Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Gesellschaft'

Die Offenbarung von Abraham

Der Schöpfer, das ist die Eigenschaft des Gebens und der Liebe. Er ist vollkommen. Und nur so zeigt Er sich uns. Er will Seine Geschöpfe sich ähnlich machen. Er schuf uns aber Seiner Natur entgegengesetzt, wie es heißt: „Ich habe den bösen Trieb erschaffen“.

Indem Er uns als böse Wesen erschaffen hat, die jeden Tag noch egoistischer werden, hat Er uns gleichzeitig ein Werkzeug der Korrektur gegeben. Das Problem ist nur, dass all dies allmählich geschieht, nach den Gesetzen der Natur.

Die Natur entwickelt sich nach den Gesetzen der unbelebten, pflanzlichen, tierischen und menschlichen Stufen. Laut der Wissenschaft der Kabbala unterscheidet sich der Mensch vom Tier nicht, indem er auf zwei Beinen mit hocherhobenem Kopf geht (denn auch der Strauß läuft auf zwei Beinen), und nicht indem er denkt.  Der Mensch strebt nach dem Ziel des Lebens, aber ein Tier nicht.

Das ist ein deutliches Streben nach dem Sinn des Lebens. „Wo komme ich her, wo gehe ich hin?“, „Was ist der Sinn meines Daseins?“, diese Fragen beschäftigen viele Menschen. Aber sie finden keine Antwort.

Der erste, der vor 5777 Jahren die Fragen zu beantworten versuchte, war ein Mann namens Adam, der mit seinen Gedanken, Gefühlen, inneren Streben und seinen tiefen Überlegungen die Geheimnisse des Universum durchdrang und darüber ein kleines Buch „Der Engel Raziel“ schrieb, das bis in unsere Zeit erhalten ist.

Dank dieser Offenbarung und Arbeit an sich selbst war er der Erste, der begann, die Kräfte der Natur für seine Entwicklung richtig einzusetzen. Er wurde Adam genannt. „Adam“ kommt vom Wort, dem Schöpfer „ähnlich“ sein.

Viele Menschen in verschiedenen Generationen nach Adam verwendeten diese Methode. Nach 20 Generationen erreichte sie Abraham, der in Babylon lebte und zunächst ein Prediger war und nicht ganz die richtige Einstellung zur Natur hatte. Er glaubte, dass die Spiritualität in viele Götter unterteilt sei, die angebetet werden sollten.

Aber dann entdeckte er, dass die Kräfte der Natur, die unabhängig voneinander arbeiten, auch in einer positiven und negativen Wechselwirkung sind und ähnlich wie die vielfältigen antiken, griechischen Götter in Wirklichkeit aus einer einzigen Quelle, dem Höheren Verstand, kommen.

Diesen Höheren Verstand muss man untersuchen, erlangen, sich ihm annähern. Erst dann wird man erkennen und verstehen, was der Sinn des Lebens ist. Andernfalls, wie Abraham glaubte, sind alle Zeiten, die zwischen Adam und ihm liegen, spur- und nutzlos.

Im Prinzip untersucht man die verschiedenen Kräfte, die tatsächlich existieren. Aber sie haben keine gemeinsame Basis, keine gemeinsame Quelle und man müsste sie offenbaren. Das tat Abraham.

Er erlangte die Einzige Kraft der Natur, die über allen anderen Kräften steht, die die Menschen angebetet hatten, einschließlich ihm selbst. Als er diese Kraft untersuchte, stellte sich heraus, dass sie absolut gütig und einzig war. Das erklärte Abraham den Babyloniern.

Es scheint uns, dass es zwischen Polytheismus und Monotheismus keinen allzu großen Unterschied gibt. Aber der Glaube an die Einzige Kraft bedeutet nicht Monotheismus, sondern die Ähnlichkeit der Form. Wenn der Mensch seiner Bestimmung nachgeht und versucht, die Ähnlichkeit der Eigenschaften zu erreichen, ändert er sich. Sein Verhalten, seine Handlungen ändern sich, die Einstellung zum Leben, sowie die Wirkung und Beziehung auf und zu seiner Umgebung. 

Indem man sich ändert, ändert sich auch die Welt, die Gesellschaft und die Familie. Man baut alles nach der gleichen Schablone auf, nach dem selben Beispiel, das man von Oben empfängt, untersucht, absorbiert und gibt man weiter.

Das tat im Prinzip Abraham. Er versuchte seinen Schülern alles zu erklären und sie folgten seinem Weg. So wurde eine Gruppe von Menschen gegründet, die nannte man „Das Volk Israel“, was bedeutet „Isra-El“(„Isra“-gerade, „El“-der Schöpfer), direkt zum Schöpfer. Mit anderen Worten, dies ist eine Gruppe, die nach der Verschmelzung mit dieser einzigen, gütigen Kraft strebt, dem Schöpfer.

 

Aus der russischen Lektion, 06.04.2017

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Einen Chip dem Menschen einpflanzen

In den Nachrichten (USA Today): „Willkommen in der Zukunft“?

Ein amerikanisches Unternehmen im Bundesstaat Wisconsin hat  entschieden, seinen Arbeitern zwischen dem Daumen und dem Zeigefinger einen Chip einzupflanzen. Viele Arbeiter stimmten zu, weil sie mit Hilfe des Chips Essen kaufen können, Türen öffnen, an die Computer angeschlossen werden und die Bürotechnik verwenden können.

Mein Kommentar: Es sagt etwas über die vielseitige Anwendbarkeit aus: anstatt die Karte in der Tasche zu haben, gibt es hierbei die Möglichkeit, direkt verbunden zu sein. Die Karte kann man verlieren, sie kann von jemand anderen benutzt werden, während hier alles korrekt und sicher ist.

Ohne Zweifel betrifft das in Zukunft jeden. Den Kindern werden die Chips schon bei der Geburt eingeführt werden, wie eine Injektion und das war’s.

Frage: Warum ist der Mensch damit einverstanden?

Antwort: Es erleichtert ihm das Leben. Und nichts anderes.

Frage: Was erwartet uns?

