Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Wahl'

Die materielle Welt als Garant der Unabhängigkeit

Frage: Wozu sind unsere Verlangen auf dem tierischen Niveau nötig, wenn wir sie nicht korrigieren? Welchen Nutzen hat man von ihnen?

Meine Antwort: Diese Wünsche ermöglichen unsere Existenz außerhalb der spirituellen Welt. Sie gewähren uns die Möglichkeit des unabhängigen Aufstiegs. Andernfalls hätten wir keine Freiheit in unseren Handlungen. Aber mit ihrer Hilfe können wir leben, ohne auf den spirituellen Gefallen angewiesen zu sein. Jedesmal entscheiden wir, ob wir uns mit der Gruppe verbinden möchten. Manchmal wollen wir alles hinter uns lassen, um einfach wegzugehen – und wir haben tatsächlich eine solche Möglichkeit.

Wenn ich in einem Körper lebe, dann habe ich zwei Möglichkeiten: ich kann nach Spiritualität streben oder eben nicht. Diese Unabhängigkeit ermöglicht mir, eigenständig und aus eigener Kraft die Eigenschaft des Gebens zu erreichen – meinem natürlichen, primären Wunsch zum Trotz. Der Schöpfer hat in mir diesen bösen Anfang geschaffen, damit ich durch seine Überwindung zum freien Menschen werden kann. Ich bestimme nur, ob ich diese freie Wahl realisieren will, oder eben nicht.

Andersfalls würde ich in der Spiritualität auf dem tierischen Niveau leben. Ich wäre dann ein „Engel“, der instinktiv alle mag.

Auszug aus der Lektion nach dem Artikel „Die Bürgschaft“, 23.11.2011

Das Geschäft mit Revolutionen. Ist Israel an der Reihe?

Mitteilung: Vor dem Hintergrund der globalen Krise versucht man die Welt neu aufzuteilen und profitable Positionen vor dem Eintritt in eine neue geopolitische Realität zu erringen. Auf dem Weltmarkt ist ein neues Produkt erschienen – eine Revolution in jedem einzelnen Land.

Organisation CANVAS, ein Elitelieferant von Revolutionen, arrangiert alles von der besten Seite. Ihre Revolution sieht recht überzeugend aus, und ihre vielseitige Technologie funktioniert überall. CANVAS ist Meister ihres Fachs und handelt völlig offiziell. Irgendwann einmal wurde sie durch die Regierung der Vereinigten Staaten finanziert, aber inzwischen kommt das Geld durch Sponsoren, die mit Amerika nur indirekt zu tun haben.

S. Popovich, einer der Führer der Organisation, gibt offen zu, dass seine „Firma“ fünf erfolgreiche Revolutionen durchgeführt hat, bereits vor dem Beginn des „arabischen Frühlings“. Zu den erforderlichen Attributen zählen laut Popovich die Solidarität der Gruppenmitglieder, das physische Gefühl einer unterstützenden Schulter, die gleiche Kleidung, vereinter Gesang, Schlagzeug, Taktvorgabe, Trillerpfeifen, Musik und gute Stimmung. Folglich fühlen die Menschen, dass sie nicht zur Revolution gekommen sind, sondern zur „Parade der Liebe.“

Dieses Produkt (die Revolution) kann ganze Regionen ins Chaos stürzen. Wenn sich später ihre Schwäche zeigen wird, dann wird man über sie die Macht ergreifen, und versuchen, wirtschaftliche, politische und auch militärische Hebel zu aktivieren.

Vor dem Hintergrund der globalen Krise versucht man die Welt neu aufzuteilen und die profitable Positionen vor dem Eintritt einer neue geopolitische Realität zu ergreifen.

Mein Kommentar: Nur das Verständnis für die Notwendigkeit der Verbindung (für die gegenseitige Bürgschaft) über alle Kontroversen hinweg wird zum positiven Ergebnis führen – ansonsten erwartet uns eine große Tragödie. Im Gegensatz zu allen anderen Ländern, hat Israel das Gegenmittel, die Verbindung! Im Falle unserer Verbindung entsteht ausgerechnet im Volk Israels eine höhere Kraft, so dass diesem Volk nichts mehr schaden kann. Ja, die Menschen haben keine andere Wahl. Entweder die Gefahr des Untergangs, oder die vollständige Befreiung, andere Alternative gibt es nicht.

