Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Übergang von Welt zu Welt

Wir alle befinden uns im Zustand des „Exils“ – dem Exil vom Empfinden und Erkennen des Schöpfers, der höheren, spirituellen Welt. Es gibt nur zwei Zustände: Exil und Erlösung.

Da wir uns im Zustand befinden, in dem der Schöpfer verborgen ist, erleben wir eine Realität, wie sie sich uns derzeit zeigt – vergänglich und veränderlich unter dem Einfluss der Naturgesetze.

Doch es gibt eine spirituelle Realität, in die wir aufsteigen können. Dort gelten andere Zeiten und Definitionen, und wir erheben uns über Zeit, Bewegung und Raum.

Wie also erfolgt der Übergang von dieser Welt, der materiellen Realität, die durch unsere physischen Sinnesorgane wahrgenommen wird, in die spirituelle Realität? Dafür müssen wir spirituelle Sinnesorgane entwickeln, mit denen wir die spirituelle Welt wahrnehmen können.

Selbst im tierischen Körper, noch während des Lebens in dieser Welt, können wir parallel zur materiellen Realität auch die spirituelle Realität empfinden. Und letztlich wird die materielle Realität verschwinden, und wir alle werden in die spirituelle Welt eintreten.

Wie erreichen wir die Erlösung von unserem Egoismus, der uns gegenwärtig an die Wahrnehmung allein dieser Welt bindet? Nach dem Plan des Schöpfers bereitet uns der Egoismus verschiedene Probleme und Leiden, um uns zu zwingen, aufzusteigen und diese Welt zu verlassen. Denn würden wir uns darin ständig wohlfühlen, blieben wir für immer in diesen kleinen egoistischen Wünschen gefangen.

Der Schöpfer will, dass wir uns entwickeln, und deshalb erweckt Er in uns durch verschiedene Probleme und Leiden das Bedürfnis, unseren Zustand zu verändern. Zugleich weist Er uns eine Richtung zur Veränderung, indem Er zwischen uns egoistische Beziehungen erweckt, die uns zur Erkenntnis führen, dass wir zu einer anderen Wahrnehmung der Welt aufsteigen müssen – zu einer Realität, die über unserem Verstand liegt.

Der Übergang von Welt zu Welt hängt davon ab, ob der Mensch die Realität persönlich, individuell wahrnimmt, also so, wie wir sie heute sehen. Durch persönliche Wahrnehmung ist es unmöglich, die Welt anders zu empfinden. Oder aber der Mensch beginnt, sich mit anderen zu verbinden und nimmt die Realität aus dieser Verbindung heraus wahr.

Er beginnt, nicht an sich selbst zu denken, sondern daran, was gut für die Gruppe, für den Zehner oder sogar für die ganze Menschheit ist. Er identifiziert sich mit den anderen, außerhalb seiner selbst, und beginnt, die Realität durch sie wahrzunehmen. Das ist bereits eine spirituelle Wahrnehmung der Realität, denn er erhebt sich über seinen Egoismus, das Verlangen zu genießen, welches als „Körper“ bezeichnet wird, hin zu einer anderen Wahrnehmung im gemeinsamen Verlangen zwischen ihm und den anderen – dem, was „Seele“ genannt wird.

So erlangt er eine neue Wahrnehmung der Realität. Der Übergang von der körperlichen zur spirituellen Wahrnehmung der Realität ist also der Aufstieg von der innerlich persönlichen Empfindung hin zur gemeinsamen Empfindung der Gruppe, vom Empfinden des „Ich“ zum „Wir“. Und je größer dieses „WIR“ ist, desto stärker ist das Empfinden der spirituellen Realität – ewig und vollkommen, unabhängig von der persönlichen Wahrnehmung des Menschen.

Das wird die neue, wahre Wahrnehmung der einzig existierenden Realität sein. Was wir jetzt erleben, ist eine eingebildete Realität, und unsere gesamte Welt ist eine Illusion, die in unseren materiellen Sinnesorganen durch egoistische Wünsche entsteht, die alles zu sich hinziehen wollen. Eine solche Realität existiert nur in unserer Vorstellung.

Wenn wir von der materiellen zur spirituellen Wahrnehmung der Welt aufsteigen, fühlen wir, als würden wir aus einem Traum erwachen. Derzeit befinden wir uns wie im Schlaf – und wir müssen aufwachen.