Antwort: Wir werden  dahin kommen, dass wir einen Pass haben werden, in dem alle Daten eines Menschen festgehalten sind: die Versicherung und die medizinische Karte, sämtliche Information über ihn. Darauf kann man alles aufzeichnen, und von da alles auslesen, zum Beispiel die Ergebnisse seiner medizinischen Untersuchungen, und alles andere. Das ist sehr gut und bequem.

Kommentar: Außerdem stimmt der Mensch immer mehr zu, dass er observiert wird, egal wo er sich befindet, an allen möglichen Orten.

Antwort: Und was haben wir zu verbergen?!

Kommentar: Aber ich habe ein Privatleben! Ich bin verheiratet…

Antwort: Welches Privatleben?! Was ist unklar in diesem Privatleben?!

Frage: Also Sie wollen sagen, der Mensch hat nichts zu verbergen?

Antwort: Absolut nichts! Das sind alles unsere Schwächen. Das alles ist unsere Natur. Es gibt nichts zu verbergen. Im Gegenteil, wenn wir uns über all das erheben werden, wird es für uns viel einfacher sein. Wir werden nicht mehr wie kleine Kinder spielen. Was macht es für einen Unterschied, ob sie alles über mich nachlesen können?

Kommentar: Der Mensch verbirgt alle möglichen Sachen, dies und das…

Antwort: Das passiert deswegen, weil die Menschen in ihrer Umgebung solche Bedingungen schaffen, als ob es etwas gäbe, was man verbergen muss.

Kommentar: Der Mensch wohnt in einem geschlossenen Haus, hinter Wänden. Er hat ein Badezimmer, eine Toilette …

Antwort: Stelle dir vor, dass es eine solche Kamera gibt, die dich überall durch zehn Bretter hindurch sieht. Ja und? Lass sie sehen! Was können sie sehen? Wenn ich vor anderen heuchle, wenn ich versuche, ihnen etwas vorzuspielen, wenn ich andere ausnutze, dann habe ich etwas zu verbergen. Aber wenn ich mich im Gegenteil zu anderen offenherzig verhalte, was habe ich zu verbergen?

Ich bin sicher, dass wir uns bis zu einem solchen Zustand entwickeln, dass die Menschen absolut offen sein werden.

Was gibt es zu verbergen? Ich verstehe das nicht. Was kannst du mir vorwerfen? So wurde ich geschaffen! Wenn ich niemandem etwas Übles antue, schau auf mich von allen Seiten. Komm und untersuche mich, wo und wie du willst. Nur wenn du mir vorwerfen kannst, dass ich jemandem etwas Schlechtes angetan habe, dann ja, dann habe ich einen Grund besorgt zu sein.

Frage: Und ich verberge es?…

Antwort: Egal, ob ich das verberge oder nicht, es macht keinen Unterschied; ich soll mich nur dann fürchten und mich schämen, wenn ich jemanden verletzt habe. Und wenn es nicht so ist, wofür soll ich mich  schämen?

Frage: Was sagt die Kabbala darüber?

Antwort: Die Kabbala sagt, dass sich der Mensch vor anderen nicht verstecken soll. Er soll seinen „Schirm“ (Massach) verbergen und sich vor seiner Selbstsucht verstecken, aber nicht vor anderen Menschen. Im Gegenteil, er soll anderen Menschen gegenüber ein offenes Herz haben und sich selbst nur durch den „Schirm“ zeigen.

Frage: Dann ist es so, dass die ganze Psychologie, über die Sie sprechen, dazu führt, dass der Mensch sich dem antiegoistischen Schirm annähern wird?

Antwort: Der Mensch wird sich mit anderen Möglichkeiten, anderen Problemen beschäftigen, z.B. wie man wirklich das Besondere, das sich in etwas befindet, offenbaren kann.

Frage: Welche Schlussfolgerung kann man daraus ziehen?

Antwort: Die Schlussfolgerung ist sehr einfach: außer der Nichteinhaltung des Prinzips „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ gibt es nichts, worum man sich sorgen muss. Das ist alles.

 

Aus dem TV Programm „Neuigkeiten mit Michael Laitman“, 03.08.2017

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Das Zelt unter den Sternen


Wofür braucht das Volk Israel ein Zelt, wo man die Sterne durch das Dach umherziehen sieht?

Lasst uns einen Spaziergang machen.

Abends, bei Sonnenuntergang, gehen wir in den Garten hinaus unter das Dach des Festzeltes. Die israelische Dämmerung ist kurz, kaum hast du dich hingesetzt und schon ist alles mit dem verschwommenen Licht der Laternen umhüllt.

Was, wenn das ein ungewöhnlicher Abend ist, wenn uns der Feiertag Sukkot eine Botschaft sendet? Aber damit wir diese Botschaft hören, sollte man aus seiner gewöhnlichen  Umgebung austreten; aus unserem Alltag, aus den abgedroschenen Wahrheiten, aus allem, was uns klar ist wie ein Tag, wie ein vergangener Tag.

Es ist die Zeit um umzusiedeln; den Gesichtspunkt zu wechseln, sich kurz nach hinten umzuwenden und nach vorne zu blicken. Unser gewohntes Haus, in welchem wir leben, die Welt anders anzuschauen.

Das ist eine sehr nützliche Übung, da unser „angestaubtes“ Auge leicht das Wichtigste aus seinem Blick verliert. Manchmal ist es einfach nötig, für eine gewisse Zeit aus seinem gewohnten Haus auszuziehen, um sich für Neues zu öffnen.

Sobald wir aus den Betonwänden der Dogmen herauskommen, befinden wir uns auf einem freien Gebiet und die Welt kommt uns leuchtender und vollkommener vor.

Wie geht es dir, der Welt?

Für die Welt war das vergangene Jahr nicht so toll. Man hat sich  zerstritten, gekämpft, sich gegenseitig mit allerlei Sünden beschuldigt. Man ist in Argwohn versunken, in übler Nachrede.

Europa fiebert seit einigen Jahren vor Aufregung. In Frankreich gab es nach den Wahlen  Massenkundgebungen wegen der Verschärfung des Arbeitsrechtes. England verlässt knarrend die EU. Die Katalanen verlangen unbändig die Unabhängigkeit. Das Problem der Flüchtlinge ist nicht gelöst, sie werden aber trotzdem weiter aufgenommen.  

