Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Aufstieg'

Der persönliche Beobachter

In uns gibt es eine Menge verschiedenster Wünsche – und jeder Wunsch soll seine Korrektur in der bestimmten Reihenfolge durchgehen. Je nach der Verbindung der Wünsche in der Seele wird die Verbindung des Menschen mit anderen Menschen offenbart.

Deshalb sind uns die wahrhaften Gründe für Zustände, die wir durchgehen, unbekannt. Aber wir sollen verstehen, dass ihre Reihenfolge vorherbestimmt ist, und es hängt nur von uns ab, ob wir mittels des Lichts oder des Leidens korrigiert werden. Auf jeden Fall sollen wir die Empfindungen von beliebigen Zuständen in Form des nützlichen Ereignisses annehmen, ohne das Geschehende zu verstehen. Über die Geschehnisse, die gerade erfolgten, haben wir keine Kontrolle, und das, was gekommen ist, muss man mit Dankbarkeit annehmen, sich korrigieren und weiter voranschreiten.

Man darf niemals den folgenden Zustand abstoßen, denn dadurch lässt du die Mittel gehen, die dir für den Aufstieg gegeben sind. Es gibt keine Zustände, die nicht zum Aufstieg beitragen würden. Deshalb,muss man sich nicht in dem Zwiespalt befinden: ist der Zustand gut oder schlecht. Gib diesem keine persönliche Einstellung, es wäre wünschenswert, die Geschehnisse “von der Seite her” zu beobachten, wie ein fremder Beobachter: wenn ich diesen Zustand durchgehen muss, dann mache ich das und gehe weiter. (Alles ist zum Guten! – Akol le tova!)

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 19.08.2010

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Kabbalisten über Kabbalisten, Teil 15

Liebe Freunde! Ich bitte euch, Fragen zu diesen Zitaten von großen Kabbalisten zu stellen. Ich verspreche euch, sie zu beantworten.

Anmerkungen in Klammern sind von mir.

Auf den Wegen von Kabbalisten schreiten
In spiritueller Hinsicht wird das Recht des Kollektivs (sich nach seinem Verständnis auf der irdischen Ebene einzurichten) zu ihrer Pflicht (bei ihrem obligatorischen spirituellen Aufstieg auf den spirituellen Anführer zu hören, weil sie kein eigenes Verständnis für den Weg zum Ziel haben und auch nicht haben werden), und es folgt(bei einer obligatorischen spirituellen Entwicklung der Massen) dem Gesetz „Folge dem Individuum“, das heißt, der entwickelten Persönlichkeit. Denn es ist offensichtlich, dass die Entwickelten und Gebildeten in jeder Gesellschaft eine kleine Minderheit darstellen. Es steht daher fest, dass der Erfolg und das spirituelle Wohl in den Händen einiger weniger liegen (durch das Folgen einem entwickelten spirituellen Individuum bestimmt werden).

Das Kollektiv sollte daher genauestens die Meinung der Wenigen beachten, damit diese Menschen nicht von der Welt hinweggefegt werden. Denn es muss ganz sicher und mit absoluter Gewissheit wissen, dass die weiter fortgeschrittenen und rechten Ansichten niemals im Machtbereich des Kollektivs (von Reichen, Mächtigen, Politikern, herkömmlichen Wissenschaftlern) liegen, sondern in den Händen der Schwachen, in den Händen einer verschwindend kleinen Minderheit (von Kabbalisten). Denn jede Weisheit und alles Kostbare kommt in kleinen Mengen in diese Welt. Daher sollen wir achtsam die Ansichten jedes (spirituell entwickelten) Individuums schützen, da das Kollektiv unfähig ist, falsch oder richtig zu erkennen.
Baal haSulam „Die Freiheit“

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Wir werden zusammen hinaufsteigen!

Eine Frage, die ich erhielt: Wie funktioniert die geistige Korrektur?

