Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Wünsche'

Wie richtet man die Absicht aus?

Frage: Was ist eine Absicht?

Antwort: Die Absicht hilft dir, dich auf mich auszurichten, so kann ich stärker auf dich einwirken.

Wenn du mir zum Beispiel ein Geschenk bringst, wirst du von mir mehr empfangen, aber nicht, weil ich dir etwas schuldig bin, sondern weil du mehr von mir verlangen wirst! Dann wirst du mich besser hören, mich stärker als verpflichtend empfinden und mehr von mir wahrnehmen.

Wir befinden uns in einer Welt, in der wir beginnen können, miteinander in Kontakt zu treten, buchstäblich ausgehend von sehr primitiven, einfachen, egoistischen Beziehungen und sogar von noch weiter unten, auf der Stufe ganz gewöhnlicher zwischenmenschlicher Beziehungen. Diese werden bereits unser spirituelles Verhältnis zueinander beeinflussen und den Beginn einer spirituellen Wahrnehmung ermöglichen.

Unsere Welt ist auf erstaunliche Weise als Voraussetzung für spirituelle Aufstiege geschaffen. Wir können darin beginnen, uns völlig von Null an zu entwickeln, ohne zunächst in irgendeiner Weise mit der nächsten Welt verbunden zu sein.

Frage: Nehmen wir an, Sie nehmen einen gewöhnlichen kabbalistischen Text zur Hand. Was bedeutet Ihre Absicht, und wie wirkt sie?

Antwort: Ich lebe in diesem Text. Da ihr eine Verbindung zu mir habt, wird all das an euch weitergegeben.

Ich richte keine besonderen Absichten euch gegenüber aus, sondern vertiefe mich einfach in den Text. Ich befinde mich auf einer bestimmten Stufe, von der dieser Text spricht, und ihr empfangt aufgrund der Verbindung zu mir einen kleinen Teil davon.

Von eurer Seite besteht ein Bedürfnis, etwas von mir zu empfangen. Deshalb erhebt ihr eure Wünsche zu mir, während ich meinen Wunsch, das zu erfassen, wovon der Text spricht, noch höher erhebe – zu dem Kabbalisten, der ihn geschrieben hat.

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Aus dem Gespräch: „Bei mir klingelte das Telefon.Wie richtet man die Absicht aus?“ 28.10.23 

 

Eine echte Chance, ein neues Leben zu beginnen

Die spirituelle Empfängnis ist das Gefühl, wie sich in mir Wünsche, Eigenschaften, Absichten, Verständnis und Vorstellungen verändern. Meine gesamte innere Welt wird auf den Kopf gestellt.

Zum ersten Mal in meinem Leben spüre ich, dass ich fähig bin, mich von meinen Interessen zu lösen und im Interesse anderer zu handeln, das heißt, mich von meinem „Ich“ zu trennen und das zu tun, was der Schöpfer will und was die Menschheit braucht.

Eine solche Bereitschaft im Menschen ist der Beginn der spirituellen Empfängnis. Ich befreie mich von der Herrschaft des egoistischen Verlangens, das mir diese Welt vorgaukelt, und wende mich dem altruistischen Verlangen zu; dabei fühle ich mich in der Welt des Schöpfers, in der Herrschaft der Gruppe. Das ist keine gewaltsame Versklavung, sondern mein Wunsch, mich hinzugeben, um mich von den Fesseln meines Egoismus zu befreien.

Ich bin noch nicht in der Lage, eine Handlung zum Wohle meines Nächsten auszuführen, aber ich spüre bereits, dass diese Möglichkeit tatsächlich existiert. Das heißt, ich befreie mich aus der Herrschaft des Egoismus und begebe mich unter die Herrschaft des Schöpfers.

Ich trete unter die Herrschaft der Kraft des Gebens, als würde ich von einem Raum in einen anderen wechseln. Im ersten Raum herrschte der Egoismus, den der Schöpfer dazu bestimmt hatte, mich zu lenken. Ich war ein Sklave des Egoismus, verpflichtet, all seine Forderungen zu erfüllen.

