Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Wahl'

Die potentielle Barriere überwinden

Die höhere Lenkung organisiert immer unseren laufenden Zustand und beleuchtet ein wenig unseren Zustand auf der nächsten Stufe. Und wenn wir unseren laufenden Zustand überwinden, dann können wir um den folgenden, schwach leuchtenden Zustand bitten.

Unser folgende Zustand scheint uns unerwünscht zu sein, anderenfalls würden wir ihn egoistisch anstreben, ohne über die Freiheit der Wahl und über die Unabhängigkeit zu verfügen. Genau aus diesem Grund ist der folgende Zustand von unserer Selbstsucht so verhasst. Deshalb bin ich ständig auf die Unterstützung seitens der Umgebung, der Büchern, des Lehrers angewiesen, und soll sie bitten, mich in jenen Zustand zu begleiten, der mir heute als unerwünscht, schlecht und verhasst vorkommt.

Das heißt ich mobilisieren meine Kräfte, steigere die Empfindung der Wichtigkeit für die höhere Stufe. Und wenn ich über ein starkes Streben verfüge, um die potentielle Barriere zu überwinden, die mich vom folgenden Zustand abtrennt, dann ziehe ich das Licht heran, das zur Quelle zurückführt, und mich verändert. Dann werde ich auf der nächsten Stufe geboren, und werde zu ihrem „Sohn“.

Natürlich „gibt es niemanden außer Ihm“ – aber dieser Eine erschafft sowohl unseren heutigen Zustand, als auch unseren folgenden Zustand, der Ihm entgegengesetzt ist, sowie alle Möglichkeiten für das Begreifen meiner Empfindungen. Und ich soll sie als die speziell für mich durchdachten, notwendigen Mittel betrachten.

Es gibt nichts Überflüssiges in mir und in der ganzen Umwelt, in allen inneren und äußerlichen Bedingungen, alles ist ideal organisiert, um mir zu helfen, die Kraft des Wunsches zu mobilisieren und den folgenden Zustand zu erlangen. Und wenn ich zum Aufstieg nicht bereit bin, dann bin ich nicht aufmerksam genug und beachte nicht das, was mit mir geschieht.

Deshalb müssen wir den Schöpfer in voraus rechtfertigen, ungeachtet des ungeeigneten, unangenehmen, schlechten Zustandes, in dem wir uns befinden. Denn es ist das gute Zeichen und eine riesige Hilfe, die anhand dieses schweren Zustandes mich aufs Ziel ausrichtet, mich vorankommen lässt.

Der heutige, unangenehme Zustand hilft mir also. Aber nach dem Aufstieg auf die höhere Stufe empfindet der Mensch seinen neuen Zustand als angenehm. Und trotzdem, soll er weiterhin hinaufsteigen wollen. Das heißt er muss zusätzlich arbeiten, um die Mängel am laufenden Zustand zu erkennen. Und es ist gar nicht einfach.

Wir befinden uns heute in einem schweren Zustand. Und der zukünftige Zustand wird auch ziemlich dunkel sein. Wir sollen unseren folgenden Zustand, als einen für das Vorankommen erwünschten Zustand betrachten um damit mit Hilfe der Umgebung und der Büchern zurecht zu kommen.

Uns sind alle Bedingungen und alle Möglichkeiten gegeben, um auf die nächste Stufe aufzusteigen. Daran soll der Mensch von vornherein glauben, denn wir befinden uns jeden Augenblick des Lebens in den besten Zuständen. Ich habe sowohl im laufenden Zustand, als auch im folgenden all die Mitteln, um aus mir denjenigen zu machen, der ich auf der folgenden Stufe sein soll. Es fehlt uns immer nur das Eine, die Aufmerksamkeit!

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabasch, 16.10.2011

Batterie für meine Puppe

Frage: Warum werde ich plötzlich wollen, in ein neues System einzugehen?

Meine Antwort: Du hast keine Wahl. Wir sind nämlich die Sklaven unserer Natur.

Entweder bekomme ich den Wunsch, in das System einzugehen, welches mich subtil beeinflussen wird und in mir die Fragen: „Wofür lebe ich? Worin besteht der Sinn meines Lebens?“ aufkommen lässt. Oder ich frage: „Wofür brauche ich ein solches Leben mit so vielen Leiden?“ Oder vielleicht sterbe ich infolge des Neids, dass beim Nachbarn das Gras grüner ist.

