Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Absicht'

Das Ziel der Schöpfung

Die Wissenschaft der Kabbala geht davon aus, dass es nur zwei Kräfte gibt: Empfangen und Geben. Das ganze Universum, die ganze Welt basiert darauf.  Die Kabbala ist ein Gleichgewichtssystem zwischen diesen beiden Kräften, die sie zur Mittellinie führt.

Die Suche nach der mittleren Linie, die Stabilisierung, das Gleichgewicht auf allen Stufen, angefangen vom Egoismus- null bis zum absolut vollständigen, vollwertigen, konstanten, unendlichen Egoismus – ist das Thema der Kabbala.

Wir benötigen eine rein angewandte Wissenschaft und Praxis, um die Widersprüche beseitigen zu können. Diese Gegensätze sind nicht theoretisch zwischen etwas oder jemandem, sondern zwischen der Schöpfung und dem Schöpfer, also zwischen uns und Ihm.

Wir müssen diese Gegensätze ausgleichen, zu einem gemeinsamen Nenner kommen – der sogenannten mittleren Linie, in der wir und Er in den Wünschen, Absichten und Handlungen völlig übereinstimmen werden. Auf diese Weise werden wir Partner, Liebende und Geliebte, in der Verbindung auf allen Stufen, mit allen Kräften, Wünschen und Handlungen.

Das ist der Sinn der Schöpfung, die als „Dwekut“ bezeichnet wird. Das ist eine vollständige Verschmelzung zweier völlig entgegengesetzter Kräfte.

Aus dem russischsprachigen Unterricht, 16.12.2018

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Die Quelle von Pessach

Wir sind in den besonderen 7 Tagen der Pessachfeiertage. In diesen Tagen müssen wir eine korrekte, ununterbrochene Absicht erhalten, da dies eine sehr spezielle Zeit ist.

Wir feiern keine religiösen Rituale oder Bräuche. Wir sind sehr weit von denjenigen entfernt, die all diese Handlungen nur durchführen, weil man es ihnen als Kindern so beigebracht hat, oder sie dies aus einem egoistischen Ziel heraus tun, um eine Belohnung in dieser oder der kommenden Welt zu erhalten.

Zuallererst wollen jene, die Kabbala studieren, die Höhere Welt und die spirituellen Handlungen enthüllen, und erst nachdem sie ihre Folgen (Zweige) sehen, sind sie darauf vorbereitet, sie auch zu respektieren und mit derselben Absicht zu beachten, wie die spirituellen Handlungen oben.

Abraham und seine Schüler waren die Ersten, die die Verbindung zwischen den Wurzeln und den Zweigen erreichten. Davor war Abraham ein Götzenbauer und Priester im alten Babylon. Doch nachdem sich ihm die spirituelle Welt offenbarte und er deren Abdrücke in unserer physischen Welt entdeckte, und somit all die Kräfte die von der spirituellen Welt zu uns herabsteigen und alles in Bewegung setzen, schuf er die Sprache der Zweige. Diese Sprache ist eine Beschreibung der Höheren Welt, der Wurzeln, in welcher Begriffe dieser Welt, der Zweige, benutzt werden,.

Dadurch enthüllte er die ganze Wirklichkeit, die physische und die spirituelle Realität, als ein Ganzes. Somit verschmolzen auch die physischen und die spirituellen Handlungen in ihm zu einem Ganzen, und dies lehrte er auch seinen Schülern.

Darüber steht geschrieben, dass unsere Vorväter (die ersten Kabbalisten) die gesamte Tora bereits befolgten, bevor sie diese am Berg Sinai empfingen. In der Tat enthüllte sich ihnen die Tora durch die Erreichung der spirituellen Welt mit ihren spirituellen Handlungen. Auf dieser Grundlage führten sie die gleichen Handlungen in unserer Welt aus und nahmen die gesamte Wirklichkeit als ein Ganzes wahr.

 

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Die Sonnenkinder

Es steht geschrieben: „Ich erschuf den bösen Trieb und ich erschuf das Mittel zu dessen Korrektur, in dem das Licht, das zur Quelle zurückführt, verborgen ist“. Daraus kann man entnehmen, dass man nichts alleine, sondern nur mit Hilfe der Bitte, des Gebets erreichen kann.

