Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Allgemein'

Was wird uns das Jahr 2015 bringen?

Aus den Nachrichten (Globes): „Dieser Planet hat den Schritt zur Entdeckung der Wahrheit und der Erleuchtung der Menschheit getan. Dieses ist die Periode des Pluto, die 2014 begann und 2016 enden wird. Pluto symbolisiert den Tod und die Wiedergeburt, die Revolution im Massenbewusstsein. Die Entdeckung der unerschöpflichen Energiequellen, die Supraleitfähigkeit und die globale Kommunikation werden damit verbunden sein. Das menschliche Leben und die Weltordnung werden sich dadurch radikal verändern.“

Die Menschlichkeit steht am Rande der Apokalypse genannt wird, d.h. wenn die alte Ordnung zusammenbricht und eine neue geboren wird. Das Wort „Apokalypse“ kann mit „die Entdeckung der Wahrheit“ übersetzt werden.

„Sobald der Schleier von den Augen hunderter Millionen Menschen gelüftet wird, beginnt für die Menschheit einer Epoche der Erleuchtung.
Natürlich wird so eine Bewusstseinsrevolution begleitet werden von bedeutsamen, politischen und ökonomischen Entscheidungen, der Verwirklichung brillanter und blendender Ideen und dem Erscheinen von charismatischen Persönlichkeiten.“

Mein Kommentar: Die Weisheit der Kabbala stimmt komplett mit der Behauptung überein, dass „der Planet den Schritt zur Entdeckung der Wahrheit und der Erleuchtung der Menschheit getan hat“.
Das passiert aber nicht durch die wissenschaftlichen und technologischen Entdeckungen, sondern durch die spirituelle Veränderung der Menschen.

[150952]

Habe keine Angst, im neuen Jahr ein neues Leben zu beginnen!

Rav Laitmann BlogFrage: Wie kann man endlich im Januar 2015 ein neues Leben beginnen, das Leben, das wir Jahr für Jahr verschieben?

Antwort: Wir haben unseren TV-Sender, den wir nachhaltig mit unserem eigenen Geld finanzieren, ohne Hilfe aus anderen Quellen. Ich empfehle jedem im neuen Jahr jeder Melodie auf dem [israelischen] Kanal 66 zu lauschen. Auf diese Weise wirst Du nach und nach eine neue Welt betreten. Du wirst entdecken, wie Du Dein Leben in ein anderes Leben verwandeln kannst, in eines, das sicherer, liebenswürdiger und sanfter sein wird, und Du wirst verstehen wo Du existierst. Wenn Du beginnst Dich für ein ernsthaftes Studium zu engagieren, dann bist Du wirklich in der Lage neue Höhen zu erreichen. Für jeden ist es möglich diese zu erreichen.

In vielen Städten gibt es Niederlassungen des Bnei Baruch Lernzentrums, die Kabbala-Kurse für jeden, der es haben möchte, Kurse anbieten. Durch das Internet ist es möglich virtuell zu studieren, und sich mit anderen zu verbinden. Wir organisieren hier auch Meetings, Tagungen und Konferenzen, und auch auf der ganzen Welt.

Kommentar: Bitte geben Sie uns Tipps wie man das Glück in 2015 erreicht.

Antwort: Lasst uns ein Übereinkommen treffen. Beginnt zu lernen worüber die Weisheit der Kabbala spricht. Es ist die älteste Weisheit, die zu uns von Babylon kommt. Ihr Gründer, Abraham, erschuf das jüdische Volk durch die Vereinigung von Menschen über die Weisheit der Kabbala. Diese Weisheit verdeutlicht das Fundament und Grundzüge der menschlichen Natur. Lies meinen Artikel Wer bist du, Volk Israel?  – veröffentlicht am 20. September 2014 in der New York Times. Der Artikel befasst sich mit den Quellen des Antisemitismus, was heutzutage in der Welt passiert, wo wir herkommen, etc.

Beginne diesen kleinen Teil zu lesen. Wenn Du fertig bist, werde ich im Zentrum von Petach Tikva auf Dich warten, von dort aus gebe ich Unterrichte für Anfänger. Es kann auch sein, dass wir uns in einer anderen Stadt treffen, da wir viele Studenten in ganz Israel haben. Lasst uns bekannt werden und lernen, so soll es sein, und trotz der Ergebnisse der Wahl wird das Jahr 2015 und die Folgejahre Frieden und Gutes bringen.

