Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Zustand'

Das geistige Visier

Frage: Wenn wir in der Finsternis gehen, worauf sollen wir uns orientieren, um alle Etappen der geistigen Arbeit durchzugehen, bis wir verstehen, dass alle Bemühungen erschöpft sind und wir den Schöpfer darum bitten werden, uns zu helfen?

Antwort: Wir sehen den Schöpfer nicht und wir können mit Ihm nicht spielen, so wie das Kind mit dem Erwachsenen spielt. Anstelle von sich hat der Schöpfer für uns ein Spielfeld geschaffen – die Gruppe der Freunde.

Dafür hatte er die von Ihm geschaffene Seele speziell in Teile zerschlagen, damit wir uns nicht zu jedem einzelnen Teil, sondern zu ihrer Vereinigung wie zu Ihm verhalten könnten und das Kli ähnlich dem Licht gemacht hätten. Von der Liebe zu den Schöpfungen – zur Liebe zum Schöpfer.

Deswegen muss ich mich in Bezug auf die Gruppe (nicht den einzelnen Freunden) von allen materiellen Berechnungen abtrennen und „mich, die Gruppe, den Schöpfer“ als Ganzes sehen sowie meine Beziehung und den Zustand zum Schöpfer nach meiner Beziehung und dem Zustand in der Gruppe prüfen. Den Schöpfer sehe ich ja nicht, aber die Freunde sehe ich schon!

Dank der Verhüllung ermöglicht mir der Schöpfer, mich unabhängig und Ihm ähnlich aufzubauen.

Ich möchte in das Ziel treffen, das hinter dem Horizont liegt. Es ist nur dann möglich, wenn ich einen sichtbaren Orientierungspunkt habe und wenn ich mich auf ihn einstimme, so werde ich unbedingt ins unsichtbare Ziel treffen.

Dieser Orientierungspunkt in der Errungenschaft des Ziels, des Schöpfers ist eben die Gruppe, die der Schöpfer für uns (und von uns) künstlich geschaffen hat und Er hat uns die Illusion gegeben, dass wir einander verhasst sind.

Und im Maß unserer Vereinigung „treffen“ wir Ihn genauer. Und wenn wir uns eben dafür vereinigen, um Ihn zu finden, dann ist es die richtige Arbeit.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel von RABASH vom 15.09.2010

Zum Kabbalalernzentrum–>

Quantenphysik und Kabbala

Eine Frage, die ich erhielt: Wo ist der Zusammenhang zwischen der Quantenphysik und der Kabbala, von dem Sie so oft sprechen?

Meine Antwort: Die Quantenmechanik wurde infolge von Experimenten gezwungen, den Beobachter in das Ergebnis von Beobachtungen mit einzubeziehen, die Tatsache zu akzeptieren, dass das Geschehen, die Wahrnehmungen, von dem Beobachteten sowie dem Beobachter abhängen, nicht von alleine geschehen, sondern darauf ankommen, wer beobachtet, wie beobachtet wird und ob überhaupt jemand beobachtet.

Der Beobachter ist ein aktiver und bestimmender Teil des Geschehens. D.h., wir sehen die Welt niemals ohne uns. Die Welt existiert nur in uns, in den Beobachtern, in den Wahrnehmenden.

In der Kabbala ist dieses Gesetz bereits seit Jahrtausenden bekannt und beschrieben worden als „Alles wird enthüllt, erforscht und beschrieben nur bezüglich des wahrnehmenden Menschen“, und außerhalb von ihm können wir nicht davon reden, dass überhaupt etwas existiert. (Siehe Baal haSulam „Vorwort zum Buch Sohar“)

Ein weiteres Gesetz der Quantenwelt (der Welt des Lichts unserer Welt) lautet: ein Teilchen kann sich gleichzeitig an zwei Orten befinden. Es bewegt sich nicht blitzschnell von einem Ort zum anderen, sondern befindet sich gleichzeitig an zwei Orten.

In der Kabbala wird definiert, dass es keinen Raum gibt, sondern das Beobachtete nur in der Wahrnehmung des Beobachters geschieht, der sich als innerhalb von Rahmenbedingungen „Zeit – Raum – Bewegung“ existierend empfindet, die es außerhalb von uns nicht gibt.

