Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Zustand'

Am Punkt zwischen dem Guten und dem Bösen

Der Sohar, Kapitel „Wajechi„, Punkt 244: Über die zukünftige Welt ist gesagt: „So wie die Tage des Baums [werden] die Tage Meines Volkes sein“. „Wie die Tage des Baumes“ – d.h. des Baumes des Lebens.

Es ist gleichzeitig gesagt: „Er wird den Tod auf ewig zerstören“, denn im Baum des Lebens gibt es keine Veränderungen, und es gibt darin keinen Tod.

Es geht darum, dass der Mensch sich im Punkt der Entscheidung, der Wahl zwischen dem Guten und dem Bösen, in Klipat Noga befindet. Dieses ganze System entsteht infolge dessen, dass einerseits der Schöpfer Adam verbietet, die Früchte vom Baum des Lebens zu essen, und andererseits, er ihm „seine Frau“ schickt, die ihn zur Sünde verführt – die verbotene Frucht zu kosten.

Somit existieren zwei Gegenteile zusammen. Und wir sollen uns weder verwirren noch unsere Wahrnehmung spalten, sondern verstehen, dass dieselben Differenzen, die in jedem Zustand existieren, wo der Schöpfer uns als irreführend bzw. in der uneindeutigen Beziehung vorgestellt wird, vorbestimmt sind, um uns in solche Lage zu bringen, in welcher wir nicht wissen, was wir machen müssen – dann werden wir Seine Hilfe brauchen.

Es ist eben Klipat Noga, der Punkt unserer Freiheit. Diese Freiheit erscheint gerade in jenem Punkt, wo sich zwei Beziehungen des Schöpfers – die böse und die gute – miteinander verbinden, sodass es ohne Seine Hilfe unmöglich wäre, zwischen ihnen zu unterscheiden, ihre Widersprüche zu beseitigen.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 08.09.2010

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Die Verhüllung dient unserem Wohl

Wir befinden uns unterhalb der 125 Stufen der Welten, der Verhüllungen. Diese Verhüllungen dienen unserem Wohl, weil sie unsere Winzigkeit im Vergleich zum Zustand der Unendlichkeit verbergen, so dass wir nur sehen können, inwiefern wir unfähig sind, mit der höheren Stufe verglichen zu werden.

Auf jeden Fall, sind wir verpflichtet, die Leiden in unserem Zustand zu empfinden, um die Korrektur in der Gruppe zu realisieren, wie das Kind, das sich bemüht, etwas zu machen, was ihm nicht gelingt, es möchte trotzdem mit dem Spielzeug zurechtkommen.

Anhand dieser Bemühungen, Leiden, Unfähigkeit, lernt man sein Gegenteil im Vergleich zum Licht, zur nächsten Stufe kennen. Du bist verpflichtet, gegen das Licht zu arbeiten, weil es sonst keine Empfindungen der Unterschiede geben würde, woraus man erkennen könnte, wer der Schöpfer ist.

Angenommen, du befindest dich im königlichen Palast, in dem du nichts kennst und nichts fühlst. Und jetzt beginnst du einen Rundgang durch den Palast. Du sollst alle dich umgebenden Gegenstände und Zustände, alle Gegenteile, alle Beziehungen erkennen. Folglich erreichst du den Zustand, in dem du über die ganze Welt wie der König herrschen kannst.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel aus dem Buch „Schamati“, 03.09.2010

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Die Vereinigung der Seelen – die Ähnlichkeit mit dem Schöpfer

Wir müssen unsere eigene Gegensätzlichkeit zum Licht empfinden, um uns seinem Zustand näher zu bringen. Und wenn man kein Licht heranzieht, dann empfindet man die Leiden, weil es sehr bitter ist, sich dem Schöpfer als entgegengesetzt zu empfinden.