[150231]

 

 

Jetzt ist es an der Zeit für eine komplette Veränderung

Im Prozess der Entwicklung des Menschen ist jede neue Stufe zunächst als gut und wünschenswert anzusehen und wir freuen uns in sie einzutreten. Aber dann, nach und nach enthüllen wir die Schwachstellen in ihr und es beginnt uns zu missfallen. Im Laufe der Zeit wird es immer schlechter bis es in einer Revolution endet. Ein Kampf, um in die nächste Phase einzutreten.
Wir sind jetzt in dieser Übergangszeit. Wir müssen eine Überprüfung unserer gesamten bisherigen Entwicklung auf der unbelebten, pflanzlichen und tierischen Stufe machen und sie einer kritischen Analyse unterziehen, um zu sehen, dass alle diese Entwicklung nicht zu unseren Gunsten war.

Das war nur die Evolution unseres Egoismus, der ständig unser materielles Leben verbesserte und Systeme entwickelte, die in der Lage waren, uns mehr und mehr zu erfüllen. Aber dieses machte uns nicht glücklich, weil am Ende der Egoismus immer alle Früchte unserer Bemühungen verschlang. Wieder ließ uns das mit einem noch größeren Gefühl der inneren Leere zurück.

Nach dem man hundert erhalten hat, wächst das Verlangen, ist unzufrieden und will zweihundert. Erhält man zweihundert, will man vierhundert. Es ist eine natürliche Tendenz, und wir werden nie in der Lage sein, unseren egoistischen Appetit zu begrenzen. Alles endet, wenn ein Mensch stirbt, ohne die Hälfte seiner Verlangen befriedigt zu haben. Er wird nie bekommen, was er begehrt, auch nicht am Ende seines Lebens.

Die Menschheit muss die Bedeutungslosigkeit, dieser egoistische Entwicklung offenbaren. Zunächst einmal müssen wir klarstellen, dass diese Entwicklung erforderlich war, und dass wir jetzt die Möglichkeit haben, uns von der materiellen Stufe wegzubewegen und uns in eine ganz andere Richtung der Wirklichkeit zu entwickeln. Wir müssen uns nach oben, in eine neue Dimension und in die Matrix bewegen, die nicht mit diese Welt zusammenhängt.

Um dies zu tun, müssen wir unsere Absicht ändern. Statt konstanter Absorption, die für unsere egoistische Natur charakteristisch ist und in Zellen und Atomen beginnt, die permanent noch mehr gute Dinge zu absorbieren versuchen, ist es notwendig, in die andere Richtung zu gehen, um zu fühlen, dass das ganze Universum mit uns verwand ist. Jeder von uns muss fühlen, dass alle anderen ein Teil von ihm sind. So werden wir das Gefühl bekommen, dass die ganze Welt ein integrales System ist. In unserer Zeit begann die Welt, sich zu einer solchen Form zu entwickeln – aber in negativer Weise und zeigte uns damit unsere Unfähigkeit auf, in einem integrierten System zu existieren. Wir sehen, dass wir nicht in der Lage sind, in der Wirtschaft, in der Erziehung der Kinder oder in einem anderen Lebensbereich erfolgreich zu sein. Nach all dem sind wir völlig gegensätzlich zu diesem integralen System, wo jeder alles nur für sich selbst haben will und sich nach vorne  bewegt.

Die Natur konfrontiert uns mit einer neue Realität. Die Ursache der aktuellen Krise in der menschlichen Gesellschaft ist in sich verborgen. Wir bleiben in unserer ursprünglichen egoistischen Natur, aber das gesamte integrale System fängt an, sich vor uns zu enthüllen, in der jeder mit allen anderen verbunden ist. Dieses System kann nicht in einer Umgebung, in der jeder nur an sich selbst denkt, entwickelt werden. Im Gegenteil: Damit dieses System existiert, damit wir in ihm zurecht kommen können, müssen wir es als einen Teil von uns selbst wahrnehmen.