Egal um welche Leiden es sich handelt, sie bringen den Menschen vorwärts. So sind wir erschaffen worden. Wenn in uns keine Wünsche erwachen würden, welche die Erfüllung fordern, dann würden wir uns nicht weiter entwickeln können. Die Freiheit der Wahl besteht aber nicht in der Auswahl der Wünsche, sondern darin, wie wir sie anwenden. Wenn wir uns unter dem Einfluss zwei Kräfte befinden, der Kraft zu empfangen und der Kraft zu geben, dann können wir sie auf unterschiedliche Weise benutzen. Aber das Verlangen an sich, kann ich nicht wählen.

Ohne Verlangen wären wir nur leblose Roboter und würden uns nicht von der Stelle rühren. Ohne Wunsch wäre ich also wie eine tote Puppe ohne einer Batterie.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel aus dem Buch „Shamati“, 04.10.2011

Zu lernen, um zu überleben

Wir sollen den Menschen erklären, worin die Lösung der modernen Probleme besteht. Es bleibt keine andere Wahl, sie werden es früher oder später verstehen müssen.

Wenn die Krise sich verschärfen wird, wenn die Unternehmen und Banken geschlossen werden, dann werden die Massenunruhen anfangen. Das Volk wird Forderungen aufstellen, ohne daran zu denken, ob diese realisierbar sind. Die Regierung wird nach sinnvollen Rechtfertigungen suchen. Aber die Menschen werden sie nicht interessieren: „Ihr seid an der Macht, ihr seid dafür verantwortlich!“

In diesem Moment werden sie uns zuhören können, sowohl das einfache Volk, als auch die Elite. Die Elite wird anstreben, das System der Erziehung aufzubauen, über welches wir sprechen. Nur so kann man das Volk beruhigen und seine Lebensqualität steigern. Die Gefahr der Revolution wird die Elite zwingen, für die Erziehung und Aufklärung zu sorgen. Folglich werden die Menschen die gegenseitige Vereinigung anstreben, welche von der Natur gefordert wird.

Die Vereinigung ist also ein Befehl der Natur. Diesen Befehl kann man nicht ignorieren. Je mehr wir für die Vereinigung tun, desto weniger Schläge und Probleme wird es geben.

Natürlich beginnen wir nicht sofort, über die gerechte Verteilung zu sprechen. Die erste Aufgabe besteht in der Sicherung des Existenzminimums der Menschen, damit sie überleben können. Als Gegenleistung werden von ihnen die Bemühungen im Studium gefordert .

Wenn die Arbeitslosigkeit steigen wird, dann werden viele Menschen ohne Beschäftigung bleiben. Man wird die neue Arbeitszeitverteilung brauchen. Die Menschen werden einige Stunden der notwendigen Arbeit widmen, aber den Rest des Tages wird mit dem obligatorischen Studium verbracht. Dieses Studium wird zur wahren Arbeit, denn der Mensch wird an sich selbst arbeiten. Um aus dem Weizen das Brot zu machen, müssen wir die Kraft anwenden, welche den Weizen wachsen lässt.

Schon in diesem Jahr werden wir sehen, dass es nicht einfach sein wird, das Brot unter den Bedingungen der wirtschaftlichen und ökologischen Krise zu produzieren. Das Studium und die Bemühungen zur Erschaffung der richtigen Umgebung werden somit zum Hauptteil unserer Arbeit in dieser Welt. Dadurch wird jene Kraft geweckt, die für unsere materielle Existenz notwendig ist.

Der Mensch wird lernen müssen, um das tägliche Brot für die anderen Menschen sichern zu können, weil er begreifen wird, dass die anderen sich wiederum für sein tägliches Brot sorgen. In dieser Verbindung wird sich die Eigenschaft des Gebens offenbaren. Wie Baal HaSulam geschrieben hat, dass das Geben an den Schöpfer und das Geben an den Nächsten dasselbe ist. Auf diese Weise wird das Volk das Spirituelle ohne Leiden und ohne Studium der Wissenschaft der Kabbala erreichen können.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „Der Frieden in der Welt“, 04.10.2011

Die Wahl der Massen

Frage: Haben die Massen die Freiheit des Willens, sich an das Geben anzuschließen?

