Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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In allen Lebenssituationen sollte Ihr Verhalten nur durch das spirituelle Ziel bestimmt werden


Fragen, die ich zum Verlust des Verlangens und anderen Störungen erhalten habe:

Frage: Ich studiere die Kabbala seit über einem Jahr und kürzlich stand ich vor einem Problem. Meine Verlangen nach verschiedenen Genüssen in dieser Welt verschwinden langsam und die einzigen Verlangen, die übrig bleiben, sind minimale Verlangen, welche für den Körper überlebenswichtig sind. Ist dies ein Rückschritt? Kann ich irgendwie Verlangen nach Erfüllung entwickeln? Ich fühle mich, als würde ich mich in eine Amöbe verwandeln. Obwohl ich mich selbst in keiner Weise beschränke, sehe ich keinen Grund „unnötige Bewegungen“ zu machen. Wo ist mein Egoismus? Wie kann ich diesen wieder erwecken, wenn er eingeschlafen ist?

Meine Antwort: Sie entdecken, dass es sinnlos ist, Ihren Egoismus zu erfüllen, und da Sie diese Enthüllung gemacht haben, haben Sie die Energie (Homer Delek) verloren, um nach materiellen Dingen zu streben. Dies passiert vielen Menschen in unserer Welt, was in einem Gefühl von Leere und Depression (die am weitesten verbreitete Krankheit der Welt) resultiert. Jedoch verschwindet auch die Spiritualität und hört auf Sie anzuziehen.

Beide dieser Gefühle werden in Ihnen vom Schöpfer zu dem Zwecke hervorgerufen, um einen Ort der Willensfreiheit zu erschaffen, einen Ort, an welchem Sie Ihre eigenen Anstrengungen über Ihre Natur machen können. Das liegt daran, dass alle Dinge, die Sie selbst tun können, eigentlich vom Schöpfer gemacht werden. Doch wenn Sie die Leere dieser Welt enthüllen und dieser Welt gegenüber gleichgültig werden und dazu auch noch eine spezielle Leere der spirituellen Welt enthüllen und die spirituelle Welt Sie ebenfalls nicht mehr anzieht, dann sollten Sie sich auf korrekte Weise an der Gruppe und dem Studium beteiligen, um die Wichtigkeit des spirituellen Ziels zu erwecken, d.h. „die Enthüllung des Schöpfers (Liebe für den Nächsten).“

Dieses Verlangen zieht das Höhere Licht (Or Makif) an, welches Sie zur Wahrnehmung der Spiritualität, des Schöpfers, der Eigenschaft des Schenkens und der Liebe bringen wird. Sie sollten also die Wichtigkeit der Spiritualität von Ihren Freunden bekommen.

Frage: Lieber Rav, nach meinem Besuch zum Studium bei Bnei Baruch, fühlte ich zum ersten Mal, dass meine Seele zuhause war. Es war eine Kraft, die stärker war als mein Körper. Dies verursachte viele Konflikte, als ich versuchte die Zeit zwischen meiner Seele und der Tätigkeit für meine körperlichen Dinge auszugleichen. Nun, da ich zurück bin, fühle ich, dass ich kein Verlangen nach irgendetwas habe. Dies passiert mir nach jedem Kongress, und jedes Mal habe ich einen sehr starken Kontakt mit Bnei Baruch. Warum geschieht dies und wie kann ich diese Zustände durchlaufen?

Meine Antwort: Dies ist natürlich, da wir bei Bnei Baruch eine sehr intensive spirituelle Atmosphäre haben und Sie werden davon inspiriert. Nach Ihrer Heimkehr von Ihrem Besuch bei uns, müssen Sie Ihr spirituelles Leben so erhöhen, dass es auf der selben Stufe stattfinden kann, welche Sie fühlten, als Sie bei uns waren.

Frage: Während der Verbreitungsarbeiten bin ich vielen Problemen begegnet. Zum Beispiel bin ich hingefallen und meine Augen und Zähne haben sich entzündet usw. Die öffentliche Meinung sagt, dass die Hindernisse mir sagen würden, dass ich das nicht machen sollte, dass ich meine Ansicht verändern müsste usw. Doch ich glaube andererseits, dass ich Anstrengungen machen muss, um meine Absicht zu stärken, das Ziel zu erreichen. Bitte erklären Sie, wie ich diese Störungen interpretieren soll.

