Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Absicht'

Der Krieg der Makkabäer in uns

Der Krieg der Makkabäer und der Feiertag Chanukka waren keine zufälligen historischen Ereignisse. Diese Geschichte beschreibt, wie ein Mensch seine Seele erbaut und das Licht darin entzündet, was durch die heilige Kanne mit Öl symbolisiert wird, die wir in uns selbst finden müssen, inmitten des ganzen Zerbruchs. Es gibt einen Teil in uns, den wir nur entzünden können, wenn wir ihn auch finden!

Wenn er entfacht wird, werden wir dadurch unseren Egoismus auf eine spezielle Weise korrigieren. Dadurch erhalten wir die Möglichkeit, das heilige Öl vorzubereiten, was bedeutet, dass wir bereit dafür sind, Malchut in uns selbst zu korrigieren.

Das heilige Öl ist das Verlangen zu Geben und zu lieben, ohne eine Belohnung für sich selbst zu erwarten. Das Öl ist das Verlangen. Das herkömmliche Öl sind die egoistischen Verlangen, wohingegen das heilige Öl das Verlangen zu Empfangen mit der Absicht zu geben ist. Der Funke, den wir erhalten, um unsere inneren Arbeit zu beginnen, ist wie eine kleine Kerze, die jeder Mensch braucht, um in sich selbst zu suchen. Wenn wir in der Lage sind, diesen Funken zum Leuchten zu bringen, werden wir beginnen unser größtes egoistisches Verlangen zu korrigieren oder das Öl für den Leuchter vorzubereiten.

„Chanukka“ stammt von den Wörtern „Chanu Ko“ ab, was so viel wie „sie stoppten hier“ bedeutet. Dies ist eine kurze Verschnaufpause in der Mitte des Weges zwischen den inneren Zuständen, welche Rosh Hashana und Yom Kippur, am Anfang des Weges, genannt werden, und Purim – die Endkorrektur.

Während Chanukka korrigieren wir nur die Kelim des Gebens, wie wir eine Kerze entzünden über unserem Verlangen zu Empfangen. Danach, wenn wir das Purimfest erreichen, benutzen wir das Verlangen selbst. Deshalb ist das Symbol für Purim nicht eine Kerze, die über dem Öl (Verlangen) brennt, sondern Wein, das Licht welches das Verlangen füllt.

Um eine Kerze anzuzünden, müssen wir Malchut mit Bina vereinen, das Verlangen zu Empfangen und das Verlangen zu geben, um dies in Bina erleuchten zu lassen. Das ist die Bedeutung des Feiertages von Chanukka, wenn wir Malchut zu Bina erheben, und dadurch Malchut zu einem Teil von Bina wird, indem wir ihre Kraft des Verlangens (von Malchut) hinzufügen.

Dann wird das Licht in Bina leuchten, im Docht, der sich aus dem Öl erhebt. Der Docht ist Seir Anpin, was als Mittlere Linie bezeichnet wird. Sie verbindet das Öl, Malchut, mit dem Licht, Bina.

All dies geschieht oberhalb unseres Verlangens. Dies ist eine Korrektur, in der wir die Eigenschaft des Gebens, durch unseren Willen zu Empfangen oberhalb unserer egoistischen Eigenschaften, erreichen. Dadurch erreichen wir den Zustand, genannt Teshuva mi Ira – Geben um zu Geben.

Zum Kabbalalernzentrum–>

Verwandtes Material:

Erhöhe die Frequenz deiner spirituellen Bewegung auf Lasergeschwindigkeit


Es steht geschrieben, dass der Eintritt und der Austritt des Lichts in das Verlangen und hinaus, in dem Verlangen ein Erkennen des Lichts und Seiner Quelle erzeugt. Wie viele Male muss also das Licht in mein Verlangen ein- und austreten, damit ich mir meiner selbst, meines Zustandes und meiner Handlungen bewusst werde? Und wo beginnt mein eigenes Verlangen, meine eigene Entscheidung und Freiheit des Willens und der Absicht?
Der Ein- und Austritt des Lichts und Sein wechselnder Einfluss, erschafft ein Verlangen (Kli, Gefäß). Das Verlangen wird wegen der verschiedenartigen Einflüsse des Lichts immer komplexer und beginnt allmählich seinen eigenen Zustand zu verstehen. Es fängt an, unabhängig vom Licht seine eigenen Entscheidungen zu treffen, betreffend, wie es nach dem Licht verlangt und danach strebt.

