Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Wünsche'

Fragen auf Fragen und Antworten

Fragen, die ich zu Fragen und Antworten erhielt:

Frage: Ich bin verwirrt, wie Sie eine einzige Antwort auf viele Fragen von verschieden Menschen geben können. Sie behandeln sie, als wären sie Roboter und Sie geben allen die gleiche Antwort: dass sie alles falsch verstünden und dass sich mit der Zeit doch alles klären würde. Ich stimme mit Ihnen überein, dass es viel Verwirrung entlang des Weges gibt, doch wie können Sie sich diese Art von Autorität anmaßen? Es ist doch jede Seele unterschiedlich zu anderen und daher unterscheiden sich auch deren Wege voneinander. Genauso wie es keine zwei identischen Menschen gibt, kann es auch nicht eine einzige Antwort für alle geben. Ich denke, Sie sollten sich den Menschen etwas mehr öffnen.

Meine Antwort: Der Mensch ist das Verlangen nach Genuss. Alles wird nur durch die Größe und die Eigenschaft des Wunsches bestimmt. Generell entwickeln sich alle auf die gleiche Art – gleich wie die körperliche Entwicklung von Kindern. Es gibt nur ein Gesetz. Und genau wie bei Kindern sind die Unterschiede unbedeutend. Die Methode bleibt für alle die gleiche und ich habe sie nicht erschaffen. Der Lehrer (ich) erklärt die Methode und die Regeln der spirituellen Entwicklung; er gibt Antworten und Hinweise und der Student wendet sie selbst an. Durch die Suche und die Verwirrung – „die Verhüllung des Schöpfers“ – sucht jemand nach der Möglichkeit, durch die eigene Veränderung den Schöpfer zu enthüllen. Ich verstehe deine Einwände mir und dem Weg gegenüber, aber du wirst die Voraussetzungen für eine spirituelle Entwicklung – „von der Dunkelheit ins Licht“ – akzeptieren müssen. Fahre fort zu lesen und du wirst erkennen, warum es nicht anders sein kann.

Frage: Manchmal fragen die Leute Sie einfache Fragen im Blog, aber Ihre Antworten sind so kompliziert, dass es mir vorkommt, als würden Sie die Fragen nicht direkt beantworten. Stattdessen geben Sie immer lang und breit komplizierte Erklärungen. Gibt es dafür einen Grund? Ich hoffe ehrlich, dass Sie die Courage besitzen, diese Frage zu posten.

Meine Antwort: Es liegt daran, dass ich entweder unfähig bin, eine einfache Antwort zu geben, obwohl ich mich bemühe, oder dass du die Tiefe der Frage oder der Antwort nicht verstehst.

Frage: Wenn ich Fragen habe, sollte ich nach Antworten nur innerhalb meines Studiums suchen? Oder sollte ich die Fragen öffentlich stellen? Oder kann ich diese beiden Möglichkeiten kombinieren?

Meine Antwort: Wenn du dich anstrengst, erweckst du den Einfluss des „Korrigierenden Lichtes“ (Or Makif) auf dich. Als Ergebnis dieses Einflusses, wirst du verstehen und durch die Materie dieser Welt hindurch blicken können.

Verwandtes Material:
Blog-post: Einladung zum Aufstieg- Oder der Sinn dieses Blogs
Blog-post: Versuche deine eigene Fragen zu beantvorten
Artikel: Erkenntnis der Einheit der Schöpfung

Warum werden die Menschen immer pessimistischer?


Nachrichtenbericht (vom All-Russia Public Opinion Research Center):Experten für öffentliche Meinung berichten, dass die Russen ihre optimistische Vision für die Zukunft verloren haben. Der Wendepunkt in ihrer Stimmung kam im August-September. Davor war der Optimismus ständig am Wachsen, während die Pessimisten weniger wurden. Als es jedoch Herbst wurde, drehte sich der Trend um 180 Grad.

