Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Sich der Schar der korrigierten Seelen anschließen

In der Stunde, in der ein Mensch stirbt, wird es ihm gestattet zu sehen und er sieht seine Nächsten und Freunde aus der Welt der Wahrheit neben sich und erkennt sie wieder. Sie sind alle in der Form geschnitzt, wie sie in dieser Welt waren. Wenn ein Mensch ein Gerechter ist, freuen sie sich alle und heißen ihn willkommen (Buch Sohar).

Frage: Was bedeutet es „sie waren geschnitzt, wie sie in dieser Welt waren“?

Antwort: Während man die spirituellen Stufen hinaufsteigt, verändert man sich nicht. Er ändert nur die Verwendung seiner Eigenschaften.

Frage: Warum freuen sich alle und heißen ihn willkommen?

Antwort: Da eine ganze Seele zu ihnen aufsteigt, die sich nun der Schar ihrer Seelen anschließt, die auf dieser Stufe korrigiert wurde. Es ist eine große Bereicherung, ein großes Ereignis in der spirituellen Welt.

Stellen Sie sich vor, es gibt sieben Milliarden Seelen, oder besser gesagt schwarze Punkte, auf der Stufe dieser Welt, jede von ihnen muss aufsteigen und die Stufe der Welt der Unendlichkeit erreichen. In der Zwischenzeit stagnieren sie auf der Ebene der Punkte.

Natürlich ist es wünschenswert, dass sie sich alle korrigieren. Deshalb freuen sich die hohen Seelen, die uns helfen, erheben, aufrütteln, damit wir endlich über jede korrigierte Seele die spirituelle Stufe, die Vollkommenheit, die Harmonie erreichen.

Systemisches Leiden beginnt nun in unserer Welt aufzutauchen, es zwingt die Menschen, systemisch zu denken. Wir sind miteinander verbunden, voneinander abhängig, und wir können nichts mit Gewalt ändern.

Ich hoffe, dass dieses systemische Leiden alle dazu bringt, sich zu verbinden. Wir werden dann anfangen, nicht nur durch die Qualität einer kleinen Gruppe, sondern durch die Quantität der gesamten Menschheit aufzusteigen. Es wird für jeden sehr leicht, einfach, verständlich und natürlich sein.

Die Zeitungen werden darüber schreiben, das Fernsehen wird darüber berichten und überall wird darüber diskutiert werden. Die Menschen werden ständig daran denken und es wird für sie zum Lebensinhalt werden.

Ich bin mir absolut sicher, dass wir auf eine gute und freundliche Art und Weise zur Einigung kommen werden. Die Tatsache, dass das Buch Sohar jetzt offenbart wird, ist ein sehr gutes Omen. Wir müssen es öffnen und Tropfen für Tropfen, wie eine Infusion einnehmen, dann wird es wirken.

Aus der Fernsehsendung „Die Kraft des Buches Sohar Nr. 20)

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Worunter leidet der Kabbalist?

Ich werde oft gefragt: Worunter leidet der Kabbalist, hat er Leiden? Natürlich leidet der Kabbalist wie alle Menschen. Er macht sich Sorgen darum, dass er nicht in der Lage ist, alle Leiden in den spirituellen Raum zu übertragen. Der Wunsch zu genießen bringt ihm materielles Leid und er muss es auf die spirituelle Stufe bringen und natürlich sorgt er sich um alle seine Schüler.

Das Hauptleiden des Kabbalisten besteht darin, dass er alle Menschen zur Korrektur drängen will und nicht fühlt, dass es ihm gelingen könnte die Erwartungen es Schöpfers zu erfüllen.

Der Kabbalist sieht, dass sich die Welt auf das Leiden zubewegt und die Probleme jeden Tag größer werden. Er verfolgt alle Nachrichten und sieht, welche Krisen und Katastrophen der Menschheit wiederfahren und er weiß, wie sie hätten vermieden oder gemildert werden können. Es hängt nicht von ihm ab, sondern von den Menschen, ihre Einstellung gegenüber der Welt zu ändern.

Deshalb leidet der Kabbalist. Er sieht wie sich ein Unglück oder eine andere Umweltkatastrophe anbahnt und wie ein Vulkan kurz vor der Explosion steht und er nichts tun kann.