Spirituelles Leben wird durch die Frequenz des Eintritts und Austritts des Lichts in das Verlangen und hinaus beurteilt. Es hängt von der Frequenz ab, mit der ein Mensch diese Handlungen hervorruft, als auch davon, wie er sie erträgt und nutzt.

Das gleicht unserem materiellen Leben, wo sich die Geschwindigkeit von allem ständig erhöht. Mit der Entwicklung der Technologie, erhöhte sich die Frequenz von Geräten von Hertz zu Megahertz und von Langwellen über Radiowellen zu Lasern.

In der Spiritualität ist eine Person wie ein Gerät, dass an der Frequenz seiner Bewegung, seinen „Start – Stopp“-Intervallen oder dem Ein- und Austritt des Licht in und aus seinen Verlangen gemessen wird. Je mehr eine Person vorankommt, umso mehr freut sie sich über die Veränderungen, die in ihr stattfinden und umso mehr weiß sie, wie man sie nutzt und sie kontrolliert.

Zum Kabbalalernzentrum –>

Die Enthüllung des Schöpfers ist ein „Upgrade“ des Schöpfungsprogramms

Eine Frage, die ich erhielt: Was ist „die Enthüllung des Schöpfers in der Schöpfung“?

Meine Antwort: Es bedeutet, dass die Schöpfung (das Verlangen zu genießen) die Eigenschaft des Schöpfers erlangt, welcher gebend ist. Wenn die Schöpfung dieses Ziel erreicht, erwirbt sie die Kraft, das Verlangen und die Absicht, welche allgemein als „Geben“ bezeichnet werden. Das ist die Bedeutung davon, dass die Schöpfung den Schöpfer enthüllt.

Die Enthüllung des Schöpfers, die Eigenschaft des Gebens, vollzieht sich innerhalb der Schöpfung. Das bedeutet, dass die Schöpfung ein neues Programm der Lenkung erhält, ein neues Programm, welches sie in Bewegung setzt. Zuvor wurde ihr Verlangen zu genießen durch Genüsse, welche sie in sich gefühlt hat, angetrieben. Aber nun wird ihr Verlangen zu genießen durch Genüsse gesteuert, die sie in anderen fühlt und enthüllt.

Dies wird als Enthüllung des Schöpfers innerhalb der Schöpfung bezeichnet. Das Ziel der Wissenschaft der Kabbala ist, diese Enthüllung zu erleichtern, unser inneres Programm (das Programm, welches unser Verlangen und unsere Materie lenkt) einem Upgrade zu unterziehen – vom Empfangen zum Geben hin. Die Enthüllung der Eigenschaft des Gebens innerhalb des Menschen wird Enthüllung des Schöpfers genannt.

 [#5480]

Aus der Lektion zum Artikel „Die Wissenschaft der Kabbala und ihr Wesen“

Wahrer Genuss kommt vom Geben

Der Schöpfer möchte, dass die Schöpfung Ihm gleich wird, genauso ewig und vollkommen. Deshalb pflanzte Er Seine Eigenschaft des Gebens durch eine Explosion in die Schöpfungseigenschaft des Empfangens ein. Durch diesen Zerbruch in der Höheren Welt sind wir als kleine Egoisten in dieser Welt geboren worden. Aber im Prozess unserer Entwicklung beginnt sich die Eigenschaft des Gebens in uns zu offenbaren.

Vor allem in unserer Generation, wo wir als Menschheit unseren größtmöglichen Egoismus erreicht haben, entdecken wir seine Leerheit. Deshalb sind so viele Menschen depressiv. Aber plötzlich, genau in dieser Situation, wie bei einem Lichtstrahl in einem dunklen Königreich, können wir den Eingang in die Höhere Welt erkennen!

