Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Gefühl'

Der Egoismus zerstört sich selbst


Drei Fragen, die ich über den Egoismus und seine Folgen erhielt

Frage: Wir lernen, dass die Menschen im Verlauf der Menschheitsgeschichte Genüsse angestrebt haben, angefangen mit den Grundgenüssen (Nahrung, ein Zuhause usw.) bis zu den vielschichtigeren, wie Wissen und Wahrheit. Es wäre logisch anzunehmen, dass heutzutage die Menschheit mehr am Wissen interessiert sein sollte. Aber es sieht so aus, als ob wir stattdessen mehr um die elementaren Dinge kämpfen, als um alles andere. Heute scheint es, als ob die körperlichen Werte für uns wichtiger sind, als die des Verstandes und des Wissens.

Meine Antwort: Hungernde Menschen suchen nach nichts anderem als Nahrung. Und in unserer technisch entwickelten Ära, wo sich so viele Möglichkeiten bieten, fangen wir an zu begreifen, dass uns Reichtum, Ruhm, Macht und Wissen nicht glücklich machen. Dies wird zuerst von der jüngeren Generation empfunden und ist der Grund für die Gefühle der Leere und der Depression. Der Wachstum des Egoismus führt zu seiner eigenen Zerstörung. Er stellt seine Unfähigkeit dar, das Glücklichsein zu erreichen und er zwingt uns dazu, ihn auf die einzige andere mögliche Art und Weise zu benutzen – zum Geben anstatt zum Empfang.

Frage: Kann der Egoismus die Zerstörung der Seele bewirken? Was passiert mit Menschen wie Hitler und Saddam Hussein? Gibt der Allmächtige ihnen eine Chance Lishma zu erlangen?

Meine Antwort: Sie werden auf jeden Fall Lishma erlangen, die vollständige Verschmelzung mit dem Schöpfer. Sie werden ganz und gar rechtschaffen sein, weil die Führer in unserer Welt nur Werkzeuge in den Händen der Natur sind und wir sind es, die deren schreckliches Verhalten und ihre Taten in dieser Welt veranlassen, dadurch, dass wir der Natur so entgegengesetzt sind. Unser Ungleichgewicht mit der Natur (dem Gesetz des Gebens) erzeugt die negativen korrigierenden Kräfte, wie diese schrecklichen Regenten/Mittler, von denen Sie sprechen.

Frage: Aus den Nachrichten in allen Sprachen, auch auf Englisch, Französisch und Deutsch, erfahren wir, wie immer mehr Mütter ihre Kinder töten, essen und brutal behandeln. Das ist doch etwas völlig Unnatürliches! Wie sollen wir dieses Phänomen verstehen?

Meine Antwort: Wir sollten diese Erscheinungen als Folge unseres Egoismus betrachten, der die letzte Stufe seines Wachstums erreicht hat. Die Propheten schrieben, dass Mütter ihre Kinder töten und essen werden, wenn wir unseren Egoismus nicht vorher korrigieren. Lesen Sie die Propheten!

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Shamati 20: Lishma

Der Schöpfer ist Ihr korrigiertes Selbst


Zwei Fragen, die ich über den Schöpfer erhielt:

Frage: Ich verstehe das nicht. Wir versuchen, uns mit einem spirituellen Wesen zu verbinden, das wir nicht wahrnehmen können, das Schöpfer genannt wird – der eigentlich für jedermanns Schicksal verantwortlich ist und möchte, dass wir zu ihm streben und nur zu ihm – indem wir Bücher studieren und Sie sagen mir, da ist nichts Magisches oder Mystisches daran?

Meine Antwort: Der Schöpfer ist Ihr korrigiertes Selbst, denn Sie wurden idealerweise entgegengesetzt zu Ihm geschaffen. Wir schreiben „Ihm“ mit einem Großbuchstaben einzig als Zeichen des Respekts für diese Eigenschaft der „selbstlosen Liebe und des Gebens“. Das heißt, Sie erforschen sich selbst, um sich ins Gegenteil zu verändern. Das ist Kabbala – die Entdeckung der Eigenschaft des Gebens in sich selbst.