Zum Kabbalalernzentrum–>

Vom Sohar die Heilung erwarten

Ich lese den Sohar Text, aber es ist schlecht, wenn der Text von mir das Ziel des Lesens verbirgt. Ich soll mich ständig darin prüfen: was ich gerade vom Lesen wünsche?

Vor allem, möchte ich, dass als Ergebnis des Lesens die Offenbarung der Krankheit der Selbstsucht erfolgt, und danach ihre Heilung – die Erwerbung der Eigenschaft des Gebens, der Einheit mit den Freunden, die auf dasselbe Ziel gerichtet sind.

Das nennt man die Absicht vor dem Studium. Dabei ist unwichtig, was wir aus dem Buch Sohar zusammen lesen.

Nach der Vorbereitung der Absicht, wofür ich das Buch Sohar lese, kann ich mit dem Studium beginnen. Und wenn es mir gelingt, diese Absicht festzuhalten, dann kann ich es mir auch gönnen, dem Text, seinem Sinn zuzuhören.

Dieser Zustand gleicht sich dem Kranken Menschen an, der im kritischen Zustand, im medizinischen Buch nach der Heilungsmethode sucht – alles andere interessiert ihn nicht!

Weder der Stil der Beschreibung, noch die Einzelheiten der Erzählung sindmaßgebend – er sucht nur nach Medikamenten (nach dem Elixier des Lebens – nach dem Licht!). Deshalb soll es vor allem die Absicht geben, und danach kann man zuhören, worüber der Sohar gerade erzählt.

Aber es gibt nichts Wichtigeres, als das Erhalten „der Heilkur“, – denn ich verstehe so lange nichts an der Handlung, bis ich in diesen Zustand selbst eingehe.

Aber warum schrieben die Autoren des Sohars all die Erzählungen? – Damit wir die Anstrengungen machen, uns an der Absicht festzuhalten.

Und dann, insofern es möglich ist, sich erlauben, das Sujet wahrzunehmen, es in der Absicht zu öffnen, sich bewusst zu werden, dass man sich in diesen Zuständen nicht befindet, denn auch wenn wir den Text nicht verstehen, wollen wir trotzdem den beschriebenen Zustand in unserem Inneren öffnen – dann werden wir uns tatsächlich mit ihm verbinden können.

Ich wünsche mittels der richtigen Beziehung zum Buch Sohar, vor allem, die geistige Eigenschaft zu erreichen, und gleich darauf, den Text wahrzunehmen, ihn richtig zu verstehen. Es heißt „sich wünschen, den Text zu begreifen“, wie es im Vorwort zum TES, Punkt 155 gesagt ist.

Der Sohar Text ist für mich der Arbeitsplatz der inneren Klärungen, wo ich mich befinde:

1. Die Absicht – bezüglich des Ziels

2. Die Empfindung – bezüglich des Textes.

Man muss die Tiefen der Schichten des Begreifens empfinden – es heißt „sich mit der Tora und mit den Geboten zu beschäftigen“, „das Studium der Tora“.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 12.09.2010

Zum Kabbalalernzentrum–>

Die Verbindung zwischen dem Schöpfer und der Schöpfung

Eine Frage, die ich erhielt: Was fühlt der Kabbalist, der die Endkorrektur (Gmar Tikun) erreicht hat?

Meine Antwort: Im endgültig korrigierten Zustand (Gmar Tikun) finden unaufhörliche und riesige Veränderungen statt.

Die Seele befindet sich „gleichzeitig“ im Fallen und im Aufstieg, weil für sie diese zwei entgegengesetzten Zustände identisch und einheitlich sind.

Diese zwei Extreme verbinden sich in ihr zu einem Ganzen, da der Mensch sein Verhältnis zu ihnen, wie zu einer Erscheinung, korrigiert hat.

