Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Lasst euch auf einen Dialog mit dem Schöpfer ein!

Die Hauptforderung an den Menschen ist seine richtige Reaktion auf die Botschaft des Schöpfers an ihn.

Der Schöpfer ist primär, Er beginnt immer, und der Mensch ist ein Resultat, eine Reaktion auf die Einwirkung des Schöpfers auf das Verlangen. Ich bin eine Reaktion des Verlangens auf die Einwirkung des Lichtes darauf.

Das höhere Licht kommt zu uns von oben, durch vier Stufen 1-2-3-4, HaWaYaH (Yud-Hej-Waw-Hej). Die Schöpfung hat keine andere Verbindung mit dem Schöpfer.

Deshalb müssen wir versuchen, auf die Botschaft des Schöpfers an uns, sprich auf die Wahrnehmung unserer selbst und der Welt in jedem Augenblick, richtig zu reagieren.

Wir müssen in unserer Existenz einen ständigen Dialog mit dem Schöpfer erkennen. Er hat eine Verbindung zwischen dem Ausgangspunkt der Botschaft an uns, dem Anfang von Yud (Kuzo shel Yud) und dem letzten Buchstaben von HaWaYaH, Hej, erschaffen, in dem wir, unsere Welt, sich befindet.

Die Verbindung zwischen dem Anfangspunkt von Yud und dem letzten Hej kann alle fünf Welten, 125 Stufen, enthalten – dann nehmen wir die Verbindung mit dem Schöpfer nicht wahr.

Die Verbindung enthüllt sich sofort nach dem Aufstieg zur ersten Stufe, Nummer 125 – Malchut der Welt von Assija. Weiter folgen die Stufen 124, 123 usw. bis zum Aufstieg zur Welt der Unendlichkeit, zur höchsten Stufe.

Und all dies befindet sich in dem HaWaYaH, zwischen dem Anfang von Yud und dem unteren Hej. Dieses HaWaYaH, meine Verbindung mit dem Schöpfer, beginnt sich in mir wie aus dem Nebel, aus der Verhüllung, immer mehr aufzuklären, wird immer klarer.

Ich erlange die Enthüllung der Verbindung, indem ich mich ununterbrochen auf den Schöpfer ausrichte, als Antwort auf Seine Einwirkung auf mich, und versuche, alles mit Ihm zu verbinden, nach dem Prinzip „Es gibt niemanden außer Ihm“.

Wie soll man möglichst richtig und effektiv reagieren? – Die effektivste Reaktion, die in jedem Fall genau auf den Schöpfer gerichtet ist, ist der Versuch, zusammen mit den Freunden gemeinsame Handlungen, die „Botschaft an den Schöpfer“, zu vollziehen.

Doch die Botschaft ist dann effektiv, wenn sie rückwärts durch HaWaYaH gerichtet ist. Das wird durch das Lesen von authentischen kabbalistischen Quellen erreicht.

Indem du über die Geschehnisse im HaWaYaH liest, richtest du Malchut auf Keter, eure Vereinigung auf die Quelle, aus.

Wenn wir uns vereinigen, befinden wir uns in dem Maße der Vereinigung in Malchut – aber nur wenn wir uns verbinden.

Und alle gemeinsam wollen wir durch das Lesen des Buches Sohar das HaWaYaH mit Hilfe des reflektierten Lichtes zu seinem Anfang, dem Buchstaben Yud, zurückschicken.

Denn die kabbalistischen Bücher sprechen nur über die Verbindung von Keter, Yud und Malchut, dem unteren Hej.

Deshalb (Baal HaSulam „Einführung zu TES“, Punkt 155) wenn wir ohne Enthüllung und Verständnis von den Verbindungen im HaWaYaH lesen, erwecken wir die Einwirkung dieser Verbindung auf uns und bringen dieses System zum Enthüllen.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 28.07.2010

Wir werden den Machsom überqueren – und die Welt wird sich ändern!


