Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Wunsch'

Der Sohar – unsere mächtigste Waffe

Es wurde gesagt, dass es verboten ist, die Tora ohne Absicht zu studieren. Denn du ziehst dadurch kein Licht heran, das zur Quelle zurückführt, sondern wandelst sofort „das Elixier des Lebens“ „in tödliches Gift“ um. Dieser Punkt ist deine einzige Auswahl im Leben. Da wir aber mit der einzigen Waffe gegen das Übel, gegen den Egoismus mit dem Buch Der Sohar zu tun haben, so sollen wir uns bemühen, es richtig zu verwenden. Es ist klar, dass wir nicht auf „den roten Knopf“ drücken können, um die Welt an die schädlichen, unvermeidlichen Folgen zu führen, aber dennoch gibt es die Möglichkeit, auf die Zustände der Leiden einzugehen, was schon in der Vergangenheit geschah (siehe „die Einführung in das Buch Sohar“, Punkt 70,71).Und deshalb soll der Mensch, vor dem Lesen des Sohars, einzelne „Metapher“ vorbereiten, die ihn beeindrucken, und mit deren Hilfe er von der tierischen Stufe (dem Wunsch für sich selbst) – zur Stufe des Menschen hinaufsteigen kann (zum Streben nach der Einheit, dem Geben und der Liebe). Die Stufe des Menschen ist der Wunsch, sich mit anderen zu verbinden. Denn das korrigierte System der Seelen heißt auch „Adam“ (der Mensch).

Sowie dieses System abstürzt und sich in eine große Menge Scherben verstreut, so verwandelt sich jeder einzelne ausschließlich in den tierischen Teil. Das menschliche Niveau (die Ähnlichkeit mit dem Schöpfer, Adam – „dem Schöpfer ähnlich“) erscheint in uns dann, wenn die zerbrochenen Teile (die Seelen) sich gemeinsam zu einem einheitlichen Wunsch verbinden.

Folglich existieren die Seelen nur in der gegenseitigen Verbindung. Es heißt: das Leben „über dem Verstand“ – in den Beziehungen zwischen den Seelen, im gegenseitigen Geben. Die Gesamtheit dieser Beziehungen ist der Schöpfer, der uns untereinander verbindet, und die Kraft, die uns zum Leben erweckt,, heißt „das umgebende Licht“. Das heißt, der Schöpfer ist eine Kraft, die uns wirklich untereinander verbindet, und das umgebende Licht ist Seine höhere Erscheinungsform. Es gibt hier nichts anderes, außer dem Licht und dem Wunsch (Kli). Auch wenn wir ihnen eine Menge anderer Namen geben, gibt es letztendlich nur sie beide.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 06.07.2010

Zum Kabbalalernzentrum–>

Die Beunruhigende Sprache Von Parzufim und Sefirot


Wenn ich den Sohar erkläre, zeichne ich oft Formeln und Zeichnungen, und manche Leute möchten mehr sinnliche Erklärungen. Jedoch, wenn ich auf diese Zeichnungen sehe, stellen sie mir Gefühle dar, so wie Bina, Malchut, Yesod oder Joseph in der Mitte, Jacob oder Tifferet, Abraham, Isaak und so weiter. Dies sind unglaublich starke Mächte- eine ganze Welt mit einer Vielzahl von Details. Du verstehst es nur noch nicht.

Es ist so ähnlich wie bei einem Musiker der auf einige Linien und Kreise sieht, die auf einem Stück Papier gezeichnet sind und er Musik hört, oder wie bei einem Arzt der auf ein Röntgenbild schaut und über das bösartige Bild das er sieht, entsetzt ist. Einstweilen reagieren wir nicht auf die selben Bilder gleich, da wir nicht wissen wie diese Sprache zu interpretieren ist. Wie auch immer, Schritt für Schritt kommen wir dem Gefühl der spirituellen Welt näher, während wir studieren.

