Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Allgemein'

Ein aufrichtiger Wunsch wird immer vom Licht erfüllt


Zwei Fragen, die ich über Bemühungen und Verlangen erhielt:

Frage: Wenn Ihr Verlangen von oben „angeschaltet“ ist, dann strengen Sie sich an, doch zählen diese Bemühungen nicht als die Ihrigen. Auf der anderen Seite, wenn Sie keine Verlangen haben, dann wissen Sie gar nicht, dass Sie keine haben. Wenn Sie dann jedoch beginnen, sich anzustrengen, dann wird dies ebenfalls nicht als Ihre eigene Arbeit angesehen, sondern eher als von „oben eingeleitet“. Wie kann ich dann wissen, welche meine Bemühungen sind und welche die Hilfe von Oben? Was ist der Unterschied?

Meine Antwort: Hören Sie auf, dies herauszufinden, weil es Sie nur verwirrt. Das einzig Wichtige ist:

  • die Wichtigkeit des Zieles zu spüren
  • unsere eigene Schwäche zu bemerken
  • überzeugt zu sein, dass das wahre Verlangen sofortige Hife erhält.

Lesen Sie den Artikel von Baal HaSulam „Von Hinten und Vorne umfasst du mich“ (Achor ve-kedem Zartani).

Frage: Ich bin es satt, auf das Überqueren des Machsom zu warten. Ich habe auf nichts mehr Lust, ich hasse alles und keiner kann mir helfen.

Meine Antwort: Dies ist eben genau der Zustand, aus welchem Sie zum Machsom heraufsteigen können, mit Hilfe der Gruppe und dem Schöpfer! Wissen Sie, dass der Machsom die Gelegenheit ist, sich mit anderen wie Sie zu verbinden, um die Eigenschaft der Einheit deutlich zu machen? Hält irgendjemand Sie davon ab? Wenn ja, warum bitten Sie dann nicht um Hilfe, damit Sie Ihre Freunde lieben können? Worauf warten Sie? Und was hassen Sie gerade so sehr?

Die Verhüllung (Zimzum) geschah nur durch das Licht der Chochma (der Weisheit), und nicht durch das Licht von Chassadim (des Schenkens, der Liebe). Wenn dies nun genau das ist, was Sie wünschen, dann werden Sie es enthüllen. Die Verhüllung (Zimzum) ist in Ihnen drinnen und niemand außerhalb verbirgt irgendetwas vor Ihnen! Sie müssen nur innerlich vom Empfangen zum Schenken gelangen, und dann entdecken Sie diese spirituelle Eigenschaft – die Eigenschaft des Schenkens – in sich. Sie sollte eigentlich nicht von außen irgendwoher zu Ihnen gelangen, und Sie sollen auch nicht irgendwo heraufsteigen, umd den Machsom zu überschreiten. Sondern das Überqueren des Machsom bedeutet die Veränderung der Eigenschaften in Ihnen!

Verwandtes Material:
Blog-post: Strebe Deinem Ziel entgegen und überlasse dem Schöpfer den Rest
Artikel: In sich den Schöpfer finden

„Ein Tag für jedes Jahr“


Eine Frage, die ich erhielt: Ich möchte allen, die kabbalistische Informationsquellen für das Internet erschaffen, ein großes „Dankeschön“ sagen. Vor zwei Jahren stieß ich im Internet auf Kabbala und mein Leben hat eine Kehrtwendung um 180 Grad gemacht. Ich habe letztendlich meine innere Welt gefunden und all die Fragen, die mich nicht in Ruhe gelassen haben seit dem Tag, als ich geboren wurde, haben aufgehört, mich zu quälen. Ich begann das Wesen der Dinge zu verstehen und die Gründe hinter den Dingen, die mit mir geschahen.

Gegenwärtig arbeite ich in der Verbreitung von Video-Lektionen und Unterrichten im Internet. Ich habe eine Frage, die mich seit vielen Jahren quält. Was ist die Bedeutung des Bibelverses „Ein Tag für jedes Jahr“? Hat das irgendetwas mit der körperlichen Zeit zu tun?

