Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Wünsche'

Strebe Deinem Ziel entgegen und überlasse dem Schöpfer den Rest


Zwei Fragen, die ich darüber erhielt, wie man die spirituelle Entwicklung mit den täglichen Verlangen und Verantwortungen vereinigen kann

Frage: Ich bin 17 Jahre alt und studiere Kabbala seit ca. 4 Monaten. Manchmal werde ich von anderen Wünschen abgelenkt, gehe ihnen nach und vergesse Kabbala dabei. Manchmal kommt es mir so vor, als ob diese mir wichtiger sind als meine Korrektur. Was soll ich tun? Kommt das Problem wegen meines Alters, oder sind es Reschimot, die ich korrigieren muss?

Meine Antwort: Achten Sie nicht auf die Störungen und studieren Sie weiter. Dann kommt das Höhere Licht und korrigiert Sie. Indem Sie auf dem spirituellem Weg weitermachen, stellen Sie fest, wie sehr Ihre Wünsche Sie beherrschen, und das Einzige, was Sie retten kann, ist die Hilfe von Oben. Nur die Geduld macht einen Kabbalisten aus Ihnen.

Frage: Glauben Sie wirklich, dass wir den höchsten Grad in diesem Leben erreichen können, auch wenn wir uns nicht völlig dem Studium widmen? Wie kann dies in diesem Leben möglich sein, wenn man an die Verwantwortungen denkt, die wir gegenüber den Menschen um uns herum und der Gesellschaft haben?

Meine Antwort: Ich bezweifele nicht, dass es jeder kann. Auch wenn jemand den Machsom nicht in diesem Leben erreicht, dann wird er sehr wenig im nächsten Leben dafür zu tun haben. Und danach wird Ihre Seele Sie auf den Stufen des Aufstiegs führen!

Einzig und allein die Bemühung, den Schöpfer zu erreichen, bleibt. Alles andere verschwindet, denn es kommt von Oben, und ist nicht etwas, was wir arrangiert haben. Das Beste, was Sie tun können, ist nach dem Ziel zu streben und das Resultat dem Schöpfer zu überlassen.

Verwandtes Material:
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Wie wir im Dunkeln herumtasten, um die spirituelle Wahrnehmung zu erreichen


Gestern ging ich in eine Ausstellung mit dem Titel „Ein Gespräch im Dunkeln“. Wir betraten eine völlig abgekapselte Halle, in der es ganz dunkel war. Unser Führer erklärte, dass man die Welt im Dunkeln anders wahrnimmt – nicht mit unseren Augen, die uns normalerweise 80% unserer Information liefern, sondern durch den Gebrauch anderer Sinne. Und diese kompensieren irgendwie den Verlust unserer Sicht.

Genauso müssen wir uns bei der Entwicklung der spirituellen Sinnesempfindung klarwerden, dass wir im Dunkeln sitzen. Wir müssen nämlich fühlen, dass wir unser Leben in dieser Welt nicht durch den Gebrauch unserer 5 Sinne wettmachen können, auch wenn wir alle unsere 5 Sinne haben, sind wir immer noch im Dunkeln. Dieses Gefühl müssen wir erlangen, um unser spirituelles Gefühl zu entwickeln. Und das ist genau das, was der Menschheit heute passiert – sie merkt so langsam, dass sie in der Dunkelheit sitzt.

Unser Sehvermögen ist eine innere Vision. Wir nehmen alles innerhalb von uns wahr. Es ist möglich, das gleiche Bild durch die Übertragung von elektrischen Signalen zum Gehirn zu schaffen. Wichtig ist, dass man das innere Bild wahrnimmt, welches sich auf der Kehrseite des Gehirns befindet. Worin liegt daher der Unterschied, ob ich Augen habe oder nicht? Das Wichtige daran ist, dass das Bild in meinem Bewusstsein geschaffen wurde und das gleiche kann ich mit anderen Sinnen und zusätzlichen Eigenschaften bekommen.