Aber je nach unserem Aufstieg zur Welt der Unendlichkeit, hören „die Umstellungen“ aus der Leere in die Füllung nicht auf, sondern verwandeln sich in die Gegenüberstellung der Ausgangsgegenteile der Tat des Schöpfers: „Etwas aus Etwas“ und „Etwas aus Nichts“ (Esch mi Esch ve Esch mi Ain). Und gerade verbinde ich, der Mensch, sie zusammen in mir und ergänze die Tat des Schöpfers.
Dadurch ist die Notwendigkeit in der Erschaffung des Menschen diktiert, damit er diese zwei Extreme in sich verbindet und aus „Etwas aus Nichts“ das „Etwas aus Etwas“ und wer der Schöpfer ist, enthüllt.

Aus dem Gespräch über das Thema „Das Licht, das zur Quelle zurückführt“ vom 08.09.2010

Zum Kabbalalernzentrum–>

Wie schreit man, um gehört zu werden?

Wir erschaffen zwischen uns eine gegenseitige Verbindung, gegenseitige Abhängigkeit, Bürgschaft, Liebe und unerlässliches Verlangen, zusammen zu sein.

Eine solche Verbindung (einen solchen Ort) müssen wir erschaffen, um darin den Schöpfer zu enthüllen, der sich vor uns verbirgt. Aus diesem von uns erschaffenen Ort, dem „Offenbarungszelt“, wird Er zu uns sprechen.

Ohne einen solchen „Kommunikator“ zwischen uns und dem Schöpfer schreien wir in die Leere. Wir können uns nur an das Bild wenden, das wir in unserer Verbindung, in dem Tempel des Schöpfers, erschaffen haben.

Es steht geschrieben, dass die Liebe zum Schöpfer nur durch die Liebe zu den anderen erreicht werden kann. Deshalb bauen wir zwischen uns das spirituelle System der Bürgschaft und der gegenseitigen Unterstützung auf – mit dem Ziel, den Schöpfer zu enthüllen.

Eben darum müssen wir uns vor allem um den Aufbau der Gruppe kümmern. Die erste Bedingung für das Empfangen der Tora, des korrigierenden Lichtes, am Berg Sinai (Zustand der Enthüllung des gegenseitigen Hasses) war die Unmöglichkeit, aber die Bereitschaft, sich wie ein Mensch mit einem Herzen zu vereinen und an dieser Vereinigung nach dem Prinzip „wir werden tun und wir werden hören“ zu arbeiten.

Wie gering diese Bereitschaft auch sein mag, wenn es sie gibt, haben wir einen gemeinsamen Punkt – ein „Fenster“ zur Kommunikation mit dem Schöpfer. Denn dieser gemeinsame Punkt stellt bereits Malchut der Welt von Azilut, Shechina, dar.

So muss die Vorbereitung auf das Empfangen der Tora verstanden werden.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 14.09.2010

 

Zum Kabbalalernzentrum–>

Das Schöpfungssystem

Wir sind von der Welt der Unendlichkeit bis zu dieser Welt, von der Eigenschaft des Gebens bis zur Eigenschaft des Empfangens, „herabgestiegen“.

Auf dem Weg nach unten verringert sich in uns die Eigenschaft des Gebens, das Ausmaß der Ähnlichkeit mit ihr. Dementsprechend verringert sich die Erfüllung in uns (das Licht, die Wahrnehmung des Schöpfers), bis wir den Zustand „Unsere Welt“ erreichen, wo alle Merkmale des Lichts und des spirituellen Gefäßes (des Verlangens zu geben) gänzlich verschwinden, und wir von der Spiritualität vollkommen abgeschnitten werden.

Über unserer Welt, in den Welten Brija, Yezira und Assija, befinden sich die zerbrochenen Seelen – die Seelen, die ihren Egoismus wahrnehmen.

Wir müssen aus unserer Welt dorthin gelangen, d.h. erkennen, dass unsere Seelen zerbrochen, getrennt sind. Und dann die Grenze (Parssa) überqueren, die die Welten BY“A von der Welt Azilut trennt, d.h. die Bedingung der Einordnung in den Korrekturprozess erfüllen – uns wünschen, die Liebe, sprich die vollständige Vereinigung, zu erreichen.

