Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Vorbereitung auf den Abstieg

Eine Frage, die ich erhielt: Wie bereitet man sich während des Aufstiegs auf den Abstieg vor?
Meine Antwort: Auf keinen Fall darf man während des Aufstiegs auf den Abstieg warten!
Jeder Aufstieg muss von mir als das Ende der Korrektur meiner Seele wahrgenommen werden. Wie kann ich mich im Geben befinden, wenn ich darauf warte, dass ich jeden Augenblick abstürze?
Ich muss nur Gutes in Bezug auf die Zukunft denken. Genau das nennt sich „Vorbereitung auf den Abstieg“. Ich gehe aufs Ganze, weil ich die vollständige Korrektur erwarte, und glaube nicht, dass sich von nun an etwas Schlechtes in meinem Leben ereignen kann.
Ich hefte mich ganz an den Guten, Gutes tuenden, den Schöpfer an. Jeder spirituelle Zustand verlangt nach der vollständigen Hingabe und der seelischen Treue – man muss an das Geben und an nichts anderes mehr denken.
Ich habe jetzt vor, aufzusteigen, und welcher Abstieg auch immer später folgen mag, wird er für mich zu einem Aufstieg.
Ihr wisst, wie der Mensch während des Aufstiegs denkt: „Ich fürchte jetzt nichts, soll doch selbst der Todesengel kommen, ich werde ihn in Stücke reißen! Und welcher Zustand auch immer sich mir enthüllen mag, ist unwichtig, ich benutze ihn als ein Sprungbrett!“
Das bedeutet, dass wir nach dem Kongress im November zum unaufhörlichen Aufstieg übergehen – es gibt keine Abstiege mehr!
Alle Abstiege, die wir in unseren Empfindungen wahrnehmen werden, werden wir sofort durch unsere Absicht in die Aufstiege umkehren.
Und selbst wenn ich einen Abstieg wahrnehme (denn ich befinde mich noch nicht am oberen Ende der Leiter), mit meiner Absicht befinde ich mich bereits in der Welt der Unendlichkeit! Und selbst wenn sich in den empfangenden Kelim die Leere enthüllt, bin ich bereit, mich über sie zu erheben.
Einerseits steige ich ab, indem ich das Böse in mir enthülle, doch ich steige sofort mit der Absicht zu geben auf.
Zu einem solchen ununterbrochenen Aufstieg wollen wir nach dem Kongress übergehen, damit wir unabhängig davon, durch welche Schlaglöcher wir stuckern, alles als einen Aufstieg wahrnehmen.

Aus dem Unterricht nach einem Shamati-Artikel vom 06.09.2010

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Die Geschwindigkeit der spirituellen Entwicklung

Eine Frage, die ich erhielt: Wovon hängt die Geschwindigkeit der spirituellen Entwicklung ab?

Meine Antwort: Die Geschwindigkeit der spirituellen Entwicklung hängt davon ab, wie oft der Mensch den Schöpfer (das Höhere Licht, die allgemeine Eigenschaft der Natur, das Geben und die Liebe) darum bittet, ihn zu korrigieren.

Sobald der Mensch erkennt, wie egoistisch er sich der Welt gegenüber verhält, dass er sich Vorwürfe wegen der Vergangenheit macht, die anderen hasst, Berechnungen mit sich selbst oder den anderen anstellt, muss er das Licht des Schöpfers anziehen, weil es außer Ihm keine andere wirkende Kraft in der Natur gibt.

Denn alles, was du empfindest, ist das, was das Höhere Licht dir zeichnet, um deine Aufmerksamkeit auf sich zu lenken.

 

Jeder lebt für die anderen

Eine Frage, die ich erhielt: Reicht es, wenn wir uns selbst korrigieren, um die ganze Welt dadurch zur Korrektur zu bringen?

Meine Antwort: Nein. Da eine Verbindung zwischen allen Seelen existiert, kann keine Seele (Stufe) ihre Korrektur vollbringen, ohne dabei einen Teil von der nächsten Stufe zu korrigieren. Kein Mensch lebt nur für sich selbst, und dieses ganze System ist ein System des gegenseitigen Gebens.