Nun bewege ich mich in einen anderen Raum, in dem der Wunsch nach Geben herrscht, und spüre diesen Übergang. Das nennt man spirituelle Geburt. Allmählich tritt an die Stelle des Egoismus in mir der Wunsch zum Geben und verändert meine Gedanken, Wünsche, Absichten und Handlungen.

Manchmal verschwindet dieser Wunsch zum Geben, kehrt dann aber wieder zurück. Ich möchte ihn mit aller Kraft festhalten, damit er mich nicht verlässt. Manchmal fange ich an,  mit ihm zu spielen, abwägend, was überwiegt: der Wunsch nach Genuss oder der Wunsch zum Geben, und diesen Übergang von einer Herrschaft zur anderen erforschend.

So tauche ich immer tiefer in den Zustand eines spirituellen Embryos ein. Dies dauert neun Monate der Schwangerschaft, bis der Mensch in der spirituellen Welt geboren wird.

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Aus dem Unterricht zum Thema „Ibur (Empfängnis)“

 

Die Bereitschaft, im Glauben über den Verstand zu gehen

Der Glaube über dem Wissen  ist kein Gewinn für den Verstand, sondern der Erhalt einer anderen Fähigkeit, die wir nicht besitzen. Es ist ein anderer, übernatürlicher Kanal, ein sechster Sinn, Spiritualität, die Korrektur vom Kli des Empfangs, die Kraft von Bina. Wie gelangt man dazu? Durch Nachdenken, Arbeit, Höhen und Tiefen.

Frage: Warum beschäftigen wir uns damit, wenn doch im Voraus bekannt ist, dass all dies der Schöpfer tut?

Antwort: Warum bist du dir so sicher, dass der Schöpfer dies tut? Denn für dich sind das alles nur Bezeichnungen, leere Worte, du lebst nicht darin. Es steht geschrieben, dass es eine höhere Kraft gibt, die alles lenkt, „es gibt niemanden außer Ihm“. Na und? Du hast davon gehört, aber du lebst nicht in dieser Offenbarung, identifizierst dich nicht damit.

Dabei bestimmt diese Identifikation all unsere Gedanken und Handlungen. Ich fühle mich wie ein Handschuh, der auf die Hand des Schöpfers gestülpt ist. Er bestimmt alles, was in mir geschieht, angefangen bei der Bewegung der Atome bis hin zur Bewegung der Gedanken und Wünsche. Von Ihm hängt jedes Ergebnis ab, sowohl am Anfang als auch am Ende. So spüre ich die Manifestation des Schöpfers in mir.

Kann ich behaupten, dass der Schöpfer der König ist, wenn ich das nicht habe? Kann ich sagen, dass ich damit einverstanden bin? Würde ich selbst, ohne Zwang, dasselbe tun, was Er tut? Das ist alles leeres Gerede. Ich weiß nicht, wer Er ist.

Deshalb sagt Rabash, dass es einen König der ganzen Welt gibt und einen König Israels. Über den König der ganzen Welt sagen alle: Der Schöpfer ist groß!

Den König Israels begreift man durch echtes Streben nach Ihm – „Yashar Kel“, direkt zum Schöpfer. Streben bedeutet die Bereitschaft, sein Wissen beiseite zu lassen und im Glauben über dem Verstand zu gehen. Darin liegt der Unterschied zwischen der Sichtweise der Tora und der Sichtweise der Massen.

Es reicht nicht aus, das nur zu sagen. Alle glauben, dass sie sich bereits in der Endkorrektur befinden, während die Zustände Israels durch sehr ernsthafte Arbeit erreicht werden, indem sie all ihre Wünsche und Absichten gegenüber dem Schöpfer so ausrichten, dass sie wie die Seinen werden. Erst dann gelangen sie zu dem Zustand, in dem sie sagen können, dass der Schöpfer der König der ganzen Welt ist.

