Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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In der neutralen Zone

Frage: Was bedeutet es, dass das Licht den Zustand bei einem bestimmt? Spielt der Verstand darin auch eine Rolle?

Meine Antwort: Nein, tut er nicht. Wenn das Licht meinen Zustand bestimmt, benötige ich nicht den irdischen Verstand, denn er hat nichts hinzuzufügen. Ich brauche spirituelle Bestimmungen, die aus den Empfindungen meiner Verlangen und dem Höheren Licht kommen. Ich muss sie fühlen, oder mindestens ihnen näher kommen, um in die neutrale Zone zwischen dem Willen zu genießen und dem Willen zu Geben eintreten.

Ich kann 1) in meinem egoistischen Verlangen, 2) auf neutralem Gebiet, nach dem Heraustreten aus meinem Verlangen und im Streben nach Spiritualität 3) in der spirituellen Absicht sein.

Wenn ich in der neutralen Zone bin, verstehe ich noch nicht, was mit mir geschieht und handle nur für das Ziel. Dann wirkt das Licht auf mich ein und ich gehe durch verschiedene Zustände, ohne dass mir diese bewusst sind. Wie ein Baby nicht erzählen kann, was mit ihm geschieht, so kann ich auch nicht erzählen, was geschieht. Es ist vollständig bestrebt zu wachsen und mit diesem Bestreben erweckt es das Licht, die Kraft des Wachstums und der Entwicklung. Wir sind genauso.

Aus dem 2. Teil des Täglichen Kabbala Unterrichtes, 28.02.2011, Der Sohar

Die Logik einer umgekehrten Welt

Frage: Ich verstehe immer noch nicht, wie die „übernatürliche Kraft“ der kabbalistischen Bücher funktioniert. Wenn mich ein Arzt behandelt, kann ich tatsächlich messen, wie sich mein Zustand bessert: Ich kann meine Temperatur messen und jedem zeigen, dass das Fieber weg ist. Warum können wir nicht zeigen, wie das Umgebende Licht funktioniert und alle Zweifel beseitigen?

Meine Antwort: Wenn ich dem Höheren Licht mit meinem egoistischen Verlangen hinterher laufe, werde ich am Ende nicht mehr als einen winzigen Funken, die „dünne Kerze“ (Ner Dadik) erlangen, das uns mit Lebenskraft erfüllt. Wir können unsere Natur nicht direkt umkehren. Wie könnte es anders sein, wenn ich nur daran denke, wie ich was bekomme, und unfähig bin, daran zu denken, wie ich geben kann, wenn mein ganzes Leben darauf ausgerichtet ist, zu konsumieren, zu erwerben und zu kalkulieren, was in jeder Situation das Beste für mich ist?! Ich kann nichts anderes wahrnehmen!

Neben mir gibt es eine spirituelle Welt, aber ich sehe sie nicht, denn ich spüre nur das, was ich für meinen eigenen Genuss empfangen kann. Und was ich nicht als Genuss gebrauchen kann, kann ich nicht erkennen oder beobachten! Meine Sinnesorgane nehmen einfach nicht wahr, dass Geben ebenfalls Vergnügen bringt, da sie nur erkennen, wie ich Genuss vom Empfangen bekomme. So bin ich erschaffen.

Ich wurde vor einen Filter platziert, der nur in eine Richtung filtert: Wenn irgendein Genuss durch ihn zu mir dringt, nehme ich das gerne. Doch wenn es auf der anderen Seite bleibt und nicht in mich eindringt, will ich nicht aus mir selbst heraustreten und es außerhalb erleben.

Aber ist diese Korrekturmethode nicht logisch? Du ziehst genau dieses Licht auf dich, das dich erschaffen hat, sodass es dich ebenfalls umwandeln kann. Was ist daran unlogisch? Ist es, dass du du unfähig bist, dieses Licht mit deinen eigenen Augen zu sehen? Ganz gewiss kannst du sie dazu nicht gebrauchen.

Aus dem 4. Teil des Täglichen Kabbala Unterrichtes, 23.02.2011, „Einführung zum Buch ‘Panim Meirot uMasbirot'“

Über die globale Erziehung

Frage: Was ist globale Erziehung? Wer wird sie überwachen? Eine einzige Behörde für die gesamte Welt?

Meine Antwort: Das ist die Mission der UNESCO, eine spezialisierte Agentur der Vereinten Nationen, die der Erziehung in der gesamten Welt gewidmet ist.