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Aus dem Unterricht zum Artikel von Baal HaSulam „Das Erbe des Landes“

Exil – ein Aufruf zur Befreiung

Wie können wir aus unserem Zustand, in dem wir von der höheren spirituellen Welt, der wahren Realität getrennt sind, herauskommen? Wir leben in einer Art Kapsel, gefangen in unserem egoistischen Verlangen, unfähig, etwas anderes zu sehen als unsere eigenen Bedürfnisse – ähnlich einem Wurm, der in einem faulen Apfel lebt.

Doch jeder Zustand, der weniger ist als die vollständige Offenbarung des Schöpfers, der die gesamte Realität durchdringt, wird uns gegeben, damit wir die Möglichkeit erhalten, zu wachsen und zur Stufe der vollständigen Offenbarung der Höheren Kraft in uns und um uns herum aufzusteigen.

Deshalb ist Exil ein Aufruf zur Befreiung. Der Schöpfer gibt uns absichtlich solche Zustände, in denen wir nichts Gutes empfinden, sondern sie als dunkel, unangenehm, unverständlich und verworren, also negativ erleben. Und all dies geschieht, um uns voranzubringen, denn sonst würden wir uns nicht bewegen.

Denn wir befinden uns auf der tierischen Stufe, und solange sich das Tier in uns wohlfühlt, hat es kein Verlangen nach mehr. Es ist nicht in der Lage, über seine eigenen Grenzen hinaus zu wünschen; die ganze Welt dreht sich um Bedürfnisse wie Nahrung, Sexualität, Familie, Geld, Ehre und Wissen. Diese Wünsche gehören zur tierischen Existenz. Auf der menschlichen Stufe jedoch sehnen wir uns danach, dem Schöpfer ähnlich zu werden.

Daher müssen wir die Kraft aufbringen, über die tierische Ebene hinauszuwachsen. Wenn der Mensch den bitteren Geschmack des Exils in seiner spirituellen Arbeit verspürt – das Gefühl, von dem Schöpfer getrennt zu sein und Ihn offenbaren zu wollen, aber nicht in der Lage zu sein, dies zu tun – dann entsteht der Wunsch, aus diesem Exil herauszukommen. In diesem Moment ist es wichtig zu glauben, dass die Shechina, das heißt der Schöpfer, immer bei ihm ist, egal wo er sich befindet.

Die Shechina lässt uns den Geschmack des Exils empfinden. Wenn der Mensch das Gefühl hat, im Abstieg und vom Schöpfer entfernt zu sein, ist es so als würde der Schöpfer zu ihm sagen: „Sieh, wo du bist! Du kannst dich Mir nähern.“ Der Schöpfer gibt den Geschmack des Exils gerade denjenigen, die Er näherbringen möchte.

Deshalb darf man das Gefühl des Exils nicht mit Verachtung betrachten und nicht auf den Schöpfer wütend sein wegen solcher Zustände. Ganz im Gegenteil, man sollte dem Schöpfer danken, dass Er uns gerade jetzt erweckt, indem Er uns zeigt, welche Distanz uns von Ihm trennt.

Es ist notwendig, das Exil vor der Befreiung zu schmecken. Bevor der Schöpfer offenbart wird, muss das Gefühl Seiner Abwesenheit vorhanden sein. In jedem Moment unseres Lebens sollten wir darauf ausgerichtet sein, die höhere Kraft zu suchen: „Wo ist der Schöpfer in der Verhüllung, die ich gerade empfinde? Wo kann Er sich in meinem Leben und in meiner Welt offenbaren?“ Denn der Schöpfer ist nahe, jedoch vor uns verborgen.

Es stellt sich heraus, dass es keine Auf- und Abstiege gibt, sondern all das ist ein Spiel des Schöpfers. So verfahren wir mit Kleinkindern, wenn wir ihnen das Laufen beibringen: Wir stellen sie auf den Boden und weichen einen Schritt zurück. Und das Kind weint vor Angst, bis es einen Schritt nach vorne macht. Doch dann weichen wir wieder zurück, und es weint noch mehr. Denn es scheint ihm, als würde es gleich in unsere Arme fallen, während wir uns immer weiter entfernen. Und es denkt, wir wären grausam und hätten es verlassen.

So bringen wir dem Kind bei, seine ersten Schritte zu machen, bis es schließlich lernt zu laufen und fröhlich auf uns zuläuft. Dasselbe geschieht bei uns und dem Schöpfer, gemäß demselben Prinzip.