Meine Antwort: Wenn Ihr Körper in physischer und psychologischer Hinsicht in Ordnung ist, dann müssen Sie diese Störungen überwinden, ohne auf Ihren Körper zu achten. Wenn die Störungen jedoch einer medizinischen Versorgung bedürfen, dann sollten Sie sofort zum Arzt gehen, während Sie mit Ihrem Studium und Verbreitung fortfahren.

Kommentar: In einem vorigen Blogbeitrag schrieb ich, dass die Kabbala wichtiger ist als die Familie, wenn die Ehefrau gegen die Kabbala ist und es unmöglich ist, mit Ihr einen Kompromiss zu finden oder sie zu überzeugen. Dann ist es erlaubt sich seiner Seele zuliebe scheiden zu lassen. Ich erhielt einige überraschte Rückmeldungen, „wie das sein könne?“ Die Menschen verstehen nicht, dass das Leben sinnlos ist, wenn es nicht dazu verwendet wird, das Ziel zu erreichen, welches vor jedem Menschen aufgestellt wurde. Der Himmel, die Erde und jeder von uns wurden erschaffen, um das Ziel zu erreichen und nicht dafür, um eine Hochzeit auf der tierischen Stufe zu erschaffen, um ein Sklave des Egoismus des Partners zu werden.

Die Schlussfolgerung lautet also: Ihr Verhalten sollte in allen Situationen des Lebens nur vom spirituellen Ziel bestimmt werden!

Verwandtes Material:
Blog-post: So erreichen Sie wahre Glückseligkeit
Blog-post: Das Körperliche hat keine Auswirkung auf das Spirituelle
Shamati #4: Der Grund für die Schwierigkeit, sich vor dem Schöpfer zu annullieren
Artikel von Baal HaSulam: Analytischer Vergleich zwischen Kabbala und Philosophie
Artikel von Michael Laitman: Der sechste Sinn

Wie machst du aus einer Fledermaus einen Hahn?


Ich erhielt folgende Frage: Im Buch Shamati, Artikel 16, wird gesagt: „Der Hahn sagte zur Fledermaus: ‚Ich warte auf das Sonnenlicht, weil es meines ist, und du, warum wartest du darauf?'“ Meine Frage ist: Wie kommt ein Mensch während seines Lebens von der Stufe einer Fledermaus auf die Stufe eines Hahns?

Meine Antwort: Jene, die die Kabbala (Tora) benutzen, um die Eigenschaften der Liebe und des Schenkens zu erreichen, werden das Licht des Lebens in dieser Eigenschaft sehen. Auf der anderen Seite werden jene, die die Kabbala (Tora) zum eigenen Nutzen verwenden (um reich zu werden, ihren Stolz zu befriedigen, Ansehen und Ruhm zu erreichen, um sich besser als andere zu fühlen, ihre Existenz zu rechtfertigen u.s.w.) sich auf der Stufe der Dunkelheit befinden; obwohl sie davon überzeugt sind, dass sie im Licht des Schöpfers stehen. Sie sind wie Fledermäuse, die die Dunkelheit mit dem Licht verwechseln und deswegen zufrieden sind, im Exil der Spiritualität zu bleiben, um physische Rituale auszuführen – und sie fühlen nicht, dass sie irgendetwas anderes brauchen.

Sieh dir an, was Baal HaSulam in der „Einführung zum Talmud Esser HaSefirot“ über die Worte des Propheten Amos schreibt: „Wehe denen, die den Tag des Herrn herbei sehnen! Wozu soll euch der Tag des Herrn sein? Er ist Dunkelheit und nicht Licht!“ „Es gibt eine Parabel über einen Hahn und eine Fledermaus, die auf das Licht wartete. Der Hahn sagte zur Fledermaus: ‚Ich warte auf das Sonnenlicht, weil es meines ist, und du, warum wartest du darauf?‘ (Talmud. Sanhedrin 98:2)“ Das bedeutet, dass man ohne das Licht (das nur hinabsteigt, wenn jemand die Kabbala studiert), nicht einmal versteht, dass man sich in Dunkelheit befindet, weil man nur unsere Welt empfindet.

