Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Spirituelle Arbeit'

Ein Erzeuger oder ein Empfänger von Gedanken?

Frage: Bin ich ein Erzeuger oder ein Empfänger von Gedanken? Was ist meine Freiheit in Bezug auf Gedanken?

Antwort: Niemand ist ein Erzeuger von Gedanken. Gute und böse Gedanken kommen nur von oben.

Wir sind nur kleine Konsumenten am Ende der Kette, aber unsere Reaktion auf sie hängt davon ab, wie wir die bösen oder guten Signale, die wir empfangen, widerspiegeln. Dies ist unsere Aufgabe.

Frage: Können sich Gedanken gegenseitig überschneiden, verstärken oder unterbrechen?

Antwort: Ja, wenn sie nicht um der Einheit willen sind. Aber wenn es Gedanken für die Einheit sind, werden sie im Zentrum der Gruppe verschluckt und die Gruppe kann wachsen.

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Aus KabTV’s „Grundlagen der Kabbala“ 2/3/19

 

Das Gebot: „Ich bin der Herr, dein Gott“

Frage: Im ersten Gebot steht: „Ich bin der Herr, dein Gott, der dich aus dem Land Ägypten, aus dem Haus der Knechtschaft, herausgeführt hat.“ Wer ist Gott? Was ist er?

Antwort: Er ist die höchste, intelligente, allmächtige, ewige, vollkommene Kraft der Natur.

Wir schreiben es nur der Natur unserer Welt zu, weil wir mehr nicht sehen können. In Wirklichkeit erfüllt sie alles, einschließlich des gesamten Schöpfungsprogramms: den Anfang, das Ziel, die Verwirklichung und das Ende.

All dies zusammen wird der Schöpfer genannt, und zwar nur in Bezug auf uns.

Wir können nicht über den Schöpfer, über Gott, über die höhere Kraft sprechen, dass er allmächtig ist, ewig ist, oder ihm irgendwelche Namen geben, die wir wollen. Man muss sie ausspielen, diskutieren, warum sie genau so und nicht anders sind, warum es so viele von ihnen gibt.

Deshalb können wir, ohne auf diese Namen zu achten, über Ihn sprechen, aber nur in Bezug auf uns selbst, so wie die großen Seelen der Kabbalisten, die Ihn kannten und uns über Ihn erzählten.

Frage: Als Folge des Gebotes „Ich bin der Herr, dein Gott“, fand der Schöpfungsakt statt: „Und Gott sprach: ‚Es werde Licht‘, und es ward Licht.“ Welcher Zusammenhang besteht zwischen beiden?

Antwort: Die Manifestation des Schöpfers von oben nach unten in Bezug auf uns im Schöpfungsakt ist die Manifestation des Lichts aus der Welt der Unendlichkeit, das ein Gefäß für sich selbst erbaut. Dieses Gefäß ist die ursprüngliche Schöpfung.

Es ist noch weit entfernt von der Schöpfung, die schließlich entstehen soll, denn es ist wie ein Samentropfen und es ist nicht klar, ob sich daraus etwas entwickeln wird oder nicht. Aber es hat fast alles in sich, außer Materie. Deshalb muss es sozusagen mit allem Notwendigen gefüllt sein.

Aber alle Informationen, absolut alle Seine Eigenschaften, alles, was „Er selbst“ genannt wird, befindet sich in diesem Gefäß.

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Aus KabTV’s „Die Kraft des Buches Zohar“ #10

Für manche Krieger hört der Krieg nie auf

Am Vorabend des israelischen Gedenktages für die gefallenen Soldaten der Kriege Israels und Opfer von Terroranschlägen hat sich Itzik Saidian, ein verwundeter Soldat, selbst angezündet. Er wurde nicht körperlich verletzt, aber seine Seele ist seit Jahren zerrüttet. Im Jahr 2014 wurde ein APV (Panzerpersonal Träger) der neun Soldaten aus seiner Einheit transportierte, von einer schultergefeuerten RPG-Rakete getroffen. Sieben seiner Freunde starben in der feurigen Explosion, und die beiden, die überlebten, wurden durch die Explosion und das darauf folgende Sperrfeuer verletzt.