Ein neues Verlangen zieht uns irgendwohin und flößt uns Hoffnung ein. In unserer Generation spüren bereits viele Menschen diesen Zusatz zu ihrem normalen Egoismus, der sich in uns in mehreren tausend Jahren entwickelt hat.

In der vorherigen Generation erwachte dieser kleine Funke, genannt „der Punkt im Herzen“, der Keim einer altruistischen Absicht, nur in speziellen auserwählten Leuten, die Kabbalisten wurden. Heute jedoch fühlen Millionen von Menschen diese neue Qualität, die in ihnen erwacht ist. Diese zieht sie vorwärts und verlangt nach Verwirklichung. Früher wurden wir durch den Egoismus vorwärts gestoßen, aber in der heutigen Welt sieht der Egoismus nichts Erstrebenswertes mehr, dem er nachjagen müsste.

Dieses neue Verlangen beginnt mit der Frage, „Was ist der Sinn meines Lebens?“ Wir fühlen Leerheit und sehen, dass es unmöglich ist, eine egoistische Erfüllung zu erlangen. Wie auch immer, es gibt eine andere Seite der Frage, „Wovon erhalte ich Genuss?“ Die gegenteilige Erkenntnis ist: „Wem kann ich Freude bereiten?“ Das ist dann, wenn ein Mensch beginnt, eine Notwendigkeit im Geben zu fühlen. Er fühlt, dass er darin wahre Erfüllung erhält.

Warum haben wir nichts aus der Krise gelernt?


Eine Frage, die ich erhielt: Die gegenwärtige globale Krise hat viele Menschen getroffen. Als die Schläge jedoch vorbei waren, hörten die Menschen nicht auf die Wissenschaft der Kabbala. Stattdessen entschieden sie, dass die schlechten Zeiten nun vorbei seien und nun wieder gute Zeiten beginnen, wodurch alles wieder in Ordnung kommt.

Meine Antwort: Dies ist verständlich. Die Krise wird immer schlimmer, aber da noch keiner die Lösung gefunden hat, ignorieren die Menschen sie einfach. Es ist überall so.

Wir empfangen viele Schläge für unsere unredlichen Handlungen, aber wir können nicht damit aufhören. Was bedeutet, dass die Schläge noch nicht stark genug waren, um uns das richtige Verhalten zu lehren.

Warum lernen wir nicht aus unseren Fehlern? Man sollte denken, es wäre so einfach wie das Einmaleins. Wenn bloß schwächere Schläge uns sofort zur Korrektur führen könnten! Unser Egoismus jedoch entwickelt sich immer weiter und wird größer. Und da wir immer egoistischer werden, können auch die vorherigen Schläge uns nicht dazu bringen, korrekt zu handeln.

Nehmen wir an, ich stehle 10$ und werde bestraft. Wenn ich jetzt 10$ sehe, dann denke ich an die Strafe und das hält mich zurück. Was mache ich aber, wenn ich plötzlich 100$ vor mir sehe? Ich wurde noch nie wegen 100$ bestraft, und daher besteht in meinem Verstand für 100$ keine Verbindung zur Strafe. Somit klaue ich sie und werde bestraft.

Was passiert nun aber bei 1000$? Es ist das Gleiche, so sind wir eben gemacht – wie die Tiere, die nur Dinge kennen, die sie gefühlt haben. Darum steht geschrieben: „Ein Mensch kann kein Gebot ausführen (eine Handlung des Gebens und Liebe für den Nächsten) es sei denn, er bricht es zuerst (findet die gegensätzliche Handlung in ihm).“
Erst muss man stolpern und fallen, man muss „stehlen“, und dann bereuen und berichtigen, was man gemacht hat. Das geschieht nur, wenn man Schläge erhalten hat, und ohne solche kann sich ein Mensch nicht verändern.

