom Schöpfer erschaffenes  Verlangen. Es muss bestimmte Phasen seiner Entwicklung durchlaufen. Heute befinden wir uns an einem kritischen Punkt, der unsere gesamte Entwicklung vom Egoismus zum Altruismus umkehrt. Darüber schreibt auch Baal HaSulam als ein absoluter Praktiker.

Die Kabbala ist eine praktische Wissenschaft, weil sie sich in den Menschen realisiert, jenen die in unserer Zeit leben, oder jenen die in anderen Generationen lebten. Die Kabbala ist ausschließlich für Menschen bestimmt, die in unserer Welt existieren, nicht aber für gewisse Seelen, die nach dem Tod in irgendwelchen Weiten, auf höheren spirituellen Stufen schweben. Alle höheren spirituellen Ebenen befinden sich im Menschen. Deswegen schreibt Baal HaSulam für die Menschen. Es gibt bei den Kabbalisten keine größere Sehnsucht, als zu den Menschen zu kommen und ihnen die richtige Selbstverwirklichung zu vermitteln, d.h. im Einklang mit den Naturgesetzen.

Frage: Meinen Sie Menschen,  die nach dem Sinn des Lebens streben?

Antwort: Selbstverständlich. Alle anderen werden unseren Aufruf  einfach nicht hören. Ihr Egoismus befindet sich noch auf der tierischen Stufe. Sie kümmern sich ausschließlich um ihr materielles Wohlergehen.  Das ist weder schlecht noch gut. Deswegen wendet man sich nicht an sie. Man muss sie mit dem Lebensnotwendigen versorgen. Sie werden sehr froh darüber sein, ein Grundeinkommen zu erhalten – Computer, Fernseher, Internet, Sofa. Man wird sie zu Hause mit kostenlosen Verpflegungsrationen versorgen, sogar damit, was sie sich selbst bestellen – Pizza, Cola, Computer.

Ja, mehr benötigen sie nicht. Können Sie sich so ein Glück vorstellen?

Frage: Ich glaube, dies ist eine Illusion des Glückes.

Antwort: Sie haben doch im Internet alles, was sie möchten, angefangen mit den Wissenschaften unserer Welt bis Striptease, Fernsehserien und Fußball.  Deswegen lohnt es sich nicht, uns an sie zu wenden. Man muss abwarten, bis ihre Entwicklungsphase abgeschlossen ist. An einen Menschen kann man sich nur damit wenden, was er sich wünscht, denn ein Mensch ist  – ein Verlangen nach Genuss.

Es gibt aber auch Menschen, die sich damit nicht zufrieden geben. In ihnen lebt ein „Virus“, der es verhindert, dass sie durch das Genießen materieller Güter glücklich sind. Sie müssen die Höhere Kraft erfahren, die sie lenkt, das höhere Prinzip, das Programm der Menschheitsentwicklung, sein Ziel, wofür existiere ich, was geschieht in meinem Leben, warum ist das so? Sie interessiert der Kontakt mit der lenkenden Kraft. Genau an solche Menschen kann man sich wenden.

 

Aus der TV Sendung „Die letzte Generation“ 15.05.2017

#207442

Solange es noch nicht zu spät ist

Vor uns steht eine Aufgabe mit einer zweifachen  Komplexität. Erstens muss das Volk Israel von der Notwendigkeit überzeugt werden, die Einheit zu erreichen, auch wenn es der Korrektur und Verbindung entgegengesetzt ist. Außerdem müssen die Menschen verstehen, dass eine Verbindung ausschließlich durch das Studium der Kabbala und das Licht, welches zur Quelle zurückführt, möglich ist. Das Licht wird durch das Studium der Kabbala angezogen. Deshalb liegt das Problem darin, sie davon zu überzeugen, dass sie beides, das Ziel und die Mittel akzeptieren.

Das Ziel liegt darin, dass „ganz Israel Freunde sind“, mit anderen Worten, eine komplette Vereinigung des Volkes, in welchem sich der Schöpfer enthüllen wird.  Das müssen wir nicht nur durch die Liebe zwischen uns erreichen, sondern  auch durch die Weisheit der Kabbala – und das stößt sogar noch mehr ab. Man muss aber verstehen, dass Verbindung eine Lebensnotwendigkeit ist, wenn wir einer Vernichtung entkommen möchten.