Meine Antwort: Das hat absolut keine Beziehung zur körperlichen Zeit. Wenn ein Mensch auf dem Weg der Einwirkung des Lichtes auf ihn voranschreitet, dann verkürzt er seinen Weg und das ist wie „Ein Tag für jedes Jahr“ (ein Tag anstatt eines Jahres). Jedoch steht das in keinem körperlichen Verhältnis.

Es gibt nur einen Weg, zu einer höheren spirituellen Stufe aufzusteigen – durch Verlangen und Liebe. (Die gesamte Tora spricht nur darüber – vom Aufstieg des Menschen über 125 Stufen zur Anheftung an den Schöpfer). Was jedoch die erste Stufe betrifft, so steigt der Mensch zu ihr von seinen völlig egoistischen Eigenschaften auf (die Stufe heißt „unsere Welt“ oder „diese Welt“). Nach der ersten Stufe müssen Sie sich nicht mehr komplett ändern, um aufzusteigen, aber Sie müssen weiterhin größere altruistische Eigenschaften in sich entwickeln.

Daher ist der Aufstieg auf die erste Stufe der schwierigste und benötigt die meiste Zeit. (obwohl es um so schwieriger wird, je höher man aufsteigt; aber Erfahrung und Wissen helfen einem dabei – siehe Baal Ha Sulams Beispiel über das Erklimmen des Berges des Schöpfers). Die Entwicklung geschieht entweder durch den Weg des Leidens oder durch den Weg des Lichtes, welches durch das Kabbala-Studium herabsteigt. So drückt der Vers „Ein Tag für jedes Jahr“ den Unterschied der Zeit aus, die es braucht, um durch Leiden (ohne Nutzung der Kabbala) oder durch Licht (mit Nutzung der Kabbala) zum Ziel zu gelangen (der ersten Stufe).

Verwandtes Material:
Blog-post: Bewusste Beschleunigung in Richtung Sinn des Lebens
Blog-post: Die Lösung – Auszüge aus den Schriften der zukünftigen Generation (Baal HaSulam)

Das Umgebende Licht wirkt nur auf uns, wenn wir es erwecken


Fragen, die ich über das Umgebende Licht erhielt:

Frage: Ist das Umgebende Licht eine Kraft, die immer auf uns einwirkt, selbst wenn wir nichts davon wissen?

Meine Antwort: Das Umgebende Licht (Or Makif) wirkt nur auf uns, wenn wir es erwecken.

Frage: Entwickeln wir durch das Studieren der Kabbala einen Sinn, der uns befähigt, die Einwirkung des Umgebenden Lichtes wahrzunehmen?

Meine Antwort: Ja, es sorgt dafür, dass jemand danach verlangt die Eigenschaft des Gebens zu erwerben.

Frage: Das Umgebende Licht verändert uns so, dass wir eine Absicht „für Ihn“ erzeugen?

Meine Antwort: Ja.

Frage: Können wir die Verbindung mit dem Umgebenden Licht einüben, während wir über unsere Empfindungen aus der Kabbala nachdenken oder während wir ein Gespräch mit jemand haben, der nicht Kabbala studiert?

Meine Antwort: Ja.

Frage: Kann das Or Makif fortwährend auf uns einwirken, wenn wir im Korrekturprozess voranschreiten?

Meine Antwort: Es wirkt nur auf uns ein, wenn wir es erwecken.

Frage: Wirkt es auch vor dem Machsom auf uns ein oder nur danach?
Meine Antwort: Es kann zu jeder Zeit und an jedem Ort auf uns einwirken.

Frage: Sind die Veränderungen in den Empfindungen und der Wahrnehmung der Wirklichkeit in uns, schon vor dem Machsom eine Folge der Einwirkung dieser Kraft?

Meine Antwort: Ja – immer.

Frage: Führt uns das Or Makif in Richtung Ziel – ob wir wollen oder nicht?

Meine Antwort: Das Or Makif bewegt einen in dem Maße in Richtung seines Ursprungs, in dem man danach verlangt.

Verwandtes Material:
Blog-post: Mit dem Schöpfer Verstecken spielen
Blog-post: durch die Entwicklung der Verlangen entwickelt die Kabbala…

Die gesammelten Werke von Rabash und Talmud Esser Sefirot


Die drei bändige Ausgabe von Rabashs gesammelten Werken, die wir kürzlich veröffentlichten, beinhalten alle Artikel, Notizen und Briefe von Rabash. Es ist die vollständige Erfassung seiner Schriften.