Baal HaSulam fügte zum Orginaltext des Sohar eine Erklärung mittels der Sprache der Kabbala hinzu. Er erklärt es mit Begriffen von Parzufim und Sefirot und allmählich beginnen wir zu spüren, dass es das selbe aussagt wie der Orginaltext im Sohar. Wir werden diese Sprache zu verstehen beginnen, bis wir „Spezialisten“ darin werden, wie Musiker oder Ärzte ihre Sprache verstehen. Die Sprache der Kabbala wird es uns ermöglichen eine klare Empfindung zu haben und dann werden wir beeindruckt sein über das was wir lesen.

Zum Beispiel nehmen wir den Satz, „Und Joseph ging durch das ganze Land Ägypten“. Weisst du wie viele Gefühle in diesem Satz enthalten sind? Es sollte dich zu Tränen rühren. Wir müssen lernen zu fühlen wie der Wunsch zu geben, den Wunsch zu bekommen übertönt, wenn es sich einschwingt und wie sie zusammen arbeiten und so weiter. Letzendlich wird jedes Wort des Sohar in dir mitschwingen und große innerliche Veränderungen hervorrufen.

Wir brauchen nur erwarten das es in uns geschieht.

Der Zusammenstoß ist ein Merkmal des Verlangens zur Vereinigung

„Vorwort zum Sulam Kommentar“, Punkt 78: Und es entsteht eine Unstimmigkeit zwischen der rechten und der linken Linie. Denn die Linke Linie, die die Erleuchtung von Chochma trägt, möchte die Rechte Linie, die das Licht von Chassadim innehat, auslöschen. Aufgrund dieser Unstimmigkeit erfolgt der Zusammenstoß…

Der Zusammenstoß geschieht, wenn sich zwei entgegengesetzte Seiten verbinden wollen. Doch wenn es nichts gäbe, was sie gegenseitig verbinden und heranziehen würde, hätte es den Zusammenstoß nicht gegeben!

Für den Zusammenstoß ist es notwendig, dass die Objekte einander in ihrer Natur entgegengesetzt sind, aber dennoch danach strebten, sich laut ihrem Wunsch zu verbinden.

Das heißt, es sollen zwei entgegengesetzte Tendenzen vorhanden sein: einerseits gibt es das Linke und das Rechte und andererseits muss man sie miteinander verbinden.

Aber wie können sie sich verbinden? Wenn es einen höheren Wunsch, ein höheres Ziel gäbe, dann könnten sie auf ihre Natur verzichten und darüber hinaus sich verbinden.

Hier erfolgt die Arbeit der linken Seite bezüglich der rechten Seite und umgekehrt, die bereit sind, auf ihre Grundlagen zu verzichten, um die Vereinigung zu erreichen, die höher als ihre Natur ist.

Deshalb geschieht ihr Zusammenstoß, der Konflikt zwischen ihrer Natur und ihrer Absicht, die sich außerhalb ihrer Natur befindet.

Der Zusammenstoß findet nur 1. zwischen den Gegenteilen statt, die 2. etwas Gemeinsames aufweisen, was außerhalb ihrer eigentlichen Natur liegt. Und gerade diese Gemeinsamkeit führt sie zum Zusammenstoß.

Zum Kabbalalernzentrum–>

Ich antworte auf ihre Fragen, Teil 13

Antworten auf Ihre Fragen zu „Kabbalisten über das Ziel der Schöpfung“, Teil 12

Warum musste der Schöpfer uns diese Last der Schöpfung aufbürden?

Die Frage: Das Zitat: „Dann wird (die eigenständig erreichte) Vollkommenheit zur (verdienten) Belohnung für (ihre) Arbeit, die im Begreifen des Schöpfers bestand. Und das alles (die Erschaffung des Übels und die Möglichkeit seiner Korrektur in das Gute) stammt nur aus Seinem Wunsch, (den Geschöpfen) das vollkommene Gute zu geben“.

Wenn wir jetzt versuchen werden, die Beziehungen zwischen uns (den Geschöpfen) und dem Schöpfer vorzustellen, dann ähneln sie eher: der Beziehung zwischen dem Vater und dem Sohn / den Eltern und dem Kind / dem Mann und der Frau / Freunden… Oder sind das völlig andere Beziehungen? Lohnt es sich überhaupt, sich etwas vorzustellen.