Und deshalb kann es nicht sein, dass jemand sich selbst um seines eigenen Willens korrigiert. Jeder lebt dafür, um für eine Erfüllung und Korrektur von jemand anderem zu sorgen.

Es kann nicht sein, dass die sich korrigierende Seele keinen Teil hat, den ihre Vorgänger für sie korrigiert haben oder keinen Teil, den sie selbst für die anderen korrigieren muss.

Es ist bekannt, dass der obere Teil von jeder Seele, ihr G“A, sich in dem unteren Teil, in AHA“P, der vorherigen, für sie höheren Seele (Parzuf) befindet. Und ihr unterer Teil, ihr AHA“P, befindet sich in G“A von der unteren Seele.

Deshalb findet unsere freie Wahl dort statt, wo wir nicht mit der höheren oder unteren Seele verbunden sind, in dem mittleren Teil unserer Seele, dem mittleren Teil von Sfira Tiferet.

Dort entsteht ein von allen Seelen freier Raum, unsere Willensfreiheit. Im Prinzip ist es eine besondere Verbindung innerhalb unserer Seele zwischen der unteren und der oberen Seele, in dieser Verbindung sind sie gleichbedeutend, und deshalb bieten sie uns eine freie Wahl.

Ausserhalb von dem mittleren Teil von Sfira Tiferet gehören die Teile von der Seele nicht zu ihr selbst: Der höhere Teil gehört zu der höheren Seele, dem höheren Parzuf und der untere zu der unteren Seele, dem unteren Parzuf, also zu ihrem Nachfolger.

Deshalb wird die Rechnung immer mit dem Geben an den Unteren und den Oberen gemacht. Und die Entscheidung darüber wird immer in der Mitte getroffen, und mehr Freiheit gibt es nicht.

Ausser diesem künstlich geschaffenen mittleren Punkt, die Klipat Noga heisst, der durch die Verbindung von Bina und Malchut entsteht, der Punkt meiner Wahl, gehört alles andere nicht mir, sondern den in Bezug auf mich höheren oder unteren Parzufim. Und ich stehe in der Mitte und muss mich die ganze Zeit entscheiden, wie ich mit ihnen verbunden bin.

Aber dieser Punkt, der die Entscheidung trifft, das bin doch ich, der Mensch [in hebr. Adam, von „dome“ – gleiche], der „Schöpfergleiche“. Von einer Seite ist Malchut, von der anderen Bina, und deshalb existiert in diesem Punkt ein besonderer Kontakt zwischen Malchut und Bina (Eigenschaften des Schöpfers und der Schöpfung), aus welchem die freie Entscheidung der Schöpfung, sich dem Schöpfer anzugleichen, stammt. Dieser Punkt heisst Adam – der Gleiche.

Und bis wir diese Entscheidung erreicht haben, sind wir kein „Mensch“, der Mensch beginnt mit
1. Erkenntnis des Unterschieds zwischen Bina und Malchut und 2. der Verbindung zwischen den Beiden.

Aus diesem Punkt wächst der Mensch, in dem Maß, in welchem er den Anderen mit seinen 613 Wünschen dienen soll: Höheren (mit 248 Wünschen) und unteren (mit 365 Wünschen).

Wenn du diese Entscheidung nicht triffst, bleibst du nur ein Punkt. Aber wenn du das machst, entwickelst du deine G“A und AHA“P, und sie verbreiten sich auf die gemeinsame Seele, alle Seelen, die höher oder niedriger sind als du.

Aus einem Unterricht nach dem Artikel „Bürgschaft“ von Baal HaSulam, 12.09.2010

Das Schöpfungssystem

Wir sind von der Welt der Unendlichkeit bis zu dieser Welt, von der Eigenschaft des Gebens bis zur Eigenschaft des Empfangens, „herabgestiegen“.

Auf dem Weg nach unten verringert sich in uns die Eigenschaft des Gebens, das Ausmaß der Ähnlichkeit mit ihr. Dementsprechend verringert sich die Erfüllung in uns (das Licht, die Wahrnehmung des Schöpfers), bis wir den Zustand „Unsere Welt“ erreichen, wo alle Merkmale des Lichts und des spirituellen Gefäßes (des Verlangens zu geben) gänzlich verschwinden, und wir von der Spiritualität vollkommen abgeschnitten werden.