Wenn ein Mensch nicht nach Höherem strebt, über unsere Welt hinaus, aber zufrieden mit mechanischen Befolgungen von Ritualen ist, historischen und philosophischen Untersuchungen, Theologie, heiligem Wasser, Amuletten und Meditation (wie wir sehen können, umfasst es das ganze Ausmaß, vom Naiven zum Gelehrten), mit anderen Worten, wenn jemand den Punkt im Herzen nicht hat, dann wird ihm nichts helfen. Weil sein Verlangen nur auf der Stufe unserer Welt existiert und Menschen handeln immer ausschließlich entsprechend den Verlangen, die in ihnen auftauchen.

Deswegen ist die Kabbala nur für die bestimmt, die nach einer echten Antwort auf die Frage „Was ist der Sinn des Lebens?“ suchen. Und die Antwort liegt in der Erlangung der Quelle seiner Existenz. So enthüllt man die Bedeutung von dem was passiert als auch dessen endgültiges Ergebnis.

Verwandtes Material:
Blog-post: Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst – Das ist Deine Belohnung
Blog-post: Wie wir im Dunkeln herumtasten, um die spirituelle Wahrnehmung zu erreichen
Blog-post: Schau nach vorne, nur nach vorne
Blog-post: Wenn der Punkt im Herzen erwacht
Artikel von Baal HaSulam: Die Bürgschaft
 

„Shana Tova!“ oder „Frohes Neues Jahr!“


Die Bnei Baruch Organisation hat in Verbindung mit TAPUZ – flix.co.il, einer führenden israelischen Webseite, einen Videoclip-Wettbewerb gestartet, in dem die Menschen zum kommenden Rosh HaShana – dem israelischen Neujahr – beglückwünscht werden.

Wir bitten alle unsere Freunde, an diesem Wettbewerb teilzunehmen und ihre Videos auf dieser Webseite einzustellen, um die Menschen zum Neuen Jahr zu beglückwünschen. Die Videos können in Englisch, Hebräisch oder auch ganz ohne Worte sein. Viel Glück!

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=6h9dUohxdFU]

Anmerkung der Redaktion: Hier ist ein Videoclip mit Grüßen zu Rosh HaShana zu sehen mit Einblendungen von Text in Hebräisch.

Der nächste Schritt – Kongress in Großbritannien – 7.–9. November 2008

Der nächste Schritt
Europäischer Kabbala-Kongress in Großbritannien

Der erste Europäische Kabbala-Kongress in Großbritannien wird vom 7. – 9. November 2008 durchgeführt. Alle Freunde sind eingeladen, sich der Feier unseres neuen Niveaus der weltweiten Einheit anzuschließen.

Thema des Kongresses
Der nächste Schritt – Verstärkung der Einheit unter Freunden!
Registrierung

Zweck des Kongresses
Der Zweck des Kongresses besteht darin, eine stärkere Verbindung zwischen dem Europäischen Kli über alle körperlichen, sprachlichen und nationalen Grenzen hinweg zu bilden, um unser Ziel als „Ein Mann, Ein Herz“ zu verwirklichen!

Das Kongressprogramm umfasst
Unterrichts-Lektionen mit Rav Dr. Michael Laitman

  • Workshops
  • Kulturabende
  • Mahlzeiten

Kongresslocation
Der Kongress wird in der schönen Umgebung von Blackpool, an der Küste von Nordengland, abgehalten werden. Das ist die perfekte Location für Verbindung, Lernen und Fokussierung auf die Anbindung zwischen uns. (Weitere Einzelheiten über die Unterbringung werden noch bekannt gegeben.)

Kosten des Kongresses
150 Britische Pfund. Vom 7. – 9. November inklusive. (Beinhaltet Unterkunft, Workshops, Veranstaltungen und Mahlzeiten.)

