Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Gesellschaft'

Rambam über die Gesundheit

Bemerkung: Der große Arzt und Kabbalist schrieb: „Sich um seine Gesundheit zu kümmern, ist ein wichtiger Bestandteil auf dem Weg zum Schöpfer, denn wenn man krank ist, kann man nur schwer etwas verstehen und erreichen. Ein Mensch sollte sich von allem distanzieren, was für den Körper schädlich ist, und sich an das was für ihn gesund ist und sein Wohlbefinden aufbaut, gewöhnen.

Mein Kommentar: Rambams Worte können sowohl auf der spirituellen als auch auf der physischen Ebene interpretiert werden, beides ist richtig.

Er war ein großer Heiler, denn alles was von ihm geschrieben wurde, stammt von spirituellen Erkenntnissen. Seine medizinischen Traktate und Zeichnungen sind noch erhalten; sie zeigen, wie der Schädel, das Gehirn und Bereiche unseres Körpers, über die wir heute noch wenig wissen, behandelt werden. Man kann viel aus seinen Schriften gewinnen. Ich würde den Ärzten raten, von ihnen zu lernen.

Frage: Wäre es möglich, dass jemand ohne Unterricht, ohne Lehrer etwas aus Rambams Büchern versteht? Er schreibt über spirituelle Zustände.

Antwort: Relativ, ja. Bis heute überlebte ein Buch, es heißt `Rambams Rezepte´. Wer würde es benutzen? Es steht darin geschrieben, dass man eine Baumart nehmen, mit etwas anderem mischen und auf eine bestimmte Art benutzen soll usw. Heute gibt es Amateure, die sich damit beschäftigen, generell bevorzugen die Menschen eine Pille und sind dann damit fertig. Niemand wird nach verschiedenen Wurzeln, Zweigen oder Mineralien suchen.

Frage: Stimmt es, dass während einer Mahlzeit alle fünf Sinne eines Menschen angesprochen werden sollten? Also sollte es Musik und Aromen geben?

Antwort: In der Vergangenheit wurde es so gemacht. Ein normales Essen wurde mit Musik und Düften begleitet, während man die richtige Position einnahm, sich nach links lehnte usw. All das wurde durch unsere Physiologie unterstützt.

Rambam schrieb: „ Jedes Mal wenn ein Mensch isst, sollte er sitzen oder auf seiner linken Seite gelehnt liegen. Man sollte nicht gehen, reiten, arbeiten, heftige Bewegungen ausführen oder schlendern, bis das Essen verdaut ist.“

Anmerkung: Es ist schwer vorstellbar, so zu essen.

Mein Kommentar: Heute greifen wir allerdings auf der Straße nach einem Hamburger, atmen ein paar Abgase ein oder trinken eine Flasche Soda, die 20 Teelöffel Zucker pro 200 Gramm Wasser enthält und halten das für normal.

 

Aus dem russischen Kabbalaunterricht 20.8.17

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“Als sich die Häupter des Volkes versammelten, die Stämme Israels insgesamt“

Deuteronomium, 5. Buch Mose, 33, 3-5:  Ja, er liebt sein Volk! All seine Heiligen sind in deiner Hand; und sie folgen deinen Füßen, jeder empfängt von deinen Worten.  Ein Gesetz hat uns Mose geboten, einen Besitz der Versammlung Jakobs. Und er wurde König in Jeschurun, als sich die Häupter des Volkes versammelten, die Stämme Israels insgesamt…

Es geht darum, alle Stämme zu einer gemeinsamen Nation zu vereinen. Jeder Stamm existiert immer noch getrennt gemäß seiner internen Methodik und Natur, und er ergänzt andere zu einem vollständigen gemeinsamen Gefäß. Deshalb wird Perfektion aber genau in der Verbindung zwischen ihnen erreicht, obwohl jeder von ihnen ein perfekter Teil ist. Dadurch werden sie dem Schöpfer ähnlich.

Die Zahl 12 kommt von den drei Linien, multipliziert mit dem vierstelligen Namen des Schöpfers (HaWaYaH – Yud-Hej-Waw-Hej) in jeder Zeile. Deshalb gibt es 12 Stämme.

