Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Von Erzengeln, dem Teufel und anderen…

Frage: Woher stammen Erzengel, Teufel und andere heiligen oder unreinen Kräfte und welchen Status haben sie? Wann sind sie erschienen, an welchem Tag der Schöpfung?

Meine Antwort: In der Natur existieren keine anderen Kräfte außer einer einzigen Kraft, die der Schöpfer genannt wird. Diese Kraft kann man unterschiedlich benennen – Schöpfer, Gott, Natur oder höhere Kraft. Diese Kraft verändert sich nicht. Sie bringt nur das Gute. Nur deine Selbstsucht, die sich ständig verändert, empfindet diese Kraft als verschiedene Erscheinungen von negativen und positiven Einwirkungen, die in dir und um dich herum erfolgen.

Die Menschheit in der Integralität lehren.

Frage: Wir sehen, dass heute die Fachkräfte verschiedener Zweige mit Problemen in der Wirtschaft und auf anderen Gebieten überhaupt nicht zurechtkommen. Kann man solche Fachkräfte durch integrale Vereinigungen in den jeweiligen Zweigen ersetzen?

Meine Antwort: Es ist nur dann möglich, wenn  diese Vereinigungen von den Menschen gebildet werden, die verstehen, was geschieht. Es gibt nicht viele solcher Menschen auf der Welt. Es sollen Fachkräfte für die Integralausbildung sein. Im Prinzip sollen wir zur Menschheit hinausgehen und ihr erklären, dass die Welt integral und verbunden ist; wie wir uns bis jetzt entwickelten und welche Zustände wir durchlebt haben; dass die allgemeine Krise nicht zufällig ist, und ihre Lösung nur auf eine solche Art und Weise und nicht anders sein kann.

Die Lösung ist einfach und einheitlich für alle. Dafür muss man kein großer Fachmann sein, man muss die Menschen einfach darin ausbilden, wie es richtig ist, sich untereinander in der Ähnlichkeit mit der Natur, die sich jetzt als integral zeigt, zu verbinden.

Wenn es den Schmetterlingseffekt gibt und wir sehen ihn wirklich in jeder unserer Bewegungen, dann wäre es gut, dass wir uns diesen Effekt aneignen, da er ansonsten für die ganze Menschheit sehr ernsthafte Folgen haben kann.

Auszug aus dem TV-Programm „Kollektives Wissen“, 06.05.2013

Die Opfer, die uns dem Schöpfer annähern

Die Reihenfolge der Opferung, wie sie in der Tora beschrieben ist, verwirklicht sich im Menschen, in seiner Innenwelt. Die Vorbereitung der Opfer und die Hingabe an sie, sowie die Arbeit der Priester (Kohens) hängt vom Menschen ab, und zwar davon, auf welcher spirituellen Stufe er sich in seinen Absichten befindet.

Frage: Was genau tut der Mensch, wenn er ein Opfer für den Schöpfer bringt?

Meine Antwort: Er nimmt sein egoistisches Verlangen und „beschneidet“, tötet es. Es wird darüber gesagt: „um zu leben – soll man sich töten“. Und dann ruft der Mensch diesen Wunsch für das Geben ins Leben zurück. Das ist die „Opferung“.

Denn „das Opfer“ (קÖ�רÖ�בּÖ�ן) bedeutet „die Annäherung“ (קרבה) an den Schöpfer. Der Mensch nähert sich Ihm an und ist sogar bereit, für das Geben zu essen. Durch sein Opfer steigt er vom Niveau „Israel“ (die Absicht, die direkt zum Schöpfer gerichtet ist) auf die Stufen der Leviten und Kohens auf. Dort bringt er das Opfer und bekommt es mit der altruistischen Absicht zurück, d.h. er korrigiert das empfangende Verlangen zum Geben hin. Er „isst das Fleisch“ und „trinkt den Wein“, wodurch er sich für den Schöpfer „aufopfert“ d.h., sich Ihm annähert.

Diese Handlungen sind in Form der Abschlachtung der Tiere und der Vorbereitung ihres Fleisches beschrieben. Während die Kohens diese Arbeit erfüllen, „singen“ die Leviten. So ist die Arbeit jedes Menschen auf diesen drei Stufen: „Israel“, „Kohens“, „Leviten“. Infolge des Aufstiegs korrigiert der Mensch seine Selbstsucht, sein „Tier“, indem er es tötet und für das Empfangen mit der Absicht des Gebens vorbereitet.