Zur Bestätigung Ihrer Teilnahme und Einschreibung klicken Sie bitte unten und vervollständigen Sie Ihre Details:
Registrierung
Das UK Organising Committee wird Sie zur Bestätigung kontaktieren.

Sollten Sie in der Zwischenzeit weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an folgende email-Adresse: [email protected]. Wir melden uns bei Ihnen, mit Antworten auf all Ihre Fragen.

Hier können Sie Genaues zur Anreise vom Flughafen zum Kongresszentrum erfahren:

Anreiseplan zum Kongresszentrum in Blackpool

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

UK Organising Committee
Bnei Baruch Kabbala Bildungs- & Forschungsinstitut
http://www.kabbalah.info/

Sei kein Besserwisser!


Fragen, die ich über verwirrende Gedanken, die Verlangen der anderen, die richtige Ausrichtung und darüber, wie man Fragen stellt, erhielt:

Frage: Was machen Kabbalisten mit verwirrenden Gedanken und dem ständigen Geplapper, das im Gehirn vor sich geht?

Meine Antwort: Beteilige dich mehr am Studium und am Schreiben von Artikeln. Und am besten mit anderen zusammen. Es steht geschrieben: „Ungeachtet dessen, wie sehr die Schlange dich sticht, studiere die Tora.“

Frage: Wir sollten die Verlangen der anderen unseren hinzufügen, aber welche Verlangen? Wenn wir Handlungen des Schenkens vollziehen, erfüllen wir eigentlich die egoistischen Verlangen der anderen, also entwickeln wir eigentlich ihren Egoismus.

Meine Antwort: „Andere“ sind deine Freunde in der Gruppe, die deine Handlungen verstehen und sich auch auf diese Weise dir gegenüber verhalten. Um den Schöpfer zu enthüllen ist es notwendig, ein gemeinsames Verlangen nach Ihm zu entwickeln. Das heißt, um die Eigenschaft des Schenkens und der Liebe zu enthüllen, ist es notwendig, die Verlangen eines jeden Menschen in einem gemeinsamen Verlangen zu vereinigen.

Die Empfindung des gemeinsamen Verlangens für die Liebe und das Schenkens ist die Offenbarung des Schöpfers in uns! Es bringt das Gefühl von Perfektion, Ewigkeit und Harmonie. Wenn du jedoch mit anderen zusammen bist, die nicht den Punkt im Herzen haben, musst du dich einfach wie sie verhalten.

Frage: Wenn der Schöpfer sich von uns entfernt und verbirgt, um uns zu korrigieren, sollten wir dann im Verlauf der Rückkehr zu Ihm, an Erreichung und Enthüllung denken und danach streben oder nach Korrektur?
Meine Antwort: Das ist dasselbe, da man ja die Eigenschaft der Liebe und des Schenkens erwirbt.

Frage: In einer Deiner Lektionen sagtest Du, dass Du uns lehren willst, die Fragen richtig zu stellen. Manchmal sagst Du zu Deinen Studenten, dass sie „Besserwisser“ sind. Was bedeutet es also, während der Lektion eine Frage zu stellen? Was sollte diese Frage sein?

Meine Antwort: Eine Frage muss genau zum Thema der Lektion gehören, um allen Freunden zu helfen, das Thema besser zu verstehen. Es sollte nichts sein, was nur die Person interessiert, die fragt.

Verwandtes Material:
Blog-post: Woher kommen Gedanken, Ideen und Träume?
Blog-post: Die moralischen Normen eines Kabbalisten
Blog-post: Wozu sollen wir Fragen stellen?
 

Eine Frage ist die Empfindung eines leeren Verlangens

Michael LaitmanZwei Fragen, die ich darüber erhielt, wie man weiß, ob Kabbala die richtige Methode ist:

Frage: Meine Frage hat zwei Teile:

1. Außer der Kabbala gibt es noch viele Methoden, den Schöpfer zu offenbaren. Ich gebe zu, dass sie die Struktur der Höheren Welten oder die Regeln ihres Wirkens nicht erklären, aber warum soll eine Person, die mit dem Schöpfer vereinigt ist, das alles brauchen? Und wenn das Schöpfungsziel die Vereinigung mit Ihm ist, warum lehnt die Kabbala dann alle anderen Methoden, dieses zu erreichen, ab? Außerdem ist es nicht sicher, dass jemand, der Kabbala studiert, dieses Ziel überhaupt erreicht – in der Kabbala gibt es keine „Garantien“ wie in anderen Wissenschaften.

