Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Geben bedeutet, Verlangen der Anderen zu erfüllen

Eine Frage, die ich erhielt: Ich kann verstehen, wie man in der materiellen Welt gibt (man kann den Menschen freiwillig helfen), doch ich verstehe nicht, wie man in der Spiritualität geben kann.

Meine Antwort: Und ich verstehe im Gegenteil nicht, wie du in der materiellen Welt geben kannst. Denn alle deine Handlungen führst du aus, weil es dir dabei gut geht, und das gilt nicht als Geben.

In der spirituellen Welt ist der Gebende derjenige, der sich über alle egoistischen Berechnungen, über sein Ego, über die eigenen Verlangen erhebt, dann erlangt er eine neue Kraft, die er nicht hat. Und mit deren Hilfe kann man dann ohne eine rückläufige Verbindung zum eigenen Verlangen geben.

Heute basieren alle deine Handlungen des Gebens jedoch auf egoistischen Berechnungen: wir müssen die Welt und die Umwelt retten, wir müssen den Kranken helfen, weil es dir Schmerzen bereitet, ihre Leiden mit anzusehen, oder weil dir, wenn du morgen, Gott bewahre, krank wirst, auch geholfen werden kann. Doch das kann man nicht als Geben bezeichnen, das ist eine ganz normale egoistische Berechnung.

Wir sind von Natur aus aus einem solchen Material erschaffen, welches wie ein Motor „Kraftstoff“ benötigt. Du willst, dass ich gebe oder etwas tue, dann musst du mich mit „Kraftstoff“ versorgen, sonst werde ich keine einzige Bewegung ausführen können.

In unserem Leben kennzeichnen solche Handlungen den Menschen als gebend, gütig, gutherzig. Doch bei einer spirituellen Überprüfung stehen wir alle als Egoisten da. Alles, was ich in unserer Welt mit meinem Verlangen zu genießen tue, sind Handlungen, die darauf gerichtet sind, mich selbst zu erfüllen. Und dann nehme ich die Welt und mich selbst so wahr, wie wir sie alle wahrnehmen.

Und in der spirituellen Welt enthülle ich, wie ich an die Anderen geben kann, d.h. beginnen kann, die Verlangen der Anderen wie meine eigenen wahrzunehmen. Ich arbeite, um ihre Verlangen zu erfüllen, und ich fühle alles, was sich außerhalb von mir befindet. Während ich im Moment alles, was in mich eindringt, fühle, fühle ich in der spirituellen Welt alles, was sich außerhalb von mir, in den Verlangen der Anderen befindet. Dies ist aber nur möglich, wenn das höhere Licht die Eigenschaft des Gebens in mir erschafft!

Deshalb ist das Gesetz „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ eine Bedingung bzw. eine Formel für die Wahrnehmung von all dem, was sich außen befindet, sprich für die spirituelle Wahrnehmung.

Die materielle Welt und die spirituelle Welt sind einfach zwei Arten der Wahrnehmung der Realität: entweder das Einsaugen in sich hinein oder der Austritt nach außen durch das Geben.

Aus dem Vortrag im Auditorium „Kabbala für alle“ vom 30.11.2010

Die Schale schützt die Frucht

Es steht geschrieben, dass „die Schale (Klipa) die Frucht schützt“. Diese „dunklen Kräfte“/ Klipa umgeben das Kli/ die Frucht von allen Seiten und schützen sie vor der Außenwelt.

Aber es ist deshalb unverständlich, weil im Bild des Universums, unsere Welt von den höheren Welten umgeben ist, so dass es fraglich ist, wovor die Hülle uns eigentlich beschützt?

Sie beschützt uns von beiden Seiten: sowohl vom höheren Licht, das wir noch nicht bekommen können, als auch von uns selbst, damit wir nicht nach außen heraustreten.

Aber wenn der Mensch, der sich in dieser Welt befindet, solchen Wunsch erreicht, der diese Schale locht und dadurch in die höhere Welt hinausgeht – dann bitte! Klipa bewacht mich und gibt mir solchen Widerstand, gegen den ich die ausreichende Kraft ansammeln kann, um in der höheren Welt standzuhalten und darin zu leben.

Und andererseits beschützt sie mich vor der viel zu starken Einwirkung der höheren Welt, damit ich diese nicht empfinde, weil sie mir sonst schaden kann.

Somit ist die Nahrung des Höheren, ein Gift für den Unteren. Für Ihn ist es das Licht des Gebens, dem ich sofort entlaufen werde, weil es mir so verhasst sein wird. Ich kann ihm nicht widerstehen, dieses Licht werde ich in Form der furchtbaren Finsternis empfinden.