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Aus der Lektion “Der Shechina folgen”

 

Liebe bedeutet, die Wünsche des Nächsten zu erfüllen

Frage: Wo ist die Grenze zwischen der spirituellen und der materiellen Welt? Wie kann man sie überschreiten? Existiert diese Grenze überhaupt?

Antwort: Die Grenze zwischen der spirituellen und der materiellen Welt liegt im Menschen. Wir können alles nur im Verhältnis zum Menschen betrachten und messen. Daher ist unsere Einstellung zur Welt, zum Leben äußerst subjektiv: Solange man lebt, strahlt das Universum.

Wenn man sich aus seinem Egoismus, der psychologisch gesehen seine Natur ist, herauskommt und man sich darüber erhebt, beginnt man, das gesamte Universum aus einer völlig anderen Perspektive zu erfahren. Von innen heraus sieht man alles im Licht der Hingabe, Liebe und des Altruismus. Die Sinne nehmen ganz andere Eigenschaften und Werte wahr und deshalb sieht man die Welt in einem anderen Licht.

Frage: Warum nennt man das Liebe?

Antwort: Da man damit seinem Nächsten etwas Gutes tun will. In unserer Welt weiß man nicht, was Liebe ist. In der Kabbala wird Liebe als eine Haltung gegenüber seinem Nächsten beschrieben, bei der man den Wunsch der anderen erfüllen möchte. Das zu tun, was er sich wünscht bedeutet, ihn zu lieben.

Indem man seinen Nächsten wie sich selbst empfindet, erreicht man seine vollständige Korrektur – den Übergang von den Grenzen dieser Welt zu den Grenzen der nächsten Welt, der nächsten Stufe des Verstehens, der Erkenntnis. 

Kommentar: In der Physik gibt es ein interessantes Phänomen, das als Synergie bezeichnet wird, dabei ist ein System nicht gleich die Summe seiner Teilsysteme. Dies erinnert in gewisser Weise an das, was die Kabbala über die beeindruckende Verbindung sagt, bei der Menschen, die zusammenkommen, beginnen sich als ein Ganzes zu empfinden, das sich nicht mehr in einzelne Teile aufteilen lässt.

Antwort: Das Ganze ist weit mehr als die Summe seiner Teile.

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Aus dem russischen Unterricht

Sind alle Freunde Gerechte?

Frage: Ich sehe alle meine Freunde im Zehner als Gerechte, denn hinter ihnen steht der Schöpfer, und die Bedeutung des Schöpfers ist für mich das Wichtigste. Ist es richtig, so auf die Freunde zu schauen?

Antwort: Nein, es ist nicht notwendig, dass all deine Freunde in deinen Augen nur deshalb Gerechte sein müssen, weil hinter ihnen der Schöpfer steht. Der Schöpfer steht hinter jedem von uns, und wie Er sich in Bezug auf jeden von uns manifestieren möchte, liegt in Seiner individuellen Lenkung. Daher sollte man den individuellen Zustand jedes einzelnen Freundes betrachten.

Bemerkung: Ja, aber ich kann sie doch durch den Glauben über dem Verstand rechtfertigen. Das ist doch meine Aufgabe.

Antwort: Das ist deine Aufgabe. Aber du kannst deine Freunde nicht in jedem Zustand als absolute Gerechte betrachten. Ich verstehe, dass du sie so sehen möchtest, weil der Schöpfer sie lenkt und sie erfüllt. Trotzdem solltest du sie als wirkende Wünsche in unserer Welt sehen.

Frage: Dennoch muss ich sie doch rechtfertigen und sie in meinen Augen zu Gerechten machen, oder?

Antwort: Und wenn du dich dabei irrst?

Kommentar: Aber das Rechtfertigen ist meine Selbstaufhebung, ich annulliere mich vor ihnen.

Antwort: Das ist deine Selbstaufhebung, aber was ist mit ihnen?

Bemerkung: Außerhalb von mir existiert nur der Schöpfer.

Antwort: So kommt es, wie es über Noach heißt, dass er in seinen Generationen ein Gerechter war.

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Aus der Lektion zum Thema “Parashat Noah”, 01.11.2024

Die persönliche Lenkung (Das Gleichnis von einem Sklaven) Teil 1

Die persönliche Lenkung der Geschöpfe durch den Schöpfer

Jeder glaubt an die persönliche Lenkung der Schöpfung durch den Schöpfer….

Ein Mensch kann sagen: „Ja, es ist so, es geschieht – der Schöpfer persönlich kontrolliert jede Schöpfung“. Das heißt, alles, was dem Menschen in jedem Moment seiner Existenz widerfährt, in welchen Zuständen auch immer er sich befindet, seien es niedere, irdische, einfache oder spirituelle, höhere Zustände – sie sind alle eine Folge der Höheren Lenkung.