Meine Antwort: Es gibt keine Freiheit des Willens, weder in ACHA’P, noch in Galgalta we Ejnaim. Nur infolge der gegenseitigen Verbindung finden sie die Freiheit der Wahl, im mittleren Drittel Tiferet.

Dabei ist die Wahl von ACHA’P nicht die Gleiche, wie die von Galgalta we Ejnaim. Die Wahl der Massen äußert sich darin, bewusst und so schnell wie es möglich ist, sich den spirituellen Anführern anzuschließen, bevor die Notlage eingetreten ist. Sie müssen begreifen, dass es sich lohnt, die Arbeit in der Vereinigung zu realisieren.

Man darf ACHA’P auch dafür nicht verachten, dass es geführt wird. Galgalta we Ejnaim folgt der Kraft des Gebens, wie es die Herde in Bezug auf den Schöpfer und sein Schöpfungprogramm tun. Somit liegt unsere Aufgabe in der Beschleunigung der Zeit. Denn wir wollen aufsteigen, und darin besteht eben unsere Freiheit der Wahl.

Jedoch hat ACHA’P nicht weniger Bedeutung als Galgalta we Ejnaim. Im Gegenteil sogar, ACHA’P stellt sehr große Kelim dar.

Auszug aus dem Unterricht nach der Zeitung „Die Nation“, 25.09.2011

Die Finsternis vertreibend

Toronto. Lektion 3

Die Welt wacht auf. Die Finsternis bringt sie zum Aufwachen; denn das egoistische Verlangen kann nicht mehr realisiert werden und empfindet, dass es sich in einer Multikrise befindet. Heute wird geheiratet und morgen wird geschieden. Heute wird geliebt, und morgen gehasst. Die Kinder ignorieren ihre Eltern, sind trotz der erhaltenen Erziehung stur und unerzogen.

Ich will die einfachen Freuden des Lebens haben und tauche stattdessen in eine Depression ein. Ich will ein wenig Geld für magere Zeiten einsparen, aber das Schicksal spielt ein böses Spiel, und ich gehe mit leeren Händen aus. Lebenslang habe ich für die Rente gearbeitet, und sie verschwindet zusammen mit dem Finanzvermögen der Banken. Ich suche meine Ruhe in der Natur, aber sie antwortet mir mit den Klimakatastrophen.

Das Wichtigste in dieser Empfindung ist die Erkenntnis, dass die Welt in die Finsternis eintaucht: es gibt nichts, wofür es sich lohnen würde, zu leben. Ein Naturprogramm ist am Werk und demonstriert der Menschheit die Abwesenheit der Füllung, die Finsternis.

Dasselbe geschieht mit uns, mit der Gruppe. Wenn wir ähnliche Symptome verspüren, dann finden wir sehr schnell die Unterstützung und können diesen Zustand überspringen. Die Unterstützung finden wir in der Gruppe, in der Methodik, die uns hilft, voranzukommen.

Die Welt kennt diese Methodik jedoch nicht. Die Menschen verstehen nicht, was mit ihnen geschieht und weshalb es notwendig ist. Der Mensch findet nirgends eine Befriedigung und nichts bereitet ihm eine Freude.

Auf diese Weise bewegt sich die Welt zum entscheidenden Zustand. Sie muss eine neue ganzheitliche Lebensweise entwickeln. Anders wird diese Finsternis nicht verschwinden, denn sie ist die Kehrseite des Lichtes. Sie verkündet das Licht, die Eigenschaft des Gebens, die uns näher kommt. Aber mit ihrer Annäherung fühlen wir uns alle schlechter, wir wollen diese Eigenschaft nicht, wir wünschen nicht, darin zu leben; sogar im Gegenteil – wir wollen unsere egoistischen Wünsche befriedigen.

Aber es gibt keine andere Wahl. Wir sehen, wie die Natur sich der Menschheit vorstellt: „Ich besitze die Eigenschaft des Gebens, und ihr werdet so lange leiden, bis ihr euch wünschen werdet, sie euch anzueignen“.
Von wem kann die Menschheit die Erklärung für die Geschehnisse bekommen? Nur von uns.

Wir sollen ihr das Wesen der Veränderungen erklären. Und je mehr wir uns mit dieser Erklärung verspäten, desto mehr wird sie uns hassen. Denn die Menschen wollen einerseits die Eigenschaft des Gebens nicht akzeptieren, und andererseits werden sie fühlen, dass wir eine Lösung haben, die aber durch unsere Verzögerung den Weg für sie zum Guten versperrt. Sie sollen die Erklärungen darüber bekommen, was in der Welt geschieht und was der Grund der Finsternis ist.

