Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Segula ist ein Zugang zur spirituellen System

Einführung in das Buch Sohar, „Während der Brautnacht“: „Vor dem Schöpfer liegt ein Buch der Erinnerung (s. Mal. 3:16) über die Verbrechen und Sünden, die in der Welt passieren.
Denn er braucht sie bis zu dem Tag, wo er ein Wunder macht (Segula)“
.

Eine Frage, die ich erhielt: Was bedeutet Segula?
Meine Antwort: Die höhere Kraft oder der Schöpfer, oder das Licht befindet sich in der Gruppe. Ich kann mich nur dann korrigieren, wenn wir gemeinsam mit der Gruppe die authentischen Quellen studieren.
Das heißt nämlich Segula, ein besonderes Mittel, die Werke von Kabbalisten, dank welche der Mensch, die Gruppe und der Schöpfer zu einem Ganzen vereingt werden können. Ihre Einheit ist nur machbar unter der Bedingung, dass wir das System, in deren sie sich befinden, richtig nutzen.

Auch jetzt sind wir ein Teil davon. Welten, Parzufim, alle sind hier, aber damit sie sich zeigen muss man auf sich die Einwirkung von spirituellen Kräften aufrufen.

Ein Verlangen ist nicht genug, wir brauchen ein Mittel, das das System in Bewegung setzt, damit diese Mittel sie die Gruppe über mich zu arbeiten beginnt.

Also, das Starten vom System wird durch authentischen Quellen umgesetzt. Deshalb studieren wir die Werke von Rabasch, Baal HaSulam, Ari und Raschbi. Ohnedem kann ich die Verbindung zum System nicht herstellen und sie nicht einsetzten.
Aus einem Unterricht über die Einleitung in das Buch Sohar, 15.11.2010

Frisches Blut in den spirituellen Embryo eingießen

Eine Frage, die ich erhielt: Kann man darum bitten, dass bei den Angehörigen der Punkt im Herzen erwacht?

Meine Antwort: Unsere Entwicklung gleich der Entwicklung eines Keimes im Mutterleib. Jeder Teil entwickelt sich in einem bestimmten Tempo und in einer bestimmten Reihenfolge.
Wir verstehen nicht, warum es so geschieht, aber nachdem wir die Sfirot und die drei Linien – КАCHAB, CHАGАТ, NECHI studieren, beginnen wir zu verstehen, wie diese Entwicklung zustande kommt (es wird detailliert im 11. und 12. Teil der „Lehre der Zehn Sfirot“ erklärt).

Ich bin für den Anfang der Entwicklung jedes einzelnen Menschen nicht verantwortlich, alles hängt von der Wurzel seiner Seele ab. Meine Kinder oder Enkelkinder können keine Beziehung zur Kabbala haben oder bezüglich der Spiritualität gleichgültig bleiben, wobei jemand irgendwo in Alaska aufwacht und ohne Kabbala nicht mehr leben kann.
Es hängt davon ab, ob die Seele ihre Entwicklung erreicht hat oder nicht. Deshalb soll ich nicht darum beten, dass der Schöpfer die Reihenfolge der Entwicklung dieses allgemeinen „Embryos“ ändert.

Das einzige, was ich machen soll – möglichst viel, in der Gruppe zu arbeiten. Unsere Hauptaufgabe ist es, die Einheit zwischen uns zu erreichen!

Dank dieser Einheit werden wir in den Embryo den frischen, schnellen und mächtigen Blutfluss eingießen. Wir werden die allgemeine Entwicklung beschleunigen, und alle werden sich schneller entwickeln, wobei die richtige Reihenfolge bestehen bleibt.

Deshalb sollen wir erst unsere Entwicklung beschleunigen, um folglich die allgemeine Entwicklung beeinflussen zu können.

Aus der 8. Lektion des Kongresses, 11.11.2010

Die Arbeit mit dem Licht

Wir studieren in der Wissenschaft der Kabbala, wie unser Wunsch zu korrigieren ist, der das gesamte Material der Schöpfung ausmacht.

Diesen Wunsch müssen wir so lange korrigieren bis genau die Kraft im Universum herrscht, die als der Schöpfer, das Licht, empfunden wird. Außer dieser Kraft und diesem Wunsch gibt es weiter nichts.

Die Offenbarung verwirklicht sich nach dem Gesetz der Ähnlichkeit der Eigenschaften : der Wunsch empfindet die Kraft des Lichtes in dem Mass seiner Ähnlichkeit mit dem Licht.