Eine Frage, die ich erhielt: Wird sich die Welt verändern, wenn wir auf diesem Kongress den Machsom überqueren? Wird es sofort oder etappenweise geschehen?
Meine Antwort: Wir sind jetzt in der Lage, uns mittels unserer Wünsche zu verbinden und das Höhere Licht zu erwecken, um das Licht, die geistige Realität, d.h. die Verbindung zwischen uns beim gegenseitigen Geben empfinden zu können. Und es geht hier noch nicht um die Liebe, oder um die vollkommene Beziehung, denn “die Rückkehr mittels der Liebe” stellt eine zweite Etappe der Korrektur dar.
Bis dahin verbinden wir uns in der ersten Etappe der Korrektur, über dem Ego hinaus und mit der Kraft des Lichtes. Dieses Licht, erhebt uns wie ein Magnet über unsere Selbstsucht, über den Berg des Hasses, über den Berg Sinaj. Der Aufstieg über den Egoismus, der Ausgang in die Geisteswelt, kann vorübergehend sein bzw. für einen bestimmten Zeitraum, und danach fallen wir wieder in die materielle Welt hinunter bzw. kehren in unsere Welt zurück. Dieser Aufstieg, der Ausgang, kann aber beständig sein, und dann beginnen wir aus diesem Zustand heraus durch die Etappen der Entwicklung in der Wüste, den Aufstieg entlang der geistigen Treppe, auf 125 Stufen bis zur Welt der Unendlichkeit zu gehen, bis die vollständige Korrektur von Selbstsucht zum Geben und zur Liebe erfolgt. Wir hoffen, dass es uns gelingt,   vorübergehend die Offenbarung des Schöpfers zu erreichen.
Sollte dies aber nicht geschehen, dann bedeutet es, dass es uns noch am wahrhaften Wunsch mangelt, und zwar an dessen Stärke und an der Genauigkeit, um der Selbstsucht zu entgehen, – dann wird es eben nächstes Mal geschehen, wenn die ausreichende Kraft und die Genauigkeit des Wunsches da sein werden, um über uns selbst hinaufzusteigen. Das Wichtigste ist, sich um die gegenseitige Vereinigung zu kümmern, um darin den Schöpfer zu enthüllen. Es ist eben das Ziel der Existenz der Welten und des Menschen in dieser Welt.
Uns werden schon die quantitative und die qualitative Stärke auf diesem Kongress ausreichen.

Aus dem 1. Unterricht des Megakongresses, 23.07.2010

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Alle Schätze – sind vor dir!

Eine Frage, die ich erhielt: Ich studiere tagtäglich Sohar, aber ich fühle nichts anderes außer dem wachsenden Verlangen. Bewege ich mich in die richtige Richtung?

Meine Antwort: Es ist sehr gut! Wenn das Verlangen tagtäglich wächst – man braucht nichts anderes!

Das Problem liegt darin, das man seine Einstellung zum wachsenden Wunsch verändern muss, obwohl du darunter leidest ist er deine Belohnung. Denn der Wunsch, bzw. die Abwesenheit der Füllung ist eine Kraft, die dich vorwärts kommen lässt.

Aufgrund des leeren Wunsches spüre ich den Mangel an der Verschmelzung mit dem Schöpfer, an der Empfindung der Verbindung mit Ihm, und der Eigenschaft des Gebens.

Der richtige Wunsch ist schon eine Art der Bezahlung. Während du in unserer Welt die Füllung verdienen sollst, ist es das geistige Gefäß, der spirituelle Wunsch in der Höheren Welt, den du brauchst. Er gibt die Füllung – nimm sie dir! Wo kommt sie rein? Das ist eben die Frage …

Du bist von den geistigen Schätzen umgeben: „die Brillanten“, „das Gold“, „das Geld“, alles, was du dir nur wünschen kannst.

Du hast aber keinen Wunsch dazu – und deshalb erkennst du sie nicht. Der Raum um dich herum scheint leer zu sein!

Man muss den Wunsch, das geistige Gefäß, wachsen lassen, vorbereiten. Deshalb ist der Wunsch, das Streben selbst die Belohnung. Mit diesem Ziel war er vom Licht erschaffen.

Wir sollen unsere Wahrnehmung, unsere Einstellung zur Belohnung und zur Strafe verändern. In unserer Welt gilt der Wunsch, die Empfindung des Mangels als eine Strafe, und die Belohnung – als die Füllung, das mich beruhigen sollte, da ich mich im Wunsch, zu genießen aufhalte.

