Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Genuss'

Die Formel der Seele


Frage: Haben wir eine Erinnerung (Reshimo) an Freiheit? Ich denke, dass wir eine haben müssen – wie anders ließe sich sonst unsere ständige Suche nach Freiheit erklären? Angenommen, wir haben also dieses Reshimo, dann füllt uns auch das Licht, bloß fühlen wir es nicht oder erinnern uns daran. Die Neigung eines Menschen zur Spiritualität wird ja ebenfalls durch Reshimot bestimmt, nicht wahr? Diese Sehnsucht nach Spiritualität und Freiheit kann doch nicht aus heiterem Himmel in uns auftauchen und das bedeutet, dass wir Reshimot von etwas haben, was uns einst mit Genuss erfüllte. Daraus ziehe ich den Schluss, dass das ganze Problem an uns liegt – wie erwecken wir unsere Reshimot, wie erwachen wir aus dem Traum?

Meine Antwort: Das ist absolut richtig – unsere Aufgabe besteht nicht nur darin, die Reshimot zu erwecken oder sie zu erhalten, sondern auch jene Reshimot zu bearbeiten, die für uns bereits an die Oberfläche getreten sind. Wir können dies umsetzen, indem wir das Höhere Licht (Or Makif) auf die Reshimot ziehen. Diese Arbeit soll kontinuierlich erfolgen und kann nur im Rahmen einer Gruppe getan werden – denn man bekommt von ihr folgenden Input:

1. Die Wichtigkeit des Ziels
2. Die Erkenntnis, dass es unmöglich ist, das Ziel nur durch das eigene Verlangen zu erreichen – nur mit dem Verlangen der gesamten Gruppe funktioniert es
3. Die Hilfe des Höheren Lichts, Or Makif

Das heißt, dass die Reshimot durch die Verlangen erweckt werden, die wir von unserer Umgebung erhalten! Und die erweckten Reshimot wiederum erwecken das Licht (Or Makif), welches mit ihnen in Wechselwirkung tritt. Dieses Licht korrigiert sie dann, gibt ihnen einen Schirm und füllt diesen Schirm mit Inneren Licht (Or Pnimi).

So ergibt sich:
Seele = Reshimo + Schirm + Or Pnimi

Verwandtes Material:
Blog-post: Wir bilden unsere Seele, indem wir die zu uns kommenden Reshimot korrigieren
 
 
Kabbala Akademie Grundkurs
 

Benutze deinen Verstand zum Geben

Frage: Wie kommt es, dass die Intelligenz, die uns im Laufe der Menschheitsgeschichte geholfen hat, zu wachsen und uns zu entwickeln, uns heute am entscheidendsten Punkt nur ablenkt und blockiert, wenn wir uns spirituell entwickeln müssen?

Meine Antwort: Die Intelligenz hat immer deinem Ego gedient, hat dir also während dieser Jahrtausende geholfen, alles zu erreichen. Doch heute, wenn du deine Entwicklung auf den unbelebten, pflanzlichen und tierischen Stufen abgeschlossen hast und neue Abschnitte der Entwicklung auf der menschlichen Stufe erklimmen musst, ist ein vollkommen anderer Ansatz erforderlich.

Die Sichtweise auf das Leben und die Welt, das ganze Paradigma haben sich total verändert. Jetzt musst du alles, was dich umgibt, mit Geben in Verbindung bringen, das von einer anderen Art Verlangen stammt. Aber dein rationaler Verstand will nicht für das Geben arbeiten, weil du kein Verlangen nach -zu geben- hast.

Wenn du das Verlangen -zu geben- empfängst, möchte dein Verstand anfangen, damit zu arbeiten, doch zuerst hast du nur ein egoistisches Verlangen und deine Intelligenz dient nur ihm. Der Verstand ist ein Instrument, ein Computer. Es ist ihm egal, welche Daten er verarbeitet, mit welchen Ziffernfolgen er geladen wird. Solange er Daten von deinem Egoismus bekommt, den Willen, Genuss zu empfangen, arbeitet er entsprechend.

Was kannst du damit machen? Versuche, dein Verlangen umzuwandeln, anstelle von deinem Verstand. Ziehe das Licht, das umformt, in dein Verlangen. Das Licht erschafft dieses Verlangen und nur das Licht allein kann es verändern. Dann wird dein Verstand anfangen, für das neue Verlangen zu arbeiten und berät dich auf eine bessere Weise, wie man gibt.