Inzwischen wurde die Atlantikküste unter den Schlägen der Natur stark erschüttert und auch Mexico hat es erreicht. 

Amerika ist in Hass zerteilt. Die dritte Welt steht vor einer neuen Hungersnot. Im Osten ist ein altes Geschwür sichtbar geworden; die Nordkoreaner mit ihren Raketen und nuklearen Ambitionen…

Und was ist bei uns? Der Feiertag Sukkot! Und bei uns ist alles ruhig. Die großen Leiden gehen an uns vorbei, die Feinde kämpfen miteinander.

Wir sind wie die Hamster im Hamsterrad, aber wir sind glücklich. Unsere Ökonomie ist in der Konkurrenzfähigkeit unter den ersten 20 Ländern der Welt. Wir leben, arbeiten, fliegen in den Urlaub. Es gibt natürlich gewisse Probleme, aber ohne sie ist es doch kein Leben.

Das Endresultat ist positiv. Heißt das, dass wir mit reinem Gewissen aus der Sukka nach Hause kehren können?

Man könnte natürlich zurückkehren, aber es gibt einen Haken in diesem modernen globalen Blackout. Denkt euch hinein. Über die ganze Welt geht ein Sturm und bei uns ist Windstille. Kriege, Konflikte, Terroranschläge, Hurrikans, der Kampf der Kulturen, ideologische Kämpfe, Kämpfe auf den Straßen der Städte; und das ruhige Israel, wo die lautesten Nachrichten keine zwei Tage überleben.

Früher war es eigentlich umgekehrt. Früher hat es uns erschüttert und alle anderen haben auf uns Druck, den uns die „weisen“ Ratgeber gegeben haben, ausgeübt.

Wie ist das passiert? Wie sind wir zu diesem auffälligen Wohlergehen gekommen? Wäre es möglich, dass dies eine Falle ist?

Wir sind verantwortlich

„Die Weisen sagten: alle Katastrophen kommen nur in die Welt wegen Israel. Mit anderen Worten, Israel ruft die Kargheit, die Brutalität, den Raub und die Morde in der ganzen Welt hervor“. Baal HaSulam „Vorwort zum Buch Sohar“ Punkt 71

Ich weiß, das klingt auffallend. Man hat den Eindruck, dass unsere Weisen übertreiben oder zu viel auf sich nehmen. Wir brauchen diese Moralpredigten und diese Verantwortung nicht. Wir möchten einfach wie alle anderen sein.

Was können wir tun, wenn uns aber genau das nicht gegeben ist; wie alle zu sein. Unsere ganze Geschichte und die Welt sind damit nicht einverstanden. Daran erinnern uns die herbstlichen Feiertage, die mit dem Anfang des Jahres verbunden sind, mit dem Anfang der neuen Umkreisung.

Die jüdischen Feiertage sind keine Kalenderdaten, sondern Entscheidungen, welche wir treffen sollen, Entscheidungen, die unsere Weltanschauung umkreisen.

Das Neujahr (Rosh HaShana) ist die erste Entscheidung; zum „Kopf“ zu werden, also die Verantwortung auf sich zu nehmen,  von den Marotten der anderen und von den eigenen Marotten nicht geleitet zu werden. Wir tauchen keine Äpfel in den Honig, sondern wir tauchen uns selber in das Streben nach Verbindung, zum gegenseitigen Verständnis.

Danach, während der zehn Tage der Reue (asara jamej tschuwa) bereuen wir, aber was? Das wir die Möglichkeit, ein Volk zu sein und der Welt zu helfen, das Zerbrechen zu überwinden, nicht genutzt haben.

Danach kommt der Tag des Gerichtes; eine klarere Konsequenz, die keine Bestrafung mit sich bringt, sondern die Korrektur.

Jetzt sind wir für den „Umzug“ bereit; den Austausch der Prioritäten. Wir sind bereit, den Wert der Konsolidierung zu übernehmen und ihn „zum Dach unseres Zeltes zu machen“.

Es ist unglaublich; das, was unwichtig erschien, als abgefallen, abgetrennt erschien, Fürsorge für die anderen, gesunde Verhältnisse in der Gesellschaft, wird jetzt als das Wichtigste, als das Ausschlaggebendste bewertet. Alles, was geringgeschätzt wurde, erhält plötzlich einen Sinn und die dazugehörige Kraft.

Genau darüber spricht der Feiertag Sukkot. Unter dem Schatten des Zeltes zu sein bedeutet unter der Fahne der Einheit, der Empathie, nach dem Gesetzt des Gebens, unter dem Schutz der Liebe zu sein.

Ohne Liebe leidet die Welt. Und wir tragen die Schuld daran; die zu sein, die wir sind.

Die Menschen kehren zurück nach Hause. Im Zelt ist es ruhig und still. Die Sterne scheinen durch das Zeltdach.

Das ist gut. Das bedeutet, dass wir nicht begrenzt sind, nicht verschlossen (jeder in seiner Welt). Zwischen uns existieren keine Wände, nur die leichten Baldachine. Der Egoismus kränkt uns nicht, diktiert nicht seine „unumstößlichen“ Postulate. Wir sind frei von ihm und wir nehmen diese Freiheit mit, wenn wir in unsere ständige Bleibe zurückkehren.

Jetzt verstehen wir, dass ohne uns die Welt leiden wird, ohne unserer Entscheidung, die zu sein, die wir von unserer Berufung her sind. Wir sind das wichtigste Glied in dem gemeinsamen System. Durch uns wird das Gesetz der Natur ausgelöst. Und die Natur führt zur Einigung.

Deswegen heißen wir „Israel“, was bedeutet „direkt zum Schöpfer“, zur nächsten Stufe der Entwicklung. Dank uns entspannen sich die Menschen, erheben sich über unser gegenseitiges Desinteresse, die Aberkennung, über alles was uns trennt. Die Menschen lernen sich anzunähern, Anteilnahme zu üben, sie lernen zusammen sich selbst zu realisieren und einen Genuss vom Leben zu haben.

Mit anderen Worten sind wir der Teil, welcher für alle den Aufstieg sichert. Der sogenannte spirituelle Emporheber, der alle zur guten Koexistenz auf dem Planeten erhebt.