Sie erinnern sich an die Finsternis und die Abtrennung, die sie am ersten Tag des Kongresses empfunden haben? Was war es denn? – Nur die kleine Berührung des Lichtes des Gebens. Uns wurde ein wenig Licht geöffnet und wir haben es wie etwas Abstoßendes, Dunkles, Kaltes empfunden, und haben entschieden: „Nein, alles Andere, nur das nicht!“

Aber warum?! Weil Er – der Gebende ist, und ich – der Bekommende bin. Der Pharao steht gegenüber dem Schöpfer, und in Ägypten gibt es das ganze Licht, das von uns wie die ägyptische Finsternis empfunden wird

Aus dem Unterricht nach „Bejt Schaar a-Kawanot“, 05.12.2010

Dem Lehrer zu glauben ist eine Freude

Es kommen solche Zustände, wenn der Schüler denkt er sei klüger als der Lehrer, dass er etwas weiß was der Lehrer nicht weiß, dass er eine eigene Meinung von der spirituellen Arbeit haben kann.

Er vergisst dabei, dass „die Fehler von Weisen konstruktiv, die Schlüsse von den Jüngeren aber, zerstörend“ sind. Dem Schüler scheint es, dass er aus rationalem Gesichtspunkt Recht hat und der Lehrer viele Fehler macht, oder vielleicht einfach nicht genügend informiert ist.

Aber das Spirituelle unterscheidet sich vom materiellen und der Mensch, der im Spirituellen ist kann sich nicht irren.

Auch wenn es dir heute so erscheint, dass der Lehrer sich irrt, in der Perspektive ist es nicht so. Das Kind mag denken, dass der Schneider den Stoff verdirbt, wenn er ihn in kleine Teile schneidet, wer aber versteht, dass daraus Kleidung entstehen kann, denkt: „Was kann man mit diesem Kind machen?“.

Der Mensch der Fortschritte machen will muss mit dem Glauben über dem Verstand gehen, obwohl er die Fehler in der Handlungen des Höheren sieht.

Denn die ganze Natur ist in Stufen unterteilt und der, der sich auf der höheren Stufe befindet hat sicherlich Recht. Und die Fehler des Lehrers sind in der Tat deine Fehler!

Deshalb brauchen wir den Glauben. Der Glauben bedeutet, dass ich nicht mit meinem Verstand arbeite, sondern mit dem Verstand vom Höheren. Ich annulliere mich vor ihm und empfange mit Freude was zu mir kommt. Vielleicht scheint es mir auf meiner Stufe falsch zu sein, aber wenn ich mich auf eine höhere Stufe erhebe, enthülle ich dass dies die Wahrheit ist.

Alles hängt davon ab, ob der Mensch bereit ist, das anzunehmen. Manche werden dadurch stärker, weil sie verstehen, dass dies ein gutes Zeichen ist und man muss der Höheren Lenkung zustimmen. Andere können ihren Egoismus nicht beherrschen und entfernen sich vom Ziel. So steht es geschrieben: „Dort wo der Rechtschaffene fortschreitet, geht der Sünder zurück“.

Es ist unmöglich auf eine höhere Stufe aufzusteigen, wenn du sie nicht mit dem Glauben über dem Verstand annimmst, bezüglich des Lehrers und der Gruppe. Ich nehme alles an, was sie haben, indem ich mich annulliere – das nennt sich „Chafetz Chessed“, wenn man nichts für sich will – das ist die erste Korrektur. Von der unteren bis zu der höheren Stufe muss du immer fortschreiten, indem du die Stufe „Chafetz Chessed“ bezüglich der höheren Stufe erlangst. Das nennt sich, mit dem Glauben über dem Verstand fortschreiten.

Ein Merkmal des Glaubens ist die Freude! Du bist mit deinem Schicksal zufrieden und willst nur dem Lehrer, dem Schöpfer und der Gruppe zustimmen, mehr nicht! Du freust dich, weil du mit ihnen einverstanden bist, das heißt, du hast eine Korrektur erreicht und kannst auf eine höhere Stufe übergehen. Dein Egoismus hat sich beruhigt, und jetzt muss du zusätzliche Hindernisse bekommen, um indem du sie korrigierst, das Licht Chochma darin zu empfangen und das ist schon viel schwieriger. Jetzt muss du beginnen zu geben, nicht einfach dem Lehrer und der Gruppe zustimmen, sondern mit ihrem Verlangen, statt mit dem eigenen zu arbeiten. Dein Verlangen muss ihrem Verlangen dienen und das widerspricht immer deinem eigenen! Wir müssen jetzt einige innere Umwandlungen in deinem Egoismus durchmachen! Deshalb, wie das Ausmaß des Glaubens an den Lehrer, die Höhe der Stufe des Schülers bezeichnet.

