Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Allgemein'

Sich der Gruppe vollständig anvertrauen

Frage: Was bedeutet die Aussage „sich vollständig in die Hände der Umgebung zu begeben“?

Meine Antwort: Das bedeutet, zu empfinden, sich darüber bewusst zu sein, dass meine Zukunft in der Gruppe liegt. Ich bin verpflichtet, die Beziehungen mit den Freunden zu normalisieren und mich ihnen anzuschließen, unabhängig davon, ob sie es wollen oder nicht – einfach mit ihnen im Zentrum zu sein. Ich bin verpflichtet, mich in ihnen aufzulösen, sogar dann, wenn sie es nicht empfinden. Ich will zum „Embryo“, zum „Kleinkind“ auf ihrem Schoß werden und zwar um jeden Preis, den sie fordern werden. Zu dem Preis gibt es noch nichtmal eine Frage: ich tue alles, was sie mir sagen.

So beginne ich zu erkennen, was die wahre Selbstanullierung ist. Und sie unterrichtet mich darin, wie ich den Punkt hinter dem Machsom erreichen muss.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Bürgschaft“, 22.04.2013

Spiel mit Überraschungen

Der Mensch besteht aus 2 Komponenten: Seinem „Ich“ und seiner Existenz. Die Existenz können wir vernachlässigen, indem wir dem Ego aufzeigen, dass sich das lohnt und wir hierzu Beweise liefern. Wir sehen, dass sich die Welt verändert, dass sich die Werte ändern, dass sie weniger bodenständig sind. Das Ego verändert sich nicht nur quantitativ sondern auch qualitativ, deswegen bevorzugt es eher feinere Erfüllungen.

Außerdem existieren viele Menschentypen und jeder zieht sein Vergnügen aus anderen Dingen: Musik, Malerei, Literatur, Dinge, die eher als spirituell  und nicht als einfach einzuordnen sind und rein „materielle“ Berufe. Eigentlich sind es nur verschiedene Formen materieller, egoistischer Erfüllungen und alle sind gleichbedeutend in Bezug auf die spirituelle Entwicklung. Der Unterschied liegt darin, inwiefern der Mensch die Einzelbeschäftigung der gemeinschaftlichen bevorzugt. Eben davon wird seine Entwicklung bestimmt. Zu allen Zeiten gab es Menschen, die es liebten, zum Wohl der Gemeinschaft zu arbeiten.

Sie haben das Volk zu sozialen Revolutionen inspiriert, standen an der Spitze von Wohltätigkeitsbewegungen und haben den Armen geholfen. 10% der Menschheit neigen zum Altruismus – und das Ego vergnügt sich im Geben. Dies erlaubt den Menschen sich überlegen zu fühlen, respekteinflößend, und stolz auf sich selbst zu sein, auch wenn niemand von ihren guten Taten irgendetwas mitbekommt. Das ist eine besondere Art des Egoismus’. Jedoch auf sein „Ich“ zu verzichten, das ist unmöglich. dies kann man nur mit Hilfe des zur Quelle führenden Lichts bewerkstelligen und auch das nur indirekt, über Umwege.

Der Mensch investiert in die Gemeinschaft, versucht sich in diese einzuschließen und dann beginnt das Licht, über diese Gemeinschaft auf Ihn einzuwirken und ihn zu verändern. Nur in dieser Form sind Veränderungen möglich. Das ist ein einzigartiges Patent, denn tatsächlich wollen wir nicht, dass es passiert. Es ist unmöglich, dies ernsthaft zu wollen, da wir aber dennoch in der Lage sind so zu handeln, geschehen Veränderungen in uns.

Das heißt: „Ich habe mich angestrengt und gefunden“. Wir haben die Möglichkeit, bestimmte  Anstrengungen in Bezug auf die Einschließung in die Gruppe zu unternehmen, mit gespieltem Verlangen zu geben, als ob es für die Enthüllung des Schöpfers wäre und für seinen Genuss. All das ist nur “als ob“, aber in diesem Spiel gibt es eine gewisse Voraussetzung, d.h., dass diese Anstrengungen im System nicht „ als Spaß“ gedeutet werden, sondern so, als ob wir es wirklich wollen!