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Neues Leben 1295 – Die Bande der Gruppen, denen wir angehören, vertiefen

Neues Leben 1295 – Die Bande der Gruppen, denen wir angehören, vertiefen

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Yael Leshed-Harel

Radfahrer können in einer Gruppe eine höhere, innere Stufe der Verbindung erreichen, wenn sie sich bemühen, sich in einem Herzen und einem Gedanken als ein Mann auf einem Fahrrad zu vereinen. Anführer werden das Gefühl vermitteln, dass es eine besondere Verbindung inmitten der Gruppe gibt und dann auf die natürlichen Reaktionen achten, die ohne künstlichen Druck hervorgerufen werden. Konflikte, die Teil des Lebens sind, werden genutzt, um die Verbindung zu steigern.

Wenn zum Beispiel jemand zu spät kommt, wird die Zeit genutzt, um über die Bedeutung der Verbindung, Zugeständnisse und das Aufsteigen über das Ego zu sprechen. Die Gruppe akzeptiert das verspätete Mitglied und verbindet sich durch sein Zuspätkommen noch mehr. Wenn die Gruppe darauf bedacht ist, die Verbindung zwischen sich zu erhöhen, werden sie wirklich gemeinsam in der Harmonie der Natur schweben und auf dem Weg zu Glück, Freude und Erfolg voranschreiten!

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Aus KabTVs „Neues Leben 1295 – Die Bindungen in den Gruppen, zu denen wir gehören, vertiefen“, 

Verstand und Bewusstsein

Frage: Ist das Bewusstsein, das ich besitze, individuell und das Bewusstsein, das sich im Informationsfeld befindet gemeinsam?

Antwort: Ja, es ist individuell, solange Sie in Ihrem Bewusstsein nicht vollständig mit diesem Feld übereinstimmen.

Frage: Kann ich sagen, dass das gemeinsame Feld einen Teil von Ihm, sein Abbild in mir abbildet?

Antwort: Absolut richtig.

Frage: Macht es Sinn, über Bewusstsein zu sprechen, ohne ein Subjekt des Bewusstseins?

Antwort: Nein. In der Kabbala wird es anders wahrgenommen.

Nach der Kabbala ist jeder von uns ein Verlangen. Wenn wir bestimmte Gegenmaßnahmen über diesem Verlangen aufbauen, dann erheben wir uns darüber auf die Stufe des Feldes, das uns umgibt. Dann beginnen wir in dem Maße, wie wir diesem Feld ähnlich sind, seine Absichten, seine Pläne, seine Handlungen in Bezug auf uns zu spüren und zu untersuchen. In diesem Umfang wird der Mensch vernünftig. Davor betrachten wir ihn als eigenständige Person. Sein Bewusstsein wird zum Bewusstsein dieses Feldes.

Frage: Sind Geist und Bewusstsein identische Begriffe, oder gibt es einen Unterschied?

Antwort: Der Verstand ist viel niedriger als das Bewusstsein, denn er ist bereits die Verarbeitung des Bewusstseins in uns. Dieser Prozess erlaubt uns, einige Handlungen durchzuführen, die uns zu einem höheren Bewusstsein führen. Der Verstand ist also ein Mechanismus, ein Hilfselement, das uns hilft, von einer Bewusstseinsebene zur nächsten aufzusteigen.