Kommentar: Sobald die Situation bedrohlich wird, wird sich das Volk Israel wie ein Mensch erheben und sich vereinigen…

Antwort: Dann wird es aber zu spät sein! Warum konnten sich Juden auf diese Weise zu Hitlers Zeiten nicht retten? Heute kann sich ein Brand blitzschnell entflammen, wie auf trockenen Spähnen. Damals realisierten sich Hitlers Pläne innerhalb einiger Jahre. Erste antijüdische Gesetze kamen zehn Jahre vor den ersten Konzentrationslagern auf. Die Situation wurde nach und nach schlimmer, aber niemand protestierte.  Was die Juden betrifft, ist die Welt im Verstand und im Herzen taub. Diese Gehörlosigkeit geht von der Natur, vom Schöpfer aus, um die Juden zu verpflichten, ihre Mission zu erfüllen. Der Schöpfer betrachtet nicht die tierischen Körper sowie die egoistische Verlangen, für Ihn zählt das Verlagen zu geben, welches als Seele bezeichnet wird. Wir können aber den Schlägen entfliehen, indem uns bewusst wird und wir begreifen,  dass keine Notwendigkeit besteht, sie physisch zu erhalten.  Es wird gesagt „Alles wird sich in den Gedanken klären“. Wenn wir uns unserer Mission bewusst sind, ist dies ausreichend. Dann sind keine Leiden notwendig. Ein kluges Kind versteht alles allein durch den Blick der Eltern. Man muss es dann nicht  anschreien oder gar schlagen. Deswegen lohnt es sich darüber nachzudenken, woher die Schläge zu uns kommen, worin ihre Ursache liegt? Wer lenkt diese Welt und wer schickt uns diese Leiden? Wenn das Volk sich mit dieser Frage beschäftigt und dem Rat der Kabbalisten folgt, die in allen Zeitalter darüber schrieben, dann hat es die Möglichkeit, die Wahrheit zu offenbaren. Wir waren alle Zeuge des Konfliktes um die Metalldetektoren, die israelische Sicherheitsdienste auf dem Tempelberg installierten. Letztendlich musste man sie wieder deinstallieren. In Wirklichkeit sind sie für die Araber ohne Bedeutung, das war lediglich ein Grund für Proteste.

Schaut, wie sie sich um diesen nichtigen Anlass verbunden haben und damit einen Brand geschürt haben. Wir haben dem nichts entgegenzusetzen, denn wir übergaben ihnen doch die Zügel, um das ganze Universum zu lenken. Durch unsere Uneinigkeit geben wir den Arabern das Recht, die Welt zu lenken.

Wenn wir so weitermachen, wird alles noch schlimmer. UNO, UNESCO, zahlreiche Gremien werden einen antiisraelischen Erlass nach dem anderen beschließen. Zuallererst  werden wir den Tempelberg verlassen müssen, dann Jerusalem und danach das Land Israel. Man wird nirgendwohin gehen können – niemand wird uns aufnehmen, genau wie damals in Deutschland. Wir haben aus den vergangenen Fehlern nichts gelernt.

Das ganze Universum ist ein einziges spirituelles System und das Volk Israel ist in der Lage, den Kopf zu beeinflussen.  Israel heißt nicht umsonst „Mein Kopf“ (li Rosh). Wenn wir das Geschehen richtig wahrnehmen und dort einwirken, wo wir es können, dann werden wir die Realität verändern können.  Das ist die einzige Möglichkeit, die Situation zu korrigieren. Wir hoffen auf unsere Raketen, Waffen, eine starke Armee – das wird aber nicht helfen. Es kann zu so einer Situation kommen, dass bei all unserer Militärmacht, dem Arsenal von Raketen und Atombomben, wir uns keinen einzigen Schuss aus der kleinsten Pistole erlauben können. Deswegen muss man dem Volk erklären, dass wir keinen anderen Weg außer dem der Verbindung  haben, um dieser gefährlichen Situation zu entkommen.

 

Aus dem Unterricht zum Thema „Erlösung dank dem Studium der Kabbala“ vom 28/07/2017

[#211158]

Meine Gedanken auf Twitter,  14/11/17


#Love Liebe kann sich nicht offenbaren in der Abwesenheit des gegenteiligen Gefühls – Hass. Sie können nur gleichzeitig existieren, gemäß dem Gesetz „Liebe bedeckt alle Übertretungen“. Dies ist jedoch nur in dem Umfang möglich, in dem diese Qualitäten durch das Praktizieren der Kabbala erworben werden können.

