Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Verbindung'

Mach dir den Weg kurz und einfach

Wir wollen uns immer schneller entwickeln und wenn das möglich wäre, würden wir es vorziehen, den gesamten Weg in einem Satz zu überwinden. Doch wenn ein Mensch versteht, dass das, was ihm enthüllt wird, Perfektion ist, konzentriert er sich auf seinen Zustand und erkennt, dass er genau in diesem Zustand die Perfektion enthüllen muss, selbst wenn das der denkbar schlechteste Zustand ist. Es ist möglich, dass er genau in diesem Zustand eine Verbindung zum Schöpfer enthüllen wird.

Deshalb haben wir keinen Grund, zu anderen Zuständen nach vorne zu rasen. Das ist normalerweise ein Problem bei Anfängern. Sie denken, dass sie weit im Voraus große Veränderungen erreichen müssen. Doch das ist nicht der Fall. Wir existieren immer im Zustand der Unendlichkeit und wie wir die Verbindung zwischen uns und dem Schöpfer enthüllen, liegt an unserer gegenwärtigen Einstellung zur Realität.

Daher kann die Reise eines Menschen, abhängig davon, auf was er sich konzentriert, entweder lang oder kurz sein. Du kannst in deinem gegenwärtigen Zustand Perfektion enthüllen und dann wirst du erkennen, dass du dich schon darin befindest. Alles was du tun musst ist, die Verhüllung zu beseitigen und den Schöpfer zu enthüllen, der überall ist. Dann seid ihr – du und der Schöpfer – in Einheit.

Das ist sehr wichtig, da wir immer denken, dass die spirituellen Welten und Stufen weit weg sind und wir nicht wissen, wonach wir genau streben. Doch so ist das nicht. Man schreitet in die richtige Richtung voran, wenn man die Anheftung und Enthüllung in diesem gegenwärtigen Zustand genießt.

Letztendlich enthüllt ein Mensch durch die Verbindung mit anderen Seelen den Schöpfer in seinem Leben. Er tut dies, indem er Verbindung zu einem Buch vor ihm aufnimmt, einem Fernsehprogramm oder durch das Internet. Alles haben wir genau vor uns. Wir müssen nicht irgendwohin rennen – weder im materiellen noch spirituellen Raum. Der gesamte Raum befindet sich in der Tiefe deines gegenwärtigen Zustandes.

Wenn wir das nicht vergessen, wird unser Weg kurz und einfach.

(Aus dem 3. Teil des täglichen Kabbala Unterrichts)

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Wie setzt man ein zerbrochenes Gefäß wieder zusammen?


Was sind die Verlangen oder Seelen die zerbrachen An einem bestimmten Punkt waren wir alle durch einen Schirm miteinander verbunden. Aber dann kam das Licht und dadurch begannen wir zu verstehen, dass wir alle verschieden sind. Wir alle geben, doch jeder von uns tut es auf seine Weise, obwohl wir alle zum gleichen Ort streben, zum Schöpfer.

Es ist wie eine Menge Familienangehöriger, die alle versuchen, ein Baby zu ernähren. Die Mutter gibt ihm den Brei, die Oma will die Milch geben, während der Opa meint, dass nur Brot gesund für das Baby sei. Jeder will dem gleichen Baby etwas geben, aber in diesem Prozess sind alle dabei, miteinander zu streiten.

Deshalb zerbrach dieses eine Verlangen: Weil die Verbindung zwischen ihnen abriß. Und durch diesen Verlust der Verbindung untereinander verlieren sie auch die Chance, dem Schöpfer zu geben!

Wir müssen verstehen, was genau zerstört wurde, nur dann werden wir verstehen, was korrigiert werden muss. Dann werden wir verstehen, dass der einzige Weg, ein menschliches Wesen(die mittlere Linie) zu erschaffen der ist, alle Seelenteile wieder miteinander zu verbinden, welche die Verbindung untereinander verloren hatten.
Doch dann wird auch klar, dass der einzige Weg um diese Stücke wieder zu vereinen um das Baby herum ist, das sie miteinander verband.