Aus einem Unterricht über einen Schamati Artikel, 26.11.2010

Alle Welten liegen auf dem Weg in die Gruppe

In dem Bestreben des Menschen, der Gruppe beizutreten, sich mit ihr zu verbinden, genau dort, in der gegenseitigen Verbindung mit den Freunden, enthüllt der Mensch vier Phasen des direkten Lichts, zehn Sefirot, Formen und Stufen der Verbindung, von denen die Kabbalisten erzählen.

Je stärker er mit den Verlangen von Freunden nach dem Prinzip der Liebe zum Nächsten wie zu sich selbst verschmilzt, desto mehr kommt in ihm das Licht, welches diese Verlangen erfüllt, zum Vorschein. Genau das ist die Enthüllung des Schöpfers der Schöpfung.

Wie Baal haSulam in der Einführung zu TES (Punkt 155) schreibt, müssen wir danach streben, dass das studierte Material sich in uns enthüllt, in uns zum Leben erwacht. Wir studieren die Korrektur der Schöpfung, um in diesen Texten das Licht, den Schöpfer als das Schöpfungsziel zu enthüllen.

Die Schöpfung zu korrigieren, bedeutet, die Verbindung des Menschen mit der Umgebung zu korrigieren. Auf dem Weg zwischen mir und der Gruppe, auf der Verbindungslinie zwischen uns erstrecken sich alle Welten. Je höher ich aufsteige, desto stärker bin ich mit den Freunden verbunden.

Die Stärke unserer gegenseitigen Verbindung entspricht dem Ausmaß meines Einschlusses in die Gruppe – und in diesem Ausmaß enthülle ich die spirituelle Realität und erlange das Gefäß der Seele.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 05.12.2010. Das Vorwort

Es gibt keinen schöneren Augenblick!

Chanukka ist ein Feiertag des Lichtes. Der Mensch feiert ihn in dem Moment, in dem er aus der materiellen Welt austritt. Denn sein Leben ist sehr kurz, voll von Besorgnissen, sowie der Angst vor der Ungewissheit.

Der Mensch weiß nicht, wofür er lebt, was ihm im nächsten Augenblick geschehen wird. Und die ganze Welt wird momentan von Terror, Drogen, Scheidungen und Depressionen erfasst.

Und dann, wie uns die Wissenschaft der Kabbala erklärt, betsteht die Möglichkeit, das Licht, die Empfindung der Ewigkeit, der Vollkommenheit und der höheren Harmonie zu erreichen. Indem du dich über diese Welt erhebst, beginnst du die spirituelle Welt zu empfinden, und dir wird plötzlich die neue Realität offenbart.

Als ob du auf einer Autobahn fahren würdest, die unerwartet zu Ende geht, so dass du dich vor dem Abgrund befindest und jeden Augenblick hineinfallen wirst.

Aber … es geschieht nicht, und dieser Abgrund verschwindet plötzlich, so dass du deinen Weg entlang der ebenen, glatten und breiten Autobahn fortsetzen kannst: du gehst also von diesem grauen und finsteren Leben direkt in die Welt der Freude und des Lichtes über.

Wenn dem Menschen diese schöne zusätzliche Welt geöffnet wird, in der er sofort beginnt, zu leben, dann gibt es keinen schöneren Augenblick!

Er empfindet, welches riesige Geschenk er bekommen hat, das der Feiertag Chanukka verkörpert, der vom Wort „Chanajah“ kommt, was „die Erholung auf dem Weg zur vollen Korrektur“ bedeutet. Sowie von „Chanukkat Bait“.

Chanukka wird aus 3 Gründen als historische Feiertag, gefeiert:

1. Der Aufstand der Makkabäer – die in kleiner Anzahl gegen eine reguläre Armee gekämpft haben und siegten.

2. Die Weihung des Tempels – hebräisch „Chanukkat Bait“ – daraus der Titel des Feiertages Chanukka.

3. Das Wunder der Lampe, die 7 Tage lang mit dem Öl brannte, das nur für einen Tag ausreichen sollte.

In der Spiritualität hingegen wird unter „der Weihung des Tempels“ gemeint, dass der Mensch sich über die Selbstsucht in die Eigenschaft Bina, in den Tempel erhebt, wo ihm der Schöpfer offenbart wird.