Daher ist nicht die Intelligenz der Schlüssel beim Studieren, wie geschrieben steht: „Es ist nicht der Weise, der lernt“. Alles wird durch das Verlangen definiert. Verstand ist das, was du erwirbst, während dein Verlangen sich entwickelt. Was den Verstand betrifft, er kann nur durch das Höhere Licht und nichts anderes verändert werden, außer deiner Umgebung, die dich erweckt und inspiriert, um dein Verlangen umzuwandeln und steuert dies durch „Neid, Lust und Ehrgeiz“. Indem du solche materiellen Hilfsmittel, wie deine irdischen Verlangen, benutzt, führt er dich zum spirituellen Aufstieg.

Aus dem 4. Teil des Täglichen Kabbala Unterrichtes am 3.01.2011, „Die Weisheit der Kabbala und Philosophie“

 

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Spirituelle Werbung

Wir sind aus der Materie „Verlangen zu genießen“ erschaffen, um daher eine beliebige Handlung, ob physisch oder mental, durchzuführen, brauchen wir Energie in Form von „Genuss“.

Anders gesagt, in unserer Welt wird nichts ohne egoistischen Ansporn bewegt.

Ob bewusst oder unbewusst, wir wägen alles in unserem „Verlangen zu genießen“ ab, und in der Bewertung dieses Verlangens bekommt jede Sache „ihre“ Eigenschaften: Farbe, Gewicht, Größe, Entfernung.

Um erfolgreich in dieser Welt handeln zu können, brauchen wir die richtige Werteskala, anders ausgedrückt, die richtige Einstellung des „Verlangens zu genießen“ – und dies bringen wir unseren Kindern bei: nach dem Guten zu streben und das Schlechte zu vermeiden. Vom Schlechten fernzubleiben bedeutet, keine Energie aufzuwenden, um dafür zu arbeiten.

Doch unser „Verlangen zu genießen“ besitzt keine Motivation für das Erreichen der Spiritualität, für den „Willen zu geben“! Denn die spirituelle Welt ist mir entgegengesetzt – das ist der Wille zu geben und nicht zu empfangen.

Ich verfüge gar nicht über eine solche Eigenschaft, deshalb nehme ich die spirituelle Welt nicht wahr. Ich kann nur das „sehen“, was ich in dem „Willen zu genießen“ als mehr oder weniger wertvoll bewerte und es als nah, wichtig für mich, oder fern, weniger wichtig für mich, bestimme.

In der Spiritualität aber, in der „Eigenschaft zu geben“, beruhen alle Kriterien, Gedanken und Handlungen nur auf dem Geben. Doch mein „Wille zu genießen“ versteht nicht, was das ist.

Das Geben geht durch mich hindurch wie eine unsichtbare Strahlung, die ich überhaupt nicht wahrnehme. Ganze Welten und Handlungen existieren neben mir, doch ich bemerke es in meinem „Verlangen zu genießen“ nicht, so wie ein Tier die Empfindungen eines Menschen nicht versteht.

Was soll ich tun, wenn ich so erschaffen wurde? Für mich bleiben alle Welten und, was das Wichtigste ist, derjenige, der mich lenkt, der Schöpfer selbst, unbemerkt!

Um das spüren zu können, muss ich beginnen die „Eigenschaft des Gebens“ zu schätzen. Genau dafür ist uns die Umgebung gegeben worden: Bücher, Lehrer und Freunde, damit sie mir die Wichtigkeit des Gebens deutlich machen.

Obwohl ich persönlich es überhaupt nicht glaube! Doch sie sagen es, und mir ist ihre Meinung wichtig. Ich bin so erschaffen, dass ich den Einfluss der Umgebung annehme und für mich das wichtig ist, was für die Umgebung wichtig ist.

Aus diesem Grund beginnt selbst das Geben, das für mich nicht den geringsten Wert besitzt, wichtig zu werden, wenn alle darüber erzählen – es wird in meinem „Verlangen zu genießen“ wichtig! Wie eine gute Anschaffung!

Und ich bin bereit, mich anzustrengen, um das höhere Licht, welches das „Verlangen zu geben“ mit sich bringt, anzuziehen, weil das für mein „Verlangen zu empfangen“ wichtig ist. In der Kabbala nennt sich das spirituelle Arbeit für sich selbst – „lo liShma“.

Doch das von mir angezogene höhere Licht verändert mich und ersetzt das „Verlangen zu genießen“ durch das „Verlangen, Genuss zu schenken“ (von lo liShma zu liShma), und ich gehe in die Wahrnehmung der höheren Welt hinaus!

Aus dem Unterricht nach einem Shamati-Artikel vom 30.07.2010

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Der Genuss an Verbindung.