Stellt euch vor, dass die ganze Familie sich gegenseitig zu hassen beginnt: Mutter, Vater, Oma, und Opa, alle wollen für das Baby nur Gutes nach ihren eigenen Kriterien, während sie den Standpunkt des Anderen ablehnen. Also was bringt uns wieder zusammen? Nur die Liebe zu dem Baby. Jeder von uns wird dann bereit sein, über seinen eigenen Egoismus zu steigen und den Kopf um des Babys willen zu beugen.

Deshalb ist die Einheit zwischen uns nur möglich, wenn wir das Geben an den Schöpfer wollen. Dann werden wir alle zusammen mit Ihm vereinigt, zu einem Ganzen.
(Aus dem 2.Teil des täglichen Unterrichts über das „Vorwort zum Sulam Kommentar“)

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Wie man sich die spirituelle Welt vorstellt


Eine Frage, die ich erhielt: Was sind die Zeichen dafür, dass mein Punkt im Herzen sich entwickelt?

Meine Antwort: Wenn der Punkt in deinem Herzen sich entwickelt, dann erlangst du mit jedem Tag ein größeres Verständnis für die Tatsache, dass dein Verbindung mit anderen das Gefäß für die Enthüllung des Lichts ist. Und du befindest dich immer in diesem Gefäß.

Wenn jemand das Wort „Spiritualität“ sagt, stellst du dir sofort ein Bild deiner Verbindung mit den anderen Seelen vor, in welcher der Schöpfer enthüllt wird. Dieses Bild vom Schöpfer – ein vollständig gebendes Kli – ist immer vor unseren Augen. Schließlich wird Malchut ein Ebenbild des Schöpfers genannt.

(Aus dem 3. Teil des täglichen Kabbala Unterrichts)

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Liebe, Familie und der Zweck der Schöpfung

Eine Frage, die ich erhielt: In alten Zeiten konnte ein Mann eine Frau kaufen und Ehen wurden von Eltern angeordnet. Aber Liebe kann nur in Verbindung mit einer speziellen Person geschehen.

In der heutigen Welt werden Ehen nicht immer aus Liebe eingegangen. Manchmal geschieht es, weil die Frau schwanger wird, um den Mann zu zwingen, sie zu heiraten. In anderen Fällen bedarf es einer Ehe, um im Stande zu sein, von einem Ort an einen anderen zu ziehen. Es gibt andere Beispiele. Somit hat man eine Familie gegründet, die man jetzt schützen muss. Und was ist, wenn Gefühle zu einer anderen Person entstehen, wenn man bereits eine „Zelle in der Gesellschaft“ ist? Was ist dann eine Familie und was ist Liebe?

Meine Antwort: Durch die Geschichte hindurch hat die Menschheit die Familie als eine Zelle innerhalb einer Gesellschaft behandelt, die geschaffen und entwickelt werden muss. In jeder Nation oder Kultur war Liebe nie die Motivation zur Gründung einer Familie. Der Zweck hinter der Familie war, im Stande zu sein, im Rahmen dieser Welt zu bestehen.

Heute stehen wir davor, einen anderen Zweck zu erkennen: Die Bestimmung der Familie zugunsten des Erreichens der Höheren Welt. Aber während wir noch an der Schwelle sind, müssen wir uns von den alten Beziehungen innerhalb der Familie befreien, um den Zweck der neuen, höheren Absicht zu begreifen. An diesem Übergangspunkt analysieren wir noch unsere Natur und studieren uns selbst. Wir tun das, um zur Erkenntnis zu kommen, dass unsere Natur schlecht ist und wir uns über sie erheben müssen.

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Verwandtes Material:
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Wie man aus der Verhüllung zur Enthüllung kommt

Wir befinden uns bereits jetzt in der Welt der Unendlichkeit. Wir handeln in dieser Welt, doch während der Zeit der Verhüllung werden uns die Resultate unserer Handlungen nicht offenbart. Jedoch befinden wir uns in der gleichen Verbindung zwischen den Seelen und dem gleichen gemeinsamen Kli der Unendlichkeit.

Die Verhüllung bezieht sich nur auf uns. Während wir in dieser Welt sind, sind wir gleichzeitig in der Welt der Unendlichkeit, doch spüren wir sie nur durch fünf Welten oder Schichten der Verhüllung. Die Welt der Unendlichkeit, die wir in uns spüren, wird dann unsere Welt genannt.