Der Herr, welcher für den Dienst nicht zahlt

Die Wissenschaft der Kabbala ist kein Lehrbuch des Egoisten, kein Börsenführer der neuen Realität, keine Bedienungsanleitung für ein neues Betriebssystem, um dieses für eigene Interessen zu nutzen.

Wenn ich die Kabbala studiere, dann begreife ich, dass ich mich selbst verändern soll und dass ich keine andere Wahl habe. Wir sollen uns in die Übereinstimmung mit dem neuen System bringen, welches wir bewusst und ohne Vorabreden betreten sollen, alles Alte hinter uns lassend und den Rubikon überschreitend, hinter dem sich die neue Welt befindet.

Das ist der Grund warum die kabbalistische Methode von den Menschen enthüllt und entwickelt wurde, welche direkt zum Schöpfer (Jaschar Kel) streben und „Israel“ genannt werden. So hat sie sich ihnen enthüllt, so geben sie diese Weisheit an die Welt weiter, und jeder in der Welt soll es wissen.

Und dies bedeutet, dass uns eine einfache Bürgschaft, eine normale gegenseitige Verantwortung nicht helfen wird. Unsere Rufe nach Vereinigung stellen die ersten Meilensteine auf dem Weg zu einer echten Bürgschaft dar. Und je weiter wir voran kommen werden, umso klarer werden wir sehen, dass wir eine innere Korrektur in Übereinstimmung mit dem neuen System benötigen. Wir korrigieren nicht die Natur und nicht die Welt – wir korrigieren uns.

Die kabbalistische Methode widerspricht allem, was es früher gab. Bis vor kurzem hat die Natur uns von innen gesteuert: Wir haben immer unser wachsendes egoistisches Verlangen realisiert. Dieser Herr (die Natur) verfügte über die absolute Macht über uns, und wir haben seine Befehle ausgeführt. Er war so mächtig, dass er das ganze Sichtfeld einnahm, uns die Augen bedeckt hat, und wir haben ständig nach seinem Denken gelebt, ohne jegliche Unterscheidung zwischen ihm und uns zu machen.

Nun jedoch wird in uns eine neue Einstellung gegenüber der egoistischen Natur geboren. Wir stellen fest, dass diese uns durch ihre Macht zerstört, dass sie ein schlechter Herr ist. Denn im Dienst für ihn bleiben wir ohne jegliche Vergütung. Die Macht des Egoismus stellt sich als Übel heraus und führt zur inneren Leere. Und auf der anderen Seite, offenbart sich eine andere Macht, das Verlangen zu geben…

Vieles sollen wir noch für uns selbst klar stellen und anschließend der Welt übergeben. In unseren Worten, die an die Menschen gerichtet sind, verbirgt sich das Licht, das zur Quelle zurückführt. Und es ist unwichtig, wie viel sie verstehen, das Licht, im System unserer gegenseitigen Verbindung, wirkt bereits.

Auszug aus dem Unterricht nach der Zeitung „Die Nation“, 22.09.2011

Der lächerliche Stolz des Dummen

Wenn du einen schlechten Zustand offenbarst, dann musst du vor allem verstehen, warum du dich schlecht fühlst. Der Grund des ganzen Übels ist das Zerbrechen, das in meinem Verlangen zu Genießen geschah, wodurch dieses Verlangen eigennützig geworden ist.

Ich muss das alles klären. Und wenn ich in der Gruppe richtig arbeite, dann offenbare ich, dass es in der Realität keine andere feindselige Kraft gibt, außer meinem eigenen Ego, das mich in allem stört und nicht zulässt, das Leben zu genießen.

Es ist gerade das, was heute der Menschheit allmählich offenbart wird. Es gibt kein anderes Übel, außer der Selbstsucht, darin liegt der Grund aller Leiden in der Welt.

Ich offenbare das alles nur unter der Bedingung, dass ich an der Vereinigung arbeite und verstehe, dass ich mich nicht verbinden will. Folglich begreife ich, dass „der Schöpfer den bösen Anfang geschaffen hat“ und ich erlange die Erkenntnis wieder: „Ja, das alles hat der Schöpfer gemacht“.

Das heißt, ich soll alles mit Ihm in Verbindung bringen, und es ist manchmal nicht einfach. Ich muss verstehen, dass Er absichtlich, schlau und grausam das ganze Böse vorbereitet hat, damit ich offenbaren kann, dass ich von Ihm vollständig abhängig bin. Als ob Er mir sagen würde: „Komm zu Mir, bete Mich an, und wenn du mich richtig bittest, dann werde ich das Böse korrigieren. Anderenfalls wirst du es weiterhin portionsweise bekommen, bis dir keine andere Wahl mehr bleibt, als dich zu verbeugen“.