Das Programm und das Ziel der Schöpfung sind auf die vollständige Enthüllung des Lichtes durch unseren Wunsch gerichtet. Somit müssen wir bis zur vollkommenen Aneignung des Lichtes – das Geben korrigieren.

Hierzu wurde das System der Welten geschaffen, welches uns hilft den Wunsch in die Ähnlichkeit mit dem Licht zu verändern. Die ersten Schritte machen wir in dieser Welt, und dann steigen wir auf in die Welten Assija, Jezira und Brija. Hier in den neun unteren Sefirot, von Malchut der Welt Azilut, befinden sich die zerbrochenen Seelen.

Keter, die höchste Sefira von Malchut, befindet sich oberhalb von Parsa, in der Welt Azilut, in welcher die Eigenschaft des Gebens herrscht.Unterhalb von Parsa gilt die Eigenschaft des Empfangens.

Malchut bekommt die Kräfte von Seir Anpin. Er ist für uns der Höhere, der Gebende, wir bekommen alles von ihm. Seir Anpin befindet sich in Beziehung mit dem höheren Parzuf der Welt Azilut – Aba we-Ima (AB“I), dessen Teil Ischut heisst.

Noch höher liegt Parzuf Arich Anpin (A“A) welcher das Licht der Unendlichkeit (Ein Sof) bekommt und es an Malchut weitergibt.

Das Wichtigste für uns ist der Aufstieg, d.h. wie die zerbrochenen Seelen aus den Welten BEA zu Malchut de-Azilut aufsteigen. Danach reihen wir uns in den Prozess der Korrektur ein. Die Welt Azilut korrigiert die zerbrochenen Wünsche, die sich in egoistischer Absicht aufhalten.

Der Wunsch selber ändert sich nicht, er ist Material mit dem du nichts machen kannst. Jedoch können wir den Wunsch auf zwei Weisen verwenden, entweder : um ihn mit Empfangen auszufüllen, oder um zu geben. Im zweiten Fall wird man nur dann empfangen, wenn man den anderen geben kann.
Wie ist das möglich ? Dank der Liebe, der Verbindung mit den anderen.

Das Buch Sohar hilft uns vor allem in dieser ersten Etappe – beim Aufstieg in die Welt Azilut. Die Reihenfolge der Handlungen ist diese :

1. Wir erheben die Bitte um Korrektur (MAN)

2. Die Antwort kommt zu uns in Form des umgebenden Lichtes (Or Makif), und das gibt uns die Kräfte

3. Wir steigen auf zu Malchut de-Azilut

4. Malchut erhebt unsere Bitte zu Seir Anpin

5. Er gibt ihr die Kräfte und korrigiert die Seelen

Auf diese Weise arbeiten wir mit dem Licht. Um den Wunsch auf die Absicht des Gebens zu korrigieren, arbeiten wir an der Vereinigung, die man nur infolge der Einwirkung des Lichtes erreichen kann.

Aus einem Unterricht über die Einleitung in das buch Sohar, 15.11.2010

Die allgemeine und die persönliche Lenkung

Eine Frage, die ich erhielt: Was bedeutet die allgemeine und die persönliche Lenkung?

Meine Antwort: Wir befinden uns in der Realität des Verlangens zu genießen, der Kraft des Empfangens. Außerdem wirkt in dieser Realität die Kraft des Gebens, die Kraft des Lichts.

Wie ist nun die Formel ihres Zusammenwirkens? Bezeichnen wir die eine Kraft mit X und die andere mit Y, und der Koeffizient K verbindet sie zu einer Formel.

In Wirklichkeit sieht die Formel folgendermaßen aus: zwei Variablen sind das Verlangen zu genießen und das Verlangen, Genuss zu schenken, und zwischen ihnen liegt der Schirm K.

Am Anfang unserer Realität ist das Verlangen, Genuss zu empfangen (0), dem Verlangen des Gebens (1) entgegengesetzt. Im Endeffekt aber, bei der 125. Handlung, werden beide Verlangen gleichwertig (1 – 1).


Somit ist die Formel einfach: sie müssen von der Gegensätzlichkeit zu der Ähnlichkeit der Eigenschaften gebracht werden. Das Verlangen zu empfangen muss die Eigenschaft des Gebens erlangen.

Die Formel ist bekannt, das Ergebnis auch. Die Rede ist von zwei Kräften, die in der Realität wirken und miteinander kontaktieren, damit jeder Augenblick ihres Zusammenwirkens auf eine optimale Weise zum Finale führt.