Dementsprechend beginnt das System auf uns zu reagieren, obwohl der Mensch nicht ernsthaft danach gefragt und darum gebeten hatte, aber plötzlich findet er eine Antwort. Er  findet nicht immer das, wonach er gesucht oder was er erwartet  hatte. Deshalb nennt man das „Fund“, weil es sich immer als Überraschung enthüllt, plötzlich und unerwartet. So gelangen wir von den äußeren zu den inneren Korrekturen. Über die Korrektur der Existenz in der Realität korrigieren wir die Existenz selbst.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash, 21.04.2013

Eine schmale Brücke zwischen den Welten

Es gibt keinen höheren Zustand als die Annullierung der eigener Selbstsucht, aller eigenen Gedanken und persönlichen Verlangen, der vorausgegangenen Beziehungen, aller Pläne, Ziele und Hoffnungen. Es ist die volle Annullierung des eigenen „Ich“, als ob ich nicht existiere, niemals existiert hätte, und nie existieren würde.

Alles, was in mir bleibt, sogar jener Funke oder Tropfen, aus dem ich geboren werden soll, gehört auch nicht mir, sondern dem Höheren, kommt aus seinem Ursprung. Ich muss mich so annullieren, damit dieser Tropfen, aus dem ich jetzt beginnen werde mich zu entwickeln, zum Tropfen des Lichtes wird, der nicht zu mir gehört.

Es ist schwierig sich das vorzustellen, aber in Wirklichkeit erfolgt der Eintritt in die Spiritualität infolge des Zustandes, in dem sich der Mensch vollständig annulliert. Dann ist das einzige, was von unten nach oben durchdringen kann, dieser Funke, den der Mensch nicht als Teil seiner selbst empfindet.

Deshalb ist hier die Arbeit an der Annullierung notwendig. Und nach dem Machsom fängt dann die Arbeit mit dem Verlangen zu genießen an, die sich von der Arbeit vor dem Machsom unterscheidet, also von der Phase der Vorbereitung. So beginnt der Mensch in der Spiritualität zu „wachsen“, seine Entwicklung von Augenblick zu Augenblick besteht in einer immer größeren Annullierung seines “Ich”. Außer dieser Arbeit muss er mit seinem Verlangen zu empfangen zum Wohle seiner Nächsten arbeiten, was wesentlich höher und anspruchsvoller ist als die einfache Annullierung. Diese Handlung erfordert volle Verschmelzung mit seinem Nächsten und den Dienst in der Liebe, die über dem Hass aufgebaut ist.

Die volle Annullierung ist der erste spirituelle Zustand, in welchem wir den Übergang aus einer Welt in die andere begehen. Die volle Annullierung wird mit Hilfe des Lichtes, das zur Quelle zurückführt, verwirklicht.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 22.03.2013

Hinter dem Machsom geboren werden

Frage: Kann ich erwarten, dass wir den Machsom auf dem Kongress in New Jersey vom 10. bis zum 12. Mai überqueren?

Meine Antwort: Wenn du genau weißt, was es bedeutet „den Machsom zu überqueren“ und ein sehr starkes Verlangen danach hast, dann wird es dir auf jeden Fall gelingen. Den Machsom zu überqueren bedeutet, sich in die Gruppe einzureihen, in der spirituellen Welt geboren zu werden.

Für die Geburt musst du mit Hilfe des höheren Lichtes den Punkt in deinem Herzen, den Tropfen des spirituellen Samens nach oben verlegen, und zwar indem du ihn in „den weißen Tropfen“ des Lichtes, in den Keim deiner Seele umwandelst. Durch ihn wirst du die Spiritualität wahrnehmen können, darin wirst du die Selbstaufhebung, vor allem in Bezug auf die Gruppe, auf die Eigenschaft des Gebens empfinden, so dass du folglich das Gleiche für den Schöpfer empfinden wirst. Es wird deine erste Empfindung der höheren Welt sein: die Selbstannullierung.