Wenn ich mich dagegen im Geben aufhalte, d.h. diesen Wunsch habe, dann ist es meine Belohnung. Warum gibt es dann solchen Unterschied? Infolge der Einschränkung. Denn auf das Erhalten wurde eine Einschränkung Kürzung gemacht, und auf das Geben gibt es keine Einschränkungen.

Wenn du schon den Wunsch zum Geben hast, – dann steht dir alles offen, du wirst alles im Maß deines Wunsches enthüllen. In deinem gebenden Wunsch siehst du alles, was dich umgibt im widergespiegelten Licht – bitte nimm dir das alles!

Auf diese Weise verändert der Sohar allmählich unsere Sicht, die Richtung unserer Gedanken baut eine andere, neue Einstellung zum Leben, zu den Etappen des geistigen Aufstiegs.

Aus dem Unterricht zum Buch Sohar, 18.07.2010

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Es ist schon alles vorbereitet

Eine Frage, die ich erhielt: Sind der gesamte Entwicklungsprozess der Schöpfung und das Ausmaß ihres Gebens vorbestimmt?

Meine Antwort: Niemand schränkt dich ein! Du hast eine Willensfreiheit und alle Möglichkeiten. Sogar die Propheten konnten nicht voraussagen, in welcher Form wir vorankommen werden.

In allen Prophezeiungen über die Tage des Messias und über den Krieg von Gog und Magog, wurde nur die Enthüllung der Linken Linie beschrieben, in jener Linie der natürlichen Entwicklung der Natur, und nicht in drei Linien.

Aber niemand weiß im vorhinein, inwieweit wir diesen Weg versüßen können. Deshalb kann man nichts über den Megakongress voraussagen – es ist sogar möglich, dass wir den Machsom überschreiten werden und den spirituellen Aufstieg fortsetzen.

Vielleicht werden wir nur für kurze Zeit hinaufsteigen und dann wieder fallen, um es daher mehrmals durchführen, bevor wir endgültig in der spirituellen Welt bleiben.

Alles hängt davon ab, wie wir die Verbindung organisieren und realisieren. Außerdem ist es sehr wichtig, wie wir diese Offenbarung wahrnehmen werden, um sie folglich nicht egoistisch zu genießen. Wir müssen uns also vorbereiten, um sie nur für das Geben zu erhalten.
Dann können wir alle Enthüllungen, Genüsse und Zustände, die kommen werden, mit der Hilfe der gegenseitigen Bürgschaft verwenden, und setzen unseren Weg nach oben weiter fort.

Aber es stehen uns alle Möglichkeiten offen, alles ist vorbereitet!

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „das Vorwort zu“ Panim Meirot „“, 18.07.2010

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Sohar-Unterricht: Das erste Gebot

Punkt 191: Die wahrhafte Angst ist die Angst vor dem Schöpfer, weil Er groß und allmächtig ist. Er ist die Quelle für alles, jedoch alles in der Welt ist nichts im Vergleich zu Ihm. Deshalb muss man sich alle Mühe geben, um diese Art von Angst zu begreifen.

Es existieren drei Arten von Angst:

• Die Angst um die Gesundheit und den materiellen Wohlstand, d.h. die Angst vor der Strafe in unserer Welt. Diese Art von Angst kann keine Grundlage für den geistigen Aufstieg werden und ist nur im Rahmen der Versorgung von unseren Leibesbedürfnissen gerechtfertigt.

• Die Angst vor der Strafe in einer anderen Welt. Der blinde Glaube an das Paradies oder die Hölle hält den Mensch von verschiedenen Versuchungen und unerwünschten Taten fest. Es ist jedoch keine Wurzel des geistigen Aufstiegs.

• Die Angst vor dem Schöpfer. Das ist die Grundlage und die Wurzel der geistigen Entwicklung.
Das erste Merkmal für die Formung der Seele ist die Formung der Ehrfurcht vor der Eigenschaft des Gebens und der Liebe, die Schöpfer heißt.

Wenn in uns die Angst dafür entsteht, ob wir diese Eigenschaft erreichen können, werden wir zur Realisierung des Ziels kommen. Wenn alle unsere Gedanken und die Bemühungen auf das höchste Ziel gerichtet sein werden, dann wird in der Eigenschaft der Ehrfurcht die Empfindung des Gebens und der Liebe entstehen.