Um uns folglich die richtige Entwicklung zu ermöglichen, bringt man uns ins System „der kabbalistischen Gruppe“ ein. Denn es ist besser sich in der Gruppe zu befinden, anstatt sich im Vakuum und Unwissen, wie man die Ähnlichkeit mit dem Licht erreichen kann.

Man kann an der Vereinigung mit den gleich gesinnten Gruppenmitgliedern arbeiten, die dasselbe Ziel anstreben. Somit beschäftigt man sich mit der klaren Arbeit der Verbindung, die alle unsere Probleme lösen kann, anstatt sich mit etwas Unsichtbarem zu beschäftigen, anstatt sich in der Leere aufzuhalten, und nicht zu wissen, woher die Leiden kommen und was eigentlich geschieht!

Aber wie kann man die Ähnlichkeit mit dem Schöpfer – durch die Vereinigung der Seelen ersetzen? – In der Welt der Unendlichkeit waren wir ein Ganzes, eine Seele, Adam, später wurden wir in die Teile, in die einzelnen Seelen zerbrochen, so dass wir begonnen haben, anstelle der Welt der Unendlichkeit unsere (zerbrochene) Welt zu empfinden. Nach dem Zerbrechen schuf das Licht in uns die Eigenschaften, die ihm vollkommen entgegengesetzt sind, und die Seele wurde zur Kehrseite des Lichtes!

Aber wenn wir das Zerbrechen gemeinsam korrigieren und uns verbinden, dann machen wir eine Handlung, die an die Enthüllung des Lichtes gerichtet ist, denn wir wollen die Ähnlichkeit mit dem Licht erreichen. Anstatt uns dem Licht anzugleichen, das verborgen ist, gleichen wir uns den Wünschen an, die deutlich und klar sind.

Uns scheint es so zu sein, dass wir an der Vereinigung zwischen den Menschen arbeiten, um eigene Selbstsucht aufheben zu können, wie gut erzogene Kinder, aber dadurch enthüllen wir das Licht in der Vereinigung der Wünsche. Denn das Licht hat sich zerschlagen und hat sich dort, innerhalb der zerbrochenen Kelim verborgen.

Somit gilt als praktische Kabbala die Möglichkeit der Arbeit in der Gruppe. Wir führen die uns zugänglichen Handlungen uns, und enthüllen folglich das Licht.

Auf diese Weise klären wir unseren Gegensatz zu dem Licht auf, werden ihm verglichen und verbinden uns: das Licht und das Gefäß werden in ein Ganzes zusammengezogen, und wir kehren in die Welt der Unendlichkeit zurück.

Da wir 620 entgegen gesetzten Zustände, Stufen geöffnet haben, die uns von einander abtrennen und vom Licht entfernen – so können wir jetzt um 620 Mal besser das Licht der Unendlichkeit verstehen und enthüllen somit die allgemeine Seele und das ganze Licht, den Schöpfer, der sie erfüllt.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel aus dem Buch „Schamati“, 03.09.2010

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Wir werden sowohl im Kummer, als auch in der Freude zusammen sein…

Eine Frage, die ich erhielt: Was kann man machen, wenn sich die ganze Gruppe im Fallen befindet?!

Meine Antwort: Es ist doch wunderbar! Wir sollen es als eine Möglichkeit betrachten, die uns von oben gegeben wird, „wie ein Mensch mit einem Herz zu sein“!

Denn wir sind alle zusammen, in einem Wunsch, in einem Zustand – weil unsere Vereinigung schon geschehen ist. Jetzt können wir die Kraft dieser Vereinigung für die Veränderung dieses Zustandes verwenden. Der Schöpfer hat uns die Kraft der Einheit im schlechten, sowie von Ihm entfernen Zustand gegeben. Aber in diesem Fallen gibt es Seine Kraft – die Kraft der Vereinigung! So lasst uns jetzt beginnen, diese Kraft zu verwenden, um aus dem Fallen hinauszugehen.