Frage: Es gibt auf der Welt viele Gruppen von Menschen, die einen Genuss an der Verbindung bekommen. Wie unterscheiden sich diese Gruppen von kabbalistischen Gruppen?

Antwort: In der Welt gibt es wirklich viele Gruppen, die sich mit verschiedenen Methoden der Verbindung beschäftigen und große Freude daran haben. Menschen besuchen Karaoke, gehen tanzen, singen zusammen usw.. Du siehst das und bist beeindruckt, wie gerne sie zusammen sind.

Wie kann man eine kabbalistische Gruppe von einer anderen Gruppe die sich verbindet und davon einen Genuss erhält unterscheiden?

Das Ziel von gewöhnlichen Gruppen ist es, sich zu amüsieren.

Der Sinn der Verbindung einer kabbalistischen Gruppe ist es, dem Schöpfer Freude zu bereiten. In dem Maß wie sie danach streben, werden sie sich auf die Stufe des Schöpfers erheben.

Aus dem Unterricht 20.01.2019

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Damit Bitterkeit zur Süße wird

Frage: Wovon hängt es ab, ob die materielle Illusion bitter oder süß schmeckt? Können Sie das steuern?

Antwort: Das kann man ausschließlich über das Bewusstsein steuern. Es kommt von oben, vom Schöpfer und deshalb wird jede Bitterkeit zur Süße.

In Wirklichkeit gibt es im ganzen Universum überhaupt nichts Süßes. Das Böse ist die absolute Bitterkeit, das Salz, der Pfeffer, die Säure. Sobald du beginnst, diese Empfindungen mit dem Schöpfer in Verbindung zu setzen, werden sie von Süße durchdrungen.

Die bittersten, salzigsten, sauersten und ähnliche Zustände werden mit der Süße des Schöpfers durchtränkt und werden dadurch unendlich genussvoll! Es gibt keine andere Süße, die damit mithalten kann.

Die Süße der höheren Welt besteht aus zwei Gegensätzen, die sich beiderseits ergänzen. Es ist wie in unserer Welt, etwas Süß-Saures. Zum Beispiel wird für die Herstellung von Süßigkeiten der Schokolade, Cognac oder Wodka zugesetzt, ohne dem funktioniert es nicht. Man muss etwas dazu geben, sonst hat man nichts vom Geschmack.

Frage: Ist das ähnlich der Süße vom Oscar, die Süße vom Nobelpreis?

Antwort: Nein, das ist eine ganz andere Art von Süße. Sie wird hinzugefügt, da Menschen leiden. Sie investieren schließlich in ihre Anstrengungen.

Bemerkung: Als ich den israelischen Oscar erhielt, merkte ich, als ich die Trophäe in der Hand hatte, das sich der ganze Genuss verflüchtigte. Er verschwand, als ob ich nie darauf gewartet hätte. Zack – alles ist verschwommen.

Antwort: Sic transit gloria mundi! „So vergeht der irdische Ruhm.

 

Aus dem Unterricht vom 20.01.2019

[245898]

Wie können wir die Gewalt unter unserer Jugend stoppen?


Frage: Sie sagen, dass der Egoismus der jungen Leute nicht gestoppt werden kann: Ein 11 Jahre altes Kind kann ein anderes Kind niederstechen. Wohin führt das? Was wird in zehn oder fünfzehn Jahren geschehen, wenn diese zehnjährigen Kinder 20 Jahre alt sind?

Antwort: Erstens fühlen sich Kinder nicht dazu verpflichtet, unsere Gesetze zu befolgen, weil sie nicht bestraft werden können. Sie können nicht vor Gericht gebracht werden, weil sie zu jung sind. Was wird also passieren? Wenn ein Kind älter wird, wächst die bewahrende Kraft in ihm heran, sowie die Furcht, als ein Erwachsener in dieser Welt leben zu müssen. Eine Sache, die helfen würde, wäre, wenn wir sie wie Erwachsene behandeln würden.

Aber in Wirklichkeit eignen sich unsere Gesetze nicht für Kinder. Es sollte gesetzliche Vorschriften für jede Altersgruppe geben und sie sollten für Jungen und Mädchen gesondert sein. Wir sollten wissen, was wir von ihnen erwarten und wie wir sie bestrafen sollten. Sie sollten entsprechend des Systems von Belohnung und Bestrafung erkennen, was die richtige Verhaltensform ist.

Ein Kind sollte das wissen – dies ist ein richtiges Erziehungssystem. Es ist ein System, das der grausamen tierischen Natur der Menschen entgegenwirkt und fähig ist, einen echten Menschen zu formen oder zu schaffen. Für jede Handlung sollte es eine passende Reaktion geben. Auf diese Weise erzieht eine Mutter ein Kleinkind: sie gibt ihm einen Ansporn für eine Sache und eine Bestrafung für eine andere.