Es ist der Anfang von der Entdeckung des Schöpfers, die sich etappenweise, je nach dem Erwerb der Eigenschaften des Gebens verwirklicht.

Das Gebot der Ehrfurcht vor dem Schöpfer ist die Angst, für sich zu erhalten, die Angst vor der Nichtübereinstimmung mit den Eigenschaften des Schöpfers, die Angst vor der Unmöglichkeit, Ihm mit derselben Liebe zu antworten, die von Ihm ausgeht.

Im Zustand der Ehrfurcht enthüllen sich die höchste Weisheit, die Kräfte und die Eigenschaften des Weltalls. Das Studium des geistigen Systems hilft uns zu verstehen, wie es richtig ist, sich zur Höchsten Kraft zu verhalten, das Analogon des Schöpfers aufzubauen und Ihm gleich zu werden.
Unsere Welt ist sehr beschränkt und stellt eine beklagenswerte Reflexion einiger niedrigster, geistiger Gesetze dar.

Mit Hilfe der Ehrfurcht werden wir eine neue Welt entdecken, die Stufen der Erhöhung enthüllen, die Milliarden Mal größer nach dem Umfang, nach der Erhabenheit, nach der Macht und der Tiefe der Weisheit als unsere Welt sind.

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Woher habe ich diese spirituellen Gene?

Im siebten Teil des „Talmud Esser HaSefirot“, den wir gerade lesen, geht es um das Heruntersteigen der Welten von oben nach unten und ihr Zerbrechen.

Es ist wichtig für uns, das zu wissen, um die Natur der Dinge begreifen und daraus wiederum verstehen zu können, wie man aufsteigen kann, indem man sich durch seine kleinen Korrekturen und indirekte Hilfshandlungen auf diesen Aufstieg vorbereitet.

Jede dieser kleinen Handlungen bereitet eine größere Handlung in Zukunft vor.

Beim Heruntersteigen der Welten hat ein riesiges Zerbrechen vielerlei kleinere Handlungen zur Folge gehabt. Nun vollziehen wir, indem wir von unten nach oben aufsteigen, vielerlei kleinere Handlungen, die sich verbinden und eine große Handlung der Korrektur hervorrufen.

Auf diese Weise fließen kleine Korrekturen in einen vollkommen korrigierten Endzustand – Gmar Tikun – mit ein.

Natürlich ist das Hauptziel des Studiums das Anziehen des Lichtes, das zur Quelle zurückführt. Und doch müssen wir ein wenig von den Prozessen, die in der Spiritualität stattfinden, wissen.

Wir studieren das Zerbrechen der Welten so ausführlich, um es rechtfertigen und seine Notwendigkeit begreifen zu können!

Dank diesem befinden wir uns jetzt unten und verfügen über alle Informationsdaten (Reshimot) für den Aufstieg und die Erreichung der Endkorrektur.

Uns fehlt nur das höhere Licht, das diese Informationsdaten mit dem Material, in dem wir uns befinden, mit dem Verlangen, verbindet und sie eine nach der anderen (wer ist hier mit „sie“ gemeint?) umsetzt!

Reshimo ist eine Art Computerprogramm. Ich schiebe die CD mit dem Programm in den Computer hinein, und dort drin ordnet sich alles und nimmt die Form dieses Programms ein. Genauso funktioniert ein Reshimo.

Jedes nachfolgende Reshimo muss von mir in meinem Material umgesetzt („vernäht“) werden, damit es von ihm „formatiert“ wird, damit es im Inneren ein System aufbaut, eine bestimmte Form aus ihm „bildet“.

Ich habe ein Informationsgen (Reshimo), das Material (Verlangen) wird auch enthüllt, und ich muss nur das eine auf das andere legen und es in Ordnung bringen – das geschieht mit Hilfe des umgebenden Lichtes.

Das heißt, wir haben zwei Komponenten, wir müssen nur die dritte, die fehlende, erhalten – die Kraft des Schöpfers.