Wenn wir diese Rolle erfüllen, erblüht die Welt. Wenn wir sie ablehnen, versinkt die Welt in Leiden und Brutalität… und letztendlich reagiert sie mit ihrem Zorn auf uns.

Das hängt nicht von der Welt ab. Wir sind dafür verantwortlich. Sobald wir endlich nach außen treten, in unser Zelt der Liebe, werden sie sich mit uns zusammensetzen und wir werden zusammen dieses Zelt über die ganze Welt aufspannen.

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„Er wird dich wieder versammeln aus allen Völkern…“

Tora, Deuteronomium 30:02 – 30:04:Und wenn du umkehrst zu dem HERRN, deinem Gott, und seiner Stimme gehorchst, du und deine Kinder, von ganzem Herzen und von ganzer Seele, in allem, was ich dir heute gebiete; so wird der HERR, dein Gott, dein Gefängnis wenden und sich deiner erbarmen und wird dich wieder sammeln aus allen Völkern, dahin dich der HERR, dein Gott, zerstreut hat. Und wenn du auch bis an das Ende des Himmels verstoßen wärest, so wird dich doch der HERR, dein Gott, von dannen sammeln und dich von dannen holen.

Wir sehen dieses Bild auch heute.

Frage: Heißt das, dass man sich nirgends verstecken kann und immer noch vom Exil zurückkehren wird?

Antwort: Es scheint einem Menschen nur, dass er sich irgendwo verstecken kann. Du kannst dich nirgendwo verstecken; wir kennen unsere Wege nicht, was uns kontrolliert und wie die versteckten Puppenspieler jeden einzelnen in der Welt beeinflussen.

Die einzige Sache, die wir unbedingt lernen und benutzen müssen, ist das System der Korrektur.

Es gibt nichts anderes. Nur konstante Verbindung und Anpassung an dieses System kann uns helfen, es richtig zu erkennen und permanent dem Schöpfer so nahe wie möglich zu sein. Und wenn wir anfangen wegzulaufen, müssen wir wieder zusammengesetzt werden durch die gleichen, starren Gesetze und Kräfte der Natur.

Frage: Wie wird dieses System mit den Juden funktionieren, die sich unter den anderen Nationen assimiliert haben und vor langer Zeit aufgehört haben, jüdisch zu sein?

Schließlich steht geschrieben: “Sogar wenn deine Exile am Ende der Himmel sind, wird der Herr, dein Gott, dich von dort versammeln.“

Antwort: Ich weiß nicht, wie sie gezwungen werden zurückzukommen.

Vielleicht wird einer wie Hitler erneut auftauchen und sie daran erinnern, dass sie jüdisch sind und er wird sagen: “Wir werden sie entweder zerstören oder sie sollen schnell ihr Zuhause verlassen.“

Frage: Wie wird es jenen ergehen, die sich vor langer Zeit vom Jüdisch sein verabschiedet haben?

Antwort: Das ist egal. Welchen Unterschied macht es, dass sie sich verabschiedet haben? Es gab so viele berühmte und außergewöhnliche Menschen, die plötzlich entdeckt haben, dass sie Juden waren. Wir kennen diese Fakten. Weißt du, was wir finden könnten, wenn wir die DNA von denjenigen untersuchen würden, die dort leben, wo Juden vor tausenden von Jahren gelebt haben?

In Spanien habe ich mit einem Professor gesprochen, der reinrassiger Spanier ist. Er sagte: “Welche Probleme können wir unter uns haben, wenn wir alle zu 30-40% jüdisch sind? Ich meine, aus Sicht der Biologie.“

Frage: Was muss passieren, damit sich ein Mensch wie ein Jude fühlen würde? Ist es eine Art inneres Signal?

Antwort: Nein, es ist nur so, dass ein Mensch das Gefühl haben wird, zu den letzten verlorenen Stämmen zu gehören.

Wenn es heutzutage 15 Millionen Juden in der Welt gibt und wenn diese zehn Stämme enthüllt sind, wird es achtmal mehr Juden geben, also weitere 120 Millionen. Stell dir diese Größe vor.

Können sie sich alle in Israel versammeln? Dann werden wir tatsächlich ein Land „vom Nil bis zum Euphrat“ benötigen.

Wie auch immer, es geht nicht um die Anzahl der Menschen in unserer Welt. Es geht nur um die spirituellen Stufen. Exakt auf diesen Stufen wird alles entschieden und korrigiert werden.

Ich glaube nicht, dass Millionen von Afghanen, die sich dazu entscheiden, jüdisch zu sein, zurück nach Israel kommen. Schließlich sind sie nach den Erzählungen die Nachkommen einiger Stämme. Oder 100 Millionen Menschen, die in Indien leben, entscheiden sich dafür, aus dem Stamm Manasse zu sein. Und so weiter.

Frage: Was bedeuten diese inneren Rückbesinnungen, die in einem Menschen aufkommen?

Antwort: Diese inneren Rückbesinnungen sind keine Bestandteile der DNA, sie können nicht nachgewiesen werden. Du wirst sehen, was passieren würde, wenn man die DNA dieser Menschen in der ganzen Welt untersuchen würde.

Es gibt in jedem Menschen einen bestimmten Teil von anderen Menschen in der Welt.

Ich hoffe, dass Krisen die Menschen aufrütteln und sie klar erkennen werden, dass entlang dieses Fortschritts die Verbindung erwünscht ist.

Die Welt braucht diese Methode der Verbindung; sie wird ohne diese nicht überleben.

 

Aus Kab TV’s “Die Geheimnisse des Ewigen Buches” 1/11/17

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Die Welt am Scheideweg Teil 5

Baal HaSulam, Die Schriften der letzten Generation: Es stellt sich heraus, dass die Welt den Nationalsozialismus fälschlicherweise für einen Sprössling Deutschlands hält. In Wirklichkeit ist es der Ableger einer Demokratie und eines Sozialismus, die ohne Religion, Sitten und Gerechtigkeit zurückgelassen wurden. Alle Nationen sind darin gleich; es gibt überhaupt keine Hoffnung, dass der Nationalsozialismus mit dem Sieg der Alliierten aussterben wird, denn morgen werden die Angelsachsen den Nationalsozialismus übernehmen. Sie leben auch in einer Welt der Demokratie und des Nationalsozialismus.