Also, heute brauchen wir die Weisheit der Kabbala, die uns dieses höhere System enthüllt, die Kraft des Gebens. Ihre Natur wird erklärt und wie man mit dieser Kraft umgehen soll. Ob wir es wollen oder nicht, der Zug der Evolution trägt uns vorwärts und bringt uns zu einer neuen Stufe. Wir befinden uns in einem völlig neuen Zustand und plötzlich entdecken wir, dass alle bisherigen Methoden nicht mehr funktionieren.
Alle kapitalistischen Gesetze, wo jeder alles für sich selbst besitzen wollte und  jeder sich damit wohl fühlte, funktionieren nicht mehr. Wir dachten, wir könnten so weiter machen, aber das funktioniert nicht, weil die Kraft des Gebens sich in unserer Welt zu offenbaren beginnt.  Und wenn wir uns nicht damit ausstatten, wenn wir nicht in der Lage sind, zu verstehen und zu fühlen, zu lernen und beginnen mit dieser zweiten Kraft zu arbeiten, dann verlieren wir in jedem Moment die Kontrolle über das Geschehen und leiden mehr und mehr durch Schläge in unserem Leben.

Aus diesen Gründen müssen wir die Weisheit der Kabbala studieren, die uns die gesamte Wirklichkeit erklärt, „die in der Welt erscheint und dazu bestimmt ist, offenbart zu werden und in allen Ausdrucksformen, die jemals in der Welt sichtbar werden können, bis zum Ende der Zeit“ wie Baal HaSulam schreibt.
Es ist eine Wissenschaft, eine Technik, durch die wir uns nach vorne, auf der Grundlage unserer realen Erfahrungen und Empfindungen, bewegen. Wie geschrieben steht, der Richter kann nur die Fakten beurteilen, die er selbst erlangt kann, und Phänomene, die noch nicht selbst erkannt und verinnerlicht hat, kann man auch nicht in Worte fassen.

In unseren Händen sind die wesentlichen Werkzeuge, um die Wirklichkeit zu verstehen. Wir hatten noch nie eine solche Gelegenheit, unsere Zukunft mit Zuversicht zu sehen. Unser gegenwärtiges Leben ist so arrangiert, dass niemand weiß, was der nächste Augenblick mit sich bringt. Die Weisheit der Kabbala gibt uns die Gelegenheit, nicht nur zu lernen, sondern auch unser eigenes Schicksal in die Hand zu nehmen. Die heutige Realität zwingt uns, dies zu tun.

[149619]
Aus dem dem 4. Teil der täglichen Kabbala  Lektion 12/12/14, Schriften von Baal HaSulam

Einheit ist die Garantie für den Sieg

freundeFrage: Was genau feiern wir an Chanukka? Worüber freuen wir uns und wie können wir unser gesamtes Leben glücklicher gestalten und nicht nur die Feiertage? Chanukka beruht auf Ereignissen die 167 v Christus stattfanden, dem Krieg der Makkabäer. Der Krieg wurde aber nicht nur gegen die Griechen geführt. Zwischen den Israeliten gab es eine große Spaltung; die gesamte Gesellschaft wurde in zwei Teile geteilt: Jene, die dem Einzug der Griechen Widerstand leisteten und jene, die sie unterstützten. Die säkulare Elite akzeptierte neue Werte, die ihnen von den Griechen gebracht wurden.

Die zweite Gruppe, die sich selbst die Makkabäer nannten, waren strikte Gegner der zwangsbeglückenden kulturellen Übernahme der Griechen. Auf diese Art und Weise entstand die Spaltung zwischen den Menschen, ein interner ideologischer Krieg. All das geschah unter seriösen äußerlichen Bedrohungen. Man kann hier unschwer Parallelen zur jüdischen Gesellschaft in der Gegenwart erkennen, welche auch in einer Spaltung lebt und obendrauf existiert die äußerlichen Bedrohung, wie damals?

Antwort: Selbstverständlich ist die heutige Situation sehr von dem Krieg der Makkabäer zu unterscheiden. Die Griechen sind nicht gekommen, um Israel zu erobern; sie wollten den Israeliten nur ihre Kultur nahe bringen, ihre Einstellung zur Natur, der Wissenschaft und ihren Lebensstil. Dies war die Essenz dieser Kriege. Sie hatten vor, den griechischen Materialismus an alle zu verbreiten. Die Griechen glaubten an die Existenz einer höheren Natur, aber sie waren sehr einfach gestrickt. Das allerwichtigste war, dass die Menschen sich vor ihnen beugten und dann war ihnen ein angenehmes Leben in jeder Hinsicht gesichert.