 

Aus KabTVs „Geheimnisse des Ewigen Buches“ 2/6/17

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Davoser Forum: ein ungeahnter Optimismus

Beim Weltwirtschaftsforum in Davos herrscht ein ungeahnter Optimismus. Die führenden Politiker und Magnaten prognostizieren ein Wachstum für die Weltwirtschaft und sie sehen keine ernsthaften Gefahren für 2018. Der Grundgedanke des Forums ist: „Schaffung einer gemeinsamen Zukunft in einer zersplitterten Welt“.

Man kann die Teilnehmer ganz gut verstehen. Sie feiern wirklich ein Fest in „ihrem Dorf“: im vorigen Jahr sind ca. 82% der geschaffenen Reichtümer an 1% der reichsten Menschen der Welt gegangen. Sie saugen die Welt immer mehr aus und die Wirtschaft wächst, vor allem für sie, während der reale Lebensstandard der Mehrheit der Weltbevölkerung allmählich sinkt.

Die Eliten sind sich darüber einig wie sie die Welt uneinig machen und aufteilen können. Genau darin sehen sie ihre gemeinsame Zukunft. Ihre Redner versprechen, dass auch für die anderen genug Krümel übrigbleiben. Wir sehen aber in Wirklichkeit, dass dies nicht geschieht. Im Gegenteil, sie profitieren von der zerbrochenen Welt. Sie verbinden sich in dieser Welt und werden noch stärker, noch reicher.

Was kann man da machen, der Egoismus ist nicht im Stande das zu teilen, was er in seinem Besitz hat. Als Resultat verschlimmert die Versammlung der Egoisten nur noch alles.

Das Problem liegt nicht in diesen Menschen selber, sie können nicht anders. Alles befindet sich in der menschlichen Natur. Wenn wir nicht wollen, dass die Natur uns einen steinigen Weg führt, müssen wir den Egoismus in uns korrigieren, in uns allen. Ansonsten wird er uns zerstören.

[#220624]

Wieso wird die Onkologie jünger?

Frage: Wieso wird die Onkologie jünger?

Meine Antwort: Weil unser Egoismus sich ständig erweitert. Die Onkologie ist ein direktes Ergebnis unseres Egos, welches alles um sich herum auffrisst und sich dann selbst umbringt. Alles hängt nur vom Egoismus ab.

Wenn ihr versucht, ihn bei onkologisch erkrankten Menschen auszurotten, dann lassen die Resultate nicht lange auf sich warten. Ich gebe keine Garantie für einen vollen Erfolg, aber ein gewisser Erfolg wird garantiert erzielt.

Frage: Garantieren Sie keinen vollkommenen Erfolg, weil wir alle miteinander auf die eine oder andere Weise verbunden sind?

Meine Antwort: Erstens, wir sind alle miteinander verbunden. Zweitens, wenn man  Gruppenarbeit richtig betreibt, dann wird es innerhalb der Gruppe eine Verjüngung geben, eine Genesung und eine gewisse Heilung des Organismus.

Man muss ständig an die Gruppe denken, in ihrem Inneren sein. Auch eine kleine Gruppe ist ein Zentrum der physischen, moralischen und spirituellen Gesundheit.

Versucht dies zu tun und ihr werdet sehen, dass es keine Fragen mehr gibt, ihr beginnt plötzlich selbst auf die Fragen zu antworten. Aus der Verbindung zwischen euch beginnt ihr das gesamte System wahrzunehmen. Das ist ein natürliches, ungekünsteltes System und deswegen brauchen wir uns keine großartigen Gedanken zu machen, wir sollen nur in der gemeinsamen Verbindung zwischen uns handeln.

[#219475]

Wie spürt man das höhere Licht?


Frage: Wie wird die höhere Energie wahrgenommen, das höhere Licht, welches der Mensch auf sich zieht? Die radioaktive Strahlung ist sehr schwer wahrnehmbar, aber wir haben trotzdem Geräte erfunden, die sie messen können. Außerdem ist ihre Wirkung mit der Zeit im Menschen spürbar.