Die kontinuierliche Entwicklung des Egoismus in der Natur führt uns zur Einheit, die „Demokratie“ genannt wird. Wir sehen, dass in allen Ländern und Nationen früher oder später ein „demokratisches“ System etabliert wird. Demokratie bedeutet, dass die Mehrheit entscheidet. Wie paradox es auch klingen mag, so kommt nach der Demokratie der Faschismus. Wir haben solche Beispiele bereits in allen möglichen Formen gesehen. Das ist kein Zufall, sondern eine logische Entwicklung. Demokratie und Sozialismus züchten Faschismus und Nationalsozialismus. Wir müssen verstehen, dass dies eine natürliche Entwicklung ist, die überall stattfindet.

Die Rufe nach Demokratie, Sozialismus, Ultraliberalismus, universeller Gleichheit bis hin zur Macht der Mehrheit schaffen eine Gleichheit in einer Gesellschaft, die nicht mehr in Aristokraten, einfache Menschen, reiche Herrschaften und arme Sklaven unterteilt ist. Jeder vermischt sich und es soll Gleichheit für alle geben. Das heißt, dass Menschen zusammen kommen und sich verbinden. Ihre Verbindung entpuppt sich als egoistisch und führt sie zunächst zum Liberalismus, zur Demokratie und zum Sozialismus. Auf natürlichem Weg verwandelt sich dies in Nazismus und Faschismus. Das sind die Entwicklungsstufen des Egoismus. Es gibt nur eine Lösung, die tatsächlich funktionieren kann: Verbindung, die sich nicht auf den Egoismus gründet, sondern darüber liegt, was „Glaube über dem Verstand“ genannt wird. Es ist eine Feststellung, dass im Laufe ihrer Entwicklung, alle Nationen, die nicht die Methode von Abraham, d.h. das Vorgehen der Kabbala übernehmen, sicher zum Nationalsozialismus kommen, ob sie es wollen oder nicht. Wenn wir Europa und Amerika mit Indien und China vergleichen, gibt es hier einen großen Unterschied. An den Orten mit der größten Demokratie und dem Sozialismus wird sich der Nationalsozialsozialismus viel schneller etablieren. Faschisten werden für viele Jahre in Indien oder China an die Macht kommen. Diktatur ist die Form der Macht, die nicht versucht Gleichheit herzustellen.

Dies wird sehr schnell in Europa und Amerika geschehen. Es wird eine natürliche Entwicklung sein. Baal HaSulam schrieb  in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts über die Nazis in Amerika. Es war keine Prophezeiung, er kannte einfach die Gesetze der Natur und ihrer Entwicklung.

Die Vereinigten Staaten sind ein sich sehr schnell entwickelndes Land, es wird nach Deutschland zum Faschismus und Nazismus kommen. Die Menschheit muss erkennen, dass sie an einem Scheideweg steht. Entweder kommt die Menschheit zum Faschismus oder sie wird die Methode der Kabbala akzeptieren. Dann beginnen wir zu verstehen, wo wir sind.

Dieses Wissen heilt bereits die menschliche Gesellschaft. Es wird viel umgebendes Licht erweckt, welches die Menschheit sicher korrigieren wird.

Es gibt keinen anderen Weg: Es ist unsere Aufgabe, die Methode der Verbindung zu verbreiten. Aus diesem Grund haben wir das Verlangen erhalten, die Weisheit der Kabbala zu studieren. Das ist unsere Mission. Uns wird natürlich nicht das Interesse an der Kabbala gegeben, um gleichgültig darauf zu schauen, wie sich die Welt in Richtung Abgrund bewegt.

 

Vom ersten Teil des täglichen Kabbala Unterrichts, Lektion zum Thema: „Europa am Scheideweg“

[#212521]

Kabbala Akademie

Die Welt am Scheideweg  Teil 4

Heute kehrt die Welt in die finsteren Zeiten des Faschismus zurück. Er wird nicht nur Juden, sondern allen Menschen großes Leid bringen.

Die auf Egoismus basierende Vereinigung, genannt Nazismus, vereint Nationen und Staaten, aber jeden in sich selbst. Er wird nicht lange andauern und letztlich zusammenbrechen, da sich Menschen nur im gegenseitigen Hass verbinden und keine innere Einheit aufgebaut wird. Es ist wie bei der Mafia, die durch ihre Zusammengehörigkeit stark ist, da sie es erlaubt, alle anderen zu schlagen. Diese Eintracht beruht nur auf Hass, nicht auf Liebe. So unterscheidet sich der Weg des Lichts vom Weg des Leidens: Verbindung beruht auf Liebe.

Aus diesem Grund kann der Nationalsozialismus nicht lange andauern und endet schließlich in einer Krise. Heute entwickelt er sich jedoch in Europa und den USA. Es folgt Lateinamerika: Venezuela, Brasilien, Argentinien und auch Kanada, dass dem sehr nahe kommt.

Frage: Wo liegt der Unterschied zwischen dem Nazismus in den Vereinigten Staaten und dem in Europa?

Meine Antwort: Die USA wird den Nazismus,  der in Europa war, in einer entwickelteren, aggressiveren und festen Form weiterführen. Amerika hat dafür die Kräfte und Grundlagen. Die Natur bereitet diese Bombe, die sicherlich explodieren wird, schon lange vor. Seit den 1950er Jahren fühlen sich viele Amerikaner, als das Gespräch über die Gleichberechtigung aller Rassen und Gemeinschaften in Amerika begann, diskriminiert. Dies dient als Schießpulver für eine große Explosion. Baal HaSulam gibt in dem Artikel „Frieden in der Welt“, eine sehr genaue Definition über unseren Egoismus ab: „ Es ähneln sich alle Schöpfungen der Welt darin, dass jeder versucht, alle anderen für seinen Vorteil zu nutzen, alle ihm zur Verfügung stehenden Mittel einsetzt und dabei gar nicht in Betracht zieht, dass sein eigenes Wohlergehen auf die Zerstörung seines Nachbarn aufgebaut ist. Wenn daher der Egoismus auf ein bestimmtes Niveau angewachsen ist, müssen wir uns um dessen Korrektur bemühen. Entweder wird es uns zum Kollaps führen oder wir werden es zur Korrektur bringen, eins von beiden. Vor Abrahams Zeit entwickelte sich der Egoismus unbeobachtet „in einer verborgenen Periode“. Plötzlich breitete sich die Krankheit aus und wir müssen sie rasch neutralisieren. Dies geschah zu Abrahams Zeit.

