Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Aufstieg'

Der Tag fängt mit dem Abend an

Eine Frage, die ich erhielt: Wie kann ich prüfen, dass ich mittels des Lichtes und nicht mittels des Leidens vorankomme?

Meine Antwort: Ein Merkmal dafür, dass du mittels des Lichtes vorankommst, ist die Freude. Es ist geschrieben, dass „die Freude eine Folgerung der guten Taten ist“. Wenn ich mit den anderen verbunden bin, dann bin ich immer ein Teil des gesunden Körpers und bekomme von ihm die Kräfte und die Inspiration. Sie zirkulieren ständig in unserem gemeinsamen Organismus, fließen von einer Stelle in die andere über, deshalb falle ich niemals runter und werde nie enttäuscht!

Ich fühle keine Müdigkeit! Klar kann ich im Körper die physische Müdigkeit spüren – aber niemals in der Seele!

Ununterbrochen bekomme ich die neuen Wünsche und die neuen Füllungen von den anderen, die von ihnen zu mir überfließen, und später von mir zu ihnen zurück. In diesem Zustand hört der Mensch auf zu empfinden, was die Abstiege und die Aufstiege bedeuten. Für ihn wird alles ein Ganzes.

In Wirklichkeit, fängt der Tag mit dem Abend an. Aber ich empfinde dies nicht als dunkle Nacht, sondern fühle, dass es eine Vorbereitung auf die nächste Stufe ist. Ich muss mich jetzt ein wenig mit dem Appetit versorgen bzw. hungrig werden, – um später mehr sensibel für das Begreifen sein.

Diese Nacht ist keine schreckliche Finsternis, wie wir momentan glauben. Es ist die Dunkelheit innerhalb des Egoismus – die Zeit für den Aufbau des geistigen Gefäßes (Kli). Während wir im irdischen Leben in der Nacht schlafen gehen, arbeiten wir eifrig in der Spiritualität in der Nacht. Wir erschaffen uns selbst  – wir bauen uns auf! Als ob man in der Nacht das Auto baut, mit dem man am nächsten Morgen losfährt.

Denken Sie bitte nicht, dass die spirituelle “ Nacht“ ein Traum von Loslösung von der Realität ist. Ich werde von der vorhergehenden Realität abgerissen, um eine neue Realität zu finden! Und ich baue sie mittels des Glaubens über dem Verstand.

In „der Mitternacht“ geschieht die Vereinigung (Siwug) Aba we Ima für die Bildung der neuen Wünsche (Kelim). Ich soll in der Dunkelheit arbeiten, weil die Dunkelheit von mir die alten Wünsche verbirgt (denn ich brauche sie nicht mehr und soll nun die neue Stufe hinaufsteigen) und sie verbirgt die neuen Wünsche auch, damit ich sie suche und an mich verbinde, um zu verstehen, wo sie sind und warum!

Auf diese Weise spielen wir mit dem Kind – aber es soll später etwas selbst machen! Sein Spielzeug soll zerlegbar sein (wie Lego oder die Würfel). Denn das Kind soll das selbständig zusammenbauen können – und dies ist unsere geistige Arbeit in „der Nacht“ eben.

Deshalb empfindet derjenige, der mit der Umgebung fest verbunden ist, keine Abstiege oder Abweichungen vom geistigen Wege. Im Gegenteil, er fühlt die Möglichkeit für die Arbeit und das hinreißende Abenteuer, wie ein Kind, welches die Natur zur Entwicklung stößt und es deshalb solche Spiele mag: wo es sammeln oder bauen kann.

Und wenn die Umgebung uns zu diesem Spiel anstoßen wird, wie das Kind seine Natur stößt, dann werden wir uns wie auf einer spannenden Wanderung fühlen. Aber wenn die Umgebung uns solche Inspiration nicht gewährleistet, dann wollen wir auch nicht spielen – wie das kranke Kind, das diesen Wunsch von der Natur nicht erhielt und deshalb in der Entwicklung zurückbleibt.
Aus dem Unterricht nach dem Artikel aus dem Buch „Schamati“, 11.06.2010

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Seifenoper mit dem Titel „Mein Leben“

Wir können lediglich die Ver- und Enthüllung in unserem Inneren beeinflussen. Denn wir befinden uns im unveränderlichen und ewigen Universum, das keinen Anfang hat und niemals ein Ende haben wird.