Frage: Wie kann sich die Verbindung mit dem Schöpfer, der gut ist und Gutes tut, durch negative Gefühle äußern?

Meine Antwort: Solange ein Mensch seine Verlangen noch nicht korrigiert hat, kann er in ihnen negative Empfindungen wahrnehmen. Gleichzeitig kann er sich aber über die Tatsache freuen, dass er diese Empfindungen hat, denn sie sind Teil des Prozesses, diese Verlangen zu korrigieren. Sobald sie korrigiert werden, erhebt er sich über sie und trotz jeglicher Empfindungen, die er in ihnen wahrnimmt (sogar mangelnde Erfüllung), wird er in der Lage sein, nur das Glück und die Güte, die diese Welt ausfüllen, zu empfinden! Denn er erlangt Glauben über dem Verstand – er ist mit der Eigenschaft des Gebens erfüllt, obwohl seine Verlangen, gefüllt zu werden, leer sind.

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Zwei Fragen, die ich über geeignete Universitätsstudien erhielt

Frage: Ich bin Student im Aufbaustudium und ich denke, dass das Schreiben meiner These und die Beherrschung wissenschaftlicher Sachkenntnisse mir in der Zukunft hinsichtlich der Kabbala-Verbreitung helfen könnten, d. h. indem ich helfe, es in den wissenschaftlichen Bereich einzubeziehen. Jedoch kann ich mich nicht aktiv in solch einen Job einbringen. Der Gedanke an Wertlosigkeit und Inkorrektheit der ganzen wissenschaftlichen Forschung und unfruchtbarer Theorien nervt mich und um eine These zu schreiben, bin ich genötigt, bündelweise Stumpfsinn zu lernen und zu wissen. Wie kann ich mich selbst motivieren? Ist es für die Verbreitung wirklich erforderlich?

Meine Antwort: Wenn man ein spirituelles Streben hat und überzeugt ist, dass es ernst, langfristig und durch seinen Ehegatten unterstützt wird, dann muss diese Person einen Beruf meistern, der ihm erlauben wird, seine Familie zu unterstützen und dann der Spiritualität, der Korrektur der Seele, nachgehen. Da Sie jedoch bereits auf Doktorranden-Niveau sind, empfehle ich Ihnen, dies abzuschließen und dann entsprechend Ihrer Spezialisierung einen ruhigen Job zu finden und in die Kabbala einzutauchen.

Frage: Ich wüsste gern, wie lange die Gefühle der Leere und Einsamkeit andauern werden. Wie kann ich meinen Eltern erklären, dass ich nicht zur Universität gehen will, dass ich nichts anderes will, als Kabbala zu studieren?

Meine Antwort: Genau genommen verpflichtet Kabbala eine Person geradezu, einen Job zu haben, sich zu verheiraten und nur dann Kabbala zu studieren. Diese Welt wurde in der vollkommenen Harmonie mit der Höheren Welt geschaffen. Wenn Sie es entgegengesetzt der Art, wie der Schöpfer es vorgesehen hat, tun, werden Sie nicht im Stande sein, Gleichwertigkeit mit Ihm zu erreichen.
Die Reihenfolge, in der die Probleme des Lebens zu lösen sind, ist wie folgt:

* Spezialisierung
* Job
* Hochzeit
* Kabbala!!!

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Freuen Sie sich über die Abstiege!


Fragen, die ich erhielt über die Abstiege auf dem spirituellen Weg

Frage: „Es gibt keinen rechtschaffenen Menschen, der nicht sündigte.“ Was geschieht zwischen den Stufen, wenn sich ein Mensch in einem Abstieg befindet und alles, was er erreicht hatte – das Licht und den Schöpfer – in die Klipot fallen? Wie kann ein Mensch mit diesem schweren Gefühl leben?