Dann erwecken wir unsere zerbrochenen Seelen, damit sie sich in die Malchut der Welt von Azilut einordnen, die ursprünglich nur ein Punkt in Chase (Brust) von Seir Anpin ist. Über SA liegt GaR der Welt von Azilut: Atik, Arich Anpin, Aba we Ima, ISHSuT, und noch höher die nächste Grenze: Tabur von Galgalta, die Welt von Adam Kadmon und die Welt der Unendlichkeit.

Unsere Seelen in unserer Welt sind Punkte. So enthüllt der Mensch seinen spirituellen Zustand, genannt „unsere Welt“. Und später, indem er das ihn entwickelnde Licht anzieht, erreicht er das Empfinden seiner selbst in den Welten von BYA – das Empfinden von zerbrochenen, d.h. egoistischen Verlangen (Zustand des ägyptischen Exils).

Von hier müssen wir zum Licht aufsteigen, d.h. uns über Parssa erheben, weil es unmöglich ist, die Korrektur in den Welten von BYA zu vollziehen, wo das korrigierende Licht fehlt und nur das Licht der Erkenntnis des Bösen existiert.

Die Welten von BYA (Ort, Zustand, Empfinden) sind für die Erkenntnis des Bösen, für die zerbrochenen Seelen bestimmt, damit wir enthüllen, wie schlecht und abhängig von dem bösen Trieb wir sind. Dann, in dem Ausmaß dieser Erkenntnis, können wir aufsteigen und uns an Malchut der Welt von Azilut anschließen.

Die Einordnung in Malchut der Welt von Azilut wird als MaN, unser Gebet, bezeichnet. Malchut der Welt von Azilut übergibt unser Gebet an Seir Anpin der Welt von Azilut, und schließlich erhebt SoN dieses Gebet in Bina der Welt von Azilut. Und dann steigt von oben das Licht (das umgebende Licht oder das Licht von AB-SaG) herab, korrigiert die Verbindung in SoN und erfüllt sie anschließend.

Also ist alles was wir tun müssen, Malchut der Welt von Azilut, Shechina im Exil, zu erheben. Denn alles, was sich in den Welten von BYA befindet, sind Teile dieser Malchut, der Shechina, und wir müssen unsere Verlangen dorthin erheben. Malchut der Welt von Azilut ist die „Versammlung der Seelen Israel“ (Isra-el, derjenige, der „direkt zum Schöpfer“ strebt), d.h. die Verbindung von zerbrochenen Verlangen.

In dem Maße, in dem wir uns verbinden können, ordnen wir uns in Malchut der Welt von Azilut ein. Natürlich können wir das selbst nicht tun, sondern nur darum bitten.

Malchut übergibt unsere Bitte um die Vereinigung an Seir Anpin und enthüllt in dem gleichen Ausmaß, dass sie sich Ihm anschließen will. Und SA muss das Verlangen, sich mit Malchut zu vereinen, von Bina erhalten. Anschließend erheben sie sich beide, SA und Malchut (SoN), jeder mit seinem Verlangen, zu Ima – Bina, die sie verbindet.

Dann steigt SA zu seinem Platz herab, erschafft Malchut und schließt sie an sich an. Und in dem Maße, in dem SoN verbunden sind, beteiligen sich die Seelen, die sich dort befinden, an dieser Verbindung und werden durch sie erfüllt. Denn genau diese Seelen bilden den Körper von Malchut.

Aus dem Unterricht nach dem Talmud Esser HaSefirot vom 12.09.2010

Kabbala Akademie

Wie kann man dem Schöpfer Genuss bereiten?

Indem wir kabbalistisches Wissen verbreiten, vereinen wir unsere Seelen zu einem Gefäß und erschaffen einen „Ort für die Enthüllung des Schöpfers“ für alle Geschöpfe!

Dadurch erfüllen wir Seinen Wunsch und bereiten Ihm den größten Genuss.

Wenn wir alle unsere Leiden addieren und mit „Pi tarach“ (620) multiplizieren würden, würde sich ein Wert ergeben, der vergleichbar wäre mit dem Leiden des Schöpfers aufgrund der Verhüllung, in der zu sein Er gezwungen ist, um uns die Möglichkeit zu geben zu wachsen.