 

Vom ersten Teil des täglichen Kabbala Unterrichts 21.8.2017

Lektion zum Thema: „ Europa am Scheideweg“

[#212425]

Kabbala Akademie

Die Welt am Scheideweg  Teil 3

Frage: Warum werden Nazis plötzlich wieder aktiv?

Meine Antwort: Die menschliche Gesellschaft hat solch einen Zustand in ihrer Entwicklung erreicht, wo zwei Wege vor ihr liegen. Eine Möglichkeit besteht darin, sich auf der Grundlage von Egoismus und Hass zu vereinen, was sich im Nationalsozialismus und im Faschismus ausdrückt. Dann ist die ganze Gesellschaft in Ränge unterteilt: In Höhere und Niedere. Auf diese Weise sortiert der Egoismus die gesamte Menschheit.

Das jüdische Volk ist als Träger der Methode Abrahams dem Faschismus gegenübergestellt, da seine Methode auf dem Weg zur Korrektur und nicht auf dem natürlichen Weg des Egoismus beruht. Deshalb werden die Juden besonders von den Faschisten gehasst.

Der Weg der natürlichen Entwicklung führt, bis zu dem Zeitpunkt, an dem alle seine schrecklichen Konsequenzen aufgedeckt werden, zur Verbindung auf der Grundlage des Nationalsozialismus. Wir können uns aber auch mit Hilfe des Lichts über dem Egoismus durch Abrahams Methode verbinden.

Die Welt wird integral und „rund“. Die Menschheit hat zwei Möglichkeiten, diese Form eines Kreises zu erreichen. Ein Weg ist innerhalb des Wissens, also innerhalb des Egoismus´, diese Form wird Nazismus genannt. Der andere Weg liegt über dem Wissen, über dem Egoismus, nach der Methode der Kabbala, was „auf dem Weg des Lichts“ bedeutet.

Der Faschismus wird offenbart, damit jeder die Katastrophe verstehen kann, zu der dieser Weg führt, so dass wir uns früher oder später zu verbinden beginnen. Die Geschichte wiederholt sich, bis wir sie korrigieren. Hitler und die deutschen Nazis setzten große Hoffnungen auf Amerika, sie erwarteten, dass der Nationalsozialismus weiterhin auf seinem Boden existieren würde. Schließlich gab es viele Deutsche unter den Gründern der Vereinigten Staaten. Es gab sogar eine Diskussion darüber, welche offizielle Sprache in den USA gesprochen werden sollte – Deutsch oder Englisch. Letztendlich, trotz fast gleicher Chancen, wurde englisch gewählt

Frage: Wie unterscheidet sich der aktuelle Stand der Dinge von den 30 – 40er Jahren des letzten Jahrhunderts? Sind wir klüger geworden?

Meine Antwort: Es scheint nicht so zu sein, dass wir klüger geworden wären.

Die Menschheit lernt überhaupt nichts aus den Fehlern der Vergangenheit, da derselbe Egoismus im Menschen arbeitet. Heute haben wir die Möglichkeit, die Weisheit der Kabbala zu verbreiten und zu erklären. Viele Menschen beschäftigen sich bereits weltweit mit der Kabbala. Daher haben wir die Möglichkeit zu erklären, dass die Welt an einem gefährlichen Scheideweg steht und was wir tun können, um uns vor der Zerstörung zu bewahren. Andernfalls verurteilt sich die Welt selbst zu schrecklichem Leid und zu einem Weltkrieg. Es wird in der Tat weltweit und nicht lokal sein.

 

Vom ersten Teil des täglichen Kabbala Unterrichts 21.8.2017

Lektion zum Thema: „Europa am Scheideweg“

[#212382]

Kabbala Akademie

Die Welt am Scheideweg Teil 2

Mit der allerersten Zersplitterung, der sogenannten Sünde Adams „der erste Mensch“, die im Voraus geplant war, begriffen die Menschen allmählich, dass der Grund für all ihre Probleme die Trennung durch den menschlichen Egoismus war.

Obwohl der Egoismus relativ klein war, dauerte es noch lange bis zur Ankunft von Abraham, bevor sie sich vereinigten, um die Krise, die im antiken Babylon ausgebrochen war, zu bewältigen.

Das zerbrochene Ego, das die Menschen teilte, zeigte ihnen wie destruktiv Trennung war und das es außer der Verbindung keine andere Lösung gab. Nachdem Abraham offenbarte, dass die Verbindung auch der Weg der Korrektur ist und dies den anderen erklärte, bildeten diejenigen, die ihn verstanden eine Gruppe, die später das Volk  Israel war, was „Yashar El“ (direkt zum Schöpfer hin)  bedeutet. Diese Gruppe hielt an der Einheit als einzigem Heilmittel für die gesamte Menschheit und Schöpfung fest.

Es verging viel Zeit – vom ersten Menschen Adam bis hin zu Abraham – bevor die Menschheit bereit war zu lernen, dass die Einheit die Erlösung ist. Zuerst war die Verbindung natürlich, alle Menschen lebten als einer zusammen. Dann begann sich die Trennung zu entwickeln und sie fühlten, wie zerstörerisch es war.

Sie hatten den Vergleich um wie viel besser sie, während der Egoismus noch relativ klein war, mit der natürlichen Verbindung zwischen ihnen gelebt hatten und der große Zustand des Egoismus zu vielen Problemen wie Trennung und Auseinandersetzungen führte. Es endete alles im Verderben. Aus diesem Grund vereinbarten sie, für die Einheit zu arbeiten, so dass „die Liebe alle Sünden bedeckt“.