Meine Antwort: Zuerst steigt der höhere geistige Parzuf zu dem unteren herunter, gleicht sich ihm an, nimmt seine Form und seine Eigenschaften an. Und später kommt das Licht, und dank der Verbindung, die zwischen dem Höheren und Unterem entstanden ist, kann der höhere Parzuf den unteren Parzuf aufgreifen, um mit ihm zusammen hinaufsteigen. Deshalb ermöglichen das Fallen und das Zerbrechen die nachfolgenden Korrekturen. Und zuerst steigt der Höhere zum Unteren herab, wird „schlechter“, „unkorrigierter“, um sich dem Unteren anzugleichen.

Wenn aber später das Licht kommt, dann kann der Teil des Höheren, der in den Unteren gefallen ist, aufwachen – denn es ist sein Licht, das Licht des Gebens! Der Untere kann von diesem Licht nicht erwachen, ihn beeindrucken keine Erzählungen über die Liebe und das Geben – er hat nur den Wunsch „den Genuss zu erfahren“! Aber aufgrund der Verbindung, kann der Höhere bei seinem Aufstieg den Unteren mitnehmen – weil die beiden im Fallen zusammen waren. Darin besteht das ganze Wunder der Korrektur…

Aus dem Unterricht zur „Lehre der Zehn Sfirot“ „, 05.07.2010

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Der erste geistige Wunsch ist schon da!

Frage: Warum wird nach jedem Kongress, nach dem großen Aufstieg und der Begeisterung, immer das Fallen gefühlt?
Antwort: Das ist bereits ein geistiger Prozess. Wir haben auf dem Kongress einen neues, größeres Kli empfangen und uns an einen neuen, größeren Wunsch angeschlossen. Und wenn ich später zu diesem neuen Wunsch nichts mehr ergänze, dann fühle ich die Leere.
Im Laufe des Tages habe ich mich mit den Wünschen von tausenden von Menschen verbunden und wir haben uns wie ein Mensch in einem Herzen gefühlt. Ich habe unsere Bürgschaft gefühlt.
Ich fühlte, dass ich mich in ihnen aufgelöst und verloren habe und, dass ich mich in ihre Hände übergeben habe! Vielleicht nur für einen Augenblick, ganz unbewusst, aber das kam zustande. So habe ich zum ersten Mal den geistigen Wunsch (Kli), den es bei mir früher nicht gab, bereits enthüllt.
Früher habe ich nur materielle Wünsche gehabt, die ich egoistisch füllen wollte. Das wird als tierisches Niveau des Wunsches genannt.
Und nun, wobei ich selber nicht weiß wie das passierte, habe ich mich an etwas riesiges angeschlossen. Diese Vereinigung ist der Mangel in der Geistigkeit, im Geben und der geistige Wunsch, den es bei mir früher nie gab.

Jetzt muss ich mit ihm arbeiten. Aber ich verlasse ihn und möchte zum alten, gewöhnlichen Wunsch zurückkehren und warte wieder auf die gewöhnlichen, egoistischen Füllungen. Und was ist mit dem neuen, geistigen Wunsch? Er bleibt leer; dieser riesige, im Vergleich zum materialistischen Wunsch!
Natürlich verliere ich den Geschmack zum Leben. Ich verstehe nicht, womit ich mich füllen kann, wo sind meine gewohntes „Fleisch und Wein“? Sie bringen mir keinen Genuss mehr, wie zuvor.
Deswegen schon ab jetzt, angesichts des bevorstehenden großen Kongresses im November, auf dem wir einen noch größeren und stärkeren Wunsch enthüllen werden, müssen wir ihn mit der richtigen Absicht vorbereiten.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Vorwort zu Panim Meirot“ vom 16.08.2010

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Der Anfang des praktischen Aufstiegs

Auf einem Kongress speichern wir quasi die „Abschirmung“ (den Schirm) – die Kraft des gegenseitigen Gebens, mit der wir zu arbeiten bereit sind.