#Kabbalah Die Kabbala schlägt einen Kompromiss vor zwischen einem „Recht einer Nation auf Selbstbestimmung“ und einer „Erhaltung der Souveränität“: 1. Die Unabhängigkeit jeder Nation mit 2. Der Beibehaltung guter Beziehungen untereinander. Dies ist nur möglich durch Erziehung, wie die Kabbala es empfiehlt. Die Alternative ist Krieg.

#spirituality Der freie Wille wird in der Wahl getroffen: sich dem Gesetz des Egos oder des Schöpfers zu unterwerfen? Ständig in dem Zustand zu verbleiben seinen Weg zu wählen, ist der Ort wo sich der Mensch spirituell entwickelt, indem er „Es gibt nichts außer Ihm“ erreicht.

#purpose Die Sehnsucht nach einem Lebenssinn ist kein Traum oder eine Selbsttäuschung, sondern eine Selbstprogrammierung, eine Motivation, die deine Zukunft vorherbestimmt.

#freedom Der freie Wille beginnt damit, dass wir uns in einer Gruppe mit unseren Punkten im Herzen verbinden wollen und suchen: Wo ist unsere freie Wahl? Wir wollen ein Feld der Verbindungen an einem Ort des Zerbruchs etablieren. Dieses Feld, errichtet aus unseren Verbindungen, ist da wo der freie Wille existiert.

#consciousness Wenn wir den Zustand des Zerbruchs korrigieren, betreten wir einen neuen Bereich, der in der Natur noch nie existiert hat – den Bereich unseres freien Willens. Aus diesem Grund ist es unerlässlich für uns diesen Punkt der Freiheit zu finden, von dem aus wir in eine neue Dimension austreten können.

Die Kabbala erklärt, dass unsere Welt die vollständige Freiheit (# freedom) und Freizügigkeit erreicht, sodass jeder daraus die Schlussfolgerung ziehen kann, dass die richtige Form einer menschlichen Gesellschaft (#society) die der Einheit ist.

 

Aus Twitter, 11/14/17

Es gibt kein Heimatland

 

Frage: Die Regierung von Katalonien will die Unabhängigkeit von Spanien erreichen. Was veranlasst sie, sich zu trennen und sich in kleine Königreiche aufzuteilen?

Antwort: Das ist natürlich! Sagen wir, heute gibt es 200 Nationen in der Welt. Wenn das so weitergeht, wird diese Zahl in ein paar Jahrzehnten 250 oder sogar 300 erreichen. Daran habe ich keinen Zweifel.

Kommentar: Im Gegenteil dazu sagen die Futuristen, dass sich die Menschen in größeren Städten zusammentun werden.

Antwort: Nein, es wird dort keinerlei Vereinigung geben! Wie in der Vergangenheit wird es Festungen geben, Stadtstaaten, die von geschlossenen  Befestigungen umgeben sind. Diese Gegensätze zur Einheit wird es in jedem Land geben: der Norden gegen den Süden, der Westen gegen den Osten. Sie werden sich in Sippen oder irgendwelche anderen Unterteilungen aufspalten. Warum geschieht dies? Der Egoismus wächst und fordert für sich einen getrennten Bereich ein. Aus diesem Grund werden wir zur Einheit in der Familie zurückkehren. Darüber hinaus wird jeder seine eigene Wohnung haben, eine Festung mit kugelsicheren Scheiben. Ich werde in meinem Zuhause sitzen, ein Fenster öffnen, und eine Drohne wird hereinfliegen und mir eine Pizza mit Coca-Cola liefern und dann wegfliegen.

In der Zwischenzeit werde ich an meinem Computer sitzen und von nichts irgendetwas wissen wollen. Lass mich in Ruhe, das ist mein Revier, das ist mein Königreich. Ich stelle das allervollkommenste Bild dar, das es geben kann, wo ich das Parlament bin, ich der Regierungschef bin, ich bin alles.

Frage:  Also alles hat seinen Wert verloren? Es gibt nur mich und meinen Egoismus, das wars? Ich glaube niemandem, ich möchte nicht in ihrer Umgebung sein, ich hasse sie.

Antwort: Das ist die beste Regierungsform!

Frage: Ist das ein reales Bild?

Antwort: Im Prinzip ja. Aber wir möchten es nicht erreichen, die Natur wird es uns nicht erlauben; sie hat ihre eigenen Pläne.