Diese Texte sind ein notwendiger Bestandteil zur Vorbereitung für das Studieren, Verstehen und Erkennen des Buches Sohar (zehn Bände) und des Talmud Esser Sefirot (sechs Bände).

In der richtigen Weise studiert, erweckt der Talmud Esser Sefirot das Licht der Korrektur über den Studierenden. Es ist das einzige Hilfsmittel zum spirituellen Aufstieg, welches in unserer Welt existiert.

Verwandtes Material:
Blog-post: Die gesammelten Werke von Rabash – Neue Ausgabe
Blog-post: Durch die Entwicklung der Verlangen entwickelt die Kabbala…
Blog-post: Die Weisheit der Kabbala kann man nicht mit Hilfe des…
Talmud Esser Sefirot
Das Buch Sohar

Verbunden durch die Welten

Michael LaitmanDrei Fragen, die ich zu meiner Verbindung mit Rabash erhielt:

Frage: Rabash schrieb, dass Baal HaSulams Studenten von der spirituellen Stufe abfielen, auf welcher sie sich nach dem Tode von Baal HaSulam befanden, da sie niemanden mehr hatten, der sie unterstützte. Haben die Studenten das nicht gemerkt? Und noch wichtiger: Wie schützt sich ein Kabbalist davor und welche Unterstützung nutzt er? Baal HaSulam und Rabash hatten keinen Rav und jetzt haben Sie auch keinen Rav. Wie schützen Sie sich vor Abstiegen und Fehlern?

Meine Antwort: So wie diese beiden auch- durch die direkte und klare Verbindung mit ihnen! Ein Mensch, der den Plan des Schöpfers erreicht, macht einen weiteren Fortschritt. Ein Mensch, der realisiert, dass es notwendig ist und sich verantwortlich fühlt, verlässt den Weg nicht.

Jeder erfährt bis zum Ende aller Stufen Abstiege und Aufstiege. Jedoch verfallen Anfänger in ihren Egoismus und können von sich selbst aus nicht einmal „einen Finger bewegen“, wohingegen die fortgeschrittenen Studenten dies anders erleben. Folglich sollte ein Mensch all seine Energie auf die Überwindung des ersten Teils des Weges richten.

Frage: Was tun Sie, wenn Sie keine Antworten mehr haben? Wenn Rabash heute immer noch bei uns wäre, dann würden Sie immer noch mit ihm studieren und ihn fragen. Aber was tun Sie, wenn Sie jetzt Fragen haben? Haben Sie jemals Fragen gehabt, auf die Sie noch keine Antworten gefunden haben?

Meine Antwort: Wenn ich Fragen habe, dann frage ich Rabash. Dies ist kein Mystizismus, sondern Realität. Ich bin sein Schüler, da ich eine Verbindung mit ihm erreicht habe – keine physische Verbindung, sondern eine innerliche Verbindung durch die Gleichheit der Form. Wenn ich Fragen habe, dann wende ich mich folglich an dieses Abbild einer größeren Gleichheit der Form mit ihm oder in anderen Worten, an „sein Abbild in mir“ und so finde ich seine Antworten auf meine Fragen – wie eine niedrigere Stufe von einer höheren Stufe lernt und empfängt.

Das ist deshalb so, weil der Niedrigere den Höheren fühlt. Ein Mensch fühlt immer nur sich selbst und er fühlt dies nur in sich. Rabash bleibt der Höhere Parzuf für mich und ich habe eine Verbindung mit ihm. Ansonsten würde ich mich nicht als sein Schüler bezeichnen.

Frage: Lieber Rav Laitman, wer hat Sie autorisiert, die Weisheit der Kabbala zu verbreiten?

Meine Antwort: Mein Lehrer Rav Baruch Ashlag (Rabash), der älteste Sohn des Baal HaSulam. Ich habe meine ersten drei Bücher geschrieben, während ich an seiner Seite war. Ich war sein Sekretär, Assistent und Student für zwölf Jahre. Die wichtigste Sache in der Kabbala ist, von wem man lernt. Zusätzlich bedeutet „lernen“, dass man wirklich ein Student seines Lehrers ist und mit ihm in jeder Weise verbunden ist. Siehe „Eine Rede zur Feier des Abschlusses des Sohar“ von Baal HaSulam.

