Die Motive des Schöpfers verstehen.
Frage: Sie behaupten, der Weg des Lichts sei ein einfacherer Weg. Es stellt sich jedoch heraus, dass man obwohl man versucht den besten Weg zu gehen, kein gutes Ergebnis erzielt. Man versteht nicht, ob man sich im Abstieg befindet oder ob solche Schwierigkeiten normal sind.
Antwort: Wenn ihr euch bemüht, dann solltet ihr alles, was euch passiert, als Belohnung wahrnehmen. Diese Art der Reaktion ermöglicht euren Fortschritt, obwohl es manchmal sehr unangenehm ist. Denkt also nicht, dass ihr als Antwort auf eure richtigen und guten Taten, sofort positive Dinge in eurem Leben entdecken werdet. Nein, so könnt ihr nicht aus eurem Egoismus herausrausgezogen werden.
Ihr müsst da rausgezogen werden. Selbst wenn ihr einen Schritt in Richtung der Spiritualität gemacht habt, bleibt ihr immer noch im Ego. Das bedeutet, dass ihr immer wieder angeschoben werden müsst. Anschieben kann man euch mit allen möglichen negativen Einflüssen.
Ihr sollt also nicht sagen: „Ich bemühe mich sehr mit meinen Freunden in der Gruppe, im Studium, in der Verbreitung, und was bringt das? Ich habe nichts.“ Ihr wisst nicht, dass das Ergebnis all eurer Bemühungen, letztendlich „knallen“ und den richtigen Effekt erzielen wird.
Ihr könnt darüber in vielen Artikeln von Baal HaSulam, RABASH und allen Kabbalisten der Vergangenheit lesen.
Frage: Muss man daher Schläge als Streicheln wahrnehmen?
Antwort: Als Billigung. Es heißt: „Der Schöpfer bestraft diejenigen, die er liebt“. Ihr müsst es als Belohnung betrachten. So werdet ihr euch über den Egoismus erheben. Schließlich ist es für euch wichtig, da rauszukommen. Wie könnt ihr euch sonst darüber erheben?
Wenn ihr euren Egoismus zu hassen beginnt und versucht euch darüber zu erheben, erst dann werdet ihr alle Motive des Schöpfers verstehen.
Aus dem Unterricht, 14.07.2019
(252180)
Während der Mensch die spirituellen Stufen hochsteigt, steigt gleichzeitig sein Egoismus herab.



Baal HaSulam schreibt an seinen ersten Schüler und Sohn, Baruch Ashlag (RaBa“Sh: [Ra-bbi Ba-ruch Ash-lag]), Brief Nummer 38 aus dem Buch „Früchte der Weisheit“, dass man nicht mitten auf dem spirituellen Weg halten und aufgeben darf, bis man sein Ziel erreicht hat, braucht er die Kraft, um immer größere Hindernisse zu bewältigen.Und man kann sich nicht auf seine früheren Erfolge verlassen. Ganz im Gegenteil, alle gestrigen Leistungen werden zum neuen Verlangen, das den Menschen noch stärker zum Ziel hin stößt. Und das heißt nicht, das das gestern Erreichte seine Wunden heilen kann und ihm eine Erholung erlaubt.
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