Selbst dann, wenn wir sagen, dass einst das Geschöpf entstanden ist, um die Korrektur zu erreichen, wonach sein Vorhaben beendet wird, indem es in den Schöpfer vollständig eingereiht wird, ist dies falsch, weil wir uns alles unter der Einbeziehung von Zeit vorstellen.

Wir können auch nicht anders, dies ist unsere Natur eben. Das Geschehende geschieht nicht, sondern existiert ständig.

Wir befinden uns innerhalb dieses einzigartigen Systems, das „die Natur“ oder „der Schöpfer“ heißt, in dem keinerlei Veränderungen geschehen. Nur wir ändern uns in unseren Empfindungen!

Engels formulierte folgenden Satz: „das Leben ist die objektive Realität, die uns in den Empfindungen gegeben ist“ – hätte man das Wort „objektiv“, mit „subjektiv“ – ersetzt, wäre die Aussage richtig! Wenn es überhaupt Veränderungen gibt – dann nur in unserem Inneren.

Wie können wir beginnen, uns bewusst und freiwillig zu verändern, um unsere Veränderungen unter Kontrolle zu haben? Es gibt solche Veränderungen in meinen inneren Wünschen, die meinen Blick auf die Realität so ändern, dass ich sie in Form von Problemen, Kriegen oder Leiden empfinde. Und es gibt auch gute Veränderungen, wer weiß jedoch, wie diese zu steuern sind?

Das lehrt uns die Wissenschaft der Kabbala. Und es steht fest, dass, wenn die Realität unveränderlich ist, dann kann ich nur meine eigenen Eigenschaften verändern, wodurch die Weltanschauung beeinflusst wird, und ich kann entscheiden, welche „Seifenoper“ ich unter dem Titel „Mein Leben“ sehen will.

Es heißt aber nicht, dass ich beliebige Filme aller Genres abspielen kann. Es gibt ein Programm, das mich zur Enthüllung des wahrhaften Bildes bringen sollte, wenn alle Verhüllungen verschwinden und ich wahrhaftig den ewigen und vollkommenen Zustand erreiche. Danach werde ich die Realität als beständig und unveränderlich ansehen.

Wenn ich das alles verstehe, dann kann ich auf dem guten Wege vorankommen. Ansonsten muss ich den Leidensweg antreten und darauf voranschreiten. Es handelt sich nur um die Veränderungen innerhalb des Menschen, welcher in der bisher unbekannten Umwelt existiert, die der Schöpfer oder die Unendlichkeit genannt wird. Wir sind nicht in der Lage, die Reihenfolge der Stufen zu verändern, die bereits in uns vorprogrammiert ist. Und wer sind wir eigentlich, um zu verstehen, wie das sein soll?

Aber wir können unser Vorankommen beschleunigen, uns eigenwillig darin einreihen und anstrengen. Und die Geschwindigkeit des Aufstiegs wird uns andere Empfindungen geben.

Denn es ist viel schwieriger sich zum schicksalhaften Ereignis hinzu bewegen, während man damit nicht einverstanden ist, und nicht in der Lage ist, es zu vermeiden. Und etwas ganz anderes ist es auch, zum erwünschten Ziel voranschreiten! Dann wird mir der Weg gefallen, und ich werde dieses mit Freude tun.

Das heißt, alles hängt von unserer Vorbereitung auf die folgenden Zustände ab, welche unvermeidlich kommen werden. Aber meine Bereitschaft bestimmt meine Empfindung und die Geschwindigkeit der Bewegung. Deshalb brauchen wir die Wissenschaft der Kabbala, um uns mit ihrer Hilfe unsere eigene Entwicklung auf dem guten, angenehmen und kurzen Weg zu machen, anstelle des schmerzvollen und langen Weges.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Vorwort zum TES“, 10.06.2010.

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Unsere gesamte Geschichte ist nur Vorbereitung auf den Aufstieg

Sohar, Abschnitt „Wajigash„, Punkt 102: „Eine Stimme wird in Ramah gehört.“ Die Stimme, Nukwa, erhob sich und wurde in Bina, die Ramah (Höhe), die obere Welt, genannt wird, gehört. „In Ramah“ bedeutet, dass Nukwa die linke Linie von Bina kleidet, wie geschrieben steht: „Und an diesem Tag rief der Herr, Gott der Heerscharen, auf, zu Weinen und zu Klagen.“ Dies geschieht auf Grund des Erwachens der großen Dinim, die sich dort befinden, die all ihre Lichter versperren; dies ist die zweite Korrektur. Und dann wird „der Fluss ausgetrocknet werden“, denn die beiden Tempel sind zerstört.