In der Vorbereitungszeit zur Enthüllung arbeiten wir der Verhüllung entgegen, die unsere Welt genannt wird. Wir möchten eine Verbindung, Korrektur und Enthüllung erreichen, sind jedoch nicht dazu in der Lage. Wenn unsere Bemühungen jedoch ihren Höhepunkt erreichen, dann werden sie zu einer Bitte.

Ein Mensch fordert das Licht von oben, dass es kommen und ihn korrigieren möge, welches dann einen Zustand enthüllt, in welchem er sich vorher befand. Es ist, als ob jemand eine Glühbirne angemacht oder eine kleine Kerze in einem riesengroßen Raum angezündet hätte, und man sieht bereits den gleichen Zustand, die gleiche Welt der Unendlichkeit. Dies ist die Welt von Assija.

Somit handeln wir in der gleichen Welt, mit der gleichen Kraft und den gleichen Verlangen, doch im Ausmaß, in dem du fähig bist, mit ihnen zu arbeiten, wird dir enthüllt werden. Man erhebt selbständig all seine Verlangen und setzt die Arbeit fort. Nichts, was vorher existierte, wird verschwinden. Man fügt lediglich jedesmal eine erobernde Kraft hinzu und kommt so voran.

Die Enthüllung ist ein Zustand, in welchem die vorherige Verhüllung nicht mehr im Wege steht. Du kannst in der gleichen Verhüllung arbeiten, was Enthüllung genannt wird. Du erhältst solche Kraft, dass du dich in der gleichen Verhüllung zurecht finden kannst, obwohl sie besteht. Dass du mit dieser Schwere arbeiten kannst, bedeutet, dass du dich darüber erhoben hast. Dann enthüllst du eine noch größere Schwere, mit der du ebenfalls eine Verbindung erreichen kannst.

Je höher die Stufen sind, die du erklimmst, desto größer wird die Verhüllung. Mit dem einzigen Unterschied, dass du nach dem ersten Schritt, der Machsom genannt wird, bereits weißt, wie du dich über die Verhüllung erheben musst und mit ihr arbeiten und sie annehmen sollst. Immerhin ist es verboten, die Verhüllung zurückzuweisen, sonst wird es einen Kurzschluss zwischen dem Licht und dem Verlangen geben.

Wir können über die Schöpfung aufsteigen

Alles, was der Schöpfer erschaffen hat, die gesamte Materie, ist ein Verlangen. Indem ich wie der Schöpfer handle, untersuche ich mich im Wesentlichen selbst. Es scheint uns, als ob es viele Dinge in der Welt gibt. Die Welt ist jedoch tatsächlich die innere Wahrnehmung eines Menschen: sein innerer Zustand.

Der Stoff, aus dem ich gemacht bin, das Verlangen Genuss zu empfangen, ist in meinem Innern in einer Weise aufgebaut, die ich „meine Welt“ nenne. Innerhalb dieser Materie erkenne ich alles auf den unbelebten, pflanzlichen und belebten Stufen der Natur. Mein gesamtes Verlangen ist die Wirklichkeit, in der ich existiere. Mir bleibt nur, es vollständig zu enthüllen und zu erkennen, wie es strukturiert ist, aus welchen Teilen es besteht, welche Form seine Teile haben und was die verschiedenen Verbindungen zwischen den Formen und Teilen sind.

Auf diese Weise lehrt der Schöpfer mich, Seine Handlungen herauszufinden und ich zunehmend studiere Ihn in mir selbst. Am Ende ist Er es, der handelt und alles lenkt, während ich derjenige bin, der zu Seinem Geschöpf wird, indem ich alles enthülle. Wie vollende ich eine Handlung? Ich tue das, indem ich innerhalb dieser Handlung den Schöpfer enthülle.

Der Schöpfer und ich wirken beide an der gleichen Sache – meinem Verlangen. Mit Hilfe des Punktes in meinem Herzen kann ich aus meiner Materie austreten und es von außerhalb studieren. Ich kann mich darauf beziehen, wie es der Schöpfer tut. In diesem Fall befinden Er und ich uns oberhalb der Materie, der Schöpfung und ich kann den Verstand des Schöpfers erwerben und zum Schöpfungsgedanken gelangen.