Und wir müssen verstehen, dass unser egoistischer Wunsch größer als unser Ego und als unser Stolz ist. Wenn es anders wäre, dann hätten wir uns zu Tode gestürzt, bevor wir uns verbeugen könnten.

Die Rettung besteht darin, dass unser egoistisches Verlangen über die unbelebten, pflanzlichen und tierischen Niveaus hinauswächst. Und dabei sinkt unter den Schlägen das Niveau seiner Qualität.

Ich erreiche in meinen Verlangen die Grenze und bekomme plötzlich einen Schlag. Danach sind meine Verlangen schon nicht mehr so intensiv, und ich werde ein wenig bescheidener. Später bekomme ich noch einen Schlag, und werde noch ein bisschen weiter niedergebeugt. Folglich werde ich schon klüger und beginne die Situation zu analysieren: wer schlägt mich die ganze Zeit, wer befindet sich über mir?

Ich reduziere meine Wünsche und empfinde mich als ein unglückliches, angeschlagenes Tier. Und das Verlangen zu genießen ist das Material der Schöpfung. Alles andere sind nur Ergänzungen zu diesem Material, die aufgrund der Ähnlichkeit mit den Eigenschaften des Schöpfers oder eben infolge der Abwesenheit dieser Ähnlichkeit offenbart werden.

Und deshalb wird unter den Schlägen unser Stolz verschwinden, und es bleibt ein tierisches Verlangen. Folglich erlange ich einen solchen Zustand, in welchem ich einverstanden bin, den Kopf zu verbeugen und zu bitten. Ich habe also den dummen Stolz nicht mehr, den ich früher empfunden hatte.

Jetzt ist die Frage, ob ich klug genug bin, um zu verstehen, dass ich tatsächlich ein Tier bin, und meine ganze stolze Einbildung ein Betrug ist, so dass ich mich jetzt verbeuge und den Schöpfer um Korrektur bitte.

Die Korrektur besteht darin, dass Er die Macht über mich erlangt. Und wenn ich eine solche Bitte formuliert habe, dann ist sie ein wahres Gebet.

Dafür wird viel Kraft und Unterstützung seitens der Freunde benötigt. Wenn du auch nur ein wenig bereit bist, vor ihnen niedergebeugt zu werden, dann werden sie dir ein Vielfaches dieser Kraft geben, um sich vor dem Schöpfer verbeugen zu können. Dadurch beschleunigst du die Zeit, vermeidest die Schläge und erlangst den Verstand, mit dessen Hilfe du schneller vorankommen kannst.

Rabasch schreibt Folgendes: wenn du dich vor der Gruppe annullierst, aus dir also eine Null (0), und aus der Gruppe eine Eins (1) machst, und ihre Verlangen vor deine stellst, dann wirst du dich in eine Zehn „10“ verwandeln. Wenn du aus dir zwei Nullen machst, dann wirst du dich in ein Hundert „100“ verwandeln, das heißt du wirst in 100 Mal mehr Kräfte bekommen.

Du bekommst also in dem Maß Kräfte von der Umgebung, in dem du dich vor ihr annullierst. Je kleiner du dich machst, desto mehr Kräfte bekommst du von der Umgebung in Bezug auf den Schöpfer, es handelt sich eben um eine umgekehrte Abhängigkeit.

Dadurch sparst du viel Zeit, viele Stufen, Leiden, die auch alle lebenswichtigen Kreisläufe mit Kriegen und den schwersten Problemen betreffen können. Darin besteht unsere ganze Arbeit eben.

Auszug aus dem Unterricht nach „der Lehre der Zehn Sfirot“ „, 07.11.2011

Zusammenfassung der Prinzipien und Ratschläge aus der Morgenlektion 25/10/1

Allgemein

*Seit der Zeit des ARIs und länger existiert die Korrektur der Welt, und wir müssen jetzt verstehen, dass alle Ereignisse und Vorfälle, die in der Welt geschehen, sich nun aufgrund der mangelnden Korrektur unserseits offenbaren, aus der fehlenden richtigen Wahl, aus mangelnder Einsetzung der für uns getroffenen Vorbereitungen. Und all diese Vorbereitungen werden als die „Vorväter“ bezeichnet.