Meine Antwort: Wie Baal HaSulam im Buch Pri Chacham (Briefe) schreibt, muss ein Mensch über einen Abstieg froh sein, da dies die Enthüllung seiner unkorrigierten Eigenschaften ist. Und wenn das Böse in einem Menschen enthüllt wird, bedeutet das, dass er bereits die Stärke, das Verständnis und die Fähigkeit hat, solche Eigenschaften zu korrigieren und über diese zur nächsten Stufe aufsteigen kann. Deshalb gibt es keinen Grund, sich schlecht zu fühlen, selbst während dem größten Abstieg nicht! Die größte Strafe ist es für einen Menschen, vom Schöpfer in seinen Gedanken und Wahrnehmungen getrennt zu sein.

Frage: Wie kann ich auf dem spirituellen Weg den Zustand überwinden, in dem ich einen Mangel an Energie verspüre? Ein Mensch weiß, was seine Aufgabe in der Welt ist und er versucht, alles was geschieht mit dem Schöpfer zu verbinden, doch hat er immer noch keine Energie, irgend etwas zu tun, er kommt mit der körperlichen Welt nicht zurecht, er kann einfach überhaupt nichts tun und würde am liebsten versuchen zu verschwinden und überhaupt nichts zu fühlen…

Meine Antwort: Es gibt viele Zustände wie diesen und sie sind sehr unterschiedlich. Es liegt in unserer Macht, die Geschwindigkeit zu erhöhen, mit welcher wir durch diese Zustände hindurch gehen, doch ist es unmöglich, diese auszulöschen und Sie sollten niemals denken, dass diese unnötig wären. Diese Zustände befinden sich alle in Ihnen und müssen sich manifestieren und Sie müssen deren Offenbarung rechtfertigen und darüber aufsteigen. Wie? Sie sollten realisieren, das alles was Sie wahrnehmen vom Schöpfer kommt, da „es nichts außer Ihm gibt“. Alles geschieht zu Ihrem Wohle, da „Der Schöpfer gut ist und Gutes tut.“ Der beste Weg, dies praktisch, korrekt und schnell in sich aufzunehmen, ist, einer Gruppe beizutreten und zu verbreiten.

Frage: Ich habe verschiedene Probleme und ich weiß nicht, ob diese eine psychologische Ursache haben oder eine Konsequenz des Kabbalastudiums sind. Was würden Sie mir raten?

Meine Antwort: Wenn Menschen psychologische Probleme (Geisteskrankheiten) haben, dann dürfen diese normaler Weise nicht Kabbala studieren oder nur unter der Aufsicht eines Arztes und einer speziellen Einstellung von uns studieren. Wenn Sie jedoch mental gesund sind, dann ist die einzige Sache, die Ihnen helfen kann, die Verstärkung Ihrer Studien. Dies liegt daran, dass jedem Aufstieg ein Abstieg voraus geht und sie den Abstieg nicht auslassen sollten, sondern durch eben diesen aufsteigen sollten, mit einer Anstrengung, indem Sie die Größe des Ziels erheben und durch die Gewissheit, dass das Licht des Studiums sie erheben wird.

 

Bewusste Beschleunigung in Richtung Sinn des Lebens


Eine Frage, die ich erhielt: Ich habe unterschiedliches kabbalistisches Material über das letzte Jahr hinweg gelesen und gesehen. Manchmal interessiere ich mich sehr für Kabbala und an anderen Tagen bin ich zu beschäftigt mit Alltäglichem und der Suche nach Vergnügen. Über diesen Zeitraum hinweg begann ich langsam zu fühlen, dass in mir etwas passiert. Ich wurde betrübter und unzufriedener. Aber vor einiger Zeit haben meine früheren Gefühle und mein Leben die Veränderungen vervollständigt, durch die sie gegangen waren. Ich habe einen Verlust erfahren und plötzlich begann mein Herz so stark zu schmerzen, dass ich nicht wusste, wo ich mich vor diesem Schmerz verstecken konnte. Ich verstand, dass es nichts anderes in dieser Welt gibt, was mich befriedigen kann. Zum ersten Mal in meinem Leben begann ich Kabbala mit Leidenschaft zu studieren. Ich fing an, den Anfängerkurs im Internet zu sehen. Die erste Lektion war wie der Himmel für mich. Ich weiß nicht, warum ich mich während des Sehens so unglaublich gut fühlte. Mein Herz tut immer noch dann weh, wenn ich keine Lektionen sehe.