2. Physisch sehen Sie sehr wie Osho aus (oder Osho sieht wie Sie aus). Sie beide interessieren mich und haben meinen Respekt. Wenn wir die Terminologie für einen Moment außer Acht lassen, bringen Sie den Leuten das Licht sozusagen durch die Macht der Logik (Physik), Osho tat es durch die Schönheit der Dichtung (Lyrik), aber Ihre Inhalte sind die selben. Wie kann ich wissen, ob Sie Ihren Pfad wirklich geprüft haben? Ohne diese Überprüfung ist die Kabbala nicht anders als jede andere Religion und verlangt Gutgläubigkeit.

Meine Antwort: Die Antwort ist in Ihnen. Eine Frage ist die Empfindung eines leeren Verlangens und seine Erfüllung ist der Beweis.

Frage: In einem früheren Blogbeitrag schrieben Sie: „Das Problem mit Amuletten, Bannsprüchen und Mystizismus ist, dass sie uns abhalten und wir anfangen, uns zu spät zu korrigieren. Das verursacht eine Anhäufung des Bösen, das als Leiden ausgedrückt wird.“ Aber was ist, wenn eine Person das zu spät versteht?

Meine Antwort: Die Natur behandelt uns gemäß unserer Ähnlichkeit mit ihr und dem Ausmaß, in dem wir begreifen, wie ähnlich oder unterschiedlich wir mit ihr sind. Es ist dasselbe, wie wenn sich in dieser Welt unser Urteil über jemandem, der eine falsche Handlung machte, je nachdem ändert, ob die Handlung absichtlich war oder nicht. Das Leiden, das von der unbeabsichtigten Unähnlichkeit zur Natur kommt, zwingt uns, diese Unähnlichkeit zu entdecken, und ist folglich ein Signal zur Korrektur einer „Krankheit“.

Verwandtes Material:
Blog-post:Wie können wir wissen, dass die Enthüllung der Höheren Welt keine Illusion ist?
Blog-post: Wo es eine Frage gibt, da gibt es auch eine Antwort
Entwicklung der Verlangen

Warum empfinden wir Leiden?


Zwei Fragen, die ich über das Leiden erhielt:

Frage: Warum empfinden unsere fünf Sinne unseren Mangel an Ähnlichkeit mit der Spiritualität als Leiden?

Meine Antwort: Weil unsere Sinne Verlangen nach Erfüllung sind. In der Welt der Unendlichkeit waren sie erfüllt und wurden später durch das Zerbrechen geleert – die Zertrennung der gemeinsamen Seele in eine Vielzahl separater Teile oder Seelen. Jede Seele hat Erinnerungen (Reshimot) an die Erfüllung in der Vergangenheit und diese Reshimot erwachen jetzt und fordern Erfüllung.

Was Du Leiden nennst, ist die Leere, die Du spürst. Wenn Du die Einstellung zu der Empfindung des Leidens änderst, dann wirst Du es als Erfüllung und Glück erfahren. Unsere Einstellung oder Absicht kann alles verändern.

Der tatsächliche Zustand in dem wir uns befinden ist konstant; die einzige Sache, die sich ändert, ist unsere Einstellung dazu. Sie bestimmt, ob wir uns fühlen, als wären wir in dieser Welt, also in der Verhüllung des Schöpfers, oder in Seiner Enthüllung , d.h. auf den Stufen der fünf Welten, oder in der Welt der Unendlichkeit.

Frage: Was soll ich tun, wenn meine einzige Bitte an den Schöpfer „Gib mir Kraft, Dich nicht zu hassen“ ist und wenn das einzigste was ich fühle – trotz meiner Arbeit in der Gruppe, Verbreitung und Unterrichten – ist, dass meine Situation zu Hause immer schlechter wird, meine ökonomischen Umstände verschlimmern sich immer mehr (ich kann nicht mal eine Arbeit finden) und so weiter. Ich fing plötzlich an, mich dem Schöpfer gegenüber völlig entfremdet zu fühlen. Ist es normal, dass die Kabbala materielle Verwüstung hervorruft?

