Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Geben'

Es gibt keine Netzneutralität, weil es keine Neutralität gibt

Larry Sanger, Mitbegründer von Wikipedia, hat kürzlich die Online-Enzyklopädie, die er mit aufgebaut hat, wegen ihrer mangelnden Neutralität kritisiert. Dies ist nicht das erste Mal, dass er dies getan hat. Am 14. Mai 2020 schrieb Sanger in seinem persönlichen Blog: „Wikipedia hat keine effektive Neutralitätspolitik mehr“. Stattdessen erklärte er: „Wikipedia wirbt jetzt für kontroverse Standpunkte zu Politik, Religion und Wissenschaft.“ Letzten Monat wiederholte Sanger seine Behauptungen. Ein am 16. Juli auf Fox News veröffentlichter Bericht zitierte aus einem Interview, das Sanger zwei Tage zuvor Lockdown TV gegeben hatte. Darin heißt es: „‚Wikipedia ist jetzt jedem bekannt, dass es einen großen Einfluss in der Welt hat … also gibt es ein sehr großes, böses, komplexes Spiel, das hinter den Kulissen gespielt wird, um die Artikel so zu gestalten, dass sie das sagen, was jemand will, er fügte hinzu, dass die Seite eine liberale Tendenz hat.“ Zusammengefasst, was Wikipedia geworden ist, so sagte ihr Mitbegründer: „Das Wort dafür ist Propaganda.“

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Nur ein Idiot gibt nie auf

Frage: Es gibt eine berühmte Geschichte: Churchill war bereits 93 Jahre alt als er eingeladen wurde, einen Vortrag über das Leben- wie man lebt und so weiter zu halten. Er stimmte zu. Die Menschen kamen aus ganz England und weiter, um Churchill zuzuhören. Churchill kam auf die Bühne und sagte: „Gebt nie, nie, nie auf!“. Das war`s, und er ging. Für ihn war es wichtig, nur einen Satz zu sagen, nur diese eine Sache! Was bedeutet für Sie „nie, nie, nie aufzugeben“?

Antwort: Das bedeutet, dass man ständig – zumindest sehr oft – frustriert ist und am liebsten alles beenden würde, die Welt und sich von ihr abkoppeln möchte und so weiter. Und in einer Minute fängt man wieder von vorne an. Aufgeben und wieder von vorne anfangen. Ich glaube nicht, dass es einen solchen Idioten gibt, der niemals aufgibt. Churchill war auch nicht so.

Nicht aufgeben bedeutet, sogar wenn Sie aufgeben, zu erkennen, dass jetzt in Ihnen eine Kraft am Werk ist, die Sie dazu zwingt, das, was Sie gerade tun, zu beenden und eine neue Phase zu beginnen.

Frage: Meinen Sie damit, dass sozusagen eine Phase endet, und die nächste beginnt? Gibt es bei diesem Übergang immer einen Abstieg?

Antwort: Es ist notwendig! Wenn Sie nicht von der Vergangenheit enttäuscht sind, können Sie auch nicht neu anfangen. Sie müssen es so wahrnehmen, als wäre es der Tod. Ich meine, es ist nichts mehr da! Das gilt natürlich in erster Linie für mich. Alles gerät in Vergessenheit!

Frage: Wie findet man die Kraft, aus diesem Zustand herauszukommen?

Antwort: Aus dieser Leere, aus dem Wunsch heraus, sich von allem zu trennen, dann beginnt die neue Stufe.

Frage: Das gilt für Sie. Wie sieht es für den Durchschnittsbürger aus?

Antwort: Genau so.

Frage: Sind also Gedanken wie „Alles aufgeben und verlassen “ – gute Gedanken?

Antwort: Gutes Argument. Ohne das wird es nichts Neues geben. Kabbalisten verbergen nichts, auch nicht in welchen schrecklichen Zuständen sie sich befinden!

Frage: Erzählen Sie das Gleiche auch dem Durchschnittsbürger?

