Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Was bedeutet Glaube über dem Verstand?

Was bedeutet Glaube über dem Verstand? Warum müssen wir unseren Verstand und unsere Gefühle abschaffen, um in die spirituelle Welt zu gelangen, was bekommen wir stattdessen? Das ist eine berechtigte Frage, denn der Mensch beginnt zu spüren, dass er sich verändern und in etwas anderes verwandeln muss.

Wenn wir unseren irdischen Verstand und erst recht unser egoistisches Herz in der spirituellen Welt nicht verwenden können, was bleibt uns dann noch? Wie können wir ein Kli aufbauen, um die höhere Welt, den Schöpfer zu fühlen; wie können wir einen neuen Verstand und neue Gefühle auf einer höheren Stufe entwickeln?

Wir sehen, wie sehr sich die menschlichen, tierischen, pflanzlichen und unbelebten Stufen auch in dieser Welt voneinander unterscheiden. Jede Entwicklungsstufe ist durch ihren eigenen Verstand, Gefühle, Form, Verhalten und Bewegungsfreiheit gekennzeichnet. Je entwickelter ein Lebewesen ist, desto größer sind sein Verstand, seine Gefühle und seine Fähigkeit, sich mit seiner Umgebung zu verbinden. Wenn wir in die Spiritualität eintreten, betreten wir eine neue Umgebung, ein Kraftfeld des Gebens und nicht des Empfangens.

Es gibt vier Arten von empfangenden Kräften, die sich in unserer Welt offenbaren. Es sind drei Stufen: die unbelebte, pflanzliche und tierische Stufe sowie der Mensch. Er ist die Übergangsstufe zur nächsten Stufe der unbelebten, pflanzlichen und tierischen Stufe der spirituellen Welt. Adam, der Mensch der höheren Welt, befindet sich bereits in einem Zustand der Verschmelzung mit dem Schöpfer.

Es stellt sich heraus, dass wir uns von einer Welt in eine andere bewegen. Um das zu erreichen müssen wir unseren bisherigen Verstand und unsere Gefühle verlassen. Das bedeutet jedoch nicht, dass wir ohne Verstand und Herz dastehen werden – wir erhalten einen neuen Verstand, neue Gefühle- spirituelle, die auf den Kräften des Gebens, Bina, aufgebaut sind. Bina ist eine Kombination aus dem Wunsch zu empfangen, der von unten kommt und dem höheren Licht, das von oben kommt. Zusammen bilden sie eine neue Form namens Bina, die auf dem halben Weg zwischen Keter und Malchut liegt.

Auf diese Weise bilden wir eine neue Wahrnehmung, die als Glaube (die Stufe von Bina) bezeichnet wird und über dem Wissen, d.h. über unserem Egoismus und dem Willen zu empfangen steht. Wir bauen diesen neuen Verstand und dieses neue Gefühl durch alle möglichen Formen der Verbindung zwischen uns auf. Darin besteht „Der Mensch helfe seinem Nächsten“. Wenn wir unseren Egoismus gegenüber dem anderen aufheben, offenbaren wir diese Stufe des Glaubens, d.h. das Geben an den anderen über dem Wissen, über der egoistischen Wahrnehmung unseres „Ich“.

In diesem Bestreben muss ich letzten Endes jeden außer mir spüren. Es ist, als ob mein „Ich“ nicht existieren würde; vielmehr existieren alle anderen außer mir. Dann werde ich in diesen anderen die Höhere Kraft, den Schöpfer spüren.

Die höhere Kraft offenbart sich ausschließlich in der Verbindung, in einem Kli. Diese Arbeit beginnt mit scheinbar einfachen, mechanischen Handlungen, mit virtueller Kommunikation. Dadurch drücken wir unseren Wunsch aus, uns über unseren gegenwärtigen Verstand und unsere Gefühle zu erheben und einen gemeinsamen Verstand und gemeinsame Gefühle zu entwickeln, damit sich der Schöpfer in uns offenbart, wie es heißt: „Der Schöpfer wohnt in seinem Volk“, in all jenen, die sich in einem Bestreben nach Ihm verbinden.

