Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Gefühl'

Die größte Macht stammt daher, sich vor anderen zu ergeben


Macht ist die fundamentale Eigenschaft des Egoismus. Wenn wir sie verlieren, fühlen wir uns, als ob wir uns selbst verloren hätten. Sogar unsere Wahrnehmung der Dinge um uns herum gründet sich auf das Gefühl von Macht: Unsere Sinne empfinden alles, indem sie ihren Einfluss auf unterschiedliche Objekte, Dinge und Kräfte auswerten – indem sie abwägen: „wer ist stärker?“.

Wenn der Mensch sich seinem ständigen Streben, über seine Umgebung herrschen zu wollen, bewusst wird (noch einmal – ohne dieses Streben kann man seine Umgebung nicht wahrnehmen), dann führt diese Erkenntnis dazu, das Böse in sich selbst zu begreifen. Dann spürt er das Bedürfnis, seiner alles umfassenden Lust, über alles zu herrschen, abzusagen und sie mit der ihr gegenteiligen Eigenschaft – „Anava“ (fehlend) – zu ersetzen.

Innerhalb dieses Bestrebens, oder der Eigenschaft, enthüllt man den Schöpfer. Er verbirgt sich vor uns innerhalb dieser Eigenschaft, um uns die Gelegenheit zu geben, die gleiche Höhe, Allmacht, Unabhängigkeit, Größe und Demut der Liebe zu erlangen, wie Er sie hat – ohne Seinen offenkundigen Einfluss.

Der Mensch enthüllt dann, dass er gerade dadurch Macht über alles erlangt, indem er sich anderen ergibt, weil er dann in das allgemeine Licht aufgenommen wird. Diese Wechselbeziehung – „der Schöpfer und das Geschöpf“ – kann als ruhiges, allmächtiges und einfaches weißes Licht beschrieben werden, das alles erfüllt und in seinem Inneren befinden sich kleine, schwarze egoistische Bälle, die unruhig auf und ab springen, weil sie danach streben, ihren albernen Stolz, ihre Arroganz und Macht zu verstehen.

Es steht geschrieben: „An dem Ort, an dem Du die Größe des Schöpfers erreichst, erreichst Du Seine Demut (Anava).“ Deshalb kommt Macht durch die Eigenschaft der Liebe und des Schenkens.

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Das Internet ist einfach ein Schritt in die Richtung, unsere wahre Verbindung mit jedem zu erlangen


Ich erhielt folgende Frage: Was erwarten Sie von der Entwicklung des Internets und anderen Mitteln der Kommunikation? Ich sehe wie sehr Sie auf sie und ihre Entwicklung vertrauen.

Meine Antwort: Das Internet lässt die Menschheit unvorstellbar schneller voranschreiten. Dennoch denke ich, dass sich in Zukunft die Mittel der Kommunikation auf ein anderes Level erheben werden, denn draußen muss die Verbundenheit miteinander sogar noch deutlicher werden. Schon bald wird es neue Möglichkeiten der Vereinigung geben, welche das Gefühl der Distanz zwischen uns allen auslöschen werden. Zeit und Raum werden nicht länger Hindernisse zwischen uns sein.

Das ist für die Entwicklung des Egoismus notwendig und für uns, damit wir merken, dass er schlecht ist. So hat die Natur alles arrangiert, und das wird uns bald offenbart. Die gegenseitige Abhängigkeit und die Kommunikation erlauben es uns, durch den Kontakt mit anderen viele ihrer Erfahrungen zu erleben, ohne sie tatsächlich selbst durchzumachen. Durch die gegenseitige Einbeziehung beschleunigen wir die Entwicklung und Reifung jedes Menschen. Wir sehen mit unseren eigenen Augen, wie die Zivilisationen, die für Jahrtausende von der ganzen Welt isoliert waren – Japan und China, sich in nur einer Dekade mit der ganzen Welt vermischen. (aus der Lektion basierend auf dem Artikel „Das Wesen der Religion und ihr Ziel“ vom 21.07.2008.)

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Was ist Schmerz und wie können wir damit aufhören, ihn ständig zu spüren?


