Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Geben'

Die Raketen entlarven den Mythos des Zusammenlebens

Das Gute an Krisen ist, dass sie die Wahrheit ans Licht bringen. Nach dem israelischen Unabhängigkeitskrieg blieben die Araber an vielen Orten in Israel und wurden israelische Staatsbürger. Im Laufe der Jahre schien es, als ob wir gelernt hätten, in friedlicher Koexistenz zusammenzuleben. Es war klar, dass es keine Liebe zwischen den beiden Bevölkerungsgruppen gibt, und dass die israelischen Araber mit den Palästinensern im Westjordanland sympathisierten.

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Worauf bezieht sich die Wahlfreiheit?

Frage: Was bedeutet Wahlfreiheit für den Menschen?

Antwort: Der Punkt ist, dass es auf weltlicher Ebene eine Wahlfreiheit gibt, die jedes Individuum betrifft. Wie sie das handhaben, ist ihre Sache.

Und es gibt die Wahlfreiheit die Menschen nutzen wollen, um in ein anderes System des Verstehens aufzusteigen. Das ist ein ganz anderer Bereich. Wir nennen es spirituell, da es nicht auf der Eigenschaft des Empfangens, sondern auf der Eigenschaft des Gebens aufgebaut ist.

Die Freiheit der Wahl besteht darin, dass der Mensch sich in eine Umgebung begibt, in der er sich solchen Einflüssen aussetzt, die ihm helfen, in sich eine Eigenschaft zu schaffen, die über seinem egoistischen Charakter liegt. Im Gegensatz zu seinem Egoismus wäre er in der Lage altruistisch zu handeln.

Wie ist das möglich, wenn Egoismus seine ganze Natur ist, es ist alles von ihm! Wir fangen hier an, in einem Kollektiv, in einer Gruppe zu arbeiten, dabei entsteht eine besondere Eigenschaft des Gebens (aus sich herauskommen über den eigenen Egoismus), die wir bekommen, wenn wir uns durch das Studium der Kabbala richtig entwickeln.

Dann beginnen wir zu spüren, dass wir uns tatsächlich über unsere gewöhnlichen, logischen, egoistischen Eigenschaften, Wünsche, Berechnungen und Handlungen erheben können. Wir handeln in einem völlig anderen Bereich – dort wo wir über das Egoistische hinaus handeln. Damit sind die Willensfreiheit und das Empfinden der Steuerung der Höheren Welt verbunden.

Das heißt, all dies hängt bereits von der Umgebung ab, mit der ein Mensch interagiert und durch die er sich einem besonderen Einfluss in der richtigen Umgebung aussetzt. In gewissem Sinne will er sich von unserer Welt abkoppeln, ihr nicht gehorchen.

Dadurch bekommt er die Möglichkeit die Eigenschaft, die wir  „Glauben über dem Verstand“ nennen, zu verstehen, zu begründen und zu fühlen. Dann, wenn er sich entwickelt, beginnt er, das zweite Kontrollsystem zu spüren, das nicht auf egoistischen Einflüssen, sondern auf Geben und Liebe aufgebaut ist.

Aus einem Gespräch mit Teilnehmern des Integralen Kursprojekts, 19.03.2021

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Die Zehn Gebote und der Schöpfungsakt

Aussage: Das Buch Zohar sagt, dass die Zehn Gebote den Zehn Schöpfungsakten entsprechen.

Antwort: Die Zehn Gebote sind die zehn grundlegenden Kriterien, nach denen wir unser inneres Abbild modellieren, das wir „Adam“ nennen (hebr. „dome“ – „dem Schöpfer ähnlich“).

Wir müssen also verstehen, was die Zehn Gebote sind. „Du sollst nicht stehlen“ – wo, auf der Straße? Oder „Du sollst nicht töten“ – wo, in einem Hinterhof? Und was ist mit „Du sollst nicht ehebrechen“? Handelt es sich möglicherweise um eine besondere innere Veränderung des Menschen, durch die er dem Schöpfer wirklich gleich wird? [Rest des Beitrags lesen →]

„Was ist die spirituelle Bedeutung des Empfangens der Tora?“ (Quora)


Dr. Michael Laitman, in Quora: „Was ist die spirituelle Bedeutung des Empfangens der Tora?“

Das Empfangen der Tora bedeutet, dass eine besondere Kraft offenbart wird, die uns hilft, uns über unser Ego zu erheben und uns mit der spirituellen Kraft der Liebe, des Gebens und der Verbindung auszurichten.

Wenn wir die Tora empfangen wollen, dann müssen wir sie an uns selbst studieren. Wie sonst könnten wir sie studieren, wenn nicht durch unsere eigene Erfahrung, indem wir uns allmählich von einem kleinen Egoisten zu einem großen Egoisten verwandeln, und dann von einem kleinen Altruisten zu einem großen Altruisten?