Meine Antwort: Es gibt einen Weg für jeden und niemand kann einen anderen Weg wählen. Es gibt eine Möglichkeit, den Weg in Richtung des Ziels der Schöpfung bewusst zu nehmen, während andere ihn gegen ihren Willen und viel langsamer gehen. Ein Mensch der dem bewussten Weg folgt, erfährt auch sehr viel Traurigkeit und seelische Belastung, aber alles hängt vom Umfeld ab. Man muss seine Augen schließen und sich völlig der Umgebung überlassen. Jeden Tag gibt es mehr unglückliche und zerstörte Menschen in der Welt. Stellen Sie sich einfach vor, dass Sie an den selben Ort gehen, an dem sie sind und dass der einzige Unterschied darin besteht, dass sie gehen, während Sie parallel zu ihnen auf einer Rolltreppe vorbeifliegen. Die schnellen Änderungen Ihrer Stimmung, Gedanken und Ihres Inneren passieren, weil Sie im Vergleich zu anderen Ihre Geschwindigkeit beschleunigen.

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Warum gibt es soviel Gewalt gegen Frauen?


Eine Frage, die ich erhielt: Kürzlich gab es eine dramatische Zunahme an häuslicher Gewalt in meinem Land. Jeden Tag werden Frauen von ihren Ehemännern oder Freunden umgebracht und es sieht so aus, als ob Männer die Frauen hassen. Die Tochter meines Kollegens wurde von einem Mann ermordet, mit dem sie sich erst seit zwei Monaten traf. Dies geschah, nachdem sie sich entschied, sich von ihm zu trennen. Im Vergleich dazu ist es sehr selten, dass Frauen Männer ermorden. Warum geschieht diese Gewalt gegen Frauen?

Meine Antwort: Am Anfang fühlt ein Mann, dass ihm die Frau unterlegen ist. Dieses Gefühl ist durch die Natur in ihm verwurzelt. Sinnbildlich gesprochen können wir das von der Geschichte des Sündenfalls verstehen: von der spirituellen Wurzel her ist die Korrektur der Frau vom männlichen Teil des Klis abhängig und dies wird in unserer Welt als unsere Wahrnehmung widergespiegelt und als Abhängigkeit der Frau und als ihr Bedürfnis nach Hilfe, um Kinder auf die Welt zu bringen und sie aufzuziehen – selbst wenn das dem Ehemann zugeschrieben wird. Das einzige, das diese Beziehung in unserer Welt korrigieren kann, ist die Erkenntnis, dass sie Partner sein müssen, um zum Schöpfer aufzusteigen. Darüberhinaus spielen die Hilfe und das Verlangen der Frau eine große Rolle, welche die Frau erforderlich, wertvoll und unentbehrlich für Männer macht, um das Licht zu enthüllen.

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Ich oder der Schöpfer?


Zwei Fragen, die ich darüber erhielt, ob es der Schöpfer ist, der die Kontrolle hat, oder der Mensch

Frage: Was kommt zuerst? Mein Verlangen, auf dem Weg in Richtung des Ziels voranzuschreiten, das Verständnis, dass alles zum Wohle der Korrektur geschieht, ohne den Schöpfer und Seine Ausrichtung, die Schöpfung zu korrigieren, zu fühlen oder erwirbt man erst das Verständnis, dass der Schöpfer alles tut, um uns auf verschiedene Arten Gutes zu tun und wir Sein Verlangen füllen möchten?

Meine Antwort: Dieser Widerspruch, „Was kommt zu erst?“ oder „Wer hat die Macht?“ wird immer in Ihnen bleiben, bis zum endgültigen Ende der Korrektur. Wer bestimmt Ihre Gedanken, Gefühle und Handlungen – Sie oder der Schöpfer? Dieser Widerspruch wird erst verschwinden, wenn Sie sich mit Ihm zu einem Ganzen vereinigen!

Frage: Ich bin willens, die Idee zu akzeptieren, dass ich mich selbst korrigieren muss, aber es ist schwer für mich, die Idee zu akzeptieren, dass alles durch den Schöpfer geschieht. Wenn ich einen Abstieg erlebe, dann tut der Schöpfer das für meine Korrektur. Wenn ich einen Aufstieg erfahre, dann gab ihn mir der Schöpfer. Jedoch fühle ich nicht, das irgendetwas vorherbestimmt ist. Was soll ich tun?