*Die Verbindung zwischen Menschen, als solche unbekannt in der Tierwelt, ermöglicht uns, die Last in unserem Leben mit anderen zu teilen – das Zuhause, im Gesundheitswesen, in der Erziehung – mit Millionen von Menschen auf der ganzen Welt, um uns in kürzester Zeit, all das zu Verfügung zu stellen, was wir benötigen, und in der restlichen Zeit, die uns verbleibt, können wir uns mit dem, was im Inneren geschieht, beschäftigen, mit der spirituellen Nahrung.

*Die Hauptarbeit liegt an uns; dass wir uns in Bürgschaft und Verbindung miteinander organisieren müssen, und gerade dann wirken wir mit unserem Inneren auf das Verbindungsnetz, in dem wir uns alle befinden. Wenn zwischen uns die Macht der Bürgschaft herrscht, so ist das eine qualitative, hohe, sich in alle Systeme einkleidende Kraft, mit der alle Menschen anfangen werden, wahrzunehmen, dass die Welt wahrhaftig miteinander verbunden ist, und dass sie ins Gleichgewicht gelangen muss.

Frieden auf der Welt

*In unserer jetzigen Situation sind wir bereit, uns mit einem Minimum an Leid zufrieden zu geben. So ist unser Leben aufgebaut. Aber sobald sich das integrale System offenbart, offenbart sich zusätzlich zum individuellen Leid, auch das Leid der Allgemeinheit, welches die Menschen schrittweise aus dem Gleichgewicht wirft – sowohl innerlich als auch äußerlich.

*Wir führen, in unserem Leben unzählige Handlungen durch, um Anerkennung von der Gesellschaft zu erhalten; ich messe mich ständig anhand der Umgebung, der ich wie ein Sklave verpflichtet bin. Jeden Moment denke ich darüber nach, wie und wem ich gebe; wir befinden uns bereits im System des gegenseitigen Einflusses aufeinander, wenn wir nur wüßten, wie wir das zum Wohle des Allgemeinen Systems nützen könnten, anstatt nur unser Verlangen zu füllen, aufgrund der für uns profitablen Motiven, um das egoistische Verlangen der Gesellschaft zu füllen – so würden wir die Gesellschaft zum Ausgleich und zu einem sicheren und ruhigen Leben miteinander bringen.

*Wir befinden uns und agieren in der schlimmsten Etappe der Menschheitsgeschichte, alle sind wie hypnotisiert, so als hätte man in uns Eigenschaften implantiert, die sich ständig erneuern. In jedem Augenblick erscheint dir, dass du für Dich, deine Familie und deine Kinder arbeitest – aber dem ist nicht so, es scheint dir nur so. Das gesamte zwischen uns herrschende System existiert nur, um die egoistischen Bedürfnisse der anderen zu erfüllen.

*Wenn der Mensch ausrechnen würde, wieviel er der ganzen Welt ohne Gegenleistung gibt, und das dem gegenüberstellt, was er von der Welt, in seinem ganzen Leben erhält, so würde er vorziehen, niemals geboren worden zu sein. Deshalb liegt die gesamte Veränderung des Bewusstseins des Menschen in der genauen Berechnung, welche klar und transparent sein soll, was man vom Empfangen und Geben hat – materiell und noch mehr spirituell berechnet.

Die Wahrheit ist vor dem menschlichen Auge verborgen, und deshalb müssen wir ein Bildungs- und Aufklärungsprogramm aktivieren, und erst dann wird die Welt in ihrer verzweifelten Lage einsehen, dass sie vor einem neuen Wendepunkt steht.

*Resultierend aus den unterschiedlichen egoistischen Systemen, in denen wir bis heute lebten und den Systemen, die sich von heute an schrittweise offenbaren und in denen wir miteinander verbunden sind, offenbaren sich alle Probleme, die im egoistischen System existieren, und führen die ganze Welt zu Protesten und Bürgerkriegen. Die Menschen beginnen zu enthüllen, wie sehr die allgemeinen jetzigen Systeme ihnen die Menschlichkeit rauben, und das kann zu gewaltsamen Ausschreitungen, Bürgerkriegen, bis hin zu einem Weltkrieg führen. Das ist der Weg des Leidens in der menschlichen Entwicklung, die man nur anhand der Bildung des Menschen unter den herrschen Gesetzmäßigkeiten, in der neuen Welt, abwenden kann, und damit auf gute Weise zur kommenden Entwicklungsstufe gelangt.

