Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Absicht'

Ist eine Ego-freie Gesellschaft überhaupt möglich?

Eine Frage, die ich erhielt: Ich denke, das Bild, das Sie über die Ego-Gesellschaft zeichnen, sieht recht düster aus. Nehmen wir an, dass eine solche Gesellschaft geschaffen wird, in der unser Leben frei von allem ist, was auf dem Egoismus basiert. Wir werden keinen Sport mehr haben, da dieser auf Egoismus oder dem Verlangen zu gewinnen basiert. Es wird auch keine Wissenschaften mehr geben, da alle Wissenschaftler nach Anerkennung und Ruhm in der Welt streben. Alle beruflichen Aktivitäten werden verschwinden, da die Menschen kein Verlangen mehr nach Erfolg haben werden. Es wird auch so etwas wie Familie nicht mehr geben, da Familien ja darauf beruhen, dass ein Mann eine schöne Frau möchte, und umgekehrt eine Frau einen smarten Mann. Die Verbindung zwischen Eltern und Kindern wird sich auflösen, wenn sich alle gleich nahe sind. Logistik, Industrie und Handel wird ebenfalls zum erliegen kommen, da das eigene Interesse die treibende Kraft war.

Die Menschheit wird auf eine primitive Ebene der Existenz degradiert, in der alle gleich sind, wie eine graue Masse, ohne Bildung und Schutz. Ohne das Ego wird alles aufhören! Dies wird zum Aussterben führen, da es keine Liebe mehr für Kinder geben wird und somit auch kein Verlangen zur Fortpflanzung. Aber wenigstens werden wir dann in der Höheren Welt sein…

Ist meine Vision Ihres behaupteten Systems richtig? Sagen Sie mir, wenn ich mich irre, und warum.

Meine Antwort: Der Egoismus ist unsere Natur. Wenn wir diesen vernichten, würden wir uns des Fundamentes des Lebens berauben. Doch wenn wir den Egoismus durch das Geben ersetzen, werden wir die Fähigkeit erlangen, die gleichen Dinge wie gewöhnlich zu tun, währenddessen wir aber grenzenlose Erfüllung erhalten.

Das Einzige, was sich ändern wird, ist die Absicht des Menschen, während alle ihre Handlungen die Gleichen bleiben werden. Die Menschen werden empfangen, mit der Absicht um zu geben – zum Wohle des Nächsten. Dadurch werden sie im Stande sein, alles klar zu erkennen und sich selbst zu erfüllen.

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Ein Dankesbrief für den Kongress


Lieber Rav Laitman und die Bnei Baruch Bewegung,

Ich möchte Ihnen für die wundervoll emotionale Erfahrung danken, die in Menschen aus allen Teilen der Welt so viele Gefühle und Eindrücke hervorgerufen haben. Danke für Ihr großes Interesse und Ihre Selbstaufopferung für die Verbreitung der Weisheit des Lebens, was die Menschheit dem Schöpfungsziel näher bringt.

Danke für Ihr Bemühen, dieses erstaunliche Ereignis zu organisieren, den Kongress in der Türkei, der es Seelen ermöglicht hat, sich um eine Absicht zu scharen: das Ziel zu erreichen, für das wir erschaffen wurden. Ich danke dem Schöpfer, dass Er mir erlaubt, die Verbreitung der authentischen Weisheit 19 Jahre nach dem Tod von Rabash mitzuerleben.

Ich wünsche Ihnen allen eine gute Gesundheit und alles Notwendige, um die Vereinigung aller Seelen in Malchut der Unendlichkeit zu erreichen. Ich bitte die Höhere Vorsehung, Sie und alle Ihre Verlangen und Anstrengungen zu segnen.

Rabbanit Feiga Ashlag

Die Einheit der Gegensätze ist über der Lichtgeschwindigkeit


Auf dem spirituellen Weg schreiten wir ständig durch Zustände voran, die gleichzeitig aus zwei Gegensätzen bestehen. Den Menschen ärgert das wirklich, denn er existiert nur in einer Eigenschaft – dem Egoismus, oder der Absicht „nur mir zuliebe“. Ein Mensch kann der Tatsache einfach nicht zustimmen, dass zwei Gegensätze vereint sein können.