Mein Kommentar: Und dies geschah, bevor die wirkliche Krise überhaupt richtig begann. Entlassungen fangen gerade an und die Menschen haben noch Gespartes und ihre Trägheit von früher. Die wirkliche Krise wird Anfang Januar-Februar 2009 beginnen.

Im Großen und Ganzen verstehen die Menschen nicht, dass sie bereits in einer anderen Welt leben – in einer globalen Welt, deren Gesetze sie noch nicht kennen. Diese sind die Gesetze der spirituellen Welt, denen wir nicht gehorchen, und darum erleben wir unsere Diskrepanz zu ihnen als Krise. Einfach abwarten, dass sie wieder geht, und Salz, Streichhölzer und Seife zu horten, wie wir es früher gemacht haben, wird uns nicht helfen.

Aber vielleicht werden wir plötzlich weiser und werfen einfach durch das Verlangen, die Gesetze der Globalisierung kennenzulernen („Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“), alles Übel von uns ab und bringen uns dem Guten näher.

Nachrichtenbericht (von supportproject.eu) Eine jüngste Untersuchung in sechs EU Ländern stellte fest, dass Probleme wie Depression, Sorgen, Phobien und Alkoholismus 11,5 % ihrer Bevölkerung betreffen. In der EU sterben mehr Menschen (ca. 60 000 p.a.) durch Selbstmord als durch Verkehrsunfälle.

Mein Kommentar: Dies geschieht, weil in den Menschen ein Verlangen entsteht, das über unsere Welt hinaus geht. Dieses Verlangen betrifft etwas, was jenseits der körperlichen Dinge liegt (Essen, Sex, Familie) und auch der gesellschaftlichen, wie Geld, Macht und Wissen. Wenn ein Mensch im Allgemeinen diese Wünsche erlebt hat, dann taucht ein neues Verlangen in ihm auf – ein Verlangen, das Licht im gemeinsamen Verlangen von Adam zu empfangen. Der einzige Weg jedoch, das Licht in diesem Verlangen zu empfangen, ist, wenn man die Vereinigung mit den anderen nach der Regel „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ wieder herstellt.

Bevor wir auf dieser Welt auftauchten, waren wir miteinander verbunden und erfüllt vom Höheren Licht. Dann wurde unsere Einheit getrennt (zerbrochen) und jeder von uns verblieb innerhalb seines individuellen Verlangens und seiner Wahrnehmung, worin wir nur ein kleines Leuchten erkennen, welches „unsere Welt“ genannt wird. Wenn wir uns miteinander wieder verbinden, dann werden wir erneut das gemeinsame Licht wahrnehmen – die Höhere Welt.

Verwandtes Material:
Blog-posts zum Thema Leiden
Blog-posts zum Thema Finanzkrise

Der Verstand ist ein Diener des Verlangens


Eine Frage, die ich erhielt: Was ist die Verbindung zwischen dem Verstand und dem Herzen? Soll ein Mensch sie zueinander in Balance halten? Und wie ist es möglich, eines von beiden zu erheben oder zu verringern? In einem der Unterrichte sagten Sie, dass ein Mensch, dessen Verstand nicht entwickelt ist, verrückt werden kann. Können Sie dies detaillierter erklären?

Meine Antwort: Die Basis für alles, die einzige Schöpfung – ist das Verlangen. Folglich ist das Verlangen primär in uns. Aber um das zu erreichen, was wir wünschen, entwickelt sich der Verstand neben dem Verlangen, er entspricht ihm. Gleichgültig wie sehr wir uns gegen diese Tatsache wehren, ist der Verstand folglich ein Gehilfe des Verlangens; er entwickelt sich nur, um das Verlangen instandzusetzen.

Deswegen werden wir nie in der Lage sein, unseren Verstand objektiv zu machen, unabhängig von unseren Wünschen. Allerdings können wir unser Verlangen unter dem Einfluss der Umgebung verändern (Siehe den Artikel „Die Freiheit“) und entsprechend der neuen Wünsche werden wir auch unseren Verstand dazu bringen, ihn zu ändern. Wenn wir das verstehen, dann können wir immer unter dem Einfluss der richtigen Umgebung (eine Umgebung, die uns zum Ziel der Schöpfung führt) beides harmonisch entwickeln, unsere Verlangen und unseren Verstand.