Was ist die Welt? Die Welt ist mein ganzes Ich, und ich habe geprüft und gespürt und stimme zu, dass Er mich führt. Und worin besteht diese Zustimmung? Darin, dass ich selbst dann, wenn Er nicht existieren würde, dennoch dasselbe tun würde. So erschaffe ich das Bild des Schöpfers in mir. Das bedeutet, dass ich von Null bis zur Unendlichkeit wachse. Ich wachse und erreiche Seine Stufe.

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Aus der Lektion nach einem Artikel von Rabash, 10.062026

 

Die Leiter der Wünsche

Frage: Unsere Wünsche werden immer größer. Wie können wir aus ihnen eine Leiter machen, auf der man nur hinaufsteigen und den kontinuierlichen Aufstieg fühlen kann?

Antwort: Im Universum gibt es zwei Zustände: absolutes Geben und absolutes Empfangen. Der Abstand zwischen ihnen wird als „Leiter“ bezeichnet, auf deren jeder Stufe immer größere Wünsche stehen, und je höher man steigt, desto mehr gewinnen sie an der Absicht zum Geben.

Das Verlangen selbst ist das Verlangen nach Empfangen, während die Leiter die Absicht „um des Gebens willen“ verkörpert.

Tatsächlich sind wir von Natur aus so geschaffen, dass wir nur an uns selbst denken und alle Wünsche für uns selbst nutzen. Da wir nicht in der Lage sind, etwas zu geben, können wir nur von anderen empfangen.

Doch wenn wir mit Hilfe der Kabbala eine besondere Energie des Gebens anziehen, beginnt diese, auf unser allgemeines egoistisches Verlangen einzuwirken und es Schritt für Schritt zu korrigieren, indem sie die Eigenschaft des Gebens mit der Eigenschaft des Empfangens verbindet.

Das Höhere Licht wirkt auf das Verlangen nach Empfang ein und unterteilt es in 125 Stufen der Korrektur, aus denen sich eine Leiter bildet, die „Leiter von Jakob“ genannt wird. Auf diese Weise korrigieren wir uns nach und nach bis hin zum vollkommenen Geben und verwandeln unseren gesamten, enormen Egoismus in die Eigenschaft des Empfangens um zu geben.

Indem wir die beiden grundlegenden Eigenschaften der Schöpfung – Empfangen und Geben – nutzen, erreichen wir die Gleichheit an den Schöpfer. Dabei verschwinden wir nicht in Ihm, denn einerseits bleibt unser Wunsch zu empfangen erhalten und nimmt lediglich die äußere Form des Gebens an.

Doch das Empfangen um des Gebens willen macht uns dem Schöpfer ähnlich. Das heißt, äußerlich werden wir Ihm ähnlich, während wir innerlich aus dem Wunsch zu empfangen bestehen. Darin liegt die gesamte Korrektur.

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Aus der Fernsehsendung „Gespräche mit Michael Laitman“

 

Mach Platz für den Schöpfer!

Kommentar: Willst du, dass Platz für den Schöpfer ist? Dann mach Platz! Tritt ein wenig zur Seite, mach Platz für Ihn! Das bedeutet die Einschränkung des eigenen Egos.

Dränge deinen Egoismus zurück, begrenze ihn und ziehe dich zurück, damit ein Raum für den Anderen entsteht. Wir müssen uns so weit einschränken, dass wir alle gemeinsam in einen zentralen Punkt der Schöpfung hineinpassen. Der ganze riesige Raum um uns herum, befreit von unserem Egoismus, wird zu einem Ort, den wir dem Schöpfer überlassen. Deshalb wird der Schöpfer „der Ort“ genannt.

In dem Maße, in dem wir unser egoistisches Verlangen zurücknehmen, machen wir Platz für den Schöpfer.

Wir verdichten all unsere egoistischen Wünsche zu einem einzigen Punkt, von dem der Schöpfer sagte: „Ich habe den bösen Trieb geschaffen.“ Tatsächlich hat Er nichts anderes erschaffen als diesen Punkt, aus dem wir existieren. Und alles andere außer ihm sind Eigenschaften des Schöpfers.