Sie forderten nicht, dass die Menschen unter den Gesetzen von Verbindung und Einheit lebten, wie es unter den Juden üblich war. Viele Menschen akzeptierten die Herrschaft der Griechen. Wenn man die Griechische Kultur akzeptierte, ihre Statuen, ihre Stadien, dann wurde er wie sie. Viel später etablierten die Engländer und Franzosen Kolonien in Afrika, um ihre Kultur dort zu manifestieren.

Mit anderen Worten, handelte es sich um einen Krieg der Kulturen. Unter den Juden brach ein Krieg aus, weil sie die materialistische Lebensweise der Griechen nicht akzeptieren wollten. Dies führte zu einer inneren Spaltung. Die materialistische Lebensweise wurde vor allem von den Eliten akzeptiert, Militäroffiziere, Reiche, Führungskräfte und die Crème de la Crème der Gesellschaft.

Frage: Was war dann die Kultur der Juden in dieser Periode, dass sie sich so dringend vor den Griechen schützen wollten?

Antwort: Es war die gleiche Kultur, die sich zu Zeiten Abrahams manifestiert hatte, basierend auf dem Gesetz: „Du sollst deine Freunde lieben, wie dich selbst.“ Es verband alle in gegenseitiger Fürsorge und Liebe. Jeder verstand seine Verbundenheit mit den anderen und lebte angetrieben von dieser Kraft. Durch die Erkenntnis der Verbindung unter ihnen fühlten sie sich mit der Natur verbunden. Es gibt nur eine höchste Kraft, die auf uns wirkt, die wir auch den Schöpfer nennen können. Diese Kraft erleuchtet den Menschen anhand der Gesetze der Angleichung der Form. Wenn wir uns untereinander verbinden, verschmelzen wir zu einer Kraft. So kann das Licht uns erfüllen und für uns fühlbar werden. Wir fühlen die Erleuchtung; diese Anwesenheit des Lichtes gibt uns Kraft, Segen und Erfolg in allen Aktivitäten. Gute Energie wird in jeder Person und unter den Israeliten enthüllt.

Frage: Wenn diese Kraft so viel Gutes bringt, warum waren dann die Griechen dagegen?

Antwort: Die Idee ist, dass wir die Kraft nur enthüllen können, wenn wir uns bereit erklären, gegen unser Ego anzukämpfen. Das Ego will uns trennen und es ist notwendig, ständig dagegen anzukämpfen, um die Kraft in die andere Richtung zu lenken. Wir müssen die Kraft der Gesellschaft erwecken, die alle verpflichtet, dieser Haltung entgegenzustreben und dieses Wissen weiterzutragen, damit jeder einzelne sich um jeden anderen sorgt. Dies wird gegenseitige Fürsorge genannt. Das allerwichtigste ist Einheit und Verbundenheit zwischen uns. Wir existieren und gewinnen nur dadurch.

[149660]

Aus dem Programm „Ein neues Leben“ 12/11/14

 

Ein Schmetterling auf dem Berg Sinai

Frage: Der gesellschaftliche Zerfall, den wir in Israel und im Rest der Welt erleben, erinnert an die Geburt eines Schmetterlings. Zuerst entsteht die Raupe, die eine Zeit lang lebt, sich von  Pflanzen ernährt und glücklich ist. In einem bestimmten Moment hat diese Raupe aber ihren Endpunkt erreicht und sie kann sich nicht mehr selbst füllen. Dann entsteht ein Kokon, der einen Zustand der Dunkelheit durchläuft. In diesem Kokon, in dem sich die Raupe verbirgt, beginnt ein Prozess des Zerfalles.

Die Raupe hört auf, in ihrer bisherigen Form zu existieren. Wissenschaftler haben bewiesen, das die Gene zur Verwandlung in eine vollständig andersartige Kreatur bereits in der Raupe angelegt sind. Nach einer Periode des Chaos und der Zerstörung alter Elemente schlüpft aus dem Kokon ein wunderschöner Schmetterling; ein geflügeltes Wesen, das viel entwickelter ist. Kann es sein, das wir uns momentan in dem Kokon-Stadium befinden und deshalb  wahrnehmen, wie alles um uns herum aus der Balance ist?