Das Zerbrechen ist für die nachfolgende Korrektur notwendig, um in dessen Verlauf das Ziel des Schöpfers zu begreifen.

In der Wissenschaft der Kabbala studieren wir alles, was in den höheren Welten geschah, die gesamte Vorbereitung zur Erschaffung unserer Welt. Und erst mit unserer Welt beginnen wir mit der Korrektur, von unten nach oben.

Genauso müssen wir auch unsere Geschichte betrachten. Die Zerstörung des Ersten und des Zweiten Tempels, alles, was wir im Laufe der Geschichte durchlebt haben, war lediglich Vorbereitung, die von oben nach unten verlief. Und erst jetzt beginnen wir mit der Korrektur, mit dem Aufstieg von unten nach oben.

Wie es in „Talmud Esser HaSefirot“ und der „Einführung in die Wissenschaft der Kabbala“ steht, erfolgte alles, was in den höheren Welten geschah, einschließlich des Zerbrechens der Gesamtseele, von oben nach unten, durch die höhere Kraft, ohne jegliches Zutun des Unteren.

Der Untere beginnt erst jetzt, nach der Vermischung aller Verlangen und dem letzten Exil, zu handeln, jetzt bietet sich die Möglichkeit (der Raum) für den freien Willen, jetzt enthüllt sich das Buch Sohar und jetzt existieren alle Bedingungen für die Entwicklung.

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Streben Sie immer die Vollkommenheit an!

Eine Frage, die ich erhielt: Wenn ich beginne, all das, was in meinem alltäglichen Leben geschieht, in meinem Inneren zu empfinden, ist das dann ein Merkmal des Aufstiegs, infolge des Lesens des Sohar?

Meine Antwort: Nein. Wenn ich Sohar lese, dann existiert kein alltägliches Leben für mich.

Ich verfüge über einen Keim der Seele – den Punkt im Herzen, mit dessen Hilfe ich mich im höheren System befinden kann, um zu verstehen, worüber der Sohar erzählt.

Wie kann ich mich mit diesem winzigen Punkt verbinden, in dem es nichts gibt, sei es sinnlich oder rational, all diese Eigenschaften – drei Linien, die Aufstiege und die Abstiege, die spirituellen Handlungen?

Gerade das suche ich auf. Wie kann ich mich darin aufhalten, sie empfinden, sie erproben – dort in SoN der Welt Azilut sein?

Ich will nichts von dieser Welt – weder mich selbst noch die Freunde, die ich in meinen fünf Sinnesorganen wahrnehme oder die ganze Welt. Wozu brauche ich all das?

Diese Welt existiert nicht, sie wird mir nur innerhalb meines Egos, innerhalb des Wunsches zu genießen, vorgestellt. Wenn ich aber auf das höhere Niveau – auf die Stufe des Gebens, des Glaubens über dem Verstand hinaufsteigen werde, dann werde ich alles anders betrachten.

Ich möchte mich nicht mehr mit dieser Welt beschäftigen! Ich will hinaufsteigen und mit dem Höheren verschmelzen! Ich sehe das alles realistisch an und verliere unsere Welt nicht aus den Augen.

Aber ich studiere das Buch Sohar wie auch die gesamte Wissenschaft der Kabbala, um für mich die höhere Welt zu enthüllen und nicht, um sie in unsere Welt heranzuziehen. Dies wird niemals geschehen! Niemals wird sich die Höhere Welt in die materielle Welt einkleiden.

Die materielle Welt hingegen wird zu ihren Wurzeln – in die Spiritualität hinaufsteigen. Durch die materielle Welt werde ich folglich die Höhere Welt sehen können. Man muss jedoch zuerst das Höhere wahrnehmen können.

Deshalb versuche ich vor Unterrichtsbeginn alles abzuschalten, woran ich in dieser Welt denke. Denn ich enthülle jetzt die Vollkommenheit, die Spiritualität, den Schöpfer.

Aus dem Unterricht nach Buch Sohar, 10.06.2010

Die Verhüllung versteckt sich in mir?

Die Zeit, den Schöpfer zu enthüllen, ist gekommen, und deshalb offenbart sich der Schöpfer dem Menschen allmählich, indem Er seine Güte zeigt.

