Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Geben'

Ich wünsche euch eine gute Aufzeichnung im Buch des Lebens!

„Klipat Noga“ ist ein Zustand – der zur Hälfte das Gute, zur Hälfte das Böse darstellt, er ist sehr feinfühlig und anstrengend.

Als ob der Mensch am Rande der Vollziehung eines großen Verbrechens, oder im Gegenteil, einer sehr guten Tat stehen würde, wenn er nur die Hilfe bekommen würde.

Aber er ist sich nicht sicher, und kann sich weder für das eine, noch für das andere entscheiden, als ob er sich spalten würde, und nicht in der Lage wäre, die endgültige Auswahl zu treffen, weil er nicht weiß, auf welche Waagenschale dieses letzte, entscheidende Gramm zu legen wäre.

Einerseits, ist er nicht in der Lage, auf sein Ego, auf den riesigen Wunsches zu genießen, auf seinen ganzen egoistischen „Besitz“ zu verzichten. Und andererseits, ist ihm klar, dass er ohne Hilfe von oben nicht befreit werden kann, was folglich seinen Eintritt in die Geisteswelt verhindern wird.

So steht er in der Mitte des Eingangs, und weiß nicht, für welche Richtung er sich entscheiden soll, wie der Ritter auf dem Kreuzweg. Das ist der Zustand, in welchem man die Wahl treffen muss.

Und hier kann nur die Gruppe, nur das höhere Licht helfen, sich zu entscheiden, sich in die Hände des Höheren zu übergeben – um folglich zum Geben mittels Glauben über dem Verstand überzugehen.

Und das Gebet hier richtet sich nicht auf die Hilfe, weil es bedeuten würde, dass der Mensch die Entscheidung schon getroffen hat. Das Gebet betrifft gerade den Zustand, in dem er nicht fähig ist, zu wählen.

Dieser Zustand ist der Anfang des Jahres, der Anfang der neuen Veränderung. Und einerseits, empfinden wir uns als Sünder, und andererseitslich sind wir nicht in der Lage, auf diese egoistischen Eigenschaften und die Zustände zu verzichten.

Wir können uns nicht vorstellen, wie wir ohne Eigennutz leben können, den Schritt zu machen, um darüber hinaufzusteigen!

Nur das höhere Licht, das zu uns in solchem Zustand kommt, hilft uns auszuwählen und hebt uns zum Glauben über dem Verstand hinauf (dem Geben über dem Empfangen).

Dann fängt für uns das Neue Jahr an, und es heißt „die gute Aufzeichnung im Buch des Lebens“.

Das höhere Licht, der Schöpfer gibt uns seine Unterschrift im Buch des Lebens und garantiert dem Menschen, dass er von nun an, auf dem guten Wege vorankommen wird. Und dafür tue alles, was nur in deinen Kräften ist, damit du in diese Auswahl mithineinkommst.

Das neue Jahr – Rosch HaSchana – bedeutet in der genauen Übersetzung „der Anfang der Veränderungen“, „Das neue Kapitel“, und diese Veränderungen sollen häufiger und immer zum Besten sein, sich dem Schöpfer „an den Guten, der das Gute schafft“ auszurichten.

Aus dem Unterricht nach einem Brief von Rabasch, 08.09.2010

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125 Stufen der Vereinigung

Wie kann man sich untereinander verbinden? Nur wenn du dich im Wunsch deines Freundes befindest, und der Freund sich in deinem Wunsch befindet. Jeder soll den Wunsch des Anderen einschließen und mit ihm arbeiten – so können sie die gewünschten Beziehungen erreichen.

Da der gemeinsame Wunsch auf ein Ziel gerichtet ist, so schafft man mit dieser gegenseitigen Sorge die allgemeine Kraft der Bestrebung, die als eine Garantie des Aufstiegs, als Bürgschaft und Arvut gilt.

Die Vereinigung geschieht aufgrund des Erfüllen des Wunsches des anderen, indem ich den Teil des fremden Wunsches nehme und ihn wie meinen eigenen behandele.

Und weil dein Wunsch auf das Ziel gerichtet ist, führe ich dich folglich ans Ziel – und du tust dasselbe für mich. Somit verbinden sich unsere Wünsche zum gemeinsamen Ziel. Deshalb ist es gesagt: „Mache deinen Wunsch zu Seinem, damit Er Seinen Wunsch, zu deinem macht“.

Aufgrund dieses Merkmals kann man prüfen, inwiefern wir verbunden sind. Zwischen uns liegt eine Distanz von 125 Stufen (Schritte) – 125 Teile meines egoistischen Wunsches. Aber indem ich allmählich die Handlungen mit der Absicht „für dich“ begehe, nähere ich mich der Korrektur, dem Geben.