Man muss nun Folgendes machen: sich nicht darauf konzentrieren, dass wir gefallen sind, sondern darauf, dass wir zusammen verbunden sind! Man muss die Aufmerksamkeit vom vorübergehenden Zustand auf das System der Verbindung verlegen, sogar auf das egoistische System, um folglich zu beginnen, die Kraft der Einheit, sogar für die Selbstsucht zu verstärken, ohne unseren geistigen Abstieg, oder die Enttäuschung zu beachten: „Es spielt keine Rolle, dass wir gefallen sind, Hauptsache wir sind zusammen – denn diese Kraft der Einheit gehört dem Schöpfer und kommt zu uns von oben. Die Einheit ist Seine Eigenschaft“.

Je größer diese innere Anstrengung sein wird, die die Freunde in der Gruppe verbindet – auch im schlechtesten Zustand, in der Bosheit, in den Ansprüchen an den Schöpfer – desto eher werden wir plötzlich erkennen, wie diese Kraft der Einheit uns alle nach oben erheben wird!

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Shana Tova!


Alle unsere materiellen Eigenschaften gehören zur tierischen Stufe, aber wir müssen den Menschen in uns aufbauen, „ähnlich dem Schöpfer“ (Adam) sein, das heißt uns im Geben befinden.

Und das Geben wird nur in der Gruppe, in der Liebe zu den Freunden realisiert, nur so kann man den Schöpfer erreichen. Durch unsere Beziehungen schaffen wir das Verlangen, das dem Schöpfer ähnlich ist – den Ort für die Offenbarung des Schöpfers.

Daraus wird klar, dass alle unsere persönlichen Eigenschaften und Fähigkeiten, über welche unser biologischer Körper verfügt, nichts mit der Spiritualität zu tun haben.

Bezüglich der Spiritualität arbeite ich nur mit dem Punkt im Herzen, ich soll folglich auf die übrigen „irdischen“ Eigenschaften verzichten – da ich damit in der Enthüllung des Schöpfers nicht vorankommen kann, sie helfen nur darin – das Geben dem Empfangen zu bevorzugen, „den Glauben über dem Verstand“ zu wählen.

Aber das Wichtigste ist der Punkt im Herzen. Ich muss ihn zur Vereinigung mit dem Nächsten, mit den Freunden bringen.

Und jetzt soll ich die richtige Entscheidung treffen, zu bestimmen, worin ich den Erfolg erreichen möchte. Nicht in der materiellen Welt, sondern in der Verbindung der Punkte im Herzen, an dem Ort, wo die Offenbarung geschehen wird, nachdem ich das kleinste Maß der Ähnlichkeit mit dem Schöpfer erreiche.

Ich muss ständig diese Frage klären, und nur sie bestimmt den Erfolg des spirituellen Aufstiegs.

Weil dieser Punkt als Anfang der Veränderungen (Rosch HaSchana) bezeichnet wird, soll diese Entscheidung die ganze Zeit den neuen Anfang bedeuten. Denn die Linie, nach der wir vorankommen, besteht aus einer Menge Punkte.

Der spirituelle Weg ist eine Reihenfolge der Punkte, in denen es „die Überspitzung“ gibt. Das heißt „den Bruch/Unterbrechung“ in der Bewegung zwischen dem vorhergehenden Punkt und dem nachfolgenden. Auf diese Weise stellen sie sich hintereinander in eine spirituelle Linie.

Damit ich mich in jedem Punkt des Weges in dieselbe Richtung bewege, in die sich die anderen bewegen, muss ich in allem, sowohl dem vorigen Zustand, als auch der Zukunft entgegengesetzt sein.

Nur so werden wir auf dieser Linie festgehalten. Deshalb soll ich in jedem Punkt, in jedem Augenblick des Lebens die Entscheidung über den Anfang der Veränderungen in mir treffen.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabasch, 08.09.2010

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Zwischen uns befinden sich fünf Welten

Eine Frage, die ich erhielt: Was bedeutet, den Sohar in unserer gemeinsamen Wahrnehmung zu enthüllen?