Eine solche Bestrebung, zur Absicht des Gebens, zum Wohl für die anderen überzugehen, selbst wenn es nicht aufrichtig, sondern den in uns noch herrschenden Verlangen vollkommen entgegengesetzt ist, wird als Gebet bzw. Erhebung von MaN bezeichnet.

Wir haben einen winzigen Funken der Spiritualität bekommen, und um die Grenze der spirituellen Welt zu durchbrechen und in diesen zweiten Teil der Realität überzugehen, fehlt uns lediglich das Verlangen! Aus diesem Grund handeln alle unsere Gebete nur darum, das Verlangen zu erlangen.

Doch es gibt Zustände, in denen der Mensch gar nichts will. Und man muss verstehen, dass es ein Zustand, der uns ebenfalls von oben gegeben wurde, und nicht einfach nur unsere Faulheit oder Gleichgültigkeit ist. Der Mensch stellt eine Art „schwarze Kiste“ dar, die durch Signale von oben erweckt wird. Das Licht, welches auf unser Material, auf das Verlangen zu genießen, einwirkt, erweckt es mehr oder weniger oder lässt es ganz und gar kalt.

Und in Abhängigkeit davon erwachen wir entweder und streben wie eine Blume dem Sonnenlicht oder dem Regen entgegen, oder verwelken und gehen ohne Lebenskraft ein. Deshalb, wenn du keine Kraft und kein Verlangen nach der spirituellen Arbeit hast, musst du verstehen, dass genauso wie du einst die Begeisterung von oben erhalten hast und dich danach gerissen und gebrannt und gearbeitet hast, genauso wird dir von oben das Verlangen auch wieder genommen.

Und dieser Zustand wird absichtlich gegeben und anhand der persönlichen Eigenschaften eines jeden und seiner Vorbereitung bemessen – um für dich einen Ort für das Gebet zu erschaffen. Und du musst versuchen, mit Hilfe der Gruppe, der Bücher, des Lehrers und der Umgebung alle Kräfte für die Bitte zu mobilisieren.

Das Gebet wird aus der Hilflosigkeit, aus dem Widerwillen heraus geboren oder im Gegenteil, aus dem leidenschaftlichen Begehren heraus – es ist unwichtig, wie, doch es sind alles Bedingungen, die von oben gegeben werden. Und genauso wird die Umgebung für uns von oben organisiert: die Gruppe, der Lehrer, die Bücher. Und wir unsererseits müssen mit Hilfe des gemeinsamen Studiums und der Gruppe das Licht, das uns zur Quelle zurückführt, finden.

Die Zeit, in der wir zusammen studieren, ist die beste Zeit für ein Gebet. Denn wir befinden uns in einer Verbindung mit dem höheren System, mit Malchut und Seir Anpin der Welt von Azilut, d.h. mit dem Schöpfer und seiner Shechina, wir werden in sie eingebettet, und zwar nicht jeder einzeln, sondern alle gemeinsam, das bedeutet, wir erheben ein gemeinsames Gebet. Dadurch verlangen wir nach der Kraft der Veränderungen und ziehen diese an.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash, 06.03.2011

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Die verborgene Bedeutung der Rolle der Esther

Der folgende Abschnitt ist ein Auszug des Artikels von Rabash über den Feiertag von Purim, „Verhüllung und Enthüllung“:

„Dunkelheit ist das babylonische Exil, in welches sich das Volk Israel selbst gebracht hat, da der Schöpfer (Seir Anpin) schlief. Der Sünder Haman, welcher ein großer Sterndeuter war, warf das Los (Pur), um das Schicksal zu bestimmen. Haman und seine zehn Söhne sind die zehn Klipot (unreinen Kräfte), da er wusste, dass der Schöpfer schlief und somit Seine Höhere Lenkung das Volk Israel (all jene, die zum Schöpfer streben) nicht beschützte. Daher dachte Haman, dass nun die Zeit gekommen sei, um das Volk Israel zu vernichten.

Haman ist unser ganzer Wille zu empfangen, welcher im Gegensatz zum gesamten Licht von Chochma steht. Er weiß, dass das Licht sich offenbaren wird, aber was er nicht weiß, ist, dass dies nur in der mittleren Linie geschehen kann und später sogar wieder zurückgenommen wird, wenn der Übergang in den Zustand der ersten Einschränkung (Zimzum Alef) geschieht. Malchut vereinigt sich mit Seir Anpin in der mittleren Linie und sie steigen zu Bina auf, wo sie den Zustand der Endkorrektur erreichen.