Nachdem mein Lehrer verschieden war, machte ich mit unserer gewöhnlichen Arbeit in dieser Welt weiter. Rabash war der einzige Kabbalist in der vorigen Generation und ich bin sein Student. Ich denke, dass meine Lektionen, Bücher und alles was ich tue, darauf hinweisen. Ich lehre nur die Arbeiten des Baal HaSulam und von Rabash.

Übrigens, haben Sie diese Frage noch anderen Leuten gestellt, die heute „Kabbala“ lehren?

Verwandtes Material:
Blog-post: Immer bei mir
Blog-post: Letztendlich wird sich alles in Frieden und Korrektur vereinen
Baal HaSulam Artikel: Es ist an der Zeit zu Handeln
Video: Kabbala-Bücher
Kabbala eBooks
Baal HaSulam Artikel
Shamati – „Ich hörte“
Rabaschs Artikel über den Einzelnen und die Gruppe

Spirituelle Nahrung ist das Licht, das unsere Seele erfüllt


Eine Frage, die ich erhielt: In einem Ihrer Unterrichte sagten Sie: „Freundlich zu sein bedeutet, Menschen spirituelle Nahrung zu geben.“ Was ist spirituelle Nahrung?

Meine Antwort: Spirituelle Nahrung ist das Licht, das was die Seele eines Menschen korrigiert und sie erfüllt. Das ist so, weil das Einzige, was existiert, das Licht und die Seele sind. Das Licht wirkt auf die Seele und gemäß der Verlangen der Seele korrigiert oder füllt sie diese. Wenn die Seele gesund ist, so wird ebenfalls der Körper gesund sein, jedoch nicht umgekehrt – siehe das „Vorwort zum Buch Sohar“, Punkt 19:

„Und alle diese Leiden werden nur in der Klipa (Schale/Hülle) unseres Körpers wahrgenommen, der zu nichts anderem erschaffen wurde, als zu sterben und begraben zu werden, was uns darauf verweist, dass der ‚Wille zu empfangen‘ lediglich dazu erschaffen wurde, um vernichtet zu werden und ihn vom Antlitz der Erde zu tilgen, indem man ihn in den ‚Willen zu geben‘ verwandelt. Und die Leiden, die wir empfinden, sind nur zu dem Zweck gegeben, um die Nichtigkeit und den Schaden dieses ‚Willens zu empfangen‘ zu entblößen.

Und verstehe, wenn die ganze Welt sich damit einverstanden erklärt, sich zu befreien und in sich den Wunsch zu vernichten, für sich zu empfangen, und in allen nur der Wille sein wird, anderen zu geben, so werden die Menschen dadurch alle Sorgen und alles Schädliche in der Welt ausschließen, und jeder wird eines gesunden und vollen Lebens sicher sein, weil jeder von uns die ganze große Welt haben wird, die sich um ihn und um seine Bedürfnisse kümmern wird.

Doch wenn in jedem nur der ‚Wille für sich zu empfangen‘ ist, resultieren eben daraus alle Sorgen und Leiden, Morde und Kriege, vor denen wir keine Rettung haben, und die den Körper durch unterschiedliche Krankheiten und Schmerzen schwächen.

Daraus wird sichtbar, dass alle Leiden in unserer Welt dazu da sind, um unsere Augen zu öffnen, und dazu anzutreiben, den bösen Egoismus des Körpers loszuwerden, und die vollkommene Form des ‚Willens zu geben‘ zu erlangen. Und wie gesagt ist der Weg der Leiden selbst in der Lage, uns zum erwünschten Zustand zu führen.“

Verwandtes Material:
Blog-post: Der Egoismus zerstört sich selbst
Blog-post: Licht ist alles, was im Kli empfangen wird

Beharrlichkeit ist der Schlüssel zum Erfolg


Fragen, die ich darüber erhielt, wie man schwierige Zeiten auf dem Weg überwinden kann:

Frage: Man lebt und arbeitet, man erzieht seine Kinder und studiert Kabbala als Hobby. Alles läuft gut. Man denkt sogar, dass man sein Leben gut in den beiden Welten lebt – in dieser und in der spirituellen. Und dann verliert man plötzlich seinen Job, sein Haus, das Gesparte, und dann wird noch jemand in der Familie sehr krank. Und aus irgendeinem Grund zerfällt zusammen mit unserer Welt auch unsere „spirituelle Welt“. Bedeutet das, dass das, was auch immer man spirituell erreicht hat, nur eine höhere Form von Egoismus war, ein Verlangen nach Wissen?