Aus dem Unterricht zum Thema „Glaube über dem Verstand“

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Krieg gegen die Verhüllung

Was kann man tun, wenn der Verstand weiß, wie wichtig es ist die Größe des Schöpfers zu empfinden, es aber nicht in das Herz eindringt? Stellt euch vor, ihr betretet die zukünftige Welt und seht, dass es nur den Schöpfer gibt, „Es gibt niemanden außer Ihm“, alles ist von Seiner Herrlichkeit erfüllt. So ist die wahre Form der Realität, die sich euch offenbart.

Diese Form müssen wir jetzt in unserem Zustand in dieser Welt erkennen, damit diese Welt der Täuschung und der Verhüllung den Schöpfer vor uns nicht verbirgt. Versucht das zu tun! Versucht, durch euren Zehner eine solche Beziehung zu allem was in der Welt geschieht aufzubauen, als gäbe es keine Verhüllung, sondern nur die Offenbarung des Schöpfers: „Es gibt niemanden außer Ihm“.

Darum sollte es in unserem Gebet gehen. Es gibt kein anderes Gebet – nur das der Schöpfer als einzige Kraft in der Welt offenbart wird.

Der Egoismus lässt uns nicht aus seiner Sklaverei heraus und zwingt uns immer nur an uns zu denken und lässt uns nichts anderes sehen. Alle Stufen der spirituellen Leiter, die wir erklimmen müssen, bestehen darin, in jedem Zustand unseren Egoismus zu annullieren, der das Handeln des Schöpfers vor uns verbirgt. Wir müssen offenbaren, dass allein Er handelt. Es war der Schöpfer, der diese Verhüllung arrangiert hat, um uns zu lehren, wie wir uns über die Verhüllung erheben und Ihn offenbaren können.

Wenn wir gegen die Verhüllung ankämpfen, gewinnen wir auf diese Weise Kelim für die Offenbarung des Schöpfers, die wir jetzt nicht haben: Einschränkung unseres Verlangens nach Empfangen, Schirm und reflektiertem Licht oder mit anderen Worten, Glaube über dem Verstand, Nächstenliebe die zur Liebe zum Schöpfer führt. Das heißt, wir kommen zu Annullierung von unserem Egoismus, über den wir die Kraft des Gebens errichten.

Wir geben dem Schöpfer Raum über uns zu herrschen und er führt diesen Krieg gegen unseren Egoismus. Wir müssen in unseren Herzen Platz für den Schöpfer schaffen…

Wir alle haben bereits erhebliche Fortschritte auf dem Weg zu diesem Zustand gemacht. Es ist momentan vielleicht kein Blitzkrieg, aber das ist das Gebot unserer Zeit, die uns verpflichtet, die ganze Welt mitzuziehen.

Aus einem Unterricht, 14.06.2022

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Pessach – ein Schritt über den Egoismus hinaus

Kommentar: Wie kann ich den Schöpfer wahrnehmen? Wenn ich eine Kraft, die in der Natur existiert, spüren will, muss ich mich ihr anpassen. Es ist wie wenn ich eine Radiowelle empfangen möchte, dann muss ich den Empfänger darauf einstellen. Erst dann wird man hören, dass es eine Sendung auf dieser Welle gibt. Es hängt also alles vom Empfänger ab.

Der Schöpfer erfüllt auf unendlich vielen Wellen, auf allen Bändern und in allen Formen, das gesamte Universum,. Es ist eine allumfassende, übergreifende Welle, die die gesamte Realität erschafft und aufrechterhält. Wie fangen wir sie also auf?

Die Kabbalisten sagen, dass uns nur ein Empfänger fehlt, um diese Welle aufzufangen und zu erkennen. Wir werden dann sehen, wie viele Möglichkeiten uns dieser Empfänger gibt, wie ein Radio, das auf jede Welle eingestellt werden kann und dementsprechend alles hört, was außerhalb des Empfängers existiert.  So werden wir den Schöpfer in allen Arten und Formen wahrnehmen können.