Es muss klar sein, dass die begangenen Untaten und der Egoismus damals klein waren, so dass es für sie nicht so schwierig wie heute war, sich zu verbinden. Sie haben zu dieser Zeit bereits verstanden, dass es zwei Wege zur endgültigen Vereinigung gibt, welche „die Menschheit“ letztendlich erreichen muss. Schließlich ist das die Absicht der Schöpfung, die in ursprünglicher Form vorprogrammiert ist.

Du kannst auf zwei Wegen dorthin gelangen: durch das Licht oder durch das Leiden. Damals gelang es ihnen das zu verstehen und so fingen sie an, Abrahams Methode umzusetzen.

Es ist jedem klar, dass der Egoismus unser Leben verdirbt und wir etwas dagegen tun müssen. Jede Nation hat ihren eigenen Weg. Es gibt Methoden, den Egoismus durch spezielle Erziehung, sowie alle Arten von orientalischen Praktiken, z.B. Konfuzianismus und auf Moral basierte Traditionen, zu reduzieren. Die Religionen fordern den Menschen auf, sich demütig und ruhig zu verhalten, sie versuchen den Egoismus zu zähmen, indem sie ihm den Himmel oder die Hölle versprechen. Alle diese Handhabungen funktionieren eine Weile, aber am Ende verlassen die Menschen die Religion. Der Egoismus wächst so schnell, dass ihn Moral und Religion nicht mehr zurückhalten können. Dieses Vorgehen von Abraham ist eine allgemeine Methode zur Korrektur des Egoismus, die nicht auf die Zerstörung, sondern auf die korrekte Anwendung des Egoismus gerichtet ist. Diese Handhabung gehört allen, so wie Abraham sagte: „Wer für den Schöpfer ist, komme zu mir“!

Das heißt, dass wir uns vereinen müssen und in dieser Verbindung werden wir die höhere Kraft offenbaren, die uns unterstützt, uns voranbringt und uns zur Absicht der Schöpfung und ihren Grundlagen zurückführt. Dies ist eine ganz spezielle Methode, die nur dann realisiert werden kann, wenn die Menschen dazu bereit sind. Am Ende unserer Entwicklung wird jeder dazu bereit sein.

 

Vom ersten Teil des täglichen Kabbala Unterrichts, Lektion zum Thema „Europa am Scheideweg“

[#212341]

Kabbala Akademie

Die Welt am Scheideweg Teil 1

Als wir vor einigen Monaten mit den Vorbereitungen für den europäischen Kongress begannen, der in ein paar Tagen stattfinden wird, war das größte Thema die Vereinigung Europas und unsere Notwendigkeit, daran zu arbeiten.

Im Grunde verstehen die Europäer nicht, warum alle ihre Versuche, ein vereintes Europa zu schaffen, scheitern. Wir müssen zuerst die Gesellschaft vorbereiten und eine gemeinsame Plattform zwischen allen europäischen Ländern aufbauen. Wir können nur dann damit beginnen, über die Vereinigung Europas zu sprechen, wenn es eine Vereinigung der Herzen und nicht der Banken gibt. Wenn wir über die menschliche Gesellschaft sprechen, kann eine Union nur dann existieren, wenn sie auf guten Beziehungen zwischen den Menschen basiert.

Seitdem sind einige Monate vergangen und die Situation hat sich erheblich verschlechtert; vor kurzem sind neue und dringlichere Probleme aufgetaucht. Es reicht nicht mehr aus, über die Vereinigung Europas zu sprechen; es ist notwendig, die ganze Welt zu vereinen. Diese Angelegenheit ist heute entscheidend.

Es wird jeden Tag deutlicher: Die Entwicklung der Welt beschleunigt sich rapide. Diese Entwicklung ist unvermeidbar, aber sie kann auf zwei verschiedene Arten ablaufen: Der Weg des Lichts oder über die natürliche Entwicklung der Weg der Leiden. Es hängt von uns Menschen ab, welchen Weg wir wählen werden. Auf jeden Fall müssen wir diese Entwicklung „vollkommener Größe“ durchmachen, ob wir in einen Abgrund fallen oder durch ein schönes Leben dazu kommen.

Diese beiden Wege liegen vor uns. Der Weg der natürlichen Entwicklung ist ein Weg der Trennung, der uns unvermeidlich zu Streiks, Leiden, Unglück und sogar zu Weltkriegen verurteilt. Dies geschieht alles nur, um uns dazu zu zwingen, irgendwann auf den Weg des Lichts oder zumindest entlang der mittleren Linie, zwischen diesen beiden Wegen zu gehen.

Der Weg des Lichts ist der Weg der Einheit, der das Endziel unserer gesamten Entwicklung ist. Wir müssen uns alle als ein Mensch innerhalb eines Systems wiederfinden: Adam HaRishon. Wenn wir gemeinsam und aus eigenem Willen wirklich nach diesem Ziel streben, wird die Welt gut voranschreiten. Wenn nicht, wird die Welt mit Schlägen voranschreiten. Wir wählen einen dieser beiden Wege.

Es kommt eine neue negative Entwicklung hinzu: In den vereinigten Staaten sind wieder Nazis aufgetaucht. Dies ist nicht nur ein Unfall, den es immer gab; sie waren leise und hatten Angst zu singen. Heute hören sie auf sich zu verstecken.

Wir können ewig über die inneren und äußeren Gründe, die dazu geführt haben, dass der Neonazismus seinen Sitz in den USA hat, sprechen, die Gründe sind aber nicht wichtig, da der Nationalsozialismus ein natürliches Phänomen ist.

Wie Marx und Baal HaSulam geschrieben haben, ist der Nationalsozialismus die nächste Stufe nach dem Sozialismus. Wenn der Sozialismus nicht dem Weg der richtigen Vereinigung folgt, dann degeneriert er zum Nationalsozialismus, d.h. zur falschen Vereinigung der Gesellschaft. Im Wesentlichen ist das der ganze Unterschied zwischen dem Pfad des Leidens und dem Pfad des Lichts. Es gibt Beweise, dass Nazifaschisten hofften, dass die USA in der Zukunft zu einem Nazi Land, mittels einer national-sozialistischen Idee, wird.