Meine Antwort: Dies bedeutet nur eins: Ihre Bedingungen zum Vorankommen haben sich geändert, und nun werden Ihnen neue Bedingungen zum Voranschreiten angeboten. Warum? Weil sich so das allgemeine Verlangen (die gemeinsame Seele) entwickelt, und Sie sind ein Teil davon (eine einzelne Seele). Wenn Sie nicht unter diesen neuen Bedingungen voranschreiten wollen, dann verlassen Sie den Weg der individuellen Entwicklung und werden von dann an den generellen Weg gehen, den des Leidens, den der „zum Glück gezwungen werden“ heißt.

Frage: „Wehe denen, die den Tag des Herrn begehren! Was soll er euch? Denn des Herrn Tag ist Finsternis und nicht Licht!“ (Amos, 5:18). Anfänglich blendet das Licht alle unsere Sinne, und es kommt einem wie totale Finsternis vor. Diese Finsternis hilft jedoch demjenigen, der der Spiritualität entgegenstrebt, denn sie schließt alle egoistischen Sehnsüchte aus und unser Egoismus verliert jegliches Interesse an Spiritualität. Und nur derjenige, der sich unbeugsam dem Ziel entgegenbewegt, und mit dem Rav und dem Schöpfer „ausgerüstet“ ist, empfängt Unterstützung, Beistand und Instruktion. Dann kann er auch diesen Teil des Weges überwinden, den der „Dunkelheit der Nacht“.

Ich muss zugeben, dass ich immer noch ein Bewohner dieser Welt bin – der Welt der Dunkelheit -, und ich brauche dieses Licht, damit ich „Sehkraft“ erlangen kann, die Fähigkeit, in der Welt des Lichtes sehen zu können. Meine Frage ist: was kann einer Ihrer Studenten außer dem was er bereits tut, noch tun, um dies zu erreichen?

Meine Antwort: Sich noch mehr anstrengen, um alles Streben zu einem Ziel hin zu vereinen. Und zwar deswegen, weil der Schöpfer – die Eigenschaft zu lieben und zu schenken – nur in dem vereinten Verlangen erscheint, um in diesem gemeinsamen Wunsch die Eigenschaft der Liebe und des Schenkens zwischen den Seelen, zu enthüllen.

Verwandtes Material:
Blog-post: Fragen über den Pharao – unseren Egoismus (für Fortgeschrittene)
Blog-post: Was ist Schmerz, und wie können wir damit aufhören, ihn ständig zu spüren?

Shamati – Das wertvollste Buch der Welt


In einem der letzten Blogeinträge schrieb ich, dass wir gerade eine neue Ausgabe der gesammelten Arbeiten von Rav Baruch Shalom Ashlag – dem Rabash – veröffentlicht haben. Hier möchte ich einige Einblicke in die Geschichte und das Entstehen dieses äußerst kostbaren Textes geben, den uns Rabash hinterlassen hat – das Buch Shamati:

Shamati ist das wertvollste Buch der Welt, denn es hat die Kraft, einen Menschen zum Sinn seines Lebens zu führen. Shamati ist das Hauptwerk kabbalistischer Quellen. Es beinhaltet alle Grundsätze der spirituellen Arbeit eines Menschen. Die Artikel des Buches fassen alles zusammen, was ein Mensch benötigt, um in die Höhere Welt einzutreten. Sie umspannen die unendliche Tiefe aller 125 Stufen, die ein Mensch während seines spirituellen Weges durchwandern kann und muss, bis er an das Ziel des Schöpfungsplans gelangt. Kein anderes Buch der Menschheitsgeschichte dringt tiefer in die spirituelle Arbeit des Menschen ein.