Es heißt eben „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“. Das heißt, ich verwende deinen Wunsch, um den eigenen Wunsch vor deinem aufzuheben, und somit wird der Wunsch korrigiert. Mein Wunsch bleibt bestehen, aber dank dessen, dass ich diesen Weg zu dir gemacht habe, wird mein Wunsch auf das Geben ausgerichtet.

Nichts hat sich verändert – nur die Absicht. Die Entfernung zwischen uns ist verloren gegangen – ich habe sie mit meiner Absicht aufgehoben!

Und was will dieser „Nächster“? Er will genauso wie du, die Verschmelzung mit dem Schöpfer erreichen. Und du musst ihm nur dabei helfen – den Schöpfer zu erlangen (zusammen mit dir). Deshalb verbinden wir uns in der Gruppe.

Wir sagen folglich, dass wir uns in einem Boot befinden, das in eine Richtung fährt. Meine Annäherung an dich gilt als die Annäherung an den Schöpfer.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel aus dem Buch „Schamati“, 03.09.2010

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Das Geheimnis der mittleren Linie

Wie enthüllt man ein Geheimnis.

Eine Frage, die ich erhielt: In den Sohar Unterrichten erklären Sie sehr feine, verborgene, Geheimsachen …

Meine Antwort: Sie sind heimlich und von unseren Sinnesorganen verborgen, weil wir viel zu grob sind, um sie zu unterscheiden. Nichts anderes mehr!

Es bedeutet nicht, dass sie das Geheimnis darstellen. Sie scheinen mir ein Geheimnis zu sein, da sie von mir verborgen sind, von mir nicht empfunden werden.

Ich soll meine Wahrnehmung verschärfen, sie genauer machen, um die feineren Gradationen der Eigenschaften zu unterscheiden – dann werde ich plötzlich beginnen, ganz anderes, wahrhaftes Bild der Realität, in der höheren „Resolution“ empfinden.

Wir sollen unsere Wahrnehmung um die Eigenschaft ergänzen, die als das „Geben“ bezeichnet wird – wenn wir sie empfinden werden, dann werden wir auch die höhere Welt empfinden.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 07.09.2010

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Zwischen Malchut und Bina

Der Sohar, Kapitel „Wajechi„, Punkt 210: Komm und siehe, wie wichtig das Werk des Heiligen Königs ist. In den Taten, die unten getan werden, binden sie (die Menschen) sie oben mit den hohen Dingen, in ihrer Wurzel, da alles unten in dieser Welt seine Wurzel oben in den oberen Welten hat.

Und wenn sie heruntergenommen werden und mit ihnen arbeiteten, erwacht ihnen entsprechend die Tat oben in den Wurzeln in den oberen Welten.

„Oben“ und „unten“ – sind Bina und Malchut. Aber wenn wir denken, dass „oben“ irgendwo im Geistigen und „unten“ in unserer Welt sind, dann ist es falsch.

Denn die Wissenschaft der Kabbala verliert kein Wort über diese Welt, über die Menschen in dieser Welt, über die Handlungen, die wir in unserer Welt begehen.

Sie meint nur die Handlungen im Wunsch, die wir in der Ähnlichkeit zur Höheren Kraft, im Geben begehen können.

Deshalb heißt „die Arbeit des Schöpfers“ von Ihm zu lernen: wie Er die Handlungen begeht, um dieselben Handlungen in unserem Wunsch zu erfüllen.

Es ist unsere Arbeit eben – zu lernen und den Schöpfer um die Fähigkeit, um die Kraft und das Beispiel zu bitten (von NeCh“I, АCHaP, vom Höheren im Unteren).

Die Verbindung zwischen Malchut und Bina, in welcher Malchut sich wünscht, von Bina die Eigenschaften des Gebens zu nehmen, die Kraft zu bekommen und sie zu realisieren, um Bina angeglichen zu werden, ist unsere ganze Arbeit. Deshalb heißt Malchut die untere Welt, und Bina die obere. Und nur zwischen ihnen geschehen alle Handlungen der Korrektur Malchut (des Geschöpfs, der Seelen) in der Welt Azilut.

Gerade in die Malchut der Welt Azilut steigen die Seelen hinauf, die sich untereinander verbinden möchten.