Die Vernichtung des Volkes Israel bedeutet die Vernichtung der Absicht „um zu geben“, welche den Menschen daran hindert, das Licht von Chochma auf egoistische Weise zu empfangen. Mordechai ist die Absicht des Gebens, aber wenn er alleine handelt, ohne die Verlangen von Haman, so ist dies nur Geben in der Absicht um zu geben. Das heißt, dass er das Licht von Chochma zurückweist, damit dieses sich nicht enthüllt.

In anderen Worten, wenn der Mensch nicht in der mittleren Linie arbeitet, dann werden auch seine besten Handlungen des Gebens seinen Weg der Entwicklung nur blockieren. Daher braucht Mordechai die Verbindung mit Haman. Wenn sie beginnen, miteinander zu streiten (ein Streit zwischen der Absicht des Gebens und dem egoistischen Verlangen), fangen sie an zu verstehen, in welchem Ausmaß sie fähig oder nicht fähig sind, sich zu verbinden.

Die Absicht des Gebens macht es möglich, die Verlangen Hamans zu benutzen. Dennoch werden diese tatsächlichen Verlangen nicht erfüllt werden und das führt dazu, dass ein Konflikt zwischen Mordechai und Haman auftritt. Die Geschichte beschreibt, wie ein Mensch die richtige Einheit zwischen zwei streitenden Kräften oder zwei gegensätzlichen Absichten erschaffen kann. Sie beschreibt auch die Schlachten, Verwirrungen und Zweifel, welche uns auf dem Weg der Korrektur erwarten, bis wir die richtige Methode finden.

Dies ist es, worüber in „Megillat Ester“ (die Rolle der Esther) erzählt wird.

 

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Das lichtvolle Fest Purim

Wir befinden uns innerhalb eines Schirms, auf dem unsere Eigenschaften dargestellt werden. Und wenn sie egoistisch sind, werden dementsprechend auch unsere Verlangen zu genießen auf den Stufen (in den Größen 0-1-2-3-4) unbelebt, pflanzlich, tierisch und „menschlich“ vor uns dargestellt – und so sehen wir sie als unsere uns umgebende Welt.

Also ist die sichtbare und von mir wahrgenommene Realität, in der ich lebe, ein Abdruck, ein Spiegelbild dessen (der Verlangen und der Gedanken), was sich in meinem Inneren befindet.

Und wenn ich zusätzlich zu meiner allgemeinen Natur – der Eigenschaft des Verlangens – die spirituelle Natur – die Eigenschaft des Gebens – erlange, dann eröffnet sich mir wie auf einem Computerbildschirm ein weiteres Fenster, in dem ich die höhere Welt – die Kräfte meiner Seele – sehen kann. Und nun erkenne ich, dass das, was ich im ersten Fenster sehe, eine Projektion meiner empfangenden Kräfte ist, und im zweiten Fenster zeichne ich die Form meiner Verbindung mit den anderen Menschen um des Gebens willen.

In dem gleichen Maße, in dem ich fähig bin, mich mit den anderen zu verbinden, selbst wenn es auf der Stufe „füge einem anderen nicht zu, was du nicht willst, dass man dir zufüge“ ist, kann ich die spirituelle Welt erkennen.

Und mein vollkommener spiritueller Zustand ist „Purim“, von „Pur“/Los, in diesem Zustand sind meine Verlangen korrigiert, ich habe mich mit allen Seelen vereint und habe meine Seele mit dem höheren Licht entsprechend dem Gesetz der Ähnlichkeit der Eigenschaften erfüllt.

Purim ist das Fest der Endkorrektur. Und während wir dieses Fest feiern, ziehen wir quasi aus jenem korrigierten Zustand, in den wir uns einordnen wollen, die Kraft an, die uns korrigiert und verbindet.

Der Brauch, an diesem Tag Masken aufzusetzen und sich zu verkleiden, ist entstanden, weil Haman (das egoistische Verlangen) sich in die Kleider von Mordechai (des altruistischen Verlangens) kleidet – und wir können in große Verlangen von Haman das Licht in die Eigenschaft von Mordechai empfangen.

Deshalb existiert ein Brauch, am Purim-Fest dreieckige Gebäckstücke, genannt „Haman-Taschen“, zu essen, weil die Tasche das Verlangen zu empfangen symbolisiert.