Frage: Mit anderen Worten, die Menschen werden sich trennen, aber was wird als nächstes passieren?

Antwort: Bevor dies geschieht, wird es einen Kollaps geben. Wenn die Menschheit aus ihren Fehlern gelernt hätte, würde dies für immer so weitergehen. Aber die Natur hat einen Plan, den sie uns immer vor Augen führt  und der uns von ihrem Ende her unter Druck setzt. Deshalb werden wir uns nicht gegenseitig vernichten können.

Frage: Was wird dann geschehen?

Antwort: Wir werden gezwungen uns zu vereinigen! Zum Glück gezwungen mit einem Stock!

Wenn es kein Schöpfungsziel gäbe, in dem wir praktisch bereits existieren, und wenn die Rückführungsprozesse nicht von dem, was wir als Leiden wahrnehmen, zu uns kommen würden, dann gäbe es Chaos. Die Dinge, die sich Wissenschaftler, Philosophen und Psychologen heute vorstellen, sind alles Produkte ihres Mangels am Verständnis des Zieles und dem Programm, das die Natur festgesetzt hat.

Somit würde Katalonien, auch wenn es sich jetzt trennen würde, überhaupt nichts Gutes tun. Später werden alle Grenzen sowieso aufgehoben. Die Regierung von Katalonien wird niemanden zu beherrschen haben, weil die Menschen von Katalonien der Regierung und allem anderen gegenüber vollkommen gleichgültig sein werden.

Auf der anderen Seite sehen wir den Prozess, der sich enthüllt; die Menschen kümmern sich nicht darum wo sie leben.

Frage: Also verschwindet das Konzept des Heimatlandes, es wird ausradiert?

Antwort: Welches Heimatland? Wer oder was kann als Zuhause angesehen werden? Das Land? Aber es gibt überall anderes Land. Die Menschen? Das Gleiche. Die Kultur? Sie ist allen gemein.

Frage: Ist es vom Standpunkt der höheren Vorsehung aus korrekt, sich von diesen Vorstellungen wie mein Platz, meine Heimat, ich werde hier leben, ich werde hier sterben usw. zu lösen?

Antwort: Alle Nationalitäten, Nationen und Regierungen werden ausgeglichen sein; alles wird sich auflösen.

Frage: Was werde ich Heimat nennen?

Antwort: Eine gute Umgebung und das ist alles.

 

Aus KabTV’s “Neues von Michael Laitman” 9/7/17

[215564]

Und sie werden lernen, den Herrn zu fürchten

Tora, Deuteronomium, 5.Mose, 31,12 – 31,13: Versammle das Volk, die Männer und die Frauen und die Kinder und deinen Fremden, der in deinen Toren wohnt, damit sie hören und damit sie lernen und den HERRN, euren Gott, fürchten und darauf achten, alle Worte dieses Gesetzes zu tun! Und ihre Kinder, die es nicht wissen, sollen zuhören, damit sie den HERRN, euren Gott, fürchten lernen alle Tage, die ihr in dem Land lebt, in das ihr über den Jordan zieht, um es in Besitz zu nehmen.

Furcht vor dem Schöpfer trägt den Menschen, besonders während der vierzigjährigen Wanderung durch die Wüste. Und im Land Israel erreicht die Qualität der Furcht eine andere Stufe. In der Wüste gab es die Furcht, ob es möglich wäre, den Egoismus für seinen eigenen Nutzen zu unterlassen, aber im Land Israel gibt es eine gänzlich andere Qualität: ob es möglich wäre, den Egoismus für das Geben zu nutzen und die Liebe zu anderen. Hier geschieht die Umkehrung im Nutzen des Egoismus.

Deshalb warnt Moses das Volk: es ist nicht nur sehr schwer zu tun, es ist auch schwer vorstellbar, wie es zu tun ist. Ich kann mir selbst nicht verbieten zu genießen. Wird es mir möglich sein, dem Schöpfer zuliebe zu genießen? Es ist viel einfacher, es zu verbieten.

Frage: Es steht geschrieben: “Versammlung des Volks: die Männer, die Frauen und die Kinder und deinen Fremden, der in deinen Toren wohnt“. Was bedeutet das?

Antwort: Das sind alles innere Qualitäten des Menschen. Lass sie auf Moses` Warnungen hören, weil  jede ihre eigene Korrektur durchmachen muss. Nur danach kannst du das Land Israel betreten und anfangen, mit deinem Verlangen „um des Gebens willen“ zu arbeiten.