Das Kontrollsystem Aba we Ima und SoN de Azilut verteilen ihre Signale so an jedes Teilchen von Adam haRishon, dass es sich unter Berücksichtigung aller Bewegungen, aller Verschiebungen in jeder der Seelen, in Übereinstimmung mit ihnen bewegt, um sich am Ende in einem gemeinsamen Kli zu vereinen.

Es gibt diejenigen, die sich schneller bewegen, sie erhalten das Signal früher, die Erregung. Es gibt diejenigen, denen die Erregung später gegeben wird. Es besteht eine Abhängigkeit zwischen den Seelen. Galgata we Ejnaim (GE) geschieht zuerst, dann kommt ACHaP. Es gibt ACHaPs, die miteinander verbunden sind, und zuerst wird ein Teil von ihnen aktiviert, und dann wieder das GE usw.

Das heißt, es gibt verschiedene Phasen des Eintritts jeder Seele in die spirituelle Arbeit, ihrer Erregung, ihres Einflusses darauf. Nicht nur seit dem Moment, in dem die Seele beginnt, sich mit der Kabbala und der vorbereitenden Arbeit „sman achana“ zu beschäftigen, und sich bereits bewusst Richtung Machsom bewegt, sondern auch schon vorher, während all unserer vielen vorangegangenen Lebenszyklen, erhielt jede einzelne Seele ihre Erregung in dem einen oder anderen Bereich durch das eine oder andere Zeichen.

Jede Seele in ihrer eigenen Zeit, in ihrer eigenen sozialen Formation, in ihrer eigenen historischen Zeit. Wir alle schritten ohnehin voran, lebten unser unbewusstes Leben, als wir einfach durch all diese Kreisläufe gezogen wurden, ohne irgendetwas zu fordern, sondern indem uns verschiedene Wünsche gegeben wurden, jagten wir wie blinde Kätzchen hinterher, um jeden Wunsch zu erfüllen, der in uns geweckt wurde.

Und nun offenbart die Wissenschaft, dass einige innere Informationsdaten, Gene, die wir in der Kabbala „Reschimot“ nennen, die ursprünglich in uns angelegt wurden, für alles verantwortlich sind.

Sie werden in jedem von uns periodisch in einer bestimmten Reihenfolge erregt, und wir setzen einfach um, wozu uns unser innerer Wunsch drängt. Sind wir in diesem Moment frei, ihn zu erfüllen? Natürlich sind wir das nicht. Und gerade jetzt sind wir auch nicht frei.

Aus der Kongresslektion „Die Früchte der Weisheit“, Brief 1

Der äußere und der innere Teil der Welt

Frage: Was ist das Innere und das Äußere in den Welten?

Antwort: Das Innere sind die Wünsche und das Äußere ist ihre Erfüllung. Es kann aber auch anders sein.

Frage: Wie kommt es dazu, dass die Völker der Welt als der äußere Teil der Welten bezeichnet werden und Israel als der innere?

Antwort: Der innere Teil ist immer wichtiger und der äußere Teil ist seine Folge. Daher wird Israel, das dafür verantwortlich ist, die Welt mit dem höchsten Licht zu erfüllen, der innere Teil genannt, und die Völker der Welt, die dieses Licht empfangen, werden der äußere Teil genannt.

Frage: Was bedeutet es, dass wir für die Erfüllung der Welt verantwortlich sind?

Antwort: Je nachdem, wie wir uns verhalten, welchen Wunsch wir zum Schöpfer erheben und ihn bitten, ihn zu erfüllen, erfüllt der Schöpfer dieses Verlangen.

Frage: Hat die Tatsache, dass ich einen Wunsch zum Schöpfer erhebe Auswirkungen auf die Welt und füllt sie?

Antwort: Natürlich und das sollte auch jeder Mensch auf der Welt tun. Es ist nur so, dass ihre Wünsche sehr klein sind.

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Aus dem Unterricht nach dem Artikel von Baal HaSulam „Eine Dienerin, die zur Erbin ihrer Herrin wird“, 05.11.2023.

Fragen zur spirituellen Arbeit – 1

Frage: Während unserer Entwicklung offenbart uns der Schöpfer neue Anteile des Bösen. Wenn sich das Böse in einer Gruppe zyklisch manifestiert, wie die vorherigen Stufen, wie können wir dann richtig in eine neue Stufe aufsteigen und diesen Kreis durchbrechen?