Wir müssen diese Verlangen von Haman erhalten und sie mit Hilfe von Mordechai durch das Licht Chassadim, die Eigenschaft des Gebens, mit der Absicht um des Gebens willen korrigieren. Dann werden wir das Licht Chochma empfangen können – die Enthüllung des Schöpfers, d.h. den Zustand der Endkorrektur.

 

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Auszug aus dem öffentlichen Vortrag „Kabbala für alle“, 15.03.2011

Es entscheidet sich alles auf der Stufe der höheren Welt

Frage: Wenn andere ein Teil von mir sind, muss ich dann, um andere zu ändern meine äußeren Teile erneuern?

Antwort: Natürlich! Du merkst dabei nicht, ob du die anderen oder dich dabei veränderst. Du beginnst dich mit anderen zu verbinden, dadurch entsteht ein gemeinsames Ganzes. Der Schöpfer vereint alles.

Frage: Wir sind im Unterricht, gleichzeitig gibt es Milliarden von Menschen auf der Welt, die gerade etwas tun: arbeiten, schlafen, kämpfen, etc. Wir spüren sie nicht. Wie sollen wir damit umgehen?

Antwort: Sie müssen sich allmählich daran gewöhnen, dann verschwindet die Frage nach Zeit und Raum und nach all dem was geschieht. Sie werden sehen, dass es nichts davon gibt und alles auf einer ganz anderen Stufe gelöst wird.

Aus dem russischsprachigen Unterricht 02.09.2018

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Erinnere dich…

Das Purimfest rückt näher – es ist das freundlichste Fest, die schönste Zeit des Jahres, wenn die große Gnade enthüllt wird. Purim symbolisiert die gesamte spirituelle Arbeit des Menschen.

Alle Feste beziehen sich auf die Korrektur der zerbrochenen Seele von Adam HaRishon, dem ersten Menschen. Nur Purim symbolisiert die Vervollständigung dieses Prozesses, die letzte Handlung, genannt Gmar Tikun (Ende der Korrektur).

Wir erinnern uns daran, dass wir alle unsere egoistischen Wünsche genießen und wir verstehen, dass wir ihnen nicht widerstehen können.

Wir sind sehr schwach, denn der Gerechte Mordechai sitzt auf einem Stein am Königstor – ein armer alter Mann, mit dem keiner rechnet. Und Aman regiert das Königreich als die rechte Hand des Königs.

Der Schöpfer krönt absichtlich den Egoismus, damit dieser regiert, wie es geschrieben steht: „Ich habe den bösen Trieb geschaffen“. Der Pharao (Egoismus) ist in verschiedenen Rollen und Charakteren der König der Welt. Erst wenn der Mensch das Gefühl hat, dass seine Existenz bedroht ist, erwacht er. Wer hilft ihm beim Aufwachen? Haman tut es, indem er ihm sagt: „Lasst uns diese Wurzel, die das Verlangen oder die Absicht zum Geben erwecken könnte, an ihrer Basis zerstören. Warum sollten wir sie behalten? Ich bin der König!“

Wenn wir die Spitze des Willens zu empfangen, die Absicht alles zu kontrollieren, erreicht haben, dann stellen wir fest, dass der Wunsch zu empfangen unveränderlich bleibt. Die Absicht zu geben ist entgegen unserer Natur, unserem Bewusstsein und Verständnis, außerdem wird sie, obwohl sie vorhanden ist, nicht vom König, d.h. vom Schöpfer unterstützt.

Wie kann man das bekämpfen?

Die Absicht zu geben ist zu schwach und zart, um sich gegen Achaschwerosch zu behaupten, der Haman mit der Macht des Bösen unterstützt.

Es gibt einen Teil des Verlangens zu empfangen, der “ Jude“ (Yehudi) genannt wird, dieser Teil besitzt die potentielle Kraft der Einheit. Bricht eine schwere Bedrohung über sie herein, werden sie sich vereinen. Auch wenn ihnen diese Einheit aufgezwungen wird, die durch die Angst vor der Zerstörung ausgelöst wird, zieht sie das reformierende Licht, die höhere Kraft an. Die höhere Kraft wird in König Achaschwerosch geweckt, der zunächst Haman unterstützte. Nach der Verbindung der Juden unterstützt er nur mehr Mordechai.