Stellen Sie sich vor, wie eine Mutter sieht, dass ihr Kind in Gefahr ist und kurz vor einem Unfall steht und sie nicht eingreifen kann. Die einzige Möglichkeit, dem Kind zu helfen, besteht darin, Fremde in seiner Umgebung zu wecken, die sich um es kümmern und es vor dem Unglück bewahren. Nur in dieser Form kann das Kind gerettet werden.

Deshalb ist das Leiden eines Kabbalisten viel größer als das eines gewöhnlichen Menschen. Von der Verbreitung der Kabbala hängt es ab, ob es gelingen wird, das Schicksal dieses gefährdeten Kindes, d.h. der gesamten Menschheit, zu ändern. Wir wissen, wie schwer es ist, die Herzen der Menschen zu erreichen, als wären sie von einem undurchdringlichen Panzer umhüllt.

Da bleibt nur eine Möglichkeit: den Schöpfer um Hilfe bitten, diesen Panzer um unsere Herzen zu durchbrechen, in unsere Herzen einzudringen und den Menschen unsere Wärme und Fürsorge, unser Bedürfnis nach Verbindung zu geben. Hoffen wir, durch alle diese Bemühungen, durch die Funken, die wir zu entflammen und aneinander weiterzugeben versuchen, ein großes Feuer entfachen.

Aus der Lektion zum Artikel Nr. 16 aus dem Buch „Shamati“, 09.10.2021

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Yom Kippur-Symbole

Bemerkung: Am Vorabend des Jom Kippur wird das Ritual „Kaparot“- „Sühne“ durchgeführt. Es sieht wie ein heidnisches Ritual aus, bei dem man einen Hahn nimmt, ihn auf den Kopf dreht und ihn dann tötet.

Antwort: Der Punkt ist, dass uns heute die Bräuche vieler Religionen als wild erscheinen. Auf der irdischen Stufe opfert ein Mensch im Namen der Erlösung einen Hahn anstelle seiner selbst, indem er sich selbst in Form dieses Hahns präsentiert.

In der Realität sollte das natürlich nicht so sein, denn aus Sicht der Kabbala geschieht alles auf einer spirituellen Ebene.

Bemerkung: Es gibt auch den Brauch, sich zu wünschen, dass wir in das Buch des Lebens – „Gmar hatima tova“ („Ein guter Eintrag in das Buch des Lebens“) eingetragen werden. 

Antwort: Das Buch des Lebens ist eine Allegorie, ein Symbol des Höheren Lichts, das alle Taten des Menschen aufschreibt. In dem Maß, in dem er dieses Licht für seine Korrektur, seine Ähnlichkeit mit dem Schöpfer nutzen will, werden seine guten Taten aufgezeichnet.

Es stellt sich heraus, dass der Mensch nicht nur im Laufe eines Jahres, sondern im Laufe seines ganzen Lebens seine Taten aufschreibt: Er zieht das Höhere Licht der Korrektur an-  seine guten Taten, er zieht es nicht an- seine schlechten Taten.

Frage: Es gibt eine Meinung, die besagt, so wie man Jom Kippur verbringt, so wird man nächstes Jahr leben. Beeinflusst das irgendwie unser normales Leben?

Antwort: In der Tat hat nichts in unserer Welt Auswirkungen auf die spirituelle Welt, außer unsere Beziehung zueinander. Deshalb heißt es, dass Jom Kippur sie nicht korrigiert. Ein Mensch muss sie selbst korrigieren.

Der Schöpfer kann an diesem Tag sozusagen alle Sünden vergeben, nur nicht das böse Verhalten zu anderen. Das steht höher, als unsere Welt, das Universum, das geschaffen wurde. Je näher wir uns sinnlich und spirituell sind, desto näher sind wir dem Schöpfer.

Aus der Fernsehsendung „Spirituelle Zustände. Rosh Hashana und Jom Kippur“  14.09.21

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Beziehung zwischen männlichen und weiblichen Zehnern

Frage: Ein Zehner ist ein Parzuf. Welche Art von Beziehung sollte zwischen männlichen und weiblichen Zehnern bestehen?