Und später vergrößert Er im Menschen den Egoismus, wonach ihm der Schöpfer als schlecht vorgestellt wird.

Der Schöpfer macht es absichtlich, damit der Mensch über seinem Ego hinaufsteigt und sagt: „Alles ist gut – und nur im Egoismus fühle ich mich schlecht. Wenn ich aber darüber hinaufsteigen werde, werde ich sehen, wie gut – alles ist“.

Auch dann offenbart sich der Schöpfer von Seiner guten Seite, wodurch mein Egoismus weiterhin wächst, hinter welchem der Schöpfer sich mehr als früher verstecken kann.

Folglich geht es dem Menschen wieder schlecht, aber er soll sich noch höher über den Egoismus erheben, mit dem Glauben über dem Verstand, um zu verstehen, dass das ganze Übel nur in der Selbstsucht wahrgenommen wird. Und in Wirklichkeit ist Seine Verwaltung immer die Güte.

Das heißt, je weiter ich hinaufsteige, desto größer wird die Verhüllung. Gleichzeitig verfüge ich über die größere Kraft, um über die egoistischen Wünsche hinaufsteigen zu können, und verstehe, dass die Verhüllung nur bezüglich meiner Selbstsucht existiert.

Wenn ich zu den Wünschen des Gebens übergehen werde – wird die Verhüllung verloren gehen. Das heißt, nicht die Verhüllung verschwindet – sondern wir steigen darüber hinauf.

All diese Etappen: zweifache Verhüllung, einfache Verhüllung, die Offenbarung – schaffen wir selbst im einfachen, unveränderlichen Licht.

Du willst das Licht empfangen – dann steige über deinem Ego hinauf und bekomme das Licht über dem Schirm, das heißt in die Wünsche des Gebens. Die Wünsche des Gebens in deinem Inneren zu enthüllen heißt auch, den Schöpfer zu enthüllen.

Die Verhüllung bedeutet somit, das Fehlen der Offenbarung bzw. der Eigenschaft des Gebens.

Du leidest darunter, dass du keine gebenden Eigenschaften hast? – Daran wird die Stufe deiner Verhüllung gemessen. Auf diese Weise vergrößert sich die Verhüllung je nach unserem Aufstieg oder geht uns verloren?!

Ich wachse auf – und die Verhüllung geht allmählich verloren, sodass ich im Endeffekt die Offenbarung erreiche. Aber ihre Qualität – ist stärker, und ich leide immer mehr darunter.

Ich habe den Teil meines Wunsches korrigiert und wurde darin mit dem Schöpfer verglichen, somit erreichte ich die teilweise Offenbarung – aber im übrigen Teil befinde ich mich in der Verhüllung.

Und dort fühle ich, wie sehr Er mir fehlt, und Er flieht, weil ich so schlecht, unkorrigiert bin.

Und je höher ich hinaufsteige bzw. je größer meine Offenbarung wird – desto mehr verringert sich die Verhüllung, und es bleibt, sagen wir, nur 10 % übrig?!

Aber ich leide unter diesen 10 % viel mehr als unter den 99 %, als ich noch unten war… Dieser „Schmutz“ ist fast keimfrei, wird aber in meinen Augen als schrecklicher Schmutz vorgestellt. Mit der ganzen Kraft der 90 % igen Offenbarung sehe ich jetzt, was mir fehlt!

Es ergibt sich, dass, obwohl das Maß der Verhüllung verringert wird, die Empfindung seiner Unzulänglichkeit ununterbrochen weiter wächst – bis wir die vollkommene Offenbarung erreichen…

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Vorwort zum TES“, 09.06.2010

Wie funktioniert der Korrekturmechanismus?

Eine Frage die ich erhielt: Wie kann man seinen Punkt im Herzen durch die Gruppe, die als spiritueller Verstärker dient, realisieren ?

Meine Antwort: Es gibt äußere Mittel, die wir benutzen: Bücher, Gruppe, Lehrer, unsere Bildungs und Verbindungssysteme in der ganzen Welt. Solche Bedingungen haben für uns die Kabbalisten bestimmt.

Wenn wir sie benutzen, indem wir für uns äußere Rahmen bilden und unsere Verlangen zum Spirituellen in dieses System hineinbringen, beginnt das Verlangen zu wachsen.

Ursprünglich habe ich nur einen Punkt im Herzen und ich gebe ihn an meine Freunden weiter, wobei ich alle ihre Punkte bekomme! Und dieses System der Verbindung zwischen uns, den Seelen, existiert schon.