(Aus dem 3. Teil des täglichen Kabbala Unterrichts über den Artikel „Der Handelnde Verstand“)

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Ein Wegweiser zu dem Film genannt “Leben”


Ich bin wie ein Gefäß der Wahrnehmung, in welches das Licht eindringt.

Meine Wahrnehmung besteht aus fünf Teilen oder Verlangen. In dem einem Verlangen spüre ich mein inneres Wesen – mein „Ich“, das menschliche Wesen in mir, In einem anderen Verlangen spüre ich meinen Körper – den belebten Teil von mir, in einem dritten Verlangen empfinde ich alles was mir nahe ist, im vierten Verlangen nehme ich meine Umwelt wahr- die Gesellschaft, die Menschen, die Natur – und im fünften Verlangen nehme ich etwas noch Erhabeneres und von mir Entferntes wahr.

Alles ist abhängig von dem Verlangen ab, wie nahe es mir ist und wie das Licht auf es einwirkt. Die Eindrücke aller Verlangen werden dann gesammelt und auf eine Leinwand in meinem Kopf projiziert, wo es sich mir dann als Ganzes Bild zeigt.

Der Unterschied zwischen diesem und einem Film ist, dass sich mein Leben tatsächlich auf diesem Bildschirm abspielt. Dieser Film ist mein Leben und meine Wahrnehmung der Wirklichkeit.

Die körperliche Wahrnehmung, wie eben beschrieben, weicht nicht von der spirituellen Wahrnehmung ab, in der du ebenfalls einen Bildschirm hast, auf den Kräfte einwirken, die dir dann das Bild von spirituellen Welten zeichnen. Der einzige Unterschied zu der spirituellen Welt ist, dass ich mich dieser Welt nicht bewusst bin und nicht an der Erschaffung dieses Bildes der Welt in mir beteiligt bin.

Wenn ich aber in der spirituellen Welt existiere, „erschaffe“ ich den Film, indem ich meine Eigenschaften verändere.
Dieser Film wird in mir abhängig von der Verbindung zu dieser Höheren Kraft, abgespielt. Der Grad der Verbindung ist meine Fähigkeit, die Wiedergabe zu starten.

Unser Ziel ist es, den perfekten Film zu erstellen, der die vollständige Verbindung und die Liebe zwischen dir und dem Schöpfer enthüllen wird.

(Aus dem 2. Teil des täglichen Unterrichts über „Das Vorwort zum Sulam Kommentar“)

 

Die Ursache unserer Verwirrung


Dadurch entsteht eine große Verwirrung in unserer Welt.

Wir verstehen nicht, warum wir an einem Ort etwas tun, was uns an einem anderen Ort wieder einholt. Es scheint uns, als ob es zwischen den beiden Ereignissen keine Verbindung gäbe. Wir zerstören etwas an einem Ort, doch der Schlag dafür trift uns woanders, und wir erkennen die Verbindung zwischen den beiden nicht.
Deshalb verstehen wir die Ursache für unsere Leiden nicht. Wir sehen den inneren Zusammenhang nicht, das Netz das in uns allen existiert und zu einem System verbindet. Deshalb gehen wir auch durch unser Leben, als würden wir ein dunkles Labyrinth durchwandern, nicht verstehend, was tatsächlich geschieht.

Der Grund für all diese Verwirrungen ist die umgekehrte Reihenfolge der Lichter und Kelim: Wenn ich mein zutiefst mangelhaftes Kli nicht korrigiere, so fehlt mir an einem ganz anderen Ort ein sehr kleines Licht.
Die einzige Lösung ist, die Welt als eine integrale zu sehen und als eine, die zu Einem verbunden ist. Dies ist die Gelegenehit, die wir erhalten, wenn wir diese Welt durch die Weisheit der Kabbala enthüllen.
Nur die Fähigkeit die Dinge klar zu sehen, bietet uns die Möglichkeit, uns selbst und die ganze Welt zu korrigieren und all unsere Probleme zu beheben.