In dem Kapitel, das von dem Zerbrechen der Welten erzählt, wird uns erklärt, woher wir diese inneren Informationsgene haben, und uns ermöglicht, unser inneres Wesen zu spüren.

Aus dem Unterricht nach dem “ Talmud Esser HaSefirot“ vom 15.07.2010

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Die Zeit – zu lernen und die Zeit – zu tanzen

Eine Frage, die ich erhielt: Sie sagen, das es nur während des Unterrichts möglich ist, das Licht heranzuziehen, das zur Quelle zurückführt.

Was ist dann der Sinn der Lieder, der Tänze und der Versammlungen der Freunde auf dem bevorstehenden Mega-Kongress?

Meine Antwort: Alle Systeme der Natur entspringen vier Stadien der Verbreitung des direkten Lichtes, worin es die Kombination von zwei Kräften gibt – des Erhaltens und des Gebens – oder des Lichtes Chassadim und des Lichtes Chochma.

Sie arbeiten wie der Kolben – ein Teil füllt sich an, der andere wird leer und so weiter in der zeitlichen Abwechslung. Es geschieht die abwechselnde Füllung und die Entleerung in den Stadien аlef (1), bet (2), gimel (3) und dalet (4).

Auf dieselbe Weise arbeiten alle Systeme in unserer Welt, gleich dem Pulsieren des Herzens. Es gibt keine Bewegung ohne sich gegenseitig abwechselnde Füllung und Entleerung.

Auch in unserem geistigen Aufstieg: wenn wir lernen – ist es eine Periode, wenn wir uns vereinigen, tanzen oder singen – ist es eine andere Periode. Sie sind verpflichtet, abgewechselt zu werden.

Unsere Welt ist so aufgebaut, dass der Mensch arbeitet, um sich zu ernähren und die Kinder aufziehen soll. Was erreichen wir eigentlich, wenn wir diese Handlungen ausführen? –

Wenn wir in uns selbst eintauchen oder uns mit dem Schöpfer unterhalten, dann werden diese zwei Kräfte unbewusst von einer Eigenschaft zur anderen Eigenschaft – das Erhalten und das Geben – weitergeleitet. Keter – Chochma – Bina – SA – Malchut, das Licht Chochma – und das Licht Chassadim, eins füllt sich auf, das andere wird leer (siehe TES, Teil 5. „Mati ve ло mati“ – „der Eingang und der Ausgang des Lichtes in die Seele“).

Deshalb gibt es die Zeit für die Vereinigung und die Zeit für das Studium. So haben die Kabbalisten beschlossen.

Und deshalb veranstalten wir einmal pro Woche die weltweite Versammlung der Freunde, einmal pro Monat – die regionalen Abende der Einheit, und einmal alle paar Monate – die weltweiten Kongresse.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 11.07.2010

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Das Geheimnis der spirituellen Geburt

Eine Frage, die ich erhielt: Wie schaffe ich es, während des Abstiegs so am Ziel festzuhalten, damit ich den Abstieg für den Aufstieg benutzen kann, wenn ich selbst absteige, und nicht der Schöpfer wirft mich herunter?

Meine Antwort: Ich muss den Abstieg lenken und selbst entscheiden, dass ich absteigen muss. Ich bereite mich im Voraus so auf den Abstieg vor, wie man sich auf einen chirurgischen Eingriff vorbereitet. Was kann mir während des Abstiegs helfen, nicht „den Kopf zu verlieren“, nicht in die Gewalt von Verlangen zu geraten? Die Verbindung mit dem Ziel, um den Abstieg zu spüren, aber nicht mich selbst zu verlieren, sondern aufzusteigen. Aber ich selbst kann mir das nicht garantieren..

Deshalb brauche ich die richtige Umgebung, die mich unterstützt, wenn ich infolge von zu großen Verlangen die Kontrolle über mich verliere. Wenn für den spirituellen Embryo die Zeit gekommen ist, geboren zu werden, d.h., zur Stufe des Säugens überzugehen, wie kann er diese zwei Zustände miteinander verbinden, denn während der Geburt verliert er seine Stufe, er dreht sich „mit dem Kopf nach unten“?
Doch wie schafft er es, aus diesem Zustand des völligen Verlierens, „mit dem Kopf nach unten“, keine Fehlgeburt zu werden, sondern in die neue Welt geboren zu werden und sich an den Schöpfer auf einer höheren Stufe anzuheften?.