Globale Erziehung bedeutet Erklärung der Naturgesetze. Wir müssen erklären, dass wir alle miteinander verbunden sind, gelenkt von einer einzigen höheren Kraft und dass wir dementsprechend handeln müssen.

Ein einziges Ganzes zu sein bedeutet, die Interessen jedes anderen zu berücksichtigen. Andernfalls werden wir die Schläge der Natur auf uns ziehen, bis wir erkennen, dass wir keine andere Möglichkeit haben, als uns zu vereinen. Die Schläge werden den Menschen zwingen, seinem Egoismus abzuschwören; er wird willens sein, alles zu tun, um Leiden zu vermeiden. Doch all das kann auf eine bessere Weise erreicht werden – durch die Kraft des Lichtes, das umwandelt.

Natürlich habe ich das während meines Treffens mit dem Leiter der UNESCO nicht erklärt, doch irgendwann einmal werde ich es müssen. Das ist es, was Marx tun wollte. Er dachte, wenn Menschen anfangen sich zu vereinen, den Sozialismus zu errichten, werden sie in der Praxis erkennen, dass sie es nicht können. Dass sie anfangen werden, zu suchen und erkennen würden, dass es nur ein Mittel zur Korrektur gibt: die höhere Kraft. Deshalb war Marx ein Atheist und glaubte nicht an irgendwelche Götter, sondern nur an die höhere Kraft des Gebens.

Eine einfache Beobachtung der Natur lehrt uns, dass auch wir verbunden sein müssen. Und später, indem wir versuchen, uns zu verbinden, werden wir enthüllen, dass wir es nicht können. Dann wird die Lösung offenbart. Und dazu müssen wir die Kabbala aktiv in Umlauf bringen. Die Welt wird sie immer mehr brauchen.

Aus dem 4. Teil des Täglichen Kabbala Unterrichtes, „Die Freiheit“

Wenn das Unerwünschte zum Erwünschten wird

Das Ziel der Erschaffung des Menschen besteht darin, dass er sich vom Gegensatz zur Ähnlichkeit mit dem Schöpfer verändert, d.h. anstatt der Eigenschaft, nur für sich selbst zu handeln, die Eigenschaft, nur für die Anderen zu handeln, erlangt.

Diese Veränderung der Natur wird durch das Studium des Buches Sohar erreicht, weil in dem Ausmaß der Forderung bei dessen Lesen die Kraft, welche die Natur des Menschen verändert, enthüllt wird.

Obwohl der Mensch sich absolut nicht verändern will und nur an das eigene Wohl denkt, erklärt er sich unter der Einwirkung der Umgebung allmählich dazu bereit, die Eigenschaft des Gebens zu erlangen – das ist der wichtigste Erwerb in seinem Leben. Und er studiert zusammen mit der Gruppe, um sein Bestreben, sich zu korrigieren, zu verstärken.

Wenn die Freunde sich als ein Ganzes vorstellen, ruft ihr Studium eine solche Einwirkung der verborgenen Kraft hervor – und sie kommt als das gegenseitige Geben und die Liebe zum Vorschein.

Und obwohl am Anfang keiner ernsthaft über die eigene Veränderung nachgedacht hat, vollziehen sich in jedem allmählich unter der Einwirkung der Umgebung und der Kraft, die im gemeinsamen Studium des Buches Sohar verborgen ist, echte Veränderungen – jeder erlangt die Natur des Schöpfers und nimmt die höhere Welt wahr.

Auszug aus dem Sohar-Unterricht. Das Vorwort, 24.02.2011

Warum es so viel Zeit in Anspruch nimmt

Das Wichtigste für uns ist die Arbeit mit den empfangenden Kelim. Denn was sonst soll korrigiert werden – die gebenden Verlangen gehören zum Schöpfer und bedürfen keiner Korrektur. Sie befinden sich in uns nur, um die empfangenden zu korrigieren.

Doch bei dieser Arbeit gibt es riesige Einschränkungen. Wir wissen, dass, als Adam haRishon darum gebeten hat, ihn völlig zum Geben zu korrigieren, um das ganze Licht empfangen zu können, es mit einem Zerbrechen geendet hat. Deshalb wird in der Welt von Azilut eine sehr große Anzahl an Klärungen durchgeführt, nach denen die empfangenden Verlangen sehr viele Einschränkungen auf sich nehmen, um unter solchen Bedingungen bloß ihre Korrektur zu erlangen und mit dem Licht erfüllt zu werden.