So wirkt die Natur in allem: minimaler Beitrag beim maximalen Nutzen. Dieser Mechanismus wirkt auf uns ein, und indem wir die Resultate dessen Einwirkung spüren, bezeichnen wir sie als „Lenkung“.

Es gibt eine persönliche und eine allgemeine Lenkung.

Die persönliche Lenkung bezieht sich auf jede einzelne Zelle des Körpers und bestimmt, welcher Teil vorankommen soll, während er jedes Mal seine persönliche Form in Übereinstimmung mit dem Vorankommen des Gesamtsystems annimmt.

Als Beispiel kann die schrittweise Entwicklung der Organe eines Embryos dienen. Sein Körper wächst  entsprechend der allgemeinen Lenkung, die die Reihenfolge der Entwicklung von einzelnen Teilen bestimmt.

Später gehen von der allgemeinen Lenkung persönliche Fäden ab, die mit jedem Teil verbunden sind und sich nach dessen Platz und Rolle im Prozess des allgemeinen Wachstums richten.

Somit bedingt das allgemeine Entwicklungsprogramm persönliche Programme, die uns steuern.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Das Wesen der Religion und ihr Ziel“ vom 15.11.2010

Gibt es ein Leben ohne den Schirm?

Mit Hilfe von umgebenden Lichtern (Or Makif) und runden Kelim (Kelim de Gilgulim) schreiten wir vorwärts und bewegen uns im spirituellen Raum von einem Zustand zum nächsten.

Runde Kelim, Verlangen, Gefäße unterscheiden sich dadurch, dass ihnen der Schirm (Massach) fehlt und sie keinen Austausch durch den Schlag (Siwug de Hakaa) in dem Ausmaß der Ähnlichkeit mit dem Licht durchführen.

Nur der Schirm verleiht dem Gefäß diese Ähnlichkeit, diese Verbindung, wodurch das Kli selbst über die Richtung der Bewegung bestimmt.

Allerdings verfügt das runde Kli noch nicht über einen Schirm, welcher seine Verlangen nach einer Geraden, von oben nach unten, in dem Maße ihrer Ähnlichkeit mit der Eigenschaft des Gebens ausrichten würde. Nichtsdestotrotz existieren, bewegen sich und verändern sich die Gefäße auch ohne den Schirm – unter der Einwirkung der umgebenden Lichter.

In der Tat, wie hätten wir uns aus unserer Welt durch die gesamte Vorbereitungszeit dem Machsom und dem Eintritt in die spirituelle Welt entgegen bewegen können, wenn die umgebenden Lichter keine Einwirkung auf uns hätten?

Welche Mittel hätten wir benutzen können? Denn wir haben keinen Schirm. Also wären wir dem Strom und dem Zufall ausgeliefert?

Wenn die Kelim jedoch dem Schirm entgegenstreben, wenn sich der Punkt im Herzen in ihnen erwacht und den Anfangsanstoß zur Korrektur, zur Wahrheit gibt, gelangen sie unter die Einwirkung von umgebenden Lichtern.

Diese Lichter wirken in Übereinstimmung mit den Anstrengungen des Kli, mit dessen Verlangen und Forderung, wie „sinnlos“ sie auch erscheinen mögen. Genauso wissen die Kinder noch nicht genau, wie sie sich vorwärts bewegen sollten, verstehen den Sinn ihrer Handlungen nicht und wachsen und entwickeln sich dennoch weiter. All das geschieht dank der umgebenden Lichter.

Ich wurde in die Gruppe geführt und mache das, was in den Augen der Freunde gut ist. Ohne Verständnis und Kraft zu haben, begreife ich noch nicht ganz, was geschieht, spüre jedoch, dass es wichtig für mich ist.

Solange der Mensch noch nicht in die spirituelle Welt eingetreten ist, weiß er nicht, ob er lebt oder tot ist, versteht nicht, wodurch und wie er lebt. Wir kennen uns absolut nicht mit dem realen Stand der Dinge aus, solange wir den Schöpfer wenigstens im kleinsten Maße nicht enthüllt haben.

Und darum führen uns die umgebenden Lichter. Wir ziehen sie an und wollen, dass sie auf uns einwirken.

Im Dunkeln, ohne den Schirm, ohne die Absicht zu geben, in der egoistischen Absicht lo liShma, die unweigerlich aus dem Zerbrechen hervorgeht, streben wir dennoch liShma, dem Geben entgegen. Selbst wenn wir es fürchten, selbst wenn wir es nicht wollen – aber wir sind nicht mehr gleichgültig dem gegenüber.