Meine Antwort: Wir können uns unsere Beziehungen mit dem Schöpfer nicht vorstellen, wenn wir uns mit der Wissenschaft der Kabbala beschäftigen, die uns den Schöpfer offenbart. Aber bis wir begonnen haben, Ihn offenbar so zu empfinden, wie wir alles in unserer Welt wahrnehmen, ist es besser Ihn uns als einen barmherzigen, aber dennoch strengen Vater vorzustellen.

Zum Kabbalalernzentrum–>

Ich antworte auf Ihre Fragen, Teil 7

Antworten auf Ihre Fragen zu „Kabbalisten über das Ziel der Schöpfung“, Teil 5

Was ist das Ziel der Schöpfung?

Die Frage: Sind der Wunsch, alles zu empfangen und der materielle Körper ein und dasselbe?
Meine Antwort: Ja, weil es keine Körper gibt, und nur der Wunsch die einzige Schöpfung ist.

Die Frage: Stimmt das Gesetz von Ursache und Wirkungs innerhalb einer Stufe mit dem Heruntersteigen „von Stufe zu Stufe“ überein?

Meine Antwort: Das Gesetz der treppenförmigen, konsequenten Entwicklung ist allgemeingültig.

Die Frage: Wenn man davon ausgeht, dass diese Welt die genaue Kopie der spirituellen Welt ist…

…Besteht dann die Aufgabe der Menschheit in dieser Welt darin, sich zu korrigieren, damit diese Welt ihren Platz in der Geisteswelt wieder belegen kann?

…hängt die Korrektur der Menschheit von der Korrektur eines jeden einzelnen ab? Kann man daraus die folgende Schlussfolgerung ziehen: wird das Gesetz “ liebe deinen Nächsten, wie sich selbst“ in der Zukunft so aussehen: Bei jedem Menschen in der ganzen Welt wird der Punkt im Herzen erwachen, und er wird sich bemühen, seinen Nächsten, wie sich selbst zu empfinden, um ihn dadurch zu erfüllen, um dem Schöpfer gleich, gebend zu werden?

…wird folglich jeder Mensch entscheiden, dass er zum Gebenden werden will, und als Ergebnis dieser Entscheidung kann er dann die Wünsche anderer emfpinden?

…wird dann der Mensch in seinem Inneren mit dem fremdem Wunsch so wie mit dem eigenen arbeiten?

Kann es dann so sein, dass solche Arbeit dazu führen wird, dass viele existierende Wünsche wie zum Beispiel Mord oder Diebstahl usw. korrigiert werden, ohne in dieser Welt realisiert zu werden?

Meine Antwort: Stimmt alles!

Mitten in der Nacht wird es einen hellen Tag geben…

Weil wir aus dem Wunsch „Genuss zu empfangen“ geschaffen sind, wird unsere geistige Arbeit nachts durchgeführt.

Wenn wir aber nicht den Genuss empfinden, dann können wir prüfen, ob wir fähig sind, etwas zu machen, ohne dass die Belohnung bestimmen würde, wie viel gearbeitet wird, sondern die Arbeit an sich – d.h. nicht die Enthüllung des Schöpfers, sondern der Glaube daran, dass wir Ihm dadurch Genuss bereiten können. Und um Ihm Genuss zu bereiten, und nicht dafür, um uns selbst zu befriedigen, können wir nun “ nachts“ arbeiten – in den Zuständen, wenn wir den Genuss nicht empfinden.

Deshalb wird jedes Mal in unserem Wunsch „Genuss zu empfangen“, eine neue Schicht des noch nicht korrigierten Wunsches hervorgerufen, welche die Belohnung, die Füllung erfordert. Dann können wir an diesem fehlerhaften Wunsch arbeiten, damit darin das Streben erscheint, nicht für Bezahlung zu arbeiten, sondern um dem Schöpfer Genuss zu bereiten, damit nicht die Eröffnung des Schöpfers als Belohnung gilt, sondern die Arbeit für Ihn. Dann wird sie aus dem Begreifen der Größe des Schöpfers stammen.