Dieses Bild unterscheidet sich sehr stark von seiner materiellen Ansicht … und so geschieht es in allen Geboten.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „Bürgschaft“, 23.05.2013

Das Zerbrechen für das Leben

Frage: Auf welche Weise empfangen wir vom Schöpfer Sein Verlangen zu geben und werden selbst zu Gebenden?

Meine Antwort: Nach dem Zerbrechen der Gefäße hat das Licht sein Verlangen zu Geben in diese Gefäße  eingebracht, d.h. in das Verlangen zu genießen. Deshalb enthüllt das Verlangen zu genießen in seinem Inneren – gerade nach dem Zerbrechen – das Verlangen des Schöpfers zu geben. Es ist also schon innerhalb meiner Verlangen verhüllt anwesend.

Der Schöpfer hat es in meine zerbrochenen Verlangen während des Zerbrechens eingebracht. Er hat mir ein Zeichen dafür gegeben, inwiefern Er sich wünscht, mir zu geben. Und infolge der Enthüllung werde ich von Seinem Verlangen des Gebens durchgedrungen. Mit Hilfe des Lichtes, das zur Quelle zurückführt, verwandelt es sich in meinen eigenen Wunsch, in meine Fähigkeit zu geben. Eine solche Vorbereitung erfolgte in uns zur Zeit des Zerbrechens, sie ist in unserem Inneren angelegt.

Anders könnte ich von Seinem Verlangen des Gebens nicht beeindruckt werden, ich könnte darauf nicht antworten. Es kann nur dank dem offenbart werden, dass die ganze Beziehung des Schöpfers zu mir in mir schon “abgedruckt” ist.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash, 19.05.2013

Die Namen, die wir geben

Rabash, Brief 41: Die Tora bezeichnet die Namen der Genüsse, und jeder Genuss hat seinen eigenen Namen.

Frage: Außer den Genüssen gibt es Leiden und Not. Welche Namen soll man ihnen geben?

Meine Antwort: Wir geben die Namen entsprechend den Gefäßen-Verlangen. Denn wir begreifen alles, wir nehmen sogar das Licht im Gefäß wahr. Das Licht existiert nicht eigenständig oder in der Loslösung von uns – gleich der Elektrizität,  die wir nur nach ihren Folgen beurteilen. Genauso unterscheiden wir in uns die Erscheinungen, die vom Licht hervorgerufen werden, die Ergebnisse unserer Handlungen.

Die Genüsse sind ein Zusatz des Lichtes, die Füllung des Lichtes. Not und Leiden sind ein Mangel an Licht. Wie dem auch sei, alles offenbart sich im Gefäß. Daraus stammen die Namen, die Definitionen, die wir ihnen geben. Jede von ihnen weist auf den Anfang und das Ende der Handlung hin, sowie darauf, was während des Prozesses geschah.

Der Name äußert die Handlung, die durch die Kraft, die dahinter verborgen ist, ausgeübt wird. Die Geschöpfe haben keine andere Möglichkeit, um etwas zu beschreiben, denn sie haben keine Verbindung mit dem Licht. Wir sind durch das Material des Verlangens und seine Form, die vom primären Zustand bis zur Ähnlichkeit mit dem Schöpfer verändert wird, beschränkt.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Brief von Rabash, 14.05.2013

Gleichheit ist eine Gabe von Oben

In der Übung „Zehn“ (Vereinigung von zehn Freunden) gibt es drei mögliche Zustände: Zuerst bin ich ganz niedrig und annulliere mich, später erhebe ich mich über die Freunde und befinde mich in der Eigenschaft des Gebens, und dann sind wir gleich. Somit ist die Gleichheit ein Ergebnis der zwei ersten Zustände, die mittleren Linie.

Wir sind nicht fähig, die Gleichheit auszuhalten und sie zu messen. Sie existiert für uns überhaupt nicht. Wir verstehen was es bedeutet, höher oder niedriger als andere zu sein, aber dort, wo die Gleichheit anfängt, verlieren wir die Empfindung. Sogar eine Rakete kann das Ziel nicht treffen, wenn sie eine Zeitlang keine Abweichung empfängt. Und so ist es bei allem: Wir sind verpflichtet, die Abweichungen zu empfinden.

Deshalb wird das Gleichgewicht von Oben wie eine mittlere Linie vorgegeben und erfolgt zusammen mit der Offenbarung des Schöpfers. Das spirituelle Gefäß und das Licht, die mittlere Linie und der Schöpfer kommen zusammen als Zeichen dessen, dass du genug Anstrengungen unternommen und eine gewisse Genauigkeit in verschiedenen Messungen erreicht hast. Dadurch kannst du jetzt die mittlere Linie und den Schöpfer in einem bestimmten Maß empfinden. Zum Beispiel, du hast ein Verlangen von zehn Kilogramm und zehn Kilogramm Licht dagegen, aber eine Abweichung von zehn Gramm wird nicht als ein Fehler angerechnet.