Der Schöpfung wird erlaubt, es sehr vorsichtig zu machen. Deshalb befinden wir uns nicht mehr in jenem Zustand wie einst vor dem Zerbrechen, um sagen zu können: „Warum nicht die ganze Korrektur auf einmal zu beenden – ich bin bereits damit einverstanden, soll sie doch hier und jetzt stattfinden. Zack und fertig!“

Wir haben jedoch bereits gesehen, was nach so einem „Zack“ geschieht… Aus diesem Grund finden alle unsere Klärungen und Korrekturen mit Hilfe von vielen, schrittweisen, stufenweisen Handlungen statt. Und der Großteil davon (99,99%) verläuft in unserem Inneren so, dass wir sie nicht verstehen und nicht spüren!

In uns wird eine riesige Anzahl an Handlungen vollzogen, und wir wissen nicht, was geschieht, und nehmen fast an allem unbewusst teil. Das ist der Grund, warum es so viel Zeit in Anspruch nimmt – denn anders sind wir dazu nicht in der Lage.

Auszug aus dem Unterricht nach „Die Lehre von den Zehn Sefirot“, 24.02.2011

Es hat sich jetzt einfach enthüllt…

Frage: Was bedeutet „Erneuerung“?

Meine Antwort: Das ist kein einfaches Wort. Erstens „gibt es nichts Neues unter der Sonne“, doch „über der Sonne“ erneuert sich alles – die Rede ist von der Welt von Azilut.

Erneuerung bedeutet, dass irgendeine Eigenschaft früher nicht zum Vorschein gekommen ist, sich nicht hervorgetan hat, damit wurde nicht gearbeitet, doch nun hat sie sich enthüllt, und es wird damit gearbeitet. Das bedeutet, dass eine Erneuerung stattgefunden hat. Doch natürlich gibt es nichts Neues – es hat sich jetzt einfach enthüllt.

So ist es mit allen Formen des Gebens, die wir enthüllen: es ist alles nicht neu, es kommt nur auf diese Weise in Bezug auf die Geschöpfe zum Vorschein. Als der Schöpfer den Endzustand erschaffen hat, hat Er alle anderen mit eingeschlossen. Wo sollen sie sonst herkommen?

Sie sind in den Wurzeln enthalten und erneuern sich einfach: sie gehen von dort hervor und breiten sich quasi aus, enthüllen sich. Es gibt jedoch nichts Neues – es gibt nur die Enthüllung. Und Enthüllung ist nichts Neues – so sieht es nur in Bezug auf dich aus.

Auszug aus dem Unterricht nach „Die Lehre von den Zehn Sefirot“, 31.12.2010

Was mich zu der Wurzel meiner Seele führen wird

Frage: Wie soll ich die Enthüllung der Wurzel meiner Seele beschleunigen?

Meine Antwort: Indem sich der Mensch in die Gruppe einfügt, erweckt er das höhere Licht, das ihm zeigt, wie sehr er der Verbindung entgegengesetzt und wie weit er von den Anderen entfernt ist, wie sehr er sie verachtet, hasst und zurückweist.

Was ist die Wurzel meiner Seele? Das ist mein Platz im System des gemeinsamen Verlangens, welches vom Schöpfer erschaffen wurde. Ich kann sie nur unter der Bedingung enthüllen, dass ich mich mit allen anderen Seelen vollkommen verbunden habe, denn nur dann werde ich meine Rolle in dem gemeinsamen Organismus verstehen.

Deshalb besteht unsere Korrektur in der Erweckung des Lichts, welches uns mit dem gesamten System verbinden wird. In diesem Fall hilft selbst die Abstoßung der Vereinigung den eigenen Platz zu enthüllen.

Der Prozess der Klärung seiner Einstellung gegenüber den anderen Seelen ist allmählich und langwierig, denn der Mensch enthüllt seinen wahren Platz und seine Rolle in dem Gesamtsystem nur nach der Erlangung der Erkenntnis und dem Einschluss in alle Anderen, wenn die Kraft des Gebens in ihm anfängt, die Form des Empfangens zu bestimmen, d.h., wenn das Geben größer als das Empfangen wird. Das geschieht dadurch, dass das Licht in ausreichendem Maße auf ihn eingewirkt hat.

Lass also das Licht wirken und stimme dem Erlangen der Eigenschaft des Gebens zu!

Auszug aus dem Unterricht über einen Artikel von Rabash, 18.02.2011

Wer soll verurteilt werden und wofür?