Wir bedrängen sie vorerst mit unserer Botschaft: „Schauen Sie, wir können die weltweiten Ereignisse erklären. Es ist höchste Zeit, den Kurs zu ändern: der Mensch soll sich ändern, nicht die Welt. Die globale Krise ist gar nicht die Krise. Im Gegenteil, uns wird die Eigenschaft des Gebens offenbart…“ Aber sie hören noch nicht zu.

Es werden noch einige Monate vergehen müssen, und es wird noch weitere Schicksalsschläge geben. Dann werden sie beginnen, zu lauschen, zu verstehen, worin der Grund der Finsternis, der Hilflosigkeit, der Verwirrung, der Unmöglichkeit, die Welt auf die alte Weise zu lenken, liegt. Denn alle Systeme werden zusammenbrechen.

Und wir unsererseits sollen uns mit der Verbreitung beeilen. Man kann es sich so vorstellen, als wären die Strahler der UFOs von allen Seiten auf die Erde gerichtet, und dies mit voller Kraft, weil so die Einwirkung der Eigenschaft des Gebens ist. Wenn wir mit dieser Eigenschaft nicht übereinstimmen, dann spüren wir nur die Finsternis. Wenn wir mit ihr übereinstimmen werden, werden wir darin die Freude, die Wärme, die Hoffnung auf die Zukunft, die Ewigkeit, die Vollkommenheit entdecken.

Es ist nicht einfach, der Welt die Wahrheit zu erklären. Wir müssen die Materialien umschreiben, die Erklärungen in verschiedenen Formen und aus verschiedenen Dimensionen vornehmen. In Wirklichkeit ist es sehr schwierig, die menschliche Wahrnehmung zu verändern und sie ins neue Flussbett zu leiten.
Jedoch ist unsere Zeit einzigartig. Die Generationen von Kabbalisten träumten davon, aber gerade wir haben die Ehre, nicht nur in dieser Zeit zu leben, sondern auch die Geschehnisse zu verstehen.

Viele erleben eine Lebenskrise, eine innere Leere, stecken in familiären Dramen, haben Probleme mit Drogen, und das alles unabhängig vom materiellen Wohlstand. Der Mensch, der fünfzig Millionen verloren hat, leidet auch, nur wir können seine Drama wenig nachvollziehen. Die Menschen wissen nicht, dass die Schläge zielgerichtet kommen und schrecklich sind. Der Mensch ist fähig, alles auszuhalten, wenn er weiß, dass er zum Ziel vorankommt und all diese Leiden in einen Gewinn umgewandelt werden. Aber was ist zu machen, wenn in der Zukunft nichts leuchtet?

Wir haben das Wissen über das Programm der Schöpfung und kennen das Ziel. Wir wissen, dass das ganze Schlechte uns zum Guten führen wird, und es ist eben das Geschenk von Oben. Die Milliarden von Menschen in der Welt haben nicht einmal eine Vermutung darüber. Und wir sind verpflichtet, ihnen zu erklären, dass es für alle Ereignisse einen Grund gibt, dass es eine große Belohnung gibt und die Möglichkeit, jeden Schlag in eine gute Gabe zu verwandeln.

Man muss der Welt diese Nachricht mitteilen. Die Zeit ist reif. Unabhängig davon, dass die Menschen aus dem Grund nicht hören wollen, weil sie von den Schlägen betäubt sind und nur den Schmerz empfinden. Nur im Moment der Beruhigung kann man in den Menschen einen Tropfen der Erklärung eingießen, dann noch einmal usw.. So werden die Empfindungen mit Informationen abwechseln. Wir sollen die Wellen verfolgen, die über die Welt gewalzt werden und die Abstände zwischen ihnen mit den Erklärungen über die Gründe und das Wesen der Ereignisse ausfüllen.

Dann werden die Menschen jeden neuen Schlag mit mehr Verständnis annehmen, bis das Verständnis die Empfindung der Kausalität und der Zweckgerichtetheit mit sich bringen wird, wobei sie darin sogar den Gewinn sehen werden. Anstelle des Schmerzes wird der Mensch plötzlich die erwünschte Erleichterung entdecken.