Im spirituellen Zustand jedoch sind Gegensätze deckungsgleich. Schließlich sind wir gegensätzlich zum Schöpfer und wir müssen mit Ihm zur Verschmelzung gelangen. Wir sind fähig dazu, Verschmelzung mit ihm zu erlangen, während wir unsere anfängliche Natur beibehalten. Das wird Spiritualität genannt. Wir tun das, indem wir die spirituelle Natur unserer Natur hinzufügen, die wir beide kombinieren. Dadurch existieren wir in beiden Welten.

Allerdings, im Moment haben wir lediglich das Verlangen nach Vergnügen und daher verstehen wir nicht, wie es möglich sein kann, Gegensätze zu vereinen. In der Tat kann dieser Zustand nicht durch den Gebrauch unserer irdischen Sprache beschrieben oder übermittelt werden. Unsere Sprache ist ein Ausdruck unserer Natur und daher kann sie nur das, was wir verstehen, übermitteln. Jedoch im spirituellen Zustand wechseln sogar Ursache und Wirkung ihren Platz: Was als die Ursache erschien, stellt sich als Wirkung heraus. Das ist der Grund, warum die Spiritualität verborgen ist.

Es ist jedoch nicht so, weil jemand die Spiritualität vor Ihnen verbirgt. Vielmehr ist es so, dass Sie die Spiritualität einfach nicht erkennen können, denn Sie sind gemäß der materiellen Welt geschaffen, die aus nur einer Komponente besteht, anstatt gleichzeitig aus zwei Gegensätzen . Es ist, als würden Sie in einer anderen Dimension durch die spirituelle Welt laufen und ihr niemals begegnen. Sie haben einfach nicht den Sinn dafür, sie wahrzunehmen.

Spiritualität kann nur innerhalb zweier Gegensätze wahrgenommen werden. Dies geschieht, wenn der Schöpfer und die Schöpfung sich durch die Gleichheit der Form der Schöpfung mit Ihm vereinigen. Wenn Sie diese Gleichheit zwischen sich selbst und dem Schöpfer hervorbringen, zwischen Ihrer Absicht und Seinem Verlangen zu schenken, obwohl Ihr Verlangen, zu empfangen, bestehen bleibt, dann haben Sie zwei Gegensätze im Innern und sind fähig dazu, Spiritualität zu wahrzunehmen.

Sie beginnen es zu verstehen und Sie können beginnen, es zu erforschen und erfassen. Dann sind Sie in der Lage zu verstehen, wie es dort möglich ist, als etwas über der Lichtgeschwindigkeit zu existieren: zwei Gegensätze gleichzeitig, die sich nicht widersprechen.

Was ist das Höhere Licht?

Eine Frage die ich erhielt: Wo wohnt das Höhere Licht?

Meine Antwort: Das Kli ist dem Licht von Chassadim (Licht der Liebe und Barmherzigkeit) gefüllt, der Kraft des Gebens, welches das Licht von Chochma (Licht der Weisheit) enthält. Das Höhere Licht ist das Licht von Chochma in das Licht von Chassadim gekleidet. Dies ist das Licht, das immer arbeitet.

Wir richten uns immer zur Welt von Malchut der Unendlichkeit (Malchut de Ein Sof), denn dies ist der einzig existierende Zustand. Die Substanz von Malchut der Unendlichkeit ist der Wille zu empfangen. Das Geschöpf verleiht diesem Verlangen eine Absicht – die Absicht zu geben. An diesem Punkt kleidet sich das Höhere Licht des Schöpfers in die Absicht zu Geben des Geschöpfes.

Dies ist die Enthüllung der Liebe des Schöpfers und die Liebe des Geschöpfes, welches sich gemeinsam in unserem Verlangen enthüllt. Diesen Zustand nennt man die Welt der Unendlichkeit. Dieser ist bereits vorhanden und wir müssen dies nur noch mit Anstrengungen unsererseits enthüllen! Dies kann jedoch nicht individuell getan werden, sondern nur durch unsere gemeinsamen Anstrengungen, durch die Vereinigung aller spiritueller Funken (Punkte im Herzen).