Meine Antwort: Versuchen Sie zu fühlen, dass alles, was in Ihren Gedanken und Gefühlen und alles was um Sie herum passiert, dass dies alles vom Schöpfer kommt! Wenn Sie kabbalistisches Material studieren (Baal HaSulam) und sich bemühen, dann ziehen Sie während des Studiums das Licht der Korrektur an (Or Makif – lesen Sie den Punkt 155 in der „Einführung zu Talmud Eser Sefirot“ und allmählich, wie aus einem Nebel heraus, wird dieses Licht Ihnen den Schöpfer enthüllen!

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Wo ist mein Platz in der Kabbala?


Drei Fragen, die ich darüber erhielt, wie wir in das spirituelle Puzzle hineinpassen:

Frage: Ich bin ein bisexueller Mann und spiele in Beziehungen mit Männern immer die Rolle des Mannes. Seit ich angefangen habe, mich für Kabbala zu interessieren, habe ich jedoch im Allgemeinen nahezu jegliches Interesse für beide verloren, Männer und Frauen. Kann ich in einer Gruppe studieren?

Meine Antwort: Bitte schreiben Sie uns und erklären Sie, in welcher Weise Sie Männer betrachten, wenn Sie eine längere Zeit nebeneinander sind, wenn Sie zusammen studieren, zusammen arbeiten, zusammen reisen, zusammen trinken und sich umarmen, mit Männern zusammen singen und tanzen. Was empfinden Sie, wenn Männer Sie anschauen und Sie umarmen? Sobald Sie geantwortet haben, werden wir uns Ihre Situation weiter anschauen.

Frage: Ich habe mich nie so schlecht gefühlt wie jetzt. Ich will mich verbessern, doch der Zustand, in dem ich mich schon seit drei Tagen befinde, ist untragbar und schrecklich, erstreckt sich von der Frage „Wozu dient das alles? Warum lebe ich?“ bis „Ich will nicht weiterleben.“ Ich habe kabbalistische Bücher, Musik und Lektionen und ohne diese wäre ich nicht in der Lage weiterzumachen. Aber ich will nicht, dass sich mein Leben auf das Gefühl gründet, in einen Abgrund meines eignen Schmutzes hinab gesenkt worden zu sein und ich versuche, daraus auszubrechen!

Meine Antwort: Es gibt nichts außer einem Menschen und dem Schöpfer – also wenden Sie sich an Ihn. Ihr Appell an den Schöpfer wird erfolgreicher sein, wenn Sie in einer Gruppe studieren und Kabbala verbreiten.

Frage: Jede Seele ist ein Teil des allgemeinen Puzzles. Männer versammeln ihre Teile, um ein Kli zu formen. Wenn eine Person die Verbindung verliert und aus dem allgemeinen System herausfällt, dann gibt es ein „Loch im Boot“, es gibt kein Licht. Dies erscheint klar genug. Aber wie passt die weibliche Seele in dieses Puzzle? Ich fühle mich wie nicht dazugehörend.

Meine Antwort: Diese weibliche Empfindung, mangelhaft zu sein (nicht nach Freud, aber gemäß Kabbala), wird Sie (ebenso wie alle Männer, die ihre Malchut korrigieren) den ganzen Weg über bis zum Ende der Korrektur begleiten. Sie erhalten das Licht von Oben durch die globale Männergruppe, auf dieselbe Weise wie jeder Mann. Und genau wie die Männer, fügen Sie Ihr Puzzleteil, Ihre Seele, in die allgemeine Seele von Adam ein! Sie gleichen in jeder Hinsicht den Männern, ausgenommen der Tatsache, dass diese das Licht anziehen. Die Männer (die männlichen Teile der allgemeinen Seele) akzeptieren ungern Ihre Verlangen und sie gehen hinaus, um zu jagen und zu arbeiten, um das Höhere Licht für alle anzuziehen.