Und deshalb wirkten in einer solchen Situation Lichter auf uns ein, die nicht zur Linie, sondern zum Kreis gehören – zu der Umgebung von Freunden, in der wir auch arbeiten.

Aus dem Unterricht nach „Beit Shaar HaKavanot“ vom 15.11.2010

Alle Antworten – sind in der Gruppe

Eine Frage, die ich erhielt: Wenn ich die innere Arbeit führe und eine Frage habe, wie kann ich dann die Antwort erkennen?

Meine Antwort: Um uns die klaren Antworten zu geben und überhaupt mit uns den Dialog zu führen und die feste Beziehung zu gewährleisten, die man prüfen und empfinden kann – hat der Schöpfer uns die Gruppe gegeben, in der Er sich befindet.

Wenn du mit der Gruppe vereinigt wirst, dann findest du Ihn. Nachdem du Ihn an einem schönen Tag getroffen hast, wirst du sehen, dass man Ihn nur im Herzen der Verbindung mit der Gruppe offenbaren kann.

Der Schöpfer versteckt sich hinter allem und sagt dir: „Ja, du hast dich mit allen vereinigt – also auch mit Mir.“

Dafür hat Er das Kli zerschlagen, um die Scherben zu vereinigen und im Endeffekt Ihn zu finden. Indem wir also das zerbrochene Kli sammeln, bilden wir vor uns das Wesen des Schöpfers.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel aus dem Buch „Schamati“, 12.11.2010

Die Bilder meines Egos

Eine Frage, die ich erhielt: Sie sagen, dass die Informationen, die von unserem Auge wahrgenommen werden, auf dem „Schirm“ im Hinterkopf widergespiegelt werden…

Meine Antwort: Nein. Es wird nichts vom Auge wahrgenommen – das Auge gibt es nicht. Genauso wie es den „Hinterkopf“ nicht gibt.

Es gibt nichts außer dem egoistischen Verlangen, sich zu erfüllen, welches mir zeigt, dass ich so „gebaut“ bin: ich habe Augen, einen Kopf, Arme, Beine.

Doch in dieser Form wird es von meinem Verlangen zu genießen dargestellt. Genauso wie es dargestellt wird, dass irgendwelche Objekte scheinbar außerhalb meines Körpers existieren.

Fortsetzung der Frage: Also nehmen wir den Schöpfer genau so wahr – als Verhüllung? So ist unsere Realität?

Meine Antwort: Das, was wir sehen, oder genauer gesagt fühlen (wir sagen „sehen“, weil die Sehkraft das stärkste Sinnesorgan unserer Wahrnehmung ist), ist der Unterschied zwischen uns und dem Schöpfer, der Schatten unseres egoistischen Verlangens im Höheren Licht, auf dem weißen Schirm.

Deshalb sehe ich nur alle möglichen einzelnen Verlangen, verschiedene Eigenschaften, die in meinem egoistischen Verlangen enthalten sind.

Mit anderen Worten: die unbelebte Natur, Pflanzen, Tiere, der Mensch – all das sind vier Ebenen meines Verlangens zu genießen: Shoresh, Alef, Bet, Gimel, Dalet, die mir in einer solchen Form vor dem Hintergrund des weißen Lichtes dargestellt werden.

Denn ich nehme nur mein Verlangen, mich zu erfüllen, wahr! Und was ist mit dem Licht? Das Licht ist jener Hintergrund, auf dem ich mein Verlangen zu genießen sehe.

Wenn also dieses Verlangen genauso wie das Licht wird, wird es das Licht nicht mehr vor mir verdecken, und ich werde den Schöpfer voll und ganz wahrnehmen können.

Doch noch nehme ich anstelle von Ihm nur mein egoistisches Verlangen wahr. Mit anderen Worten, sind alle, die mich umgeben, Teile meines Egos.

Aus der 6. Kongresslektion vom 10.11.2010

Die Lenkung zu übernehmen

Eine Frage, die ich erhielt: Gibt es eine Verbindung zwischen der privaten und der allgemeinen Lenkung?

Meine Antwort: Ja, zwischen ihnen gibt es die zweiseitige Verbindung. Die allgemeine Lenkung ist mit den einzelnen Teilen verbunden und wirkt, im Einklang mit der Reaktion jedes Einzelnen, auf das System der Seelen ein.

Die Seelen, die sich im Kreis des Systems befinden, sollen im Endeffekt die einheitliche Linie bilden. Damit sie alle darin ihren Platz finden, benötigt man eben die private Lenkung.