Antwort: Es gibt keinerlei Unterschied zwischen den männlichen und weiblichen Zehnern, es ist aber wichtig, Frauen und Männer nicht zu vermischen, Geschlechterunterschiede schränken die unsere Kommunikation ein. In der Kabbala ist das nicht gegeben.

Irdische Liebe und spirituelle Liebe sind grundsätzlich verschieden und sollten nicht miteinander vermischt werden.

Die Frauengruppe sollte die Männer unterstützen. Die Männergruppe sollte sich ihrer Verantwortung gegenüber den Frauen bewusst sein, indem sie selbstbewusst nach vorn gehen.

Das richtige Verhältnis der Gruppen untereinander ist sehr wichtig. Ihr seid viele und ihr seid eine große Kraft, wenn ihr euch über die Entfernungen miteinander verbindet.

Aus einem Gespräch bei der IAC-Videokonferenz 

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Wie öffnet man sein Herz?

Frage: Wie kann man sein Herz öffnen?

Antwort: Man kann sein Herz nur durch Gespräche innerhalb der richtigen Umgebung öffnen. Anders geht es nicht.

Es geht, wenn ihr anfangt, auf richtige Weise mit den Freunden zu sprechen, wenn ihr versucht, einander näher zu sein, einander zu lieben, und das unabhängig von äußeren Eigenschaften, die einem als gut oder schlecht erscheinen. Dann werdet ihr spüren, inwieweit eure Einstellung gegenüber dem Umfeld einzig von deinem Egoismus bestimmt wird.

Sich jedoch über dem Egoismus zu erheben, um die Freunde zu lieben, bedeutet eine große Aufgabe. Das ist es, woran wir arbeiten. Das Herz zu öffnen meint jedoch nicht, dass man seinen Egoismus öffnet, sondern man erlangt ein Verlangen nach Verbindung mit dem anderen.

Zunächst sollten wir nur daran denken, uns zu erheben, um über unserem Herzen zu sein, um aus unserer Selbstliebe herauszukommen, anzufangen, das darüberliegende wahrzunehmen.

Versucht das zu tun. Der Weg führt immer nur über die Umgebung. Viel Erfolg!

Aus einem Gespräch bei der IAC-Videokonferenz

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Die Wissenschaft der Seele

Frage: Psychologie bedeutet in der Übersetzung vom Griechischen die Lehre von der Seele, auf Hebräisch klingt es wie „Torat ha-Nefesh“.

Jedoch gibt es einen Unterschied zwischen Neshama und Nefesh, über den ich gern mehr erfahren würde. Worin besteht dieser Unterschied?

 Antwort: Neshama ist die gemeinsame Seele, die Gesamtheit aller unserer Wünsche, die auf etwas Höheres gerichtet sind, auf das, was gegensätzlich zu unserer Welt ist, die den Menschen auf eine höhere Ebene, die Ebene des Gebens, der Liebe, der Verbindung erheben. Kabbala ergründet, was der ursprünglich egoistischen Eigenschaft des Menschen entgegengesetzt ist.

Frage: Können wir sagen, dass Nefesh etwas individuelles, zu mir gehörendes ist, während Neshama etwas allumfassendes bedeutet?

Antwort: Wenn wir zunächst nicht berücksichtigen, dass in der Kabbala die Stufen von Nefesh, Ruach, Neshama, Chaja und Yechida unterschieden werden, sondern wenn wir uns nur darauf beziehen, was der Mensch innerhalb der Begrenzungen  unserer Welt wahrnimmt, so kann man grundlegende Eigenschaften als Nefesh (Seele) bezeichnen, damit ist jedoch die einem jeden Menschen unserer Welt zugrunde liegende egoistische Seele gemeint.

Aus der TV-Sendung „Spirituelle Zustände” 

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Zwei Wege, um Einsicht zu erlangen

Frage: Wie sehen Sie die Entwicklung der Kabbala in naher Zukunft?