Unsere gemeinsame Anstrengung erweckt das Licht, das die Welt der Unendlichkeit erfüllt und zieht es in Form des Umgebenden Lichtes (Or Makif) auf uns, welches uns schon von weitem leuchtet. Jenes Umgebende Licht gleicht uns wieder der Welt Malchut der Unendlichkeit an.

(Aus dem täglichen Kabbala Unterricht)

Anderen zu geben, ist die vollkommene Erfüllung

Eine Frage, die ich erhielt: Wenn die Welt einen Punkt erreicht, wo jeder den durchschnittlichen Lebensstandard haben wird und keiner außerhalb dieses Standards lebt, was wird dann die Leute antreiben, sich weiter zu entwickeln? Was wird Leute veranlassen, in ihrer Entwicklung voranzuschreiten?

Meine Antwort: Wenn eine Person Vergnügen darin fühlt, anderen zu geben, wenn sie fühlt, dass durch die Verbindung mit anderen, sie ein einziges Gefäß erschaffen, innerhalb dessen sie die Höhere Kraft (den Schöpfer) fühlt, dann wird die ständig anwachsende Kenntnis des Schöpfer, die sie fühlt, ihre Absicht und Belohnung sein. Wenn eine Person die „menschliche“ Stufe in sich erbaut, indem sie anderen gibt, korrigiert sie ihre Einstellung zu ihnen, und das gleicht sie dem Schöpfer an. So steigt sie entlang der 125 spirituellen Stufen zur Endkorrektur.

Wenn sie spirituell aufsteigt, fühlt sie Befriedigung und Erfüllung, und kommt so dem Schöpfer näher. Die Erfüllung, die sie davon wahrnimmt, ist vollkommen. Sie ist nicht temporär und vergänglich, sondern ewig. Sie erfüllt eine Person vollständig, ohne eine Leere zu hinterlassen. Außerdem gewinnt man unaufhörlich neue Möglichkeiten für noch größere Arten der Erfüllung.

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Verwandtes Material:
Blog-post: Genieße deine Liebe für andere
Blog-post: Eine Studie mit den „Großzügigkeit-Pillen“ gibt einen Hinweis auf die Quelle der vollkommenen Erfüllung
Blog-post: Das Leben, das Ziel und die Seele
Baal HaSulam Artikel: „Die Liebe zum Schöpfer und die Liebe zu Geschöpfen“

Die Mechanik des Glaubens, die Fähigkeit zu geben

Eine Frage, die ich erhielt: Was ist Glaube in der Kabbala?

Meine Antwort: Glaube ist gleich Geben in der Kabbala; wenn man geben kann, trotz seines Willens zu empfangen. Dies wird „Glaube über den Verstand“ genannt.

Die Natur eines Menschen ist der Wille zu empfangen, und Glaube ist die Eigenschaft zu geben, welche entgegengesetzt zu unserer Natur ist. Wir können die Eigenschaft des Gebens nur mit der Hilfe des Höheren Lichtes erreichen, weil es uns dazu verhilft, uns über uns zu erheben und aus einem anderen Verlangen heraus zu handeln: um der anderen willen oder um des Schöpfers willen. Dann handelt man aus diesem Verlangen heraus, anstelle des eigenen, angeborenen Verlangens. Und aus diesem Grund wird man von der Höheren Stufe abhängig (man wird zum Sklaven des Schöpfers), anstatt Sklave von sich selbst.

Wenn du daher Glauben an mich hast, bedeutet das, dass du mit all deinen Fähigkeiten um meinetwillen handelst. Du wirst sogar wie ich. Das ist so, weil gewöhnlich jeder Mensch jedem anderen entgegengesetzt ist. Wenn aber jemand Glaube an mich besitzt,bedeutet das, dass er seine Verlangen mir gegenüber neutralisiert hat und durch diese Wünsche sind er und ich eins.