*In der Verbindung zwischen Menschen, in Beziehung des einen zum anderen befinden sich freie Sphären, welche als die „spirituelle Existenz“ definiert werden. Sobald jeder einzelne aus sich herausgeht – nicht frontal anderen gegenüber sondern mit Rücksicht auf den anderen, dann wird er dort seine spirituellen Existenz enthüllen.

Vorbereitung auf den Unterricht

*Alle kabbalistischen Bücher sind der „Verdienst der Vorväter“, welche wir verwenden können, und ohne sie wären wir unglückliche Wesen auf der Erde – leidend und unfähig, dem zu entfliehen. Jeden Rettungsanker, den uns die Vorväter zuwerfen, ist ein Rettungsring, um unser Leben vor dem irdischen Dasein zu retten. Deshalb müssen wir uns während des Sohar Studiums an diesem Rettungsanker festhalten und uns bemühen, dass er auf uns Einfluss hat, und wir es dann schaffen werden, uns zu verbinden, und unser spirituelles ewiges Leben enthüllen.

*Das Erheben des Gebets gelangt nicht nach oben, da sich alle Parzufim im Zustand von „Katnut“, der Vorbereitung befinden; und je nach unserer Bitte fangen sie an, aktiv zu werden. Von dem Ort des Erhebens des MaNs bis zum Ort Ejn Sof, befindet sich alles in minimalster Existenz, und erwacht anhand des MaNs, welches die Geschöpfe erheben.

*Anhand der Bitte von unten, treten alle Parzufim in Aktion, und das führt zur Korrektur der Schöpfung. Von hier können wir beobachten, dass alle Wünsche, die in jedem Menschen erwachen, Einfluss auf das ganze System haben.

*Unser MaN, auch wenn es nicht wahrhaftig ist, wird oben immer als wahrhaftiges MaN empfangen.

Die Schwäche der Starken

Frage: Gestern wurden die Ergebnisse einer Untersuchung veröffentlicht, wonach ein Kern aus 147 führenden Weltkonzernen ermittelt wurde. Sie sind eng miteinander verbunden, unterstützen sich gegenseitig und sind für viele zu einem Sinnbild der Globalisierung in ihrem negativen Sinne geworden – als diejenigen, die die Weltherrschaft an sich reißen. Soll sich hier etwas infolge unserer Vereinigung ändern?

Meine Antwort: Ich glaube nicht, dass die Führungskräfte dieser Konzerne so klug waren, um einen solchen Plan zustande zu bringen. Die Natur war es, die an den Fäden gezogen hat, sie hat sie zur aktuellen Situation geführt. Der Mensch trifft hier keine Wahl, er wird einfach von seinem egoistischen Verlangen gesteuert, welches sich zu globalen Ausmaßen entwickelt hat.

In Wirklichkeit beschränkt sich die Sache nicht auf 147 Konzerne. Wenn wir eine wirklich tiefe und genaue Untersuchung anstellen, werden wir höchstwahrscheinlich nichts außerhalb dieses Netzes finden können. Aber sein an der Oberfläche schwimmender, alles verbindender Teil lässt sich auch auf diese Weise vorstellen.

Andererseits verbirgt sich darin ein wesentliches Problem, das die großen Spieler heutzutage auch vorfinden. Die Größe, die gegenseitige Verbindung mit den anderen gibt ihnen die Kraft, zugleich aber auch eine große Schwäche. Denn sie sind „gebunden“ und können nichts unternehmen. Keiner von ihnen hat die Kraft, sich auch nur um einen Millimeter zu bewegen. Die Fäden zwischen ihnen sind zu Fesseln geworden, aus denen es keinen Ausweg gibt.

Und so kommt es, dass das globale Netz, anstatt Macht zu bringen, selbst die Macht zu hundert Prozent ausübt. Für die Welt ist es bereits unmöglich, diese Verbindung zu zerreißen und als Folge sie zu ändern, um ihre Lage etwas zu verbessern. Keine Gipfeltreffen werden die Situation mit Hilfe von Mitteln korrigieren können, die ihnen zur Verfügung stehen. Denn diese Mittel zeigen keine Wirkung mehr, was wir mit eigenen Augen in den letzten Jahren beobachten konnten.

Die Welteliten sind machtlos. In der jetzigen Situation zwingt sie das globale Netz eher zur Untätigkeit, weil die üblichen Methoden, sowohl die wirtschaftlichen als auch die gewaltsamen, keinen Nutzen mehr bringen. Lasse das Geld in die Banken fließen, tausche die Diktatoren aus – nichts wird dir dabei helfen. Die Welt wird von diesem Netz gesteuert, und ihre Bewegung lässt sich nicht aufhalten.