Es gibt 125 Stufen zur Wahrnehmung des Schöpfers. Auf jeder Stufe gibt es zehn Sefirot aus direktem und reflektiertem Licht und viele weitere Manifestationen von höherer Kraft.

Indem wir unsere Eigenschaften verändern, offenbaren wir nach und nach den Schöpfer. Es ist der Mensch, der sich zum Empfänger für die höhere Kraft machen muss. Die Methode zur Schaffung eines solchen Empfängers wird die Wissenschaft der Kabbala genannt, die Methode der Wahrnehmung des Schöpfers, die ihn im Inneren eines Menschen offenbart. 

Der Schöpfer kann sich nirgendwo anders entfalten, nur im Empfänger, den jeder Mensch in sich selbst trägt, da er sich den zehn Freunden anschließt und ihre Eigenschaften annimmt, sie in sich aufnimmt. Es stellt sich heraus, dass die ganzen zehn Teile in mir sind, dadurch offenbare ich die innere Kraft, die all diese zehn Teile verbindet, die man den „Schöpfer“ nennt, was “ komm und sieh“ (bo-rae) bedeutet.

Der Beginn des Aufbaus eines solchen Empfängers, in dem der Schöpfer offenbart wird, wird als Auszug aus Ägypten bezeichnet. Ich fange an, zwischen unterschiedlichen und einander fremden egoistischen Wünschen eine Verbindung des Glaubens zu schaffen, die über dem Verstand steht, d.h. die Kraft von Bina, die Kraft des Gebens und der Verbindung. Wenn man ein solches Netz von Verbindungen über den egoistischen Kräften aufbaut, offenbart man darin den Schöpfer, was man Offenbarung des Schöpfers gegenüber den Geschöpfen nennt.  

Wir kommen nach dem Auszug aus Ägypten zu dieser Offenbarung, in einen Zustand, der Pessach-Feiertag genannt wird – von dem Wort „Übergang“ (pasah), d. h. das Voranschreiten über den eigenen Wunsch zu empfangen.

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Aus dem 2. Teil des Unterrichts vom 11.04.2022, Schriften von Baal HaSulam „Eine Rede zur Vollendung des Sohar “

Eine kleine Ergänzung, die eine ganze Welt eröffnet

Alle Handlungen, die angeblich zum Wohle der Menschheit ausgeführt werden, werden in Wirklichkeit zum eigenen Nutzen gemacht, um die eigene Rechtschaffenheit, Stärke und Macht zu zeigen. So arbeitet der Mensch und behauptet, dass er sich für das Wohl der Menschheit einsetzt.

Aber wenn ich wirklich um der Menschheit willen arbeiten will, dann brauche ich die Kraft des Gebens, die höhere Kraft. Wenn also jemand behauptet, er sei bereit, nur für das Wohl der Gesellschaft zu arbeiten, dann ist das eine Lüge. Er versteht einfach nicht, wovon er spricht.

Doch die Menschheit hat nicht mehr die Kraft, für sich selbst zu arbeiten, weil wir die Grenze erreicht haben, an der jeder seine egoistische Entwicklung bereits abgeschlossen hat. Und jetzt müssen wir uns entwickeln, indem wir uns vereinigen.

Wir sehen, dass sich die gesamte Natur auf ähnliche Weise entwickelt. Zuerst entwickelten sich Amöben, die einfachsten Organismen, bis sich Moleküle zu komplexeren Systemen zusammenschlossen. Infolgedessen bildeten sie komplexere Körper, die Gefühle und einen Verstand besaßen, und nahmen eine Rollenverteilung innerhalb ihrer Verbindung vor.

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Wenn sich die Frauen nicht vereinigen, ist die Welt dem Untergang geweiht

Frauen müssen verstehen, dass die Welt dem Untergang geweiht ist, wenn sie sich nicht vereinen. Das sollte das innere Gefühl einer Frau sein. Männer können hier nicht weiterhelfen. Die Frau muss ihre weibliche Rolle erfüllen: Sie bringt Kinder zur Welt, kümmert sich um das Haus, die Kinder und ihre Zukunft.