Und später beginnt sich aus diesem Tropfen des spirituellen Samens der Keim zu entwickeln, wobei zu dieser Selbstannullierung eine immer größere Selbstsucht hinzugefügt wird, die du korrigierst und in das Material für die Vereinigung mit der Gruppe umwandelst. Gerade mit ihrer Hilfe entwickelst du dein Gefäß, das heißt den spirituellen Körper. Du verlegst jedesmal die ganze korrigierte Selbstsucht auf die andere Seite, hinter den Machsom.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash, 23.04.2013

In einer interessanten Position

Wir befinden uns innerhalb sehr interessanter Beziehungen mit dem Schöpfer. Wenn der Mensch mit Ihm seine egoistischen Hoffnungen verbindet, wie es alle Menschen in dieser Welt tun, dann ist alles in Ordnung und alle glauben an den barmherzigen Gott, Der sich um sie sorgt. Und obwohl die Menschen leiden, finden sie immer eine Rechtfertigung für ihre Leiden. Wir sehen, dass es leicht ist, den einfachen Glauben zu praktizieren. Milliarden von Menschen glauben fest an die Existenz der höheren Kraft und sind bereit, für ihren Glauben zu kämpfen, sogar ihr Leben dafür aufzuopfern.

Es ist deshalb so einfach zu glauben, weil es von unserer Selbstsucht gerechtfertigt wird. Der Mensch verherrlicht den Schöpfer und strengt sich an, die religiösen Traditionen zu erfüllen. Wir sind dagegen überhaupt nicht fähig, an den Schöpfer zu denken, wir bezweifeln Seine Existenz, Seine Güte, wir empfinden nicht, dass alles von Ihm kommt. Das ist deshalb so schwierig, weil das nicht aus der Selbstsucht, sondern aus dem Punkt im Herzen kommt – und zwar in der entgegengesetzten Form im Vergleich zu der allgemeingültigen Beziehung zum Schöpfer.

Damit unsere Beziehung zum Schöpfer nicht auf der Selbstsucht, sondern auf der anderen Grundlage basiert, ist uns die Umgebung gegeben. Mit ihrer Hilfe können wir uns tatsächlich mit dem Schöpfer in dem Maß verbinden, in welchem die Umgebung uns Seine Wichtigkeit einflößen wird. Je wichtiger die Umgebung in unseren Augen sein wird, umso größeren Wert wird der Mensch auf alles in dieser Gesellschaft legen, einschließlich auf die Wichtigkeit des Schöpfers.

Wenn er die Umgebung mit dem Punkt im Herzen verbindet, dann wird der Schöpfer darin, innerhalb der Gruppe offenbart, und in den Menschen, in seinen Punkt im Herzen allmählich eingehen. Wir sollen gerade das von der Gruppe fordern. Anderenfalls gibt es nicht die geringste Chance, den Schöpfer zu offenbaren – nur indem man die Umgebung mit dem Punkt im Herzen verbindet, damit innerhalb ihrer Vereinigung zu einem Ganzen der Schöpfer offenbart wird.

Auszug aus der Vorbereitung zum Unterricht, 23.04.2013

Das Familiennest des Schöpfers und des Geschöpfes

“Klipat Noga” besteht zur Hälfte aus dem Guten und zur Hälfte aus dem Bösen – das mir eigen ist und mir nicht gehört, etwas, das in der Mitte steht und mich mit dem ganzen Universum verbindet. Einerseits ist es die dunkle Kraft (Klipa), aber andererseits die Kraft, die ich benutzen kann – der Übergang von einer Realität zu einer anderen.

Es gibt immer eine Brücke, die das Gute und das Böse verbindet. Es gibt nicht so etwas Böses, das vom Guten vollständig abgetrennt wäre – außer dem steinernen Herzen (Lew haEwen). Das Steinherz hat keinen Kontakt mit dem Guten. Der Schöpfer verkörpert die Eigenschaft „Die Existenz aus dem Existierenden“ (Jesh mi jesh) und erschafft die Eigenschaft des Geschöpfs „Die Existenz aus dem nichts“ (Jesh mi Ajn), die früher nicht existierte, weshalb es zwischen ihnen keinen verbindenden Übergang gibt.

Zwischen den Eigenschaften „Jesh mi Jesh“ (dem Schöpfer), und „Jesh mi Ajn“ (dem Verlangen des Geschöpfes) gibt es keine „Klipat Noga“, keinen Übergang zwischen dem Steinherz und dem Schöpfer, weshalb es unmöglich ist, diese Eigenschaft direkt zu korrigieren. Jedoch existiert zwischen allen anderen Eigenschaften ein Übergang, nach dem man immer suchen sollte. Es wird gesagt: „Der Mensch soll seinen guten Anfang vom bösen Anfang abziehen“, das heißt, hier ist ein Konflikt zwischen ihnen notwendig.