Antwort: Im Moment findet eine Akkumulation, ein Prozess der Sammlung statt, und die Folge wird sein, das die Welt anfängt zu erkennen, dass wir uns in einem Teufelskreis befinden, dass sich in unserer Entwicklung überhaupt nichts Neues ereignet, außer einer voranschreitenden Verschlimmerung aller Abläufe.

Es gibt keinen Ausweg aus diesem Zustand, da wir von der egoistischen Natur geleitet werden, wodurch alle Errungenschaften der Menschheit umgekehrt werden und eine bösartige Verwendung finden.

Das alles geschieht , weil wir Menschen letztendlich erkennen müssen, dass dieser Prozess auf unserem Egoismus basiert, und mit unserer Konsumeinstellung einfach allem gegenüber zu tun hat. 

Wir müssen unsere naturgegebene Veranlagung ändern, sonst werden wir unseren Zustand selbst ständig weiter verschlimmern. Sogar dann, wenn wir gezwungen wären, uns zu ändern, beispielsweise durch einen Weltkrieg. Wir blieben gefangen im Kreislauf unseres Egoismus, wir weiter köcheln im Hass gegeneinander, wie kleine Jungs die sich im Hof einander beschimpfen und miteinander raufen. So ist es, und das müssen wir uns bewusst machen. 

Die Wissenschaft der Kabbala erklärt den gesamten Prozess, das ganze Programm der Natur, deshalb muss sie der ganzen Menschheit offengelegt werden. So wird die Menschheit noch die richtige Einsicht erlangen. Das geschieht einerseits unter dem Einfluss von Schicksalsschlägen und andererseits durch unsere Erklärungen, wie es allen gelingen kann, eine freundliche Welt und ein wahrhaft vollkommenes Leben zu erreichen.

Ich würde uns eine solche Entwicklung wünschen. Wie Baal HaSulam in seinem Artikel „Die letzte Generation“ und in anderen Schriften dargelegt hat, hängt im Prinzip alles von unserer Entscheidung, von der Entscheidung der Menschheit als Ganzes ab. 

Ich hoffe sehr, dass ihr euch noch aktiver einbringen werdet, dieses Wissen im Internet zu verbreiten, auch indem ihr alle sonstigen Möglichkeiten nutzt, um jedem Menschen in der Welt zu erklären, worin die Aufgabe besteht, um zu einer guten Zukunft zu kommen. 

Aus einem Gespräch während der Videokonferenz der Internationalen Akademie der Kabbala

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Die Zerstörung der Einheit der Gesellschaft

Frage: Eine Frau ist von Natur aus familienorientiert und möchte ihre Familie zusammen halten. Sie braucht ein Gefühl der Zugehörigkeit zu einem Mann, zu ihrer Familie, dann ist sie bereit, viel dafür zu opfern. Warum kann der Mann von heute einer Frau nicht dieses Gefühl der Zugehörigkeit vermitteln?

Antwort: Der Egoismus lässt es nicht zu: „Ich will mit niemandem verbunden sein!“

Das heißt, ich kann mit jemandem zusammen sein, aber nur wenn es bequem, wenn es angenehm ist, wenn ich bedient und zufrieden sein möchte. Der Moment in dem er es nicht braucht, soll keine Frau, keine Familie, niemand und nichts an seiner Seite sein. So verhält sich der Egoismus.

In einem solchen Zustand, in dem er keine Verpflichtung duldet, niemandem gegenüber verantwortlich sein möchte, ist es unmöglich, eine Familie aufrechtzuerhalten, denn eine Familie ist eine Partnerschaft und in erster Linie ein gegenseitiges Entgegenkommen.

Einander nachgeben heißt, sich selbst zu zwingen. Das will ich nicht! Ich kann es nicht tun, mein Egoismus erlaubt es nicht. Das ist der Grund, warum die Familie von heute auseinanderfällt. Es liegen noch schrecklichere Zeiten vor uns.

Die Menschen werden versuchen, eine Art Ersatz zu finden, um zusammenzukommen, bzw. um sich zu trennen. Die Kinder werden ihre Eltern früher verlassen und früher selbstständig werden. Der Staat und die Gesellschaft werden einige zusätzliche Funktionen übernehmen.