Alles hängt von dieser Gruppe ab, die „die Juden“ genannt werden (das hebräische Wort für „Jude“ [Yehudi] kommt aus dem Wort „Vereinigung“[yihudi]). Wenn sie sich verbinden, zuerst zwangsläufig, später freiwillig, bekommen sie eine große Kraft, mit der sie zuerst König Achaschwerosch kontrollieren und später Hamans Macht, den bösen Trieb, der sie vernichten sollte, zerstören können.

Das alles konnte durch ihre Verbindung, durch das Anziehen einer großen Kraft geschehen. Diese Kraft der Verbindung überstieg die Kraft der Trennung, die Macht von Haman.

Darin besteht die Korrektur, die wie ein Wunder zu Purim geschieht.

Purim handelt von einem sehr großen Wunsch, der sich durch seine 32 Teile, unmöglich direkt korrigieren kann

Es wird als ein Wunder betrachtet, dass wir 288 Teile des Willens über die 125 Stufen die wir erhalten, korrigieren können. Das steinerne Herz schließt sich unsichtbar (32 Teile) diesen Korrekturen an. Das steinerne Herz erscheint erst in der letzten Handlung und kommt durch die 288 Teile, gleichzeitig mit den 32 Teilen zur Korrektur. Schließlich erscheint das Licht der Korrektur.

Purim zeigt uns den gesamten Prozess der Korrektur: Exil und Erlösung in all seinen Formen. Deshalb beginnt Purim mit der Lektüre des Kapitels: “Denke daran, was dir Amalek angetan hat“. Die Absicht für sich selbst zu empfangen, was als böser Trieb oder Amalek bezeichnet wird, begleitet uns ständig. Nur durch Amalek gelangen wir zum Schöpfer.

Ohne den bösen Trieb wären wir niemals zur Verbindung erwacht, hätten unsere Entfernung zum Schöpfer nicht entdeckt und könnten nicht die Gleichheit der Eigenschaften mit ihm erreichen.

Aus diesem Grund müssen wir uns daran erinnern, was Amalek mit uns gemacht hat. Der Schöpfer schickt uns in jedem Zustand einen Helfer gegen uns selbst, das ist eine großartige Hilfe. Wir müssen lernen, wie wir richtig mit den Naturkräften umgehen können.

Aus dem Unterricht vom 27.02.2018

Es wird leichter

Auf dem vergangenen Kongress wurde mir enthüllt, dass ich mich nicht mit den Anderen verbinden, mich nicht annullieren kann, überhaupt nicht in der Lage bin, mich jemandem zu nähern! Was soll ich denn tun, denn so ist doch meine Natur?

Es gibt ein Mittel, genannt das Höhere Licht. Dieses Licht ist innerhalb der Gruppe enthalten, nur ist es vor uns verborgen, wir sehen es nicht. Genau dort befindet sich auch der Schöpfer, die Eigenschaft des Gebens. Wie sollen wir nun seine Einwirkung auf uns hervorrufen?

Wenn du anfängst, in der Gruppe die authentischen Quellen – das Buch Sohar oder „Die Lehre von den zehn Sefirot“ – zu studieren, ziehst du dadurch das Licht an, erweckst es von innen.

Warum? Weil du in diesen Büchern über die inneren Zustände liest und sie somit näher bringst, du erweckst sie, ziehst sie an.

Du rufst die Einwirkung dieser verborgenen, tieferen Welt auf dich hervor, und sie leuchtet dir.

Allmählich wirst du dadurch korrigiert, indem es dir erlaubt wird, dich mit den Anderen zu verbinden, und dann verschwinden Hass, Abstoßung und Trennung. Du beginnst, die Wichtigkeit dieser Verbindung zu begreifen, du sehnst dich danach, dass sie realisiert wird. Und plötzlich… wie ein „Knall“ – deine erste Verbindung mit den Anderen.

Wenn man sich die Ebenen dieser Verbindung in Form einer Skala (von 0 bis 125 Stufen) vorstellen würde, würde das bedeuten, dass du von Null auf Eins gekommen bist. Und das ist die Grundlage!

Also haben wir jetzt, auf dem Kongress, diesen Nullpunkt gespürt – dass wir nicht in der Lage sind, zur Verbindung miteinander zu gelangen. Und nun haben wir ein Ziel vor uns: mit Hilfe des Studiums und der richtigen Absicht nach dem Licht, das zur Quelle zurückführt, zu verlangen.