Beim nächsten Mal wirst du die mittlere Linie mit denselben zehn Kilogramm erreichen, aber du wirst sie als 100 Kilogramm bewerten, und der Fehler wird dann keine zehn Gramm betragen, sondern nur ein Gramm. Folglich wirst du jedesmal die Verschmelzung mit dem Schöpfer immer mehr schätzen, und dadurch kannst du dein Gefäß ausdehnen. Die Genauigkeit wird immer größer, das heißt die mittlere Linie wird feiner und deshalb qualitativer.

Auszug aus dem Unterricht nach der „Lehre von Zehn Sefirot“ „, 06.05.2013

Mit Dornen kommt man schneller voran!

Frage: Warum steht im Sohar geschrieben, dass es nur eine erwählte Rose mit Dornen gibt, und alle anderen keine Dornen haben?

Meine Antwort: Es gibt Seelen, die lediglich existieren und keine Notwendigkeit darin empfinden, zum Ziel voranzuschreiten. Es gibt Seelen, die zum Schöpfungsziel voranschreiten, das heißt, die sich wünschen, ihre egoistische Absicht ins Geben zu verwandeln. Dafür brauchen sie die Dornen, welche auch die Rose hat, das heißt, die Leiden infolge des Verbleibens im laufenden Zustand. Sie sollen diesen egoistischen Zustand als schlecht, und das Geben und die Liebe als den guten Zustand anerkennen.

Die Motivation für den Aufstieg bekommt man entweder von der Kraft der natürlichen Evolution, die das ganze Geschöpf vorwärts stößt, und zwar wie ein Druck, der die Entwicklung erzwingt. Oder wir sollen für uns eine solche Umgebung schaffen, die uns vorführen wird, inwiefern unser egoistischer Zustand schlecht ist, und  das Geben besser und von uns zu bevorzugen ist.

Die Dornen sind Kräfte, die den Menschen verpflichten, seine Natur zu ändern. Ohne sie wären Veränderungen nicht möglich. Deshalb ist es unmöglich, ohne Stacheln voran zu kommen, wobei die eigentliche Frage darin besteht, wer sie erschafft? Entweder der Schöpfer, gemäß dem natürlichen Programm der Entwicklung, „zu seiner Zeit“ (Beito), oder der Mensch, der seinen Aufstieg beschleunigen will, und deshalb die Zeit verkürzt und die Gruppe organisiert, die ihm vorführen wird, inwiefern er in seiner Entwicklung von den anderen abweicht. Dann wird er ihnen, wegen seines Neides auf sie, hinterher rennen.

Das sind auch „die Dornen“, aber von anderer Art – wirkungsvoller und zielgerichteter. Darin gibt es eine bestimmte Süße, weil der Mensch die Unterstützung von der Umgebung bekommt. Die Entwicklung unter dem Einfluss von solchen Dornen ist gut und schnell, weil sie eben mit Hilfe der Umgebung geschieht.

Die Menschen, die eine solche Umgebung nicht haben, haben auch keine Dornen, die bei der Entwicklung helfen. Denn die Entwicklung des Menschen geschieht nur mit Hilfe der Umgebung und unter der Bedingung, dass er an der Entwicklung selbst teilnimmt. Dank dieser Bedingung beginnt er das Programm des Schöpfers, das Vorhaben der Schöpfung zu verstehen. Wir müssen gerade diese Aufgabe begreifen, weil Israel „Mir-der Kopf“ heißt („Li-Rosch“ ergibt sich aus der Umstellung der Buchstaben im Wort „Israel“), weshalb wir dieses Wissen, dieses Ziel begreifen sollen, vor uns dieses System erkennen sollen, um es zu beherrschen und dem Schöpfer gleich zu werden.

Der dritte, endgültig korrigierte Zustand unterscheidet sich vom ersten Anfangszustand der Schöpfung dadurch, dass wir den Kopf, die Vernunft, das Verständnis, das Begreifen erfassen. Der Schöpfer will, dass wir Seine Handlungen begreifen und Ihn in diesen Handlungen erkennen.