Alles wurde bei dem Abstieg der Welten von oben nach unten vorbereitet, für unseren Aufstieg von unserer Welt bis zu der Welt der Unendlichkeit.

Ich muss es nur schaffen mich diesem System anzuschließen: mich annulieren, alle anderen als korrigiert sehen und durch sie das Licht der Korrektur empfangen wollen.

Dann bekomme ich von allen ihre Verlangen zur Korrektur, die mein eigenes Verlangen verstärken. Obwohl ich am Anfang nur einen kleinen Punkt im Herzen hatte, und man weiß nicht mal wohin er gerichtet war.

Aber ich investiere in die Gruppe, ich möchte mich an sie anschließen, das heißt ich habe eine Handlung des Gebens vollbracht! Und als eine Antwort habe ich eine tatsächliche Kraft von den anderen bekommen, ein wahres Verlangen zu geben!

Du siehst plötzlich, dass du dies wirklich haben möchtest und schätzt. Und dann kommt zu dir eine Angst: “ Wird es mir gelingen die Eigenschaft des Gebens zu erlangen oder bleibe ich mein ganzes Leben so wie jetzt?… “

Das sind noch egoistische Gedanke, aber es geht schon darum, wie man die Eigenschaft des Gebens erreicht! Das nennt man „Lo Lishma„: a) das Geben um des Gebens willen erreichen wollen b) davon profitieren wollen

So bekommst du durch die Gruppe eine innere Ausrichtung, zum Schöpfer.

Und wenn du nach dem Schöpfer strebst, näherst du dich dem Glauben an, und du beginnst ein anderes umgebendes Licht anzuziehen.

Das Licht hat sich nicht geändert, aber Du bist jetzt anders und deshalb wirkt das Licht anders auf dich. Jetzt kann er dir die Eigenschaft des Gebens schenken.

Und wenn du die Eigenschaft des Gebens gewinnst, dann beginnst du dich über deinen Egoismus zu erheben…

Das wolltest du doch von Anfang an erreichen, aber das Licht hat es so gemacht, dass dies nicht aus Zwang sondern nach deinem eigenen freien Willen geschehen ist.

Und plötzlich spürst du, wie dich die Eigenschaft des Glaubens, das heißt die Eigenschaft des Gebens auffüllt, denn der Glaube ist nichts anderes als das Geben, Bina.

Sie gibt dir die Freiheit von deinem Ego! Es ist nicht so, dass sie dich von deinem Egoismus völlig befreit, aber sie gibt dir die Kraft, sich darüber zu erheben. Das ist schon über dem Machsom.

Aus einem Unterricht zu Artikel von RaBaSH „Die Liebe zu Freunden“, 27.05.2010

 

Das Grundprinzip der spirituellen Entwicklung

Ohne sich vor der Gruppe zu annullieren erhält man kein spirituelles Gefäß, das Verlangen, von oben die Eigenschaft des Gebens zu empfangen. Das heißt, man wird studieren, aber keine Ergebnisse erzielen.

Eher im Gegenteil, wenn man sich über die anderen stellt, wird das Studium zu einer tödlichen Droge und man verwandelt sich in eine „Fledermaus“. Wenn man sich aber kleiner als Freunde macht, wird man durch das Studium zu einem „Hahn“, der die Morgendämmerung begrüßt. Alles hängt nur von der Einstellung gegenüber der Gruppe und den Freunden ab. Wichtig sind nicht die äußeren Handlungen, sondern das, was im Herzen eines Menschen geschieht:

1)inwiefern er spürt, dass er ohne sie das Ziel nicht erreichen kann (erstmal egoistisch).

2)dann fängt er an, daran zu arbeiten, um sie groß zu sehen. Und das ist in der Tat sehr schwer. Man sollte wenigstens begreifen, dass der Schöpfer diese für ihn ausgesucht hat.

Solange er nicht spürt, dass sie ihm nahestehen, für ihn wichtig und unverzichtbar sind, wird das Licht nicht richtig auf ihn einwirken können. Meinen ersten Schritt nach oben mache ich dann, wenn ich alle als eine „Eins“ und mich selbst als eine „Null“ wahrnehme – im Verhältnis „0,1″, wenn ich mich zehnmal kleiner als sie empfinde.