 

aus: KabTV „Geheimnisse des Ewigen Buches“, 23.1.2017

[214359]

Die kommende Formation  – die Vereinigung der Menschheit

Frage: Die materielle Arbeit, die uns ernährt, wurde vom Schöpfer erschaffen. Hat dies Geltung, um den Egoismus des Menschen, den bösen Trieb, zu korrigieren?

Meine Antwort: Natürlich, materielle Arbeit wurde vom Schöpfer erschaffen und im Laufe der Evolution weiterentwickelt, um uns der Korrektur näher zu bringen. Die Korrektur besteht jedoch nicht in der physischen Arbeit. Im Laufe der Evolution ist die Menschheit durch verschiedene soziale, politische und staatliche Entwicklungen gegangen, um zum jetzigen Zustand zu gelangen, wo die Welt zum ersten Mal seit tausenden Jahren ihre egoistische Entwicklung erlebt.

Aber heute geht es zu Ende. Geld wird allmählich seine Macht verlieren. Arbeit verliert ihren Wert, und es wird immer weniger Arbeit geben. Dementsprechend wird die Grenze zwischen Reichen und Armen, Starken und Schwachen verschwinden und  Hierarchien nehmen ab. Alle möglichen Ausschreitungen, die der Egoismus in der menschlichen Gesellschaft erschaffen hat, werden verwischen und an Wert verlieren. Darum wird die gewichtige Bedeutung von „Arbeit“, die auf Selbstsucht aufgebaut war, verschwinden.

Frage: Wird es weiter Arme und Reiche geben?

Meine Antwort: Nein. Jetzt gibt es noch diese Unterteilung der Bevölkerung, dass  aus der ganzen Menschheit vielleicht nur mehrere Tausende Menschen reich sind, und alle anderen arm. Das heißt, eine kleine Gruppe von Menschen wird an der Spitze sitzen und die restlichen Milliarden ganz unten. Aber die Menschheit wird  so nicht leben können.

Wir sprechen nicht über Sozialismus, Kommunismus, Gegensätze und dergleichen, denn die Natur wird uns selbst zur Verbindung treiben. Deshalb durchleben wir die Zustände der unterteilten Menschheit, damit wir verstehen, dass es so nicht weiter gehen kann.

Gemäß der Wissenschaft der Kabbala wird uns die Natur zur Erkenntnis bringen, dass die nächste Formation, die nächste Entwicklungsstufe, die Vereinigung der Menschheit ist, zu gleichen Bedingungen, weil Vermögen, Ego, Gehalt, nicht als Maß für den Erfolg stehen werden.

Für den Erfolg werden andere Rahmenbedingungen gelten. Er fließt aus der Hierarchie heraus nicht von unten nach oben, sondern von außen nach innen. Derjenige, der mehr für die Verbindung arbeitet, wird eine höhere Energie aus der Natur empfangen, einen besonderen Zustand, Harmonie, die Ähnlichkeit mit der Höheren Natur.

Diese Menschen werden wirklich groß, mächtig und reich werden. Aber das geschieht nur dann, wenn sie verstehen, dass der Reichtum die  Verbindung zwischen ihnen bedeutet. Die Aufmerksamkeit des Menschen wird sich auf die Arbeit für die Verbindung fokussieren. Und das wird eine echte Arbeit sein.

Frage: Aber der Wert, ob man glücklich ist oder nicht, bleibt?

Meine Antwort: Auf jeden Fall! Darüber hinaus bleiben die Höheren und die Niederen. Aber sie werden nach anderen Kriterien bewertet, danach, wie viel man in die Verbindung investiert.

Frage: Und dann werden sie glücklicher sein?

Meine Antwort: Sie werden nicht nur glücklicher sein, sondern auch respektiert und verehrt. Und dies wird zur Konkurrenz antreiben.

Frage: Was ist mit der Filmbranche, Theater, bleibt das?

Meine Antwort: Selbstverständlich. Alles bleibt, was in sich ein spirituelles Potenzial tragen kann, einschließlich der Kunst, die die inneren Impulse des Menschen zum Ausdruck bringt.

Und alles andere wird nur in dem Maße existieren, dass wir genug zum Anziehen haben, unseren Körper gut versorgen und ihm Schutz geben können.