Aus dem Programm „Kabbala für den Anfänger“, 01.12.2010

Maßstab für die Gruppenbewertung

Eine Frage, die ich erhielt: Welchen Maßstab haben Sie für die Bewertung von Gruppen: Anzahl der Mitglieder, Qualität, Anwesenheit bei den Unterrichten usw.?

Meine Antwort: Da alle sehr unterschiedliche Bedingungen haben – die Fahrt bis zum Zentrum nimmt oft mehrere Stunden in Anspruch, unterschiedliche Zeitzonen usw. –, kann ich die Gruppe nicht nach der Anwesenheit bei den Unterrichten bewerten.

Nach der Anzahl der Mitglieder ist es auch nicht immer leicht zu urteilen, wichtig ist aber, dass die Gruppe nicht schrumpft, obwohl es natürlich immer eine Fluktuation von Teilnehmern geben wird, die Einen werden gehen, die Anderen kommen.

Doch nach der Qualität zu gehen ist am leichtesten – je weniger gequatscht wird, je weniger Besprechungen aller Art erfunden werden und über Führungspositionen diskutiert wird, sondern verbreitet wird – nach der Menge des verbreiteten Materials, unter Berücksichtigung von lokalen Besonderheiten, fällt meine Gruppenbewertung aus.


Aus der Ägyptischen Finsternis zum Licht!

Im Menschen enthüllen sich allmählich immer neue Stufen. Abraham, Itzchak, Jaakov, Josef, Mosche und so weiter sind alles Stadien der Seelenentwicklung.

Jedes Mal erhebt sich in meiner Seele eine neue Kraft und beginnt die Entwicklung und all das was sie begleitet zu lenken.

Neue Kraft ist immer ein Verlangen zu geben und zu empfangen, aber die Entwicklung findet stufenweise statt, eine Periode folgt nach der anderen. Bis ich mit einer Etappe fertig bin, weiß ich nicht was die neue Etappe mit sich bringt.

Ich weiß nicht, was die sieben dürren Jahren nach den sieben Jahren des Überflußes sind. Mir scheint, dass ich so fortschreite und so in die spirituelle Welt eintreten werde. Plötzlich bekomme ich statt der spirituellen Welt einen Schlag, BOOM!!! Die ägyptische Finsternis steigt über mich.

Ich weiß noch nicht, dass ich aus dieser ägyptischen Finsternis, aus einer schrecklichen kompletten Finsternis, wenn es keine Erfüllung in meinem Verlangen gibt, kein Licht, weder umgebendes noch inneres, gerade aus diesem Zustand komme ich plötzlich heraus zum Licht.
Die Entwicklung findet allmählich statt, wir müssen nur wissen, wie wir fortschreiten, aber jede Enthüllung ist eine Überraschung, völlig unerwartet!

Из программы „Недельная глава“, 02.12.2010
2010/12/5 Miriam Fedyuk <[email protected]>

Aus der Ägyptischen Finsternis zum Licht!
5.12.2010, 14:24 [#28740]

In Menschen enthüllen sich allmählich immer neue Stufen. Abraham, itzchak, Jaakov, Josef, Mosche und so weiter sind alles Stadien der Seelenentwicklung.

Jedes Mal in meiner Seele erhebt sich eine neue Kraft und beginnt die Entwicklung und all das was sie begleitet zu lenken.

Neue kraft ist immer ein Verlangen zu geben und zu empfangen, aber die Entwicklung findet stufenweise statt, eine Periode folgt nach der anderer. Bis ich mit einer Etappe fertig bin, weiß ich nicht was die neue Etappe mit sich bringt

ich weiß nicht, was sind die sieben hungrige Jahren nach den sieben Jahren der Überflußes. Mir scheint, dass ich so fortschreite und so in die spirituelle Welt eintreten werde. plötzlich statt der spirituellen Welt bekomme ich einen BOOM!!! die ägyptische Finsternis steigt über mich.

ich weiß noch nicht, dass aus ägyptischen Finsternis, aus schrecklichen kompletten Finsternis, wenn es keine Erfüllung in meinem Verlangen gibt, kein Licht, weder umgebenden noch inneren, gerade aus diesem Zustand komme ich plötzlich heraus zum Licht .

Die Entwicklung findet allmählich statt, wir müssen nur wissen, wie wir fortschreiten, aber jede Enthüllung ist eine Überraschung, völlig unerwartet!