Doch auf der zweiten Stufe belastet der Egoismus mein Herz noch mehr, und ich werde sie 100mal wichtiger als mich selbst nehmen müssen, und auf der dritten Stufe 1000mal wichtiger. Sonst werde ich nicht um die Einwirkung des korrigierenden Lichtes bitten können. Und jedes Mal, wenn ich höher steigen will, muss ich erst tiefer gehen. Deshalb werde ich jedes Mal einen noch größeren Bruch zwischen mir selbst und der Gemeinschaft spüren müssen: 10mal, 100mal, 1000mal größer.

Und das ist ohne die Unterstützung der Umgebung nicht möglich, ohne eine gemeinsame Idee, von der alle so angefeuert werden, dass jeder Begeisterung, Inspiration, Wichtigkeit der Spiritualität, Verständnis verspürt, dass das die einzige anstrebenswerte Arbeit im Leben ist.

Wir fangen mit der Liebe zu Freunden an, die uns hilft, das umgebende Licht anzuziehen, das uns korrigiert und uns wahre Nächstenliebe schenkt, von der wir zur Liebe zum Schöpfer gelangen. Das heißt, dieses Prinzip greift während des ganzen spirituellen Aufstiegs, bei jeder Handlung, vom Anfang des Weges bis zum Ende.

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Den Reschimot entlang die Treppe hinauf zur Unendlichkeit

Eine Frage, die ich erhielt: Warum haben wir seit Beginn des Studiums des Sohar so viele Aufstiege und Abstiege, und warum sind sie so stark?

Meine  Antwort: Jetzt gehen wir in den Prozess der Heilung ein, und deshalb empfinden wir solche Schwingungen der Zustände.

Jedes Mal, wenn ich den Aufstieg und den Abstieg fühle, ist es ein Merkmal, dass ich ein weiteres Reschimo realisiert habe. Und wie viele Reschimot gibt es bei mir? Ich weiß es nicht. Doch bin ich verpflichtet, all diese Reschimot nacheinander durchzugehen und kann keines von ihnen überspringen bzw. auslassen. Die komplette Kette der Reschimot von hier aus bis zur Unendlichkeit muss ich realisieren. Und der Weg von hier aus bis zur Unendlichkeit ist ein Weg meiner Vereinigung mit den anderen Seelen in ein Ganzes, um dort den einzigen Schöpfer zu finden.

Deshalb sind alle Zustände, die ich durchgehe, Merkmale der Realisierung meiner Reschimot. Und je höher die Geschwindigkeit des Zustandswechsels ist, desto besser. Die Hauptsache dabei ist, weiterzumachen.

Hier sollen wir über den Verstand handeln. Die Zeiten für das Studium, die Verbreitung, die Arbeit in der Gruppe und die Vereinigung mit den Freunden müssen festgelegt sein.

Im Laufe des Tages muss man das Ziel vor Augen behalten. Eventuell sich zur Erinnerung den Wecker stellen, SMS-Dienst nutzen, alle mögliche Mittel einsetzen, die uns helfen könnten, ein Reschimot nach dem anderen zu realisieren. So „sammeln sich ein Cent nach dem anderen zum großen Guthaben“ an.

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Wir müssen lernen, das Licht im Geben zu suchen

Wir sind aus einem Material erschaffen, das nicht fähig ist, das Licht zu empfangen. Deshalb besteht unsere einzige Möglichkeit zu existieren nur darin, uns der Bina, dem Schöpfer, anzuschließen.

Bina arbeitet an uns und zieht uns zu Sich hoch. Ihr unterer Teil (ACHaP) steigt zu uns herunter und wird von uns als Finsternis, die von uns nicht erwünscht ist, wahrgenommen.

Sie leuchtet uns mit ihrem Licht des Gebens und der Barmherzigkeit (Chassadim), doch wir empfinden es als Finsternis, weil wir nicht geben wollen!

Doch wenn wir, indem wir miteinander arbeiten, uns mit Hilfe des umgebenden Lichtes darauf vorbereiten, das Geben als erwünscht wahrzunehmen, fangen wir allmählich an, zu erkennen, dass der Höhere sich in uns befindet und dass er wirklich der Höhere ist, d.h., wir fangen an, die Eigenschaft des Gebens als etwas Höheres zu schätzen.

Und dann sind wir bereit, uns mit Ihm zu verbinden und uns zu annullieren, wir sind bereit, unser egoistisches Verlangen zu vergessen und uns an den Höheren anzuheften, wie sich ein Samentropfen im Mutterleib einnistet! Darum kann der Höhere uns – unsere Verlangen, die bereit sind, sich an Ihn anzuheften – hochziehen.