Meine Antwort: Die radioaktive Strahlung ist eine physische Handlung der aufgeladenen Teilchen: Elektronen, Protonen, Neutronen, Gammastrahlen und so weiter. Man kann sie messen, weil sie auf einige Substanzen einwirken können.

Aber in der Kabbala kann der Mensch die Einwirkung des höheren Lichtes anhand der inneren Veränderungen messen. Er beginnt plötzlich seine Freunde zu lieben, er verbindet sich mit ihnen und in der Verbindung zwischen ihnen offenbaren sie die Eigenschaften des Gebens und der Liebe, die „ der Schöpfer“ genannt werden.

Dabei verlaufen die Dinge nicht so, wie wir uns das vorstellen, d.h. dass wir statt der Eigenschaft des Empfangens die Eigenschaft des Gebens erlangen und anstatt des Hasses die Liebe. Das ist eine völlig neue Welt.

[#218817]

Verirre dich nicht!

Eine Hure soll es unter den Töchtern Israel nicht geben, und es soll auch keinen Unzüchtigen unter den Söhnen Israel geben. [Tora, „Dwarim“, „Ki Teze“, 23:18]

Weibliche und männliche Grundlagen  im Menschen sollen präzise zum Ziel der Schöpfung führen, zum Geben und der Liebe untereinander, und sie sollen keinesfalls auf sich selbst gerichtet sein.

Verirre dich nicht! Hure kommt von dem Wort „Hurerei“, „sich irren“. Deshalb beziehe alle Wünsche, Absichten, Kräfte und Eigenschaften nicht auf dich, sondern nur auf andere.

Du sollst keinen Hurenlohn und kein Hundegeld in das Haus des HERRN, deines Gottes, bringen für irgendein Gelübde; denn auch diese beiden sind ein Gräuel für den HERRN, deinen Gott. [Tora, „Dwarim“, „Ki Teze“, 23:19]

Du sollst noch nicht mal aus  egoistischen Handlungen auf dem materiellen Niveau einen Vorteil für dich herausziehen. Das ist eben die „ausschweifende Frau“ (der egoistische Wunsch) in dir.

Wenn du egoistisch für dich handelst, musst du wissen, dass du darauf den zukünftigen Tempel, den zukünftigen Zustand nicht aufbauen wirst. Mit dieser Handlung beschwichtigst du in diesem Moment nur irgendwie deine wilden, barbarischen Wünsche.

Es geht nicht um den Körper des Menschen, sondern um seine Seele, da die Kabbala nur mit der Seele zu tun hat.  Deshalb bist du verpflichtet, den Körper zu füttern, ihm trinken zu geben, ihn zu waschen, ins Bett zu bringen, ihm alles geben, was er braucht, aber in vernünftigem Rahmen. Und wenn du diesen Rahmen sprengst, wirst du eine Hure, dann verirrst du dich, d.h. du gehst von den spirituellen Kräften zum Materiellen über.

Anmerkung: Im Prinzip kann die ganze Menschheit als verloren betrachtet werden…

Antwort: Wir haben für uns solche Götzen erschaffen, die es sonst nirgendwo gibt, weil wir nur daran denken, wie wir unsere Selbstsucht befriedigen können.

 

Aus dem Fernsehprogramm „Geheimnisse des Ewigen Buches“, 26.10.2016

[#206203]

Die Kraft des Gedankens ist das Allheilmittel für alle Krankheiten

Nachricht: Das Verlangen bestimmt alles! Der berühmte Genetiker B. Lipton behauptet, dass es mit der Kraft des Gedankens möglich ist, uns von jeglicher Krankheit zu befreien. Die Forschungen Liptons haben gezeigt, dass ein gezielter psychischer Einfluss im Stande ist, den genetischen Kode des Organismus zu verändern.

Lipton hat geglaubt, dass der Mensch ein Bioroboter sei, dessen Leben dem Programm unterworfen ist, welches in seinen Erbfaktoren (Genen) gespeichert ist.