Auf diese Weise müssen wir den „Ton“ formen. Und die Kinder werden das verstehen, weil sie wie „Ton“ sind, der das Verlangen, Genuss zu empfangen, enthält. Wir können dieses Verlangen beeinflussen, indem wir ihm sagen: Wenn du diese Form annimmst, wirst du etwas Süßes bekommen und wenn du eine andere Form annimmst, wirst du Bitterkeit empfinden. Auf diese Weise können wir einen Menschen gestalten.

Wenn wir ihm jedoch erlauben, alles zu tun, was es will und es zu negativen Verhaltensformen anregen, wie die, welche Kinder von grausamen, abstoßenden Spielen lernen, wo Menschen einander töten und wenn es das ist, was sie im Fernsehen und dem Internet sehen und es keine Bestrafung dafür von der Gesellschaft gibt, was wird dann das Ergebnis dieser Art der Erziehung sein? Ein bezauberndes Kleinkind wird aufwachsen, um ein unglückliches Kind zu werden.

Wir müssen also zuerst den Eltern beibringen, wie man ein Erziehungssystem für ihre Kinder erschafft. Andernfalls wird die nächste Generation mit Sicherheit schlimmer sein als die vorige.

(Aus dem Unterricht über Baal HaSulam´s Artikel „Das Wesen der Religion und ihr Ziel“ )

Kabbala Akademie

Kabbalisten über das Ziel der Schöpfung, Teil 18

Anmerkungen in Klammern sind von mir. [M. Laitman]

Warum ist der Schöpfer vor dem Menschen verhüllt?

Und damit die Geschöpfe den ganzen Genuss und das ganze Wohl, ohne Scham dafür zu empfinden, empfangen können, wurde diese Korrektur (der von Anfang an absichtlich verdorbenen egoistischen Natur) gemacht.

Und das Wesen dieser Korrekturweise liegt in der Einschränkung und Verhüllung des höheren Lichtes (vor dem Menschen). Das bedeudet, solange der Mensch sein Verlangen zu Empfangen nicht zum Geben korrigiert hat (solange der Mensch dem Schöpfer nicht ähnlich geworden ist), ist jegliche Enthüllung des höheren Lichtes nicht möglich.

(Da wir jegliche Naturerscheinung nur im Maße unserer Ähnlichkeit mit den Eigenschaften dieser Erscheinung wahrnehmen können, so auch das höhere Licht bzw. den Schöpfer, können wir nur im Maße unserer Ähnlichkeit mir der genannten Erscheinung empfinden).

Und in den von uns ausgeführten Geboten (Handlungen der Korrektur des Willens zu Empfangen zum Willen zu Geben, um den Schöpfer ähnlich zu werden), wo wir das Gute und den Genuss (vom Geben, vom Schöpfer) schmecken sollen, können wir keinen solchen Geschmack empfinden, damit wir die Scham während des Genusses nicht fühlen.

Und gerade deswegen wurde diese Korrektur (Die Verhüllung des Lichtes, des Genuss vom Geben und von der Liebe) gemacht, entsprechend welcher wir im Moment des Genusses verpflichtet sind um des Gebens willen zu handeln, sonst stehen unsere Handlungen unter eine Verhüllung.

RaBaSCH. Schalavej Sulam. „Heiligkeit und Reinheit in der Arbeit“. 1991. Art. 28.

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Ein einfaches Schöpfungsschema

In Wirklichkeit befinden sich alle Welten innerhalb des „Nächsten“. Dieser Nächste (bzw. Gruppe) ist Malchut der Unendlichkeit. Ich befinde mich außerhalb von ihr.

Zuerst entwickelt sich in mir im Laufe von mehreren Generationen das irdische Verlangen zu genießen. Später, in der heutigen Zeit (in unserem Reinkarnationszyklus), beginnt sich in mir ein „Punkt“, das spirituelle Verlangen, zu entwickeln, und bei den Versuchen, mich der Gruppe anzunähern, empfinde ich meine Natur als egoistisch und böse, ich erlange die Erkenntnis des Bösen – erkenne meinen bösen Trieb.

Aus der Erkenntnis des Bösen, in dem Maße der Erkenntnis dessen als böse, während des Kabbala-Studiums in der Gruppe, verlange ich nach der Korrektur durch das Licht, das zur Quelle, zur Ähnlichkeit mit dem Schöpfer, zurückführt. All das geschieht, während ich mich noch außerhalb der Verbindung mit dem Nächsten befinde.