Eine Frau muss verstehen, dass die Welt untergehen wird, wenn sie sich nicht mit anderen Frauen verbindet und sich gemeinsam mit ihnen um die Welt kümmert. Wir brauchen keine Revolutionen. Frauen brauchen nur Einigkeit und schon wird sich die Welt verändern. Darüber hinaus sind keine weiteren Maßnahmen erforderlich: Die Vereinigung der Frauen wird die gesamte globale Krise beseitigen.

Die ganze Krise findet zwischen Frauen statt, nicht zwischen Männern, weil Malchut allein in viele kleine Malchuts zerbrochen ist. Wenn wir sie zusammenfügen, wird dies die Korrektur sein. Frauen müssen das erkennen und gut verstehen, dann haben wir eine echte Chance, die Korrektur der Welt zu erreichen.

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Wie entstand das Universum?

Alles begann mit dem Wunsch zu geben.

Der Wunsch zu geben ist die Grundlage der Schöpfung. In diesem Wunsch begann ein entgegengesetzter Wunsch zu erscheinen, der Wunsch zu empfangen, welcher der Anfang der Schöpfung ist.

Der Wunsch zu empfangen existiert, um dem Wunsch zu geben zu dienen. Wo ist dieser Wunsch zu geben? Warum spüren wir ihn nicht?

Wir können den Wunsch zu geben nicht einfach so entdecken. Aber wenn wir selbst einen Wunsch zu geben entwickeln, dann können wir diesen Wunsch entdecken, und seine Enthüllung wird „die Enthüllung des Schöpfers“ oder „die Enthüllung der höheren Kraft“ genannt. Das heißt, der Wunsch zu geben ist die ursprüngliche Kraft, die im Universum vorhanden ist, und der Wunsch zu empfangen, der unsere (die der Schöpfung) Substanz ist, ist die zweite Kraft.

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Wie sollte man seinen Lehrer auswählen?

Einmal fragte mich einer meiner Schüler woher ich wusste, dass Rabash der richtige Lehrer für mich ist, bei dem ich bleiben will. Es gibt eine klare Antwort auf diese Frage. Die Weisen des Talmuds formulierten sie vor tausenden von Jahren so: „Ein Mensch lernt von einem Ort, nach dem sein Herz verlangt“. (Awoda Sara 19a) Oder, in drei Worte gefasst: Folge deinem Herzen.

Ich verbrachte viele Jahre auf der Suche nach einem Lehrer, der meine brennenden Fragen beantworten könnte: Woher stammt das Leben? Wofür leben wir? Was ist die Bedeutung des Lebens?

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Die Angst kommt aus einem bestimmten Grund zu uns

Anmerkung: Tanja Mararu fragt: „Wie überwindet man die Angst, dass es morgen kein Geld und nichts zu essen gibt? Gleichzeitig sind alle gesund und munter. Ich bin im Mutterschutz und nur mein Mann verdient Geld. Ich habe Angst“.

Antwort: Es ist ein natürliches Gefühl und ich verstehe es. Wie kann man die Angst überwinden? – Seien Sie stärker mit den Menschen verbunden, die an die Zukunft denken. Versuchen Sie sich in aller Ruhe und Gelassenheit miteinander zu verbinden und eine Verknüpfung zu einer höheren Macht zu finden, welche Gegenwart und Zukunft bestimmt.

Frage: Warum kommt die Angst, wenn alles in Ordnung ist?

Antwort: Das ist alles Absicht, es ist sehr gut. Ohne Angst wäre der Mensch ein wildes Tier.

Angst begrenzt unseren Egoismus. Angst ist ein sehr gutes Gefühl, das uns schützt, sonst wären wir ja verrückt. Wir müssen lernen, sie richtig zu nutzen. Dann werden wir sie nicht fürchten, sondern segnen.

Frage: Was ist der Sinn der Angst?