Aus dem Fernsehprogramm „Begegnungen mit der Kabbala“, 03.01.2019

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Woran Sie jede Minute denken müssen

Frage: Renat schreibt: „Lieber Michail Semjonowitsch! Ich habe auf YouTube ein Video gesehen mit dem Titel „Wie überwindet man Scham?“ Können Sie mir bitte sagen, was ich tun soll? Im Zusammenhang mit dem Coronavirus habe ich mein Geschäft verloren. Ich habe hohe Schulden bei der Bank, eine Mietwohnung und ein Kind. Wie kann sich eine Person da nicht sich selbst verlieren? Stress, Depression, Panikattacken, Schlaflosigkeit- wie geht man mit einer schwierigen Lebenssituation um? Sie haben meinen Gemütszustand genau beschrieben“.

Antwort: Ich rate Ihnen, Ihr Gehirn und Ihre Nerven abzuschalten, absolut mechanisch und rational zu handeln. Was das Leben heute von mir verlangt, muss ich tun, ohne darauf zu achten, was übermorgen und vielleicht schon morgen passieren wird. Entscheidend ist das Heute! Wenn Sie mich richtig verstehen, dann werden Sie begreifen, wie unsere Welt verwirklicht werden sollte.

Wir sollten nicht an morgen und übermorgen denken, wir sollten keine großen Pläne machen. Wir sollten darüber nachdenken, wie wir in jedem Moment für uns und unsere Lieben nützlich sein können. Wenn wir das richtige Verständnis für die Zukunft der Welt haben, können wir es auf irgendeine Weise mit anderen teilen.

Wir brauchen kein übermäßig rationales oder philosophisches Denken. Halten Sie es so einfach wie möglich.

Sie werden so einen neuen Weg sehen, auf dem Sie ruhig spazieren gehen können, wie in einem Park, niemand wird Sie stören. Wenn Sie sich belästigt fühlen, dann können Sie diesen Weg sogar noch vertiefen. Sie werden sehen, wie sich alles auflöst und Platz für Ihr einfaches Leben macht. So werden Sie aus allen diesen Problemen herauskommen.

In der heutigen Zeit ist der Schlüssel in dieser Pandemie ein unkompliziertes Leben. Diese Denkweise wird Sie zu den weisesten Gedanken und Handlungen führen.

Aus dem Fernsehprogramm „ Nachrichten mit Michael Laitman“, 01.02.2021

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Ist weniger in unseren Leben mehr?

Der Trend des Minimalismus verändert die Gesellschaft weltweit. Immer mehr Menschen entscheiden sich dafür, sich von ihrem materiellen Besitz zu lösen oder es zu vermeiden, Dinge im Übermaß zu erwerben, um dem Stress des westlichen Lebens zu entkommen und viel entspannter mit nur den Dingen zu leben, die als wirklich unverzichtbar gelten. Woher kommt das? Ist das das Geheimnis des Glücks?

Einfachheit ist der Trend, der im Grunde auf jeden Bereich unseres Daseins anwendbar ist und immer mehr an Attraktivität gewinnt. Entgegen dem, was wir vielleicht denken, ist dieses Phänomen nicht neu, es gab es schon in alten Kulturen. Es gab Zeiten, in denen die Menschen sich für ein bescheidenes Leben entschieden, obwohl sie sich sehr viel leisten konnten. Die Tendenz zum Minimalismus rührt von der Tatsache her, dass alles, was wir uns anschaffen, uns kontrolliert. Wie unsere Weisen vor langer Zeit sagten: „Je mehr Besitz, desto mehr Sorgen.“

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Neue Wahrnehmung – kollektives Bewusstsein

Die kollektive Wahrnehmung bringt einen Menschen auf eine andere Stufe. Sie besagt, dass man sich von sich selbst lösen und in das Kollektiv eintreten muss. Man muss alles, was im Kollektiv existiert als das Eigene hinnehmen. Versuche zu denken, zu handeln, Probleme zu lösen, die auf den Meinungen, den Wünschen und Zielen eines anderen basieren.

Versetzen Sie sich in dieses Bild und sehen Sie nach einer Weile, ob Sie zu sich selbst zurückkehren können, und wie weit Sie sich verändert haben.