Wenn ein Mensch große Wünsche hat, aber sein Verstand nicht genug entwickelt ist, sie zu verwirklichen, mag er die Fähigkeit verlieren, sich vernünftig zu kontrollieren.

Verwandtes Material:
Rabash: Einfluss der Umgebung

Eine spirituelle Revolution ist unvermeidbar


Eine Frage, die ich erhielt: Sie sehen seriös und weise aus, aber Ihre Ideen und Vorschläge an die Menschheit sind utopisch. Sind Sie sich wirklich sicher, dass diese eingesetzt werden können oder dass vielleicht sogar die Möglichkeit besteht, eine spirituelle Revolution für die Menschheit anzukurbeln?

Meiner Antwort: Weil ich die menschliche Natur verstehe, weiß ich, dass alle unsere Wünsche, Gedanken und Handlungen absolut egoistisch sind und gar nicht anders sein können. Weil ich aber auch das Wesen der Höheren Welt und des Lichtes verstehe, bin ich dessen absolut sicher und weiß aus persönlicher Erfahrung, dass das Licht, das unseren Egoismus erschaffen hat, es auch sofort in Altruismus umwandeln kann. Allerdings wird es dies nur aufgrund unseres Verlangens tun.

Wir können dieses Verlangen nur durch die Erkenntnis entwickeln, dass der Egoismus schlecht für uns ist, indem wir sehen, wie viel Leiden er uns verursacht. Die Frage ist: Wie viel Leid wird dazu nötig sein? Wir können dies durch das Studium einer kleinen Krise erforschen – wie der jetzigen z. B. – und erkennen, dass unsere Haltung zueinander im Gegensatz zum „globalen Dorf der Menschheit“ liegt. Wir können das so tiefschürfend erkennen, dass wir anfangen können, in Richtung „Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst“ voranzuschreiten, d. h. zur Übereinstimmung mit der Natur oder dem Schöpfer.

Wir können z. B. ein globales Erziehungssystem einsetzen, das jeden über die Tatsache unterrichtet, dass wir in einer Welt leben, in der jeder vom Anderen abhängig ist. Zusätzlich könnte dies in allen Massenmedien und Erziehungsinstituten weltweit, von Kindergärten bis hin zur Uni, erklärt werden (Mehr darüber in „Die klassischen Lehren und das Neue Planetarische Bewusstsein“.)

Jeglicher Versuch, den wir zu diesem Zweck unternehmen – selbst die kleinsten ersten Schritte – wird bereits unseren Widerspruch (unsere Gegensätzlichkeit) zur Natur grundlegend revidieren, da wir uns durch diese Handlungen wieder mit der Natur (dem Schöpfer) konfrontieren werden und somit ihr (Ihm) näherkommen. Wenn unsere gesamten Verlangen nach der Veränderung streben, wird dies ganz schnell geschehen, denn der Schöpfer hört nichts anderes als die Bitten der Gesellschaft.

Die Natur wird ihren Plan so oder so ausführen und dieser Plan ist bereits komplett und existiert in der spirituellen Welt. Es wäre natürlich besser, all die Katastrophen auf der Welt zu vermeiden, sei es gesellschaftliche, ökologische, militärische, biologische oder andere, die uns dazu zwingen, uns vom Egoismus zu lösen. Es gibt einen erfreulichen Weg zum Ziel der Natur (siehe Artikel „Das Wesen der Religion und ihr Ziel“); deswegen wurde uns die Wissenschaft der Kabbala gegeben. Wir müssen zumindest alles was uns möglich ist tun – die spirituelle Revolution wird jedoch auf jeden Fall stattfinden!

Eine Parabel: Ein Mann ging am Meer spazieren und sah, wie ein Junge etwas vom Strand aufhob und ins Meer warf. Der Mann kam näher und sah, dass es Seesterne waren, die der Junge aufhob; er war völlig von ihnen umringt. Es sah aus, als lägen Tausende von Seesternen im Sand; das Ufer war kilometerlang mit ihnen besät.