Frage: Wenn man Abstoßung gegenüber der Gruppe empfindet, muss man die Geduld bewahren und darf die Freunde nicht verurteilen?

Meine Antwort: Man muss sich selbst und nicht sie verurteilen, denn sie werden von mir negativ wahrgenommen, weil sie so von meinem Egoismus gesehen werden. Doch diese unterschiedlichen Menschen wurden von dem Schöpfer zu einer Gruppe vereint, und Er will, dass ich mich mit ihnen verbinde. Er ruft die Feindseligkeit ihnen gegenüber in mir hervor, und mein egoistisches Verlangen stößt mich von der Vereinigung weg. Das bedeutet, dass ich das Böse in mir enthüllt habe, wie geschrieben steht: „Ich erschuf den bösen Trieb und erschuf die Tora zu dessen Korrektur“.

Nun muss ich während des Studiums das Licht anziehen, und zwar nur zu einem Zweck: mich mit den Menschen in der Gruppe zu verbinden, die ich abstoße. Ich brauche nichts anderes. Wenn sich meine Einstellung ihnen gegenüber infolge des Studiums verändert hat, dann bedeutet das, dass das Licht der Tora auf mich eingewirkt hat und ich die Eigenschaft des Gebens erlangt habe.

Das heißt, das Ziel besteht nicht darin, sich mit den Freunden zu verbinden oder den eigenen Egoismus zu korrigieren – das sind lediglich Mittel. Das Ziel besteht darin, durch das Anziehen des Lichts die Eigenschaft des Schöpfers, Sein Abbild zu erlangen.

Deshalb ist es so arrangiert worden, dass ich die Freunde zurückweise, damit ich die Einwirkung des Lichts brauche, welches mir die Eigenschaft des Schöpfers verleiht. Ansonsten besteht keine Notwendigkeit darin. Also müssen wir nicht an die Notwendigkeit denken, etwas zu korrigieren, sondern daran, dass wir durch die Korrektur das Ziel erreichen.

Auszug aus dem Unterricht über einen Artikel von Rabash, 18.02.2011

Der erste Mensch, namens Adam

Frage: Wie ist der Parzuf Adam haRishon – ein Teil der höheren spirituellen Welten, den wir aus der “ Lehre der Zehn Sfirot“ kennen – mit dem ersten Menschen (Adam haRishon) verbunden, mit dem Menschen Adam also, welcher den Schöpfer offenbart hat?

Meine Antwort: Adam war der erste Mensch, der den Schöpfer offenbart hat, ein Mensch, wie du und ich. Er hatte einenVater und eine Mutter, lebte in dieser Welt, und erreichte einst den Zustand, worin ihm die höhere Kraft, der Schöpfer offenbart wurde.

Er empfand ein solches Verlangen, dass er begonnen hat, darüber nachzudenken: wofür lebe ich – woher bin ich gekommen- warum – wer lenkt mich? Solche Gedanken hat jeder von uns. Auf diese Weise hat er die spirituelle Welt enthüllt.

Er unterschied sich jedoch dadurch, dass er über eine sehr feine Seele verfügte, welche nicht so grob, keinen so einem entwickelten Egoismus besaß, wie wir heute haben. Deshalb war es für ihn leichter, diese Offenbarung alleine zu erlangen. Es war das erste spirituelle Gen (Reschimo), das in diesem System der zerbrochenen Seelen offenbart wurde, am Anfang des Aufstiegs von unten nach oben – und es war Adam, der erste Mensch, der den Schöpfer offenbarte.

Der Parzuf Adam haRishon dagegen ist ein spirituelles Objekt, das von oben mithilfe Seir Anpin und Nukwa der Welt Azilut bei der Verbreitung der Welten von oben nach unten geschaffen wurde. Seir Anpin und Nukwa erheben ihn bis zu ihrem Niveau, und später sogar bis zum Niveau Aba we-Ima, wo er die Verschmelzung (Siwug) zwei Teile, des männlichen und des weiblichen Teils erzeugt: Adam und Chawa, welche Aba we-Ima ähnlich sein können, und die mit der Absicht des Gebens handeln.

Aber wenn er diese Verschmelzung erzeugt, dann offenbart er, dass er selbst keine Absicht des Gebens hat und deshalb zerbricht. Es ist derselbe Parzuf Adam HaRischon, den wir in der Wissenschaft der Kabbala studieren – die allgemeine Seele eben.