Das Gegenteil von Glauben ist Wissen, wobei wir dann für unsere eigenen Wünsche handeln. Glaube bedeutet, wenn wir mit der Absicht handeln, die Wünsche der anderen zu erfüllen. Wenn ein Mensch diese Eigenschaft besitzt, dann spürt er die Dinge außerhalb von sich, durch die Verlangen der anderen. Und was man durch diese Verlangen spürt, ist die höhere spirituelle Welt. Darum steht der Glaube auch der Liebe so nahe (Liebe für den Nächsten), weil die Liebe die Eigenschaft ist, das eigene Verlangen durch das Verlangen des anderen zu ersetzen und dieses Verlangen zu erfüllen.

Wie man sieht, in der Kabbala ist Glaube, wenn ein Mensch die Eigenschaft des Gebens meistert – eine höhere Eigenschaft. Dies steht natürlich nicht im Zusammenhang mit dem Glauben, wie er in unserer Welt verstanden wird: Wenn man etwas glaubt, was jemand anderer sagt und das als Tatsache akzeptiert. Mit dieser Art Glauben würde ich auch die Fehler oder den falschen Glauben eines anderen als Tatsache akzeptieren, und sie dann als Grundlage all meiner Handlungen und meines gesamten Leben verwenden.

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Blog-post: Irrationalität ist ein Schritt nach vorn
Blog-post: Zum Geben über das egoistische Kalkül aufsteigen
Blog-post: In der Kabbala ist sehen gleih glauben
Shamati #43: „Wahrheit und Glaube“
 
 

Liebe, Familie und der Zweck der Schöpfung

Eine Frage, die ich erhielt: In alten Zeiten konnte ein Mann eine Frau kaufen und Ehen wurden von Eltern angeordnet. Aber Liebe kann nur in Verbindung mit einer speziellen Person geschehen.

In der heutigen Welt werden Ehen nicht immer aus Liebe eingegangen. Manchmal geschieht es, weil die Frau schwanger wird, um den Mann zu zwingen, sie zu heiraten. In anderen Fällen bedarf es einer Ehe, um im Stande zu sein, von einem Ort an einen anderen zu ziehen. Es gibt andere Beispiele. Somit hat man eine Familie gegründet, die man jetzt schützen muss. Und was ist, wenn Gefühle zu einer anderen Person entstehen, wenn man bereits eine „Zelle in der Gesellschaft“ ist? Was ist dann eine Familie und was ist Liebe?

Meine Antwort: Durch die Geschichte hindurch hat die Menschheit die Familie als eine Zelle innerhalb einer Gesellschaft behandelt, die geschaffen und entwickelt werden muss. In jeder Nation oder Kultur war Liebe nie die Motivation zur Gründung einer Familie. Der Zweck hinter der Familie war, im Stande zu sein, im Rahmen dieser Welt zu bestehen.

Heute stehen wir davor, einen anderen Zweck zu erkennen: Die Bestimmung der Familie zugunsten des Erreichens der Höheren Welt. Aber während wir noch an der Schwelle sind, müssen wir uns von den alten Beziehungen innerhalb der Familie befreien, um den Zweck der neuen, höheren Absicht zu begreifen. An diesem Übergangspunkt analysieren wir noch unsere Natur und studieren uns selbst. Wir tun das, um zur Erkenntnis zu kommen, dass unsere Natur schlecht ist und wir uns über sie erheben müssen.

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Blog-post: Unsere Zukunft hängt davon ab, was wir aus der Gegenwart machen
Blog-post: Wie man im neuen globalen Dorf lebt
Blog-post: Wie man einen erfolgreiche Beziehung sicherstellt
Blog-post: Ehe und Kabbala

 

In der Kabbala sind die Meilensteine auf unserem Weg für unser Auge unsichtbar

Eine Frage, die ich erhielt: Es gibt ein Problem bei dem Kabbalastudium: es ist nicht offensichtlich, was man machen muss. Andere Methoden geben einem verschiedene Übungen für den Körper oder den Verstand, aber in der Kabbala ist es total unklar, was man von einem praktischen Standpunkt her machen sollte. Soll man einfach studieren und das ist alles?

Meine Antwort: Sie haben Recht. In dieser Methode kann der Student nicht klar erkennen, was er machen soll. Der Grund dafür ist, dass er die Kunst des Gebens lernt, welche eine dem Auge unsichtbare Absicht ist. Ihr physischer Körper nimmt daran nicht teil, nur Ihr Herz.

