Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Spirituelle Arbeit'

Die Milliardäre

Die Milliardäre Jeff Bezos und Richard Branson haben sich kürzlich auf eine neue Art der Raumfahrt eingelassen. Es hat den Eindruck erweckt, dass sehr reiche Menschen keine Grenzen kennen. Sie können nie mit dem zufrieden sein, was sie haben, und selbst der Weltraum ist für sie zu einem Ort des Wettbewerbs geworden.

Das menschliche Ego ist unbegrenzt. Es liegt jenseits der Kräfte der Natur. Das Ego will das Universum mit seinen Sternen, seinem Raum und allem anderen verschlingen, damit sich alles in mich hineinverlagert und es nichts mehr außerhalb von mir gibt.

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Höhen und Tiefen – Leben und Tod

„Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ ist ein uralter biblischer Spruch, eine Aufforderung, der im Prinzip jeder zustimmt, aber niemand weiß es umzusetzen.

Auch wenn wir es gerne erwähnen, stellen wir fest, dass es in unserer Welt nur schöne Worte sind. In der spirituellen Welt ist das hingegen eine unabdingbare Regel, entweder existiert man dort oder nicht.

Jene Freunde, die sich zu einer Einheit verbunden haben, den richtigen Kontakt zum Geben, zur Liebe gefunden haben, eine höhere spirituelle Stufe, ein Gefühl für den Ursprung der Kraft, die Quelle der Schöpfung, eine außerirdische Stufe der Existenz erreicht haben und sich in einem ewigen Informations- und Energiefluss, jenseits von Zeit und Raum befinden, entdecken plötzlich die nächste Schicht des Egoismus, die ihnen vorher verborgen war.

Anstelle von Liebe und Geben beginnen sie wieder, egoistische Gefühle füreinander zu empfinden, wie Kritik und Ablehnung. Dabei fallen sie von der Stufe, die sie erreicht haben, auf die irdische Stufe, als wären sie vom Himmel gefallen und betrachten wieder jeden auf eine völlig egoistische Weise.

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Nicht fliehen, sondern erobern

Bemerkung: Während beim Auszug aus  Ägypten das Volk noch vom Pharao verfolgt wurde, gibt es beim Eintritt in das Land Israel niemanden, der hinter einem her wäre.

Antwort: Wenn du dem Land Israel näher kommst, solltest du nun selbst ganz bewusst vorwärts gehen. Denn man kann schließlich nicht ständig Druck auf dich ausüben.

Der Auszug aus Ägypten erfolgte aus dem Grund, den Leiden, den „zehn ägyptischen Plagen“, zu entkommen. Und jetzt (beim Eintritt in das Land Israel) ist es nicht so.  Das Volk kommt voran, indem es selbst erkennt, dass es notwendig ist, sich von seinen egoistischen Absichten zu befreien. Die eigenen Verlangen zu reinigen, um den Schöpfer zu offenbaren und Ihm dadurch Genuss zu bereiten.

Frage: Worin besteht denn der Unterschied zwischen der Teilung der Wasser des Roten Meeres (Yam Suf) und der Teilung der Wasser des Jordans? Worin besteht der Unterschied zwischen diesen beiden inneren Zuständen eines Menschen?

Antwort: Die Wasser des Roten Meeres teilen sich, wenn die Grenze zwischen der Macht des Pharaos und der Macht des Schöpfers aufgehoben wird. Im Prinzip ist dies ein und dieselbe Macht, nur zeigt sie sich auf unterschiedliche Weise. 

Frage: Können wir sagen, dass dort eine spirituelle Geburt stattfindet?

Antwort: Bei der spirituellen Geburt handelt es sich nicht um den einen Moment, sondern um einen langwierigen Prozess, genau wie in unserer Welt.

Bemerkung: Dennoch musste man beim Auszug aus Ägypten im Glauben über dem Verstand vorangehen, sonst wäre es nicht möglich, das Meer zu überqueren. Und das Volk wagt es!

Antwort: Hier (im Land Israel) ist es genauso. Auf all diesen Wanderungen, mit all den Wundern, erheben sich die Menschen ständig über ihren Egoismus. Das geschieht manchmal durch Krieg, einen Satz, einen Sprung ins Meer, durch die Überquerung des Jordans und so weiter. Wie auch immer, es erfordert jedes mal eine Überwindung.

Bemerkung: In Ägypten gab es den  Nachshon (der nach dem Motto „besser der Tod, als ein solches Leben“, ins Meer sprang), jedoch gab es keine Priester, die ins Wasser gegangen wären, was zur Teilung der Wasser des Meeres geführt hätte. 

Antwort: Dort (in Ägypten) gibt es ja auch noch keine Bina! Im Land Israel jedoch dominiert diese Eigenschaft des Gebens und der Verbindung, daher empfindet man schon anders und verhält sich dementsprechend. Die Aufgaben, die man nun hat, sind ganz andere. Nicht fliehen, sondern sich bemächtigen, immer wieder aufs neue. 