Woher kommt das Buch Shamati? Hier eine kurze Geschichte: Unter allen Büchern und Manuskripten, die mein Lehrer Rabash für den Unterricht verwendete, gab es ein spezielles persönliches Notizbuch, auf dessen Einband „Shamati“ – Hebräisch für „Was ich hörte“ -geschrieben stand. Er verließ niemals das Haus, ohne dieses Buch bei sich zu tragen. Er hörte auch nie auf, es zu studieren und darin zu lesen.

Eines Tages zu später Stunde gab er es mir mit den Worten: „Nimm dieses Notizbuch und verwende es.“ Ich verstand sofort, dass sein Weg bald zu Ende gehen würde. Und tatsächlich verstarb er am nächsten Morgen. Seine reine Seele stieg zu den unbekannten Höhen auf, als der Morgen dämmerte.

Das Notizbuch war sehr umfangreich und umfasste die Unterrichte seines Vaters, des großen Kabbalisten Yehuda Ashlag – Baal HaSulam.

Baal HaSulam fasste darin sein gesamtes kabbalistisches Wissen zusammen, das zuvor nur verhüllt von Lehrer zu Schüler und von Generation zu Generation weitergegeben worden war – und dies über Tausende von Jahren. Dadurch bereitete Baal HaSulam eine Methode für uns vor, die uns alle zum spirituellen Aufstieg führen kann.

Rav Baruch Ashlag schrieb die Unterrichte aus dem Mund seines Vaters Wort für Wort mit. Daher sollten wir diesen Worten genau folgen und die Form, die Baal HaSulam für diese Worte wählte, exakt beibehalten. Wir sollten danach streben, in seine Gedanken einzutauchen, um denselben Weg einzuschlagen, den der Text vorgibt. So können wir den Gedanken Baal HaSulams folgen. Es ist wichtiger, sich an einen großen Kabbalisten zu heften, als auf die Schönheit der linguistischen Feinheiten zu achten. Wir sollten danach streben, die innere Schönheit dieser Texte zu erfassen – dadurch wird unser Verständnis für die Artikel eine konstante Entwicklung erfahren, sodass wir tiefer und tiefer in deren Inhalt eindringen können.

In diesen Artikeln bezieht sich Baal HaSulam oft auf Aussprüche anderer Kabbalisten und deren höchste Erkenntnisse. Diese Zitate geben uns einen Einblick in die Tiefe des Themas. Sie helfen uns auch zu realisieren, dass wir die Methode der Anheftung an den Schöpfer aus der Abstammungslinie der Kabbalisten erhalten – sie wird uns von dem allerletzten Kabbalisten dieser Linie übermittelt – vom großen Baal HaSulam.
All diese Texte sollten als ein Gesamtwerk betrachtet werden, weil sie alle nur über das Gleiche sprechen. Sie beschreiben, wie das Geschöpf nach seinem Erschaffer sucht, wie es sich Ihm langsam annähert, um schließlich mit Ihm zu verschmelzen.

Tatsächlich erläutern diese Texte die Arbeit, die ein Mensch auf sich nehmen muss, um die Gleichheit der Form, Anheftung und Verschmelzung mit dem Schöpfer zu erreichen. In der gesamten Wirklichkeit gibt es keinen anderen Grund für unsere Existenz außer diesem erhabenen Ziel. In Übereinstimmung mit diesem Ziel ermöglicht der Mensch der Wirklichkeit, allen Welten und allem darin Existierenden den Aufstieg und die Verschmelzung mit dem Schöpfer.

Daher müssen wir verstehen, dass sich das gesamte Universum, alle Geschöpfe und alle Welten innerhalb eines Menschen befinden. Jeder Mensch muss sich vorstellen, dass er dieser Mensch ist und dass er frei wählen und handeln kann. Er – und nur er – steht dem Schöpfer gegenüber und hat die Verantwortung und das Privileg, diese notwendige Arbeit zu verrichten, um Übereinstimmung der Form, Verschmelzung und Anheftung an den Schöpfer zu erreichen.
Davon handelt das Buch Shamati.

Die Uhr tickt und die Zeit eilt. In allen Teilen der Welt gibt es Menschen, die ein zunehmendes Interesse an spirituellem Fortschritt und Aufstieg in sich spüren und sich fragen: „Was ist der Sinn meines Lebens?“
Dies ließ mich die Einzigartigkeit und Wichtigkeit der Shamati Artikel erkennen und daher habe ich mich entschlossen, dieses Buch zu veröffentlichen und es der Welt zu enthüllen.