Und deshalb, überall, wo im Sohar die untere Welt oder die höhere Welt erwähnt werden, geschieht das alles zwischen Malchut und Bina der Welt Azilut.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 07.09.2010

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Durch die Lüge zur Wahrheit

Eine Frage, die ich erhielt: Warum haben die Kabbalisten uns absichtlich verwirrt, als sie die Bücher mit solchen Worten geschrieben haben, als handelte es sich darin um die materielle Welt?

Meine Antwort: Es wurde absichtlich gemacht, damit du aus dieser Verwirrung beginnst, die Wahrheit zu verstehen. Und ohne verwirrt zu werden, wirst du auch nichts verstehen.

Deshalb haben die Kabbalisten so viele Bücher geschrieben, denn wir sollen mit deren Hilfe zur Offenbarung kommen: aus dem Wunsch zu genießen – zum Wunsch des Gebens.

Und zwischen ihnen liegt ein riesiger Abgrund. Wir denken: man braucht nur das Plus gegen das Minus zu tauschen, aber es ist nicht einfach! Alle Gedanken und Wünsche sind miteinander verbunden, und wir müssen durch diese Verwirrung gehen. Jede Verworrenheit ist eine Frage, die ich beantworten muss. Und die Frage selbst ist schon die Hälfte der Offenbarung, wenn sogar nicht mehr.

Deshalb sind alle Zustände, durch die ich in der Finsternis und in der Kraftlosigkeit gehe, absolut obligatorisch. Ich weiß nicht, wie man die Wahrheit erreichen kann, ohne die Fehler und trügerischen Vorstellungen zu vermeiden, ohne die unangenehmen Gefühle und Missverständnisse, dank derer wir wachsen.

Nur so kann man das Plus und das Minus, den Wunsch des Gebens (des Schöpfers) und den Wunsch, Genuss zu erfahren (des Geschöpfs) verbinden, durch das gesamte System, worin wir durch die Vertreibungen, Verhüllungen und durch das volle Chaos gehen.

Und wenn ich auf den zurückgelegten Weg schaue, dann sehe ich, dass es unmöglich war, einen Augenblick aufzuheben. Du entfernst einen Augenblick aus dem ganzen Weg, und schon ist nichts mehr klar! Es wird keine Vollkommenheit am Ende sichtbar, wir werden sie weder verstehen, noch offenbaren.

Deshalb sind alle Handlungen notwendig. Es war unmöglich, den Sohar anders zu schreiben. Der Mensch kann nicht lernen, ohne die Fehler zu begehen. Er soll das Gegenteil zur Wahrheit enthüllen. Auf diese Weise lehren wir die Kinder – wir verwirren sie, damit sie aus den Fehlern lernen – dann werden sie sich im richtigen Leben nicht irren.

Darin liegt der Unterschied in der Entwicklung aufgrund der Leiden oder mit Hilfe der Wissenschaft der Kabbala.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 07.09.2010

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Die Welt der Wünsche

Der Sohar erzählt über „die Welt der Zukunft“, sowie über „diese Welt“, aber denken Sie nicht daran, dass es sich hierbei um unsere materielle Welt handelt.

Der Sohar verliert kein einziges Wort über den physischen Körper und über die von uns empfundene Welt. Alles, was mit uns geschieht, wird im Geistigen überhaupt nicht berücksichtigt.

All das, was im Wunsch „für sich zu empfangen“ auf dem unbelebten, pflanzlichen oder tierischem Niveau geschieht – wird in der Kabbala nicht beschrieben, weil es keiner Korrektur unterliegt. Der Korrektur unterliegen nur die Beziehungen der Menschen, die auf gegenseitige Verbindung, sowie auf die Verschmelzung mit dem Schöpfer gerichtet sind.

Wenn im Sohar „diese Welt“ erwähnt wird, die physischen Handlungen, die Menschen, dann sind damit verschiedene Arten der Wünsche im Menschen gemeint. Die Kabbala beschäftigt sich also nur mit der Korrektur der Wünsche.

Der Schöpfer hat den Wunsch geschaffen, und Er will ihn zur Ähnlichkeit bringen. Und unser physischer Körper ist nur unsere Empfindung der Existenz dieses Wunsches. Die gesamte unbelebte, pflanzliche und tierische Natur dieser Welt stellen die äußerliche Form desselben Wunsches dar, die keiner Korrektur unterliegt.

In unserer Welt gibt es nichts zu korrigieren! Sowohl der größte Kabbalist, als auch der gewöhnliche Bürger sind aus einer Materie geschaffen.