Wenn der Mensch aber entdeckt, dass er darin nicht begabt ist, bittet er um Hilfe von oben. Und die Höhere Kraft kommt zu ihm durch die Gruppe. Denn der Mensch hat sonst keine Verbindung mit dem Höheren. Er beginnt, diese “ Hilfe von oben“ zu suchen und verzweifelt nach vielen Versuchen, bis er versteht, dass „von oben “ eben „durch die Gruppe“ bedeutet. Wenn er sich in die Gruppe einreihen wird, so kann er dadurch die Kraft bekommen, die seine Natur von der empfangenden in die gebende verändern wird, und er wird fähig sein, „nachts“ zu arbeiten, und dabei den Schöpfer segnend. Dann arbeitet der Mensch nicht, um die leeren egoistischen Wünsche auszufüllen, die die Füllung erfordern, vielmehr hebt er sich mit Hilfe dieser „Nacht“ zum Geben hinauf. Der Mensch fordert nicht, dass „die Nacht“ vergeht, denn der Tag besteht für ihn darin, dass er für das Geben arbeitet. Wenn er in seinen Wünschen nicht „das Licht“ fühlt, und über eigene Wünsche hinweg arbeitet, dann empfindet er „den Tag“, ohne seine Bedürfnisse zu erfüllen.

Deshalb hält er sich in den Empfindungen der bekommenden Wünsche wie in „der Nacht“ auf, wogegen ihm in den Empfindungen der gebenden Wünsche „der Tag“ leuchtet.

Zum Kabbalalernzentrum–>

Die Unendlichkeit ist eine grenzenlose Vereinigung

Für eine richtige Realitätswahrnehmung muss man alle Formen, die uns offenbart werden, mit einander verbinden. Es existiert nur die Innere Welt eines Menschen. Dabei ist die Unendlichkeit keine unendliche Entfernung, sondern eine grenzenlose Vereinigung! Und später entsteht in dieser Welt der Unendlichkeit eine Grenze, welche bestimmt, wie nah du zu mir sein kannst. Innerhalb dieser Unendlichkeit wird der egoistische Wunsch offenbart, er schafft die Entfernung zwischen verschiedenen Teilen. Diese Entfernung ist irreal, eine Distanz zwischen den Wünschen, zwischen den Egos.

Folglich beginnen sich die Welten, von der Unendlichkeit aus nach unten zu erstrecken, das heißt es entsteht das Gefühl der Distanz zwischen verschiedenen Teilen. Man spricht in diesem Zusammenhang über den Abstieg der Welten oder über die Verstärkung der Verhüllung zwischen uns, denn es ist keine physische Entfernung – sondern nur eine sinnliche. Wir müssen uns mehr an der inneren Wahrnehmung ausrichten. Ich kann irgendwelchen Menschen physisch nah oder fern sein, und sie als nachstehend oder entfernt empfinden – eins hängt nicht vom anderen ab. In der Spiritualität existiert diese vorgestellte Welt der Entfernungen nicht – es gibt nur das Gefühl. Die sinnliche Empfindung wird in Sefirot, Parzufim, Welten gemessen – laut der Ähnlichkeit der Eigenschaften zwischen den geistigen Objekten, zwischen den Wünschen.

Einerseits, gibt es zwischen den Wünschen einen Unterschied – denn die Wünsche sind verschieden! Aber andererseits sind sie auch einander ähnlich, weil sie zusammen sein wollen, ungeachtet ihres natürlichen, konstanten Unterschiedes. Allein diese „Entfernung“ wird in der Spiritualität gemessen, und wir wollen solche Nähe erreichen.

