Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Empfangen'

Über jüdische Einheit und Antisemitismus – Artikel Nr. 4

Aufstieg und Fall des ersten Tempels

Im vorhergehenden Artikel haben wir die Bildung Israels zu einer Nation beschrieben und wie ihnen die Aufgabe übertragen wurde, „ein Licht für die Völker“ zu sein, indem sie zu einem Modell der Einheit jenseits aller Gegensätze wurden. Dieser Artikel befasst sich zum ersten Mal mit Israels Versuchen, seine Einheit nach der Gründung einer Nation aufrechtzuerhalten, mit seinem Scheitern und den daraus resultierenden Konsequenzen.

Nachdem sie eine Nation geworden waren – indem sie gelobten, sich „wie ein Mann mit einem Herzen“ zu vereinen – machte sich das Volk Israel auf den Weg nach Kanaan. Auf dem Weg dorthin hatte es sowohl zahlreiche innere Konflikte als auch Kämpfe mit äußeren Feinden zu bestehen. Ihr wachsendes Ego forderte sie immer wieder auf neue Weise heraus, und sie mussten neue Taktiken finden, um es zu überwinden. Im Buch Zohar (BeShalach, Punkt 252) steht jedoch geschrieben: „Jeder, der in der Tora einen Krieg führt, wird am Ende mit höherem Frieden belohnt“. Mit anderen Worten: In den Kriegen, die das Volk Israel führte, ging es darum, das Gelübde der vollständigen Einheit einzuhalten. [Rest des Beitrags lesen →]

Über jüdische Einheit und Antisemitismus – Artikel Nr. 3

 Moses und die Errichtung des Volkes Israel

Im vorangegangenen Artikel haben wir die Zeit Israels in Ägypten beschrieben, wie sie aufblühten, als sie unter Josephs Führung vereint waren, und wie sie sich nach seinem Tod assimilierten, was letztlich die Ägypter gegen sie aufbrachte. In diesem Artikel werden wir die Bemühungen Moses‘ untersuchen, das gequälte und versklavte Volk wieder zu vereinen und es dadurch von seinen Unterdrückern zu erlösen und aus Ägypten herauszuführen. Wir werden auch zeigen, dass, sobald sie sich vereint hatten und erlöst waren, ihnen auferlegt wurde, „ein Licht für die Völker“ zu sein – das heißt, ihre Einheit an den Rest der Welt zu verbreiten.

Obwohl sich ihre Lage in Ägypten verschlechterte, hat Israel sich bis zum Auftreten von Moses nicht vereinigt. Er führte die Israeliten zur Wiedervereinigung, bis sie schließlich der Herrschaft des Pharaos entkommen konnten. [Rest des Beitrags lesen →]

Über jüdische Einheit und Antisemitismus – Artikel Nr. 2

Im vorigen Artikel haben wir Abrahams Ringen um die Verbreitung seiner Offenbarung beschrieben, dass es in der Wirklichkeit nur eine Kraft gibt, die er „Gott“ nannte, dass diese Kraft sich auf zwei Arten manifestierte – durch Geben und Empfangen – und dass alles in der Wirklichkeit Interaktionen zwischen den beiden widerspiegelt. Wir sagten auch, dass Abraham erkannte, dass seine Zeitgenossen in Babylon, seinem Heimatland, sich voneinander entfremdeten. Abraham wollte dieser Entfremdung mit Freundlichkeit und Barmherzigkeit begegnen, um die wachsende Kraft des Empfangens durch entsprechendes Geben auszugleichen. Als seine Anstrengungen erfolglos blieben und er aus Babylon vertrieben wurde, wanderte er nach Westen nach Kanaan. Auf dem Weg dorthin schlossen sich ihm Tausende und Zehntausende an – laut Maimonides, Midrasch Rabba und vielen anderen Quellen – und wurden „das Haus Abrahams“. Diese Menschen bildeten den Keim, aus dem später die israelische Nation hervorgehen sollte. Das Besondere an ihnen war, dass sie nichts Biologisches gemeinsam, sondern vielmehr die Überzeugung hatten, dass Empfangen und Geben in einem ausgewogenen Verhältnis stehen müssen, und sie waren bereit, sich anzustrengen, um die Qualität der Barmherzigkeit in sich zu entwickeln. [Rest des Beitrags lesen →]

Über jüdische Einheit und Antisemitismus – eine Artikelserie Nr. 1

Der Herausgeber einer der Zeitungen, in denen ich regelmäßig Beiträge schreibe, bat mich um nähere Ausführungen bezüglich meiner Botschaft, dass Juden, wenn sie nicht miteinander verbunden sind, Antisemitismus auf sich ziehen. Vor allem wollte er meine Quellen erfahren, aus denen ich dieses Argument so eindringlich vorbringe. 