In dem Moment, in dem du die erste Ebene der Verbindung erreichst, wirst du zum „Sohn der zukünftigen Welt“ („ben olam aba“), Du begreifst, spürst, was das ist, fängst an, dich darin ein wenig zu orientieren. Du bekommst bereits einen ersten Eindruck von der spirituellen Welt.

Und danach wird es leichter. Denn das Wichtigste ist der erste Umbruch! Weil alle darauffolgenden Stufen einfach immer größer und größer werden.

Selbstverständlich sind die Unterschiede zwischen ihnen riesig und gewaltig in ihrer Stärke. Es kann sich jedoch nichts mit dem Betreten der ersten Stufe vergleichen Weil du dabei buchstäblich von unserer Welt in die spirituelle Welt übergehst. Und das ist ein grundlegender Umbruch.

 

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Kabbalisten über das Ziel der Schöpfung; Teil 17

Anmerkungen in Klammern sind von mir.

Warum ist der Schöpfer vor dem Menschen verborgen?

Wenn der Schöpfer den Geschöpfen über die wundersamen Dinge, die in der Essenz der Belohnung (in der Verschmelzung mit Ihm durch die Ähnlichkeit der Eigenschaften des Gebens und der Liebe) liegen, enthüllt hätte, würden sie zwangsläufig in die Irre geführt werden und hätten (gezwungenermaßen) die Arbeit für den Schöpfer (das Geben) nur mit der Absicht angenommen, die herrliche Belohnung für sich zu bekommen. Dies würde als das Arbeiten zum eigenen Zweck, aus Eigenliebe, betrachtet werden, was als Folge den ganzen Zweck (des Schöpfers, die Geschöpfe Sich ähnlich, ewig, selbstständig, unabhängig von Sich und vollkommen zu machen) verfälschen würde.

Baal haSulam „Die Bürgschaft“, 29

Der Schöpfer (die Eigenschaft des Gebens) ist die vollkommene Güte, und die Eigenschaft der Güte ist, Gutes für die anderen zu tun. Darin besteht der Gedanke des Schöpfers, d.h., Geschöpfe zu erschaffen, um ihnen Gutes zu tun. Denn wenn es niemanden gibt, der Gutes empfängt, dann gibt es auch keine Wohltat.

Doch wie Er das in Seiner unergründlichen Weisheit wusste, müssen die Geschöpfe das Gute, damit es vollkommen ist, durch eigene Arbeit verdienen. Nur dann werden sie wahrhaftige Herren über das Gute sein und keine Scham wie Bettler empfinden.

Ramchal „Da’at T’vunot“, 18

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Die Mini-Welt der Unendlichkeit

Frage: Was bekomme ich vom Schöpfer in dem Maße meiner Ähnlichkeit mit Ihm?

Antwort: In dem Maße meiner Ähnlichkeit bekomme ich Sein Verstand und Sein Gefühl, ich verbinde mich mit Ihm durch die Gefühle und durch den Verstand und erlange die gleiche Wahrnehmung der Einheit, der Vollkommenheit und der Ewigkeit, die auch Er hat.

Ich erhalte in meinem Gefäß „Linie“ die Gefäße „Kreise“. Das höhere System war so erschaffen worden, dass aus jedem „Kreis“ eine „Linie“ (ein durch den Schirm eingeschränktes Verlangen) hervorging, und dann wieder ein „Kreis“ und wieder eine „Linie“.

In dem Maße meiner Anstrengungen „von unten nach oben“ mache ich eine Anstrengung und erhebe mich zum ersten Kreis, das nennt sich die erste Enthüllung des Schöpfers, das Ausmaß der Ähnlichkeit mit Ihm. Ich strenge mich wieder an und enthülle Ihn wieder, im nächsten Kreis.

Jedes Mal arbeite ich mit SaT, und die höhere Stufe für mich sind GaR, mit denen ich nicht arbeiten kann und die ich von oben als ein Resultat der Verschmelzung bekomme. Auf diese Weise steige ich die spirituelle Leiter, die 125 Stufen, hoch.

„In der geraden Linie“ unternehme ich selbst die Anstrengungen, ich annulliere mich, arbeite mit den anti-egoistischen Schirmen, verbinde mich mit anderen Menschen.

Und in dem Maße, in dem ich diese ganze Arbeit vollbracht habe, erlange ich die Enthüllung des Schöpfers – den Zustand des „Kreises“, die Vollkommenheit, die Mini-Welt der Unendlichkeit.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Der die Vernunft erschafft“ vom 28.10.2010

 

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