Antwort: Ständig das gleiche Ziel verfolgen: man muss sich über seinen Egoismus erheben und in Richtung Wohlwollen gegenüber meinen Freunden in der Gruppe handeln.

Frage: Wenn der Mensch kein Gebet für die Korrektur seiner Natur erhebt, ist es dann der Schöpfer, der ihn nicht mit einem Dialog mit sich würdigt oder ist es die Faulheit des Menschen?

Antwort: Der Schöpfer wartet, bis der Mensch die notwendigen Eigenschaften entwickelt, die ihn von innen heraus unter Druck setzten und dazu bringen, sich Ihm zu nähern.

Frage: Angenommen, ein Freund nimmt am Unterricht teil, bemüht sich maximal nach außen hin, kommt zu den Treffen, weiß aber nicht, was er sonst noch hinzufügen kann, um dem Zehner mehr Nutzen zu bringen. Welchen Rat könnten Sie ihm geben?

Antwort: Nichts. Er muss Artikel darüber lesen, davon gibt es genug. Im Grunde sollte er seinem Zehner dienen mit Leib und Seele dabei sein.

Frage: Wie findet man heraus, wann man sich annullieren und wann man sich klein machen sollte?

Antwort: Idealerweise sollten wir immer den Egoismus aufgeben und stets die Wünsche der anderen statt unserer eigenen berücksichtigen.

Frage: Sollten wir eine solche Linie einhalten, uns ständig klein machen und annullieren?

Antwort: Keine Sorge, noch macht ihr euch weder klein, noch annulliert ihr euch. Wenn man die anderen über sich stellt, beginnt man den Unterschied zwischen sich und der spirituellen Welt zu spüren.

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Aus dem Unterricht zum Thema „Die Belohnung entspricht den Leiden“, 24.07.2023

Alles beginnt mit der Verbindung der Herzen

Kommentar: Das wichtigste Ziel des Kongresses ist es, die Herzen zu öffnen. Schließlich ist der Kongress eine Versammlung der Herzen, um das gebrochene Herz von Adam HaRishon, der gemeinsamen Seele, von der wir alle ein Teil sind, zu heilen. Wir müssen also versuchen zu spüren, wie weit unsere Herzen voneinander entfernt sind.

Als Herz wird das bezeichnet, was im Menschen ist, alle seine Wünsche und Gedanken, es sind Verlangen die erfüllt werden müssen. Wenn wir uns verbinden und versuchen einander zu fühlen, wird dies geschehen. 

In dem Maße, in dem wir den anderen wie uns selbst lieben, beginnen wir die Kraft zu spüren, die nach dem Zerbruch von Adam HaRishon aus uns gewichen ist. Wir werden unsere Herzen über unsere egoistischen Verlangen hinweg verbinden, dieses System korrigieren und wieder den Schöpfer fühlen. In unserem gemeinsamen Herzen wird eine einzige und besondere höhere Kraft herrschen- der Schöpfer.

Das ist das Ziel unseres Lebens und unserer Existenz, das Ziel der Erschaffung aller Welten und der gesamten Natur. Der Weg dorthin, die Gefühle und Gedanken die mit dem Prozess der Offenbarung des Systems des Schöpfers und des Schöpfers selbst zusammenhängen, werden als Öffnung des Herzens bezeichnet.

Wenn sich das Herz öffnet, fühlen wir, wie die spirituellen Organe in uns geboren werden und zu wachsen beginnen. Es ist wie in jedem, sich entwickelnden lebenden Körper: Gehirn, Herz, Leber, Arme, Beine usw.

Wir werden spüren, wie wir mit allen Teilen des Herzens handeln, insofern wir sie zu einem System verbinden wollen. Wie aus einem Samentropfen, der sich im Mutterleib entfaltet, so wird sich aus unserem winzigen inneren Wunsch nach Vereinigung, Verbindung, Gegenseitigkeit ein besonderes Wesen innerhalb der höheren Macht des Schöpfers entwickeln.

Wenn wir in der Lage sind, uns miteinander zu verbinden und mit dem Schöpfer zu verschmelzen, werden wir spüren, dass wir in einem Körper existieren, in einem Schöpfer, als Teile dieses gemeinsamen Körpers, die Freunde genannt werden. Wir werden wie Zellen eines lebenden Körpers wachsen und unsere Verbindung und unsere gegenseitige Abhängigkeit spüren. In dem Maße, in dem einer dem anderen und der andere dem Nächsten geben kann, werden wir uns immer weiter ausbreiten und einen gemeinsamen Körper aufbauen.