Antwort: Das ist für jeden wichtig. Die ganze Natur ist darauf aufgebaut, dass sich zwei Zustände ständig ändern: Empfangen und Geben, Plus – Minus, Dunkelheit – Licht, und so weiter. Deswegen ist der nächste Aufstieg ohne Enttäuschungen nicht möglich.

Frage: Gibt es Phänomene, bei denen ein Mensch durchs Leben geht und niemals aufgibt?

Antwort: Nur wenn er ein Idiot ist. Ich bin solchen Menschen begegnet. Aber sie werden dressiert, wenn sie nicht schon so geboren wurden. Sie sind wie ein Aufziehspielzeug: ein Steckschlüssel hintendran, sie werden aufgezogen, sind eingeschaltet und so verbringen sie ihr ganzes Leben.

Fazit: Sie haben viele Morgen, Abende, Tage, Nächte, die sich schnell abwechseln. Das Wichtigste ist, so viele Leben wie möglich innerhalb eines Lebens in diesem Körper zu durchleben.

Aus der Fernsehsendung „Nachrichten mit Michal Laitman“, 11.02.2021

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Ein Selfie für die Ewigkeit

Seitdem Kameras in Mobiltelefonen allgegenwärtig sind, haben die Menschen begonnen, Fotos von sich selbst (Selfies) in verschiedenen Situationen zu machen. Mit der wachsenden Bedeutung, die wir den sozialen Medien beimessen, entstand auch das Bedürfnis, uns auf gewagtere, besondere und originelle Weise zu präsentieren. Dabei erkennen die Menschen keine Grenzen. Laut einer Studie des National Center for Biotechnology Information, das dem National Institute of Health unterstellt ist, nimmt der Trend zu riskanten Selfies zu. Im Jahr 2011 starben z.B. drei Menschen bei sogenannten „Selficides“ (Selfie-bedingte tödliche Unfälle). Im Jahr 2017 lag diese Zahl bei 93.

Wir können nicht oft genug betonen, wie gefährlich es ist, leichtsinnige Selfies zu machen. Wir weisen unmissverständlich darauf hin, dass ein solches unverantwortliches Verhalten das Leben kosten kann. Wir müssen verstehen, woher dieses Phänomen kommt. Wenn wir diese Tragödien wirklich verhindern wollen, müssen wir die Einstellung der Menschen zu sich selbst und zu ihrem Platz in der Welt ändern. 

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Höhen und Tiefen – Leben und Tod

„Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ ist ein uralter biblischer Spruch, eine Aufforderung, der im Prinzip jeder zustimmt, aber niemand weiß es umzusetzen.

Auch wenn wir es gerne erwähnen, stellen wir fest, dass es in unserer Welt nur schöne Worte sind. In der spirituellen Welt ist das hingegen eine unabdingbare Regel, entweder existiert man dort oder nicht.

Jene Freunde, die sich zu einer Einheit verbunden haben, den richtigen Kontakt zum Geben, zur Liebe gefunden haben, eine höhere spirituelle Stufe, ein Gefühl für den Ursprung der Kraft, die Quelle der Schöpfung, eine außerirdische Stufe der Existenz erreicht haben und sich in einem ewigen Informations- und Energiefluss, jenseits von Zeit und Raum befinden, entdecken plötzlich die nächste Schicht des Egoismus, die ihnen vorher verborgen war.

Anstelle von Liebe und Geben beginnen sie wieder, egoistische Gefühle füreinander zu empfinden, wie Kritik und Ablehnung. Dabei fallen sie von der Stufe, die sie erreicht haben, auf die irdische Stufe, als wären sie vom Himmel gefallen und betrachten wieder jeden auf eine völlig egoistische Weise.

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Welche Genüsse verspricht uns die Kabbala?

Frage: Welche Genüsse verspricht uns die Kabbala?

Antwort: Es ist sehr schwierig, sich die Genüsse vorzustellen, welche die Kabbala bietet. Tatsache ist, dass alle Vergnügen unserer Welt wie ein Gramm Genuss gegen Millionen von Tonnen der spirituellen Welt sind.

Wir sind sehr begrenzt. Wie viel können wir essen, trinken, ausruhen, etwas genießen? Alles hat seine endliche Form, auch unser Leben, da es auf der Eigenschaft des Empfangens für uns aufgebaut ist.