Das Bedürfnis bildet das Gefäß, in dem das Licht offenbart wird, so wie der Appetit dem Mahl vorausgehen muss, sonst würde man das schöne Mahl nicht genießen können.

Auszug aus der 3. Kongresslektion in Toronto, 16.09.2011

Du kannst niemand anderen als dich selbst korrigieren

Frage: Wenn es viele Menschen gibt, die in einem warmen Raum sitzen, wird es immer einen geben, dem kalt ist und der alle anderen dazu zwingt, die Klimaanlage auszuschalten. Der größte Teil der Menschheit ist in der Lage, sich den drohenden Veränderungen anzupassen. Aber was sollen wir mit denen tun, die feststecken und nicht bereit sind, die derzeitige Stufe zu verlassen?

Meine Antwort: Es ist viel wichtiger, dich selbst zu korrigieren, als die Welt. Tatsächlich möchte ich äußere Bewegungen hervorrufen und ich versuche den Menschen dabei zu helfen, den Prozess und die Methode der Selbstkorrektur zu verstehen. Jedoch kümmere ich mich eigentlich nur darum, mich selbst zu korrigieren. Ich korrigiere nicht meinen nächsten. Ich schenke ihm die Methode auf die angenehmste Weise, die möglich ist, aber ich bringe ihn nicht zum Handeln, das ist bereits seine Wahl.

Deswegen belästigen wir Menschen nicht, die noch gar nicht bereit für irgendeine Veränderung sind, in Gestalt oder Form. Sie sind noch nicht reif dafür. Wenn die kabbalistische Methode verbreitet wird, lassen wir jeden Menschen es für sich selbst einschätzen. Ich habe schon bei zahlreichen Gelegenheiten klargestellt, dass es mich nicht interessiert, wie die Menschen unsere Nachricht akzeptieren.

Ich höre mir ihre Reaktionen nur an, um die Präsentation zu verbessern: um etwas auf eine andere Weise darzulegen und um eine Frage zu beantworten die jemanden ärgert. Aber wenn ich alles gegeben habe und ein Mensch weist es immer noch zurück und verachtet meine Worte, dann achte ich ihn. Für mich ist das auch ein Zeichen von Erfolg, denn ich war in der Lage mich ihm anzunähern und seinen Widerstand zu enthüllen. Das ist für ihn heute die richtige Reaktion und daran kann man nichts ändern.

Wir wenden uns der äußeren Welt zu, um uns selbst zu verbessern. Und wenn wir uns selbst nach unseren Möglichkeiten bestmöglich verbessern, dann beschwere ich mich nicht über die Reaktion der Menschen. Warten wir noch ein Jahr, oder noch 5 Jahre. Wenn wir aber zu weit gehen wird es zum Zwang und wir lassen dem Menschen nicht die Möglichkeit der freien Wahl.

In den USA werden „die komplizierten Katastrophen“ und der Massentod erwartet

Meinung: P. Stockton (Wissenschaftler, Stellvertretender Verteidigungsminister, Verantwortlicher für die Sicherheit der USA) entwickelt Pläne für den Fall apokalyptischer Katastrophen. Er bezeichnet sie als „die komplizierten Katastrophen“, weil sie „einen Dominoeffekt“ haben können. Es sind die Naturkatastrophen, die in der nächsten Zeit erwartet werden.

Mein Kommentar: Obwohl diese Katastrophen von der Natur ausgelöst werden, liegt die alleinige Ursache dafür bei dem Menschen. Deshalb liegt es in unserer Macht, sie zu verhindern. Auf jeden Fall bleibt uns keine andere Wahl. Die gesamte Gesellschaft wird die Anpassung ihrer Bürger an die neuen Bedingungen der Welt in die Richtung einer einheitlichen Integralgesellschaft durchführen müssen.

Gerade den Widerstand unserer egoistischen Natur für die Einführung der Methodik der Korrektur nennt man „den bösen Anfang“ (Jezer haRa). Wie viel müssen wir noch leiden, wie die sturen Kinder es tun, um zu beginnen, uns vernünftig zu benehmen?!

Der Krieg von Gog und Magog – hinter dem Fenster oder in der Seele

Unter den Bedingungen der heutigen komplizierten Situation in Israel und der Welt wird klar, warum Baal HaSulam darauf bestand, dass sich alle auf die Schulbänke setzen und lernen. Das ist notwendig – ansonsten werden wir die Situation falsch verstehen.

