Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Aufstieg'

Der Erfolg bei einem Kongress hängt von uns allen ab


Eine Frage, die ich erhielt: Der Kabbala-Kongress in Antalya beginnt heute. Wie kann man sich am besten auf diesen besonderen Event vorbereiten?

Meine Antwort: Seien Sie gemeinsam mit uns mit Herz und Seele dabei. Nehmen Sie an so vielen unserer Veranstaltungen dort teil wie möglich.

Der Erfolg des Kongresses hängt von der allgemeinen Stimmung seiner Teilnehmer ab. Vereinigen wir uns und lassen wir uns von der Größe des Zieles inspirieren – Einheit mit dem Schöpfer.

Wir benötigen nicht nur eine einfache Inspiration, sondern eine enge Verbindung mit unserem Weg, dem Ziel und der Vereinigung aller Menschen zusammen mit der Höheren Kraft, damit wir (d.h. jeder von uns, die Gruppe und der Schöpfer) zu einem Ganzen werden.

Wir werden dann dieser Höheren Kraft gleich und sie wird in uns allen enthüllt werden. Alles hängt von der Verbindung zwischen uns ab, in welcher der Schöpfer enthüllt wird.

Wenn wir den Ort des Zerbruchs zwischen uns korrigieren, dann wird dort der Schöpfer enthüllt.

Wir müssen die Eigenschaft des Gebens über alle Hindernisse erheben, damit sie über allem anderen steht. Wir sollten jedoch nicht die Hindernisse ausmerzen, sondern wir sollten uns über sie emporheben.

Nur wenn wir wünschen, uns trotz gegenseitiger Zurückweisung zu vereinen, wird uns dies spirituellen Aufstieg bringen.

(Aus dem 1. Unterricht des euroasiatischen Kongress 22.10.09)

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Die Ordnung des spirituellen Aufstiegs


Eine Frage, die ich erhielt: Gibt es nur ein Gebet oder unterschiedliche Gebetsarten?

Meine Antwort: Ein Gebet ist ein Verlangen, das man erhebt, um korrigiert zu werden. Man hebt es auf die Höhere Stufe oder Partzuf, den Schöpfer, indem man bittend die Korrektur fordert.

Die Anzahl der Bitten nach Korrektur, die ein Mensch erhebt, bestimmt die Zahl der verschiedenen Gebete. Es gibt eine spezifische Anzahl an Gebeten – abhängig von den Zuständen, die ein Mensch auf jeder Stufe durchmacht.

Deswegen konnten Kabbalisten ein Gebetsbuch namens „Siddur“, d.h. „Ordnung“ zusammenstellen (sowie man beispielsweise in Statuten die Dinge anordnet). Dort beschrieben sie exakt die Ordnung des Aufstiegs von dieser Welt in die Welt der Unendlichkeit mit allen Zwischenstufen.

Das Buch ist eine Bedienungsanleitung. Indem man die Gebete nacheinander liest, erhält man die Reihenfolge, in der man sich an das Höhere Niveau wendet, um korrigiert zu werden. Jegliche Transformation geschieht nur unter dem Einfluss der Höheren Stufe.

Jeder Tag hat seine eigene Ordnung (pro Stufe oder Sefira) und wenn man einen spirituellen „Tag“ durchlaufen möchte, dann zeigt dieses Buch in welcher Reihenfolge man seine Verlangen nach Korrektur erheben muss.

Wenn man sich über sechs „Tage“ (Stufen) korrigiert, dann geht man zu anderen Gebeten (Korrekturen) über, den Schabbatgebeten und dann zu weiteren besonderen Zuständen (Tage, Moadim) und Feiertagen.

Es gibt viele Zustände und jeder hat sein entsprechendes Gebet, d.h. Aufstieg eines Verlangens zur Korrektur. Denn dort findet eine Veränderung des Zustands der Anheftung an den Schöpfer statt. In der spirituellen Arbeit hören Gebete niemals auf.

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Das Leben ist ein Aufstieg zum Schöpfer

Drei Fragen, die ich zu schwierigen familiären Situationen erhielt:

Frage: Wie kann man sich mit seiner Vergangenheit versöhnen? Es ist eine Vergangenheit, die lebenslang geprägt war von Krankheit und frühester „Kindesmisshandlung“, die bei einer Familienwiedervereinigung mit der Behauptung vor meinen Großeltern gipfelte, dass meine Mutter wünschte, dass ich gestorben wäre und mein Bruder dafür lebte. Wie befreit man sich oder reinigt seine Gedanken davon? Nehme ich die Information nicht richtig auf oder sehe ich nicht, was vor mir ist?