Antwort: Der Sinn der Angst ist es, uns auf den wahren Weg der Entwicklung zu führen: die höhere Kraft des Gebens, der Liebe, der Verbindung in unserer Beziehung zueinander zu finden. Dann werden wir uns vor nichts mehr fürchten.

Frage: Und es bezieht sich auf den einfachen Menschen?

Antwort: Es ist heute für den einfachen Menschen. Wir sehen, dass die ganze Welt in Angst lebt. Nur ein Mensch, der nicht weiß, wo er sich befindet, kann sich brüsten und behaupten, er habe vor nichts Angst. Das alles zeugt nicht von einem großen Verstand. So müssen wir die Angst segnen, da sie uns zum richtigen Ziel führt.

Frage: Also zueinander?

Antwort: Ja. Wir müssen verstehen, dass uns die Angst absichtlich gegeben wird. Sie ist eine sehr gute Eigenschaft.

Aus der Fernsehsendung „Nachrichten mit Michael Leitman“, 12.08.2021

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Wie lange wird Geld die Welt regieren?

Ein Business Insider schrieb in seinem Bericht von Oxfam International, dass zwischen dem 18. März und dem 30. Dezember 2020 der Reichtum der zehn reichsten Menschen der Welt um 3,9 Billionen Dollar gestiegen ist. Dem Bericht zufolge könnte allein dieser Gewinn, den diese zehn Menschen in weniger als zehn Monaten gemacht haben, „dafür sorgen, dass jeder geimpft wird und so aus seiner Angst vor Armut herauskommt.“ Gleichzeitig schätzt der Bericht, dass „zwischen 200 Millionen und 500 Millionen Menschen im Jahr 2020 in die Armut gefallen sein könnten.“ Muss das wirklich so sein?

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Spirituelle Motivation

Frage: Inwieweit ist das Prinzip von Zuckerbrot und Peitsche in einem integralen Ansatz zur Motivation angemessen?

Antwort: Wir sehen, das die Natur dieses Prinzip ständig anwendet. Sie fragt uns nicht, sie drängt uns nur, das ist alles.

Frage: Halten Sie das Prinzip von Zuckerbrot und Peitsche am Arbeitsplatz und in der Gesellschaft für akzeptabel?

Antwort: Ja. Auf jeden Fall verstehen wir nur das: entweder Zuckerbrot oder Peitsche. Die Natur, die Gesellschaft kann uns nicht anders beeinflussen, denn wir verstehen nur Belohnung und Bestrafung. Der Unterschied liegt in ihrer Form.

Frage: Was sind die Merkmale der kabbalistischen Motivation?

Antwort: Dies ist eine ganz andere Ebene. Wir erheben uns über Belohnung und Strafe, d.h. über das Wissen, wir versuchen nur durch die Kraft des Gebens, der Liebe, ohne selbstsüchtige Motive zu gehen. Hier eröffnen sich ganz andere Welten, andere Verhältnisse. Man nennt es Glauben über dem Verstand.

Frage: Woher nimmt man die Energie, wenn es keine egoistischen Motive gibt?

Antwort: Von oben. Unsere Natur verfügt über eine sehr interessante, ich würde sagen, einzigartige Energiequelle, die einem Mensch mit einer spirituellen, nicht egoistischen Motivation versorgen kann. Der Mensch wird dann die Arbeit tun.

Die Kabbala verfügt über eine Methode, wie wir diese Energie, diese Motivation, die wir mit unseren Sinnen nicht fühlen, erhalten können.

Frage: Glauben Sie, dass Kinder einfacher zu motivieren sind als Erwachsene?

Antwort: Natürlich, da sich Kinder zu bestimmten, spezifischen Themen, Objekten, Belohnungen hingezogen fühlen. Sie sind also leicht zu manipulieren. Bei Erwachsenen ist es viel schwieriger. Am schwierigsten ist es einem Erwachsenen beizubringen, sich selbst zu manipulieren.

Aus dem Fernsehprogramm, „Kommunikationsfähigkeiten“, 28.08.2020.

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