Es bedeutet nicht, dass ich verpflichtet bin, meine Feinde zu lieben. Aber es ist auch nicht so, dass ich sie hassen soll. Ich soll nur eins wissen: wie soll ich mich zur Vereinigung vorbereiten und in welchen Formen kann sie erfolgen. Nur so kann man die Feindschaft besiegen, nur durch die Vereinigung, innerhalb derer die höchste Kraft offenbart wird.

Wenn sie offenbart wird, dann werden alle negativen Kräfte geheilt. Wir haben einfach keine Wahl. Der Schöpfer setzt uns dem Druck aus, weil wir sonst niemals dazu kommen werden, dass in uns die spirituelle Kraft, die Heiligkeit, enthüllt wird. Ohne diesen Druck haben wir keine Chance, uns zu retten. Ich hoffe, dass es uns gelingen wird, gleichzeitig diese Tatsache dem Volk zu erklären, und uns zu vereinigen.

Eigentlich heißt dies der Krieg von Gog und Magog. Durch alle Völker und beliebige Möglichkeiten übt der Schöpfer auf uns den Druck aus, so dass wir verpflichtet sind, uns zu verbinden. Es gleicht dem Auszug aus Ägypten: der Druck wächst so lange an, bis uns nur die Flucht übrig bleibt und wir weglaufen. Andersfalls würden wir aus der Sklaverei der Selbstsucht nicht flüchten wollen und würden darin ewig verbleiben.
Deshalb gibt es keine andere Wahl – wir müssen durch „die ägyptischen Plagen“ und den Druck gehen.

Je besser wir diese begreifen werden, desto weniger werden sich diese Schläge materialisieren und eher in Form der inneren Klärungen mit Verständnis, Begreifen und Suche erfolgen. Auf die andere Art werden sie schneller verlaufen. Wenn sich der Schlag dagegen realisiert, dann ist er Milliarden Mal schwerer und langwieriger.

Der Unterschied zwischen den Stufen ist so groß, dass das ganze unbelebte Niveau einer Pflanze äquivalent ist! Versuchen Sie, diese Proportionen zu bewerten: auf der einen Waagschale die ganze unbelebte Materie des Universums und auf der anderen eine Pflanze. Stellen Sie sich vor, welchen riesigen Unterschied es geben wird, wenn wir auf die nächste Stufe in den Klärungen und Korrekturen hinaufsteigen, besonders von der tierischen Stufe zur Stufe des Menschen! Und wir können es tun, um die Schläge zu vermeiden, die uns auf der unbelebten Stufe erwarten.

Wie viele Schläge und Leiden können uns auf dieser Stufe erwarten… Deshalb müssen wir unsere ganze Arbeit so schnell wie möglich erfüllen. Schnelles Vorankommen ist wichtig! Und dafür müssen wir uns vor allem auf die Schulbänke setzen und lernen. Lernen, um ein wenig zu verstehen, was mit uns und mit der Welt geschieht und warum es eben auf diese Weise geschieht! Wir müssen es uns und der Welt erklären. Wir haben keine andere Waffen außer der Erklärung und Aufklärung! Und die Situation verpflichtet uns einfach.

Auszug aus dem Unterricht nach der Zeitung „Die Nation“, 05.09.2011

Das Gebet, das durch alle Firmamente hinaufsteigt

Das Buch Sohar. Kapitel „WaJakhel„. Punkt 123: Das Gebet eines Menschen ist die Arbeit von Ruach [Geist], die Arbeit von Bchina Bet, welche von der Rede abhängt. Sie liegt in den höchsten Geheimnissen, und der Mensch weiß nicht, dass das Gebet eines Menschen Lüfte und Firmamente durchbricht, Türen öffnet und aufsteigt.

Es steht geschrieben, dass ein Gebet neben einer Säule ausgesprochen werden muss. In Wirklichkeit wird nicht die Säule gemeint, neben der man beten muss. Es handelt sich darum, dass alle Parzufim von der Welt der Unendlichkeit bis zu unserer Welt in Form einer Säule geordnet sind, worin sich AChaP des Höheren Parzufes innerhalb Galgalta Ejnaim (GE) des unteren Parzufes befindet. So sind sie alle in einander vereint.