Antwort: Genau so ist es, aber um ein wunderschöner Schmetterling zu werden, müssen wir uns verändern. Diese Veränderungen können wir entweder auf angenehme Weise, einfach und schnell durchmachen, in dem wir uns miteinander verbinden oder durch Krieg, Zerwürfnis und schreckliche Probleme, die uns zwingen werden uns zu verbinden. Wir können durch diesen Prozess aktiv oder passiv gehen.

Kommentar: Im Endeffekt werden wir uns früher oder später, mit oder ohne Krieg miteinander verbinden.

Antwort: Ja aber es gibt hier einen großen Unterschied. Jetzt wird es keinen normalen Krieg geben, sondern einen Nuklear-Krieg.

Frage: Und wenn wir uns nicht verbinden?

Antwort: Das kann nicht sein. Es ist bereits in unseren Genen angelegt, wie bei der Raupe, die am Ende ein wunderschöner Schmetterling wird.

Wir haben die Gene, die von uns fordern, die gesamte Welt zur Korrektur zu bringen und die gesamte Menschheit trägt dieses innere Programm in sich. Wir müssen dies nur nach draußen tragen. Wir haben zwei Möglichkeiten, eine Gute und eine Schlechte. Die Schlechte wird über Kriege und Leiden und die Positive durch die Anwendung der Weisheit der Kabbala durchgeführt. Wir müssen uns aus freien Stücken um die Verbindungen zwischen uns bemühen, um dadurch die Kraft anzuziehen, das Licht, welches uns korrigiert. Es steht geschrieben: „Ich habe den bösen Trieb geschaffen, ich habe die Tora als Gewürz hinzugefügt, damit das Licht im Inneren korrigiert.“

Frage: Sie sprechen über die Tora, also geht es jetzt um Religion?

Antwort: Nein. Tora ist das Licht, die Kraft die wir innerhalb der Kreise enthüllen und die uns zusammenhält.

Die korrigierende Kraft nennen wir Tora. Es ist kein religiöses Konzept. Es handelt sich nicht um ein Buch, oder ein Pergament auf dem Buchstaben geschrieben stehen, sondern eine Innere Kraft. Die egoistische Grundlage unseres Wesens lässt nicht zu, das wir uns miteinander verbinden, während die Tora, das höhere Licht, die Kraft ist, die den bösen Trieb korrigiert. Die Werkzeuge für die Korrektur des Bösen Triebs werden nur von denjenigen gefühlt, die versuchen sich zu verbinden, und merken, dass es nicht gelingt. Als würde unsere gesamte Nation in einem Kreis sitzen, acht Millionen Menschen, die nur eine gemeinsame Sorge haben: Die Erkenntnis, dass sie es nicht schaffen, sich zu verbinden.

Es ist eine Tatsache, dass die Gesellschaft ohne Druck von außen in dem Zustand des Verfalls und der Trennung verbleiben würde.

Unsere Aufgabe ist es, aus dem Zustand 1 in den Zustand 2 zu kommen. Zustand 1 ist unser gegenwärtiger Zustand, der Verwirrung und Unsicherheit und der einen Mangel an Zukunftsperspektiven in sich trägt. Dies ist ein Resultat der fehlenden Verbindungen zwischen Menschen, die auf unsere egoistische Natur zurückzuführen sind.

Es gibt zwei Möglichkeiten, Zustand 2 zu erreichen. Der richtige Weg ist derjenige, den uns die Kabbalisten zeigen. Sie sagen, dass wir uns nur entwickeln können, wenn wir uns miteinander verbinden. Wenn wir miteinander in Kreisen sitzen und darüber diskutieren, wie man „wie ein Mensch in einem Herzen“ sein kann, werden wir sehr schnell erkennen, wie sehr uns dieses Ansinnen wiederstrebt. Der Widerstand, den wir gegen die Verbindung fühlen, wird der böse Trieb genannt.

Der böse Trieb wird einem Menschen nicht im normalen Leben enthüllt, wenn er anderen respektlos begegnet, sondern nur, wenn er den tiefen Wunsch hat, sich mit anderen zu verbinden. Erst dann sieht er, dass es diese Verbindung gar nicht will und fühlt sich davon abgestoßen, obwohl er sehr genau versteht, dass er Verbundenheit gegen seinen natürlichen Widerstand erreichen muss.