In unserer Welt ist Schmerz die Reaktion des Organismus zu einem Problem, das in ihm auftaucht. Es ist die Art des Organismus, uns zu sagen, dass etwas mit unserem Körper nicht stimmt. Zum Beispiel warnt uns Schmerz vor Gefahr und lässt uns die Hand vom Feuer wegnehmen. Schmerz zwingt uns dazu, uns zu bewegen, etwas/jemandem näher zu kommen oder Abstand zu nehmen, unsere Eigenschaften zu ändern, neue Standpunkte anzunehmen, uns der Ursache des Schmerzes bewusst zu werden und uns zu neuen Seinszuständen zu entwickeln.

Tatsächlich ist Schmerz die einzige Kraft, die fähig ist, auf unseren Egoismus einzuwirken: Schmerz, wenn wir uns mies fühlen oder wenn andere sich mies fühlen oder wenn andere sich wohl fühlen. Schmerz schiebt uns von hinten an und zwingt uns dazu, uns weiterzuentwickeln. Das Gefühl der Leere schiebt uns nach vorne in Richtung Erfüllung. Schmerz ist überall! All unsere Wahrnehmungen kommen von Zusammenstößen, Kontakt, Druck – oder mit anderen Worten, von Schmerz. Wir empfinden Genuss nur bei vorheriger schmerzvoller Wahrnehmung eines unerfüllten Verlangens, Leiden oder unerfüllter Erwartung.

Wenn wir jedoch aus dem Egoismus herauskommen und uns über den Machsom erheben, beginnen wir zu erkennen, dass wir unser Leben auf der Grundlage von vollständiger Erfüllung und Befriedigung leben können, anstatt auf der Basis von Mangel und Abwesenheit. Anstelle von Schmerz können wir Perfektion als Ausgangspunkt nehmen. Anstatt Dinge zu tun, weil wir sie tun müssen, können wir sie aus Liebe tun, ohne irgendwas zu benötigen.

Dies ist eine völlig andere Art des Daseins, eine andere Einstellung zur Welt, zu Menschen, zu dir selbst und natürlich – zum Schöpfer. Und wenn wir dies erreichen, wird sich der Schöpfer sofort für uns enthüllen, weil wir dann vollkommen werden, genau wie Er.

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Frauen auf dem Pfad der Kabbala


Fragen, die ich von Frauen darüber erhielt, wie man sicher sein kann, spirituell voranzuschreiten

Frage: Kann eine Frau den Machsom überqueren, ohne dass sie an einer Gruppe teilnimmt? Indem sie mindestens zwei Stunden pro Tag Ihre Bücher studiert?

Antwort: Um spirituell aufzusteigen muss eine Frau studieren und verbreiten.

Frage: Ist es möglich, dem Weg der Kabbala falsch zu folgen? Ich meine damit: wenn ich bei Bnei Baruch studiere und auch physisch alles erforderliche mache – verbreiten, Maaser zahlen, Kabbala studieren und Kontakt zur Gruppe halten – kann es dann sein, dass ich meine innere Arbeit trotzdem falsch mache?

Antwort: Vergleichen und überprüfen Sie sich selbst mit den Artikeln und Empfehlungen von Baal HaSulam und Rabash. Mit jedem Unterricht tauchen wir tiefer in diese entscheidende Frage ein.

Frage: Was ist der Unterscheid zwischen normalen Gefühlen und spirituellen Gefühlen? Wenn ich normale Gefühle habe, soll ich mich dann im Gedanken daran erinnern, dass sie nicht wahr sind? Und wenn ja, wie kann ich meinen Gefühlen vertrauen?

Antwort: Gerade jetzt sollten Sie nur studieren und das Licht wird Ihnen neue und korrekte Gedanken bringen, die Sie befähigen, alles richtig zu messen und zu beurteilen.

 
 

Es gibt keine Verbindung zwischen Drogen und dem Erlangen der Höheren Welt


Eine Frage, die ich erhielt: Diese Frage wurde in den Foren von arionline.info gestellt, doch befriedigte mich die Antwort nicht ganz. Ich hatte das Gefühl, dass dieses Thema wie jede gewöhnliche Situation übergangen und nicht mit Liebe gelesen wurde.