„Warum wirfst Du diesen Seestern ins Wasser?“, fragte der Mann, als er den Jungen erreichte.

„Wenn sie hier am Strand bis zur morgendlichen Flut liegenbleiben, werden sie sterben“, sagte der Junge, ohne sein Vorgehen zu unterbrechen.

„Das ist doch dumm!“, rief der Mann aus. „Schau dich um! Hier gibt es doch Tausende von Seesternen, der ganze Strand ist voll von ihnen. Deine Bemühungen machen doch überhaupt keinen Unterschied!“

Der Junge hob den nächsten Seestern auf, dachte einen Moment nach, warf ihn dann ins Meer und sagte: „Nein, meine Bemühungen ändern viel … für diesen Seestern.“

Dann hob der Mann ebenfalls einen Seestern auf und warf ihn ins Meer. Und dann noch einen. Als die Nacht vorüber war, waren viele Menschen am Strand und jeder von ihnen hob Seesterne auf und warf sie ins Meer. Als die Sonne aufging, war der Strand leer – keine Seele wurde ungerettet zurückgelassen.

Verwandtes Material:
Blog-post: Gedanken zur Krise
Blog-post: Die Notwendigkeit, die richtige Wahrnehmung in unseren Kindern zu fördern

Ratschlag für Studenten: Studiere, verbinde dich und verbreite


Fragen, die ich über den spirituellen Pfad erhielt:

Frage: Ich studiere Kabbala schon seit geraumer Zeit (mehr als vier Jahre) und habe von Anfang an verbreitet. Seit meiner ersten Lektion bis heute spüre ich, wann immer ich durch etwas in der Lektion (oder von Nachrichten über eine großartige Verbreitungsaktion) besonders beindruckt bin, eine klare körperliche Empfindung, die einmalig ist und die ich niemals in einer anderen Situation verspüre. Es fühlt sich wie eine Energiewelle an (wie Elektrizität), geht durch meinen ganzen Körper und ist so eine Art angenehmes Gefühl. Trotzdem verwirrt es mich jedesmal. Ich weiß nicht, ob das normal ist, was es bedeutet und wie ich mich verhalten soll. Ich weiß, dass sich Spiritualität nicht in der Körperlichkeit wiederspiegelt und dass ich nicht darüber verwirrt sein sollte, aber ich wollte Sie das schon seit langem fragen. Was bedeutet das nun und wie sollte ich mich verhalten?

Meine Antwort: Schritt für Schritt wird alles Ausgewogenheit erlangen. Sie sollten Studium und Verbreitung einfach miteinander abwechseln.

Frage: Könnten Sie bitte erklären, wie man seine Anstrengungen messen kann? Ich könnte annehmen, dass ich eine Menge Anstrengungen investiere, während andere, die mich beobachten, sagen könnten, dass ich das nicht tue. Und in welchem Bereich sollten die Bemühungen unternommen werden, in der Verbreitung oder im Studium?

Meine Antwort: Wenn Sie stets über spirituellen Fortschritt nachdenken, heißt das, dass Sie die notwendigen Anstrengungen machen.

Frage: Wie erklären Sie es, wenn eine Person, die vor Unterrichtsbeginn überhaupt nicht schläfrig war, während der Lektion einschläft?

Meine Antwort: Das passiert, weil das Material, das Sie studieren, nicht mit Ihren spirituellen oder physischen Interessen und Verlangen übereinstimmt.

Frage: Ich bin auf dem Weg des Leidens, aber ich trenne mich niemals von der englischen Ausführung des Buches „Shamati“ Was kann ich sonst noch tun, um sicher zu stellen, dass alles was ich durchlebe kein Abfall (Verschwendung) sein wird?