Aber schon am Anfang soll man wissen, dass am Ende dieses Konflikts, dieser mächtigen Reibung, der wahren Explosion, etwas Mittleres offenbart wird, das die feindlichen Seiten verbindet: wie der Affe das Bindeglied zwischen dem Menschen und dem Tier ist, so existiert auch der Übergang zwischen den Stufen, den Zuständen.

Dieser Übergang ist eben der wichtigste Moment. Denn zwei entgegengesetzte Seiten, das Gute und das Böse, bleiben auf der laufenden Stufe bestehen, und der Übergang verwandelt sich in den Ort der neuen Geburt, der mich plötzlich nach oben erhebt .

Deshalb ist das mittlere Drittel Tiferet, worin sich Bina und Malchut, G“E und АCHaP verbinden, der zentralste Punkt im Universum – der Schöpfer und das Geschöpf, die  zusammen anfangen, das Familiennetz, das gemeinsame Haus zu bauen.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel aus dem Buch „Shamati“, 19.04.2013

Schlüssel zu den 99 % der gesamten Seele

Frage: Worin besteht heute die Hauptmission der weltweiten “Bnei Baruch” Gruppen in den verschiedenen Ländern?

Meine Antwort: Die weltweiten Gruppen spielen eine sehr wichtige Rolle, denn die Kelim „Israel = G“E“ können sich nicht korrigieren, wenn sie sich nicht an den Bedürfnissen der Welt orientieren. Die Kelim Galgalta ve Ejnaim (G“E) haben keine Chance sich alleine, isoliert von den anderen zu korrigieren.

Zuerst wollte der Schöpfer die Tora den Völkern der Welt geben. Das ganze Licht befindet sich in diesem Verlangen, in ACHA“P, und nicht in den Kelim G“E. Die Kelim ACHA“P bilden tatsächlich 99.99 % vom ganzen spirituellen Gefäß. Deshalb ist das Volk Israel, Kelim G“E, das kleinste unter allen Völkern. Und es hat keinen anderen Grund für seine Existenz, außer dem, im Dienst dieses riesigen ACHA“P zu stehen.

Der Schöpfer will die Kelim ACHA“P mit dem Licht ausfüllen, und die Kelim G“E betrachtet Er als jenen Teil, der dem Schöpfer und dem Verlangen zu  empfangen dient. Israel sind Sklaven dieser Mission, aber nicht die Völker der Welt. Wir müssen unsere Verpflichtung dem Schöpfer und der ganzen Menschheit gegenüber erfüllen. Deshalb erheben beide Seiten rechtmäßige Ansprüche, denn wir sind verpflichtet, als “Adapter” zu dienen. Als “Adapter” zwischen dem Schöpfer und der Welt zu vermitteln, und umgekehrt, zwischen der Welt und dem Schöpfer. Und wir erfüllen diese Rolle nicht.

Damit wir richtig funktionieren können, brauchen wir die Verbindung mit der Höheren Kraft, mit dem Schöpfer. Diese Verbindung wird durch das Zentrum der Gruppe realisiert. Und andererseits sollen wir mit all unseren Gruppen und all unseren Freunden, die den Völkern der Welt angehören, verbunden sein. Denn so verwirklicht sich die Verbindung von uns zu ihnen, und von ihnen zu den Völkern, innerhalb welcher sie sich befinden. So verbinden wir uns und schaffen einen durchgängigen Weg von Malchut de-Malchut, des größten Verlangens in der Schöpfung, bis zu Keter de-Keter des Verlangens, und weiter bis zum Schöpfer.

Die zentrale Gruppe ist verpflichtet, sich in Liebe, Sorge und Aufmerksamkeit zu allen weltweit zerstreuten Gruppen zu verhalten. Sie soll sich unabhängig von den sprachlichen Barrieren oder der geographischen Lage enger mit diesen verbinden, und diese Freunde so nah wie möglich wahrnehmen. Denn gerade mit Hilfe unserer Chaverim können wir die Menschen und andere Völker erreichen und ihnen die Methode der integralen Bildung und Erziehung weitergeben.

Unsere Chaverim weltweit, die sich dort als „Gerim“ befinden, das heißt, dass sie über den Punkt im Herzen verfügen und sich deshalb in Israel einreihen, verwirklichen diese Verbindung zwischen ACHA“P und uns, G“E. Wir selbst können solch eine Verbindung nicht realisieren.  Das machen unsere Chaverim in den anderen Ländern der Welt.