Verwandtes Material:
Blog-post: Das Größte, was Sie tun können, ist das Größte zu erlangen, was es gibt
Shamati Artikel

Fragen auf dem Weg


Fragen, die ich über die verschiedenen Entscheidungen, die man auf dem Weg macht, erhielt.

Frage: Baal HaSulam sagt: „Mache dir einen Rav und kaufe dir einen Freund“. Was ist der Unterschied zwischen „machen“ und „kaufen“ und wie macht und kauft man sich jemanden?

Meine Antwort: „Machen“ heißt, jemanden als großartig anzusehen, und „kaufen“ bedeutet, in diesen Menschen zu investieren. Mehr darüber in Baal HaSulams „Artikel zum Abschluss des Buches Sohar“.

Frage: Was soll ich mit all diesen verschiedenen Gefühlen von Traurigkeit und Depression machen, die ich habe? Die meisten Gefühle beziehen sich darauf, dass ich noch eine lange Zeit für meine Korrektur und die der Welt im Allgemeinen brauche.

Meine Antwort: Beziehen Sie sich mehr in das Welt-Kli mit ein und lesen Sie mehr Zitate der Kabbalisten, darüber, was wir tun. Erlauben Sie anderen Lesern, Ihnen Rat zu geben, was aus ihrer Erfahrung am besten zu lesen wäre. Sie sorgen sich darüber, dass es lange dauern kann? Aber Sie haben Ihr ganzes Leben, welches Ihnen nur für diesen Zweck gegeben wurde.

Frage: Ich habe Kabbala nun schon lange studiert, aber ich verstehe immer noch nicht, was ein Reschimo ist?

Meine Antwort: Es ist Information über den spirituellen Grad, der es verlangt, verwirklicht zu werden.

Frage: Warum erhält ein Mensch eine einzigartige Lebenssituation zum Vorankommen?

Meine Antwort: Weil jeder Mensch einzigartige, anfängliche Eigenschaften besitzt und einen einzigartigen Endzustand. Die Methode der Korrektur jedoch ist für jeden gleich.

Verwandtes Material:
Blog-post: Strebe Deinem Ziel entgegen und überlasse den Rest dem Schöpfer
Blog-post: Die Formel der Seele
Baal HaSulam: Vorwort zum Buch Sohar

Grundlagen der Kabbala – Einführungskurs

Am Montag den 29. Oktober 2008 beginnt ein neuer Einführungskurs in die Kabbala.

Kursbeschreibung

Wir bieten einen kostenlosen, interaktiven online-Kurs, der live unter Zuhilfenahme von Quelltexten und anderem Studienmaterial die Methode der authentischen Kabbala vorstellt. Die Unterrichte legen Schritt für Schritt die Bedeutung der Kabbala und deren korrekte Anwendung dar. Es ist eine Erfahrung, die Deine Wahrnehmung der Wirklichkeit verändern wird.

  • 24 Wochen lang vertieftes Studium auf angenehme und einfache Weise – angefangen bei den Grundlagen der Kabbala bis hin zum strukturellen Aufbau jener Kraft und der Gesetze, die unser Leben formen.
  • Wir werden uns mit den klassischen Fragen beschäftigen: Woher kommt Leid und wie können wir darauf Einfluss nehmen. Gibt es einen freien Willen?
  • Wir lernen wie man authentische Texte studiert.
  • Ein Kommunikations-Forum für den gegenseitigen Gedankenaustausch – hier können weitere Fragen zum Unterricht gestellt werden.
  • Forum für den direkten Austausch mit den Instruktoren, wo alle Fragen, die während des Studierens in dir auftauchen, beantwortet werden.
  • Kostenlose authentische Texte und unterstützende Bücher
  • Kostenloser Zugang zur Internet Community aller Kabbala Studenten der ganzen Welt.
  • Angebot versch. Kongress-Treffen mit Rav Dr. Laitman und Studenten aus der ganzen Welt.

Hier kannst Du Dich registrieren: Bnei Baruch Kabbala Lernzentrum