Die Wissenschaft der Kabbala erklärt, dass jedes Verlangen sich in vier Phasen entwickelt, von dem Zeitpunkt seiner Entstehung bis zu seiner endgültigen Form. Wir bestehen aus einem Verlangen und einer Absicht. Daher gibt es vier mögliche Kombinationen des Verlangens und der Absicht, weil es im Ganzen vier Kombinationen aus zwei Größen gibt: „Man begehrt etwas und beabsichtigt es, man begehrt nichts und hat keine Absicht dafür“ usw. (siehe „Innere Reflexion“ im Talmud Esser HaSfirot).

Man muss vier Phasen von Schlägen und Klärungen durchlaufen, um die letzte Stufe zu erreichen, wo man den Egoismus nur des selbstlosen Gebens und der Liebe willen verwendet. Darum kann man nicht von einem kleinen Schlag lernen, da zwischen dem Verlangen und dem Licht ein Gesetz herrscht.

Das Licht schafft ein Verlangen und das Verlangen handelt genau nach dem Programm, welches in ihm vom Licht eingebracht wird. Wenn es das Verlangen nach Freude ist, dann will es nur Genuss empfangen. Damit es ihm das Geben beibringen kann, muss das Licht das Verlangen durch vier Phasen beinflussen.

Erst in der letzten Phase merkt das Verlangen, dass es empfängt. Als Resultat fühlt es Scham und schränkt sich ein. Dies geschieht mit jeder spirituellen Handlung.

Zum Kabbalalernzentrum–>

Das System, um der Vielzahl von Verlangen entgegenzuwirken

Ich brauche den einzelnen Vergnügen, die ich anziehend finde, keine Aufmerksamkeit zu schenken. In Wirklichkeit lassen sie sich alle auf einen gemeinsamen Nenner bringen – ich fühle mich gut durch sie.

Wenn ich diesen Ansatz verwende, ist es leichter für mich, meine Sehnsüchte nach Genüssen zu begrenzen und meine Aufmerksamkeit vom Vergnügen zu Seiner Quelle und zur Ursache zu lenken, warum ich dieses Vergnügen empfange. Dann werden diese Vergnügen „Hilfe gegen mich selbst“ sein. Die Abfolge von Ereignissen und Handlungen wird mir klarer werden, wenn ich mich nicht in einer bestimmten Art von Genuss verloren habe (egal ob Geld, tierische Verlangen, Essen, Ruhm oder Macht).

Anstelle einer besonderen Benennung benutze ich eine gemeinsame Bezeichnung – Vergnügen. Es steht vor mir, zieht mich an und lädt mich ein. Also, was vermag ich zu tun? Hier erinnere ich mich daran, dass die einzige Möglichkeit, sich über das Vergnügen zu erheben, die Bitte um Hilfe von außen ist. Nur die richtige Umgebung wird mein Verlangen entfachen, mich am Geben zu erfreuen, und wird den Beweis erbringen, dass Geben wichtiger ist, als Vergnügen im Empfangen zu finden.

Als Nachweis für die Wichtigkeit des Erlangens der Eigenschaft des Gebens zwingt mich die Umgebung dazu, das Licht (Or Makif) um Hilfe zu bitten, um den Aufstieg zu beginnen! Die Hauptsache ist der Grundsatz, nicht aufzugeben, trotz der Schwierigkeit der Hürde. Dann werde ich Vergnügen gegen mein Verlangen erfahren.

Zum Kabbalalernzentrum–>

Warum geht es mir schlecht, obwohl ich alles habe?

Eine Frage, die ich erhielt: Was muss ein Mensch tun, wenn er sich in dieser Welt zurecht finden will? Bis jetzt musste er nur an sich selbst denken, aber nun entdeckt er, dass er sich mit anderen aktiv vereinigen muss. Reicht es aus, dass seine alleinige Absicht seine eigene Erlösung ist?