Deshalb wird in der Kabbala der sogenannte „Zehner“ praktiziert. Hier verbinden sich zehn Menschen miteinander, um eine gemeinsame Basis für das Verlangen, das Ziel, den Gedanken zu organisieren, um eine Einheit zu werden.

Dazu muss sich jeder vor allen anderen annullieren und dann werden sie durch die gemeinsame Arbeit ein Ganzes werden. Das ist nicht einfach, das erfordert Zeit.

Es ist interessant zu beobachten, wie sie anfangen zu denken, zu überlegen und Fragen zu lösen. Jeder hat eine ganz andere Fähigkeit die Welt zur gleichen Zeit zu sehen, als die anderen. Es gibt aber auch eine integrale Wahrnehmung der Wirklichkeit.

Man kann eine Übung unter folgenden Bedingungen machen:

Man kann sich verbinden und dabei sehen, welcher Unterschied zwischen persönlicher und integraler Wahrnehmung besteht. Dies ist genau das, was die Kabbala praktiziert.

Sie empfiehlt, auf diese Weise zu interagieren, um nach und nach zu verstehen, was in unserem Bewusstsein existiert, wie es funktioniert, wie wir es auch anders betrachten können – nicht aus sich selbst heraus.

Aus der Fernsehsendung „Gemeinsam zur  Hauptsache“, 02.09.2018

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Den Schöpfer erreichen

Frage: Worin besteht der Unterschied in der Wahrnehmung, vom Schöpfer geleitet zu werden, von dem, dass nur Er allein mich lenkt?

Antwort: Wenn wir uns dem Schöpfer nähern, müssen wir uns ständig auf diese einzigartige schöpferische Kraft ausrichten, „Es gibt niemanden außer Ihm“ und uns nur mit ihr solidarisieren und ihr alles zuordnen.

Tun wir dies, werden wir tatsächlich lernen, alles uns Umgebende als Erscheinung einer einzigen Kraft zu erkennen, d.h. sie in verschiedenen, einander entgegengesetzten Erscheinungen wahrzunehmen.

In der unendlichen Vielfalt von Erscheinungsformen des Schöpfers beginnen wir Ihn als die Kraft hinter allem zu spüren. Das bedeutet, dass die Offenbarung des Schöpfers als den Einen und Einzigartigen, dank der Tatsache geschieht, dass wir Seine Anwesenheit in der Vielfalt seiner verschiedenen Eigenschaften, Kräfte und Auswirkungen erleben.

Frage: Bleibt dabei der Wahrnehmende bestehen?

Antwort: Natürlich, der Mensch verschwindet nicht und das ist seine Einzigartigkeit. Er wurde so erschaffen, dass, indem er für sich den Schöpfer offenbart, er Ihm gleich wird. Und er verschwindet nicht, weder wird er annihiliert, noch annulliert er sich selbst. In dem Ausmaß, wie der Mensch zunehmend den Schöpfer erhöhen kann, und in der Lage ist, gegensätzliche Erscheinungen in der Natur und in sich selbst als Eins zu sehen, kann er dem Schöpfer gleich, Ihm ebenbürtig werden.

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Wie lange wird Geld die Welt regieren?

Ein Business Insider schrieb in seinem Bericht von Oxfam International, dass zwischen dem 18. März und dem 30. Dezember 2020 der Reichtum der zehn reichsten Menschen der Welt um 3,9 Billionen Dollar gestiegen ist. Dem Bericht zufolge könnte allein dieser Gewinn, den diese zehn Menschen in weniger als zehn Monaten gemacht haben, „dafür sorgen, dass jeder geimpft wird und so aus seiner Angst vor Armut herauskommt.“ Gleichzeitig schätzt der Bericht, dass „zwischen 200 Millionen und 500 Millionen Menschen im Jahr 2020 in die Armut gefallen sein könnten.“ Muss das wirklich so sein?

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