Meine Antwort: Rabash erzählte mir, wie schwierig es für ihn war, Arbeit zu finden und wie viele Male er die Arbeit wechseln musste. Er arbeitete als Schumacher, Betonbauer, Schreiber und als Dienstbote.

Du musst, wie jeder andere auch, dazu die gleiche Einstellung haben, doch gleichzeitig dich regelmäßig (nach einem bestimmten Plan) weiterhin für das einzusetzen, wofür Du in dieser Welt lebst – der Korrektur Deiner Seele. Sei etwas demütiger, d.h. denke, dass alles vom Schöpfer kommt, und das einzige, was du dir ersehnst ist, zu spüren, dass es so ist.

Verwandtes Material:
Blog-post: Beharrlichkeit ist der Schlüssel zum Erfolg
Blog-post: Erlösung erfolgt durch die Hand des Schöpfers
Blog-post: Auszüge aus Rabashs Artikeln über die Gesellschaft
Kabbala unserer Zeit

Es braucht Zeit, Anstrengung und Erfahrung um die Höhere Welt zu enthüllen

Drei Fragen, die ich über den Umgang mit Ängsten und Zweifeln auf dem Weg zur Enthüllung der Höheren Welt erhielt:

Frage: Ich fühle mich seit 2 Jahren zur Kabbala hingezogen. Mein Problem ist, dass ich den Eindruck habe, nichts zu verstehen, obwohl ich die von Ihnen empfohlenen Bücher lese und zu studieren versuche. Ich befürchte, dass der Schöpfer meinen Punkt im Herzen noch nicht geöffnet hat. Sobald ich zu fühlen beginne, dass etwas Reales in mir zu entstehen beginnt, wird meine Aufmerksamkeit durch äußerliche Einflüsse abgelenkt. Könnte dies bedeuten, dass für mich noch nicht die Zeit gekommen ist, mich dem Schöpfer anzunähern?

Meine Antwort: Nein. Machen Sie folgendes:

1. Bilden Sie in sich das Verlangen für das korrekte Ziel heran.
2. Realisieren Sie, dass Sie sich nicht selbst korrigieren können – nur das Licht kann Sie gemäß dem Ziel korrigieren.

Das ist der einzige Weg, die Höhere Welt zu offenbaren. Dies benötigt Zeit und eine bestimmte Menge an Anstrengung und Erfahrung. Hinsichtlich der Anstrengungen steht geschrieben, dass Sie sich„wie ein Ochse zur Bürde und ein Esel zur Last“ verhalten müssen, und „wisse, dass es nicht an dir liegt, die Arbeit zu vollenden, jedoch bist du auch nicht frei, sie zu verlassen.“

Wenn Sie diese Bedingungen zur Veränderung Ihrer Natur akzeptieren, werden Sie das Ziel erreichen. Sie werden die Höhere Welt in der Eigenschaft des Gebens offenbaren, und Sie werden entdecken, dass unsere gesamte Welt nur eine kleine, unbedeutende Dimension darstellt.

Frage: Ist die Überquerung des Machsom der schwierigste Teil beim spirituellen Aufstieg? Beschleunigt sich der Prozess nach dem Übertritt?

Meine Antwort: Ja, er beschleunigt sich um ein Vielfaches, und dies geschieht deutlich in Ihrer Wahrnehmung und Ihrem Bewusstsein.

Frage: Rav, ich habe gelesen, dass einem beim Studium der Kabbala die egoistische Seite enthüllt wird, und wenn der Schöpfer jemanden voranbringen will, Seine Schläge gegen denjenigen härter und härter werden.