Wir können die Methode der Korrektur, die „die Tora“ genannt wird, nur dann erhalten, wenn wir verstehen, dass wir uns freiwillig verändern müssen, um spirituell „wie ein Mann mit einem Herzen“ zu werden, und uns auf die Eigenschaften der Liebe, des Gebens und der Vereinigung mit allen Menschen ausrichten.

Basierend auf der TV-Sendung „Spirituelle Zustände“ mit dem Kabbalisten Dr. Michael Laitman am 9. April 2021.
Geschrieben/bearbeitet von Schülern des Kabbalisten Dr. Michael Laitman.

Wie viele Kräfte sind in der Natur?

Die wissenschaftliche Gemeinschaft hat in letzter Zeit eine mögliche Entdeckung von neuen Teilchen oder sogar einer neuen Kraft in der Natur gemacht. Wissenschaftler, die am Fermilab arbeiten, einem nationalen Labor des Energieministeriums, das sich auf Hochenergie-Teilchenphysik spezialisiert hat, sagen, dass sie starke Beweise für eine unbekannte Kraft gesehen haben, die auf subatomarer Ebene arbeitet, die sie nach dem derzeitigen Verständnis der Physik nicht erwartet hatten.

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Was der Kabbalist sieht

Frage: Die ganze Welt ist ein gesamtes System von Verbindungen zwischen der unbelebten, pflanzlichen, tierischen Stufe der Natur und den Menschen. Wir beobachten heute die Welt durch egoistische Verbindungen. Jeder erlebt sie auf seine eigene Art und Weise. Was sieht der Kabbalist?

Antwort: Der Kabbalist sieht sehr deutlich alle Zusammenhänge: wie sehr die Menschen einander geben, füreinander sorgen, miteinander verbunden sind. Er sieht dies im Maß seiner Korrektur und empfindet deshalb die ganze Welt in der Eigenschaft des Gebens.

Wenn ihm zwei Systeme offenbart werden bekommt er ständig andere Erkenntnisse, die auf den Widersprüchen der Eigenschaft des Gebens und der Liebe aufgebaut sind: Empfangen und Geben. Er muss dabei so arbeiten, dass er sie kombinieren kann.

Frage: Kann man sagen, dass ein Mensch der den Machsom überschritten hat, alle Verbindungen zwischen den Menschen sieht?

Antwort: Das ist korrekt. Er wird sie nicht zum Nachteil des Systems verwenden, welches sich „Schöpfer“ nennt.

Aus dem Fernsehprogramm „ Spirituelle Zustände“, 06.02.2020

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Ich bin ein Empfänger und ein Geber

Aussage: Es wird gesagt: „Schließt euch dem Schöpfer an.“ Unser Traum ist es, den Schöpfer in unseren Sinnen zu offenbaren. Sie sagen, dass wir unabhängig von Ihm werden.  Darin liegt ein gewisser Widerspruch.

Antwort: Tatsächlich sind uns zwei widersprüchliche Linien gegeben, die rechte und die linke, über die wir eine dritte bauen – die mittlere Linie, die aus beiden besteht und gleichzeitig über ihnen liegt.

Die Eigenschaft des absoluten Gebens und der Liebe ist die rechte Linie, die Eigenschaft des Egoismus und des Hasses ist die linke Linie und mit Hilfe von beiden baue ich eine mittlere Linie darüber.

In mir steckt Egoismus, Ärger, Gier, Neid, ich will alles haben. Und bei Dir als Meister ist das Gegenteil der Fall- das Geben und absolute Liebe. Ich kann sie von Dir nehmen. Du bist immer bereit, alles zu geben. Aber wenn ich Dich mit meinem Egoismus benutze, dann bin ich von Dir abhängig.

Außerdem zeigt sich hier auch die eigene Erniedrigung. Wir sehen das heute in der Welt, es gibt Depressionen und so weiter. Sie sind die Folge einer höheren Eigenschaft, der Eigenschaft der sogenannten „höheren Scham“.

Um mich darüber zu erheben, muss ich Deinen Einfluss auf mich vollständig annullieren. Dies kann ich nur, wenn ich beide Eigenschaften anwende. Dabei benutze ich vollständig meinen Egoismus, hole mir alles was ich von Dir bekommen kann, lasse die Freude, die von Dir kommt, durch mich hindurchgehen, aber nur um Dir Genuss zu bereiten.

Folglich bin ich kein Empfänger, denn ich empfange nur um deinetwillen. Ich bin der Gebende, da ich Dir alles gebe und Du wirst zum Empfänger.

Ich bin ein Empfänger und ein Geber. Du bist der Empfänger und der Geber. Wir werden absolut gleichberechtigt. Dann gibt es keinen Unterschied zwischen uns in den Stufen „Schöpfer-Geschöpf“. Ich komme vollständig auf die gleiche Stufe wie Du.

Da ich ein Führer, ein Erschaffer dieser neuen Beziehungen bin, werde ich sogar höher als Du. Denn ich bin für diesen ganzen Prozesses verantwortlich: Ich erschaffe ihn, ich erfinde ihn, ich setze ihn um.