Deshalb gibt es im System das Programm der allgemeinen und der privaten Lenkung, welches von oben nach unten gilt.

Das reicht aber nicht ganz. Es wird von jedem auch noch die Gegenreaktion erwartet. Dabei ist wichtig, inwiefern ich selbst vorankommen will und mich bemühe und ob ich die Kraft des Lichtes um die eigene Kraft ergänze?

Das Licht seinerseits stößt mich mit den Schlägen nach vorne, egal ob ich es möchte oder nicht. Dieser Prozess heißt „Beito“. Außerdem kann ich den Prozess selbst beschleunigen, ohne auf die Handlung des Lichtes zu warten.

Solche Beschleunigung heißt „Achischena“. Ich bringe meinen Wunsch in Übereinstimmung mit dem Wunsch des Schöpfers, der Korrektur und dem vollkommenen Zustand.

Meine ganze Arbeit besteht darin, die eigene Kraft einzubringen und die Kraft des Lichtes zu neutralisieren. Ich will das Programm der Lenkung übernehmen, verstehen und selbständig verwirklichen.

Dazu haben wir den Punkt im Herzen bekommen. Wir streben in Wirklichkeit danach, das Programm der Schöpfung zu erkennen und zu erfüllen.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Das Wesen der Religion und ihr Ziel“, 15.11.2010

Aufstieg zur ersten Stufe

In der Spiritualität ist es so, dass, wenn du nicht bis aufs Äußerste gehst, es nicht bedeutet, dass du mit deinem ganzen Verlangen arbeitest.

Und dann hat es überhaupt nichts mit deinem spirituellen Vorankommen zu tun. Doch du weißt nicht einmal, wo dieses Äußerste liegt, du kannst es dir höchstens irgendwie vorstellen.

Wir sind also an einem solchen Zustand angelangt, in dem wir die spirituelle Welt enthüllen wollten – alles, was wir uns nur vorstellen konnten. Mit dieser maximalen Absicht sind wir zum Kongress gekommen. Wir haben nur das gewünscht und nicht weniger – dass „der Himmel sich öffnet“.

Und was hat sich uns stattdessen eröffnet? Wie wenig wir innerlich in der Lage sind, uns auch nur um ein Haarbreit dem zu nähern! Wir können nicht der Notwendigkeit zustimmen, uns zu verbinden, uns zu annullieren.

Sobald es um die Verbindung zwischen uns ging, um jene innere Arbeit, die wir durchmachen müssen, kam sofort die Abkühlung unseres Verlangens. Wir sind nicht bereit, die spirituelle Welt um diesen Preis zu erreichen!

D.h. wir haben uns die spirituelle Welt falsch vorgestellt, wir haben sie nicht als Eigenschaft des Gebens, die über unserem Egoismus steht, begriffen.

Wir haben jedoch diese Notwendigkeit gespürt. Nach drei Tagen, die mit sehr vielen inneren Handlungen gefüllt waren, haben wir eine Enttäuschung erlebt.

Und diese Enttäuschung rührt daher, dass wir nicht in der Lage, nicht gewillt sind, die wahre Spiritualität zu erlangen. Wir wollen in unserem Verständnis von der Spiritualität als etwas Gutem, Ewigem, Angenehmem in unseren heutigen (egoistischen) Verlangen bleiben.

Was haben wir nun enthüllt? – Die linke Linie, unseren bösen Trieb – dass wir die Spiritualität in unsere egoistischen Verlangen empfangen wollen, wie in der materiellen Welt.

Warum haben wir sie nicht empfangen? In der Spiritualität braucht man nichts zu empfangen – sie steht offen. Wenn du geben willst, dann bitte, es ist alles erlaubt, alles möglich. Niemand wird sie wegstehlen.

Mit anderen Worten, haben wir innerhalb unsres Egos enthüllt, dass unsere Definition von der Spiritualität falsch war. Das wird sich uns auf allen 125 Stufen enthüllen!

Und nun sehen wir, dass unsere Natur der spirituellen entgegengesetzt ist, dass wir nicht in der Lage sind, sie zu erreichen, und dass uns die einzige Möglichkeit bleibt: nur den Schöpfer anzurufen, nur Ihn zu bitten. – Das ist bereits die rechte Linie. Wir müssen uns über uns selbst erheben. – Und daraus entsteht die mittlere Linie.