Meine Antwort: Studieren Sie, verbinden Sie sich mit den anderen und verbreiten Sie. Besonders zu Zeiten des Leidens, oder mit anderen Worten, während Sie noch nicht das Höhere Licht auf Sich erweckt haben, sollten Sie sich auf die gemeinsame Verbreitung mit Freunden konzentrieren.

Frage: Kabbala studiere ich seit zwei Jahren und ich hatte bereits einige Abstiege. Genau jetzt bin ich im Stadium eines Abstiegs, der vor eineinhalb Wochen begann. Er brachte mich in ein Umfeld mit Leuten, die nicht an Spiritualität interessiert sind. Jetzt teilt mir meine Depression mit, dass ich zum Studium zurückkehren soll. Wie kann ich damit leben?

Meine Antwort: Das ist die Art des Schöpfers, Sie zu Sich zu drängen, denn auch die Abstiege kommen von Ihm. Sie brauchen eine Gruppe, ein gründliches Lesen der „Shamati“ Materialien und beständiges Studium mit uns. Sonst werden Sie es nicht schaffen!

Verwandtes Material:
Blog-post: Der Grad der spirituellen Entwicklung hängt von den eigenen Anstrengungen ab
Blog-post: Wir erheben das gesamte Universum bis zum Schöpfer
Blog-post: Die Ursache aller Probleme dieser Welt
Handbuch der Absichten, Seite 136, Kapitel „Die Absicht der Gruppe“

Die Liebe versorgt die anderen mit den Mitteln, ihren Punkt im Herzen zu füllen


Zwei Fragen, die ich über die Liebe erhielt:

Frage: Was bedeutet „der Liebesschmerz?“

Meine Antwort: Es gibt keine Liebe in unserer Welt. Das, was wir Liebe nennen, ist das Streben nach Genuss, oder mit Genuss erfüllt zu werden. In anderen Worten ist die körperliche Liebe unsere Einstellung dazu, was uns Genuss gibt. Sie wird je nach dem Grad unserer Erfüllung gemessen, aus der die Liebe stammt.

Spirituelle Liebe arbeitet auf andere Art und Weise. Es ist, wenn ein Mensch über seinen Egoismus hinausgeht und nicht länger von ihm abhängig ist. Er beginnt dann, die Wünsche anderer als seine eigenen zu spüren und vereinigt sich mit dem gesamten Verlangen, das vom Schöpfer (mit der gemeinsamen Seele, Adam) geschaffen wurde.

Wenn er einmal die Eigenschaft des Schenkens und die Sorge um die Erfüllung von Verlangen außerhalb von sich erreicht hat, findet er den Schöpfer – die allgemeine Eigenschaft der Liebe – innerhalb dieses gemeinsamen Verlangens. Unter diesen Umständen heißt „Liebesschmerz“, dass er leidet, da er den Schöpfer noch nicht liebt oder anders gesagt – weil er sich nicht vollständig in der Eigenschaft des Schenkens befindet.

Frage: Wenn die spirituelle Liebe nur für den Nächsten gefühlt werden kann, ist es dann vielleicht sogar unmöglich, diejenigen zu lieben, die (spirituell gesprochen) nicht zu unserer nächsten Umgebung gehören? Und wenn wir sagen „Liebe für den anderen“, heisst das, dass wir die egoistische Natur anderer verstehen und wissen, dass diese egoistischen Eigenschaften nur vorübergehend sind?

Meine Antwort: Das ist vollkommen richtig. Außerdem ist es aber auch notwendig, ihnen eine Möglichkeit zu bieten, sich in einer für sie angemessenen Form mit der Kabbala vertraut zu machen, und sie ihnen vorsichtig darzubieten, dass, sowie ihr „Punkt im Herzen“ (der Wunsch nach etwas anderem als nur diese Welt) auftaucht, sie sofort die Mittel entdecken, ihn zu erfüllen.