Aus dem Fernsehprogramm „Die Kraft des Buches von Zohar“ 6

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Gibt es wahres Glück?

Als Covid-19 Anfang letzten Jahres ausbrach, fühlten sich die meisten von uns, als hätten sie ihr Leben verloren. Oder besser gesagt, wir haben nicht unser Leben, sondern unsere Fähigkeit, das Leben zu genießen, verloren. Was gibt es denn schon zu genießen im Leben, wenn man nicht zweimal jährlich Urlaub macht, nicht immer und überall shoppen, oder mit den Kindern (oder mit einem Freund, so zu tun, als wäre man wieder ein Kind) ins Kino, Restaurants oder Vergnügungsparks gehen kann? Schlimmer noch, als das Virus viele von uns arbeitslos machte oder uns auf einen längeren Zwangsurlaub schickte, verloren wir unsere finanzielle Sicherheit und wurden, selbst wenn dies möglich wäre, unwillig, Geld für Luxusgüter auszugeben.

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Die letzte Prophezeiung von Baal HaSulam

Und es geschah am Morgen: Ich schaute auf und sah Ihn im Himmeln sitzen. Und er sprach zu mir: Wenn du den Völkern einen Weg bahnen und den Geist des Lebens in ihnen erwecken kannst, werden die Dinge, die ich durch dich vorbereitet habe, vollendet werden.

Bemerkung: Ich erinnere mich an die genaue Übersetzung: „Wenn du das Antlitz der Menschen wiederherstellen und den Geist Gottes in sie einhauchen kannst, wird alles erfüllt werden, was ich durch dich vorbereitet habe. Dies ist die letzte Prophezeiung von Baal HaSulam.

Antwort: Der Punkt ist, dass wir die Übersetzung nur erleichtern, damit die Menschen die Idee der Korrektur wirklich verstehen. Aber im Allgemeinen lebt natürlich die Kraft von Baal HaSulam in seinen Schriften weiter.

Durch die Verbindung mit dem Schöpfer, der höheren Kraft und durch seine Kommentare zum Zohar und allen anderen Schriften können wir diesem Ziel nähern kommen.

Alles was uns praktisch korrigiert, ist jenes zweischneidige Schwert, welches er vom Schöpfer erhalten hat und mit dessen Hilfe wir uns erheben, uns korrigieren, von der egoistischen Einstellung gegenüber der Welt zur Liebe und zum Geben übergehen.

Frage: Was ist das „Antlitz des Menschen“?

Antwort: Das „Antlitz des Menschen“ bedeutet „ähnlich dem Schöpfer“, denn der Mensch, Adam, kommt vom Wort „ähnlich“ dem Schöpfer.

Das heißt, der Schöpfer sagt zu Baal HaSulam: „Mach, dass die Menschen mir ähnlich werden. Dafür gebe ich dir ein Schwert.

Aus der Fernsehsendung, „Kraft des Buches Zohar“ Nr. 5

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Der erste Schritt ist der Wichtigste

Nach dem wir begonnen haben, die spirituelle Leiter hinaufzusteigen, ist der Aufstieg zur ersten spirituellen Stufe, der schwierigste Schritt. Der erste Kontakt mit dem Spirituellen ist das wichtigste Ereignis, er bedeutet die Bekanntschaft mit der Gegenwelt, mit entgegengesetzten Einstellungen, Werten, Eigenschaften und Gesetzen.

Vorher stellen wir uns alles nur in unserem Egoismus vor und phantasieren uns das Spirituelle herbei. Tatsächlich hat die spirituelle Welt neue, für uns unbekannte Eigenschaften, andere Werte. Wenn wir es zu verstehen beginnen, werden wir davon überzeugt, wie entgegengesetzt es zu dem ist, was wir uns vorgestellt haben. Wie es heißt: „Ich habe eine verkehrte Welt gesehen“.

Wenn sich diese trügerischen Wahrnehmungen auflösen, beginnen wir von Tag zu Tag zu spüren, auf welche Handlungen wir uns konzentrieren müssen, um von einer, zur nächsten Spitze zu klettern.

Wir wissen nicht, was die spirituelle Welt ist. Nur im ersten Moment, wenn wir es schaffen, uns in dem anfänglichen minimalen Maß zu verbinden, erreichen wir ein spirituelles Gefühl, d.h. wir spüren die Verbindung zwischen uns, die „Embrio“ genannt wird, dann erfolgen die nächsten Schritte: „Nähren“, „Heranwachsen“.

Die ganze Arbeit besteht darin, sich zu einer Gruppe verbinden- zu einem Wunsch, der sich aus vielen Verlangen zusammensetzt und auf die Einheit, auf das Geben abzielt. Die Hauptsache ist, dass das Geben an den Schöpfer für uns wichtiger wird als alles andere.

Aus dem Unterricht „ Der erste spirituelle Schritt“, 22.01.2021

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