(Es folgt eine lange, detaillierte Beschreibung von Drogentrips eines 21jährigen Studenten aus Mexiko, der lange LSD genommen hatte. Er beschreibt, wie dies ihm die Möglichkeit gibt, die Höhere Kraft, die Höhere Wirklichkeit, wahrzunehmen sowie seine Verbindung mit der Kabbala. An einem Punkt erreicht er das Gefühl, dass seine Lebensaufgabe darin besteht, die Verbindung zwischen Spiritualität und LSD zu verstehen.).

Meine Antwort: Es gibt keine Verbindung zwischen Drogenerlebnissen und dem Erreichen der Höheren Welt, dem Schöpfer. Sie sind völlig von spirituellen Empfindungen getrennt und werden durch Ihre Wahrnehmungen der chemischen Reaktionen gesteuert. Ich rate, damit aufzuhören, wie Sie ihr Verhalten rechtfertigen. Vergessen Sie die Drogen und fangen Sie an, Ihre Seele zu korrigieren. Viel Glück!

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Nur der Einfluss des Höheren Lichtes kann dir die Wichtigkeit der Gruppe geben

Zwei Fragen, die ich über virtuelle Gruppen erhielt

Frage: Ich beginne, eine Art Ziehen in Richtung „Gruppen“ zu fühlen, doch ich weiß nicht, welche Gruppen oder warum. Ich war immer ein Außenseiter und „unabhängiger“ Einzelgänger. Ich möchte nur Information über virtuelle Gruppen: Was machen sie? Und wie kann ich mich einer anschließen?

Meine Antwort: Sie können mehr herausfinden, wenn Sie an diese Adresse schreiben.

Das Verständnis für die Wichtigkeit der Gruppe kommt vom Einfluss des Höheren Lichtes (Or Makif) auf Sie. Am Anfang versteht ein Mensch nicht, dass der einzige Weg, in die allgemeine Seele einzutreten, der ist, sich mit anderen zu verbinden. Er versteht nicht, dass es keinen anderen Weg in die spirituelle Welt, zu seiner Seele, gibt. Somit hätten Sie ohne den Einfluss des Höheren Lichtes nicht angefangen, das Verlangen nach der Gruppe zu empfinden. Und die Tatsache, dass Sie es empfinden, ist ein riesiger Erfolg! Jedoch stammt das größtenteils nicht von Ihnen, sondern von Oben. Wie Baal HaSulam schreibt, der Schöpfer bringt einen Menschen zur Gruppe und daher trifft Er die Wahl für ihn und die Wahl des Menschen liegt darin, sich selbst in der Gruppe zu festigen – in dem, worauf der Schöpfer Seine Hand legt. Und jetzt müssen sie es gebrauchen und entwickeln – es wird nicht von selbst geschehen.

Später wird der Schöpfer Sie von der Gruppe wegstoßen und Sie werden plötzlich beginnen, sie zu verachten, jedoch werden Sie denken, dass dieses Gefühl von Ihnen kommt, anstatt dass es vom Schöpfer mit einer Absicht zu Ihnen gesandt wurde und so weiter. Und Sie werden dieses Gefühl bekämpfen müssen, indem Sie die Wichtigkeit der Gruppe, der Einheit, der Shechina (der Ort der Enthüllung des Schöpfers) erhöhen.

Frage: Kürzlich erwähnten Sie, dass es Gruppen außerhalb von Bnei Baruch an einem Rav fehlt, der den Schöpfer repräsentiert, die Kraft des Gebens. Wie soll in diesem Fall eine virtuelle Gruppe funktionieren, da ihr ebenfalls die Führung durch einen Rav fehlt?

Meine Antwort: In der virtuellen Gruppe bin ich völlig präsent. Ich bin ihr Lehrer und jede Person ist mein Schüler, wenn sie es wünscht und lernt, was ich an sie weitergebe. Alles hängt nur von ihrem Verlangen ab.