Meine Antwort: Ja, es ist genug. Der Beginn des Erwachens eines Menschen ist die Frage: „Was ist der Sinn meines Lebens?“ Aber wenn jemand diese Frage stellt, ist es wichtig, genau zu verstehen, was es bedeutet. Entweder geht es ihm schlecht in materieller Hinsicht: Er wurde vom Arbeitgeber entlassen und hat alle Arten von Problemen, Krankheiten und Schwierigkeiten. Oder er fühlt sich schlecht und leer, obwohl er alles hat und nichts im Leben ihn erfüllt; alles ist sinnlos und leer.

Es gibt Menschen, die in materieller Hinsicht Schlechtes tun, und das ist der Teil der Menschheit, der sich im unteren Teil der Pyramide befindet. Sie wollen nur etwas darüber erfahren, wie sie sich in der materiellen Welt erfüllen können. Und dann gibt es Menschen, die sich schlecht fühlen, nicht nur weil sie materielle Vergnügen vermissen. Selbst wenn sie alles haben, fühlen sie sich, als ob sie nichts haben. Der Grund dafür ist, dass ein neues, nicht-materielles Verlangen in ihnen erwacht ist – der Punkt im Herzen.

Wenn der Punkt im Herzen in einem Menschen erwacht, bedeutet es, dass ein neues Verlangen oder eine neue Eigenschaft in ihm entsteht. Von diesem Verlangen spricht die Kabbala und erklärt, warum Sie kein Glück in dieser Welt mehr finden können. Also, fangen Sie an und enthüllen Sie die Höhere Welt. Entdecken Sie, wie wundersam der Schöpfer ist. Letzten Endes haben Sie gar keine andere Wahl.

Der Schöpfer ist tief in unserer bösen Absicht verborgen (Fortgeschr.)

Eine Frage, die ich erhielt: Was bedeutet „die böse Absicht“?

Meine Antwort: Die böse Absicht ist dein Wunsch, den du als böse bezeichnest. Im Hebräischen stammt das Wort „jezer“ aus dem Wort „razon“ – Wunsch. Und es ist nicht nur ein Wunsch, sondern viele Verlangen in dir, die dich daran hindern, das Ziel der Schöpfung zu erreichen und die als Hindernisse auf deinem Weg erscheinen.

Der Stolperstein auf dem Weg zum letztendlichen Erfolg wird in dir gefunden und ist nichts, was man außen finden kann. Du kannst ihn jedoch von allein nicht zerstören oder loswerden, trotz der Tatsache, dass du sehen kannst, wie sehr er dir Schwierigkeiten bereitet, dein Leben ruiniert und dir auf dem Weg zum Erfolg im Wege steht! Darum heisst diese Eigenschaft in dir die böse Absicht.

Die „böse“ Absicht ist nur böse, wenn du dir alle Mühe gegeben hast, sie loszuwerden…und daran gescheitert bist. Dann wird dir klar, dass sie die endgültige Macht über dich und alles, was du tust, hat. Sie betrügt dich dauernd, doch du vergisst das und folgst dauernd ihrem Rat. Daher ist das Böse der Wunsch, der dich dazubringt.

Die Erkenntnis des Bösen ist kein leichter Prozess. Du mußt dir selbst ein wahrer Richter werden und dich nicht der „Bestechung“ hingeben. Du mußt Dir über dein Ziel klarwerden, wer du bist, welche Eigenschaften du hast und verstehen, was du innerhalb deiner selbst loswerden mußt. Und dann mußt du dir die größte Mühe geben, das zu tun. Und letztendlich, die Eigenschaften, die du noch verbleiben und die nicht zu ändern sind, die werden dann die böse Absicht genannt.

Wenn du so vorgehst, dann wirst du für die Korrektur vorbereitet, die von Oben kommt, und dann kommt das Licht und korrigiert dich. Aber erst dann, wenn du alles getan hast, was in deiner Macht steht, kannst du wirklich feststellen, was das Böse ist. Dies wiederum bereitet dich darauf vor, dich an den Schöpfer mit der Bitte zu wenden und Ihn anzuflehen „Ich will dieses Böse ein für alle mal loswerden – aber ich kann es nicht!“.