Er hat völlig Recht; die Menschen müssen wissen, woher derlei Ideen kommen, gerade solche, die schwer zu schlucken sind. Deshalb habe ich beschlossen, eine Reihe von Artikeln zu schreiben, die erklären, woher die Juden kommen und warum sie, abgesehen von einigen kleinen Ausnahmen, die auch nicht gut ausgegangen sind, immer gehasst wurden.

Doch bevor ich damit beginne, möchte ich meine neueste Publikation zu diesem Thema „Die Wahl des Judentums – Einheit oder Antisemitismus: Historische Fakten über Antisemitismus als Spiegel jüdischer sozialer Zwietracht.“ empfehlen. Sie wird Ihnen umfassende Informationen über die Herkunft des jüdischen Volkes sowie die Wurzeln des Judenhasses geben, zeigen, was sie dagegen tun sollten und wie ihr Schicksal direkt mit ihrer Einheit oder ihrem Fehlen zusammenhängt. Ich werde in dieser Serie Quellen aufzeigen, die jedoch bei weitem nicht so umfangreich wie in diesem Buch sind. [Rest des Beitrags lesen →]

Spiritueller Sex


Eine Frage, die ich erhielt: Ursprünglich hatte Adam nur eine Frau – Eva. Werden wir zur Monogamie zurückkehren, wenn wir korrigiert sind? Oder werden wir uns darum nicht mehr kümmern, wenn wir korrigiert sind?

Meine Antwort: Sexuelle Einheit in unserer Welt kommt von der spirituellen Einheit zwischen dem Höheren Licht und der Seele mittels des Schirms, was „Siwug de Haka’a“ genannt wird. In dieser spirituellen Einheit zwischen der Seele und dem Schöpfer (dem Kli und dem Licht), ist der Schöpfer oder das Licht der männliche Teil, welcher beschenkt und die Seele oder das Kli ist der weibliche Teil, welcher empfängt. Im Prozess der Korrektur erhält die Seele (Kli) die Eigenschaft des Schenkens, um das Verlangen des Schöpfers (des Lichts), „zu geben“, zu befriedigen.

Der Prozess der Einheit (Verschmelzung, Siwug – spirituelle Verbindung) geschieht in den allgemeinen Verlangen von beiden, „den anderen mit Genuss zu erfüllen“, den Genuss nur in dem Ausmaße zu spüren, wie es dem anderen Partner Genuss bringt. Was folglich geschieht ist ein ständiger Vergleich der allgemeinen Verlangen und der Absichten (im Rosh des Parzuf, vor dem Empfang innerhalb seines Toch), was in der Physiologie als Bewegungen des sexuellen Verkehrs ausgedrückt wird, das vor der Ausschüttung des Lichts von Chochma (Or Pnimi, Samen) in die Seele (in das Kli, vom Rosh in den Toch des Parzuf) geschieht.

Diese abwechselnden, und schrittweise erfolgenden, gegenseitigen Bewegungen sind dazu gedacht, um mittels der Unterbrechung und Wiederaufnahme des Kontakts, ein vollständiges Verlangen in jedem Partner zu erschaffen. Dies erschafft die Möglichkeit von förderlichem Genuss: Wenn diese Stufe erreicht wird, dann wandert das Licht vom Pe zum Toch, d.h. der Genuss tritt in das Verlangen ein, wie es in der Tora geschrieben steht: „Wie ein Pfeil das gewünschte Ziel zur gewünschten Zeit trifft, in der gewünschten Frau und im gewünschten Ort.“

Wenn folglich die Seele des Menschen die vollständige Korrektur erreicht, dann sieht ein Mensch den Sex als den physiologischen Ausdruck der spirituellen Verbindung. Und wenn es keine spirituelle Verbindung gibt, dann gibt es keinen Anreiz oder Grund für körperliche Verbindung.