Wir fühlten dies während der letzte Militäraktion „xxx“,  da wir nur durch den Druck von außen in der Lage waren, uns zu verbinden. In dem Moment, als der Druck nachließ, kehrten wir sofort zu unserem ursprünglichen Zustand zurück und begannen zu kämpfen und  zu streiten. Also was können wir tun?

Es bleibt uns nichts anderes übrig, als uns zu verbinden! Was uns momentan fehlt, ist das Bewusstsein darüber, dass wir Verbindung brauchen. Wir müssen das großflächig verbreiten und allen erklären, dass unser Wohl, unsere Zukunft, von der Verbundenheit der Nation abhängt und wir sonst ein Desaster zu erwarten haben.

Wenn wir entdecken, dass wir uns zwar verbinden wollen, aber nicht können, brauchen wir die Tora als Werkzeug für die Verbindung. Dies bedeutet, dass wir uns am Fuße des Berges Sinai dem Berg des Hasses befinden. Wir wollen Einheit und Verbundenheit erlangen, aber wir sind dazu nicht im Stande, weil uns ein riesiger Berg des gegenseitigen Hasses trennt und davon abhält.

Dann sind wir des Empfangens der Tora würdig geworden, welches die Enthüllung der Kräfte bedeutet, die in der Lage sind, uns zu verbinden. Dies bedeutet, dass das Licht der Tora korrigiert. Es ist eine Kraft der Verbindung, der Liebe und des Lichtes. Wenn wir diese Kraft enthüllen, fühlen wir Nähe, positive Abhängigkeit und gegenseitige Verbindung zwischen uns.

Frage: Wo können wir diese Kraft finden?

Antwort: Diese Kraft liegt in der Natur verborgen. Jetzt befindet sie sich auch schon unter uns, aber wir können sie nur in dem Ausmaß entdecken, in dem wir versuchen uns zu verbinden. Das ist die eigentliche Bedeutung der Tora. Wenn Kabbalisten sich in einer Gruppe verbinden, enthüllen sie den Schöpfer, welcher die höhere Kraft der Verbindung ist.

Frage: Können auch Menschen, die nicht religiös sind, mit diesen Kreisen arbeiten?

Antwort: Die Kreise sind für jeden passend, nicht nur für nicht religiöse Menschen, sondern auch für alle Menschen. Letzten Endes muss Israel ein Licht für die anderen Nationen werden und allen die Weisheit der Verbindung beibringen und jedem enthüllen, dass der Schöpfer die höhere Natur ist.

Während des letzten Krieges waren es eigentlich die Frauen und Mütter, die ihre Stimme für die Verbindung und die Einheit der Nation erhoben haben.

[143488]

Aus dem Programm, „Ein neues Leben“ 02/9/2014

 

Das Gebet, das den Anstrengungen folgt.

Rabash, Brief No.57: „Ich habe dir diese Wahrheit nicht offenbart, damit du nicht wegläufst oder an der Gnade verzweifelst. Wenn du nichts erkennen kannst, selbst wenn die äußerste Anstrengung vollzogen wurde, so ist es Zeit für das Gebet.“

Frage: Ist das Gebet Teil der Anstrengung oder kommt es unabhängig davon?

Antwort: Das Gebet ist das Resultat aller Anstrengungen. Wenn Du absolute Anstrengung investierst und deine Möglichkeiten erschöpft sind, wird das Gebet geboren. Du musst alles tun, was in deiner Hand und Kraft liegt, um zu erkennen, dass nur der Schöpfer seinen Plan vollenden kann. Dann wirst du dich an ihn wenden!

Frage: Was bedeutet es, absolute Anstrengungen zu investieren ?

Antwort: Es bedeutet, alles zu versuchen, um sich mit den Freunden zu verbinden, damit der Schöpfer Freude hat. Du verzweifelst wahrhaftig daran, nicht die richtige Qualität des Gebens zu erreichen und dann erst bricht das Gebet aus dir heraus. Am Anfang hörst du ständig, dass es gut ist, gebend zu werden, aber du musst erst einen Zustand erlangen, in dem du derjenige sein willst, der gibt; du bettelst geradezu darum, gebend zu werden, als ob du ohne diese Eigenschaft nicht weiter existieren könntest.