Verwandtes Material:
Blog-post: Suchen Sie Liebe nicht in dieser Welt
Blog-post: Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst – das ist Deine Belohnung!
Blog-post: Spirituelle Wehen und die Zukunft der Kabbala (Fortgeschrittene)

Überwinde dich selbst, indem du die Wichtigkeit des Ziels erhöhst


Drei Fragen, die ich erhielt, über das Teilen der eigenen persönlichen Errungenschaften, dem Aufrechterhalten der Verbindung mit dem Schöpfer auf jeder neuen Stufe und dem Überwinden von Widerwillen gegen die Kabbala:

Frage: Warum ist es schädlich, das persönlich Erlangte mit anderen zu teilen? Und wenn dem so ist, was versteht man in diesem Fall unter „Erlangungen“? Betrifft das Verbot nur das Mitteilen der eigenen „Kommunikation“ mit dem Schöpfer oder gibt es auch andere verbotene Themen? Ist es für die Leute schädlich, das Erleben ihrer verschiedenen Zustände mitzuteilen, z.B. wie sie aus Abstiegen herauskamen oder über ihre Beziehung zum Umfeld? Ich spüre, dass mir die Erfahrungen anderer Leute wirklich helfen, und mich befähigen, neue Perspektiven über die innere Arbeit mit Kabbala zu entdecken.

Meine Antwort: Sie können Ihr persönliches Verhältnis zum Schöpfer nicht nach außen tragen. Der Schöpfer ist neidisch! Dies kann verglichen werden mit einer Situation, in der Sie jemanden lieben, oder mit Ihren intimen Beziehungen oder Ihrem Kontostand usw. Es gibt Dinge, die Sie nicht mit anderen teilen möchten.

In der Kabbala gibt es mehrere Motive für das Verbot:

  • Man spricht mit niemandem über Dinge, die höchsten Stellenwert für einen haben;
  • Jede Person kann deinem spirituellen Weg mit ihren Gedanken und Wünschen Schaden zufügen; auch unabsichtlich.
  • Korrekturen geschehen durch die Absicht, nicht durch Worte.

Frage: Was hilft mir, mit dem Schöpfer auf jeder neuen Stufe verbunden zu bleiben, und eine korrekte Analyse meiner Gedanken und Verlangen durchzuführen, unter der Berücksichtigung, dass auf jeder neuen Stufe alles von Null beginnt?

Meine Antwort: Das einzige, was helfen kann, sind Rahmenbedingungen, die man sich vorzeitig setzt:

  • Planmäßige Studien für 1 – 3 Stunden pro Tag;
  • Verbreitung für 1+ Stunden pro Tag; und
  • Teilnahme an einer Freundesversammlung einmal pro Woche, zusammen mit anderen Leuten, die physisch in deiner Nähe sind.

Frage: Während der letzten ein oder zwei Wochen fühle ich mich von den Morgenlektionen angeekelt. Ich fühle aber auch einen inneren Drang, beharrlich weiter zu studieren und zu den Morgenlektionen zu kommen. Dasselbe geschieht im Verhältnis zu den Freunden in der Gruppe. Wie soll ich mit dieser Situation umgehen?

Meine Antwort: Sie sollten sich überwinden, aber ohne sich kaputtzumachen oder zu zwingen – allein durch die Erhöhung der Wichtigkeit des Ziels, „die Erlangung des Schöpfers“. Sie sollten alle Störungen als einen Berg sehen, den sie bezwingen müssen, um das Ziel – den Schöpfer – zu erreichen.

Verwandtes Material:
Blog-post: Was wird uns auf dem Weg helfen?
Blog-post: Das umgebende Licht wirkt nur auf uns, wenn wir es erwecken
Blog-post: In allen Lebenssituationen sollte Ihr Verhalten nur durch…

Wie können wir wissen, dass die Enthüllung der höheren Welt keine Illusion ist?


Fragen, die ich über die Wahrnehmung der allgemeinen Seele und der Höheren Welt erhielt:

Frage: Jeder und alles ist in mir. Der Schöpfer ist um mich und in mir. Wenn man dies erst einmal verstanden hat, beginnt man sich zu wünschen, mit allem Umgebenden verbunden zu sein. So weit, so gut! Das bedeutet jedenfalls, dass man alles nur für sich selbst tut, denn sogar ein zufällig vorübergehender Passant ist Teil von mir. Will ich daher in Wirklichkeit alles für mich verbessern und nicht für die anderen?