 

Aus der Lektion auf Russisch, 18.12.2016

[#205361]

Das Gesetz vom Management der Welt, Teil 1

Unsere ganze Wirklichkeit ist vollkommen dem Gesetz unterworfen und wird, gemäß der Weisheit der Kabbala, durch das alleinige Gesetz der Höheren Kraft, die Natur genannt wird, kontrolliert. Wir nennen diese Höhere Kraft auch der Schöpfer, weil er tatsächlich das gesamte Universum erschaffen hat.

Die Natur dieser Kraft arbeitet allein zum Wohle ihrer Geschöpfe; das heißt, sie ist absolut gut. Aber wenn wir das nicht sehen, liegt hierin der einzige Grund, warum wir den Schöpfer nicht verstehen können.

Kabbalisten sind Menschen, die diese Höhere Kraft erforschen und ihre vollkommene Güte offenbaren. Und selbst gewöhnliche Naturforscher sehen, dass, obwohl jeder den anderen in der Natur verschlingt, alles besonderen Gesetzen unterliegt und letztendlich der allgemeinen Entwicklung aller erschaffenen Wesen zugute kommt.

Die moderne Wissenschaft zeigt, dass die Natur allumfassend und ganzheitlich und alles darin  vollkommen miteinander verbunden ist. Nichts kann aus diesem Rahmen  herauskommen. Alle Zellen und Systeme arbeiten in Harmonie zusammen, wie in einem gesunden Körper, und bereiten alles auf ein höheres Ziel vor, das über unserer gewöhnlichen, körperlichen Existenz liegt. Wir finden dieses Gesetz in allen Formen der Natur und auf allen Ebenen.

Das Wissen dieser Gesetze ist der Schlüssel zu einer erfolgreichen Existenz. Die unbelebte Materie, Pflanzen und Tiere handeln nach ihren Instinkten, sie spüren die Ordnungen der Natur und führen sie unbewusst aus, beim Menschen hingegen ist es viel komplizierter.

Wir wissen nicht, wie wir uns verhalten sollen. Unsere Instinkte sind nicht stark genug, um unser richtiges Verhalten zu garantieren, obwohl wir uns nur von ihnen leiten lassen. Und das alles, weil der Mensch ein soziales Wesen ist und daraus rühren alle Schwierigkeiten.

Bei allem also, was mit der sozialen Ordnung zu tun hat, funktionieren Instinkte nicht mehr. Sie werden nicht länger durch die Natur reguliert.

Wünsche nach Nahrung, Sex und Familie sind mehr oder weniger verständlich und bereiten uns keine Probleme. Aber in allem, was die Gesellschaft betrifft, wie das Verlangen nach Reichtum, Macht und Wissen, sind wir sehr verwirrt. Unsere inneren Instinkte sagen uns nicht, wie wir uns hier verhalten sollen.

Wünsche nach Nahrung, Sex und Familie gehören zur tierischen Stufe, und deshalb können wir uns in diesem Bereich auf unsere Instinkte verlassen, sie sind wie bei allen anderen Tieren inhärent.

Aber in Bezug auf die rein menschlichen Wünsche müssen wir die richtige Richtung für unsere Entwicklung finden. Ansonsten erweisen sich sowohl Geld und Macht als auch Wissen als Ursache für all unsere Probleme. Durch die tiefgreifende Entwicklung unseres Verstandes erfinden wird die Waffen für unsere eigene Zerstörung.

In den früheren Jahrhunderten alter Geschichte entwickelte sich der Mensch instinktiv wie ein Tier. Unser Egoismus trieb uns stets voran und alles war sehr einfach. Die Entwicklung ging ihren natürlichen Weg, Schritt für Schritt, von einer Manifestation zur nächsten: Sklaverei, Feudalismus, Kapitalismus, und auch der Egoismus wuchs.

Aber heute ist die Zeit gekommen, in der unser Ego seine Entwicklung beendet hat und aufhörte, der Motor für die Evolution zu sein. Er scheint seinen Höhepunkt erreicht zu haben und es gibt nirgendwo einen weiteren Weg. Deshalb kommt alles in den Prozess der Stagnation: Wissenschaft, Produktion, junge Leute, die nicht heiraten und  keine Kinder wollen.