Du kannst dein Gefäß nicht messen und einzig danach urteilen, das es leer bleibt. Du entscheidest, ob du das Mass deiner Anstrengungen erfüllt hast. Aus diesem Zustand, der dir aufgedrängt wird, erwächst ein Gebet, für welches du sofort Antwort bekommst und die Veränderungen finden statt. Entsprechend dieser Veränderungen verstehst du, dass du die maximale Anstrengung erreicht hast.

Das Gebet entsteht erst, wenn der Mensch an einen Punkt gelangt, an dem ihm klar wird, dass er selbst nichts verändern kann, sondern dass alles in den Händen des Schöpfers liegt. Dies bringt ihn zur Anhaften an den Schöpfer.

Du sollst dieses Gebet nicht künstlich erschaffen. Ganz natürlich wird aus deinem Inneren der Schrei geformt, der dein Gebet sein wird. Das Gebet ist die Arbeit im Herzen.

[148922]

Aus dem 1. Teil der täglichen Kabbala Lektion 26/11/14, Schriften von Baal HaSulam

Was ist ein Gebet in der Kabbala?

Ein wahrer Kabbalist weiß, dass er unter der Herrschaft seines Ego steht; und nur ein einziger winziger Punkt in ihm – der so genannte „Punkt im Herzen“ – ist frei von egoistischem Einfluss. Mit diesem Punkt kann er sich mit dem Schöpfer verbinden.

Wenn er sich anstrengt und seinen „Punkt im Herzen“ mit dem Schöpfer verbindet, erhält er die Kraft, die ihn über sein Ego erhebt. Dann beginnt er sich stufenweise zu korrigieren, indem er sein Ego in altruistischer Absicht einsetzt.

Unsere gesamte Arbeit bezogen auf die spirituelle Korrektur besteht darin, den Schöpfer um die Kraft der Korrektur des Ego zu bitten. Daher ist es so wichtig, in uns das Verlangen nach dem Schöpfer zu erwecken.

Wenn wir uns an den Schöpfer wenden, erhalten wir von Ihm die nötigen Kräfte und in unserem korrigierten Ego fühlen wir dann eine gewisse Verbindung zum Schöpfer. Es handelt sich dabei nicht um eine spezielle Schnittstelle, sondern um die Wahrnehmung einer breiteren und stärkeren Einheit.

Dann vergrößerte sich das Ego wiederum –  eine gröber Ausformung davon – und erneut bitten wir den Schöpfer um die Kraft, auch dieses wieder zu korrigieren.

Das bedeutet, dass unser Ego, dass sich immer wieder neu in uns enthüllt, uns dazu erweckt, uns mit dem Schöpfer zu verbinden – daher wird es auch „Hilfe gegen uns“ genannt. Unsere stete Bereitschaft, den Schöpfer um die Korrektur des Ego zu bitten, nennt man Gebet.

[146661]

Kongress in Sankt Petersburg: Fühlen wir unsere innerste Natur

Eine der geplanten Unterrichte in St. Petersburg hat den Titel „Der Zyklus des Ego in der Natur“. Gibt es in der Natur überhaupt etwas anderes als das?

Jeder sollte sein Ego hervorholen und uns erzählen, wie gern er damit umgeht, wie mit einem Mistkäfer. Wir sollten nicht klagen oder uns auf die Brust schlagen, sondern ganz normal und ernsthaft erspüren, was der Schöpfer sagte: „Ich schuf den bösen Trieb; ich schuf die Tora zu dessen Korrektur.“

Wir müssen alles raus lassen, was in uns ist und gemeinsam ein Lied darüber komponieren, wie hässlich wir im Inneren sind und wir sehr wir unsere Hässlichkeit lieben. Unsere Gier, unsere innere Lüge und unsere Unfähigkeit, die Wahrheit zu erkennen. Unsere Unfähigkeit zu lieben und zu geben sollten sich in diesem Lied ausdrücken.

Wir müssen es so gut fühlen, dass wir uns tatsächlich vor uns selbst ekeln. Doch das Wichtigste in der Enthüllung unserer ursprünglichsten Natur ist, dass sie uns davon abhält, uns zu verbinden.

Frage: Wir versuchen immer, den Tag positiv abzuschließen. Doch ist es in diesem Fall besser, wenn jeder in diesem zerstörten Zustand zu Bett geht – in der Erkenntnis des enthüllten Ego?