Auch wenn sich unsere ursprünglichen Wünsche voneinander unterscheiden, weil sie unendlich stark voneinander entfernt sind, können wir dennoch mittels des Bildschirmes und des widergespiegelten Lichtes (des gegenseitigen Gebens), das heißt mittels des allgemeinen Strebens, die gegenseitige Nähe und die sinnliche Vereinigung erreichen, die keine Grenzen hat. In den Wünschen werden wir eine Art unendlicher physischen Distanz empfinden – und in unserem sinnlichen Streben, zusammenzusein, werden wir diese Grenze überschreiten und die unendliche, grenzenlose Vereinigung fühlen, als ob wir uns an einem Punkt befänden.

Und zwei diese Arten der Messungen: die unendliche Distanz, die unsere Wünsche eingrenzt, welche einander entgegengesetzt sind, und die Vereinigung ohne Ende und Grenzen, alle an einem Punkt, in der allgemeinen Absicht, in der Bestrebung – sie sollen zusammen existieren und die Macht unserer Vereinigung und der Verschmelzung gewährleisten.

Zum Kabbalalernzentrum–>

Die anziehende Kraft des Lichtes

Das umgebende Licht beeinflusst den Menschen nur im Maße des spirituellen Wunsches, den er von der kabbalistischen Gruppe erhält.

Sie ist seine Umwelt, die sich auf seinem Niveau befindet, und er nimmt daraus alles auf, wie der Samen, der in die Erde gepflanzt wird.

Das Korn an sich ist tot. Nur in der Erde beginnt es zu leben, also auf Kosten der Umwelt.

Ohne seine Umwelt ist das Korn nicht lebendig, es ist nur das Informationsgen. Aber wenn es dank der Umwelt auflebt, beginnen die Sonne und alle übrigen Kräfte der Natur ihren Einfluss.

Das Korn muss die Verbindung mit der Umwelt haben, damit die allgemeine höhere Kraft darauf einwirken kann.

Genauso auch der Mensch! Derjenige, der sich nicht in die richtige Umgebung einbringt, wie das Korn, das in den Boden gepflanzt ist, hat den geistigen Aufstieg nicht zu erwarten. Das soll jedem klar sein.

Nur in jenem Maß, in dem der Mensch von der Umgebung aufnehmen kann, bekommt er die Sonne und den Sauerstoff, die beginnen, „den Baum“ aus ihm zu züchten.

Folglich wird diese Kraft sogar von denjenigen empfunden, die nicht fähig sind, sie offenbar mit den materiellen Augen zu sehen.

Und da wir uns alle gemeinsam im einheitlichen, allgemeinen, System befinden, werden sie fühlen, dass in unserem Inneren die echte und offenbar deutliche geistige Ladung existiert – das Licht innerhalb des Gefäßes.

Zum Kabbalalernzentrum–>

Ich antworte auf eure Fragen – 3

Die Fragen zum Posten „Kabbalisten – über das Ziel der Schöpfung“, Teil 1

Der Schöpfer ist das absolute Gute

Die Frage: Das Zitat: „Und weil es in Ihm nichts vom Wunsch zu empfangen gibt, gibt es dann auch keinen Grund, jemandem zu schaden. Und das ist ganz einfach.“

Alle unsere Probleme entstehen aufgrund des Wunsches zu empfangen. – Aber wir sind als solche geschaffen worden, denn es existiert kein Gebender, ohne dass es einen Nehmenden gibt.

Wie beseitigt man diese Widersprüche, damit der Wunsch zu empfangen keine Grundlage für das Zufügen eines Schadens bildet?

Meine Antwort: Erst sollst du deine Selbstsucht korrigieren, dann entwickelst du die richtige Absicht „empfangen um zu geben“.

Die Frage: Das Zitat: „Aber außer diesem müssen wir von ganzem Herzen die zugrunde liegende Sache akzeptieren, dass Er den “Wunsch zu geben” hat. Er hat den Wunsch, dem Nächsten – seinen Geschöpfen – Gutes zu tun“.

Es ist unmöglich, diesem Satz zuzustimmen. Denn viele haben diese Wahrnehmung nicht. Man kann nur annehmen, dass es so ist … Baal HaSulam sagt „mit dem Herz annehmen“ – wie ist es praktisch zu machen?