Das Einzige, was wir tun können, ist, uns um die Erziehung der Menschen, um ihre inneren Fortschritte zu kümmern. Die Qualität des „Materials“, das durch die Fäden dieses Netzes verbunden ist, muss verändert werden. Das Netz selbst lässt sich nicht ändern, aber die Qualität seiner Teile lässt sich steigern – und dann verbessert sich ihre Verbindung. Nur so lässt sich das ganze System zu der Stufe des Zusammenwirkens und der Prosperität erheben.

Es wird etwas Neues sein, etwas vollkommen anders, als es die Machthabenden geplant haben. Aber das wird uns das Leben sichern, denn ansonsten wird das Netz diejenigen vernichten, die sich in ihm befinden. Die Welt soll verstehen, dass es nur eine Möglichkeit, eine Herangehensweise an die Probleme der Gegenwart gibt, und zwar, für die Weltanschauung der Menschen zu sorgen, ihr Bewusstsein und ihre Moral zu heben. Dann wird ihre Verbindung, das sie umhüllende Netz vom Negativen, vom Egoismus und Protektionismus zu der Einigung, dem Zusammenhalt und der gegenseitigen Bürgschaft aufsteigen.

Alle sonstigen Vorhaben werden nicht helfen. Mehr noch, an die neue Erziehung müssen die Menschen mit dem Punkt im Herzen herangezogen werden, die das Licht, das zur Quelle zurückführt, anziehen, – anderenfalls wird nichts daraus werden. Unter heutigen Bedingungen wird nur eine genaue und engdefinierte Ausrichtung der Handlungen wirken.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Frieden in der Welt“, 24.10.2011

Aus dem Punkt hinauf zum Schöpfer

Wir existieren in „Malchut„, die in der Welt der Unendlichkeit geschaffen ist. Darin wird das System der Beziehungen zwischen allen ihren Verlangen (Teilen) aufgebaut. Somit gibt es sehr viele Wünsche, die sich untereinander anhand der Eigenschaft des Gebens verbinden. Infolge der Vereinigung aller Verlangen in ein spirituelles Gefäß wird die Vollkommenheit erlangt.

Wie verbindet die Eigenschaft des Gebens diese Wünsche miteinander? Wie funktioniert die Vereinigung? Wie erfolgen Handlungen und Wechselwirkungen in diesem System? Das alles studieren wir in der Wissenschaft der Kabbala.

Wenn die Erschaffung dieses Systems in seiner ganzen Vielfältigkeit vollendet wird, und es stellt einen einheitlichen Organismus dar, dann wird innerhalb dieses Systems ein Punkt erschaffen. Dieser Punkt ist der Anfang der zukünftigen Schöpfung.

Diese Schöpfung ist nun die Welt, die um uns existiert. Diese Schöpfung ist wie das Stromnetz ohne Strom, und darin gibt es nichts, was dem Menschen gleichen würde. Denn nur der Mensch hat die Freiheit der Wahl, und nur der Mensch kann etwas nach seinem Willen in diesem System verändern. Alle Elemente dieser Welt, unbelebte, pflanzliche und tierische Stufen, existieren ohne freien Willen.

Und dann entsteht der besondere Organismus, der Mensch, der sich selbständig entwickeln kann. Der unter der Einwirkung des Lichtes entstandene Punkt entwickelt sich automatisch bis er den Zustand erreicht, in dem er mit den fünf Welten umgeben wird.

Dann entsteht innerhalb dieses Kreises aus fünf Welten ein besonderes Geschöpf, das „Adam“ heißt. Es handelt sich dabei um ein besonderes System. Wir sollen uns in dieses System integrieren und uns mit seinem inneren Punkt identifizieren. Im Endeffekt soll dieser Punkt beginnen, sich mit jeder einzelnen Welt zu vereinigen, innerhalb welcher er sich befindet. Er befindet sich also innerhalb der konzentrieren Kreise, die verhüllt sind.

Diese konzentrierten Kreise stellen die spirituellen Welten dar. Der erste und der kleinste Kreis, den wir enthüllen, ist die Welt „Assija„. Dann folgen die Welten „Jezira„, „Brija„, „Azilut“ und „Adam Kadmon„. Nachdem die Enthüllung vollendet wird und alles in einem System vereint wird, wird das ganze neue System „die Welt der Unendlichkeit“ genannt.