Über unserer Welt, in den Welten Brija, Yezira und Assija, befinden sich die zerbrochenen Seelen – die Seelen, die ihren Egoismus wahrnehmen.

Wir müssen aus unserer Welt dorthin gelangen, d.h. erkennen, dass unsere Seelen zerbrochen, getrennt sind. Und dann die Grenze (Parssa) überqueren, die die Welten BY“A von der Welt Azilut trennt, d.h. die Bedingung der Einordnung in den Korrekturprozess erfüllen – uns wünschen, die Liebe, sprich die vollständige Vereinigung, zu erreichen.

Dann erwecken wir unsere zerbrochenen Seelen, damit sie sich in die Malchut der Welt von Azilut einordnen, die ursprünglich nur ein Punkt in Chase (Brust) von Seir Anpin ist. Über SA liegt GaR der Welt von Azilut: Atik, Arich Anpin, Aba we Ima, ISHSuT, und noch höher die nächste Grenze: Tabur von Galgalta, die Welt von Adam Kadmon und die Welt der Unendlichkeit.

Unsere Seelen in unserer Welt sind Punkte. So enthüllt der Mensch seinen spirituellen Zustand, genannt „unsere Welt“. Und später, indem er das ihn entwickelnde Licht anzieht, erreicht er das Empfinden seiner selbst in den Welten von BYA – das Empfinden von zerbrochenen, d.h. egoistischen Verlangen (Zustand des ägyptischen Exils).

Von hier müssen wir zum Licht aufsteigen, d.h. uns über Parssa erheben, weil es unmöglich ist, die Korrektur in den Welten von BYA zu vollziehen, wo das korrigierende Licht fehlt und nur das Licht der Erkenntnis des Bösen existiert.

Die Welten von BYA (Ort, Zustand, Empfinden) sind für die Erkenntnis des Bösen, für die zerbrochenen Seelen bestimmt, damit wir enthüllen, wie schlecht und abhängig von dem bösen Trieb wir sind. Dann, in dem Ausmaß dieser Erkenntnis, können wir aufsteigen und uns an Malchut der Welt von Azilut anschließen.

Die Einordnung in Malchut der Welt von Azilut wird als MaN, unser Gebet, bezeichnet. Malchut der Welt von Azilut übergibt unser Gebet an Seir Anpin der Welt von Azilut, und schließlich erhebt SoN dieses Gebet in Bina der Welt von Azilut. Und dann steigt von oben das Licht (das umgebende Licht oder das Licht von AB-SaG) herab, korrigiert die Verbindung in SoN und erfüllt sie anschließend.

Also ist alles was wir tun müssen, Malchut der Welt von Azilut, Shechina im Exil, zu erheben. Denn alles, was sich in den Welten von BYA befindet, sind Teile dieser Malchut, der Shechina, und wir müssen unsere Verlangen dorthin erheben. Malchut der Welt von Azilut ist die „Versammlung der Seelen Israel“ (Isra-el, derjenige, der „direkt zum Schöpfer“ strebt), d.h. die Verbindung von zerbrochenen Verlangen.

In dem Maße, in dem wir uns verbinden können, ordnen wir uns in Malchut der Welt von Azilut ein. Natürlich können wir das selbst nicht tun, sondern nur darum bitten.

Malchut übergibt unsere Bitte um die Vereinigung an Seir Anpin und enthüllt in dem gleichen Ausmaß, dass sie sich Ihm anschließen will. Und SA muss das Verlangen, sich mit Malchut zu vereinen, von Bina erhalten. Anschließend erheben sie sich beide, SA und Malchut (SoN), jeder mit seinem Verlangen, zu Ima – Bina, die sie verbindet.

Dann steigt SA zu seinem Platz herab, erschafft Malchut und schließt sie an sich an. Und in dem Maße, in dem SoN verbunden sind, beteiligen sich die Seelen, die sich dort befinden, an dieser Verbindung und werden durch sie erfüllt. Denn genau diese Seelen bilden den Körper von Malchut.