 
 
Kabbala Akademie

Die Gruppe = 10 + die Menschheit

Die Gruppe befindet sich zwischen dem Menschen und der höheren Kraft. Ohne die Gruppe ist es dem Menschen alleine unmöglich mit dieser Kraft zu arbeiten, zu empfangen oder zu geben. Sogar als er noch vor zehn Jahren glaubte allein gewesen zu sein, war er ein Teil der Gruppe. Diese Tatsache wurde nur vor ihm verborgen.

Jetzt befindet er sich in einer “zufällig” gewählten Gruppe. Und in dieser liegt der Fokus darin Wege zu enthüllen, um sich mit dem Schöpfer zu verbinden.

Diese Gruppe ist immer da. Sie heißt “Der Mensch”, “Adam”. Sie ist das gesamte System. Sie ist der Zehner und die ganze Menschheit.

Wenn sich also ein einziger Mensch an den Schöpfer wenden will und dabei die Gruppe umgeht, dann begeht er einen Fehler. Aus seinem Ruf kann nichts Großes entstehen. Er bewirkt gerade mal so viel wie ein Anfänger. Wenn er aber eine echte Verbindung mit dem Schöpfer erreichen will, sollte er sich der Gruppe anschließen und den Schöpfer in ihr offenbaren.

Wir werden nie etwas außerhalb der Gruppe erfahren, denn der Schöpfer ist in ihr. Sie ist die feste Struktur, uns aber verborgen. Der Schöpfer ist ebenfalls ein stabiler Bestandteil und genau so verborgen. Die Gruppe hat nur eine scheinbar physische Form und wir denken unsere Freunde zu sehen.

Und in dem Moment, in dem wir die wahre Gruppe, d.h. einen spirituellen Raum, eine spirituelle Eigenschaft offenbaren, wird sich auch die höhere Kraft, der Schöpfer, uns in ihr offenbaren. Das eine kann ohne das andere nicht existieren.

Aus der Lektion „Von der Ohnmacht zum Aufschrei an den Schöpfer“, 29.06.2018.

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Wir bilden unsere Seele, indem wir die zu uns kommenden Reshimot korrigieren (fortgeschritten)


Fragen, die ich über Reshimot erhielt

Frage: Ich möchte etwas über Reshimot fragen: Der Punkt im Herzen ist ein Reshimo und auch Klipot sind Reshimot, allerdings zerbrochene. Welche anderen Reshimot-Arten sind in der Kabbala „registriert“? Es gibt wohl mehr von ihnen als es Elemente im Periodensystem gibt!

Meine Antwort: Die Reshimot haben sich angesammelt, während die gemeinsame Seele von ihrer spirituellen Stufe „Liebe und Schenken“ zur Stufe „Empfangen und Selbstliebe“ abgestiegen ist. Insgesamt gibt es Reshimot von 125 Abstiegsstufen und wir müssen sie in umgekehrter Reihenfolge korrigieren. Indem wir diese Reshimot in dieser Reihenfolge erfassen, steigen wir entlang ihrer Stufen auf und enthüllen unsere spirituellen Sinne, die das Höhere Licht, den Schöpfer, verspüren.

Frage: Wie kann ein Mensch erkennen, von welcher Stufe – den besonderen Eigenschaften seiner individuellen Seele entsprechend – die Reshimot stammen? Kommen die Reshimot immer, um uns in unserem Wachstum und unserer Entwicklung zu helfen? Und was ist mit den Reshimot der Klipot – warum kommen sie zu einem Menschen?

Meine Antwort: Die Reshimot treten eine nach der anderen in uns in Erscheinung, von unten nach oben, und sie stellen sich immer in Form von zerbrochenen Stufen dar (Klipot, das Ego). Indem wir sie korrigieren, bilden wir unsere Seele – das Gefäß, in dem wir uns selbst wahrnehmen, unser spirituelles Leben.