Es gibt eine allgemeine Ermüdung, weil ein Mensch fühlt, keine Antwort auf die Hauptfrage zu bekommen: “Wozu lebe ich?“

Schließlich wussten wir während der vergangenen Jahrtausende, in welche Richtung wir uns entwickelten und unser Egoismus verlangte nicht mehr als nötig. Er hatte sehr reale Bedürfnisse: eine gute Familie, ein Beruf, Kinder und Geld und wir entwickelten uns entsprechend dieser Verlangen. Heute allerdings hat unser Verlangen zu empfangen sein lineares Wachstum beendet und das ist das Problem.

In der Tat begann dieser Prozess vor fünfhundert Jahren zur Zeit des Ari: das Verlangen hörte einfach auf zu wachsen  und „verendete“. Alle Teile der Verlangen in Bezug auf die unbelebte, pflanzliche und tierische Natur haben sich bis zu einer bestimmten Stufe entwickelt und müssen sich nun in der korrekten Form vereinen.

Das heißt, jetzt müssen wir uns verbinden. Wenn wir uns auf  die richtige Weise miteinander verbinden, werden wir die Eigenschaft des Gebens erlangen, die die Eigenschaft des Schöpfers ist und folglich die gemeinsame Kraft der Natur zwischen uns enthüllen. Diese Kraft zeigt sich gerade in der richtig korrigierten Verbindung zwischen uns.

 

aus: Kongress „Die Zukunft beginnt hier“ in Europa, 25.08.2017. Das Gesetz von der Führung der Welt, Lektion 1

[212572]

Wie macht die Kabbala den Menschen frei?

Frage: Wie macht die Kabbala den Menschen frei?

Antwort: Die Kabbala enthüllt dem Menschen die ganze Stufe seiner Unfreiheit und erklärt, in welchem Rahmen die Freiheit existiert.

In dieser Welt ist die Freiheit von unserer Selbstsucht, von unserer ganzen Natur, der unbelebten, pflanzlichen, tierischen und menschlichen Natur möglich. Und das ermöglicht uns nur die Methode der Kabbala. Sie ruft die höchste Kraft hervor, die uns über unsere tierische Selbstsucht erheben kann.

Tatsächlich sind wir absolut schwach, können nicht aus unserem Ego heraustreten. Der Mensch kann sich aus dem Sumpf nicht herausziehen. Aber wenn mit Hilfe des höchsten Lichtes das höchste Niveau auf uns einwirkt, dann zieht uns das Licht aus dem materiellen Niveau heraus.

Der sogenannte ACHaP des Höheren steigt zu uns herunter in Galgalta we Ejnaim des Niedrigen, und wir beginnen uns zu erheben. Wir gehen über die Grenzen unserer Natur hinaus auf das höhere Niveau.

Aber wenn wir uns sogar schon dort befinden, sind wir immer noch nicht frei in dem Sinne, dass wir alles machen können, was wir wünschen. Das heißt, der Begriff der absoluten Freiheit existiert nicht. Die Freiheit hat nur der Schöpfer. Die Geschöpfe haben keine Freiheit.

Die Geschöpfe können im Zustand der Freiheit von der ursprünglichen egoistischen Natur sein und dabei zur Ähnlichkeit mit dem Schöpfer streben, d.h. sich immer mehr zum Altruismus, zum Geben, zur Liebe hinbewegen. In einem solchen Zustand fühlt sich der Mensch absolut zufrieden, erfüllt, er hat keine Bedürfnisse, er fühlt die uneingeschränkte Freiheit.

Außerdem bekommt er das Gefühl der Verantwortung, er ist verpflichtet zurückzugeben, zu helfen, andere zu erfüllen. Er empfindet diesen Zustand der absoluten Unfreiheit wie die absolute Freiheit, weil sie sich immer über seine Selbstsucht, über all seine minderwertigen Empfindungen erhebt.

Aus dem russischen Unterricht vom 02.07.2017

[#214800]

Kabbala Akademie

Seminar im Kreis und die praktische Kabbala Teil 1

Frage: Die Methode der Kabbala erlaubt uns die Natur des Menschen so zu verändern, dass er anstatt sich um sich selber zu kümmern, anfängt sich um die anderen Menschen zu kümmern. Für die Realisation dieser Methode benutzt man die Seminare in Kreisen, „die runden Tische“. Was ist „der runde Tisch“?