Aus dem Unterricht nach dem Talmud Esser HaSefirot vom 12.09.2010

Kabbala Akademie

Zur Unendlichkeit entlang der Pyramide der Einheit

Auf dem Weg von dem Punkt dieser Welt, dem tiefsten Punkt, wo alles verschwindet, zum Punkt der Welt der Unendlichkeit, wo alles korrigiert und enthüllt ist, durchlaufen wir alle dieselben Schritte, nur jeder entsprechend der Wurzel seiner Seele, „nach seinem Geschmack“.

Wie in unserer Welt nehmen wir alle eine gemeinsame Welt durch die gleichen Sinnesorgane wahr. Doch in jedem befinden sich seine Eigenschaften in einer nur ihm eigenen Kombination.

Aus diesem Grund entsteht in jedem nur sein eigenes einzigartiges Weltbild – abhängig von der individuellen Kombination seiner Eigenschaften, die der Wurzel seiner Seele entstammt.

Wir alle gehen die gleichen Stufen der gleichen Leiter hoch. Deshalb existiert eine Wissenschaft der Enthüllung des höheren Lebens für alle, die Kabbala, die jedem erklärt, wie er vorankommen muss.

Und deshalb handelt alles, was wir im Buch Sohar lesen, von unseren fortgeschrittenen Zuständen, die jeder durchlaufen muss.

In dem Maße unseres Verlangens, sie wahrzunehmen, ziehen wir von diesen Stufen die Kraft an, die uns entwickelt (das Licht, O“M) – wir wachsen, entwickeln uns und steigen auf in dem Maße unserer „kindlichen“ Anstrengungen.

Doch das Wichtigste ist, die Einwirkung von unseren eigenen fortgeschrittenen Zuständen auf uns hervorzurufen. Deshalb ist der zweite und weitaus wichtigere Punkt beim Herangehen an das Lesen des Buches Sohar das Verständnis dafür, dass der Aufstieg Vereinigung bedeutet.

Wir steigen eine „Pyramide“, einen „Kegel“ hoch – in dem Maße der Vereinigung von unseren Punkten im Herzen.

Aus diesem Grund sind alle 125 Stufen der Leiter von unserer Welt bis zur völligen Vollkommenheit 125 Ebenen der Vereinigung von Verlangen, bis zu ihrer vollständigen Verschmelzung in der Eigenschaft des vollkommenen Gebens.

Das bedeutet, je mehr wir uns verbinden, desto höher steigen wir auf – und in dem Maße der Verbindung zwischen uns enthüllen wir die Eigenschaft des Gebens, des Schöpfers.

Deshalb, wenn wir das Buch Sohar lesen, wollen wir in diesem Zustand sein und warten darauf, dass er eintritt – in uns und zwischen uns.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 12.09.2010

Jahresanfang ist der Anfang einer neuen Stufe

Der spirituelle Aufstieg vollzieht sich von dem Empfangen für sich hin zum Geben an die Anderen, was als „Glaube über dem Verstand“ bezeichnet wird, d.h., wenn ich „das Geben dem Empfangen vorziehe“ und Genuss vom Geben empfange.

Ich muss Begeisterung und Freude verspüren, weil ich mich über meinen Egoismus erhebe und nicht mehr darauf achte, was ich in ihm bekommen kann. Doch ich brauche das Licht, die Kraft, um in mir eine solche Veränderung zu vollziehen!

Das bedeutet: „Ich zu meinem Geliebten und der Geliebte zu mir“, wenn der Schöpfer und ich miteinander zu reden und einander zu verstehen beginnen.

Ich verstehe, warum der Schöpfer mein Leben leer gemacht und mir die Möglichkeit gegeben hat, mich der Gruppe anzuschließen, um zu klären, was Geben bedeutet.

Er leuchtet mir ein wenig, als ob Er sagen würde: „Nimm das!“, damit ich den ersten Schritt machen kann. Doch die Umsetzung obliegt mir.

Malchut des Höheren (die Eigenschaft des Gebens) wird von meinem Egoismus Keter (Rosh, Kopf) als dunkel und leer gesehen.