Kabbala ist da, wenn einem die Decke auf den Kopf fällt!


Eine Frage, die ich erhielt: Mein ganzes Leben lang habe ich das Gefühl, dass mir die Decke auf den Kopf fällt! Dauernd passiert mir etwas Schlechtes und ich bin nur dabei, das alles zu überleben. Warum passiert mir das? Und was soll ich mit diesen Situationen anfangen? Ich möchte auch betonen, dass es mir nicht so sehr um die Frage „Was ist der Sinn meines Lebens?“ geht, sondern eher um die Frage „Warum passiert mir das alles?“.

Meine Antwort: Beide sind die gleiche Frage. Wie Baal HaSulam in Punkt 2 in der Einführung zum Talmud Eser Sfirot schreibt: „Was bedeutet Leiden?“ und „Wer braucht es?“. Das Studium der Kabbala hilft Ihnen dabei, alles zu verstehen. Und warum gerade Kabbala? Weil Kabbala die einzige Wissenschaft ist, die den Ursprung unserer Existenz erklärt. Zur Zeit erleben Sie diese Quelle im Negativen. Sie sind jedoch in der Lage, die Art, wie sie Sie behandelt, zu ändern.

Ich wiederhole, der Schöpfer ist die einzige Quelle von allem, das Ihnen geschieht, weil er die gesamte Existenz lenkt. Wenn Sie Kabbala studieren, dann werden Sie herausfinden, warum Er Sie zu jedem gegebenen Zeitpunkt so behandelt, wie Er das tut. Ihre Frage über die Bedeutung und den Ursprung von Leiden ist eine kabbalistische: Leiden stellt den Anfang einer Erkenntnis dar, in der man sich als menschliches Wesen wahrnimmt, d.h. als einen Menschen, der seine Beziehung zum Schöpfer aufnimmt.

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Kabbalah Today: A New Direction
What is the Meaning of Life? – Rav Michael Laitman PhD talks about the Wisdom of Kabbalah

Worin besteht unsere Freiheit?


Zwei Fragen, die ich in Bezug auf „freien Willen“ erhielt:

Frage: Haben unsere Handlungen in dieser Welt einen Einfluss auf die Höheren Welten?

Meine Antwort: Nur eine einzige. Sie wird als „freier Wille“ bezeichnet und besteht darin, die Größe des Gebens von seiner Umgebung (vom Lehrer, von Büchern und Freunden) zu empfangen, sowie der Erkenntnis, dass Freiheit nur mit der Hilfe des Höheren Lichtes erreicht werden kann. Keine unserer anderen Handlungen – in jeder der Welten – kann als „frei“ bezeichnet werden oder mit anderen Worten, als eine Handlung, die wir „selbst“ ausführen.

Frage: Ich lerne seit ungefähr einem Jahr und habe viele Ihrer Bücher gelesen. Am Anfang war ich durch den Stoff, den ich studierte, sehr inspiriert; er erweckte viele unterschiedliche Gedanken und Gefühle in mir. Jetzt bin ich gegenüber meinem körperlichen Leben absolut gleichgültig, aber ich fühle mich durch den Stoff, den ich studiere, auch nicht inspiriert. Was soll ich tun?

Meine Antwort: Die Art und Weise, in der Sie von dieser Welt keine Inspiration empfinden, ist gut. Um sich jedoch von der spirituellen Welt inspiriert zu fühlen, müssen Sie dafür kämpfen. Spirituelle Inspiration können Sie durch den Lehrer, die Bücher und Freunde, die nach Spiritualität streben, erhalten. Sie werden diese Inspiration niemals in sich selbst finden; nur in der richtigen Umgebung. Lesen Sie den Artikel „Die Freiheit“, da er dies behandelt. Sie können sich nur in dem Maß auf das Schöpfungsziel hin entwickeln, in dem Sie sich die Größe des Ziels aneignen.

sd

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Kabbala Heute # 3: Ein Kabbalist, ein Genetiker und der Sinn des Lebens
Kabbala Heute # 3: Die Freiheitsdepression
Kapitel 5 aus dem Buch Das Licht der Kabbala: Der freie Wille