Kabbala Akademie

 

Aufbau der zukünftigen Gesellschaft, Teil 1

Das Ziel der Natur

Baal HaSulam, „Aufbau der künftigen Gesellschaft“ Wir haben bereits erwähnt, dass die Natur fordert, dass die menschliche Spezies ein soziales Leben führt. Dies ist einfach. Wir sollten jedoch die Gesetzmäßigkeiten untersuchen, die uns die Natur aufgrund dieses Zustandes, d.h. der Führung eines sozialen Lebens, auferlegt. 

Im Wesentlichen gibt es nur zwei Gesetze (Gebote), mit denen wir uns als Gesellschaft beschäftigen sollten. Diese können mit den Bezeichnungen “ Empfang und Geben“ umschrieben werden. Dies bedeutet, dass für jedes Mitglied der Gesellschaft von Natur aus dafür gebürgt ist, dass es das Nötigste von ihr empfängt und durch seine Arbeit auch der Gesellschaft nutz. Verstößt man gegen eines dieser beiden Gebote, soll man gnadenlos bestraft werden. 

Frage: Welche zwei Gesetze werden hier beschrieben? Was empfangen wir? Was geben wir? Das kann doch verschieden interpretiert werden. 

Antwort: In der Natur existiert die Kraft des Empfangens und die Kraft des Gebens. Diese beiden Kräfte müssen im Einklang stehen. Sie können beliebig interpretiert werden, aber man muss verstehen, dass diese Naturgesetze unabänderlich und vollkommen sind und nicht von unserer Auslegung abhängen. Deshalb müssen wir herausfinden, wie wir sie deutlich erkennen können, und lernen, sie umzusetzen, damit wir uns nicht zu viel Schaden zufügen. 

Die Gesetze der Natur entfalten sich von ihrer unbelebten Stufe aus, wo beide Kräfte, positive und negative, sich kontinuierlich weiterentwickeln und untereinander ein gewisses Gleichgewicht erlangen. Zuerst in Form von Atomen, Molekülen usw., dann in Pflanzen, in lebenden Organismen, in Geschöpfen, und dann auf der Stufe des Gedankens, der Erkenntnis und des Bewusstseins. Dies ist die vierte Stufe, die auch als menschliche Ebene bezeichnet wird. 

Wir müssen all diese Gesetze verstehen und befolgen, damit zwischen der Kraft des Empfangens und der des Gebens Gleichgewicht besteht, damit alles im Einklang arbeitet. Dies ist die Aufgabe, die uns die Natur gestellt hat.

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Methode der Korrektur, Teil 6

Für den Nächsten oder für den Schöpfer?

Frage: Baal HaSulam schreibt, dass die Methode der Kabbala zwei Teile umfasst: der erste Teil ist die Korrektur der menschlichen Beziehungen zum Schöpfer der zweite Teil ist die Korrektur der Beziehungen eines Menschen zu seinem Nächsten. Der zweite Teil ist vorzuziehen. In den ersten Phasen der Entwicklung ist sie wichtiger. Und dann betont Baal HaSulam eine sehr interessante Sache: für den Menschen macht es keinen Unterschied, ob er für seinen Nächsten oder für den Schöpfer arbeitet, da er alles was er außerhalb von sich wahrnimmt, als nicht existent empfindet.

Warum gibt es keinen Unterschied zwischen der Arbeit für den Schöpfer und für einen anderen Menschen?

Antwort: Da es über meinen Egoismus hinausgeht und es keine Rolle für mich spielt, für wen ich arbeite! Wenn man auswählen könnte, mit wem man agiert und von wem man empfängt, dann ist natürlich der Schöpfer besser geeignet als irgendeine Person. Wenn es aber darum geht, jemandem etwas außerhalb von mir, außerhalb meines Egoismus zu geben, ist es nicht wichtig, an wen es geht. Wenn ich nicht davon profitieren kann, geht es irgendwo in die Unendlichkeit.

Frage: Macht es wirklich keinen Unterschied, ob es der Schöpfer oder eine andere Person ist, auch wenn es eine sehr Wichtige ist?

Antwort: Was nützt es, wenn es für mich keinen Unterschied macht? Es ist ein leerer Raum.