Wenn ich zur Entscheidung komme, dass ich die Verbindung mit dem Nächsten erreichen muss, ist es so, als ob ich die Gruppe von außen berühren würde.

Dann fange ich an, mit Hilfe des Lichts, das zur Quelle zurückführt, – des umgebenden Lichts, welches mir aus dem Inneren, aus der Mitte von Malchut der Unendlichkeit scheint, – mich mit der Gruppe zu verbinden.

Alle Schritte meiner Vereinigung mit der Gruppe, des Ausmaßes der Verbindung zwischen uns, sind eben jene 125 Stufen bzw. fünf Welten: Assija, Yezira, Brija, Azilut, Adam Kadmon.

Wenn ich die wahrhafte Enge, untrennbare Verbindung erreiche, indem ich mich in der Mitte dieses „Nächsten“ befinde und vollkommen mit ihm verschmelze, nennt sich dieser Zustand für mich die „Welt der Unendlichkeit“.

O“M – Or Makif, das umgebende Licht, A – Assija, Y – Yezira, B – Brija, A – Azilut, AK – Adam Kadmon, W“U – die Welt der Unendlichkeit.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 17.09.2010

 

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Die Freude über die Auflösung des Zweifels

Es gibt keine größere Freude als jene, die entsteht, wenn Zweifel sich auflösen. Zweifel entstehen aus dem Gegensatz zwischen Empfangen und Geben, zwischen dem Licht und dem Wunsch. Wenn ich diesen Unterschied beseitige und beide in Einheit zusammenführe, entsteht ein unvergleichlicher Genuss: die Freude ihrer Verschmelzung.

Zwei Zustände, die von Natur aus gegensätzlich sind, verbinden sich plötzlich, schließen Frieden – und daraus entsteht eine wahre Explosion der Freude. So bin ich geschaffen, dass ich darin Genuss empfinde.

Denn Genuss ist das Ergebnis des Lichtes im spirituellen Gefäß, im Verlangen. Und dieses Licht kann nur in dem Maß empfunden werden, in dem es dem Verlangen entspricht. Was empfinde ich also? Mein Verlangen? – Nein!

Das Licht? Nein! Ich empfinde das Ergebnis ihrer Wechselwirkung – entweder Leiden oder Genuss.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „die Wissenschaft der Kabbala und ihr Wesen“.

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Kabbalisten über das Ziel der Schöpfung, Teil 3

Anmerkungen in Klammern sind von mir: Dr. Michael Laitman

Was ist das Ziel der Schöpfung?

Zu welchem Zweck schuf der Schöpfer all diese Schwere? Um das Geschöpf auf eine bedeutendere und wichtigere Stufe zu erheben, damit es den Schöpfer genauso wahrnehmen kann, wie bei der menschlichen Empfindung, die ihm bereits eigen ist. Damit im gleichen Maße, wie er den Wunsch seines Freundes kennt und fühlt, könnte er auch die Wege des Schöpfers erlernen.

Baal HaSulam. „Die Lehre der Kabbala und deren Wesen „

Die Absicht des Schöpfers im Bezug auf das Geschöpf seit dem Moment von dessen Erschaffung besteht , ihm Sein Höheres Wesen zu offenbaren.

Und die Erkenntnis des Höheren Wesens des Schöpfers offenbart sich im Geschöpf in Form der Empfindung des Genusses, die ständig ansteigt, bis sie das erwünschte Maß erreicht.

Dadurch erheben sich die Gefallenen in wahrem Bewusstsein Seiner Erkenntnis und der Verschmelzung mit Ihm, bis sie schließlich die endgültige Vollkommenheit erreichen: „Niemand außer Dir wird einen anderen Schöpfer sehen „.

Baal HaSulam. „Gabe der Tora“, P. 6

Der Mensch ist erschaffen, damit er den Himmel emporhebe (von sich, vom untersten zentralen Punkt, den zusammengezogenen leeren Raum mit dem Eigenschaft des Gebens, mit dem Licht, aufzufüllen, indem man seine Grenze bis zur Welt der Unendlichkeit emporhebt)

Rabbi Menachem Mendel von Kotzk

Das Ziel der Schöpfung ist unvergleichbar schön, denn sogar so ein kleines und schwaches Funken wie die Menschenseele kann in ihrer Erkenntnis über Engel der Dienst (Kräfte des Gebens, die keine Willensfreiheit, wie in unserer Welt Tiere, haben) hochsteigen.

Baal HaSulam. „Horn des Messias“

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