Meine Antwort: Sie müssen ihnen verzeihen! Das ist die Art des Schöpfers, noch ein anderes Problem durch Sie zu beheben. Das wird Ihnen bald klar werden.

Frage: Mein Vater hinterließ den größten Teil seines Geldes einem Sohn und dem Rest von uns überließ er gerade mal ein bisschen. Selbstverständlich hat das viel Reibung zwischen uns verursacht. Was schlagen Sie vor, das ich tun soll, weil meine Wut an dem Punkt angelangt ist, dass ich meinen Bruder ruinieren will und ich die Mittel habe, das sehr leicht zu tun? Ich sorge mich nicht so sehr wegen des Geldes; es geht jetzt mehr ums Prinzip.

Meine Antwort: Sie müssen dem Willen Ihres Vaters folgen und Ihr Bruder ist daran nicht schuld. Ändern Sie nichts, sondern akzeptieren Sie es. Der Schöpfer hat diese Situation für Sie durch Ihren Vater und andere Verwandte geschaffen. Anstatt sich auf alle anderen Gefühle zu konzentrieren, erfüllen Sie sich mit dem Streben zu Ihm.

Frage: Ich bin ein junger Mann, aber ich habe bereits zu viele Verluste meiner Verwandten erlitten, die wirklich gute Menschen waren. Und jetzt ist mein Vater im Krankenhaus und wartet auf eine Operation, nachdem er einen Herzanfall am Gedenktag meines Großvaters gehabt hat. Einerseits ist diese Operation vielleicht Fürsorge von Oben, damit nicht etwas noch Schrecklicheres mit ihm geschehen wird. Und doch frage ich mich: Warum wurde er nicht vor Schwierigkeiten geschützt? Wie kann ich mir jedes Mal Glauben und Vertrauen bewahren?

Meine Antwort: Unser Leben sollte nicht eine Flucht aus dem Leiden sein, sondern ein Aufstieg über das Leiden, um sich mit seiner Quelle zu verbinden: dem Schöpfer.

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Verwandtes Material:
Blog-post: Wie Sie das Licht in sich hineinlassen
Shamati#1: Es gibt nichts auser Ihm

Wir brauchen das Dritte Element – den Schöpfer


In der Welt der Unendlichkeit ist das Verlangen (Kli) vollkommen und vereint sich mit dem vollkommenen Licht als ein Ganzes. Gemeinsam steigen sie an den niedersten Platz im Universum herab – in diese Welt, wo das Verlangen als menschlicher Körper wahrgenommen wird und das Licht zu einem Funken zusammenschrumpft, der diese Körper belebt.

Sowie diese beiden Elemente herabsteigen, verlieren sie ihre Einheit und beginnen, sich gegensätzlich zueinander zu verhalten. All dies findet innerhalb eines Menschen statt und er muss diese beiden Elemente wieder nach oben erheben, damit sie sich genauso wieder wie vor ihrem Abstieg zusammenfügen. Zu diesem Zweck erhält ein Mensch beständig ein größeres Verlangen nach Genuss und dagegen ein größeres Licht. Seine Aufgabe ist es, diese beiden zu kombinieren und sie einander anzugleichen.

Damit ein Mensch dieses tun kann, muss er sich weigern, seinen Willen zu empfangen einzusetzen. Mithilfe des Lichtes kann er seinen Willen zu empfangen in den Willen zu geben umwandeln, dann wird das Verlangen des Menschen dem Licht gleich und verschmelzen miteinander.

Doch dann wird sofort wieder ein noch größeres Verlangen im Menschen enthüllt – ein Ego von einem vorher unvorstellbaren Ausmaß! Und wiederum muss er das Verändernde Licht durch die Gruppe an sich heranziehen, damit sein Verlangen mit dem Licht verbunden wird und er zur Gleichheit damit findet. Immer wieder muss er dieses auf allen 125 spirituellen Stufen tun.

Jedes Mal, wenn er einen Teil seines Egoismus überwindet, kommt es ihm vor, als ob er bereits alles hinter sich gebracht hat. Doch seine gesamte Vergangenheit bleibt fest und loyal dem Geben gegenüber, alle seine vorhergehenden Korrekturen fallen zusammen, wenn er auch nur ein zusätzliches Gramm Verlangen enthüllt. Es wirft ihn wieder in die Dunkelheit hinab, lässt ihn verständnislos, voller Hass und unfähig, irgendetwas tun zu können. Und all das nur, weil gerade ein kleines bisschen mehr Verlangen aufgekommen ist. Er muss sich dann um die Kräfte und Mittel der Korrektur kümmern. Und dafür benötigt er das Dritte Element – den Schöpfer.