Seine Teile fallen infolge des Zerbrechens nach unten, sie steigen also solange hinunter, bis sie den Boden erreichen, und dann fängt die Klärung an. Zuerst erfolgen die zahlreichen Offenbarungen auf dem unbelebten, pflanzlichen und tierischen Niveau, die über keine Freiheit des Willens verfügen, und auf welche das Licht einwirkt um sie zu verbinden, ohne eine Bitte ihrerseits zu brauchen.

Aber nachdem sich diese Klärungen angesammelt haben, sind die Wünsche der folgenden Stufe an der Reihe, d.h. zum ersten Mal wird das informative Gen der menschlichen Stufe aus allen zerbrochenen „Reschimot“ offenbart. Diese neue Reschimo wird zum ersten Mal auf der menschlichen („sprechenden“) Stufe enthüllt, die auch Adam hieß, und sich dem Menschen unserer Welt offenbarte, der vor 5771 Jahren lebte.

Er war also der erste Mensch, der von „unten nach oben“, das heißt aus unserer Welt den Schöpfer begriffen hat. Und er war ein Mensch wie wir – nur der erste, in dem eine solche Reschimo offenbart wurde.

Er hatte keine kabbalistische Gruppe, keine Umgebung, da er eben der erste war. Aber die Korrektur beginnt man mit der hellsten Reschimo, weshalb es genügte, ihm das kleinste spirituelle Erwachen von oben zu geben, und er strebte schon selbst weiter nach der Enthüllung und machte sie auch. Die Reschimot, welche danach offenbart wurden, wurden immer gröber.

Diesen Tag der ersten Offenbarung der spirituelle Welt, des Schöpfers, durch den Menschen unserer Welt feiern wir als den Anfang des Neuen Jahres, Rosch HaShana.

Und die Welt war „fünf Tage früher“ geschaffen, das heißt Adam hat irgendwie schon begonnen, die höheren Welten, Sfirot, Parzufim in seinem Inneren zu empfinden, so dass im Laufe dieser ersten Woche zu ihm die Offenbarung kam.

Auszug aus dem Unterricht über die „Lehre der Zehn Sfirot“ „, 22.02.2011

Nur die Herangehensweise ändert sich nicht

Frage: Welches Hauptprinzip müssen sich unsere Kinder einprägen?

Meine Antwort: Die Kinder sollten verstehen, dass sich alles im Menschen und in der Welt verändert – nur die Herangehensweise ändert sich nicht: es gibt keine andere Kraft, mit deren Hilfe der Mensch in der Lage wäre, in seinem Leben voranzukommen, außer der Kraft, die er von der Umgebung erhält.

Weder sein Ego noch der Einfluss von Massenmedien noch die Einwirkung eines fremden äußeren Umfeldes, sondern nur eine Gruppe von Menschen, die ihm eine bestimmte Wertescala, das Verständnis der Wichtigkeit des Schöpfers, anerzieht, gibt ihm die Kraft zum Vorankommen.

Denn um den Schöpfer, die Eigenschaft des Gebens, zu erkennen, muss der Mensch sich immer im Glauben über dem Verstand bewegen, wobei er von seiner Umgebung das Verlangen, die Bestrebung, das Verständnis der Wichtigkeit dieses Ziels, das Gefühl der Unruhe, wie es erreicht werden könnte, bekommt.

Im Grunde genommen nimmt der Mensch immer die Form seiner Umgebung an, d.h., er saugt ihr Wertesystem, ihre Vorstellung von der Zukunft, ihr Wesen auf. Mit anderen Worten, er ordnet sich in das äußere Kli/Verlangen ein, erlangt die Eigenschaft der Liebe und tritt in die Verbindung aller Seelen – Malchut der Welt von Azilut – hinaus.

Nur indem der Mensch sich richtig in seine Umgebung einordnet, kann er den Schöpfer erlangen. Denn gerade jene innere Einheit, die es dort gibt, weil der Schöpfer diese Menschen ausgesucht und miteinander verbunden hat, ist Malchut der Welt von Azilut, die Shechina, wo der Mensch sofort den Schöpfer findet.

Deshalb muss die neue Generation, unsere Kinder sich gut einprägen, dass wir genau auf diese Weise vorankommen, dass das unser Weg ist. Es gibt keine Abstiege, es gibt nur Aufstiege, es gibt kein Durcheinander, alles, was geschieht, ist für neue Klärungen notwendig.

Auszug aus dem Gespräch über die Erziehung, 18.02.2011