Man kann die Organe von einem Körper in den anderen transplantieren, und es wird trotzdem nichts Heiliges oder Lasterhaftes in diesen Körper geben, sowohl der eine, als auch der andere werden sterben. Alles fängt nur mit dem geistigen Wunsch an, worin es die Absicht für sich und gegen den Schöpfer gibt, was man mit der Unreinheit bezeichnet, und die Heiligkeit, den Wunsch für das Geben, für den Schöpfer. Aber es handelt sich nur um den Wunsch, und nicht um den materiellen Körper.

Als ob ich vor mir einen speziellen Filter stellen würde, der die Materie dieser Welt aufhält und mich verpflichtet, nur die geistige Materie, den Wunsch des Gebens zu sehen.

Wir studieren die Wissenschaft der Kabbala, d.h. die Wünsche, die man dem Schöpfer angleichen muss, und die übrigen Wünsche werden verloren gehen.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 07.09.2010

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Wir sind die Unendlichkeiten, die sich in den Kreis einbinden

Eine Frage, die ich erhielt: Wenn der Mensch nicht abgesondert von den anderen Menschen existiert, warum gibt es dann in jedem von uns die Empfindung, dass für die ganze Realität nur für ihn existiert, und der Schöpfer sich zu ihm persönlich verhält?
Meine Antwort: Es ist das Maß der Individualität, das jedem Menschen eigen ist. Sie kommt – vom Schöpfer, sie ist die Wurzel eines Menschen, die ihn von allen anderen unterscheidet.
Es verpflichtet jeden, seine Individualität zu realisieren, denn der Satz stimmt wirklich: „Für mich ist diese Welt geschaffen!“ – und es soll folglich jeder Mensch behaupten. Aber nicht auf Kosten der Anderen, sondern für die Anderen.
Ich korrigiere die Welt, und alle anderen sind nur die Teile von mir – weshalb ich mich zu allen verhalten soll, als ob sie von mir abhängig wären. Ich soll mich an sie in der Liebe anschließen.
Wenn sich mein Punkt mit anderen verbindet, werde ich zum „Kopf“ für sie, für den Körper, der „die allgemeine Seele“ heißt.
Denn ich entscheide selbst und schaffe alle Beziehungen, und ich fülle alle mit dem Licht des Schöpfers aus, d.h. ich bin für sie die Quelle, der Schöpfer.
Und wenn du das gleiche machst und an dich die anderen verbindest, einschließlich mich?
Dann wirst du auch zum Kopf für den allgemeinen Körper, der aus deinen richtigen Beziehungen zu den anderen resultiert. Und so wird jeder von uns – zur individuellen Persönlichkeit, und keiner stört den anderen, sondern ergänzt ihn. Du fühlst, dass der Schöpfer sich persönlich zu dir verhält, aber Er kann sich zu dir nur durch die Gruppe verhalten. Und genauso verhältst du dich durch die Gruppe, zu Ihm.
Der Schöpfer wird in der Verbindung zwischen allen enthüllt. Gerade dort gibt es das höhere Licht – in den Wünschen des Gebens, in der Vereinigung zwischen allen Seelen.
Wenn sich alle Eigenschaften des Gebens miteinander verbinden, dann öffnet sich das Gefäß für die Offenbarung des Schöpfers – das Netz des Gebens.
Und auf den Wunsch war die Beschränkung? Z’A‘ gesetzt, damit er nichts bekommt. Denn man kann nur durch die Beziehungen erhalten, durch die verbindenden Wünsche, dort wo sich der Schirm und das widergespiegelte Licht befinden.

Aus dem Unterricht nach einem Brief von Rabasch, 05.09.2010

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Shana Tova!


Alle unsere materiellen Eigenschaften gehören zur tierischen Stufe, aber wir müssen den Menschen in uns aufbauen, „ähnlich dem Schöpfer“ (Adam) sein, das heißt uns im Geben befinden.

Und das Geben wird nur in der Gruppe, in der Liebe zu den Freunden realisiert, nur so kann man den Schöpfer erreichen. Durch unsere Beziehungen schaffen wir das Verlangen, das dem Schöpfer ähnlich ist – den Ort für die Offenbarung des Schöpfers.

Daraus wird klar, dass alle unsere persönlichen Eigenschaften und Fähigkeiten, über welche unser biologischer Körper verfügt, nichts mit der Spiritualität zu tun haben.

Bezüglich der Spiritualität arbeite ich nur mit dem Punkt im Herzen, ich soll folglich auf die übrigen „irdischen“ Eigenschaften verzichten – da ich damit in der Enthüllung des Schöpfers nicht vorankommen kann, sie helfen nur darin – das Geben dem Empfangen zu bevorzugen, „den Glauben über dem Verstand“ zu wählen.

Aber das Wichtigste ist der Punkt im Herzen. Ich muss ihn zur Vereinigung mit dem Nächsten, mit den Freunden bringen.