Doch wo ist dieses „Oben“? Gibt es denn in der Spiritualität einen anderen Ort – höher oder tiefer? Nein, genau hier, in uns drin, beginnt Er, die Eigenschaft des Gebens zu entwickeln – immer und immer mehr.

Und das bedeutet, dass Er uns hochzieht – weil wir die Eigenschaft des Gebens als einen Aufstieg wahrnehmen. Und jeder Schritt wird von uns gemacht, weil wir uns immer stärker untereinander verbinden und aus uns ein System erschaffen, das dem Höheren zur Korrektur übergeben werden kann.

So steigen wir zu Bina hoch, und das Licht, das in ihr enthalten war, breitet sich nach unter, in diese Welt, aus. Das bedeutet, dass diese Verlangen, die sich an den Schöpfer angeheftet haben, sich nicht mehr einfach nur annullieren, sondern auch die Eigenschaft des Gebens realisieren können, sie können sie aufnehmen und benutzen.

Natürlich bleibt das Verlangen empfangend, doch es ändert seine Absicht. Genauso beginnt auch unsere Welt, die aus dem Verlangen zu genießen erschaffen wurde, allmählich den Schein von oben zu empfangen, denn in ihr entsteht das Verlangen zu geben.

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Das Haus, in dem sich der Schöpfer und die Schöpfung treffen

Wir werden noch feststellen, dass wir alle Menschen, die es auf der Erde gibt, brauchen – jeden von den sieben Milliarden.
Die Umgebung wirkt wie ein Kraftverstärker auf den Menschen, denn die eigene Kraft jedes einzelnen ist sehr klein.
Je mehr Menschen der Gesellschaft angehören, in deren Einfluss ich mich begebe, desto größer ist die Kraft, die ich erlange.
Das wird die Höhe der Stufe, auf der ich mich dem Schöpfer angleichen kann, und das Maß der Verschmelzung mit Ihm bestimmen.
Allein werde ich das nicht erreichen können. Eine kabbalistische Gruppe ist der Ort, an dem ich mich an den Schöpfer anhefte, und sie bestimmt, in welcher Höhe ich mich Ihm angleichen werde.

Die Gruppe wird für mich zu dem Haus, in dem sich der Schöpfer und die Schöpfung treffen. Und wenn wir uns mit Ihm treffen, dann gibt es mich nicht mehr – es gibt ein „WIR“, das für mich zu meinem „ICH“ geworden ist.

„Ein Gefangener kann sich nicht selbst aus dem Gefängnis befreien“, doch das können für ihn seine Freunde tun, indem sie ihn mit Spiritualität begeistern und ihm ihre Kräfte geben.

Und jeder muss daran denken, wie er dem Freund helfen kann, jeden seiner Zustände mit dem Ziel zu verbinden, ihre Notwendigkeit zu begreifen und sich über die „Sünder“ zu freuen, die sich in ihm enthüllen.

Es ist unwichtig, welche Zustände wir durchlaufen, ob Aufstiege oder Abstiege. Wichtig ist, dass wir dem Ziel näherkommen.
Dann verstehen wir, dass wir sie durchlaufen müssen, wie auch ein Kranker eine Behandlung durchläuft, die für ihn vielleicht unangenehm ist, aber er freut sich bereits auf seine Genesung.

Deshalb muss man einander gegenseitig die Stimmung heben, aber sich nicht einfach leichtfertig vergnügen, sondern einander den Lebensgeist, d.h. das spirituelle Leben, das den Menschen erfreut, schenken.

Die Stimmung ist deshalb so wichtig, weil sie Lebenskraft spendet. Gehobene Stimmung erreicht man nicht mit Hilfe des materiellen Lebens, weder durch Reichtum noch durch Macht.

Hier kann nur ein Mensch dem anderen helfen, der die Kraft des Glaubens, die Kraft des Lebens – d.h. die Unterstützung der Umgebung, das einzige Mittel, das uns voranbringt – verloren hat.

Nur ein anderer Mensch kann uns die Empfindung der Wichtigkeit des Gebens, der Sicherheit und des erfüllten Lebens suggerieren.
Hier muss jeder seinem Freund helfen und selbst vorleben, wie man zu dem Ziel, das jeden Augenblick erreicht werden kann, strebt.

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