Folglich gehören sie zur wichtigsten Schicht des Verlangens, die sich an der Grenze zwischen G“E und AHA“P befindet. Ohne dieses Bindeglied hat weder G“E noch AHA“P einen Sinn. Deshalb sind wir verpflichtet, unseren Chaverim die ganze Aufmerksamkeit zu widmen, jegliche Unterstützung zu leisten, Kongresse zu organisieren, Übersetzungen in alle Sprachen zu gewährleisten, mit andern Worten, ihnen soviel wie möglich zu helfen. Denn sie gehören gerade zu jener Schicht des Verlangens, die uns ermöglicht, unsere Existenz zu rechtfertigen und auf die Frage zu antworten, wofür wir existieren.

Wir existieren gerade deshalb, weil wir dank unserer Freunde so eine Verbindung mit AHA“P weltweit haben.

Auszug aus der Lektion nach dem Artikel „Nachfolge der Erde“, 15.04.2013

Das Streben nach Gleichheit bedeutet Aufstieg

Frage: Wie kann die Gruppe, praktisch so einen Einfluss  auf jeden Freund ausüben bzw. organisieren, dass er in der Lage ist,  jeden Zustand als guten, ausgehend von der Gutmütigkeit des Schöpfers, wahrzunehmen?

Meine Antwort: Es ist nur unter der Bedingung möglich, wenn die Gruppe ohne Ausnahme an alle denkt und in ihr keine Trennung in jeglicher Form existiert. Man sollte sehr darauf achten und danach streben dass alle gleich behandelt werden.

Damit meine ich nicht die Einteilung diverser Aufgaben gemäß der Fachkompetenzen oder irgendwelchen Betriebsversammlungen, was mit der Gruppenarbeit nichts zu tun hat. Was die Gruppe betrifft, so sollte doch eine absolute Gleichheit für alle gelten. Das ist die wichtigste Bedingung überhaupt. Der Fortschritt zur Gleichheit, bedeutet Aufstieg nach Oben.

Angenommen, du planst irgendeine Veranstaltung, die euch helfen wird, sich zu verbinden und lädst dazu 15 Leute ein. Klar, hast du gemäß deinem Egoismus ausgesucht. Warum hast du dicht nicht für andere entschieden? Schätzt du sie etwa weniger, empfindest sie, als ob sie ferner von dir sind. Daraus ergibt sich, dass du anstatt die Gruppe zu vereinigen zu ihrer Trennung beigetragen hast. In der Gruppe gibt es immer Leute, die still und leise sind, nicht herausragen, deswegen vergisst man sie. Sie sind eben für unser Ego nicht sonderlich merkbar.

Wenn ihr ein spezielles Treffen für eure Arbeitsgruppe organisiert, ein Treffen gemäß Fachkompetenzen, dann ist das in Ordnung. Wenn ihr aber die Leute nach eigener freien Wahl versammelt, so sollte man doch sehr darauf achten, dass kein Schaden der gemeinsamen Verbindung zugefügt wird. Kümmert euch darum, denn davon hängt eure Zukunft ab.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash, 17.04.2013

Den Turbo zünden oder das Boot verlassen?

Frage: Wenn sich die Menschen aktiv in die Methode integrieren, dann verstehen sie, dass die innere Arbeit und Integrale Erziehung untrennbar sind und diejenigen, die es nicht verstehen, denken, dass wir uns anstatt mit der inneren Arbeit, nur mit der Integralen Erziehung befassen.

Meine Antwort: Das ist eben das Unverständnis dabei, dass die Integrale Erziehung die praktische Umsetzung dieses Aufrufes bzw. die Möglichkeit ist, die wir heute vom Schöpfer bekommen haben.

Die Methode der Integralen Erziehung ist nichts anderes als die praktische Umsetzung der Kabbala! Denn der Mensch in seinem Inneren ist  noch nicht in der Lage, die Theorie der Kabbala mit der altruistischen Praxis zu verknüpfen, das ist eben sein Problem, er ist dafür noch nicht reif.

Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie ich anfangs das eine mit dem anderen in keinen Zusammenhang bringen konnte, ich war sehr skeptisch eingestellt: „Wieso sollte ich mit jemandem befreundet sein, eine Beziehung mit ihm aufbauen? Wo ist hier die höhere Welt, wo ist hier der Schöpfer, wo sind die Sefirot?”