Ein Kongress ist mit einer großen Gruppe zu vergleichen: wir haben die Menschen versammelt, haben sie vereint und sind nun bereit, ein gemeinsames Ziel zu verwirklichen, wie eine Kampftruppe.

Und wenn wir uns einfach versammeln, um zu singen, zu tanzen und dann auseinanderzugehen – welchen Sinn macht es dann? Ein Kongress ist ein Ort für die Zusammenarbeit!

Je nach Zuständen, die wir durchlaufen werden, werden wir entscheiden, wie oft wir solche Kongresse brauchen. Wir werden empfindlicher, werden verstehen, wann und wo der nächste Kongress stattfinden muss, in welcher Größenordnung, regional oder weltweit.

Unser ganzes Leben wird aus diesen gemeinsamen Auf- und Abstiegen bestehen, die die gesamte Arbeit unseres Unternehmens bestimmen werden. Wofür leben wir sonst, wenn nicht für die spirituelle Entwicklung?

Je schneller wir diese ganze Arbeit erledigen, desto schneller erreichen wir den Eingang in die spirituelle Welt und fangen an, dort die 125 Stufen hochzusteigen.

Noch sind wir dabei, diesen Aufstieg zu üben, doch er ist bereits sehr nah. Ein paar solcher Übungen und du wirst bereit sein, mit Lichtern und Kelim zu arbeiten. Nicht weil wir klüger werden, indem wir die Theorie erlernen, sondern weil wir eine kollektive Kraft aufbauen, die auch unser spirituelles Gefäß ist.

Durch solche Handlungen enthüllt sich die gemeinsame Kraft der Gruppe – ihre Seele. Jedes Mal bauen wir sie immer mehr aus und beginnen zu spüren, wie in ihr das Licht arbeitet, d.h., wir durchqueren den Machsom.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Vorwort zu Panim Meirot“ vom 19.08.2010

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Die höhere Logik des Schöpfungsprogramms

Eine Frage, die ich erhielt: Warum ist die Erreichung des Schöpfungsziels ein so schwieriger und mehrstufiger Prozess, der den Ab- und Aufstieg sowie das Zerbrechen  einschließt?

Meine Antwort: Weil er ursprünglich aus zwei entgegengesetzten Komponenten besteht, dem Licht und dem Verlangen, die eine Verbindung  miteinander auf der Grundlage ihrer entgegengesetzten Natur aufbauen.

Der Entwicklungsprozess geht aus zwei Bedingungen hervor und bedingt ein Entwicklungsgesetz: zwei ursprüngliche Gegensätze müssen am Ende zur vollkommenen Gleichheit gelangen.

Aus diesen Anfangs- und Endbedingungen geht unweigerlich der ganze Prozess hervor. Wir können nichts daran ändern bzw. nach einer anderen Logik handeln.

Es gibt harte Bedingungen: die Anfangs- und die Endbedingung.

1. Bedingung: Unendlich große Entfernung zwischen ihnen.

2. Bedingung: Ihre vollkommene Vereinigung – bis zum Schluss.

Bis dahin ist der eine gänzlich gebend und der andere gänzlich empfangend. Einerseits existiert zwischen ihnen ein endlos tiefer Abgrund, andererseits gibt es aber einen Endpunkt, an dem sie zu einem Ganzen verschmelzen.

Versuche nun, eine Formel zu schreiben, nach der man von der ersten Bedingung, der völligen Gegensätzlichkeit, zur zweiten Bedingung, der völligen Gleichheit, gelangen kann.

In der Welt der Unendlichkeit existiert bereits sowohl die Trennung dieser zwei Komponenten als auch ihre Verbindung. Obwohl es dort sowohl das Licht als auch das Verlangen gibt, sind sie miteinander verschmolzen und ergänzen einander. Diese Verschmelzung hält durch die Kraft des höheren Lichts.