Aus der Fernsehsendung „Geheimnisse des ewigen Buches“, 

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Sich im Egoismus befinden

Frage: Ein Mensch denkt, dass er mit seinen Gedanken etwas erschafft, dass er eine Art von Arbeit verrichtet und dass er darin existiert. Aber in Wirklichkeit befindet er sich in einer Illusion. Gibt es einen Punkt, an den man sich klammern kann, um daraus  zukommen?

Antwort: Wozu brauchen Sie das? Warum müssen Sie wissen, was der Sinn Ihres Lebens ist, was Sie selbst tun können und was von oben ausgeht? Wozu wollen Sie, ein Egoist, das alles überhaupt wissen? Haben Sie mit ihrem egoistischen Wissen noch nicht genug Schaden auf dieser armen Erde angerichtet? 

Frage: Aber der Gedanke „Wofür lebe ich?“ ist doch im Prinzip das Einzige, was für einen Menschen wichtig ist?

Antwort: Ja, natürlich. Dennoch wird dieser Gedanke niemanden weiterbringen. Sie werden es weder begreifen, noch erlangen können, solange Sie noch in Ihrem kleinlichen egoistischen Zustand sind, es sei denn, man kann sich darüber erheben.

Frage: Ist es möglich, sich über diesen Zustand zu erheben, indem man sich auf seine Gedanken, auf den Intellekt verlässt?

Antwort: Nein, das geht auf keinen Fall. Um herauszukommen, reicht es nicht, klug und intelligent zu sein. Die naturgegebenen Eigenschaften genügen nicht, um aus sich selbst herauszukommen.

Dafür existiert ein ganzes System, das es Ihnen ermöglicht, sich vom Egoismus zu lösen und sich über sich selbst hinaus zu erheben.

Aus der Fernsehsendung „Kabbala Express“, 

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Dein Umfeld bestimmt dein Schicksal

Frage: Woher kommen unsere Wünsche und wie können wir bestimmen, welche davon klein und welche bedeutsam sind ?

Antwort: Eure Wünsche bekommt ihr von Oben. Es liegt an euch, sie zu unterscheiden. Dazu ist es wichtig, dass ihr in eine Umgebung gelangt, die euch hilft, wichtige Wünsche von unwichtigen zu unterscheiden. Es hängt alles vom Umfeld ab, in dem ihr euch befindet.

Lest den Artikel „Die Freiheit“ von Baal HaSulam über die Bedeutung des Umfeldes, in dem wir kommunizieren. Es ist tatsächlich das Umfeld, das euer Schicksal, eure Zukunft bestimmt.

Wenn ihr euch in die richtige Umgebung begebt, hört was dort gesagt wird und ihr euch in die Ideen hinein fühlt, dann nehmt ihr diese Ideen nach und nach an. Ihr beginnt und unterstützt durch die Ausrichtung, die ihr angenommen habt, euer vorankommen. 

So wählt ihr selbst aus, welche der  Wünsche die wichtigsten sind, die dieser Ausrichtung entsprechen, fügt eure Gedanken, euren Verstand hinzu und entwickelt euch in der richtigen Art und Weise.

Aus einer Lektion in Russisch, 

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Wir sind unser eigener Krebs

Vom Beginn der Schöpfung bis heute hat sich das Universum als ein System entwickelt, dessen Elemente alle miteinander verwoben und voneinander abhängig sind. Da alles von einem Punkt ausging, ist alles miteinander verbunden, wird immer verbunden bleiben, und was immer an einem Ort geschieht, wirkt sich auf das gesamte System aus.

Als sich das Universum entwickelte, manifestierten sich höhere Ebenen der Existenz, eine nach der anderen. Das Substrat von allem ist natürlich die mineralische Ebene. Mit dem Auftreten von Leben entstanden dann neue Ebenen – die vegetative, dann die belebte und schließlich die menschliche Ebene. Jede neue Ebene übersteigt die vorangegangenen Ebenen und ist gleichzeitig für ihr Überleben auf sie angewiesen. Dementsprechend ist jede Ebene so aufgebaut, dass sie sorgfältig das dynamische Gleichgewicht aufrechterhält, das der Erde und dem gesamten Universum Stabilität und Wachstum bringt. So hat sich unser schönes Universum über Milliarden von Jahren entwickelt.

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Die Gefahr in unserer falschen Wahrnehmung

Wenn wir uns heute die Welt ansehen, sehen wir nur eine Kraft, den Egoismus. Wir denken, dass alles nur nach dem Streben eines jeden Einzelnen läuft, an der Spitze des Haufens zu stehen, der Jäger und nicht der Gejagte zu sein, das Raubtier und nicht die Beute. 

Wir, die Menschheit, haben die Spitze der Pyramide erreicht, und vom Zenit aus versuchen wir herauszufinden, was wir noch mehr nehmen können. Um dies zu erreichen, lernen wir, werden immer anspruchsvoller und entwickeln Technologie, Wissenschaft, soziale Strukturen, um in dieser Welt erfolgreich zu sein.