(Aus dem 2. Teil des täglichen Unterrichts über „Das Vorwort zum Sulam Kommentar“

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Wenn die Verhüllung endet


Wenn ein Mensch alle erforderlichen Bedingungen befolgt: Er studiert die authentischen Kabbalabücher, hat den richtigen Lehrer und die richtige Umgebung und strengt sich an, dann beginnt seine Seele sich mit der spirituellen Welt zu verbinden. Diese Verbindung wird durch das Umgebende Licht hervorgerufen und es wirkt auf ihn, sodass er allmählich beginnt, neue Eindrücke zu bekommen. Diese Eindrücke werden mit der Zeit immer stärker, bis seine Wahrnehmung vom vagen Umgebenden Licht sich in eine klare Enthüllung vom offenbaren Inneren Licht verwandelt.

Obwohl ein Mensch mit einem Verlangen beginnt, das bloß ein Punkt des Strebens zum Schöpfer gewesen ist, beginnt er nun durch dieses Verlangen eine ganz neue Wirklichkeit zu spüren. In diesem neuen Sinn empfängt er das Licht, dass jetzt für ihn offenbar ist. Es ist aber das gleiche Umgebende Licht, dass ihm vorher in einer unmerklichen, verhüllten Weise geleuchtet hat.

Ein Mensch beginnt die Handlungen des Lichts zu erkennen und mit Ihm wie mit einem Partner zusammenzuarbeiten. Die Zeit der Verhüllung und der Vorbereitung geht nun zu Ende und ein Mensch fängt mit einer klaren Wahrnehmung der spirituellen Welt an zu handeln.
(Aus dem täglichen Kabbala Unterricht)

 

Wie sieht die Welt für den Schöpfer aus?


Selbst wenn ein Kabbalist schon hohe spirituelle Stufen erreicht hat, ist es für ihn noch immer sehr von Nutzen, Bücher von anderen Kabbalisten zu studieren, denn dieses ermöglicht ihm, die Wirklichkeit durch die Eigenschaften anderer Menschen zu sehen. Schließlich sieht jeder Mensch die Welt aus seinem eigenen Blickwinkel. Indem man lernt, wie andere die spirituelle Wirklichkeit wahrnehmen, beginnt man sie durch jede korrigierte Seele zu betrachten und dadurch schließt man sich schnell der gemeinsamen Seele an. Stell es dir so vor: Zuerst bin ich ein Punkt in einem Kreis.

Während ich mich selbst korrigiere, stelle ich eine Verbindung zur Unendlichkeit her – eine Linie vom Mittelpunkt des Kreises zum Licht, was ihn umgibt. Dann, indem ich mich mit allen anderen Seelen verbinde, verbreitere ich diese Linie wie einen Ausschnitt, bis das den gesamten Kreis einnimmt. Jetzt ist der gesamte Bereich des Kreises mein korrigiertes Verlangen. Daher kann ich mich nur vollständig korrigieren, indem ich mich mit den anderen Seelen verbinde.

Das reicht jedoch noch nicht, denn mein persönlicher Kreis ist flach. Aber es gibt noch mehr Kreise wie mich – andere korrigierte Seelen. Wenn sich alle diese Seelen verbinden, bilden sie eine Sphäre, eine Kugel mit einem gemeinsamen Zentrum. Das bedeutet, dass ich beginne, alle Korrekturen aller Seelen aus ihrem Blickwinkel zu betrachten.

Weshalb? Weil der Schöpfer von Oben auf jede Seele schaut und sie belebt. Und ich muss die gleiche Stufe erlangen. Dazu muss ich mich in jeden Menschen „kleiden“ und seine Korrektur aus seiner Sicht betrachten – aus dem Innern seiner Seele.

Nur dann werde ich die Gleichheit der Form mit der Höheren Kraft erlangen. Es reicht für mich nicht, nur meine eigene „ebene Fläche“ zu korrigieren. Ich muss eine Fläche nach der anderen korrigieren, einen Kreis nach dem anderen, bis sie sich alle zu einer einzigen Sphäre, einer Kugel verbinden.

Das ist zwingend erforderlich, damit wir zur Gleichheit mit dem Schöpfer gelangen. Jeder Mensch muss sich mit anderen in dieser Weise verbinden und die Welt „durch“ sie hindurch betrachten.

Und danach müssen sich alle miteinander verbinden, sodass alle individuellen Unterschiede zwischen allen Menschen vollständig verschwinden. Aber diese Stufe befindet sich schon über den Korrekturen, die wir durchführen…
(Aus dem 3. Teil des täglichen Kabbala Unterrichts)

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