Darum fragte ich meinen Führer – der nicht blind geboren wurde (wenn man blind ist, kann man keine Bilder der Welt miteinander vergleichen), ob er wohl fähig war, seine restlichen Sinne so zu entwickeln, dass sie ihm ohne Sehvermögen das Gefühl geben könnten, auf der Straße zu sein, das Gefühl zu haben, vor einer Ampel zu stehen, zu wissen, dass es dort Menschen und Autos und Passagen gibt und um ihn herum etwas geschieht…

Immerhin sind doch alle unsere Sinne miteinander verbunden und alles hängt von ihrer Entwicklung und Übung ab. Grundsätzlich sind wir in der Lage, das gleiche Bild, welches wir mit unseren Augen sehen, auch ohne diese zu sehen. Das Bild mag anders aussehen, doch wir würden uns problemlos orientieren können.

Wir müssen auch merken, dass unsere irdischen Sinne nicht wirklich auf dem Gebiet funktionieren, wo wir gerade existieren. Darum können wir nicht mit den Problemen, Schlägen und Frustrationen fertigwerden, die wir erleben, da die Information, die wir durch den Gebrauch unserer 5 Sinne, unseres Verstandes und unserer Wünsche, empfangen, nicht ausreicht.
Das bedeutet, wir tappen im Dunkel. Wenn wir ein Gerät hätten, mit dem wir herausfinden könnten, wer Schlechtes über uns denkt, dann würden wir wissen, wer unsere Feinde sind. Doch besitzen wir weder solch ein Gerät noch solch eine Sinnempfindung und wir meinen plötzlich, dass wir mit dieser Welt nicht mehr fertig werden – und das wird Dunkelheit genannt.

Was sollen wir nun tun? Wir brauchen nur die Sinnesempfindung entdecken, die uns die Verbindung mit der Quelle eröffnet. Dann werden wir sehen, wozu diese Schläge alle da sind, den Grund, warum sie uns gegeben wurden. Und dann werden wir das Licht und die Dunkelheit laut Kabbala definieren. Und wir haben es fast schon geschafft, weil die globale Krise bereits vor der Türschwelle steht und uns ein Gefühl der Dunkelheit gibt.

Verwandtes Material:
Shamati 16: Tag des Schöpfers und Nacht des Schöpfers

Ist Korrektur ohne einen Mann möglich?


Zwei Fragen, die ich über die Beziehung einer Frau zu einem Mann in der spirituellen Entwicklung erhielt:

Frage: Ich kann mich irren, aber ich denke, dass eine Frau die Korrektur mit Hilfe der Instruktionen von Rav, den Büchern und der Verbreitung selbstständig erreichen kann – ohne einen Mann, der das Licht für sie anzieht.

Meine Antwort: Das ist absolut richtig. Wenn Sie alles tun, was Sie tun sollten, dann werden Sie die Hilfe der Männer nicht brauchen. Sogar ohne zu wissen wer Sie sind, wird die gesamte Weltgruppe der Männer ihre ganze Arbeit für Sie in dem Maße tun, wie Sie Ihre Arbeit tun, weil wir auf dem geistigen Pfad Wünsche austauschen.

Frage: Einerseits wächst mein Verlangen ständig und wird schwer zu ertragen und andererseits wird meine Fähigkeit, zu verbreiten und zu studieren wegen verschiedener Umstände beschränkt (wenn ich überhaupt im Stande bin es zu tun). Ich denke, wenn ich die Einflüsse meines Verlangens auf meinen Mann oder die Männergruppe stärker spüren würde, würde ich mich nützlich und selig fühlen. Haben Sie Rat oder eine Lösung dazu?

Meine Antwort: Sie sollten Sich stärker in sich selbst vertiefen, sich durch die neuen Wahrnehmungen, die Sie fühlen durcharbeiten, sie definieren und weniger von anderen fordern. Alles hängt nur von Ihnen ab. Außer Ihnen ist alles fertig und für Ihre Korrektur bereit.

Verwandtes Material:
Ein Vortrag zur spirituellen Entwicklung der Frauen, Teil 1
Ein Vortrag zur spirituellen Entwicklung der Frauen, Teil 2
Ein Vortrag zu spirituellen Entwicklung der Frauen, Teil 3