Meine Antwort: Man muss sich tatsächlich mit der Korrektur zur Erreichung der Ähnlichkeit mit dem Schöpfer, mit dem systematischen Studium der Kabbala in der Praxis, in der Gruppe, beschäftigen.

Niemand braucht eine Zustimmung, man muss alles in seinem Inneren enthüllen!

Zum Kabbalalernzentrum–>

Wer spielt hier die Hauptfigur?

Eine Frage, die ich erhielt: In den Büchern gibt es immer eine Hauptfigur, um sie dreht sich die ganze Geschichte.

Wenn ich das kabbalistische Buch lese und versuche, mir diese Kräfte in meinem Inneren vorzustellen, dann gibt es dort sicherlich auch eine zentrale Kraft?

Meine Antwort: Während du ein kabbalistisches Buch liest, ist nicht wichtig, inwiefern du es verstehst, sondern deine Bemühung.

In der Enthüllung der Spiritualität gibt es einen Widerspruch: einerseits geschieht die Offenbarung intim und persönlich, andererseits ist es notwendig, die Kräfte von den Anderen, durch meine Vereinigung mit den anderen Seelen zu bekommen.

Es scheint so zu sein, dass das eine dem anderen widerspricht. Ich wollte alleine mit dem Schöpfer, mit meinem Wunsch zur Spiritualität, zum Licht, das zur Quelle zurückführt, bleiben.

Wenn ich aber das Höhere enthüllen will, dann kann ich es nur angesichts des Gebens empfinden, wobei das Licht des Gebens nur in der Gruppe leuchten kann.

Somit lese ich das Buch mit dem Punkt im Herzen, mit dem Wunsch zur Spiritualität, und will in meinem Inneren das Bild aufzeichnen, das das Buch beschreibt. Aber aufgrund welchen Materials kann ich die Veränderungen erzeugen?

Für diese praktische Arbeit ist die Umgebung, die Gruppe gegeben. Nur infolge einer gegenseitigen Wechselbeziehung, aus unserer Vereinigung, erheben wir eine Bitte, MaN.

Und zur Antwort bekomme ich von oben das Licht, das zur Quelle zurückführt – die richtige Einstellung, die mir das Verständnis darüber bringt, was im Buch geschrieben ist.

Dann beginne ich die persönliche Korrektur durchzuführen und baue die wahrhafte Verbindung zu den anderen. Folglich habe ich kein Problem, mich zu verbinden.

Sie sind meine Welt, in der ich alles realisiere, worüber ich früher las – in der Verbindung mit den anderen empfinde ich die Eigenschaften des Gebens, die Wechselbeziehung, worüber das Buch erzählt.

Bis dahin empfinde ich den Konflikt, den ich nicht lösen kann. Ich bin nur mit solchen Beziehungen einverstanden: ich und der Schöpfer, ich und das Buch, ich und das Licht, ich und ich, ich und die Welt, ich und die Gruppe. Aber immer soll alles mit „Ich“ anfangen!

Und hierfür ist die Vereinigung notwendig, damit ich mich nur für ihr Wohl einsetze. Es ist etwas ganz Unverständliches für mich!

Wie kann ich mich auf die anderen konzentrieren, den Unterschied zwischen uns nicht fühlen, ihnen mein ganzes Herz geben?

Zunächst wende ich mich egoistisch an das Buch, aber danach verstehe ich, dass ich die Kraft des Gebens brauche – und wende mich an die Gruppe, um von ihr die Empfindung des Gebens zu bekommen.

Folglich begreife ich, dass ich diese Eigenschaft nicht besitze, und verstehe, dass ich das Licht, das zur Quelle zurückführt, benötige, um mich nach dem Buch umzuordnen.

Deshalb erheben wir MaN aus unserem gemeinsamen Wunsch in der Gruppe, und als Antwort bekomme ich das Licht der Korrektur, wonach ich mich auf neue Weise zum Buch verhalte. Ich kann mich nach seinen Hinweisen aufbauen – das heißt, ich sammle eigenes „LEGO“

Aus dem Sohar-Unterricht vom 24.06.2010

Zum Kabbalalernzentrum–>