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Blog-post: Die Virtuelle Gruppe ist Teil des gemeinsamen Klis
Blog-post: Anfängliche Probleme
Blog-post_ Spirituelle Führung und Ausrichtung in der Kabbala

Video Konferenz mit dem Kanadischen Fernsehen


Ich hatte eine Video Konferenz mit zwei TV Stationen aus Toronto – eine in Hebräisch und eine in Russisch. Ich fand heraus, dass Israelisches Fernsehen ausserhalb von Israel genau gleich ist wie „Israelis ausserhalb von Israel“. Anders gesagt: der größte und primitivste Egoismus in der Welt. Es gibt viele primitive Egoisten in der Welt, aber der Egoismus der Israelis ist beides gleichzeitig: riesig und primitiv. Nichtsdestotrotz scheint es, als fingen auch sie an, sich Fragen zu stellen, Zweifel zu haben und ein bestimmtes „Gefühl in der Magengrube“ zu entwickeln. Kanada, Australien und ähnliche Länder quetschen alles Menschliche aus den Menschen heraus und alles, was übrig bleibt, ist die tierische Neigung nach einem vollen Bauch und Seelenfrieden. Man kann dies an jedem Menschen erkennen, der in ein solches Umfeld eintritt.

Genauer gesagt bestimmt die Umgebung eines Menschen dessen Schicksal – entweder wandelt er durch sein Leben und sorgt sich um nichts anderes als seine leiblichen Bedürfnisse bis er schließlich das Zeitliche segnet oder er denkt tatsächlich ein Stück weiter. Durch nichts ermutigt die Kabbala die Menschen sich von etwas zu trennen oder zu leiden. Sie erklärt nur, dass eine Gesellschaft ihre Mitglieder zu Tieren macht, wenn sie deren Fragen nach dem Sinn des Lebens auslöscht.

Aber offen gesagt haben sogar die „Bourgeois“ in letzter Zeit begonnen, sich Fragen nach dem Zweck ihres Lebens zu stellen. In der Vergangenheit erachteten diese Leute es nicht einmal für möglich, dass sich jemand solche Fragen stellte und sie blickten einen verständnislos und völlig verdutzt an, wenn man über den Sinn des Lebens sprach..

Verwandtes Material:
Blog-post: Kritik des Buches „Meeting Kabbalah“
Blog-post: Kabbala L’Am – Ein Magazin für echte Männer

Wie wir im Dunkeln herumtasten, um die spirituelle Wahrnehmung zu erreichen


Gestern ging ich in eine Ausstellung mit dem Titel „Ein Gespräch im Dunkeln“. Wir betraten eine völlig abgekapselte Halle, in der es ganz dunkel war. Unser Führer erklärte, dass man die Welt im Dunkeln anders wahrnimmt – nicht mit unseren Augen, die uns normalerweise 80% unserer Information liefern, sondern durch den Gebrauch anderer Sinne. Und diese kompensieren irgendwie den Verlust unserer Sicht.

Genauso müssen wir uns bei der Entwicklung der spirituellen Sinnesempfindung klarwerden, dass wir im Dunkeln sitzen. Wir müssen nämlich fühlen, dass wir unser Leben in dieser Welt nicht durch den Gebrauch unserer 5 Sinne wettmachen können, auch wenn wir alle unsere 5 Sinne haben, sind wir immer noch im Dunkeln. Dieses Gefühl müssen wir erlangen, um unser spirituelles Gefühl zu entwickeln. Und das ist genau das, was der Menschheit heute passiert – sie merkt so langsam, dass sie in der Dunkelheit sitzt.

Unser Sehvermögen ist eine innere Vision. Wir nehmen alles innerhalb von uns wahr. Es ist möglich, das gleiche Bild durch die Übertragung von elektrischen Signalen zum Gehirn zu schaffen. Wichtig ist, dass man das innere Bild wahrnimmt, welches sich auf der Kehrseite des Gehirns befindet. Worin liegt daher der Unterschied, ob ich Augen habe oder nicht? Das Wichtige daran ist, dass das Bild in meinem Bewusstsein geschaffen wurde und das gleiche kann ich mit anderen Sinnen und zusätzlichen Eigenschaften bekommen.

Darum fragte ich meinen Führer – der nicht blind geboren wurde (wenn man blind ist, kann man keine Bilder der Welt miteinander vergleichen), ob er wohl fähig war, seine restlichen Sinne so zu entwickeln, dass sie ihm ohne Sehvermögen das Gefühl geben könnten, auf der Straße zu sein, das Gefühl zu haben, vor einer Ampel zu stehen, zu wissen, dass es dort Menschen und Autos und Passagen gibt und um ihn herum etwas geschieht…

Immerhin sind doch alle unsere Sinne miteinander verbunden und alles hängt von ihrer Entwicklung und Übung ab. Grundsätzlich sind wir in der Lage, das gleiche Bild, welches wir mit unseren Augen sehen, auch ohne diese zu sehen. Das Bild mag anders aussehen, doch wir würden uns problemlos orientieren können.