Man stelle sich Milliarden winziger Verlangen vor, von denen sich jeder nicht allein, sondern durch die Verbindung mit anderen Verlangen entwickelt und entsprechend seiner Bestimmung wächst.

Wenn wir uns auf diese Weise ausrichten, bauen wir ein Verständnis für den Schöpfer auf und beginnen zu verstehen, wer Er ist, wie Er in uns gekleidet ist und wie wir uns Ihm nähern können. Daraus wird deutlich wie wichtig jeder Freund ist, der das Verlangen nach dem Schöpfer vergrößert. Jeder Freund bringt mich näher zum Schöpfer, fügt mehr und mehr Verständnis hinzu, als würde man den Bildschirm vergrößern und weitere hundert, tausend, zehntausend neue Details hinzufügen, die sich zusammenfügen.

Es wird das Bild der höheren Welt und die Verbindung untereinander offenbart. Man sieht alle Bewegungen aller Menschen, ihre Gedanken, Absichten, alle Veränderungen, die in ihnen vor sich gehen. Man erkennt die Wurzel der Höheren Kraft, die alle auf diese Weise erweckt hat.

Auf diese Weise gelangen wir von der Liebe zu den Geschöpfen zur Liebe zum Schöpfer und erkennen die Realität. Alles geschieht durch die Verbindung der Herzen.

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Aus der Lektion „Vorbereitung auf die Öffnung des Herzens beim Kongress“.

Aviut (Grobheit) – die Abstufung der Verlangen

„In jedem sich ausbreitenden Licht des Schöpfers werden sofort zwei Zustände offenbart. Der erste ist die Essenz des sich ausbreitenden Lichts, bevor diese Form des Verlangens zu genießen in ihm enthüllt wird. Der zweite Zustand tritt ein, nachdem die Form des „Verlangens nach Genuss“ darin aufgetaucht ist. Zu diesem Zeitpunkt wird es gröber und etwas dunkler, da es eine abweichende Form angenommen hat“ (Baal HaSulam, Das Studium der Zehn Sefirot, Teil 1, „Innere Betrachtung“, Kapitel 6, Punkt 24).

Aviut ist das, was die Schöpfung vom Schöpfer unterscheidet. Das Geschöpf spürt seinen Unterschied zum Schöpfer und diese Eigenschaft wird Aviut genannt, d.h. es ist etwas, das das Licht des Schöpfers zurückhält, da es den Unterschied zu Ihm erfährt.

In unserer Welt äußert sich dies als die Grobheit des Verlangens. Es gibt gröbere oder reinere Wünsche. Die Abstufung dieser Verlangen, wird Aviut genannt.

[307537]

Aus der Fernsehsendung „Das Studium der Zehn Sefirot (TES)“

Die Kraft, die die Form der Welt bestimmt

„Spirituelle Bewegung bedeutet Erneuerung der Veränderung der Form. Es bleibt uns noch, die Begriffe von Zeit und Bewegung zu erläutern, die wir fast in jedem Wort unserer Wissenschaft antreffen. Und wisse, dass spirituelle Bewegung nicht der physischen Bewegung von einem Ort zum anderen gleicht, sondern sie bedeutet Erneuerung der Form. Jede Erneuerung der Form bezeichnen wir als „Bewegung“. Sie gleicht vollkommen einem materiellen Wesen, von dem sich ein bestimmter Teil abtrennt, verschiebt und an einen anderen Ort bewegt, und daher wird die Erneuerung der Form als „Bewegung“ bezeichnet.“ (Baal HaSulam, Das Studium der Zehn Sefirot, „Innere Betrachtung“, Kapitel 9, Punkt 33).

Wir sprechen von der Kraft, die die Form der bestehenden Welt bestimmt. Sie verändert sich ständig, und deshalb verändert sich die Welt und damit auch wir in dieser Welt. Aber es ist fast unmöglich zu erklären, wie das geschieht, da sich das Wesen der existierenden Materie selbst verändert, nicht physisch, sondern spirituell.

In der spirituellen Materie verändern sich die Wünsche, die die Grundlage ihrer Existenz sind. Der Sinn und Zweck der Materie ändert sich, und so spüren wir nur die Folge davon.

[309218]

Aus dem „Studium der Zehn Sefirot (TES)“ vom, 12.2.23