Doch was ist nun das Herz? Es ist eine Ansammlung all Ihrer Verlangen. In der Kabbala müssen Sie tief in Ihr Herz schauen und seine Eigenschaften kennenlernen. Sie müssen sehen, welche Einstellung aus Ihrem Herzen sich auf sich selbst richtet, auf andere Menschen und auf den Schöpfer. Sie müssen Ihr Herz erweitern und darin wie in einem Labor arbeiten, wo Sie verschiedene Kräfte, Wünsche und Gedanken leiten und miteinander verbinden und mischen. Dies ist etwas, was ein Mensch allmählich lernt und auf diese Weise vergrößert sich das Herz mit der Hilfe des Einflusses des Höheren Lichtes.

Bei den anderen Methoden ist alles offensichtlich.

Es gibt dort physische Zeichen, damit man klar sehen kann. Wenn man jedoch mit der Kabbala anfängt, sieht man gar nichts! Darum wird sie auch „Verborgene Weisheit“ genannt, und die Anfangsperiode im Studium heißt die „Zeit der Verhüllung“ , weil wir nicht sehen, wie wir voranschreiten, was uns hilft voranzuschreiten und wir können auch nicht sagen, ob wir nicht einfach noch still stehen.

Doch gibt es hier einen Weg herauszufinden, ob man korrekt vorankommt. Man muss sich fragen, ob man noch irgendetwas anderes möchte als die Verbindung mit den anderen Seelen. Unsere gesamte spirituelle Arbeit ist in keiner Weise mit unserer körperlichen Arbeit verbunden, sondern vielmehr versteckt sie sich im Innern der Dinge. In anderen Worten arbeiten wir mit Kräften, die die Dinge von innen her lenken, und darum fühlen wir sie noch nicht. Wir haben Einfluss auf unsere Dinge, doch nur durch Kräfte, die vor uns verborgen sind.

Darum haben die Menschen Recht, wenn sie verlangen „Sag mir, was ich tun soll! Gib mir eine Arbeit die ich sehen kann und für die ich je nach meinen Bemühungen belohnt werde! Ich brauche eine Art Wegweiser auf dem Weg, also wo sind die?“ Ein Mensch muss jedoch nach neuen Kriterien des Vorankommens suchen, die nicht auf der Materie, sondern auf der Spiritualität basieren. Er muss eine Art Spuren des Gebens finden.

Ein Beispiel: Obwohl ich nichts empfange, komme ich dennoch zum Unterricht und nehme an der Arbeit teil. Ich akzeptiere den Rat der Kabbalisten, was „über dem Verstand“ heißt und ich studiere gemäß ihrem Rat. Ich öffne ein Buch, von dem mir gesagt wurde, dass es das Licht der Korrektur enthält. Ich weiß noch nicht einmal, was dieses Licht ist, aber ich will, dass es auf mich wirkt! Ich will mich unter diesen Wasserfall des Lichtes stellen! Möge mich dieses Licht ändern und mich von all den äußeren Schalen oder Verhüllungen (Klipa) reinigen!

Wenn du nach spirituellen Änderungen in dir schaust, dann ist die Präsenz dieses Wunsches der Weg, dir zu sagen, ob du vorankommst oder nicht.

(Aus der Vorbereitung des Täglichen Morgenunterrichtes)

Studierst du die Authentische Kabbala?


Wenn jemand Kabbalabücher studiert, dann macht er, obwohl er nichts davon, was in ihnen geschrieben steht, verstehen kann, innere Veränderungen durch und allmählich beginnt er zu spüren, was in den Büchern steht. Dies wird das Studieren der Wissenschaft Kabbala genannt. Er beginnt die Beziehungen zwischen der Erfüllung und dem Verlangen der Seele (die Lichter und die Kelim) zu erkennen, „Welt-Jahr-Seele“ und „eine gebrauchsfertige Wirklichkeit“.