Deshalb können wir mit Hilfe der Injektionen seitens der Natur (Entwicklungsdruck) nicht vorankommen, sondern nur, indem wir die Umgebung, die uns die ganze Zeit stimulieren wird, selbst erschaffen. Und das bedeuten, dass wir uns selbst entwickeln. Das nennt man die Beschleunigung der Zeit (Achischena), wenn „ich die Morgendämmerung“ selbst erwecke.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash, 03.05.2013

Ein Gebet, das in die Zukunft gerichtet ist

Frage: An wen soll mein Gebet in dem „Zehner-Kreis“ gerichtet sein?

Meine Antwort: Ein Gebet hängt von dem Zustand ab, in dem du dich befindest. Möglicherweise bittest du die Freunde und sie bitten dich um etwas, und ihr handelt gegenseitig in der Beziehung miteinander. Oder ihr habt euch schon verbunden und bittet zusammen den Höheren, Der sich innerhalb des „Zehner-Kreises“ befindet.

Ihr sagt: „In der Verbindung zwischen uns befindet sich der Schöpfer. Diese Verbindung ist die Gebärmutter, Sa“T de-Bina, unser Höherer. Es gibt keinen anderen Höheren als unsere verbundene Gruppe. Aber jetzt sind wir noch nicht verbunden, und deshalb wenden wir uns an unsere verbundene, korrigierte, zukünftige Form, die unsere nächste, höhere Stufe darstellt. Wir wenden uns genau an sie und an den dort verborgenen Schöpfer.

Das heißt, ein Gebet kann von dir zu den anderen oder von euch allen zusammen an eure zukünftige, höhere Form gerichtet sein.

Auszug aus dem Unterricht nach der „Lehre von Zehn Sefirot“ „, 06.05.2013

Der Empfänger der integralen Kraft

Frage: Um die für uns notwendige Welle „empfangen“ zu können, stellen wir das Radio entsprechend ein. Kann man dann sagen, dass die Wechselwirkung zwischen den Menschen nach den Prinzipien „des Runden Tisches“ zum Empfänger der integralen Kraft wird?

Meine Antwort: Nach der Vereinigung werden wir der einheitlichen höheren Kraft ähnlich. Deshalb wird die integrale, d.h. die allgemeine Verbindung gleichwertiger Menschen in einem Ganzen zum Empfänger, zum Detektor der höheren Kraft, und die Offenbarung der höheren Kraft in uns öffnet uns das höhere Wissen (die Vernunft) und das Verlangen zur Erreichung der Ähnlichkeit mit ihr (das Herz).

Sich zum ersten Mal annullieren

Frage: Wie können wir erfahren, ob wir den Zustand des spirituellen Embryos erlangt haben?

Meine Antwort: Ich schlage folgende Probe vor:  Wenn du, trotz allem, was passiert, versuchst, dich mit Hilfe der Umgebung erwecken zu lassen, die gleiche Tagesordnung einzuhalten,  dich zu annullieren und alle Probleme zu akzeptieren, als von Oben gegeben, um dir zu helfen, dich gegenüber der höheren Kraft durch die Gruppe zu annullieren.

Das Zeichen für die korrekte Selbstannullierung ist die Freude. Ich fordere nichts mehr – nur in diesem Zustand zu bleiben, damit ich auf Kosten der Annullierung meines Egoismus vorankommen kann. Das würde bedeuten, dass ich mich im Zustand des Embryos befinde.

Mir ist es egal, was ich dabei bekomme. Das einzige, was für mich zählt und wichtig ist – nämlich in der maximalen Verschmelzung zu sein, das bedeutet am niedrigsten Punkt der Selbstannullierung, im kleinsten Zustand.

Da ich immer noch daran interessiert bin die spirituellen Erscheinungen zu sehen, sie zu fühlen, muss ich an mir arbeiten. Das heißt, ich bin dazu verpflichtet, meinen Egoismus bis zur Null- Markierung zu annullieren –  das  ist die Bedeutung  von „mit  dem Höheren verschmolzen zu sein“.

Darüber hinaus und abgesehen vom vollkommenen Erwachen des Egoismus, annulliere ich mich mehr und mehr und hefte mich noch stärker an. So vergehen die neun Monate der Entwicklungsperiode des Fötus. Die schwierigste Zeit dabei sind die ersten drei Tage, der Empfang oder die Absorption  des Samens. Die Mehrheit der Probleme taucht in dieser Phase auf – im materiellen sowie im spirituellen Leben.

Sogar die Probleme und Abtreibungen, die zu einem späteren Zeitpunkt der Schwangerschaft, in den folgenden neun Monaten passieren, resultieren aus Mängeln, die ihren Ursprung in der allerersten Aufnahme des Samens haben.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel vom RABASH, 01.05.2013