Meine Antwort: Natürlich entdeckt ein Mensch, dass alles um ihn herum ein Teil von ihm und in seinem Egoismus eingeschlossen ist. Jedoch geschieht dies nur, wenn jemand danach strebt, aus seinem Egoismus auszubrechen und in anderen zu sein, innerhalb der Umgebung. Zuerst erlangt er die Eigenschaft von Bina – „Geben – nicht um des eigenen Vorteils willen“; und sobald er über dieser Eigenschaft (Tshuva mi Iraa, Hafetz Hesed) ist, fügt er alles zu sich selbst und macht es zu einem Teil von ihm. Dann spürt er alle Seelen als seine eigene (Tshuva mi Ahava) und empfängt das vollkommene Höhere Licht in diesem vereinten Kli.

Frage: Wie wissen wir, dass die Höhere Kraft die einzige ist und dass das, was wir empfinden, nachdem die Höheren Welten enthüllt sind, nicht unsere Einbildung oder Illusion ist?

Meine Antwort: Wir werden dies wissen, indem wir die Höhere Welt in unserer Seele enthüllen und indem wir die zwei Welten vergleichen. Alles in der Spiritualität wird in uns erlangt, genauso wie wir diese Welt erlangen. Wir ziehen unsere Schlüsse nur aus der Erkenntnis der Höheren Welt. Die Wissenschaft der Kabbala ist ausschließlich auf den praktischen Erfahrungen der Kabbalisten begründet.

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Blog-Post: Die Methode Glück zu erlangen ist für Alle oder Keinen
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Einige Zitate von Albert Einstein


Hier sind einige Zitate von Albert Einstein, die die Ähnlichkeit zwischen seinen Schlussfolgerungen und den in der Kabbala erklärten Grundsätzen offenbaren

– Der echte Wert des Menschen wird durch den Grad definiert, zu dem er sich vom Egoismus befreit hat und durch die Mittel, die er anwandte, dies zu erreichen.

– Eine Person fängt erst dann zu leben an, wenn sie es schafft, über sich selbst hinauszuwachsen.

– Derjenige, der unmittelbare Ergebnisse von seiner Arbeit sehen will, sollte Schuhmacher werden.

– Ein Mensch ist Teil eines Ganzen, von uns Universum genannt – ein Teil, begrenzt in Zeit und Raum. Er erfährt sich, seine Gedanken und Gefühle, als getrennt vom Rest der Welt – eine Art optische Wahnvorstellung des Bewusstseins. Diese Wahnvorstellung ist ein Gefängnis, das unsere persönlichen Wünsche und Zuneigungen auf einige wenige Personen, die uns am nächsten stehen, begrenzt. Unsere Aufgabe muss es sein, uns daraus zu befreien, indem wir den Kreis des Mitgefühls für andere erweitern, bis alle lebenden Wesen und die ganze Natur in ihrer Schönheit dazugehören. Niemand kann diese Aufgabe bis zum Ende erfüllen, aber gerade die Anstrengungen, dieses Ziel zu erreichen, sind ein Teil der Befreiung und ein Fundament für das innere Vertrauen.

Verwandtes Material:
Blog-post: Würfelt Gott mit dem Universum?

Kabbala Radio


Am 9. Juli fand die erste Live-Sendung von www.RadioKavana.info statt. Dies ist ein ganz besonderer, einzigartiger Radiosender, der von der weltweiten Kabbala-Gemeinschaft betrieben wird. Die Höhepunkte des Programms umfassten Nachrichten aus den derzeit gefragtesten Verbreitungsplätzen: Sochi, Gelendzhik, die Krim und Bnei Baruch.

Ihre Anmerkungen, Vorschläge und Wünsche zum Inhalt unserer Sendungen sind jederzeit willkommen! Bitte senden Sie diese an [email protected]