Wir haben jedoch eine große Arbeit vollbracht: jene Verzweiflung, die von uns Besitz ergriffen hat, jene Bitterkeit, jene Ausweglosigkeit haben sich in uns als Unfähigkeit enthüllt, die spirituelle Welt in unseren egoistischen Verlangen zu erreichen.

Denn im Grunde genommen haben wir gebeten, dass die Spiritualität sich genau dort und nicht in den gebenden Verlangen enthüllt. Und nun, nach dieser Erkenntnis des Bösen, werden wir in die rechte Linie übergehen, uns korrigieren und die mittlere Linie erreichen.

Deshalb ist das, was wir auf dem Kongress bewältigt haben, eine gewaltige Errungenschaft, das ist bereits wirklich der Beginn des spirituellen Weges. So etwas, in diesem Ausmaß, im großen Egoismus der letzten Generation gab es noch nie.

Darüber schreibt Baal HaSulam: „Ich freue mich auf die sich enthüllenden Sünder, weil der Grund dafür die „Heiligkeit des Tages“ ist“.

Ein gewaltiges Licht musste sich von oben ergießen, um uns zu zeigen, wie wenig wir wollen, wie wenig wir in der Lage sind, wie entgegengesetzt der Spiritualität wir sind, wie wenig wir an die Verbindung und die Liebe zwischen uns denken wollen.

All das bedeutet die „Heiligkeit des Tages“, weil wir uns verbunden haben und irgendwo doch den Wunsch verspürt haben, spirituell aufzusteigen.

Uns hat sich jene Stufe, jenes Verlangen enthüllt, über welches wir uns im Grunde genommen erheben müssen. Doch noch können wir es nicht, noch sind wir nicht dazu in der Lage, müssen es jedoch tun, um zur ersten Stufe der spirituellen Leiter aufzusteigen.

Das ist der Grund, warum ich mit dem Kongressergebnis zufrieden bin und sehr darauf hoffe, dass wir in der nächsten Zukunft bereits alle drei Linien als die mittlere Linie enthüllen.

Aus dem Programm „Wochenabschnitt“ vom 12.11.2010

Die warme Welle der Liebe

Eine Frage, die ich erhielt: Viele Anfänger sprachen davon, dass sie am zweiten Tag weder die Kräfte, noch den Wunsch hatten, zum Kongress zu kommen.

Als sie aber angekommen sind, haben sie gefühlt, wie sie plötzlich eine warme Welle der Liebe eingehüllt hat. Was ist mit ihnen geschehen?

Meine Antwort: Dies ist die so genannte „Versüßung“ – da wir den vollkommenen Zustand noch nicht erreicht haben.

Jede Linie besteht ihrerseits aus drei weiteren Linien. Obwohl wir nur die linke Linie geöffnet haben, gibt es in ihr die linke, die rechte und die mittlere Linie. Und es ist das, was eben geschah.

Obwohl wir nur die linke Linie geöffnet haben besteht sie ihrerseits aus drei weiteren Linien, die linke, die rechte und die mittlere.

Mit anderen Wörtern, am zweiten Kongresstag wurde die rechte Seite der linken Linie geöffnet.

Die Frage: Viele Menschen erzählten mir, dass sie am dritten Kongresstag etwas Eigenartiges gefühlt haben. Sie wissen nicht, was es war, aber dieses Gefühl veränderte ihre gesamte innere Empfindung des Kongresses …

Meine Antwort: Es ist richtig. Obwohl es die mittlere der linken Linie war, und wir zur vollkommenen Enthüllung noch nicht gekommen sind, bringt uns diese Linie dennoch das gewisse Leuchten von oben. Deshalb haben sie es auch gefühlt.

Man muss allerdings nicht denken, dass etwas grandioses geschehen ist, es ist immerhin ein sehr kleines Leuchten. Außer unserer Hauptgruppe, waren auf dem Kongress viele neue Menschen anwesend, weshalb alles ein wenig komplizierter war.

Aber immerhin haben wir eine wesentliche Veränderung in unserem Aufstieg erreicht. Es bedeutet eben den Eintritt auf „die Treppe Jakobs“ – auf ihrer linken Seite.

Denn wir erreichten das Begreifen des Übels, und verstanden, dass wir nicht bereit sind, die Spiritualität in den egoistischen Wünschen zu erreichen. Dass dies unserer Natur zuwider ist, und wir wissen nicht, wie sie zu verändern ist.

Aber immerhin ist es schon der Anfang. Und von hier aus können wir weiter mit anderen Begriffen operieren.

Aus dem Programm „Wochenabschnitt“, 12.11.2010

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