Durch jede unserer Handlung, die auf die Einheit gerichtet ist, fügen wir der Einheit zusätzliche Kraft hinzu(Massach und Or Choser), eine zusätzliche Seele zu der Gesamtheit der Seelen, die wir zur Enthüllung des Schöpfers brauchen.

Dadurch lösen wir solche Veränderungen zwischen allen Seelen aus, dass letztendlich alle in der Welt plötzlich in ihrem Inneren spüren werden, dass es eine höhere Kraft gibt, die auf die gesamte Welt einwirkt und sie bewegt und jeden ihrer Zustände bestimmt.

Nicht zufällig gibt es Erdbeben in Neuseeland, Feuer in Russland, Taifune in Amerika – das sind alles Teile des Gesamtzustandes, der vom Schöpfer erschaffen wird, damit wir aus diesem Zustand heraus anfangen, zu Ihm aufzusteigen.

Und wenn wir anfangen, in den spirituellen Raum aufzusteigen und dieses materielle Leben nur als eine notwendige Komponente wahrzunehmen, werden wir eines wunderbaren Lebens in dieser Welt würdig. Dazu fehlt uns nur, wenigstens ein wenig den Schöpfer zu enthüllen.

Sonst hilft unserer Welt nichts, außer wahrzunehmen, dass es im Universum, in der Natur, zwischen uns eine Kraft gibt, die alles lenkt.

Und wir nähern uns dem Verständnis dessen dank der Verbreitung der Kabbala an.

Aus dem Unterricht nach einem Rabash-Artikel vom 08.09.2010
Zum Kabbalalernzentrum–>

Zur Unendlichkeit entlang der Pyramide der Einheit

Auf dem Weg von dem Punkt dieser Welt, dem tiefsten Punkt, wo alles verschwindet, zum Punkt der Welt der Unendlichkeit, wo alles korrigiert und enthüllt ist, durchlaufen wir alle dieselben Schritte, nur jeder entsprechend der Wurzel seiner Seele, „nach seinem Geschmack“.

Wie in unserer Welt nehmen wir alle eine gemeinsame Welt durch die gleichen Sinnesorgane wahr. Doch in jedem befinden sich seine Eigenschaften in einer nur ihm eigenen Kombination.

Aus diesem Grund entsteht in jedem nur sein eigenes einzigartiges Weltbild – abhängig von der individuellen Kombination seiner Eigenschaften, die der Wurzel seiner Seele entstammt.

Wir alle gehen die gleichen Stufen der gleichen Leiter hoch. Deshalb existiert eine Wissenschaft der Enthüllung des höheren Lebens für alle, die Kabbala, die jedem erklärt, wie er vorankommen muss.

Und deshalb handelt alles, was wir im Buch Sohar lesen, von unseren fortgeschrittenen Zuständen, die jeder durchlaufen muss.

In dem Maße unseres Verlangens, sie wahrzunehmen, ziehen wir von diesen Stufen die Kraft an, die uns entwickelt (das Licht, O“M) – wir wachsen, entwickeln uns und steigen auf in dem Maße unserer „kindlichen“ Anstrengungen.

Doch das Wichtigste ist, die Einwirkung von unseren eigenen fortgeschrittenen Zuständen auf uns hervorzurufen. Deshalb ist der zweite und weitaus wichtigere Punkt beim Herangehen an das Lesen des Buches Sohar das Verständnis dafür, dass der Aufstieg Vereinigung bedeutet.

Wir steigen eine „Pyramide“, einen „Kegel“ hoch – in dem Maße der Vereinigung von unseren Punkten im Herzen.

Aus diesem Grund sind alle 125 Stufen der Leiter von unserer Welt bis zur völligen Vollkommenheit 125 Ebenen der Vereinigung von Verlangen, bis zu ihrer vollständigen Verschmelzung in der Eigenschaft des vollkommenen Gebens.

Das bedeutet, je mehr wir uns verbinden, desto höher steigen wir auf – und in dem Maße der Verbindung zwischen uns enthüllen wir die Eigenschaft des Gebens, des Schöpfers.

