Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Worin besteht unsere Freiheit?


Zwei Fragen, die ich in Bezug auf „freien Willen“ erhielt:

Frage: Haben unsere Handlungen in dieser Welt einen Einfluss auf die Höheren Welten?

Meine Antwort: Nur eine einzige. Sie wird als „freier Wille“ bezeichnet und besteht darin, die Größe des Gebens von seiner Umgebung (vom Lehrer, von Büchern und Freunden) zu empfangen, sowie der Erkenntnis, dass Freiheit nur mit der Hilfe des Höheren Lichtes erreicht werden kann. Keine unserer anderen Handlungen – in jeder der Welten – kann als „frei“ bezeichnet werden oder mit anderen Worten, als eine Handlung, die wir „selbst“ ausführen.

Frage: Ich lerne seit ungefähr einem Jahr und habe viele Ihrer Bücher gelesen. Am Anfang war ich durch den Stoff, den ich studierte, sehr inspiriert; er erweckte viele unterschiedliche Gedanken und Gefühle in mir. Jetzt bin ich gegenüber meinem körperlichen Leben absolut gleichgültig, aber ich fühle mich durch den Stoff, den ich studiere, auch nicht inspiriert. Was soll ich tun?

Meine Antwort: Die Art und Weise, in der Sie von dieser Welt keine Inspiration empfinden, ist gut. Um sich jedoch von der spirituellen Welt inspiriert zu fühlen, müssen Sie dafür kämpfen. Spirituelle Inspiration können Sie durch den Lehrer, die Bücher und Freunde, die nach Spiritualität streben, erhalten. Sie werden diese Inspiration niemals in sich selbst finden; nur in der richtigen Umgebung. Lesen Sie den Artikel „Die Freiheit“, da er dies behandelt. Sie können sich nur in dem Maß auf das Schöpfungsziel hin entwickeln, in dem Sie sich die Größe des Ziels aneignen.

sd

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Kapitel 5 aus dem Buch Das Licht der Kabbala: Der freie Wille

Wut in Fortschritt umwandeln


Eine Frage, die ich erhielt: Es ist gut, sich rechtfertigen zu können, aber wie kann ich dies tun, wenn ich eine brennende Wut auf die ganze Welt empfinde? Ich meine, ein Mensch hat nichts außer seinen eigenen Gefühlen und wenn er sich schlecht fühlt, wie kann er dies dann rechtfertigen? Ich weiß, dass ich an alles als von Oben kommend denken muss und dass „es niemanden außer Ihn gibt“. Aber was ist mit allem, das wirklich verkehrt ist? Selbst wenn ich mich an den Schöpfer wende, er solle mich vor meinen Gefühlen bewahren und meine Absicht korrigieren, fühle ich mich festgefahren. Was sollte ich tun?

Meine Antwort: Wir können uns nicht selbst korrigieren; das kann nur das Höhere Licht, denn nur das Höhere Licht kann jede Handlung in unserer Welt erzeugen. Wir geben uns der Illusion hin, dass wir die Dinge tun. Wir bewegen uns, als wären wir in der Dunkelheit und denken, wir wären die aktiven Objekte dieser Welt. Jedoch beeinflussen in Wirklichkeit unsere Verlangen das Höhere Licht und erwecken seine Reaktionen in dem Maße unserer Ähnlichkeit oder Unähnlichkeit mit Ihm. Das Programm des Höheren Lichtes ist es, uns zu erheben, um wie Er zu werden. Sind unsere Handlungen entgegengesetzt diesem Programm, erwecken wir dann seine korrigierende Erwiderung, die negative Kraft – die Leiden – auf uns selbst. Wenn wir Seine Handlungen studieren und anstreben, wie Er zu werden und Seinem Programm entsprechen, werden wir uns folglich sorglos fühlen. Wir werden anfangen, das Licht – den Schöpfer -zu enthüllen und uns selbst innerhalb Ihm verspüren, in der Welt der Unendlichkeit und Perfektion.

Einige kabbalistische Definitionen


Eine Frage, die ich erhielt: Damit die Menschen einander verstehen können, d.h. „eine gemeinsame Sprache“ sprechen, müssen sie die gleichen Konzepte verwenden. Ich denke, Sie werden oft missverstanden, weil, wenn wir Ihre kabbalistischen Begriffe hören, spritzen wir unsere eigenen Assoziationen ein. Also, können Sie bitte die folgenden Begriffe definieren:

Meine Antwort:

Verlangen – das gesamte Material der Schöpfung, derjenige Ort, wo das Licht (das Empfinden des Schöpfers) empfangen wird.
Absicht – der Zweck, das Ziel, für die eine Aktion durchgeführt wird.
Zustand – ein Empfinden in dem Verlangen und in der Absicht.
Gefühl – a) sensorisches Organ, b) das Empfinden.
Empfinden – die Reaktion des Verlangens zu dem, was er in sich fühlt.
Wahrnehmung – Das Ausmaß des Empfindens.
Freude – das Empfinden der Erfüllung in sich selbst oder in jemand anderem.
Euphorie – das Gefühl über dem Masach (Schirm).
Leid – das Gefühl des Fehlens dessen, was verlangt wird.
Traurigkeit – ein Zustand geringer Erfüllung.