Die Gene bestimmen alles: Die Besonderheiten unseres äußeren Erscheinungsbildes, die Fähigkeiten und das Temperament, die Veranlagung zu Krankheiten und die Lebensdauer. Keiner kann seine persönliche genetische Kodierung ändern, alles ist von der Natur bestimmt.

Die Forschungen Liptons haben gezeigt, dass äußere Einflüsse auf Zellen und auf das Verhalten der Gene einwirken, und zu einer Strukturveränderung führen können. Aber kann man solche Änderungen mit Hilfe von psychischen Prozessen, also mit der Kraft des Gedankens bewirken?

Die Mediziner kennen den Placebo-Effekt: Man bietet dem Erkrankten einen neutralen Stoff an, mit der Behauptung, dass dies ein Wunder-Heilmittel sei. Im Endeffekt wirkt diese „Arznei“ wirklich heilend. Bis jetzt gibt es für diesen Effekt noch keine wissenschaftliche Erklärung.

Liptons Entdeckung gibt die folgende Erklärung: Durch den Glauben an die heilende Kraft der Arznei ändert der Mensch die Prozesse, die in seinem Organismus auf der molekularen Ebene ablaufen. Er kann so einige Gene abschalten und andere anschalten, also seinen genetischen Kode ändern.

Ähnliche Einflüsse auf die Gene kann man mit Hilfe einer Diät, dem Einfluss eines Mediums oder mit Hilfe von bestimmten physischen Übungen erreichen. Den Haupteinfluss auf die Gesundheit des Menschen (laut Lipton) übt aber die Kraft des Gedankens aus. 

Auf den ersten Blick ist alles äußerst einfach. Aber psychische Einstellungen müssen nicht nur in die Sphäre des Bewusstseins eindringen, welche nur 5% unserer  psychischen Aktivität ausmacht, sondern auch in die anderen 95%, in unser Unterbewusstsein. Gewöhnlich verneinen wir auf dem Niveau unseres Unterbewusstseins solch eine Möglichkeit.

Anmerkung: Der Mensch besteht aus Verlangen und Gedanken. Sie sind miteinander verbunden und üben einen gegenseitigen Einfluss aufeinander aus. Wenn wir gezielt mit dem Gedanken auf das Verlangen einwirken können, erzeugen wir dabei eine Umstrukturierung des gesamten Organismus und dann der Seele selbst!

Das Problem liegt im Unterbewusstsein. Das kann man nur mit Hilfe einer richtig organisierten Gruppe überwinden, mit Hilfe eines Verbindungsseminars. Dabei erwecken wir O“M, welches das Verlangen ändert und zur optimalen Umstrukturierung von allen Systemen des Organismus führt.

[#145354]

Wie werde ich unsterblich?

Bemerkung: Die Menschheit hat immer versucht zu verstehen was eine Seele ist, warum die Menschen auf alles unterschiedlich reagieren, warum sie die Welt genau so wahrnehmen und nicht anders. Das Studium darüber führte zur Entwicklung der Psychologie.

Mein Kommentar: Seit tausenden von Jahren haben die Kabbalisten sehr ernsthaft studiert, was eine Seele ist und sie offenbart. Sie führten nicht nur Forschungen durch und schrieben Bücher, sondern sie enthüllten sie absolut verlässlich aus ihrer eigenen Erfahrung.

Aber aufgrund der Tatsache, dass die Menschheit die Seele nicht offenbaren konnte, erfand sie Religionen, die dem Menschen Unsterblichkeit versprachen, wenn er bestimmte Handlungen in dieser Welt verrichtet.

Tatsächlich müssen wir, um unsterblich zu werden, unseren Egoismus verlassen, weil er uns zerstört, uns auffrisst. Indem wir uns darüber erheben, erwerben wir die Eigenschaft des Gebens, wir treten in die nächste Dimension ein und auf diese Weise beginnen wir uns wirklich unsterblich zu fühlen.