Dieser Punkt ist der Anfang für jeden Einzelnen von uns. Hier, in diesem Punkt, existiert die ganze Menschheit. Im Endeffekt sollen wir alle dieses Schema (aus kreisförmigen Welten) enthüllen, es absorbieren und in Betrieb nehmen. Auf diese Weise erreichen wir die Stufe der Schöpfung und werden dem Schöpfer gleich.

Der Schöpfer hat die ganze Schöpfung infolge der Verringerung geschaffen, und wir sollen genau das Gegenteil machen: dieses Schema in uns offenbaren und mit ihm identisch werden, das heißt, dieses System anstelle des Schöpfers lenken. Darin besteht eben unsere Zukunft und unsere Vorbestimmung.

Auszug aus dem virtuellen Unterricht, 02.10.2011

Es ist unannehmbar, aber wahr

Frage: Wie können wir den Menschen die Gesetze des gemeinsamen Systems erklären, in welchem wir uns befinden?

Meine Antwort: In seinem Verstand und seiner Empfindung muss jeder erkennen, dass die ganze Welt seine Familie ist.

Stimmt, am Anfang erscheint es unglaublich oder im Gegenteil abgedroschen. Lasst uns aber den Tatsachen ins Auge sehen: haben wir eine andere Wahl? Heute entsteht weltweit eine Situation, die von uns einfach eine „familiäre Herangehensweise“ verlangt.

Wie können wir uns nun in diese Richtung bewegen? Denn anderenfalls werden wir keine einzige richtige Entscheidung treffen können. Betrachten wir beispielweise Europa, das verzweifelt und ergebnislos versucht, die Schuldenprobleme loszuwerden. Und es geht hier nicht um den Mangel an Geld. Sie sind bereit, alles Nötige auszulegen, sehen aber nicht, dass es helfen wird. Das gleiche geschieht auch in den USA. In den nächsten Monaten wird es immer mehr zum Vorschein kommen: wir müssen Berechnungen anstellen, die einem integralen analogen System entsprechen, das unseren jetzigen Vorstellungen und Empfindungen ganz und gar nicht folgt.

Zum Wohl der gesamten Welt handeln, den Sturm durch einen schrittweisen allgemeinen Aufstieg ins Gleichgewicht bringen… Ich bin nicht dazu in der Lage, mich in diese Herangehensweise hineinzufühlen, sie zu berechnen – weil ich selbst nicht so bin. Infolgedessen treffen die Mächtigen im globalen, gegenseitig verbundenen System die gleichen engstirnigen egoistischen Entscheidungen. Sie können einfach nicht die Tatsache in Betracht ziehen, dass es „meinen Nutzen“ nicht mehr gibt, es gibt aber „unseren Nutzen“. Das widerspricht viel zu sehr der menschlichen Natur.

Wir selbst spüren es. Denke ich etwa an die Gruppe? Nein, als erstes denke ich an mich selbst. Kümmere ich mich um die Freunde, um ihre Verbindung? Nein, ich danke daran, wie ich selbst in die Spiritualität gelangen kann. Sobald ich dorthin gelangt bin und mich geändert habe, kümmere ich mich um sie.

Wir schwingen Reden über die Einheit, bringen Trinksprüche auf die Bürgschaft aus, doch im Inneren macht sich jeder Sorgen um „sich selbst“ und nicht um „uns“.

Und doch gehen wir den Weg der freien Wahl, uns wird es „sanft“ offenbart – die Massen stellen es aber in einer sehr harten Form fest. Wenn wir keine richtige Erklärung für sie bereitstellen, werden sie uns zur Verantwortung ziehen, und dann werden wir die bis jetzt als abstrakt erscheinende weltweite Krise am eigenen Leibe zu spüren bekommen…

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „Frieden in der Welt“, 16.10.2011

Die potentielle Barriere überwinden

Die höhere Lenkung organisiert immer unseren laufenden Zustand und beleuchtet ein wenig unseren Zustand auf der nächsten Stufe. Und wenn wir unseren laufenden Zustand überwinden, dann können wir um den folgenden, schwach leuchtenden Zustand bitten.

Unser folgende Zustand scheint uns unerwünscht zu sein, anderenfalls würden wir ihn egoistisch anstreben, ohne über die Freiheit der Wahl und über die Unabhängigkeit zu verfügen. Genau aus diesem Grund ist der folgende Zustand von unserer Selbstsucht so verhasst. Deshalb bin ich ständig auf die Unterstützung seitens der Umgebung, der Büchern, des Lehrers angewiesen, und soll sie bitten, mich in jenen Zustand zu begleiten, der mir heute als unerwünscht, schlecht und verhasst vorkommt.