All dies wurde mit Absicht so geplant, damit wir während unseres Aufstieges von unten nach oben mit dem immer größer werdenden Gefühl von Dunkelheit in unserem wachsenden Verlangen den Wunsch verspüren, uns zu korrigieren und spüren, dass wir sowohl einander, als auch den Schöpfer brauchen.

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Fallen Sie nicht auf die Tricks Ihres Egos herein

Eine Frage, die ich erhielt: Wenn ein Politiker in unserer Welt an die Macht kommt und motiviert durch leidenschaftlichen Ziele ist, wie z.B. Gutes für die Gesellschaft zu tun, lässt es sich dennoch nicht vermeiden, in diverse Dinge, die die politische Macht mit sich bringt, verstrickt zu werden und seine hehren Ziele zu vergessen. Wie können wir auf unserem spirituellen Weg sicherstellen, dass wir das Ziel nicht aus den Augen verlieren und auf die Tricks unseres Egoismus hereinfallen?

Meine Antwort: In der Tat, wenn wir spirituelle Arbeit verrichten, müssen wir unser Ego belügen. Wir stehen entgegengesetzt zum Schöpfer, ob wir wollen oder nicht, und Er ist der einzige, der die Kräfte lenkt, welche die inneren Störungen und Einsichten an uns herantragen.

Sobald Sie aber Ihn vergessen und sich vom Weg, welcher direkt zu Ihm führt, abwenden, beginnen Sie Leiden zu fühlen. Diese Leiden aber bringen Sie schließlich wieder zu einer richtigen Berechnung zurück: alle Kräfte müssen sich zu einem einzigen Streben nach dem Schöpfer vereinen. So funktionieren die Dinge in der Spiritualität, weil alles was geschieht, vom Schöpfer gelenkt wird.

Der Schöpfer steht über dem Menschen, in welchem der Punkt im Herzen erwacht ist und zwischen den beiden existiert ein System von zwei Kräften: die rechte Linie und die linke Linie. Du steigst von unten nach Oben durch den Weg der „mittleren Linie“ zum Ziel auf. Sobald man sich jedoch auch nur ein bisschen von diesem Weg abbringen lässt, wirkt eine Kraft auf dich ein, um dich wieder auf die mittlere Linie zu bringen, da wir nur dort ein Gefühl der Einheit mit dem Schöpfer wahrnehmen, wo völlige Balance herrscht.

Sobald du dieses Gleichgewicht herstellen kannst, erreichst du eine höhere Stufe. Dann zwingt dich die Suche nach dem Gleichgewicht auf dieser höheren Stufe erneut, alle Teile des Systems zu durchforschen und Hilfe von Oben zu erbitten. Letzten Endes geht es nur um die Korrektur deiner Verlangen, damit du dich über sie erhebst und eine neue Welt in diesen korrigierten Verlangen enthüllst.

Alle diese Kräfte steigen von Oben herab, um dir beim Aufstieg zu helfen. Es ist unmöglich hier etwas zu vermischen. Das einzige was von dir abhängt, ist, ob du das Ziel auf einem kurzen oder einem langen Weg erreichst. Das liegt alleine an dir.

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Sei wie ein Kind: Greife nach dem Unmöglichen

Das Wichtigste ist es, in jedem Augenblick ein vollständiges Verlangen zu erreichen. Sei wie ein Baby: Auch wenn es in der nächsten Sekunde wieder etwas völlig anderes will, will es gerade in dieser Sekunde genau das bekommen, was es will. Dies ist etwas sehr Wichtiges: Zu fragen und nur nach einer bestimmten Sache zu schreien und immer zu versuchen, dieses komplette Verlangen bis zum Ende auszuleben.

Wenn es um spirituellen Fortschritt geht, ist das vollkommene Verlangen der Garant für den Erfolg! Wenn unser Verlangen nicht vollständig, also nicht perfekt ist, dann bedeutet dies, dass es unserer Spiritualität nicht angeglichen ist, obwohl diese auf jeder Stufe vollständig und perfekt ist. Wenn ein Mensch zur Spiritualität strebt, aber dennoch zu Kompromissen bereit ist, kann es passieren, dass er sein ganzes Leben zwischen Himmel und Erde hängen bleibt. Er wird keine Hilfe von Oben erhalten.

Wenn Sie in der Lage sind, für einen Moment inspiriert zu sein, dann versuchen Sie tiefer in dieses Gefühl einzutreten und es zu entwickeln „jenseits des Möglichen“. Diese Anstrengungen werden dein Gebet (MAN) für den Aufstieg erschaffen.