Das heißt, die Endbedingung wird zuerst durch die Kraft des Lichtes, des Schöpfers, gewährleistet. Das erlaubt uns, die Formel zu enthüllen, wie dieser Übergang von einem Zustand in den anderen vollzogen werden soll.

Die potenziellen Bedingungen sind jetzt geschaffen, nun soll mit der Umsetzung begonnen werden. Die gesamte Realität enthüllt sich jetzt schrittweise Bild für Bild vor unseren Augen – vor den Augen jener Geschöpfe, die sich in der Welt der Unendlichkeit befinden. Wir verlassen sie nie.

In diesem einzigen vom Schöpfer erschaffenen Ort (Verlangen) existieren das Licht, das Verlangen und die Bedingung für deren Verschmelzung, und das alles wird gerade umgesetzt.

Aus diesem Grund werden wir selbst als Handlungen des Schöpfers, als Ergebnisse Seiner Arbeit, bezeichnet: Schöpfung, Geschöpfe.

Es ist unmöglich, hier irgendetwas zu ändern. Die Bedingungen selbst, die Anfangs- sowie die Endbedingung, bestimmen bereits alles, was geschehen wird, einschließlich des Zerbrechens.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Vorwort zu Panim Meirot“ vom 18.08.2010

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Kabbalisten über Kabbalisten, Teil 10

Liebe Freunde! Ich bitte euch, Fragen zu diesen Zitaten von großen Kabbalisten zu stellen. Ich verspreche euch, sie zu beantworten.

Anmerkungen in Klammern sind von mir. [M. Laitman]

Auf den Wegen der Kabbalisten schreiten

Deshalb hat der Mensch die Wahlfreiheit (und nur darin, denn seine übrigen Handlungen hängen nur von der Realisierung seiner Freiheit des Willens ab) den Ort auszusuchen, wo sich die Gerechten befinden (die sich anhand der Korrektur wünschen, den Schöpfer zu rechtfertigen), und (trotz der irdischen Vernunft) sich ihrer Führung unterwerfen.

Auch dann (wenn er sich vor ihnen annulliert), wird er die Kräfte (des Gebens und der Liebe) bekommen, an welchen es ihm seitens seiner eigenen (egoistischen) Natur fehlt. Und darin liegt der Nutzen, dass die Gerechten in allen Generationen unterbracht sind, damit man sich in jeder Generation an sie wenden kann, um von ihnen die Kräfte zu bekommen, die für den Aufstieg auf die Stufe des Gerechten notwendig sind.

Und deshalb (dank der Ausbildung im Geben und in der Liebe bei den Gerechten) wird der Mensch selbst zum Gerechten (und ist seinerseits verpflichtet, seine Kräfte an die Schüler weiterzugeben).

Baal HaSulam. Schamati 99. “ Ob Sünder oder Gerechte ist nicht gesagt“.

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Kabbalisten über Kabbalisten, Teil 9

Liebe Freunde! Ich bitte euch, Fragen zu diesen Zitaten von großen Kabbalisten zu stellen. Ich verspreche euch, sie zu beantworten.

Anmerkungen in Klammern sind von mir. [M. Laitman]

Die Wege der Kabbalisten zu wählen

Der RAMBAM spricht davon, indem er ein Beispiel aus dem Leben bringt: „Wenn eine Kolonne aus tausend Blinden einen Weg beschreitet, und es am Kopf der Kolonne wenigstens einen Sehenden gibt, so sind sie sich alle dessen sicher, dass sie auf dem geraden Weg gehen, und nicht in Gruben fallen werden und auf Hindernisse stoßen werden, weil sie von einem geführt werden, der den Weg sieht. Doch wenn es am Kopf der Kolonne keinen sehenden Führer geben wird, dann werden sie sich zweifellos vom Weg verirren und sich verlieren.“

(Somit sieht man die Rolle der geistigen Anführer in den Generationen – welche sich im Aufstieg der Generation zum Schöpfer mittels der Tora ausdrückt. Und die Pflicht der Massen besteht darin – dem sehenden Anführer zu folgen).