Dafür gibt es verschiedene Reshimot de Awiut und de Hitlabshut (von dem Verlangen und dem Licht) 1/0. Es stellt sich also heraus, dass ich mich immer mit zwei Stufen gleichzeitig verbinden kann! Gerade das hilft mir, geboren zu werden..

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Vorwort zu Panim Meirot“ vom 07.07.2010

Kabbala Akademie

Die anziehende Kraft des Lichtes

Das umgebende Licht beeinflusst den Menschen nur im Maße des spirituellen Wunsches, den er von der kabbalistischen Gruppe erhält.

Sie ist seine Umwelt, die sich auf seinem Niveau befindet, und er nimmt daraus alles auf, wie der Samen, der in die Erde gepflanzt wird.

Das Korn an sich ist tot. Nur in der Erde beginnt es zu leben, also auf Kosten der Umwelt.

Ohne seine Umwelt ist das Korn nicht lebendig, es ist nur das Informationsgen. Aber wenn es dank der Umwelt auflebt, beginnen die Sonne und alle übrigen Kräfte der Natur ihren Einfluss.

Das Korn muss die Verbindung mit der Umwelt haben, damit die allgemeine höhere Kraft darauf einwirken kann.

Genauso auch der Mensch! Derjenige, der sich nicht in die richtige Umgebung einbringt, wie das Korn, das in den Boden gepflanzt ist, hat den geistigen Aufstieg nicht zu erwarten. Das soll jedem klar sein.

Nur in jenem Maß, in dem der Mensch von der Umgebung aufnehmen kann, bekommt er die Sonne und den Sauerstoff, die beginnen, „den Baum“ aus ihm zu züchten.

Folglich wird diese Kraft sogar von denjenigen empfunden, die nicht fähig sind, sie offenbar mit den materiellen Augen zu sehen.

Und da wir uns alle gemeinsam im einheitlichen, allgemeinen, System befinden, werden sie fühlen, dass in unserem Inneren die echte und offenbar deutliche geistige Ladung existiert – das Licht innerhalb des Gefäßes.

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Arbeit für einen Menschen

Der spirituelle Weg ist sehr kompliziert und besteht aus Auf- und Abstiegen. Das ist keine glatte, asphaltierte Straße, sondern eine voller Schlaglöcher.

Bis du dich in Bewegung setzen kannst, wirst du lange auf der Stelle treten und auf verschiedene Probleme und Hindernisse stoßen. Jeden Augenblick entstehen irgendwelche Schwierigkeiten und Störungen – mal hat man einen Platten, mal springt der Motor nicht an oder das Benzin geht aus, außerdem schläft der Fahrer ständig ein usw. Doch was soll man machen? So ist eben der Weg. Oder dein Esel (dein egoistisches Material: Esel bedeutet auf Hebräisch Chamor und stammt von Chomer/Materie) bleibt plötzlich mitten auf der Straße stehen und lässt dein Auto nicht durch.

Du musst ihn von der Straße wegschaffen, doch versuch mal, einen Esel von der Stelle zu bewegen. Du schlägst ihn, doch er bewegt sich nicht, du lockst ihn mit einer Möhre weg, doch er will nicht, er braucht einen besseren Köder. Bis du deinen Esel nicht auf die Schultern genommen und von der Straße weggetragen hast, wirst du kein Stück vorankommen. Oder, wie die Kabbalisten empfehlen, schlag ihm aufs Maul! So entstehen immer wieder neue Probleme, bis der Baum des Lebens quer über die Straße fällt… Dann musst du von der Straße abfahren und diesen Baum umfahren.

Und dann läßt sich eine Wolke auf der Straße nieder. Was soll man da machen? Vor lauter Nebel sieht man nicht, wo man hinfahren soll – ist da eine Straße oder keine…Das ist eine schwere, besondere, erlesene Arbeit – eine Arbeit für einen Menschen, für denjenigen, der wirklich zu einem Menschen werden will!

Ein auserwählter Weg für auserwählte Menschen!

Nach dem Rabasch Artikel von 16.06.2010