Indem wir den gesamten Raum – bis auf diesen zentralen Punkt – von unserem Egoismus befreien, können wir uns an diesem Ort mit dem Schöpfer verbinden. So offenbaren wir Ihn in diesem Raum. Mit anderen Worten: Wir setzen Ihn als König über uns ein, damit Er über dem gesamten Ort herrscht. Wir geben Ihm den Platz, sich zu offenbaren und die gesamte Wirklichkeit zu lenken.

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Aus der Lektion „Einführung in die Wissenschaft der Kabbala (Pticha)“ 16.02.2022

 

Behandle dein Ego wie eine dritte Person

Frage: Den ganzen Tag schicken wir uns gegenseitig Nachrichten darüber, wie wichtig uns der Weg und das Ziel sind. Jeder ist davon beeindruckt, aber alle wissen, dass es nur ein Spiel ist. Wie kann man das so machen, dass man es nicht als ein Spiel empfindet?

Antwort: Wenn wir uns darauf geeinigt haben, uns gegenseitig mit dem Bewusstsein für die Größe des Ziels zu „motivieren”, müssen wir verstehen, ob wir uns damit selbst täuschen oder nicht.

Wir täuschen uns, wir kennen das Ziel nicht, wir kennen seine Bedeutung nicht.

Aber wir wollen uns das selbst „verkaufen”. Wenn jemand kommt und mir etwas verkauft, weiß er, dass es eine Täuschung ist, aber er bekommt dafür sein Gehalt, und es macht für ihn Sinn, mich zu täuschen.

Hier stellt sich die Frage: Bin ich so perfekt, dass ich weiß, dass ich in mir einen bösen Trieb habe, einen Egoismus, dem ich ein falsches Bild entgegenstellen muss, um so meinen bösen Trieb zu verwirren?

Das hängt davon ab, wie ehrlich ich mit mir selbst bin. Was bedeutet das? Ich bin etwas Neutrales, das sich zum Schöpfer hinbewegen will.

Ich befinde mich zwischen meinem bösen und meinem guten Trieb und möchte meine Wünsche, die mir im Grunde fremd sind, korrigieren. Wie es heißt: „Ich habe den bösen Trieb geschaffen…“ – nicht ich habe ihn geschaffen, sondern der Schöpfer – „und habe die Tora gegeben, um ihn zu korrigieren“.

Das heißt, dass ich mit meinen Handlungen meine fremden Wünsche korrigieren kann.

Ich muss mich von meiner Natur, meinem Körper und all meinen Wünschen trennen, und dann werde ich nicht daran arbeiten, mich selbst zu verwirren, indem ich die Lügen der Werbung schlucke, sondern selbst Werbung machen.

Ich werde meinem bösen Trieb Werbung dafür „verkaufen“, dass der Schöpfer großartig sei. Ich muss meinen Egoismus wie eine dritte Person betrachten. Dann wird es keine Lüge sein. Es wird wirklich in meinen Händen liegen. Man darf sich nicht mit dem bösen Trieb identifizieren, als ob man und er ein und dasselbe wären.

Frage: Kann ich später den „bösen Trieb” vollständig von mir trennen?

Antwort: Nein, du musst daran arbeiten. Denn wenn der Egoismus nicht in dir spricht, wer wird dich dann zum Vorankommen antreiben?

Jedes Mal, wenn du Hindernisse siehst, verschiedene Gedanken und Probleme spürst, die gegen das Ziel und die Größe des Schöpfers gerichtet sind, ist das im Grunde eine Hilfe, damit du Seine Größe suchst.

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Aus dem Unterricht nach dem Artikel von Rabash „Was ist die Vorbereitung auf den Empfang der Tora in der Arbeit – 2 “ von 13.02.2026

 

Lasst uns dem Zustand von “Chanukka” näherkommen

Frage: Besteht die Arbeit von Chanukka darin, alle unsere Wünsche, die auf das Geben ausgerichtet sind, zu einem Ganzen zu vereinen?

Antwort: Ja. Alles, was sich in uns befindet, stammt vom Schöpfer. Unsere gesamte Arbeit besteht darin, dies durch unsere Eigenschaften, unsere Herzen und unsere Verlangen auf das Geben an Ihn auszurichten.