Aus einem Programm „Kabbala für Anfänger“, 2.12.2010

Ich bitte für alle und auch für uns…

Eine Frage, die ich erhielt: Was müssen wir praktisch tun, um solchen Schlägen der Natur wie jetzt dem Brand im Norden Israels entgegenwirken zu können?

Meine Antwort: Das Einzige, was wir brauchen, ist eine gemeinsame Absicht, die gedankliche Verbundenheit, damit unsere Freunde weltweit darüber nachdenken, wie unsere Verbindung untereinander helfen kann, alle Katastrophen auf der Welt zu beseitigen, zu denen auch der schreckliche Brand, der im Moment in Israel wütet, gehört.

Man muss seine persönliche Bitte an die allgemeine Bitte für die gesamte Welt anschließen, indem man sich mit ihren ganzen Leiden verbindet. Nur so funktioniert es: wenn du an alle denkst, kannst du zum Schluss auch „uns“ hinzufügen. Nicht dich! Das ist das Einzige, was helfen kann.

Es ist unmöglich, gegen Katastrophen oder Krisen mit Hilfe von alten Methoden vorzugehen, wenn du gegenüber dem höheren Licht stehst, welches gegen dich wirkt. Wir werden noch sehen, wie die Finanzkrise, die man mit allen Mitteln versucht hat zu dämpfen, zurückkehrt und viel stärker als vorher explodiert.

Genauso ist es mit allem Anderen. Wir können diese Probleme nicht mit üblichen Methoden bewältigen, wir können sie lediglich vorübergehend dämpfen, wobei sie später noch heftiger durchbrechen.

Denn die Korrektur ist nur durch die Annäherung der Herzen, nur durch die Verbindung möglich. Die Welt muss global werden. Die Kraft, die auf uns von oben einwirkt, umzingelt uns und engt uns von allen Seiten ein, sie enthüllt sich als eine globale Kraft. Und wir spüren, dass die Menschheit zu einem gemeinsamen Organismus wird, wo alle miteinander verbunden sind.

Wir werden noch sehen, dass diese Katastrophen die Menschen dazu zwingen werden, sich zu verbinden. Jetzt werden Feuerlöschmannschaften aus der ganzen Welt nach Israel kommen, um Hilfe bei der Brandbekämpfung zu leisten. Morgen wird sich etwas Anderes an einem anderen Ort ereignen, und die ganze Welt wird sich dorthin stürzen, und danach zu einem anderen Ort. Auf diese Weise wird die Natur uns mit Hilfe von Katastrophen zwingen, uns zu vereinigen und zu begreifen, dass wir auf die gegenseitige Hilfe angewiesen sind.

Die Natur wird so feindlich uns gegenüber eingestimmt sein, dass wir keine Zeit mehr haben werden, darüber nachzudenken, wie wir einander bekämpfen könnten. Wenn wir dem nicht auf gutem Wege zustimmen, wird uns der Schöpfer mit Gewalt dazu zwingen. Die Lage wird dermaßen ernst sein, dass kein Volk mehr allein gegen Naturkatastrophen vorgehen können wird – alle werden ihm helfen müssen. Und alle werden plötzlich verstehen, dass wir zusammen sein müssen. Sonst werden wir einfach nicht überleben können.

Angesichts einer tödlichen Bedrohung werden sich alle vereinigen. Doch warum darauf warten, wenn man gleich einen guten Weg gehen kann…

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Freiheit des Willens“ vom 03.12.2010

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Der endlose Strom des Genusses

Die Wissenschaft der Kabbala spricht darüber, dass der Mensch sich nur dann füllen kann, wenn er den anderen Menschen Genuss bereitet. Das Problem besteht jedoch darin, dass der Mensch sich wünscht, alleine zu genießen.

Aber wenn er den Genuss einem Anderen bereiten würde, und der Andere wiederum das Gleiche tut, wonach die Erfüllung zwischen allen verbreitet wird, dann könnte man von einem endlosen geschlossenen Strom des Genusses sprechen!

Folglich würde man das Leben nicht nur in diesem kurzen Augenblick empfinden, in welchem der Genuss einen ausfüllt und später verschwindet.

Wenn wir uns untereinander im allgemeinen geschlossenen System verbinden, damit durch uns, wie durch die Zellen unseres allgemeinen „Körpers“, der Strom des Genusses die ganze Zeit fließt, dann werden wir das ewige Leben im absoluten Guten empfinden, das von allen kommt.