Und jetzt soll ich die richtige Entscheidung treffen, zu bestimmen, worin ich den Erfolg erreichen möchte. Nicht in der materiellen Welt, sondern in der Verbindung der Punkte im Herzen, an dem Ort, wo die Offenbarung geschehen wird, nachdem ich das kleinste Maß der Ähnlichkeit mit dem Schöpfer erreiche.

Ich muss ständig diese Frage klären, und nur sie bestimmt den Erfolg des spirituellen Aufstiegs.

Weil dieser Punkt als Anfang der Veränderungen (Rosch HaSchana) bezeichnet wird, soll diese Entscheidung die ganze Zeit den neuen Anfang bedeuten. Denn die Linie, nach der wir vorankommen, besteht aus einer Menge Punkte.

Der spirituelle Weg ist eine Reihenfolge der Punkte, in denen es „die Überspitzung“ gibt. Das heißt „den Bruch/Unterbrechung“ in der Bewegung zwischen dem vorhergehenden Punkt und dem nachfolgenden. Auf diese Weise stellen sie sich hintereinander in eine spirituelle Linie.

Damit ich mich in jedem Punkt des Weges in dieselbe Richtung bewege, in die sich die anderen bewegen, muss ich in allem, sowohl dem vorigen Zustand, als auch der Zukunft entgegengesetzt sein.

Nur so werden wir auf dieser Linie festgehalten. Deshalb soll ich in jedem Punkt, in jedem Augenblick des Lebens die Entscheidung über den Anfang der Veränderungen in mir treffen.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabasch, 08.09.2010

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Den Punkt der Verschmelzung nicht verlieren

Wären wir schon korrigiert in der Welt der Unendlichkeit, so würden alle Einwirkungen auf uns von oben – von den schlechtesten bis zu den angenehmsten, die auf diese Weise in unserem Wunsch, zu genießen, in unserer Materie empfunden werden – unsere Beziehung zum Schöpfer überhaupt nicht beeinflussen, weil sie sich unter der Kürzung S“A, unter dem Schirm, im Geben, im widergespiegelten Licht befinden würde.

Dann würden wir alle unsere Zustände, von der vollen Füllung bis zur vollkommenen Leere, nur mit der Absicht verwenden, den Schöpfer zu rechtfertigen, zu verherrlichen, zu respektieren sowie Ihm zu danken, weil Er es uns ermöglichte, in diesen verschiedenen Zuständen, von der Leere bis zur Erfüllung in unserem Wunsch, unsere Beziehung zu Ihm zu bestimmen, und zwar unabhängig davon, was wir von Ihm bekommen, ohne jegliche Verbindung mit unserem Wunsch zu genießen, und unseren Empfindungen darin.

Im Endeffekt hätten wir uns für die Möglichkeit bedankt, über unserem Wunsch, über unsere Natur hinaufzusteigen zu können, im Glauben (im Geben) über dem Verstand (die Füllung), im „Geben für das Geben“ (GE) und im „Erhalten für das Geben“ (GE + АCHAP).

Und so hätten wir alle Zustände nur mit einem Ziel angenommen – sich in jedem Zustand der Unendlichkeit – in der vollkommenen Korrektur der Absicht zu empfinden – und zwar unabhängig vom Maß der Füllung und der Empfindung im Wunsch, von der vollkommenen Leere und riesigen Leiden, bis zur vollkommenen Füllung, welche die ganze Aufmerksamkeit vom Schöpfer auf sich lenkt.

Hätten wir uns bis zu solcher Stufe korrigiert, würden wir uns in der Welt der Unendlichkeit aufhalten.

Im Maß unserer Fähigkeit, den gegebenen Zustand zu rechtfertigen, uns über die Empfindung im Wunsch zu erheben, in der Absicht, in Zusammenhang mit Ihm, mit dem Gebenden, um Ihm aufgrund beliebiger Empfindungen verglichen zu werden, bestimmen wir unsere Stufe bezüglich der vollkommenen Korrektur, der Welt der Unendlichkeit.

Der Schöpfer hat uns den Punkt der Verschmelzung mit Ihm gegeben, aber Er schuf das Gegengewicht dazu, den ständig wachsenden Wunsch, zu genießen, der diese Verschmelzung mit dem Punkt annulliert.

Und wir sollen diesen Wunsch verwenden, der uns von der Verschmelzung abstößt, und, gerade mit seiner Hilfe die Verschmelzung mit dem Schöpfer vergrößern. Und so kommen wir voran.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabasch, 06.09.2010

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