Meine Antwort: Nichts enthüllt sich in einem einzelnen Menschen, nur in seiner richtigen Verbindung mit den Freunden in der Gruppe.

Meine ersten zehn Sefirot, das erste spirituelle Gefäß (Kli) bedeutet mein Bestreben, aus mir selbst herauszubrechen und mich mit den anderen, mit der Gruppe, zu verbinden.

Mein spiritueller Zustand wird dadurch bestimmt, wie sehr ich mich bemühe, diese Verbindung aufzubauen.

Es gibt mich und dich. Zwischen uns befinden sich fünf Welten – Assija, Yezira, Brija, Azilut, Adam Kadmon. Wenn ich mich dir so annähere, dass der Abstand zwischen uns gleich Null ist, dann nennt sich mein Zustand Welt der Unendlichkeit. Meiner, aber nicht deiner. Die Welt der Unendlichkeit bedeutet, dass ich und du, von meiner Seite, zu einem Ganzen werden.

Deshalb bestimmt meine Fähigkeit, mich dir anzunähern, auch die spirituelle Stufe, auf der ich mich befinde, denn alle 125 Stufen sind zwischen uns.

Man kann aber den Abstand zwischen uns auch gemeinsam überwinden. Das ist viel effektiver, denn weder ich noch du sind uns wichtig, sondern die Verbindung zwischen uns!

Ich muss dich nicht akzeptieren, nicht durch dich genießen, mich nicht mit dir verbinden. Wir müssen uns gemeinsam verbinden. Genau diese Verbindung ist auch der Schöpfer, die dritte Komponente, wie geschrieben steht: „Israel, die Tora und der Schöpfer sind eins“.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 01.09.2010

Hören Sie nicht auf, zu bitten!

Eine Frage, die ich erhielt: Wenn ich fühle, dass meine Bitte egoistisch ist, soll ich sie dann einstellen?

Meine Antwort: Es ist schlecht, aufhören zu bitten. Es würde bedeuten, dass du in den tierischen Zustand zurückkehrst – denn ein Tier kann nicht beten.

Somit spricht das wahre Gebet die eigene Korrektur an, es sind nicht die Tränen oder die gelesenen Wörter. Das Gebet ist eine Bitte über die Erreichung des reinen, uneigennützigen Gebens.

Wie kannst du darum bitten? Es wird nur noch eine größere Selbstsucht sein. Es erweist sich, dass das Gebet nur dann angemessen ist, wenn du nicht für dich selbst bittest.

Wenn die Bitte dich selbst betrifft – wo ist dann hier die Geisteskraft, wir wenden uns an den Schöpfer, damit Er die Forderung unserer Selbstsucht bewilligt?

Das Gebet zum Schöpfer kann nur über die Kraft des Gebens sein – alles fängt damit an. Aber weiterhin muss man klären, warum du das Geben willst, wofür du es brauchst.

Ich soll klären, ob ich vielleicht das Geben nur mit der Absicht möchte, noch mehr für meine Selbstsucht zu bekommen.

Alle 125 Stufen der Erhöhung sind Stufen der Klärung dieses Gebets. Zu mir kommt das Licht AB-SaG, das für die Klärung aller Einzelheiten meines Wunsches sorgt. In jedem Zustand, auf jeder Stufe, kläre ich immer mehr.

Und deshalb verstehe ich die Notwendigkeit der mich umgebenden Welt, der Freunde und der Feinde, der Dummen und Weisen, der Schwächlingen und der Helden, die das höhere Ziel anstreben. Ich brauche sie alle, denn meine Beziehung mit ihnen, richtet mich zum Schöpfer aus!