Sei wie ein Kind, das immer größer sein will, als es heute ist und dennoch immer versucht zu tun, was es nie zuvor tun konnte! Es macht immer etwas zum ersten Mal, fügt immer etwas Neues hinzu und kommt somit voran.

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Zur Erinnerung an Baal HaSulam


Wir können erkennen, wie das System der Schöpfung Schritt für Schritt erschaffen wurde. Ein Mensch ist immer mit einer bestimmten Stufe verbunden und dann schreitet er zur nächsten Stufe voran und so weiter. Den Einfluss, den er von Oben erhält, geht durch alle Stufen hindurch, um ihn zu erreichen. Sein Weg in Richtung Ziel ist ein Aufstieg über alle Stufen von unten nach oben und in diesem Prozess wird man allmählich der Welt der Unendlichkeit gleich.

Jeder von uns ist das Ergebnis Jahrtausende der Entwicklung unserer Ahnen. Doch die direkte Verbindung eines Menschen ist die zu seinen Eltern. Sie geben ihm die Eigenschaften und die Erziehung, die ihn in seinem Innern und auch äußerlich formt.

Das gleiche geschieht in der Wissenschaft der Kabbala. Sie hat sich über Jahrtausende hinweg entwickelt und jeder einzelne Kabbalist aus Tausenden von Kabbalisten, tat etwas Einzigartiges, um diese Weisheit heute an uns zu übermitteln, der Zeit, in der die gesamte Welt erwachen muss.

Trotzdem besteht unsere engste Verbindung zu den allerletzten der Kabbalisten: Baal HaSulam und Rabash. Sie sind unsere Eltern. Sie sind diejenigen, die uns das Leben und die Erziehung geben, die uns formen. Sie verbinden uns mit dem System, dass zur Unendlichkeit führt und wir führen diesen Aufstieg mit ihrer direkten Hilfe und kraft ihrer Lehre durch.

Deshalb ist es für uns so wichtig, die Methode, die sie an uns weitergegeben haben, auszuführen – ihre Erziehung. Wenn wir die Stärke haben, an diesen großartigen Eltern festzuhalten, die uns vom Schöpfer gesandt wurden, dann werden wir ganz sicher Erfolg haben.

Wir sehen schon, wie sehr sie für uns sorgen. Wir werden erkennen, dass ihre Seelen immer mit uns verbunden sind und für uns sorgen. Alles „Höhere“ empfangen wir nur durch sie und nur in dem Maße, wie wir ihren Rat ausführen.

Lasst uns hoffen, dass wir das, was sie erlangt und an uns weitergegeben haben, verdienen und wert sind. Das gesamte Licht ihrer Stufe ist bereit, von uns entgegen genommen zu werden. Durch sie werden wir fähig sein, eine Verbindung mit dem Licht – dem Schöpfer – aufzubauen.

Baal HaSulam sprach darüber, wie die Wissenschaft der Kabbala, angefangen mit dem Jahr 1995, beginnt, enthüllt zu werden und wie Tausende Mensch zu ihr finden werden. Er sprach über uns. Es gibt keine andere Gruppe, die jeden akzeptiert, der die Höhere Welt enthüllen möchte und die seine Lehre verbreitet. Darum müssen wir stolz darauf sein und uns weiterhin gleichzeitig bemühen, damit wir solch eine wohlwollende Behandlung von Oben verdienen.

Baal HaSulam schreibt in „Die Lösung“, dass ein Mensch versuchen muss:

1. selbst die Spiritualität zu erlangen und/oder
2. sie zu verbreiten und anderen dabei zu helfen, sie zu erlangen.

Ein Mensch korrigiert seine Seele auf beide Weisen. Wenn wir versuchen, seine Lehre an andere weiterzugeben, erreichen wir mit unserer Handlung eine Korrektur, egal wie sehr wir Spiritualität erlangen und das ist eine große Erfüllung der Aufgabe, auf die wir stolz und worüber wir froh sein müssen.

So lasst uns einen Toast auf diese große Seele aussprechen, die uns mit dem Schöpfer verbindet. Jeder einzelne von uns wurde wahrhaftig von Oben erwählt. Jeder einzelne von uns hat das Vorrecht und Privileg empfangen, eine Verbindung mit dieser Seele herzustellen, mit dieser Lehre verbunden zu sein und sie zu verbreiten.