Deshalb, wenn wir das Buch Sohar lesen, wollen wir in diesem Zustand sein und warten darauf, dass er eintritt – in uns und zwischen uns.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 12.09.2010

Das Fallen ist eine Freude

Eine Frage, die ich erhielt: Wie soll ich auf meinen Abstieg reagieren?

Meine Antwort: Ich soll dieses Fallen wie einen Aufruf von oben wahrnehmen: „Wer hat mir es geschickt? Wofür?“. Mir wurde ein neuer Zustand eröffnet.

Wie Baal HaSulam schreibt: „Ich freue mich über die Enthüllung der Sünder“ – „den neuen“ egoistischen Eigenschaften meiner Natur.

Natürlich versteckten sie sich in mir, aber jetzt, wo ich stärker wurde, werden sie gezeigt, damit ich trotz allem, in der Verbindung mit dem Schöpfer, im Zustand des Aufstiegs bleiben kann.

Trotz der unangenehmen Empfindung innerhalb des leeren Wunsches, kann man sich über diesen Wunsch freuen, darüber, dass er enthüllt wurde – und so wirst du bald mit seiner Hilfe eine stärkere Verbindung mit der Gruppe, mit dem Schöpfer offenbaren.

Deshalb muss man sich im Fallen sofort mit der Gruppe verbinden und, beginnen, allerlei Handlungen zu begehen, um dieses Fallen in die Vereinigung zu verwandeln.

Das Fallen ist die Offenbarung einer größeren Genauigkeit in unserer Vereinigung, die Feststellung der Lücken, in denen ich mit der Gruppe noch nicht verbunden bin und mich folglich verbinden soll.

Ich dachte, ich wäre früher mit der Gruppe durch den „dicken Seil „verbunden. Und jetzt wurde mir klar, dass es innerhalb dieses Seils sehr viele feine Fäden gibt, in denen ich mit der Gruppe nicht verbunden bin.

Ich steige hinauf, indem ich mich immer mehr vereinige. Deshalb bin ich über solche Offenbarung froh, denn sie geschieht aufgrund des vorhergehenden Zustandes.

Sie werden bald fühlen, dass das Fallen eine Freude ist. Denn alles hängt von der Einstellung ab: entweder empfindet man es wie den bloßen Zustand oder wie das Mittel zur Erreichung des Ziels.

Die Arbeit liefert die Freude. Der wahre Spezialist ist froh, wenn er auf die Probleme in der Arbeit stößt.

Denn sie ermöglichen ihm, seinen Professionalismus zu verwenden, nach der Lösung zu suchen, etwas Neues zu schaffen, die Meisterschaft zu zeigen.

Warum brauchen die schöpferischen Persönlichkeiten „die Muse“, warum befinden sie sich ständig auf der Suche, in einer Verwicklung der Verwirrung der Gefühle – bis ihr Werk erschaffen wird?

Es kann auch der Mensch eines beliebigen Berufes sein, sogar der Installateur, aber wenn er ein Profi ist – dann fühlt er seinen Beruf.

Deshalb sind die Schwierigkeiten oder die besonderen Bedingungen sehr wertvoll.

Wir verstehen nicht, inwiefern die Enthüllung unserer Mängel, das Licht an den Tag bringt.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabasch, 06.09.2010

Zum Kabbalalernzentrum->

Wovor schützt uns Klipa?

Eine Frage, die ich erhielt: Wovor schützt uns Klipa (die Schale, eine dunkle Kraft)?

Meine Antwort: Klipa schützt uns vor dem Schöpfer! Wir können uns nicht mit dem Schöpfer verbinden und entwickeln uns folglich mit Hilfe zweier Kräfte: eine Kraft entwickelt mich von innen mit Hilfe des Lichtes, und die andere hält mich zurück, damit ich ständig innerhalb des Wunsches „Genuss zu erfahren“ bleibe – denn das ist Klipa.

Aber wenn wir den folgenden Zustand erreichen, dann muss Klipa abgenommen und weggeworfen werden, damit man die reife Frucht – als die Nahrung des Menschen verwendet. Deshalb ist es üblich, die Fruchtschale abzuschälen, bevor man die Frucht aufisst…

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „das Vorwort zu „Panim Meirot „“, 14.07.2010

Zum Kabbalalernzentrum–>