Dieser Trend wird sich mit Hilfe der amerikanischen Juden, so wie es zu Beginn in Deutschland war, als die Nazis an die Macht kamen, fortsetzen. Daher ist es wichtig, alles zu tun, um die Wiederholung der bitteren Fehler der Vergangenheit, die sich bereits am Horizont abzeichnen, zu vermeiden.

Die Geschichte wiederholt sich und nicht nur Europa steht an einem Scheideweg, sondern die ganze Welt. Lasst und hoffen, dass wir es vom Weg des Leidens zum guten Weg des Lichts verändern können.

 

Vom ersten Teil des Kabbala Unterrichts, Lektion zum Thema „Europa am Scheideweg“

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Kabbala Akademie

Das Instrument des Einflusses auf den Menschen

Aufklärungsarbeit ist die Beschäftigung der Menschen für die Verbreitung oben beschriebener (altruistischer) Prinzipien in der Gesellschaft. (Baal HaSulam, „Die Letzte Generation“).

Agitation und Propaganda sind sehr wichtige Instrumente des Einflusses auf den Menschen, auf seine Psychologie, auf sein Unterbewusstsein. Die Propaganda muss aber über viele Kanäle laufen: TV, Kino, die Verbreitung, die Ausbildung in den Schulen und anderen Bildungsinstituten. Die Agitation ist eine sehr breite Massenbewegung von den Lehrern zu ihren Schülern.

Kommentar: Baal HaSulam schreibt, dass man für die Aufklärung alle möglichen Spezialisten beschäftigen kann.

Antwort: Natürlich. Unter Aufklärung versteht man, dass du dich mithilfe aller möglichen alternativen Wege dem Menschen annäherst, damit seine Weltanschauung geändert wird.

Frage: Das heißt, dass der beschäftigte Agitator nicht auf dem niedrigen Niveau dieser Anschauungen sein muss?

Antwort: Das können Artisten, Preisträger (z.B. ein Nobelpreisträger) erledigen. Welche Rolle spielt das Wer und Was, wenn sie auf einfache Menschen Einfluss nehmen können?

Ich kann auf einen einfachen Menschen keinen Einfluss nehmen. Er nimmt mich nicht wahr. Wenn eine berühmte Persönlichkeit dagegen auftritt und zwischen den Anekdoten auf der Bühne manchmal etwas sagt, kann es sein, dass das bei den Menschen einen guten Eindruck hinterlassen wird.

Frage: Welche Beschränkungen haben die Agitatoren?

Antwort: Praktisch keine. Weil sie mit den Massen auf allen Niveaus der Entwicklung arbeiten sollen. Außerdem machen wir das für ihr Wohl. Deswegen kann man alle Mittel nutzen, nur damit wir sie retten können.

Frage: Heißt das, dass ihre Treffen mit Wissenschaftlern und Schauspielern von dem Grundgedanken der Wissenschaft der Kabbala geleitet werden?

Antwort: Ja. Wenn sie mir ein paarmal zustimmen, wird es im Gedächtnis der Menschen bleiben. Auf diese Weise werden wir in unserer Verbreitung voranschreiten.

Frage: Wo liegen die Grenzen der Aufklärung?

Antwort: Wenn ein Mensch sich für die systematischen Unterrichte bei uns einschreibt, bedeutet das, dass der Agitator diesen Menschen dem Lehrer übergibt.

Aufklärung und Propaganda sind Methoden, um den Menschen zu überzeugen, dass er das braucht. Er kann überhaupt nicht verstehen worüber gesprochen wird. Du hast ihn aber überzeugt sich für die systematischen Unterrichte einzuschreiben und er hat es gemacht. Das ist die Aufklärung.

Natürlich braucht man hier ein Einverständnis von dem Menschen. Es gibt aber solche Aspekte, mit denen du ihn überzeugst. Er braucht das für sein eigenes Wohl, er wird nicht enttäuscht sein. Du erklärst ihm, dass er dafür zwei Stunden in der Woche opfern muss und so weiter.

Kommentar: Nehmen wir an, die Agitatoren haben den Menschen animiert und er ist gekommen, um zu erfahren wie er sich besser in dieser Welt positionieren kann. Hier spricht man aber von etwas ganz anderem. Er wird enttäuscht sein.

Antwort: Die Gespräche, wie man sich in dieser Welt etabliert, gehören nicht zur Kabbala, sondern zur Psychologie und Philosophie.

Die Kabbala ist die Offenbarung der höheren Kraft. Damit beschäftigen sich keine Psychologen und keine Philosophen.

Frage: Wie soll sich der Lehrer verhalten?

Antwort: Der Lehrer soll sehr geschmeidig aber auch sehr überzeugend erklären, dass es einen großen Unterschied zwischen der Kabbala und den Mythen über die Kabbala gibt, dass es für die Menschen hier so angenehm sein wird, dass sie zuhause und mit Mitarbeitern darüber reden werden.

Der Lehrer erklärt, dass ein sehr besonderes, erhabenes Ziel existiert. Ihr werdet anfangen zu sehen, zu fühlen und euch mit der höheren Kraft zu unterhalten, so wie ihr euch untereinander unterhaltet. Diese Kraft ist ihr „Boss“, aber ihr habt zu ihr den Zugang. Ihr könnt euch an sie wenden und diese höhere Kraft wird sich an euch wenden.   

Ihr könnt diese Kraft alles fragen, von ihr erfahren, Erklärungen von ihr bekommen, was mit euch geschieht und geschehen wird. Also ihr werdet anfangen eine beiderseitige Kommunikation mit der höheren Kraft einzugehen, mit der Kraft, von welcher alles abhängt.

Alle anderen Methoden dienen nur der Verschönerung unseres verwirrenden Lebens. Hier aber ist es umgekehrt. Das Leben wird klarer und klarer. Ihr lokalisiert präzise alle Probleme und könnt sie lenken. Ihr werdet zum Partner der höheren Kraft.

Wenn aber der Mensch sich mehr für die anderen Methoden interessiert, schaltet er sich damit wieder in denselben Wirbel von unnützen Handlungen ein. Aber das ist die freie Wahl von jedem Einzelnen. Er muss nur wissen, was sich hier und dort abspielt.

 

Aus dem TV Programm „Die Letzte Generation“  10.07.2017

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