Ich habe überhaupt nichts empfunden, nichts verstanden. Für mich war das durch einer Wand blockiert. Ich konnte darüber reden, konnte zuhören, so wie etwas auf einer Parteiversammlung besprochen wird, nicht mehr als das, aber im Inneren konnte ich nichts wahrnehmen, deshalb kann ich alle bestens verstehen.

Es kam aber eine Zeit, die uns zwang, irgendwie zu reagieren, den Turbo zu zünden. Warum denken die Freunde, die ihre innere Arbeit von der Integralen Erziehung unterscheiden, dass sie eine Sonderbehandlung seitens des Schöpfers verdient haben? Man hat sie aus Millionen herausgepickt, hat ihnen die Möglichkeit gegeben zu klären, worüber die Kabbala spricht. Wer sind sie?  Worin unterscheiden sie sich von den anderen? Der Schöpfer hat sie nur dafür erweckt, damit sie diese Sache vorwärts bringen, dies wird in allen Quellen erwähnt.

Wenn sie so klug sind und keine Lust verspüren, sich mit der Integralen Erziehung zu beschäftigen, zu studieren, dann würde ich ihnen empfehlen, uns zu verlassen. Unsere Kurse sind kein Wunschkonzert. Wir haben ein klares Programm, wir fühlen uns „auf dem Boot“, und derjenige, der nichts hinzufügt, wie Baal HaSulam schreibt, sei es auch eine passive Teilnahme, der klaut. Deswegen müssen sie dies zur Kenntnis nehmen und von diesem Moment an bei allem was sie tun,  daran teilnehmen ohne klug daherzureden. Wenn sie mich als ihren Lehrer betrachten, dann sollen sie es in der Praxis zeigen – wenn nicht, dann eben nicht, und sie sollen sich doch jemand anderen suchen!

Ich denke, dass es weder in unseren Gruppen, noch in der ganzen Welt andere Leute geben kann. Die Krise, der Zustand der Welt, meine Bedingungen, Forderungen, darüber schreiben unsere Lehrer – all das sollte verpflichten. Sollte das nicht der Fall sein, dann hat derjenige keinen Platz in unserem Boot.

Auszug aus dem virtuellen Unterricht, 07.04.2013

Die harten Lehrstunden des Schöpfers

Frage: Menschen, die sich auf die Integralmethodik einlassen, stoßen auf ziemlich komplizierte Zustände, in denen ihr Ego geschlagen wird. Wenn diese Zustände notwendig sind, warum denn gerade in einer solchen Form?

Meine Antwort: Du wirst nicht aus dem Egoismus heraustreten, du wirst nicht vorm Pharao fortlaufen, wenn du die Schläge nicht spüren wirst. Es heißt doch, dass „der Pharao die Söhne Israels dem Ausgang aus Ägypten annähert“. Sie spüren die Schläge des Egoismus und verstehen, dass sie weder darin bleiben, noch aus ihm heraustreten können und sich deshalb so frustriert fühlen: „Was sollen wir tun?!“. Dann kommt noch ein Schlag, und noch einer, und später wird es klar sein: „Hier ist der Schöpfer notwendig. Er kann mich mit Seiner Hand herausziehen“.

Dann wird der Kontakt mit dem Schöpfer bei ihnen spürbar und sie werden vorwärts gehen, wenn sie die Integralerziehung nicht lassen werden und verstehen werden, dass sie in erster Linie für sie existiert und nicht, damit sie jemanden unterrichten.

Wenn sich die Schläge verlagern, wenn es mich von innen einfach schüttelt und ich weiß nicht, was ich machen soll, dann kann mir nur die Gruppe helfen. Wenn sie mich warm hält, habe ich keine Angst vor den Schlägen. Ich beginne sofort zu verstehen: für mich ist die Vereinigung mit der Gruppe notwendig, für mich ist die gegenseitige Bürgschaft notwendig, für mich ist der Schöpfer notwendig – ich eröffne alles automatisch. Ich brauche nur „Oh“ – einen kleinen Stich und ich habe schon alles verstanden. Aber es passiert nur unter der Bedingung, dass die Freunde, einschließlich die Frauen, um dich herum sind.

Die Männer beginnen zu verstehen, dass sie auch die weibliche Unterstützung und dabei hauptsächlich ihre Stabilisierung brauchen. Die Frauen geben ihnen Mäßigung.

Auszug aus dem virtuellen Unterricht, 07.04.2013