Die Kabbala führt uns in die Welt des Gebens, in die Welt der Liebe – über uns hinaus, in die Welt der grenzenlosen Wahrnehmung. Wir können nicht messen, was die Kabbala uns gibt. Es sind völlig inkongruente Größen.

Man beginnt zu sehen, wofür man lebt, wie das Leben aufgebaut ist, wohin es führt, was mit einem geschah, bevor man in diese Welt geboren wurde, was mit einem stattfindet, nachdem man diese Welt verlässt. Nichts verschwindet, alles geschieht in der gleichen Zeitspanne der Existenz.

Es werden einem die Augen geöffnet. Man ist kein Blinder mehr, der nur wie ein Tier existiert und weiter nichts. Man hat eine klare, vernünftige Einstellung zum Leben und zur Welt. Das ist es, was uns die Kabbala gibt.

Aus dem Unterricht, 07.04.2019

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Warum der Schöpfer die Wahrheit verbirg

Die Weisheit der Kabbala beschreibt den Schöpfer als Kraft oder Qualität des absoluten Wohlwollens, eine Eigenschaft des Gebens. Natürlich will eine Eigenschaft des absoluten Gebens absolut alles geben. Das bedeutet bei absoluten Geben, gibt man alles, sogar die Natur des Schöpfers, die Qualität des Gebens.

Aber um zu geben, braucht man einen Empfänger. Deshalb hat die Eigenschaft des Gebens einen absoluten Empfänger geschaffen, das geschaffene Wesen, das alles empfangen will und deshalb wie der Schöpfer sein möchte, nämlich ein Geber. Wenn es scheint, dass es hier einen Haken gibt, dann haben Sie recht, es gibt ihn. Wir wollen so sehr empfangen, dass es uns letztlich dazu bringt, Geber sein zu wollen.

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Was ist ein Traum?

Seit dem Altertum ist die Menschheit sehr neugierig auf Träume. Forscher sagen, dass wir jede Nacht mehrere Träume haben und dass jeder von ihnen zwischen fünf und 20 Minuten dauert. Manchmal haben wir gute Träume und wachen gut gelaunt auf, und manchmal haben wir Albträume.

Ich habe manchmal das Gefühl, wenn ich wach bin, dass das Leben wie ein Traum ist, dass es wie ein Film ist. Werde ich jemals aus diesem Film aufwachen?

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Ein Feld der Liebe erschaffen

Frage: Die Kabbalisten haben ein Sprichwort: „Er und sein Name sind eins.“ Ist dies eine Bedingung oder ein Gesetz?

Antwort: „Er und sein Name sind eins“ bedeutet, dass der Schöpfer sich in Seinem Namen offenbart.

Sein Name ist der Zustand, in dem eine Anzahl von Menschen (zehn oder mehr) sich so vereinen, koordinieren und miteinander verbinden können, dass sie in Bezug auf das gegenseitige Geben und Unterstützen eine Einheit darstellen. In einem solchen vereinheitlichten Feld wird sich die gemeinsame Kraft dieses Feldes, genannt „Schöpfer“, offenbaren.

Der Schöpfer selbst ist verborgen. Dieses Phänomen kann nicht erkannt werden- nur durch den Sensor -eine Ansammlung von Menschen, die so miteinander verbunden sind, dass sie im gemeinsamen Geben, in der gemeinsamen Liebe, in der gemeinsamen guten Verbindung, in einem solchen Feld organisiert sind. Es heißt: „Das vom Schöpfer gesegnete Feld“. Darin offenbart er sich ihnen.

Zum Beispiel haben wir viele Bakterien an unseren Händen, wir sehen sie nicht. Wenn wir ein Mikroskop nehmen, können wir sehen. Das ist auch hier der Fall.

Frage: Es gibt also einige Verbindungen zwischen uns, aber sie sind uns verborgen?

Antwort: Es gibt Verbindungen zwischen uns, aber diese Verbindungen sind schlecht. Sie sind nicht wie die Eigenschaften des Schöpfers- gebend und liebend- so bleibt uns der Schöpfer verborgen.