Baal HaSulam. Einführung ins Buch Sohar, Punkt 57.

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Der Stimulator des geistigen Aufstiegs

Eine Frage, die ich erhielt: Wie können wir gemeinsam die Schlaglöcher auf dem geistigen Wege ebnen, wenn jeder von uns die Aufstiege und die Abstiege zu verschiedener Zeit empfindet?

Meine Antwort: Es ist absichtlich so gemacht worden, damit die Zustände asynchron empfunden werden und wir in der Folge einander helfen.

Wenn wir aber nach einem bedeutenden Ereignis (wie der Kongress) zusammen fallen, dann benötigen wir eine äußere, externe Kraft, die uns helfen wird.

Hätten wir eine richtige Gesellschaft aufgebaut, dann würden wir so nicht fallen. Wir würden einander unterstützen und harmonisieren, ähnlich den Organen, die das Gleichgewicht innerhalb des gesunden Körpers gewährleisten.

Jedoch wird uns der Mangel des Gleichgewichtes auf der höheren Stufe geöffnet – das Ego wächst und bringt uns zum Ungleichgewicht. Was kann man dann machen, wenn so etwas geschieht?

Hierfür ist das äußere System notwendig, anhand dem das Gleichgewicht geprüft werden könnte, mit dem wir uns ausgleichen und verbinden würden.

Uns wird der Mangel der Vereinigung, der Grund aller Probleme, eröffnet. Folglich ist der äußere, externe Faktor nötig, der uns helfen wird, uns auf der neuen Stufe über allen entdeckten „Sündern“ zu verbinden.

Somit ist für uns die tägliche Frageliste, „der Stimulator“, notwendig, auf welche alle antworten. Sie wird uns helfen, das System aufzubauen, mit dem jeder gezwungen sein wird, seine Meinung zu äußern, und sie wird als Antwort jedes Systemmitglied beeinflussen.

Woher wird dieses System die Kraft nehmen, um auf uns einzuwirken? Aus der Tatsache, dass wir selbst dieses System aufgebaut haben, dass wir uns angestrengt haben! Es arbeitet wie das Büro der gegenseitigen Hilfe.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabasch, 15.08.2010

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Wer wird dem Menschen die Wahrheit enthüllen?

Frage: Wie kann der Mensch, der sich in der tauben Kapsel der Selbstsucht befindet, erkennen, was die Wahrheit und was die Lüge ist?
Antwort: Nun werdet Ihr verstehen, was für eine riesige Hilfe uns Nahasch (Schlange) geleistet hat, indem sie uns zur Sünde des Baumes der Erkenntnis verführt hatte.

Dank der Enthüllung dieses riesigen, egoistischen Wunsches, der Nahasch (Schlange) heißt, haben wir nun die Möglichkeit von der Stufe „Tier“, auf die Stufe „Mensch“ hinaufzusteigen.
Der Unterschied zwischen zwei Stufen heißt „Nahasch“ (Schlange). Wenn du von einer Stufe auf die andere hinaufsteigen willst, dann bitte sehr, steig hinauf, aber du musst gegen Nahasch (die Schlange), gegen das leere Gebiet arbeiten, dass sie in dir geschaffen hatte. Ansonsten würdest du wie ein „Tier“ bleiben.

Eben die egoistische Kraft der Nahasch zieht in uns den Menschen auf. Alle Zerlegungen, Sünden und Verbrechen, die in der Tora beschrieben sind, sind nützliche Handlungen und das Ausgangsmaterial der bösen Wünsche, mit deren Korrektur wir den Schöpfer enthüllen.
Den zusätzlichen Wunsch für den Aufstieg gibt uns das Ego, die Nahasch und ihre Korrektur geschieht dank der Bücher, der Gruppe, dem Lehrer, dem Betrieb.

Aus dem Unterricht vom 17.08.2010 zum Thema „Panim Meirot“.

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