Dies kann ein Mensch in unserer Welt erreichen, in diesem Leben, jetzt, und er muss keineswegs sterben, um das zu erfahren. Das ist das Ziel der Kabbala. Studiere es und du wirst sehen, wie nahe dir das gehen kann.

 

Aus der russischen Kabbalalektion 9/3/17

[218323]

Kabbalistisches Gesundheitsrezept

Frage: Wie deuten die Kabbalisten den Begriff der Gesundheit?

Antwort: Es gibt ein bekanntes Sprichwort „In einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist“. Aber die Kabbalisten behaupten im Gegenteil, dass „in einem gesunden Geist ein gesunder Körper wohnt“.

Der gesunde Geist ist der Zustand, in welchem der Mensch für das Geben, für das Wohl seiner Nächsten und der ganzen Menschheit arbeitet.

Wenn wir mit dieser Absicht leben könnten, dann würden wir uns in der ewigen Existenz, in absoluter Gesundheit befinden. Wir hätten keine Vorstellungen davon, was Krankheit oder ein schlechter Zustand bedeuten. Der Mensch bliebe die ganze Zeit gesund, weil alle Krankheiten die Folge selbstsüchtiger Gedanken sind.

Dabei entsteht sofort die Frage: „Warum werden dann die Kabbalisten krank?“  Bis die ganze Menschheit korrigiert sein wird, werden die Menschen füreinander krank. Die Kabbalisten sind an die ganze Menschheit gebunden, und erkranken deshalb auch zusammen mit allen anderen Menschen.

Wenn wir uns demnächst der Korrektur nähern, werden wir seltener krank und leben länger. Folglich erlangen wir den Zustand, in dem die Empfindungen des Lebens durch die Empfindungen der Unsterblichkeit und der gesunden Existenz ersetzt werden.

Aus dem russischsprachigen Unterricht, 20.08.2017

[#218052]

Die Freiheit finden, indem man zum Sklaven des Schöpfers wird

In der Welt existieren zwei Arten der Versklavung: entweder die Versklavung durch den Schöpfer oder Seine Versklavung durch die Geschöpfe. Eine davon ist obligatorisch, denn sogar ein König oder ein Präsident dienen unvermeidlich den Geschöpfen.
Den Geschmack der vollkommenen Freiheit kostet jedoch nur derjenige, der nur vom Schöpfer versklavt wird und nicht von irgend einem weltlichem Geschöpf (Baal HaSulam, „Die Letzte Generation“)

Das ist klar und wurde deutlich gesagt. Unserer Natur nach sind wir dem Schöpfer entgegengesetzt. Das Ego beschränkt uns, es reduziert uns auf einen kleinen, tierischen Punkt.

Deshalb, nur wenn wir es unterjochen, zähmen, fesseln, es einschränken und unsere Existenz darüber aufbauen, erreichen wir die Eigenschaft des Schöpfers. In diesem Fall hält uns nichts mehr zurück, wir werden grenzenlos und  keinerlei Beschränkungen unterworfen sein.

Darin besteht die Errungenschaft der Unendlichkeit, denn wenn ich über die Selbstliebe hinaufsteige, wird mich nichts mehr einschränken und ich werde dann nur noch am Begreifen des Schöpfers arbeiten. Der Schöpfer ist ein ganzes Weltall, sowohl vom Gesichtspunkt der Materie, als auch vom Gesichtspunkt ihrer Füllung aus betrachtet.

Frage: Im Wort „Sklave“ herrscht dennoch eine negative Konnotation vor. Warum soll sich der Bürger der Letzten Generation als Sklave fühlen und sich als Gleichgesinnter des Schöpfers empfinden?

Antwort: Dieser Zustand kann nicht anders als „der Sklave des Schöpfers“ bezeichnet werden.

Heute sind wir Sklaven unserer Selbstliebe, zweifache Sklaven, weil es uns noch nicht mal bewusst ist. Die Selbstsucht unterjocht uns so sehr, dass wir die Sklaverei nicht empfinden.