Frage: Was ist, wenn ich daraus einen Vorteil ziehen könnte?

Antwort: Dann ist es kein Geben mehr. Das Geben an sich muss wichtig sein, dann spielt es keine Rolle, ob ich dem Schöpfer oder dem Nächsten gebe. Es ist das Geben, welches die Eigenschaft des Schöpfers ist.

Fortsetzung folgt…

Aus der TV-Sendung „Grundlagen der Kabbala“, 07.02.2019

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Sinn des Lebens Teil 2

Warum leiden wir? 

Selbst wenn wir uns auf die Suche nach einer Antwort, der berühmten Frage, die von allen Menschen gestellt wird, begeben: „Worin besteht der Sinn unseres Lebens?“…, kommen uns diese Jahre unseres Lebens, bis wir die Frage beantworten können, teuer zu stehen. Wir erfahren dabei zahlreiche Leiden und Qualen. Wer kann das genießen? (Baal HaSulam, „Einführung zu Talmud Esser HaSefirot“)

Frage: Besteht der Sinn des Lebens darin, den Schöpfer zu erkennen? Warum leiden wir in dieser Welt unter vielen Qualen?

Antwort: Wir wollen den Schöpfer nicht offenbaren. Wir sträuben uns mit Händen und Füßen dagegen, uns Ihm anzunähern, denn diese Annäherung ist mit großem Leid verbunden.

Der Schöpfer ist die Eigenschaft des Gebens und der Liebe. Wir sind die egoistische Eigenschaft des Empfangens, die Eigenschaft des Hasses, der Abweisung gegenüber anderen.

Aus diesem Grund fühlen wir uns, wenn wir uns nach und nach den Eigenschaften des Schöpfers annähern, denen des Gebens, der Liebe, der Anteilnahme usw., sehr schlecht. Wir laufen sofort instinktiv davor davon.

Bemerkung: Ich habe im Gegenteil das Gefühl das der Mensch unter einem Mangel an Empfangen leidet. Er leidet nicht darunter, dass er kein Geber wie der Schöpfer ist.

Antwort: Ich spreche nicht von den Menschen, die in unserer Welt instinktiv handeln, sondern von denen, die gehört haben was die Kabbala sagt und wie wir zu einem Zustand kommen können, in dem wir uns über den Egoismus, der uns ständig erniedrigt und einschränkt, erheben können.

Frage: Der Mensch ist der Wunsch zu Empfangen. Der Schöpfer verursacht im Mensch Leiden, in dem Er ihn nicht empfangen lässt. Daraus entsteht ein Mangel, aus dem heraus der Mensch mit der Suche nach dem Sinn des Lebens und nach dem Schöpfer beginnt. Kann ein Mensch über den Sinn des Lebens nachdenken, wenn es ihm gut geht, wenn er erfüllt ist und genießt?

Antwort: Nein, das kann er nicht.

Frage: In einem Ihrer Interviews wurden Sie Folgendes gefragt: „Stimmt es, dass die Kabbala nur etwas für Verlierer ist?“ Brauchen demnach normale Menschen, die sich gefunden und eine Beschäftigung haben, keine Kabbala?

Antwort: Sie können nichts tun. Sie kaufen sich ein schönes Leben. Ein Mensch der leidet spürt, dass Leiden nicht bedeutet, nichts zu essen zu haben oder von allen Seiten bedrängt zu werden. Es geht darum, dass er wissen will, wofür er lebt. Wir sprechen über das Leiden auf der Stufe des „Menschen“, nicht auf der Stufe des Tieres in uns.

Frage: Kommt ein Mensch, der auf der körperlichen Ebene leidet, zum Studium der Kabbala?

Antwort: Das tut er nicht, auch nicht wenn er einen Mangel an seinen Lebensgrundlagen hat. Nur dann, wenn er keinen Sinn im Leben sieht! Er hat alles außer dem Sinn! Selbst in unserer Generation, in der die Menschen viel besser als vor 100 oder 1000 Jahren leben, fühlen sie sich unglücklich.

Fortsetzung folgt…

Aus den TV-Programm „Grundlagen der Kabbala“, 14.01.2019

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