Wenn das Gebet eine uneigennützige Bitte ist, ohne jedes eigene Interesse und den Vorteil, wie kann ich sie anders klären? Nur in der Gesellschaft und für die Gesellschaft bittend. Auch dann verstehe ich, warum der Schöpfer mich und die ganze mich umgebende Welt geschaffen hat.

Die ganze Wirklichkeit ist nur für dieses Ziel geschaffen – damit wir uns an den Schöpfer richtig wenden und – die wahrhafte Eigenschaft des Gebens, die Natur des Schöpfers bekommen, die unsere egoistische Natur ersetzen wird.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabasch, 28.07.2010

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Geisteswelt oder Visionen?

Der Sohar, Kapitel „Wajechi“, Punkt 170: Bei der Abreise einer Seele, gehen all seine Verwandten und Freunde in der Welt der Wahrheit mit seiner Seele und zeigen ihr den Platz von Eden und den Ort der Strafe.

Eine Frage, die ich erhielt: die Menschen, die den klinischen Tod erlitten, erzählen über die Visionen, die mit Sohar in vieler Hinsicht übereinstimmen, obwohl sie keine Ahnung über die Kabbala haben…

Meine Antwort: Das Verständnis der Kabbala hilft dem Menschen nicht, die Geisteswelt zu sehen. Man kann die höhere Welt nur in der korrigierten Seele empfinden. Es spielt keine Rolle, ob der Mensch die kabbalistischen Bücher studiert oder nicht. Wichtig ist dabei, ob er sich korrigieren möchte.

Zu den Emotionen der Menschen, die den klinischen Tod erlitten, kann man Folgendes sagen. Wenn der Mensch in den kritischen Zustand gerät, dann ist es ein großer Schlag für den physischen Körper, der nichts mehr als den Wunsch, zu genießen darstellt. Unser Körper scheint uns materiell zu sein, einen Umfang haben, aber er stellt ausschließlich den Wunsch dar, eine bestimmte Art von Füllung zu genießen.

Wenn dieser Wunsch die Leere, die Leiden empfindet, dann möchte er natürlich kein Leben, keinen Wunsch empfinden, woran er leidet, denn er wünscht sich, diese Stelle zu schmälern, weniger zu leben, die Gefühle abzuschalten, Drogen zu nehmen, usw.

Jeder Mensch, der die seelischen oder materiellen Leiden empfindet, wünscht sich, diese zu verringern, die Wahrnehmung der Welt zu verringern, bis zur Unlust zu leben.

Aber wenn du die Leiden empfindest und hinaufsteigen möchtest, sowie den Wunsch hast, aus dieser Stelle ausgerissen zu werden, aus der Finsternis, Bitternis, aus den Schlägen, Kriegen und Krankheiten – dann begehst du die geistige Handlung – nicht für das Geben, oder weil dich das Geistige heranzieht, sondern weil die Leiden auf dich mit solcher Kraft drücken, dass du wie ein Kern aus der Kirsche ausgestoßen wirst – und nach oben aufspringst.

Es ist der Weg der Leiden, und kein Aufstieg, weil du dich nicht dem Ziel annäherst; du kennst es nicht – du läufst den Leiden davon wie ein verprügeltes Tier – vom Stock wegläuft. Aber wie dem auch sei, du erhebst dich über die Selbstsucht, über dem Wunsch zu genießen, und willst folglich dein Ego annullieren: „Ich will nichts mehr, lassen Sie mich nur in Ruhe!“.

Angenommen, ich habe eine Milliarde Dollar gestohlen, man hat mich gefangen und lebenslänglich im Gefängnis gesperrt. In diesem Augenblick wünsche ich nur Brot und Wasser und zu Hause zu sein. Nichts anderes!