Doch wenn ich beschließe, dass mein Keter (Bestreben) ist, mich an sie – durch mein Verlangen zu geben – anzuheften, dann erscheint mir Malchut des Höheren nicht mehr leer – und dann hefte ich mich an sie als an eine höhere Stufe an.

Genau dies bedeutet auch den Beginn eines neuen Weges. Der Anfang heißt Neujahr (Rosh HaShana – Haupt des Jahres), das dem Monat Elul folgt – Akronym von „Ich zu meinem Geliebten und der Geliebte zu mir“.

Aus dem Unterricht nach einem Shamati-Artikel vom 06.09.2010

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Enthüllt euch in der höheren Dimension!

Die Wissenschaft der Kabbala erzählt, wie ich in die höhere Dimension aufsteige. Was bedeutet „aufsteigen“?

Die Kabbalisten sagen: „Du existierst in der höheren Dimension, nur nimmst du sie nicht wahr. Du musst enthüllen, dass du darin existierst“.

Ich existiere in zwei Dimensionen: in der Dimension „diese Welt“ mit meinem physischen Körper und in der höheren Dimension mit meinem spirituellen Körper.

Dieser spirituelle Körper, das Verlangen zu geben, ist vor mir verborgen, ich weiß nichts davon. Ihm gegenüber befindet sich die Höhere Kraft, genannt „Schöpfer“.

Gegenüber von meinem physischen Körper befindet sich die Natur. In der Realität „diese Welt“ geht es mir schlecht, und das treibt mich an, die höhere Realität, mein Dasein „Seele – Schöpfer“ anstatt „Körper – Natur“, zu enthüllen.

Die Kabbalisten sagen, dass ich es enthüllen muss, weil von dort die lenkenden Kräfte zu mir kommen, dass ich und mein ganzes Schicksal von diesen Kräften abhängen.

Wenn ich zu ihnen aufsteige, erfahre ich, wozu ich existiere, was ich darstelle, was mit mir geschieht, worin der Sinn meines Lebens besteht, wie alles zum Besseren zu verändern ist. Diese Fragen treiben mich zur höheren Dimension.

Wenn ich anfange, das Buch Sohar, die Lehre von den zehn Sefirot, Artikel von Baal haSulam und Rabash zu lesen, entdecke ich, dass sie von dieser höheren Dimension sprechen.

Wenn aber der Mensch der Meinung ist, sie würden von unserer Welt handeln, ist es eine falsche Wahrnehmung von kabbalistischen Texten.

Das bedeutet, dass er aus der ganzen Tora einen Götzen macht, Götzendienst betreibt. Dann ist es ihm verboten, diese Bücher zu öffnen.

Weil anstatt die Eigenschaften des Schöpfers (liebe deinen Nächsten wie dich selbst) zu lernen, meint er, dass die Tora ihn Riten lehrt, und wird zu einem noch größeren Egoisten.

Alle „heiligen“ Bücher handeln von der Eigenschaft der Heiligkeit, des Gebens, von der höheren Welt (den Handlungen des Gebens), und gewöhnliche Bücher handeln von der Eigenschaft des Empfangens, von dieser Welt.

Deshalb versuche ich, wenn ich ein heiliges Buch öffne, mich in den Zustand des Autors hineinzuversetzen. Er erklärt mir, wie ich zum Geben kommen kann, und erzählt niemals von dieser Welt.

Denn diese Welt ist eine Illusion, wie „Olam amedume“ (die imaginäre Welt) von oben gesehen wird.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 07.09.2010

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Licht durch den Wandspalt

Der Höhere zeigt uns seinen unteren Teil, Malchut, als leer und dunkel, nichts Gutes versprechend.

Die „spirituelle Welt“, die „höhere Welt“ zeigt sich uns mit Absicht auf eine so unansehnliche Weise. In „dieser Welt“ aber, die im Keter des Unteren wahrgenommen wird, gibt es wenigstens einen kleinen Genuss.

Ich befinde mich in einem Zustand, in dem mich diese Welt auch nicht anzieht, doch der Zustand der höheren erscheint mir noch schlimmer.