Das heißt ich mobilisieren meine Kräfte, steigere die Empfindung der Wichtigkeit für die höhere Stufe. Und wenn ich über ein starkes Streben verfüge, um die potentielle Barriere zu überwinden, die mich vom folgenden Zustand abtrennt, dann ziehe ich das Licht heran, das zur Quelle zurückführt, und mich verändert. Dann werde ich auf der nächsten Stufe geboren, und werde zu ihrem „Sohn“.

Natürlich „gibt es niemanden außer Ihm“ – aber dieser Eine erschafft sowohl unseren heutigen Zustand, als auch unseren folgenden Zustand, der Ihm entgegengesetzt ist, sowie alle Möglichkeiten für das Begreifen meiner Empfindungen. Und ich soll sie als die speziell für mich durchdachten, notwendigen Mittel betrachten.

Es gibt nichts Überflüssiges in mir und in der ganzen Umwelt, in allen inneren und äußerlichen Bedingungen, alles ist ideal organisiert, um mir zu helfen, die Kraft des Wunsches zu mobilisieren und den folgenden Zustand zu erlangen. Und wenn ich zum Aufstieg nicht bereit bin, dann bin ich nicht aufmerksam genug und beachte nicht das, was mit mir geschieht.

Deshalb müssen wir den Schöpfer in voraus rechtfertigen, ungeachtet des ungeeigneten, unangenehmen, schlechten Zustandes, in dem wir uns befinden. Denn es ist das gute Zeichen und eine riesige Hilfe, die anhand dieses schweren Zustandes mich aufs Ziel ausrichtet, mich vorankommen lässt.

Der heutige, unangenehme Zustand hilft mir also. Aber nach dem Aufstieg auf die höhere Stufe empfindet der Mensch seinen neuen Zustand als angenehm. Und trotzdem, soll er weiterhin hinaufsteigen wollen. Das heißt er muss zusätzlich arbeiten, um die Mängel am laufenden Zustand zu erkennen. Und es ist gar nicht einfach.

Wir befinden uns heute in einem schweren Zustand. Und der zukünftige Zustand wird auch ziemlich dunkel sein. Wir sollen unseren folgenden Zustand, als einen für das Vorankommen erwünschten Zustand betrachten um damit mit Hilfe der Umgebung und der Büchern zurecht zu kommen.

Uns sind alle Bedingungen und alle Möglichkeiten gegeben, um auf die nächste Stufe aufzusteigen. Daran soll der Mensch von vornherein glauben, denn wir befinden uns jeden Augenblick des Lebens in den besten Zuständen. Ich habe sowohl im laufenden Zustand, als auch im folgenden all die Mitteln, um aus mir denjenigen zu machen, der ich auf der folgenden Stufe sein soll. Es fehlt uns immer nur das Eine, die Aufmerksamkeit!

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabasch, 16.10.2011

Batterie für meine Puppe

Frage: Warum werde ich plötzlich wollen, in ein neues System einzugehen?

Meine Antwort: Du hast keine Wahl. Wir sind nämlich die Sklaven unserer Natur.

Entweder bekomme ich den Wunsch, in das System einzugehen, welches mich subtil beeinflussen wird und in mir die Fragen: „Wofür lebe ich? Worin besteht der Sinn meines Lebens?“ aufkommen lässt. Oder ich frage: „Wofür brauche ich ein solches Leben mit so vielen Leiden?“ Oder vielleicht sterbe ich infolge des Neids, dass beim Nachbarn das Gras grüner ist.

Egal um welche Leiden es sich handelt, sie bringen den Menschen vorwärts. So sind wir erschaffen worden. Wenn in uns keine Wünsche erwachen würden, welche die Erfüllung fordern, dann würden wir uns nicht weiter entwickeln können. Die Freiheit der Wahl besteht aber nicht in der Auswahl der Wünsche, sondern darin, wie wir sie anwenden. Wenn wir uns unter dem Einfluss zwei Kräfte befinden, der Kraft zu empfangen und der Kraft zu geben, dann können wir sie auf unterschiedliche Weise benutzen. Aber das Verlangen an sich, kann ich nicht wählen.

Ohne Verlangen wären wir nur leblose Roboter und würden uns nicht von der Stelle rühren. Ohne Wunsch wäre ich also wie eine tote Puppe ohne einer Batterie.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel aus dem Buch „Shamati“, 04.10.2011