Aber ich wollte doch eine Milliarde Dollar! Der Wunsch verringert sich, und steigt aufgrund „des Glaubens über dem Verstand“ hinauf, er ist bereit, im Geben zu sein, auf sich zu verzichten, sich zu verringern, um nur die Leiden der Strafe nicht zu empfinden. Dann empfinden diese Menschen die Wahrheit, im kleineren Ausmaß öffnet sich hier die Verbindung mit dem Schöpfer. Aber nur für die kurze Zeit, sodass sie diesen Zustand nicht wahrnehmen und festhalten können, weil sie keine eigenständigen Kelim (keine geistigen Gefäße) haben – und ihr Zustand vergeht.

Aber in 99.9 % der Fälle der Empfindung vom Jenseits empfinden die Menschen nur die psychosomatischen Emotionen. Da sie sich in den Leiden, in Verwicklung, im Nebel der Gefühle, in der Störung der Arbeit der inneren Systeme aufhalten, ist ihre Wahrnehmung gestört.

Aber das Schöpfungsziel besteht nicht darin, dass der Mensch nur im Zustand des klinischen Todes die Geisteswelt empfindet. Ich soll sie im vernünftigen Zustand empfinden, darin wie der Forscher agieren, der über das Wissen und Verständnis verfügt. Man muss den Wunsch und die Möglichkeit haben, wie der Schöpfer zu werden.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 02.09.2010

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Wer bohrt das Loch im Boot?

Eine Frage, die ich erhielt: Wenn ich während des Sohar Lesens nebensächliche Gedanken habe – dann bedeutet es doch, dass ich das Loch im allgemeinen Boot bohre?

Meine Antwort: Du verstehst doch selbst, dass diese nebensächlichen Gedanken nicht deine sind, sondern von irgendwoher zu dir „kommen“.
Das heißt, sie hängen sie nicht von dir ab, sondern vom Schöpfer. So beruhige dich, denn du bohrst kein Loch im allgemeinen Boot durch diese Gedanken, die in deinem Kopf entstehen!
Es ist nur wichtig, was du mit diesen „nebensächlichen“ Gedanken machen wirst – ob du an ihnen hängen bleibst – dann machst du tatsächlich das Loch im Boot. Oder du widerstehst diesen nebensächlichen Gedanken und weist sie jeden Augenblick zurück, da du dir wünschst, zusammen mit den Freunden zu bleiben, die dieses Boot zum Ziel führen. Diese Entscheidung hängt schon von dir ab!

In der Kabbala arbeiten wir immer an dem, was uns vom Schöpfer geschickt wird, an den entstehenden Umständen (Reshimot) – die wir nicht auswählen, und deshalb nicht nach ihnen verurteilt werden. Und nur unsere Reaktion darauf hängt von uns ab, und wir müssen uns deshalb danach richten.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 31.08.2010

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Das Empfinden der Sünde ist schon die Reue

Im Artikel „Wenn dem Menschen bekannt ist, was das Zittern vom Schöpfer ist“ schreibt Rabasch, dass die Sünde gerade während des Aufstiegs stattfindet, wenn der Mensch der Liebe des Schöpfers ausgezeichnet wurde und sich entschieden hat, sie als Grundlage für die Arbeit zu nehmen, wenn er den Glauben hinauswirft.

Der Mensch denkt, dass er niemals fallen wird, weil er den Weg des vernünftigen Verstands auswählt. Folglich wird er wieder in die Selbstliebe fallen- die als Strafe dafür gilt, dass er den Glauben verloren hat. Und diese Strafe – ist die Korrektur, die ihm helfen wird, auf den geraden Weg des Aufstieges nach der geistigen Treppe zurückzukehren.

Auf diese Weise müssen wir unsere Zustände wahrnehmen. Der Zustand des Absturzes und die Strafe sind in Wirklichkeit für unsere Korrektur gegeben.

Die Sünde zu empfinden bedeutet schon, nicht zu sündigen. Die Sünde ist das, was wir davor gemacht haben! Und die Empfindung der begangenen Sünde ist schon die Korrektur.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabasch, 30.08.2010

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