Meine Antwort: Der runde Tisch ist eine Gruppenhandlung, an welcher Männer, Frauen und Kinder teilnehmen. Kabbala ist die Methode der Offenbarung des Schöpfers den Geschöpfen in dieser Welt. Und dies ist nur unter der Bedingung des Gleichheit der Eigenschaften möglich. Das bedeutet, dass wir die Eigenschaften erlangen sollen, die der höheren Kraft ähneln. Dann werden wir diese Kraft offenbaren können. Genauso wie jedes Ortungsgerät dafür bereit sein muss, die Erscheinungen die es orten soll, zu erfassen.

Zum Beispiel ist ein Dampfdetektor darauf aufgebaut, dass er auf den Dampf reagiert und nicht auf einen süßen, sauren oder bitteren Geschmack. Genauso hier, wenn ich die höhere Kraft offenbaren möchte, muss ich in mir ein Gefühlsorgan bilden, welches der Natur des Schöpfers entspricht. Dann kann ich den Schöpfer finden, wie ein Spürhund, der einen Geruch aufgenommen hat. Ich brauche nur „den Geruchsinn“ um zu orten, wo sich der Schöpfer verbirgt.

Die Kabbalisten sagen, dass der Schöpfer sich zwischen uns verbirgt. Wenn zwischen uns die guten Verhältnisse herrschen und die gegenseitige Anteilnahme, Liebe zu den Freunden, als ob wir ein Mann mit einem Herzen wären, sagt uns das, dass wir uns wirklich als Ganzes fühlen wollen.

In diesem Streben fangen wir an, wie ein Hund mit seiner Spürnase die Anwesenheit des Schöpfers zu fühlen. Wir suchen nicht nach Ihm irgendwo in anderen Welten und Räumen, sondern wir verbinden uns miteinander noch mehr, damit wir herausfinden wo und wie wir den Schöpfer offenbaren können.

Es ist klar, dass wir, indem wir freundliche Wechselwirkungen zwischen uns aufbauen, darinnen die höhere Kraft offenbaren. Das Netz der Verbindungen zwischen uns, der maximal guten Verbindungen, bis hin zur Liebe, heißt Shechina. In ihr wollen wir die Anwesenheit des Schöpfers finden, der Shochen heißt.

Daraus folgt, dass keine Notwendigkeit dazu besteht sich in einen anderen Raum zu versetzten. Wir brauchen zwischen uns nur das Netz der  Wechselwirkungen, die gegenseitige Liebe und das Geben, die Umarmung, die Einheit bis zu so einer Stufe korrigieren, bis wir uns innerlich so nahe sein werden, dass sich innerhalb dieser Verbindung der Schöpfer offenbart.  Das Einzige worum wir uns Sorgen machen müssen, ist unsere Verbindung. Alles andere wird sich innerhalb dieser offenbaren.

Für den Aufbau solch einer besonderen Verbindung wird die Arbeit in der Gruppe von zehn Menschen, die die höhere Kraft offenbaren wollen, durchgeführt. Wenn diese Menschen den Anweisungen der Kabbalisten folgen, offenbaren sie allmählich diese Kraft.

Es ist wünschenswert, dass dieser Zehner sich jeden Tag für das Studium der Wissenschaft der Kabbala versammelt und sich auch bemüht alle Freunde miteinander zu verbinden indem man über die Verbindung redet, die kabbalistischen Artikel liest und eventuell Übungen macht.

Das alles geschieht dafür, dass man unter den Freunden solche Beziehungen aufbaut, innerhalb derer sich ein Netz der Verbindungen zwischen uns offenbart. Dieses Netz existiert auch jetzt schon, wir sollen es aber aus seinem Versteck herausholen als ob wir ein Fischernetz aus der Tiefe der See holen. Wie die Fischer den Fisch mit dem Netz herausziehen, werden wir mit diesem Netz auch den Schöpfer herausziehen und offenbaren.

Das Seminar in dem Kreis ist eine Handlung, die uns erlaubt den Eigenschaften der höheren Kraft ähnlich zu sein. Darin verbirgt sich die ganze Wissenschaft der Kabbala, die von der Erhebung des Menschen von unten nach oben spricht.

Es existiert ein Teil in der Kabbala, welcher den Aufbau des Alls, das von der Welt der Unendlichkeit nach unten absteigt, erklärt. Ein anderer Teil der Kabbala lehrt darüber, wie man aus dieser Welt zurück in die Welt der Unendlichkeit aufsteigt und den Schöpfer offenbart. Diese Arbeit geschieht mithilfe des Seminars im Kreis.

Fortsetzung folgt…

 

Aus dem 885. Gespräch über das Neue Leben 

[#214705]