Denn ich empfinde keine Erfüllung in den egoistischen, empfangenden Verlangen, und der Höhere gibt mir noch eine zusätzliche Schwere dazu, indem er mir sagt: „Du wolltest doch im Geben sein!“ Ich habe nichts zu essen, werde aber aufgefordert: „Los, teile mit den Anderen!“

Aus diesem Grund können die Bedingungen des Höheren nur ohne Überlegungen, ohne jegliche Bedingungen, nicht durch eigene Kräfte, sondern durch die Kraft des Lichtes, ohne Pläne und Hoffnungen, den eigenen Egoismus zu füllen und daraus Nutzen in „dieser Welt“ zu ziehen, angenommen werden.

Das Wichtigste aber ist, den Zustand des Gebens zu erreichen. Dann wirst du ALLES haben, aber nur, nachdem du auf alles verzichtest! Du wirst die Erfüllung (Zufriedenheit) erfahren, doch nicht vom Empfangen, sondern vom Geben.

So müssen wir den Monat Elul vor dem Jahresanfang, dem Anfang des spirituellen Weges wahrnehmen. Das Akronym von ELUL bedeutet: „Ich zum Geliebten und der Geliebte zu mir“.

Der Höhere stellt an mich diese hoffnungslosen Bedingungen, die keine Erfüllung versprechen, damit ich mich gerade mit deren Hilfe von meinem egoistischen Zustand befreie.

Denn wenn Er mir etwas Gutes versprechen würde, würde ich mich, festgekettet an die Genüsse, niemals von meinem Egoismus befreien können.

Doch es steht geschrieben: „Der Schöpfer legt die Hand des Menschen auf das gute Schicksal“, indem Er sein Leben in Dunkelheit und Leere eintaucht, aber andererseits einen kleinen Lichtstrahl für ihn enthüllt, der dem Menschen zeigt, in welche Richtung er sich vor der Finsternis retten kann.

Der Lichtstrahl bedeutet keine egoistischen, materiellen Errungenschaften. Der Schöpfer leistet mir Hilfe auf dem spirituellen Weg – Er führt mich zu einer kabbalistischen Gruppe, zum Ort meiner freien Wahl einer richtigen Umgebung, und „leuchtet“ mir ein wenig, d.h., gibt mir das Gefühl, dass gerade das Geben Licht sei. Licht bedeutet Erhebung über dem eigenen Egoismus, wenn es für dich nicht wichtig ist, ob er leer oder erfüllt ist, sondern wichtig, mit Wem du verbunden bist.

Der Schöpfer gibt zu verstehen: es geht dir schlecht im materiellen Zustand – suche keine materielle Erfüllung, sondern schau aus diesem Zustand heraus nach oben – denk darüber nach, dass es ein anderes Leben geben kann, mit anderen Werten, im Geben, in einer anderen Dimension (des Glücks).

Das bedeutet, dass für mich ein Lichtstrahl durch einen Spalt in der Wand leuchtet, die mich von der höheren Welt, der Welt der Ruhe (vor meinem Egoismus, der Unruhe der Erfüllung) und der Vollkommenheit (im Streben nach Geben und Liebe), trennt.

Aus dem Unterricht nach einem Shamati-Artikel vom 06.09.2010
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Auf den sieben Farben des Regenbogens zum Schöpfer hinauf

Alles, was wir im Sohar lesen, was die Wissenschaft der Kabbala besagt, sind die Formen oder die Arten der Verbindung zwischen uns. Der Schöpfer, das Höhere Licht hat keine Form, deshalb können wir Ihn nicht fühlen.

Die Arten und Formen der Verbindung des Gebens und der Liebe, geben infolge ihrer Ähnlichkeit dem Licht, diesem Licht eine Form, eine Farbe, die Gradierung der Eigenschaften, die man unterscheiden kann unf man kann Ihn also in diesen ähnlichen Eigenschaften „fangen“.

Deshalb spricht der Sohar über die Arten der Verbindung zwischen den Seelen. Entsprechend den Formen der Verbindung, die zwischen uns gezeigt werden, öffnen wir das Licht. Andernfalls ist es unmöglich, das Licht, „zu fangen“ – zu enthüllen. „Es gibt kein Licht“, nur wenn ich es in verschiedenen Farben färbe.