In den letzten Monaten hat sich mein „Schicksal“ (ich weiß keinen besseren Begriff dafür) um einiges verschlechtert. Was will mir der Schöpfer damit sagen? Dass ich nicht genügend Anstrengung in die Kabbala investiere? Ich fühle mich niedergeschlagen. Mein einziger Trost ist, dass dies vielleicht – aber nur vielleicht – die Vorstufe der Korrektur meines Egoismus durch den Schöpfer ist. Aber was ist, wenn ich falsch liege? Ich denke, dass hier jeder Kabbala aufgrund des Versprechens einer Belohnung studiert. Aber irgendetwas mache ich falsch, da ich mich trotz des Versuchs, das Ziel der Korrektur zu erreichen, auf solch einem Leidensweg befinde.

Meine Antwort: Sie sollten umgehend die Shamati Artikel lesen. Gerade Ihr gegenwärtiger Zustand wird Ihnen helfen zu verstehen, was der Schöpfer von Ihnen will.

Verwandtes Material:
Blog-post: Erlösung erfolgt durch die Hand des Schöpfers
Blog-post: In der Spiritualität gibt es keine Strafzettel wegen…
Blog-post: Was ist das Höhere Licht?
Artikel von Baal HaSulam: Matan Torah (Gabe der Tora)
 

 

Das Erreichen des persönlichen Gmar Tikun hängt nur von unseren Anstrengungen ab


Zwei Fragen, die ich über das Erreichen des Gmar Tikun (der vollständigen Korrektur) erhielt:

Frage: Ich studiere seit fünf Monaten Kabbala. Durch das Anschauen Ihres Videos auf YouTube bin ich zufällig darauf gestoßen und ich war seither nicht mehr in der Lage, ohne Ihre Lektionen und Kabbalabücher zu leben. Eines Tages hatte ich den sehr klaren Gedanken, dass ich nicht mehr genug Zeit habe, zu Gmar Tikun aufzusteigen und dieser Gedanke will nicht mehr weichen. Was bedeutet das?

Meine Antwort: Der Schöpfer hilft Dir mehr als gewöhnlich, indem Er ein Verlangen nach Ihm durch die Angst, Ihn nicht erreichen zu können, erweckt. Sei dankbar, denn alle Gedanken kommen von Ihm – und bemühe Dich weiterhin.

Frage: Kann man sagen, dass diejenigen, die jetzt Kabbala studieren, in einer vorherigen Inkarnation auf einem unerfüllten spirituellen Weg waren und sie in diese Welt zurück gekommen sind, um den Deal abzuschließen? Wenn ja, gibt es eine Garantie, dass sie in dieser Zeit ein persönliches Gmar Tikun erreichen?

Meine Antwort: Das hängt nur von den Anstrengungen eines Menschen ab.

Verwandtes Material:
Blog-post: Korrektur liegt in der Einheit
Blog-post: Das Schlimmste, was geschehen kann ist,…

Ich beantworte alle Fragen


Eine Frage, die ich erhielt: Wenn es der Zweck Ihres Blogs ist, Kabbala nach draußen zu verbreiten, wäre es dann nicht besser, Fragen zu bevorzugen, die von Leuten kommen, die sich wenig mit dem Thema auskennen und die Fragen Ihrer Studenten beiseite zu legen?

Meine Antwort: Ich beantworte die Fragen von jedem. Doch was letztendlich erfolgt ist, dass die Antworten, die veröffentlicht werden, Antworten an meine Studenten sind, denn die Fragen der Beginner wiederholen sich immer und ich beantworte keine Frage doppelt. Wenn eine Person zu unserem Blog stößt und wirklich an den Themen des Blogs interessiert ist, sollte sie ihn studieren und alle vorherigen 440 Beiträge ansehen.

Haben Sie einen anderen Vorschlag, wie ich mit den sich ständig wiederholenden Fragen umgehen soll? Vielleicht sollten wir sie sammeln, sie zusammen mit den Antworten auf einer separaten Seite veröffentlichen und dann die Leute auf diese Seite weiterleiten?

Ich begrüße herzlich alle Ensteiger! Immerhin ist dieser Blog bildend. Bitte machen Sie mir einen Vorschlag, wie er zu verbessern ist. Ich danke Ihnen im Voraus!

Verwandtes Material:
Blog-post: Eine Einladung zum Aufstieg – oder der Sinn dieses Blogs
Warum habe ich diesen Blog gestartet?