Wenn er anfängt, diese Bücher zu studieren und sie durch seine Vorstellung im Innern zu betrachten, dann studiert er die Weisheit der Kabbala – die Wissenschaft darüber, wie man seine Seele erfüllt, wie man die spirituelle Welt und den Schöpfer enthüllt, indem man seine Eigenschaften Ihm angleicht. Wenn ein Mensch jedoch diese Bücher liest und obwohl er wirklich versucht und sich bemüht, jedoch trotzdem nicht in der Lage ist, die Handlungen des Schöpfers in seinem Innern zu spüren, bedeutet dies, dass er die Wissenschaft der Kabbala nicht studiert. Er bereitet sich nur darauf vor.

Doch wenn er überhaupt keine Absicht hat, die spirituelle Wahrnehmung zu erreichen, dann hat er keine Verbindung zur Spiritualität oder zur Tora. Er ist nur mit Wissen verbunden, weil er nicht zur Tora strebt. Die Tora ist das Licht, das einen zur Quelle zurückführt und es wirkt auf einen, wenn man danach verlangt, dass das Licht einen korrigiert, da man spürt, dass man Korrektur braucht.

Wenn also ein Mensch einfach Kabbalabücher liest, bedeutet das nicht notwendigerweise, dass er die Kabbala studiert. Er wird vielleicht einfach die Weisheit studieren. Deshalb wird alles in Bezug auf denjenigen, der studiert, behandelt. Wenn ich mir ein Buch nehme, auf dessen Titelseite „Tora“ oder „Kabbala“ steht, bedeutet dies nicht notwendigerweise, dass ich sie studiere. Alles hängt von mir ab und davon, was ich von diesen Büchern erwarte.
(Vom 3. Teil der täglichen Morgenlektion über die „Einführung zu Talmud Esser HaSefirot“)

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Die Universalität der Kabbala entdecken

Im Folgenden einige Fragen, die ich zur Problematik in Venezuela, zu den Menschen die im Osten leben und zu Zweifeln über die Kabbala als einzigen Weg in die Spiritualität erhielt:

Frage: Ich schreibe Ihnen aus Venezuela. Wie können wir das richtige Umfeld wählen, wenn wir in einem Land mit so vielen politischen Problemen leben, in dem die Menschen in einer scharfen Trennung leben und in dem die Beschäftigungssituation oft unerträglich ist?

Meine Antwort: Zweck der Kabbala ist es, alle Probleme unserer Welt dadurch zu lösen, dass sie den Menschen über sie erhebt. Alle Probleme kommen vom Schöpfer mit genau mit der Absicht, dass wir uns über sie erheben. Indem Sie die Quelle der Probleme verstehen, bietet sich Ihnen die Gelegenheit sie wirklich zu überwinden.

Frage: Warum lassen Sie bei allem, was Sie über die Verbreitung sagen, den östlichen Teil der Welt außer Acht? Was wird mit diesem Teil der Welt geschehen? Liegt es daran, dass die Menschen, die dort leben nicht fähig sind den Weg der Korrektur zu beschreiten und das Leid zu vermeiden?

Meine Antwort: Ich spreche zu allen Menschen auf der Welt. Das einzige Problem ist nur, dass wir noch nicht genug Freunde und Gruppen im Osten haben. Deshalb erwähne ich sie selten.

Frage: Ich bin nicht mit der Kabbala als einziger Methode zur spirituellen Entwicklung einverstanden. Ich denke, dass der Schöpfer verschiedenste Möglichkeiten geschaffen hat, damit ein Mensch sich spirituell entwickeln kann. Unabhängig davon, ob dieser Mensch die Kabbala studiert. Auch denke ich, dass es auch an Orten, wo die Kabbala nicht allgemein bekannt war, Menschen gegeben hat, die ihren spirituellen Weg vollendet haben.

Meine Antwort: Ich wünsche Ihnen, dass sie mit dem, was die Kabbala in unsere Welt bringt sehr viel vertrauter werden. Dieses Wissen rührt noch von einer Zeit, in der sich die gesamte Zivilisation noch an einem Ort befand: im alten Babylon. Zu jener Zeit wurde die Kabbala enthüllt, um die Menschheit zu einigen. Sie werden die Universalität der Kabbala entdecken und ihre derzeitige Meinung ändern.

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Verwandtes Material:
Blog-Post: Wir müssen die Großartigkeit des Systems enthüllen, in dem wir uns befinden.