Und dann wirst du feststellen, dass Er hinter allem steckte. Innerhalb der bösen Absicht enthüllst du die Verbindung mit dem Schöpfer. Alle Probleme, mit denen du nicht fertig wirst, wurden dir absichtlich vom Schöpfer geschickt, damit du eine Verbindung zu Ihm aufbaust, und Dich an Ihn wendest.

Zum Kabbalalernzentrum–>

Verwandtes Material:
Blog-post: Die Bedingungen für die Korrektur der Seele
Blog-post: Die zwei Wege, unser Ziel zu erreichen
Blog-post: Wie offenbart sich der Schöpfer der Menschen?
Baal HaSulam Artikel: Verhüllung und Enthüllung des Angesichts des Schöpfers

Die gesamte Schöpfung ist ein Spiel des Schöpfers


Eine Frage, die ich erhielt: Wären Sie bitte so freundlich, den Grund dafür zu erklären, warum uns der Schöpfer in dieser Form erschaffen hat, nur mit dem Willen zu empfangen. Warum müssen wir überhaupt durch diesen Prozess gehen? Warum wurden wir nicht mehr wie der Schöpfer geschaffen? Sieht die ganze Schöpfung nicht wie ein Spiel aus?

Meine Antwort: Sie liegen vollkommen richtig: die ganze Schöpfung ist das Spiel des Schöpfers, das er mit seiner Schöpfung spielt! Die Absicht, uns in einer Eigenschaft zu erschaffen, die zu der des Schöpfers entgegengesetzt ist, ist für uns bestimmt, damit wir Geschöpfe bleiben, die sich von Ihm unterscheiden, damit, wenn wir zu Ihm gelangen und Ihm gleich werden, wir uns nicht in Ihm auflösen.

Zum Kabbalalernzentrum –>

Verwandtes Material:
Blog-post: Der Schöpfer ist Ihr korrigiertes Selbst
Blog-post: Die Welt ist ein Spielplatz
Blog-post: Der einzige Punkt, an dem Freiheit möglich ist, ist Ihre Reaktion gegenüber dem Schöpfer
Baal HaSulam Artikel: Die Freiheit

Die Umwandlung des Egoismus in Altruismus


Eine Frage, die ich erhielt: Wenn ein Mensch darum bittet, dem Licht näher zu kommen, ist dies nicht eine egoistische Forderung? Schließlich will er dies, um sich besser zu fühlen.

Meine Antwort: Das macht nichts. Man nennt dies lo liShma, was bedeutet, dass der Mensch egoistisch nach Spiritualität strebt – um seiner selbst willen. Er möchte die spirituelle Welt fühlen, ein spirituelles Leben und die Wahrnehmung der wahren Realität gewinnen, damit sein Leben nicht vergeudet ist. So oder so geht das Leben weiter und niemand weiß, wie viel Zeit übrig bleibt. Der Mensch möchte sein Leben nicht auf sinnlose Weise beenden.

Von Anfang an können wir an nichts anderes als unseren eigenen Nutzen denken. Wenn wir also nicht egoistisch nach Spiritualität streben, indem wir uns vorstellen, wie gut das für uns ist, dann wäre es unmöglich, dass die Kabbala uns erreicht. Der spirituelle Weg beginnt mit der egoistischen Verwirklichung, genannt lo liShma. Und dann beginnt der Mensch durch das Höhere Licht, Or Makif, beeinflusst zu werden, wodurch seine egoistische Haltung zur Spiritualität durch eine altruistische ersetzt wird, was liShma genannt wird.

Deshalb wird der Egoismus des Menschen auch als eine „Hilfe gegen sich selbst“ (Ezer kenegedo) bezeichnet.

Dies rührt daher, weil es den Menschen zu einem Zustand bringt, in dem er plötzlich bemerkt: „Mein eigener Egoismus steht mir im Weg!“ Er erreicht einen Punkt, an dem er das gleiche Ego, das ihm bisher geholfen und ihn vorangetrieben hat, vernichten muss. Allerdings sollte man nicht seine Verlangen vernichten, sondern nur deren egoistische Absicht.

Auf diese Weise wird der Mensch nach und nach durch das Licht umgewandelt.