Frage: In welchem Maß sind wir als Gruppe Bnei Baruch bereit, das Licht von Chanukka in unser gemeinsames Kli aufzunehmen?

Antwort: Wir sind bereit. Alles hängt ausschließlich von unserer inneren Ausrichtung ab. Uns wurden die Mittel gegeben – die Studienmaterialien und die gemeinsame Arbeit –, durch die wir uns darauf vorbereiten. In diesem Sinn kann man sagen, dass das Kli bereit ist.

Vor uns liegt eine ganze Woche Arbeit. Lasst uns diese Zeit mit der inneren Bedeutung von Chanukka füllen, um diesen Zustand zu erkennen, ihm nahe zu kommen und ihn in uns zu realisieren. Dann wird die Korrektur gelingen, zumindest werden wir die erste Stufe der Korrektur des Egoismus erreichen.

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Aus einer Lektion über einen Brief von Rabash

 

Der Zehner ist die Geige des Schöpfers

Der Schöpfer ist das Absolute, das sich nicht verändert und sich uns als Kraft des absoluten Guten offenbart. Unsere Wahrnehmung und unsere Wünsche verändern sich, und deshalb sagen wir, dass sich der Schöpfer verändert.

Aber in Wirklichkeit finden Veränderungen nur in uns statt. Um den Schöpfer zu offenbaren, müssen wir uns daher in einen Zustand bringen, in dem wir Ihm ähnlich sind, um Seinen Eigenschaften zu entsprechen.

Aber wie können wir dem Schöpfer ähnlich werden, wenn wir alle egoistisch sind? Wir bleiben egoistisch, aber wir müssen uns über unseren Egoismus hinweg miteinander verbinden, durch gegenseitiges Geben, Einheit und Liebe, ungeachtet unserer natürlichen Abneigung. Wir sind wie ein verstimmtes Musikinstrument, das gestimmt werden muss, um richtig zu klingen.

Über die Geige von König David steht geschrieben, dass sie an der Wand hing und zu einem bestimmten Zeitpunkt, d. h. in einem besonderen Zustand, von selbst zu spielen begann. So muss auch die Gruppe eine solche Vereinigung zwischen den Freunden erreichen, die in ihrer Form dem Schöpfer ähnelt. Obwohl alle egoistisch bleiben, überwindet jeder seinen Egoismus und verbindet sich mit den anderen, sodass die Form unserer Verbindung der Form des Schöpfers entspricht – vollkommen, einheitlich.

Und dann offenbart sich der Schöpfer in uns. Er befindet sich nicht irgendwo außerhalb der Gruppe, sondern nur innerhalb von ihr. In dem Maße, in dem sich zehn Freunde auf die richtige Verbindung, auf gegenseitiges Geben, einstimmen, offenbart sich der Schöpfer zwischen uns und beginnt, auf unserer Geige zu spielen. Das ist die Offenbarung des Schöpfers gegenüber seinen Geschöpfen.

Deshalb muss man die Arbeit in den Zehnern praktisch und effektiv angehen und danach streben, eine Form und ein Wesen der Verbindung zu erreichen, die dem Schöpfer ähnlich sind. Natürlich nähern wir uns diesem Ziel schrittweise, über 125 Stufen, indem wir uns immer genauer kalibrieren.

So erreichen wir die vollkommene Offenbarung des Schöpfers in unserem gemeinsamen Kli, in HaWaYaH, wenn „der Schöpfer und sein Name miteinander verschmelzen”. Das heißt, HaWaYaH, unser Zehner, verbindet sich richtig mit allen zehn Sefirot, mit all ihren kleinsten inneren Sub-Sefirot, so sehr, dass sie eine vollkommene Einheit erreichen, die der Natur des Schöpfers entspricht, dem absoluten Geben.

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Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash

 

Wünsche erweitern den Verstand

Gedanken sind Folgen, ein Produkt des Wunsches. (Baal HaSulam, „Shamati“ 153 „Der Gedanke ist das Ergebnis des Wunsches)

Das ist tatsächlich so, denn das Wichtigste im Menschen ist der Wunsch. Gedanken entstehen nur, um diese Wünsche zu verwirklichen.