Wir werden allmählich eine Zerstörung der Grundlage- der Keimzelle der Menschheit, der Keimzelle unserer Gesellschaft erleben – etwas, das nicht einmal Tiere haben. Bei den Tieren bleibt die Familie schließlich so lange erhalten, wie es für das Fortbestehen der Art notwendig ist.

Wenn der Staat heute alleinerziehenden Müttern oder Vätern hilft, sehen sie keinen Sinn darin, eine Familie zu erhalten.

Aus der Fernsehsendung „Nahaufnahme. Emanzipation

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Die Unvermeidbarkeit der Offenbarung des Schöpfers

Das Gesetz des Gemeinsamen besagt, dass die ganze Menschheit am Ende ihrer Entwicklung unweigerlich zur Offenbarung der höchsten lenkenden Kraft kommen und einen langen Entwicklungsweg zum Abschluss bringen muss. (Baal HaSulam, „Das Wesen der Kabbala“)

Das allgemeine Naturgesetz besagt, dass wir alle jetzt oder in einem der nächsten Leben gezwungen werden, den Schöpfer zu offenbaren, Ihn zu erfassen, sich vollständig mit Ihm zu vereinen und zu verschmelzen.

Dies ist das allgemeine Gesetz der ganzen Natur. Es gibt kein einziges kleines Element in der Natur, weder auf der unbelebten, pflanzlichen, tierischen oder menschlichen Stufe, welches sich nicht unbewusst, instinktiv oder bewusst auf dieses Ziel zubewegt oder – wie die Kabbalisten auf unterschiedlichen Wegen.

Das Gesetz besagt, dass es in jeder Generation Einzelne gibt, die diesen Zustand erreichen können, bevor die restliche Menschheit zu dieser Vollkommenheit kommt.

Es steht außer Zweifel, dass wir alle die höchste Entwicklungsstufe – den Schöpfer – erreichen werden. Es liegt an uns, dies in unserer Generation zu erreichen.

Das ist das Gesetz des Allgemeinen und des Besonderen.

Frage: Wie kann die Offenbarung des Schöpfers an die Geschöpfe unvermeidlich sein, wenn wir von einem freien Willen sprechen?

Antwort: Es ist der freie Wille, der die Schöpfung zur unausweichlichen Offenbarung des Schöpfers führt. Wenn der Mensch sie richtig nutzt, beginnt er zu erkennen, dass seine Freiheit darin besteht, die Stufe des Schöpfers zu erreichen. Dann wird er absolut frei sein. Das ist das ganze Paradoxon.

Aus dem Unterricht, 18.08.2019

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„Wird die Kabbala vom Judentum anerkannt?“ (Quora)


Die Kabbala ist die Weisheit der Enthüllung des Schöpfers, des Systems der Erlangung der Höheren Offenbarung, einer erhabenen Wahrheit und eines höheren Wissens. Religion befasst sich mit alledem nicht.

Ein religiöser Mensch muss wissen, wie man Regeln befolgt und innerhalb ihrer Grenzen lebt. Die Kabbala hingegen führt zur Erlangung der Höheren, oberen Welt.

Sie ist keine Religion, sondern eine Wissenschaft. Sie hat nichts mit Religionen, Gebräuchen, übersinnlichen Praktiken oder gar dem Judentum zu tun. Orthodoxe Juden werden die Frage „Kennen Sie die Weisheit der Kabbala?“ üblicherweise damit beantworten, dass sie diese nicht nur nicht kennen, sondern auch meinen, dass es nicht nötig ist, sie zu kennen. Und diese Antwort ist richtig, denn die Weisheit der Kabbala ist für diejenigen, die mit religiösen Ritualen beschäftigt sind, unnötig.

Außerdem verstärkt die Weisheit der Kabbala sowohl das Verlangen zu Empfangen als auch das Verlangen nach Wissen – basierend auf Selbsterkenntnis – und der Erlangung der Höheren Welt. Religionen hingegen sind auf Selbstbeschränkung und Enthaltsamkeit aufgebaut.

Basierend auf dem Werk „The Kabbala Experience“ des Kabbalisten Dr. Michael Laitman. Geschrieben/editiert von Schülern des Kabbalisten Dr. Michael Laitman.