Frage: Ich liebe es von meiner Natur aus zu empfangen, so wurde ich geschaffen. Selbst wenn ich gebe, ist es um zu empfangen. Ist das die falsche Verbindung?

Antwort: Diese Verbindung ist natürlich, wir wurden damit geboren. Es ist der Egoismus. Wir müssen das allmählich in eine andere Verbindung umwandeln, dem Gegenteil davon.

Frage: Was soll ich tun?

Antwort: Denken Sie an andere und an die Verbindung zwischen uns, damit diese Verbindung vorherrschend, wesentlich, und das Wichtigste wird. Dann beginnen wir, den Schöpfer darin zu spüren.

Aus der Fernsehsendung „Spirituelle Zustände,“ Er und sein Name sind eins“, 25.05.2021

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Antike Amulette, die angeblich vor dem ′′ bösen Auge ′′ schützen

Antike Amulette, die angeblich vor dem „bösen Blick“ schützen, tragen eine Inschrift in vier Buchstaben – einen besonderen Namen des Schöpfers. Diese Buchstaben sind Yud Hey Wav Hey. Was macht diese besondere Buchstabenkombination so wichtig? Die Buchstaben enthalten die gesamte Haltung des Schöpfers gegenüber den Menschen. Diese gute und wohlwollende Kraft kommt zu den geschaffenen Wesen von den Wurzeln, durch alle Welten bis zu dieser Welt, in der wir uns befinden.

Die Höhere Kraft regiert die ganze Natur mit allen Kräften in ihr, und das ganze System funktioniert nach den höheren Wurzeln. Diese Buchstaben drücken vier Arten von Einflüssen auf uns aus. Gemäß den oberen Wurzeln symbolisieren die Buchstaben die Ausdehnung der Höheren Kraft auf uns.

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Zwei Stufen der Auslegung der Tora

Frage: Macht es Sinn, dass die Bedeutung des hebräischen Wortes „evel“ sowohl in eine Richtung („das Geben“) und in die andere Richtung („Eitelkeit“) geht?

Antwort: Natürlich! Denn so entfaltet sich unser Egoismus. Dieser Begriff ist falsch übersetzt und zwar egoistisch. Jedes Wort hat zwei Bedeutungen, bezogen auf die spirituelle und auf der materiellen Ebene.

Da wir uns auf der materiellen Stufe befinden, interpretieren wir alles, da wir es mit unseren irdischen Augen betrachten, für uns selbst und deshalb haben alle Worte nur eine irdische Bedeutung. Wenn man es von der Stufe des höheren Lichts, von der Stufe des Schöpfers ansieht, dann bekommt das alles eine ganz andere Bedeutung.

Daher kann jedes Wort in jede beliebige Richtung gedreht werden. Sowohl die Tora als auch die Schriften der Propheten und die Heilige Schrift, alle drei Bücher sind so geschrieben, dass deren Verständnis von der Stufe der Person abhängt, die sie liest. Für den einen sind es nur Geschichten, die alle möglichen materiellen Handlungen des damaligen Volkes beschreiben, für den anderen sind es spirituelle Handlungen, die in den Seelen stattfinden und nicht unter den irdischen Menschen. Sie beziehen sich auf die Eigenschaft des Gebens und der Liebe und nicht in Kämpfen und Kriegen.

Wenn man die Tora liest, scheint es einem, dass es einen ewigen Kampf zwischen dem auserwählten Volk und dem Schöpfer gibt, endlose Kriege und Frustrationen, da man die Geschichte in seinen irdischen egoistischen Eigenschaften wahrnimmt.

Wenn man diese Eigenschaften verändert, wird man alles ganz automatisch anders verstehen. Man fängt plötzlich an zu verstehen, dass es darum geht, wie wir uns verbinden müssen. Wenn wir uns verbinden, werden wir mit dem Wissen des Schöpfers, mit dem Gefühl des ewigen, vollkommenen Lebens erfüllt sein.

Aus der Fernsehsendung „Die Kraft des Buches Sohar“ Nr.12

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