Wünsche entstehen im Herzen, und wir hören nur darauf. Das Gehirn wird nur dann aktiviert, wenn es darum geht, die im Herzen entstehenden Wünsche zu verwirklichen. Daher sind Wünsche das Wichtigste und der Verstand ist nur ein Hilfsmittel, um sie zu verwirklichen, um das Gewünschte zu erreichen.

Deshalb denkt der Mensch nur an das, was er sich wünscht, und nicht an das, was er nicht benötigt.

In unserer Welt ist das ganz natürlich. Man kann sich an jeden wenden und anhand seiner Wünsche erraten, was er denkt. Alle seine Gedanken sind nur auf die Verwirklichung seiner Wünsche ausgerichtet.

Nach der Hierarchie seiner Wünsche, kann man erahnen, welche Gedanken in ihm vorherrschen, welche ihm weniger wichtig sind und was ihn am meisten beschäftigt. Das heißt, unsere Wünsche bestimmen praktisch unser Handeln.

Zum Beispiel denkt ein Mensch nie über den Tag seines Todes nach, da er ihn sich nicht wünscht. Im Gegenteil, er denkt immer, dass er ewig lebt, weil er das möchte. Das heißt, er denkt immer an das, was er sich wünscht.

Der Gedanke ist nebensächlich, zweitrangig. Er hat sich nur deshalb entwickelt, da der Mensch etwas begehrt. Deshalb entwickelt er seinen Verstand, um das Gewünschte zu erreichen. Wie das Sprichwort sagt: „Erfahrung ist der beste Lehrmeister.“ Denn diejenigen, die geschlagen, gezwungen und genötigt werden, werden intelligenter, da sie nach Wegen suchen, sich selbst zu verwirklichen.

Der Verstand wächst also immer dann, wenn es große Wünsche gibt und umgekehrt, wenn es keine Wünsche gibt, gibt es auch keinen großen Verstand. Wenn man also seine Kinder fördern will, muss man in ihnen große Wünsche wecken statt sie zu verwöhnen.

Verwöhnen bedeutet, einem Kind etwas aufzuzwingen, bevor es sich etwas wünscht. Im Gegenteil, man soll es wollen, sie ein bisschen leiden und suchen lassen wie es seine Wünsche verwirklichen kann. Dadurch wird sich sein Verstand entwickeln. Nur so und nicht anders.

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Aus einer Lektion in russischer Sprache

 

Wünsche die durch das Feuer führen

Es gibt die Eigenschaft „Gold” (Sahaw) und es gibt die Eigenschaft „Silber” (Kessef) (Baal HaSulam, Shamati, 175, „Wenn aber des Weges dir zu viel ist”).

Der Artikel „Wenn aber des Weges dir zu viel ist“ ist etwas Besonderes. Er besagt, dass wir nicht darauf achten sollten, wie weit wir uns vom Schöpfer entfernt fühlen, sondern wir dafür sorgen können, dass unsere Entfernung von Ihm zu einer Annäherung wird.

Silberne Kelim symbolisieren Gefäße, um das Licht Chassadim zu empfangen, goldene Kelim symbolisieren Gefäße, um das Licht Chochma zu empfangen.

Wenn wir klar verstehen, dass alles, was der Schöpfer tut, zu unserem Wohl geschieht, dann müssen wir all die silbernen und goldenen Kelim (Gefäße), die in uns sind, durch das Feuer führen und einschmelzen, d. h. ihre äußere Form entfernen.

So können wir aus ihnen neue Kelim erschaffen, die unseren neuen Wünschen entsprechen.

Denn „durch das Feuer führen” bedeutet, dass man mit eigenem Verlangen alles verbrennen möchte, ohne etwas von der früheren Form zu hinterlassen. Dann kann man aus demselben Material, das wieder zu einem Stück Metall geworden ist, eine neue Form schaffen.

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Aus einem Unterricht zum Artikel aus dem Buch „Shamati”