Wir müssen auch merken, dass unsere irdischen Sinne nicht wirklich auf dem Gebiet funktionieren, wo wir gerade existieren. Darum können wir nicht mit den Problemen, Schlägen und Frustrationen fertigwerden, die wir erleben, da die Information, die wir durch den Gebrauch unserer 5 Sinne, unseres Verstandes und unserer Wünsche, empfangen, nicht ausreicht.
Das bedeutet, wir tappen im Dunkel. Wenn wir ein Gerät hätten, mit dem wir herausfinden könnten, wer Schlechtes über uns denkt, dann würden wir wissen, wer unsere Feinde sind. Doch besitzen wir weder solch ein Gerät noch solch eine Sinnempfindung und wir meinen plötzlich, dass wir mit dieser Welt nicht mehr fertig werden – und das wird Dunkelheit genannt.

Was sollen wir nun tun? Wir brauchen nur die Sinnesempfindung entdecken, die uns die Verbindung mit der Quelle eröffnet. Dann werden wir sehen, wozu diese Schläge alle da sind, den Grund, warum sie uns gegeben wurden. Und dann werden wir das Licht und die Dunkelheit laut Kabbala definieren. Und wir haben es fast schon geschafft, weil die globale Krise bereits vor der Türschwelle steht und uns ein Gefühl der Dunkelheit gibt.

Verwandtes Material:
Shamati 16: Tag des Schöpfers und Nacht des Schöpfers

Das Leben ist ein Spiel


Zwei Fragen, die ich zur Thematik der freien Wahl erhalten habe

Frage: Was macht man, wenn man erkannt hat, dass es niemandem außer Ihm gibt und man eigentlich überhaupt nicht existiert? Ich empfinde das heute so und es macht mir Angst. Alles ist ein Spiel und ich spiele nicht mit. Ich spüre, dass es nur einen Ausweg gibt – ich muss ein Mensch werden. Ich muss meinen Punkt im Herzen entwickeln, weil „ich“ sonst überhaupt nicht existiere. Es ist ein beängstigendes Leben, wenn einem bewußt ist, dass man gar nicht existiert. Aber die Antwort kommt sofort. Sie findet sich einzig in der Anheftung an den Schöpfer und dem eigenen spirituellen Aufstieg. Aber wie gehe ich mit dieser Angst um?

Meine Antwort: Nur durch die tägliche Teilnahme am Unterricht (wenigstens an einem Teil davon, auch wenn nur virtuell), mit anderen zusammen an der Verbreitung arbeiten und am wichtigsten ist, das Weltkli zu fühlen. Nur hierdurch können Sie diesen negativen Gefühlen entkommen! Denn Spiritualität kann nur durch die Verbindung der einzelnen Seelenteilchen miteinander erlangt werden und auch nur in dem Ausmaß ihrer Einheit. Nur durch die richtige Verbindung untereinander und die Verbreitung können die negativen Empfindungen eliminiert werden.

Frage: Gestern bin ich aus dem Haus gegangen und hatte das Gefühl, überhaupt nicht draußen zu sein. Ich hatte den Eindruck, dass sich nur die Szenerie geändert hat. Ich sehe die Menschen zwar immer noch so wie früher, aber jetzt nehme ich noch mehr wahr – ich erkenne, dass es überhaupt keine Unabhängigkeit gibt und dass wir alle Marionetten sind….

Meine Antwort: Sie sollten außerdem nicht vergessen, dass auch Sie wie diese Menschen sind… Ihr Gefühl ist schon richtig. Alles um uns herum ist nur ein Theater und jeder handelt nur gemäß seiner Rolle. Finden Sie heraus, welche Rolle Sie spielen und was Ihre Bestimmung ist: Enthüllen Sie das gesamte Bild des Universums und spielen Sie Ihre Rolle bewusst, damit Sie sich den Eigenschaften des Schöpfers angleichen. Indem Sie Seine Rolle spielen, fangen Sie an, Ihn und das Design dieses großartigen Regisseurs zu verstehen.