Es gibt keinen Parzuf, der anders geordnet wäre. Jeder Parzuf ist so angelegt, dass sein oberer Teil sich innerhalb des höheren Parzufs und sein unterer Teil sich innerhalb des unteren Parzufs befinden.

Das heißt, dass der obere Teil meines Parzufs sich zusammen mit dem unteren Teil des Höheren befindet, und mein unterer Teil befindet sich zusammen mit dem oberen Teil des unteren Parzufs. Deshalb bilde ich in meinem oberen Teil (GE) zehn Sefirot zusammen mit AChaP des Höheren, und im meinem unteren Teil (AChaP) befinde ich mich in den zehn Sefirot zusammen mit GE des unteren Parzufs.

Daraus folgt, dass ich in den zehn oberen Sefirot mit dem Höheren, und in zehn unteren Sefirot mit dem Unteren verbunden bin. Und wo bin ich selbst? Ich bin jener Teil, der mich in zwei Hälften aufteilt, und „Klipat Noga“ heißt, die meinen Parzuf in der Mitte teilt.

„Klipat Noga“ ist somit unsere freie Wahl. Wenn ich entscheide, dass ich mich jetzt mit dem Höheren in den zehn oberen Sefirot (1) verbinde, um den Unteren nach oben (2) zu erheben, und darin meine ganze Arbeit besteht, dann realisiere ich folglich meine freie Wahl in Klipat Noga, die sich in der Mitte befindet.

Die freie Wahl besteht darin, dass ich mich mit dem Schöpfer, mit der höheren Stufe verbinde, um den Unteren zu korrigieren. Unsere ganze Arbeit besteht darin.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 24.08.2011

Das ganze Volk am Runden Tisch

Wenn wir wollen, dass alle unsere Programme langfristig wirken, dann müssen sie nach folgendem Kriterium geprüft werden: Betrachtet das Programm unsere Gesellschaft als eine Familie?

Nur so können wir alle Probleme lösen und nur so können wir die Entscheidungen treffen. Sonst sind die Entscheidungen, die unter Einwirkung der Kraft und von Manipulationen getroffen werden, grundlos und kurzfristig.

Es klingt so, als ob das von der Politik und von all den Regierungsmitteln, wie Macht und Geld, weit entfernt wäre, aber dennoch haben wir keine andere Wahl, und das gesamte Volk soll die Entscheidungen treffen.
Ist die soziale Gerechtigkeit einfach ein schönes Wort? Was ist sie wirklich? Sie ist ein globales und integrales Vorgehen, ohne welches heute kein Staat und keine Gemeinschaft die positiven Veränderungen erreichen kann.

Wir alle müssen verstehen, dass es keine andere Problemlösung gibt und wir in unserer evolutionären Entwicklung zur globalen und gegenseitigen Abhängigkeit gekommen sind, die uns zwingt, dass jeder Einzelne an den Diskussionen und Entscheidungen teilnimmt. Sie sollen auf der Basis des gegenseitigen Nachgebens und der gegenseitigen Hilfe beruhen, denn der Staatskuchen, den wir untereinander verteilen, ist endlich. Jeder muss verstehen, dass kein einzelnes Volk 100% des Gewünschten bekommen kann und deshalb nachgeben muss.

Und wenn der Geist der gegenseitigen Bürgschaft und der Harmonie unter uns herrschen wird, dann werden wir begreifen, dass wir nur auf diesem Wege vorankommen können. Es wird das Gesellschaftsklima verbessern, und die Entscheidungen werden in der Atmosphäre des Mitgefühls und der Liebe getroffen. Eine solche Entscheidungsform wird die zwischenmenschlichen Beziehungen zwischen allen Gesellschaftskreisen verbessern.

Selbstverständlich steckt hier viel mehr als nur die Verbesserung der gegenseitigen Verhältnisse. Wenn sich alle an den „Runden Tisch“ setzen werden und jeder, der für sich alles verlangt, die anderen berücksichtigt und bereit sein wird, auf einen Teil seiner berechtigten Forderung zu verzichten, dann kommen wir zum Konsens unter dem Volk, und es wird sich dann vereinigen.

Damit gehen alle Parteien und alle Völkerschichten ins integrale Netz über, in dem das ganze Volk verbunden ist. Auf diese Weise können wir jene integrale Kraft enthüllen, die uns auf die nächste Stufe unseres Bewusstseins und unserer Existenz bringen kann.