Antwort: Nein, ich denke, die Erkenntnis über unser verdorbenes Ego sollte uns wahres Entzücken bescheren! Denn wir verstehen dann, woran wir erkrankt sind. Wie ein Mensch, der den Grund für sein Kranksein erkennt. Wenn er am nächsten Tag kommt, bekommt er die Medizin; doch er wird den genauen Grund kennen, und darüber wird er sich freuen.

 

 

Fehler, die zu Verdiensten werden

Von den Söhnen Aaron, Nadaw und Awiju, hat jeder seine Handschaufel genommen, die sie auf das Feuer gelegt haben, sowie die Mischung der Wohlgerüche, und haben vor Gott ein fremdes Feuer, das er ihnen nicht befahl, gesetzt. Das Feuer ist von Gott gekommen und hat sie gefressen, so dass sie starben.

Und Mosche hat Aaron gesagt: „Darüber sprach der Gott: ich werde den Nähernden heilig sein und vor dem ganzen Volk werde ich verherrlicht sein. (Tora, „Lewit“, das Kapitel „Schmini“, 10:01-10:03)

Das Feuer ist das Licht Chochma, das die Söhne Aarons zu erhöhen, einzuweihen und auf das nächste Niveau zu erheben versuchen. Sie können das nicht tun, weshalb sie denselben Fehler, wie Aaron, begehen. Allerdings ist dieser Fehler für die Offenbarung jener Schicht der Selbstsucht notwendig, die sich immer noch im ganzen Lager, im gesamten Volk, in der ganzen Gruppe versteckt.

Wie üblich wird alles durch die Fehler offenbart, man kann nichts tun, wir gehen nach vorn, so werden unsere Probleme gelöst.

Als Aaron die Versündigung mit dem Goldenen Kalb korrigiert hat, wurde folgendes Niveau (seine Söhne Nadaw und Awiju) offenbart, die einen noch größeren Aufstieg verlangten. Sie sind derselbe Aaron, aber auf dem folgenden Niveau, welches „die Söhne“ genannt wird.

Sie versuchen die Annäherung aller zerbrochenen Seelen anzustreben und solche Verlangen aufzunehmen, für die sie noch  keine spirituelle Arbeit durchführen können, um diese mit dem Streben zur Verbindung zu überwinden. Das heißt, man muss immer ganz genau berechnen können, bis zu welchem Niveau man dem Menschen nah sein kann.

Angenommen, wir sind Freunde und können uns in einem Café treffen, oder zusammen in den Urlaub  fahren. Wenn ich aber zu dir umziehen würde, oder du zu mir, dann wären große Probleme zwischen uns entstanden, da sich in uns solche egoistischen Eigenschaften gezeigt hätten, mit denen wir nicht zurechtkommen könnten. Anstatt ein größeres Streben zur Verbindung mit dir zu haben, werde ich ständig den unüberwindlbaren Gedanken haben, dass du mich endlich verlassen sollst, deshalb soll alles nach und nach geschehen.

Die Söhne von Aaron haben die Handlung begangen, die sie zur gegebenen Zeit überholt hat. Hätten sie es nicht getan, würde ihnen das Übel nicht offenbart worden sein. Es gibt deshalb im Leben einer Gruppe, der Menschen und jeden einzelnen Menschen immer einen Abstieg.

In der Regel wird heute die Empfindung des Zerbrechens  in den Gruppenhandlungen gezeigt. Es ist kein Zerbrechen, sondern die Offenbarung des in uns verhüllten Bösen, das wir enthüllen und empfinden müssen, worüber wir keinesfalls trauern, sondern uns freuen und danken sollen, so besteht die Möglichkeit für die Korrektur.

Frage: Haben die unkorrigierten Söhne von Aaron eine Stufe übersprungen?

Antwort: Jede Stufe fängt in der Nacht an: „Und es wird Abend, und es wird Morgen – der erste Tag“.

Also beginnt alles mit der Enthüllung des Bösen in sich. Immer! Nachdem Aaron die Versündigung des Goldenen Kalbes korrigiert hat, wurde ihm die nächste Stufe, seine „Söhne“ sofort offenbart, die noch größere Verbindung anstrebten, als die, die sie von Mosche und Aaron mit dem Volk empfunden haben. [136597]

Auszug aus dem TV – Programm „Die Geheimnisse des ewigen Buches“, 15/01/13

This is a test post

This is a test post