Verwandtes Material:
Baal HaSulam Artikel: Das Wesen der Weisheit der Kabbala
Baal HaSulam Artikel: Die Freiheit

Die virtuelle Gruppe ist Teil des gemeinsamen Klis


Drei Fragen, die ich über virtuelle Gruppen und das Weltkli erhielt

Frage: Bald werden wir – die virtuelle Gruppe – ein Freundestreffen (Yeshivat Haverim) abhalten, um uns mit dem gemeinsamen Kli zu vereinen. Was sollten wir als nächstes anstreben, als nächste Phase der Einheit zwischen unserer Gruppe und dem Weltkli?

Meine Antwort: Als nächste Phase der Einheit zwischen eurer Gruppe und dem Weltkli solltet ihr völlig in das gemeinsame Kli eingeschlossen werden. Auf diese Weise werdet Ihr vom gemeinsamen Kli das Bewusstsein erhalten, dass Ihr nicht in der Lage seid, das Ziel, den Schöpfer, zu erreichen. Indem ihr euch durch sie der Größe des Zieles bewusst werdet, erhaltet ihr außerdem eine solch starke Kraft, voranzuschreiten, dass ihr auch bei einem Absturz das Gefühl haben werdet, auf einem Kraftkissen (Arvut, gegenseitige Garantie) gelandet zu sein. Dies wird jedoch alles nur geschehen, wenn Ihr wirklich Teil der Gruppe werdet!

Frage: Wie kann das Prinzip von Arvut unter uns in der virtuellen Gruppe erreicht werden?

Meine Antwort: Der sicherste Weg dafür ist, dass Ihr Euch in das gemeinsame Kli einschliesst und von ihm während der gemeinsamen Verbreitung der Kabbala lernt. Mit dieser Aktion werdet Ihr auf jeden Fall eine Handlung des Gebens, der Liebe für euren Nächsten ausführen und folglich Or Makif (Umgebendes Licht) hervorrufen, das Licht der Höheren Stufe, nach welchem ihr strebt – und dieses wird beginnen, euch auf diese Stufe heraufzuziehen.

Frage: Wie kann ich an alle Freunde gleichzeitig denken? Immerhin kann ich mich doch nur auf eine Sache auf einmal konzentrieren, aber es gibt Millionen von Freunden in der ganzen Welt und noch dazu kenne ich die meisten gar nicht.

Meine Antwort: Sie sollten an die gesamte Gruppe denken, an die Millionen Menschen, an die Einheit und das gemeinsame Ziel, darüber, wieviele Menschen danach streben und wie der Schöpfer – der für jeden Eins ist – uns lenkt. Anstelle sich Personen und Körper vorzustellen, sollten Sie sich die Verlangen, sich gemeinsam und mit dem Schöpfer zu vereinen, vergegenwärtigen. Stellen Sie sich vor, wie diese Verlangen trotz Entfernung und Menge vereint sind. Dann werden Sie nach und nach dieses gemeinsame Verlangen oder diese Kraft immer stärker empfinden. Und das wird dann Ihr Kli. Das kommt daher, da ein Mensch innerhalb seiner eigenen Seele nur die anfängliche Inspiration in Richtung Schöpfer empfängt und den Rest der Erfüllung innerhalb der Seelen oder Wünsche seiner „Freunde“, die er sich durch Liebe nach dem Motto „Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst“ hinzufügt. Dies zeigt sich als Bedingung dafür, das innere Gefäß zu schaffen, um das Licht der Unendlichkeit zu empfangen.

Die virtuelle Gruppe war gestern Gastgeber des Yeshivat Haverim auf Kabbalah TV, 18 Uhr und wurde auf kabbalahmedia.info archiviert.

Verwandtes Material:
Baal HaSulam Artikel: Der Zweck der Erschaffung einer Gruppe
Baal HaSulam Artikel: Die Wichtigkeit der Gruppe
Baal HaSulam Artikel: Das Ziel der Gruppe
Baal HaSulam Artikel: Über die Wichtigkeit von Freunden
Artikel: Gemeinsames Lernen und Unterstützung einer virtuellen Gruppe