Das zu mir kommende Licht soll unbedingt in sieben Farben des Regenbogens gefärbt sein. Anderenfalls kann das Geschöpf es nicht sehen, nicht empfinden, nicht wahrnehmen. Angenommen, es gibt ein Prisma, worauf das einfache weiße Licht gerichtet ist. Infolge der Brechung wird das Licht in sieben Farben des Regenbogens von rot bis zu violett gespaltet.

So macht S“A der Welt Azilut. Er führt das Licht Bina von oben durch und teilt es in sieben Lichter auf. Und Malchut handelt umgekehrt (anhand des Schirms): sie sammelt all diese Lichter/Farben ein und gibt sie (Or Choser) zurück „ins Prisma“, woraus ein einziges Licht entsteht.

Ich fühle das einfache weiße Licht nicht, das zu mir kommt, weil es keine Farbe hat. Aber ich sammle alle sieben Farben ein, die von S“A zu Malchut kommen in meinem Inneren und empfinde folglich das ursprüngliche einfache Licht.

Мalchut heißt „die Versammlung“, da sie alle sieben Sfirot einschließt

Sie gleicht sich diesem „Prisma“ an, das das weiße Licht in sieben Farben aufteilt, und dadurch im nächsten Schritt das weiße Licht wieder erreicht. So empfindet Malchut das Licht, stellt sich dieses Licht vor.

Sie bekommt das weiße Licht nicht, aber indem sie mit ihm verglichen wird, kann sie es erreichen und mit ihm zusammengezogen werden – nach der Regel „Aufgrund Deiner Handlungen erkenne ich Dich“ (Mimaasejcha Ikarnucha).

Aus 613 Handlungen, unseren Korrekturen, bilden wir den Schöpfer. Denn der Schöpfer hat keine Heiligenbilder, wir selbst schaffen Ihn aus unseren Eigenschaften.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 08.09.2010

 

 

Das Haus für den Schöpfer

Man muss verstehen: dass alles, was wir in Sohar lesen, innerhalb unserer Vereinigung geschieht.

Die Verbindung zwischen uns schafft (gebärt) „den Raum“, eine neue Dimension, in welcher der Schöpfer offenbart wird. Denn andernfalls existiert dieser Raum gar nicht.

Aber wenn jeder von uns sich bemüht, mit seinem Punkt im Herzen die Verbindung zu den anderen aufzubauen, dann schaffen unsere allgemeinen Bemühungen diesen Raum, das Netz der Verbindung zwischen uns – das für die Enthüllung der Eigenschaft des Gebens, des Schöpfers entscheidend ist. Man kann diesen Raum als die Gruppe bezeichnen.

Die Menschen fragen immer: „Wo befindet sich die Spiritualität – oben, unten, seitlich?“. Wie es in einem Gebet gesagt ist: „Wo liegt der Ort Seiner Größe?“ – Er befindet sich nirgends, er hat keine Stelle.

Du sollst diesen Ort innerhalb der Beziehung mit den anderen schaffen. Zusammen bildet ihr den geistigen Raum und darin offenbart Ihr den Schöpfer.

Und der Schöpfer heißt diese „Stelle“, weil wir Ihn nur an einer „Stelle“ empfinden, die wir für Ihn schaffen. Der Schöpfer existiert außerhalb jedes Raumes. Man sollte ihn selbst bilden, den gemeinsamen korrigierten Wunsch, die dem Schöpfer ähnliche Eigenschaft des Gebens, und dann wird darin der Schöpfer enthüllt. Er kann nur auf diese Weise – in der Ähnlichkeit der Eigenschaften, an einer passenden Stelle – in der Eigenschaft des Gebens offenbart werden. Es gibt keine andere Möglichkeit.

Diese Stelle ist der Tempel, das Haus des Schöpfers, des Wunsches Malchut, die sich die Eigenschaften Bina aneignete. Und deshalb heißt er Bejt Amikdasch – das Haus der Heiligkeit. Маlchut ist dabei – das Haus, und die Heiligkeit – die Eigenschaft des Gebens, Bina.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 08.09.2010

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