Stellt euch vor, dass es einen Planeten gibt, auf dem die Menschen die ganze Zeit für einen bösen Wirt arbeiten, der auf dem Gipfel eines hohen Berges sitzt und die Menschen mit einem erheiternden Gas berauscht, damit sie glücklich und vergnügt mit großer Ergebenheit für ihn arbeiten. So sind wir heute.

Wir empfinden nicht die Sklaverei des Egoismus und sind zufrieden damit, immer mehr für ihn zu arbeiten. Wir arbeiten, um zu genießen und anscheinend genießen wir auch, aber wir sehen nicht, wie uns der Egoismus alles wegnimmt. Das Ego vernichtet alles und uns bleibt einfach nichts übrig. 

Deshalb sollen wir uns als Sklaven mit der Selbstsucht befassen, und das ist eine große Erkenntnis, die dem Menschen nicht leicht fällt.

Man kann aus der Unwissenheit nur mit Hilfe des höheren Lichtes hinaustreten – dieser besonderen Energie, die es dir erlaubt hinauf zu steigen, aus dem Ego hinauszugehen und zu empfinden, dass du es plötzlich verlässt. Früher stelltest du dir nicht vor, dass es in dir ist oder du in ihm. Du hast ständig für das Ego gearbeitet und all deine Gedanken, Gefühle, Empfindungen waren immer mit ihm verbunden.

Es gleicht dem, als würdest du aus der Atmosphäre (Luft) hinausgehen. Du hast niemals ihren Mangel verspürt, und plötzlich fühlst du, dass du aus ihr hinausgehen kannst. Und hier beginnst du zu empfinden: „Ja, ich war ein Sklave“.

Die Empfindung Sklave zu sein ist auch in unserer Welt sehr kompliziert. Menschen, die in den früheren Generationen Sklaven waren, hielten ihr Leben für gut. Sie hielten es für richtig: sie werden so geboren und so werden sie auch sterben. Sie waren damit vollständig einverstanden, bis ihr Ego anfing zu wachsen und sie zum nächsten Zustand zwang.

Die Entwicklung des Egoismus geschah unter der Einwirkung der höheren Kraft – des Schöpfers, da der Schöpfer die Menschheit durch die Etappe der physischen Sklaverei durchführen möchte.

Jetzt sind wir zu dem Zustand gekommen, wo wir unsere innere geistige Sklaverei begreifen. Diese zwingt uns, alles nur mit dem Ego zu verbinden, in allen Empfindungen und dem Verständnis der Welt, in der wir leben. Das Ego befiehlt uns in allem: wie man die Welt empfindet, wie man mit ihr zusammenwirkt, was man wünscht.

Es entsteht die Frage: Wie können wir dieses egoistische Programm verlassen und eine  wahre Sicht auf die Welt bekommen? Wie können wir die Sklaverei unseres Egos durch die Sklaverei für den Schöpfer ersetzen und nichts anderes? Denn alles, was wir tun können besteht darin, das eine durch das andere zu ersetzen, weil sich nur zwischen diesen zwei Zuständen der Punkt der Wahl befindet. Wenn wir die Sklaverei des Schöpfers wählen, dann empfinden wir, dass wir die Freiheit wählen – über der Selbstsucht.

So ist die Letzte Generation eine Umgestaltung der Gesellschaft, des Bewusstseins, eine Befreiung durch den Austausch des alten Programmes des Funktionierens in Gedanken und Gefühlen, wie beim Computer, wenn du in dir das alte Programm vollständig löschst und beginnst, ein Neues zu installieren.

Frage: Heißt das, „der Kunstflug“ besteht darin, dass ich beginne, mich als Sklave der Selbstliebe zu empfinden?

Antwort: Du beginnst dich so zu empfinden, weil das alte Programm plötzlich nicht mehr funktioniert, es ist veraltet und kann die neuen Aufgaben nicht lösen. Es stört deine Existenz und muss ersetzt werden.

Gerade deshalb befinden wir, und die Welt, uns heute in der Krise. Die Krise in der Übersetzung vom Altgriechischen bedeutet „Geburt“. Es ist eben die Geburt dieses neuen Programms.

 

Aus der TV-Sendung „Die Letzte Generation“, 19.06.2017

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