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Die Kontrolle des „Sauerstoff Flusses“ der Welt

Stellen Sie sich vor, wie Sie sich fühlen würden, wenn eine kleine Nation den weltweiten Wasserfluss kontrollieren würde. Wenn es das Ventil schließt, hört das Wasser auf der ganzen Welt auf zu fließen und alles trocknet aus und stirbt. Wenn sie es öffnet, kann sich jeder mit Wasser versorgen. Stellen Sie sich nun vor, wie Sie sich fühlen würden, wenn diese winzige Nation nicht die Wasserversorgung der Welt, sondern die Sauerstoffversorgung der Welt kontrollieren würde. 

Wenn es das Ventil schließt, erstickt jeder, wenn es geöffnet wird, kann die Welt atmen. Würden Sie diese Nation in Zeiten, in denen sie das Ventil geschlossen hat, „segnen“? Würden Sie diese Menschen lieben oder würden Sie sie hassen und sie irgendwie loswerden wollen?

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Über integrale Beziehungen lernen

Das Wichtigste in unserer Arbeit in Bezug auf die Gesellschaft ist es, die Menschen aufzuklären.

Jene Menschen, die in der Lage sein werden, integrale Eigenschaften in sich zu entdecken, d.h. sich mit anderen zu verbinden, um von der individuellen egoistischen Wahrnehmung der Welt zu einer integralen Zusammenarbeit überzugehen, wenn sie sich über ihren Egoismus erheben und beginnen, nicht sich, sondern ihre Gemeinschaft als sich zu empfinden und dadurch das ganze Universum als integral wahrnehmen, – diese Menschen werden weiterhin erziehen und lenken. Sie müssen darauf vorbereitet sein.

Im Prinzip wird dafür die ganze Menschheit gebraucht. Jeder Mensch steht heute vor der Frage nach dem Sinn der Existenz und wie wir unser Leben neu gestalten können. Die Natur sagt, dass wir uns ihr entsprechend verändern müssen.

Wir haben den egoistischen Weg der Entwicklung abgeschlossen. Er befindet sich seit Jahrzehnten in der Krise und beginnt sich seit dem selbst aufzufressen. Wie das Sprichwort sagt: „Eine Revolution vernichtet ihre eigenen Söhne“. So ist es auch hier. Die Menschheit muss anfangen es zu spüren.

Ich denke, wenn wir wirklich kleine Versuchsgruppen bilden, die Managementprobleme lösen und ihre Empfehlungen auf der Grundlage der integralen Natur, d.h. auf der richtigen Beziehung der Menschen zur Natur abgeben würden, machen wir keine Fehler bei unseren Entscheidungen und gestalten mit solchen Managern eine Gesellschaft der Zukunft.

Aus einer Videokonferenz über die Wissenschaft des Managements.

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Die Welt ist unser innerer Film

Frage: Ein Mensch, der sich spirituell entwickelt, fühlt zunächst alle seine verwirrten Wünsche, er weiß nicht, wie er sie lenken und  ausgleichen soll. Es folgt der Anstieg des Egoismus (der Zustand von „Babylon“), er kann keine Beziehung zu Menschen aufbauen. Nun erkennt er seinen Egoismus – das ist bereits der Einzug nach Ägypten.

In der äußeren Welt, in der es Zeit, Raum und Geschwindigkeit gibt, werden uns materielle Bilder, wie Babylon, die Wüste usw. präsentiert. Sprechen diese Geschichten mit ihren Bildern von der inneren Welt?

Antwort: Ja, es ist wie das Programm in ihrem Computer, Sie starten es und Ihnen wird ein Video gezeigt.

In uns gibt es verschiedene Informationsaufzeichnungen, die sich darin ausdrücken, wie wir in dieser Welt existieren, wie wir uns sehen, danach handeln und was die Natur vor uns abspielt. In Wahrheit ist das alles unser innerer Film.

Es ist, als ob Ihre inneren Wünsche, nach außen gekehrt, dieses Bild zeigen, damit Sie es ändern können. Ändern Sie Ihre inneren Eigenschaften und Sie werden die Welt außerhalb von sich sehen. Können Sie sich vorstellen, was Sie bekommen haben, wenn Sie sich in einem so großen Ausmaß verändern konnten?

Wenn Sie sich etwas verändern, werden Sie  große Veränderungen in der Welt, zwischen Ihnen und der unbelebten Natur, den Tieren und den Menschen, mit denen Sie interagieren sehen. Indem Sie sich in Ihrem Inneren verändern, werden Sie die Konsequenzen in der Außenwelt sehen. Sie drehen Ihren eigenen Film.

Frage: Ist die Außenwelt sozusagen ein Indikator für mich?

Antwort: Die Außenwelt ist ein Spiegelbild Ihres inneren Zustands. Wenn Sie zum Beispiel Kriege im Land Israel sehen bedeutet das, dass Sie etwas in sich ändern sollten. Nur so können Sie die äußere Situation beeinflussen.

Aus der Fernsehsendung „Spirituelle Zustände“, 21.05.2021

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