Erweisen wir uns würdig, Bnei Baruch genannt zu werden. Denn Baruch – Gesegnet – ist der Name des Schöpfers.
(Aus meiner Rede am Grab Baals HaSulams am Morgen des 29.09 2009)

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Den weißen Fleck auf dem Weg hinter sich lassen

Eine Frage, die ich erhielt: Die Methode der Kabbala beschreibt klar alle Stufen unseres Aufstiegs. Doch an einem Ort gibt es eine Lücke – den Übergang vom Körperlichen zum Spirituellen. Wieso wurde dieser Bereich ausgelassen?

Meine Antwort: Ich verstehe deinen Wunsch, die „breite Straße“ zur Spiritualität zu nehmen, von Anfang bis zum Ende den gesamten Weg zu sehen und Wegzeichen und Namen an jeder Ecke zu haben. Und dann an den Ort zu kommen, wo ein komplett gedeckter Tisch auf dich wartet. Doch das würde einem Hund gleichen, der durch die Straßen jagt und versucht, einen Knochen zu beschnüffeln.

Wir jedoch müssen über den Knochen des Hundes aufsteigen. Wir müssen sogar unsere Sinne in entgegengesetzte umwandeln, was wir uns jetzt noch überhaupt nicht vorstellen können. Aus diesem Grund ist der Übergang vom Körperlichen zur Spiritualität für uns so unklar – wie ein weißer Fleck auf unserem Weg.

Doch genau dahin musst du das Licht bringen – zu dem Ort, an dem du den weißen Fleck hast. Und du hältst das Instrument dazu in deiner Hand.

Du arbeitest in allen Bereichen der Realität, die klar für dich sind, doch wenn du zu dem winzigen Fleck kommst, wo du weißt, dass du nichts tun kannst, da hilft dir das Licht und erschafft in dir einen neuen Sinn und öffnet das Tor zu einer neuen Welt.

(Aus der Vorbereitung zum täglichen Kabbala Unterricht)

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Wie man einen spirituellen Blick erreicht

Eine Frage, die ich erhielt: Es gibt dreidimensionale Bilder, wo man zuerst das vordergründige Bild sieht, doch wenn man seinen Blick defokusiert, kann man die Tiefe des Bildes erkennen. Wie können wir unseren Fokus auf diese Welt auf die spirituelle Welt übertragen?

Meine Antwort: Man muss versuchen, die Eigenschaft des Gebens anstelle der Eigenschaft des Empfangens zu erwerben. Die Welt ist die Folge deines Blickes, deiner Vorstellung und wird in dir durch deine Eigenschaften erzeugt. Sobald du diese Eigenschaften veränderst, wirst du eine andere Welt entdecken.

Der Aufstieg auf den Stufen der spirituellen Welten findet durch die ständige Veränderung deiner inneren Eigenschaften statt.

(Auszug aus dem täglichen Kabbala Unterricht über den Artikel Baal HaSulams „Der Handelnde Verstand“)

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Komm mit auf ein aufregendes Abenteuer in die Tiefe deiner Seele

Genau jetzt befindest du dich in der Welt der Unendlichkeit, aber spürst du das? Nein, du spürst nur diese Welt. Doch wenn du beginnst voranzuschreiten, dann spürst du anstelle dieser Welt die Welt Assiya, die Welt Yetzira, dann die Welten Bria, Azilut und Adam Kadmon und schließlich die Welt der Unendlichkeit selbst.

Du enthüllst die gleiche unveränderliche Wirklichkeit in der du jetzt existierst. Doch wie genau enthüllst du diese verborgene Welt? Das tust du kraft der Enthüllung der gleichen zehn Sfirot von wo aus du anfingst aufzusteigen, nur du enthüllst sie in deinem Innern tiefer und tiefer.

Am Anfang des Aufstiegs befindest du dich innerhalb der gleichen Teile der Wirklichkeit – „Jahr-Welt-Seele“ und „eine vorbereitete Wirklichkeit“ Das sind deine zehn Sfirot und du entwickelst sie weiter, immer tiefer und dadurch bringst du sie der Eigenschaft des Gebens näher.

In der Spiritualität schreiten wir qualitativ voran, nicht quantitativ. Du verfeinerst ständig die Details und erhöhst deine Sensibilität für die Welt. So enthüllst du ständig neue Ebenen der Wirklichkeit. Indem du deine Wahrnehmung erhöhst, enthüllst du neue Teile der Welt und auf diese Weise schreitest du voran. Je höher deine spirituelle Stufe, umso mehr enthüllst du die Verbindung zwischen allen Teilen der Schöpfung.

(Aus dem 3. Teil des täglichen Kabbala Unterrichtes über die „Einführung zu Talmud Esser HaSfirot“)