Und was ist das absolute Gute? Der ununterbrochene, nicht aufhörende, unendliche Genuss!

Wenn du dich auf die Weise mit den anderen verbindest, dass durch dich der Genuss, das Licht, die Empfindung des Lebens durchläuft, dann gleicht das den Zellen des biologischen Organismus, die gemeinsam seine Existenz gewährleisten, weil du diesem System das Leben gibst.

Aber außer dem tierischen Leben, auf dem unser Körper existiert, entsteht in diesem System das Begreifen des Niveaus „Mensch“. Folglich gibt jede „Zelle“ an die anderen nicht nur die lebenswichtige Energie, sondern auch die Wünsche und Gedanken weiter.

Der Genuss an sich ist etwas abstraktes, wie die Elektrizität, die man entsprechend den Bedürfnissen verwenden kann: sowohl für das Erwärmen, als auch für die Abkühlung, und für die Bildung des Drucks oder des Vakuums, usw. Und wenn in einem solchen geschlossenen System der Genuss zirkuliert, dann füllt sich jeder gerade damit an, was er sich wünscht, was er anstrebt.

Aber außer der Empfindung des ewigen und vollkommenen Lebens, entsteht in einem solchen System die Empfindung des Lebens des ganzen Systems – des Schöpfers, Seines Niveaus und Seines Vorhabens. Wie unser Körper infolge des biologischen Funktionierens, die Bedingungen für die Empfindung des „Menschseins“ schafft, was sich über dem Niveau des Tieres beindet.

Aus der Vorlesung in Auditorium „Kabbala für Alle“ zum Thema „Mein erster Kongress“, 30.10.2010

Point of no Return

Wir müssen ein Maximum an Anstrengungen bei der Erreichung des von uns angestrebten Ziels unternehmen und uns von unserer Unfähigkeit überzeugen. Und dann überprüfen, ob wir in die gleiche Richtung gehen sollten, um eventuell in der Zukunft diese Fähigkeit zu erlangen, oder ob wir mit Hilfe des Verstandes, der Gefühle und der Analyse begreifen sollten, dass wir niemals dazu in der Lage sein werden und auf die Hilfe des Schöpfers angewiesen sind.

Wir können bereits jetzt die Entscheidung treffen, dass nur der Schöpfer in der Lage ist, den Durchbruch in die spirituelle Welt zu schaffen und unsere spirituelle Geburt – den Übergang aus dem Mutterleib, wo wir voneinander getrennt sind, zum Zustand der Vereinigung – möglich zu machen.

Während der Geburt durch eine enge Stelle von einer Welt in die andere, müssen wir uns auf der niedrigsten spirituellen Stufe verbinden, indem wir eine primäre Verbindung erschaffen. Sind wir dazu in der Lage oder nicht?

Wenn ja, dann lasst es uns tun, wenn nicht, dann lasst es uns vom Schöpfer verlangen, damit Er das vollbringt – eins vom beiden. Lasst uns schnell eine Entscheidung treffen und sie schnell umsetzen und keine Zeit vergeuden!

Für gewöhnlich verspricht uns der böse Trieb einen Erfolg beim nächsten Mal, er flüstert uns ins Ohr, dass wir noch nicht alles getan, noch nicht alles gelesen haben, dass es noch etwas gibt, was wir lernen, womit wir uns beschäftigen könnten.

Auf diese Weise handelten wir jahrelang, nun müssen wir dank der einwirkenden Kraft der Gruppe zugeben, dass wir allein nicht im Stande dazu sind, den Durchbruch in die spirituelle Welt zu schaffen, und auf die Hilfe des Schöpfers angewiesen sind.

Dann werden wir anfangen, alle gemeinsam zu schreien und Ihn zu bitten, gerade das ist die richtige Ausrichtung, denn wir haben keine Kraft des Gebens, sondern nur die Kraft des Empfangens.

Der Einfluss der Gruppe sorgt bei jedem für das Bewusstsein, dass nur der Schöpfer das System der Verbindung zwischen uns aufbauen und uns vereinen kann. Wir verlangen danach, dass es geschieht, und sind strikt gegen den Vorschlag des Egoismus, die Arbeit selbständig fortzusetzen.

Es gibt keinen Sinn, so weiter zu machen, und die Umgebung ist dazu in der Lage, uns auf so eine Weise zu beeinflussen, dass jeder diese Entscheidung treffen kann.

Aus dem Unterricht nach einem Brief von Baal HaSulam vom 12.11.2010